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Geld anlegen in der Krise: „Kaufen, was die Zentralbanken kaufen“

Dem weltgrößten Kapitalverwalter BlackRock gefällt in der Corona-Krise eine ganz einfache Strategie: Kaufen, was die Zentralbanken kaufen. Also auch Gold?

Fed, Geld drucken, Gold

Die Fed druckt beispiellose Mengen an Geld, um die Folgen der Corona-Krise zu bekämpfen. Mit ihren Offenmarktgeschäften treibt sie auch die Preise diverser Anlageklassen nach oben. Bei Gold drückt man lieber auf die Bremse (Foto: Matthias Haas – Fotolia).

Marktmechanismen ausgehebelt

Mit den beispiellosen Rettungsprogrammen der Zentralbanken im Zuge der Corona-Krise sind viele Marktmechanismen endgültig außer Kraft gesetzt. Der Zins taugt nicht mehr als Marktregulativ und sagt immer weniger aus über die Bonität des Schuldners. An den Börsen sehen wir immer wieder irrationale Kursbewegungen. Mit der ungeheuren Kreditexpansion und der Wirtschaftshilfe aus der Druckerpresse werden Risiken kaschiert und Spekulation angeheizt. Motto: Fed, BoE und EZB werden es am Ende schon richten und alles aufkaufen, was der Markt nicht mehr will.

BlackRock-Strategie

In diesem Sinne argumentiert auch der weltweit größte private Vermögensverwalter BlackRock. „Angesichts der Ungewissheit über die Länge und Tiefe des wirtschaftlichen Abschwungs planen wir zunächst, ein erhebliches Liquiditätspolster zu halten. Gleichzeitig werden wir der Fed und anderen Zentralbanken der großen Industrieländer folgen, indem wir kaufen, was sie kaufen, und Vermögenswerte, die dazu passen“, heißt es in einem Blogbeitrag der beiden BlackRock-Manager Rick Rieder und Russell Brownback.

Hochwertige Vermögenswerte

Was heißt das konkret, wenn man dieser Strategie folgt? Kauft man Hochrisikoanleihen, griechische Staatspapiere, Unternehmensanleihen oder gar Gold? Die BlackRock-Analysten finden Gefallen an Anleihen mit guter Bonität sowie an „anderen hochwertigen Vermögenswerten“, die (noch) nicht in den Kaufprogrammen der Fed enthalten seien.  Dazu zählt man auch Aktien aus Sektoren, die im Zuge des März-Crashs stärker abwerteten, als das Worst-Case-Szenario es gerechtfertigt hätte. Dazu zählt man unter anderem die Branchen Gesundheitswesen, Biotechnologie, Technologie, Verteidigung und Wohnungsbau. Der Begriff Gold fällt in der BlackRock-Analyse mit keinem einzigen Wort. Dabei erfreute sich Gold in den vergangenen Jahren zunehmend großer Beliebtheit unter Zentralbanken, auch wenn die großen Drei (Fed, BoE, EZB) nicht dazugehörten: Gold-Käufe der Zentralbanken auf 50-Jahre-Hoch. Und immerhin, BlackRock gehörte in den vergangenen Jahren immer wieder auch zu den größten Investoren in Gold-ETFs.

Ganz nebenbei: BlackRock assistiert der Fed bei der Umsetzung der Krisenmaßnahmen. Das Unternehmen hat den Auftrag erhalten, verschiedene Anleihenkauf-Programme der US-Notenbank zu überwachen.

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Eingetragen von am 15. Apr. 2020. gespeichert unter Banken, EZB, Fed, Geld, Gold, Krise, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

22 Kommentare für “Geld anlegen in der Krise: „Kaufen, was die Zentralbanken kaufen“”

  1. es gibt keinen Ersatz für Gold, das muss auch Bleck Rock noch lernen !

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  3. Kaufen was Zentralbanken kaufen? also Müllaktien!? Nein danke!

  4. Der Bundes-weite „Hausarrest“ & auferlegte Kontaktsperre sowie der Testlauf zum Bargeld-losen Zahlungsverkehr… wird bis zum 3. Mai verlängert !

    https://de.investing.com/news/economy/eilbeschlussvorlage–kontaktbeschrankungen-werden-bis-3-mai-verlangert-1995116

    Damit werden auch die Verluste in der Wirtschaft, Insolvenzen usw. weiter steigen.

