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Elf Jahre Goldhausse – Was hat sie gebracht?

In GOLD we trust!

Mit der Jahrtausendwende begann der neue Goldbullenmarkt. Was hat sich seither getan? Die Schulden sind explodiert, Währungen wurden destabilisiert und Freiheitsrechte eingeschränkt. Aber noch hat Gold seinen wahren Wert nicht offenbart.

Die Zentralbanken hatten jede Menge Gold verschleudert, allen voran die Bank of England. Das Gold-Hedging der Goldminen erreichte einen Höhepunkt. Die Goldminen sicherten sich damit gegen fallende Goldpreise  ab und die Bullion Banken machten aus dem notorisch fallenden Goldpreis mit den gleichen Instrumenten ein lukratives Geschäft. Der Euro wurde eingeführt. Es war das Ende einer 20-jährigen Durststrecke für Goldanleger, in der der Goldpreis im Prinzip nur in eine Richtung gelaufen war: Süden.

Wendezeit 2000
Das neue Jahrtausend markierte die Wende im Goldmarkt. Da waren die Anschläge vom 11. September 2001. Es folgten ein weltweiter Wirtschaftseinbruch, massive Investitionen in Terrorabwehr, Volksüberwachung und Militärausrüstung sowie in staatliche Konjunkturprogramme. Die Geldmengen stiegen, mit ihr die Staatsschulden.

Ehemalige Schwachwährungsländer wie Griechenland, Spanien und Italien genossen die niedrigen Finanzierungskosten, die die Gemeinschaftswährung brachte. Die Verschuldungswelle trat in eine neue Phase ein. Dafür sorgte auch das Platzen der US-Immobilienblase, die Lehman-Pleite und die folgende Finanzmarktkrise, in der die Staaten gezwungen wurden, reihenweise große Banken vor dem Untergang zu retten.

Dauerkrise
Auf die Bankenkrise folgten die Staatskrisen. Für Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien  mussten billionen-schwere Hilfsgelder und Bürgschaften herangeschafft werden, weil sich keine privaten Geldgeber mehr für die Länder fanden. Die Zentralbanken übernahmen dabei immer stärker die Rolle des Staatsfinanciers. Politiker und Notenbanker legten alle Tabus zur Seite und brachen sogar einst vertraglich geschlossene Stabilitätsversprechen: alles im Sinne einer angestrebten Krisenbewältigung. Oder eher doch zum Machterhalt?

Blick voraus
Das Ende der Fahnenstange ist nicht abzusehen. Denn jetzt bekommen wir mit dem ESM einen permanenten Rettungsschirm. Eher eine neue politischen Geldinstanz mit direktem Zugriff auf das Volksguthaben. Die größte Krise steht uns möglicherweise noch bevor.

Es ist die Politikkrise, in der enttäuschte Wahlbürger extremen Gruppierungen Zulauf bescheren könnten. Die staatlichen Ausgaben für innere Sicherheit, Systemüberwachung und „Terrorbekämpfung“ werden in die Höhe schnellen. Denn enorm wird erneut die Angst der führenden Klasse vor dem Machtverlust sein. Welcher externe Event dann auch immer den Ausschlag gibt: Die Bürgerrechte werden weiter eingeschränkt, die Demokratie in Europa steht in Gefahr vollends zu scheitern.

In Gold We Trust
Das ist das politische Umfeld, in dem sich der Goldpreis nunmehr seit elf Jahren in Folge nach oben bewegt. Und es scheint so, als läge noch einiges an Wegstrecke vor uns, bevor die Goldhausse sich ihrem Ende zuneigt. Der wahre Wert des Goldes wurde noch nicht offenbart. Denn nur Gold und Silber bieten echte Stabilität. Die Edelmetalle haben noch jede Diktatur überlebt. Sie repräsentieren Freiheit und Wohlstand, mehr als Politiker zu versprechen – und vor allem zu halten – in der Lage sind.

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Eingetragen von am 12. Sep. 2012. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Hintergrund, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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