Mittwoch,27.Oktober 2021
Anzeige

Edelmetalle unter Druck, steigende Anleiherenditen

Edelmetalle, Gold, Silber
Edelmetalle sind dann für defensiv ausgerichtete Investoren besonders attraktiv, wenn der Rentenmarkt keine oder nur negative Renditen bietet (Foto: Nathalie Vanbergen – Fotolia)

Eine nachhaltige Erholung der Edelmetalle nach dem Kurssturz der Vorwoche lässt noch auf sich warten. Druck kommt auch vom Anleihemarkt.

Edelmetalle unter Druck

In der vergangenen Woche ist der Goldpreis erneut unter die Marke von 1.800 US-Dollar beziehungsweise 1.500 Euro gerutscht. Auch Silberkurs kam deutlicher zurück. Am gestrigen Montag könnten sich die Edelmetalle etwas erholen. Gold und Silber bleiben aber unter Druck.

Am heutigen Dienstagvormittag um 9:30 Uhr kostete die kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.779 US-Dollar. Das entsprach 1.495 Euro (-0,05 %). Silber notierte mit 25,89 US-Dollar beziehungsweise 21,73 Euro pro Unze (+0,0 %).

Staatsanleihen / Renditen

Parallel sind die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in der Breite weiter angestiegen. Entsprechende US-Papiere rentierten am Vormittag mit 1,50 Prozent (Vorwoche: 1,49 %). Allerdings sehen wir die stärksten Aufschläge erneut bei europäischen Staatsanleihen.

Österreichische Schuldscheine verließen den negativen Bereich und brachten am Markt zuletzt 0,05 Prozent Zinsen (+600 Prozent). 10-jährige deutsche Staatsanleihen rentierten mit -0,17 Prozent und damit um fast ein Drittel höher als am vergangenen Dienstag.

Edelmetalle, Staatsanleihen, Renditen, Zinsen

Markteffekte

Die steigenden effektiven Zinsen spiegeln nach wie vor auch die entsprechenden Inflationserwartungen wider. Allerdings darf man einen Großteil der Entwicklung auch spekulativen Kräften zuordnen. Wenn die staatlichen Schuldscheine weniger stark nachgefragt werden, fallen deren Kurse, was sich (mathematisch) in steigenden Renditen auswirkt.

Relevanz für Edelmetalle

Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Das ist allerdings nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

21 KOMMENTARE

  1. Höhere Zinsen bei guter Bonität könnten höchstens den Goldpreis belasten, wenn diese bei
    5-8% lägen und nicht bei 0.05% in Homöopathischer Dosis.
    Zur Zeit scheinen alleRohstoffe zu schwächeln. Kupfer hat möglicherweise den Zenit überschritten, auch Palladium und Öl.
    Das bedeutet, die Weltwirtschaft erholt sich nur auf dem Papier, die herbeigesehnte Inflation ist eine Stagflation, noch schlimmer, als eine Rezession. Denn einer Rezession kann man mit einer Geldflut begegnen, gegen eine Stagflation gibt es kein Hilfsmittel, schon gar nicht von einer Notenbank.
    Zurück zum Gold:
    Die Erholung ist so prall wieder auch nicht.
    Wir stehen bei 1777 Dollar, Tendenz bärisch.
    Ich bin mir schon fast sicher, dass wir demnächst
    ( 2-3 Wochen) die 1680 Dollar die Unze sehen werden.Das, falls Gold nicht schleunigst 1825 Dollar und darüber erreicht.
    Wie ich vorausgesagt habe, handelt nun FED mit dem zu teuren Dollar und drückt den runter. Die EZB muss folgen.
    Das bedeutet, dass der Euro Goldpreis Verfall moderater ausfällt.
    Der Kilobarren 48648 Euro (die Unze 1513 Euro ).
    Zu bedenken gebe ich, dass dieser Barren exakt dieser, vor 1 Jahr 58.420 Euro kostete, fast 10.000
    mehr. Manche Händler verlangten für ähnliche Barren auch schon mal über 60.000 Euro.
    Ich empfehle zur Zeit Vorsicht und nur den Kauf kleiner Mengen.
    Damit nicht jemand glaubt, ich bashe Gold:
    Ich will bis Ende des Jahres 2 Kg Gold zu meinen Beständen hinzufügen.So oder so.
    Die Frage ist nur, möglichst teuer und schnell oder möglichst günstig und geduldig.