    In Nordrhein-Westfalen ist Mann dagegen ganz anderer Meinung:

    https://www.der-postillon.com/2020/04/laschet-glas-corona.html

    • Der Typ duerfte vom Boris Johnson der Brüder sein. Geistig verwandt allemal….

    • @Meckerer Kurz gesagt die Coronanie geht weiter wenn die Politiker nicht alle Mathe abgewählt hätten könnten sie sich eine Vorstellung von dem Schaden machen den sie anrichten.Der Opportunist Ramelow in Thüringen will ja gleich die Schule bis Jahresende ausfallen lassen,da fällt einem nichts mehr zu ein.

      • @materialist

        Zum Thema „ABI 2020“ kommt ja noch das Beste:
        wer mindestens 2 Wochen private Corona-Isolation zu hause nachweisen kann, darf sich bei Lidl/ Aldi neben der „Lehr-Gut-Annahme“ den Abi-Schein ohne Prüfung abholen.

  5. Aktien,Anleihen,Versicherungen usw sind mMn KEINE Sachwerte sondern hochspekulative Ponzi Schemes die keinerlei Schutz vor der richtigen Krise bieten .Das z.b. Aktien Ponzi Schemes sind kann man fast täglich beobachten wie Schrottaktien künstlich in die Höhe getrieben werden obwohl viele dieser Unternehmen praktisch Bankrott sind .Außerdem konnte man bei dem kleinen Absturz letzten monat sehen das Aktien kein Schutz bieten .

    Die oben genannten Produkte der Finanzmafia sind erst nach einer Währungsreform interessant oder wenn zumindest die Verschuldung und Wirtschaft stabil sind wovon wir aktuell Lichtjahre entfernt sind .

    Außerdem ist man mit diesen Produkten am System gebunden mit anderen Worten man ist damit nicht sicher vor Bankenschließungen noch vor der Willkür des Regimes .

    Der einzige echte EXIT aus diesem Sklavensystem bieten eigentlich nur die Edelmetalle damit ist man Unabhängig man ist seine eigne zentralbank .

  6. Ich möchte bei Gold die 1784-1789.- usd sehen,und dann kommt ein short rein
    Werden sicher einige wieder meckern,grins…..thats the real life

    Das US-Finanzministerium hat laut „Washington Post“ angeordnet, den Namen von US-Präsident Donald Trump auf Notschecks für Millionen US-Bürger und -Bürgerinnen drucken zu lassen. Es handle sich dabei um einen beispiellosen Schritt, schrieb das Blatt (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf nicht näher genannte Mitarbeiter der US-Steuerbehörde IRS.
    Die Entscheidung sei am Montagabend getroffen worden, die Schecks müssten nun entsprechend umgearbeitet werden. Verspätungen bei der Auslieferung der Schecks werde es nicht geben, sagten Mitarbeiter des Finanzministeriums. Doch das technische Team der IRS sei erst gestern Früh (Ortszeit) über die Neuerung informiert worden, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. Ursprünglich sollten die Schecks morgen druckfertig sein.
    Es werde das erste Mal sein, dass der Name eines Präsidenten auf einer Auszahlung der IRS erscheint, so die „Washington Post“ weiter. Weder bei routinemäßigen Rückerstattungen noch bei Notschecks, die die US-Regierung in den vergangenen Jahrzehnten an Steuerzahler aushändigte, habe es so etwas gegeben.70 Mio. Menschen bekommen je 1.200 US-Dollar
    Rund 70 Millionen Menschen sollen in der Coronavirus-Krise als Teil des US-Konjunkturpakets einen Scheck über 1.200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzlich 500 US-Dollar geben. Diese Direkthilfen an Steuerzahler gehören zum mehr als zwei Billionen Dollar schweren Paket der US-Regierung, das dem Einbruch der Wirtschaft entgegenwirken soll.
    Die „Washington Post“ wertete die Entscheidung als ein weiteres Zeichen dafür, dass Trump versuche, die Anerkennung für Coronavirus-Hilfen für sich zu beanspruchen. Gut sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl und mit einem pandemiebedingt pausierenden Wahlkampf böten ihm die Schecks die Möglichkeit, direkt mit Wählern in Kontakt zu treten

    • Auf der einen Seite laeppische Schecks mit tausend Euro verteilen, und auf der anderen Seite das Volk heimlich ausrauben bis zum gehtnichtmehr. Diese Gangster.

