Mittwoch,01.Februar 2023
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Goldhandel: Deutsche Bank will zurück nach London

Gold, Goldbarren, Goldhandel, Deutsche Bank (Foto: Goldreporter)
2014 wollte sich die Deutsche Bank nach dem Gold-Fixing-Skandal noch ganz aus dem physischen Goldhandel zurückziehen (Foto: Goldreporter).

Die Deutsche Bank hat einen Antrag auf Wiederaufnahme in die London Bullion Market Association gestellt. Nach dem Manipulations-Skandal von 2014 will man den Gold-Handel wieder intensivieren.

Londoner Gold-Handel

Die Deutsche Bank bemüht sich laut Presseberichten um eine Rückkehr in die London Bullion Market Association (LBMA). Wie Bloomberg berichtet, hat das Geldhaus einen entsprechenden Antrag eingereicht. Ziel sei es, den Goldhandel wieder auszubauen.

Der LBMA-Antrag bringe die Deutsche Bank zurück in Linie mit anderen Banken, die Edelmetall-Dienstleistungen anböten, heißt es laut einem Unternehmenskommentar. „Er [der Antrag] spiegelt das sorgfältige Wachstum unseres Edelmetall-Geschäfts in den letzten Jahren und die wachsende Kundennachfrage nach unseren Dienstleistungen wider“, erklärte die Bank laut Bloomberg. Dabei hatte sich die Deutsche Bank vor einiger Zeit noch die Finger am Goldgeschäft verbrannt.

Gold-Fixing-Skandal

Bis 2014 gehörte man zum elitären Club des einst traditionsreichen Londoner Goldpreis-Fixings. Nach dem aufgedeckten Manipulationsskandal (Londoner Goldpreis wurde manipuliert: Erste Strafzahlung) wurde der Preisbildungsprozess innerhalb der London Bullion Market Association (LBMA) neu organisiert. Auch die Deutsche Bank stand damals in den USA unter Anklage. Außerdem mussten zwei ehemalige Angestellte der Bank vor Gericht. Es gab Strafzahlungen und es wurde eine Gefängnisstrafe verhängt.

Die Deutsche Bank räumte schließlich ihren Sitz im Londoner Gold-Fixing und erklärte später, man wolle sich aus dem physischen Goldhandel ganz zurückziehen.

Lukratives Goldgeschäft

In den Jahren zuvor hatte es noch Pläne zu einer Ausweitung des Goldgeschäfts gegeben. Beispielsweise hatte man in einen riesigen Hochsicherheitstresor in London investiert. Er war erst im Juni 2014 in Betrieb genommen worden. Der Goldvault stand wenige Zeit später wieder zum Verkauf.

Hintergrund

Unsere Deutung: Nach Einschätzung der Deutschen Bank ist nun wohl genug Gras über den Manipulations-Skandal gewachsen und man kann sich ich wieder stärker dem stets lukrativen Goldhandel widmen. Sicherlich auch deshalb, weil die Bedeutung des Goldes in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, angesichts immer neuer Krisen und aufgrund des enormen Schuldenübergangs in der Welt. Mit dem erneuten Zugang zum Londoner Goldmarkt ließe sich das Goldgeschäft der Deutschen Bank auch international wieder auf ganz neue Beine stellen.

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