  2. Anzeige
  3. Cost-Average-Effekt nutzen und in kleinen Tranchen ständig zukaufen – das wird über die Zeit auch ein stattlicher Haufen an edlem Metall

    • @ex-kryptomane
      Macht hoffentlich hier jeder, wozu schreibe ich mir sonst die Finger wund.:) :).
      Trotzdem, dieses kleine Brötchen Backen ist auf Dauer ermüdend, frustrierend und mehr.
      Aber, Sie haben völlig recht, es nützt nichts, man muss da durch.

  4. @MAruti
    Unsere Sprache ist voll damit:
    – Steter Tropfen höhlt den Stein
    – Kleinvieh macht auch Mist
    – Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
    Usw, usf…..
    Wenn ein Gedanke so oft zitiert wird, muss schon was dran sein.
    Lästig ist nur die 2.000 er Grenze.

    Dennoch: Aktion Eichhörnchen.
    Die schleppen die Nüsse auch einzeln in den Kobel und überleben so den kältesten Winter.

  5. Edelmetalle unter Druck? Ja ein wenig!

    Unter Druck sind die Krypthos! Litecoin schmiert ab und bitcoin hechelt hinterher.

    Da traut sich kaum Investor bzw Zocker mehr rein. Wie schon mal erwähnt, es braucht nur einen Verkäufer mehr als Käufer, dann ist der Preis der Anlage Null.

  6. @ Ex-Kryptomane / Maruti
    Habe heute auch zugekauft… Extra Oma als „Zweitkäuferin“ mitgenommen, damit die EUR 2.000,—Grenze p.P. ohne Registrierung besser genutzt werden kann…
    Also so ermüdend war das gar nicht – wieder ein gutes Gewissen gehabt, da „schlechtes“ gg. „gutes“ Geld getauscht…
    Schöner Tag heute – fehlt nur noch der Abend-Cocktail + Zigarre auf der Terrasse (geht bald los!)…
    Auf den Erfolg – in aurum veritas!
    Dr. GoldenEye

    • @alle Ihr
      ja,ja, Ihr habt ja recht.
      Trotzdem nervt mich das Kleinvieh sammeln.
      Ich habe lieber grössere Portionen.
      Ich werde mich zusammenreissen und diese Woche vielleicht wieder Freitag Nachmittag eine Unze kaufen.
      Wenn ich daran denke, wie oft ich noch zum Händler laufen muss, bis ich meine 65 Unzen dieses Jahr zusammen habe, kann ich mir gleich auch noch 2 paar neue Schuhe kaufen.

  7. @Maruti
    65 Unzen – meine Fresse, da hast Du danach ja noch massig zu tun, bis Du mich eingeholt hast…! :-)

    Der Dokta

    • @maruti
      Kauf dir gleich Asics Laufschuhe, dann kannst das Nützliche mit Sport verbinden, so bleibst du fit auch noch :)
      Oder du stellst dir einen Pensionistenbus zusammen (Omis, Opas, alles was noch laufen kann, und schickst jeden mal in den Laden rein) bis du deine zwei Kilo beisammen hast. Oder du fährst ins Ausland, dort ist man mit Gold nicht so knausrig, man darf sich mehr kaufen ohne Register.
      Oder du schaffst dem GoldenEye 2 Kilo Barren an, wenn er wieder in die Steiermark fährt. Der hat eh immer seinen Hello Kitty Rucksack mit als Tarnung :)

      • @Löwenzahn
        Es ist nicht so, dass das meine einzigen Goldvorräte sind. Es handelt sich hier um eine Aufstockung dieser.
        Nahezu alle Mitglieder der Düsseldorfer Gruppe haben mehr als 80 Kg in Besitz.
        Jeder von denen.
        (Stand 2015). Seit dieser Zeit habe ich, da ich in Ausland lebe, keinen pers.Kontakt mit der Gruppe vom Rathinger Hof mehr.
        Aber, ich nehme an, dass selbige auch aufgestockt haben.
        Da sind Leute mit mehreren 400 Unzen Barren dabei.Ich kann Ihnen sagen, wenn Ihnen so ein Teil auf den Fuss fällt, ist ein Gips fällig.

  8. Blick in den „Reverse Repo-Markt“:

    – gestern parkten 68 Banken lumpige $765 Mrd. bei Mr. Powell
    – heute waren es (neuer Highscore, logo) 74 Banken mit $792 Mrd. Cash .

    https://apps.newyorkfed.org/markets/autorates/tomo-results-display?SHOWMORE=TRUE&startDate=01/01/2000&enddate=01/01/2000

    Für die $792 Mrd. erhalten die Banken „Treasuries“ als Sicherheit;
    steigen deshalb die (kurzfristigen) Anleiherenditen, oder baut sich
    die nächste Repo-„Liquiditätskrise“ auf?