      • @Löwenzahn
        So machen das Zuhälter auch mit ihren Nutten. Manchmal ist der Lude großzügig und kauft seiner Nutte mit dem Geld was sie vorher bei ihm abgeliefert hat eine Kleinigkeit und die Dumme freut sich auch noch wie gut doch ihr Zuhälter zu ihr ist

    • Wolfgang Schneider

      @ukunda
      https://prospect.org/coronavirus/banks-can-grab-stimulus-check-pay-debts/
      Paß auf, wenn Du Schulden hast, dann kann den Scheck einer abgreifen.

    • @ukunda

      Viel aufregender (und Richtungs-weisend) wäre es doch, wenn das US-Finanzministerium ( wenn nicht Corona-JETZT ! ) selbst die US-Dollarnoten drucken würde – mit der Unterschrift von Steven Mnuchin.

      Das wäre für die Amerikaner viel billiger, und der demutvolle Umweg zur privaten Gelddruckerei namens FED könnte entfallen.

      JFK hat es schon probiert: „mach es nochmal, Uncle Sam !“

    • @ukunda
      Ich bin seit 3 Tagen massiv short bei Gold.
      Und seit langem immer wieder.
      Ich habe meine 85 Kg Gelbes abzusichern und genau das klappt, mit nettem Gewinn obendrein.

      • Bitte erzähl nicht so ein stuss wir sind hier nicht im Kindergarten . Mach screenshot und beweis es dummes zeug schwafeln können wir alle .

        • @Bernstein
          Nein, dummes Zeug schwafeln können eben nicht alle! Dafür bin ich ja schließlich da ;-D
          Für dich würze ich es sogar mit Unverständlichem und wirrem Zeugs.
          Ich sperr nur vorher kurz noch den Kindergarten wieder zu… oh… Kritik, Sarkasmus, Ironie und Satire ist schon vorher heim… was solls. Weiter im Tagesgeschäft bitte.

  7. Ich hatte heute morgen gedacht, heute rammen sie den Golldpreis in den Boden. Was passiert? Nichts! Vielleicht gibt es nur noch den Weg nach Norden?

  8. Die Zentralbanken kaufen wie die Kopfkranken Aktien von untoten Firmen,das wäre das Letzte was ich mit meinem sauer verdientem Geld anfangen würde.

    • Heute ging es mit dem Dax endlich mal runter. Es war ja schon fast schizophren, wie stark der letzte Woche in die Höhe schnellte trotz Katastrophe.

    • @materalist
      Der entscheidende Unterschied: Weder die Notenbanken, noch die „Kapitalverwalter“ (Hedgefonds), arbeiten mit IHREM sauer verdientem Geld. Da kann man schon einmal etwas mehr Risiko eingehen, wenn man dem Kunden schöne Augen macht und Gier (oder Panik?) das Hirn frisst. Nach dem Motto „Wir sind so groß, wir sind die Macht der Macht. Wenn uns etwas passiert, dann gibt es ganz andere Probleme. Uns wird nichts passieren, denn wir sind abgesichert, weil wir so groß sind.“
      Lasst die Heuschreckenaufkäufe beginnen. Was kostet noch einmal die Welt? Kann nicht viel sein, ist ja gerade im Sonderangebot.

      Solange es keinen Krieg gibt oder das Wirtschaftssystem so abschmiert, dass es auf dem Stand der Steinzeit (Jäger und Sammler) endet, werden die Investoren durch dieses Vorgehen auch diesesmal wieder als Gewinner der Krise hervorgehen. Der kleine Mann (machen Sie Ihrem Namen als „Bürger“ alle Ehre) hat dagegen keine Chance und wird bis auf das letzte Hemd ausgewrungen. Zur Not mit Lastenausgleich.

  9. Je mehr die Medien über Herrn Trump wettern, umso besser ist er für mich!!! (Von Anfang an schon)
    Was auch einige interne Berichte bestätigen.
    Veröffentlicht wird eh nur das Schlechte oder Verdrehte…

    So viel, wie über ihn wurde über keinen Präsidenten gewettert, absolut respektlos. Mit welchem Grund wohl? ;)

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