  9. @Klapperschlange

    Den reverse repo markt beobachte ich auch?
    Ich frage mich, ist das noch normal was da passiert? Jeden Tag werden die Zahlen höher.
    Was passiert da eigentlich? Wird dem Markt über Nacht Liquidität entzogen? Wird da eine Nachfrage nach Anleihen vorgetäuscht? Was bringt das? Was für ein Problem könnte in diesem Vorgang stecken?

    • @Stillhalter

      Wie man an den steigenden Summen sieht, verfügen die Banken aktuell über
      genügend „Cash“ und Liquidität („Mindestreserven“).
      Wie aber schon zu Lehmann-Zeiten vergeben die Banken anscheinend keine
      Kredite (bzw. helfen anderen Banken nicht aus), weil die Gefahr besteht, daß die
      Kreditnehmer eigentlich insolvent und Zombie-Firmen sind und die Banken
      das Geld lieber bei der Fed für 0,05% für einen Tag parken.

      Und ja – immer mehr ausländische Investoren trennen sich von ihren T-Bonds
      bzw. bei den Auktionen von Treasuries kauft eigentlich nur noch die Fed den
      Schrott – eben über ihre Handlanger, die US-Großbanken.

      Durch die enorm angewachsene Geldmenge ist die FED in Zugzwang: sie müßte
      jetzt ihre Anleihenkäufe zurückfahren (die Banken kaufen ja genug pro Tag ($800
      Mrd.); dann aber fehlt es an den US-Börsen an frischen $Drogen und die Börsen
      „crashen“.

      So, Mr. Powell: wie hätten Sie’s den gerne?

      Vielleicht noch eine Ankündigung, daß man 2050 die Zinsen um 0,25 % erhöhen
      will: diesen Nonsense glaubt sowieso niemand mehr.

      • @Klapperschlange

        Die könnten doch Gold dafür kaufen, dann hätten sie doch eine Sichheit und kein Gegenparteienrisiko, oder? Vielleicht kommt das bald?

  10. @Klapperschlange

    Die könnten doch Gold dafür kaufen, dann hätten sie doch eine Sichheit und kein Gegenparteienrisiko, oder? Vielleicht kommt das bald?

    • @Stillhalter

      „Könnten“- ja, aber WER glaubst DU, sind die „BIG „Banken, die der FED die
      T-Bonds tonnenweise abkaufen (müssen, weil sonst die Anleihen-
      Auktionen von Janet Yellen ein Flop sind (in den letzten Wochen häufig
      passiert, siehe meine 2te Mail).
      Die Anteilseigner der FED…(siehe hier:)

      Genau die (und andere Banken) müssen den Schulden-Kreislauf über die Anleihen
      am Laufen halten, sonst ist Schluß mit „Wallstreet-lustig“.

      ‹(•¿•)›

    • @stillhalter
      Es ist ein Kreislauf der Papiere. Ein Schneeballsystem. Gold hat da, ausser etwas in Papierform, nichts verloren, da schädlich.
      Papiere sog. Wertpapiere, haben keinen Wert, es sind Schuldverschreibungen auf Treu und Glauben.
      Und um Treu und Glauben zu gewähren, handelt man eben so und nicht anders.
      Nadelstreif, gewählte Worte, kompetenter Schein und Ausstrahlung von Sicherheit.
      Kennen Sie Herrn Kaiser von der Hamburg Mannheimer ? So in etwa.
      Oder den Herrn Dr.Braun von Wirecard ?
      Oder den Herrn Baulöwen Dr. Schneider ?
      So muss man agieren und nicht anders.
      Treu und Glauben vermitteln.
      Frau Merkel kann das ebenfalls auch ganz gut, mit der Raute.

  11. Anzeige
  12. Rev. Repo heute: $813,5 Billion (Milliarden) . Oh yeahh: neuer Weltrekord.

    Wir nähern uns in Riesenschritten der $1 Billion-Marke. („Yellen-Sprech: $1 Trillion „).

    „Ihr heiß geliebten US-Banken: ihr sollt doch helfen, die schwächelnde US-Wirtschaft
    anzukurbeln, indem ihr Firmen/Privatiers KREDITE gebt…
    und nicht eure Baumwoll-Fetzen nächtens bei Onkel Powell „auskotzt“.

    Kein Vertrauen mehr in die „Zombie-Firmen“? ( ͡◒ ͜ʖ ͡◒)✊

Schreiben Sie einen Kommentar

Please enter your comment!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige