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Gold der USA wandert ungebremst ins Ausland

Gold, USA (Bild: rcx - Fotolia.com)

Das von den USA exportierte Gold besteht zu fast zwei Dritteln aus raffiniertem Metall. Der Großteil wird in der Schweiz umgegossen und wandert ab nach Asien (Bild: rcx – Fotolia.com)

Die US-amerikanischen Netto-Exporte an Gold haben sich im Januar mehr als verdoppelt. Im Gesamtjahr 2018 lieferten die Vereinigten Staaten insgesamt 474 Tonnen Gold ins Ausland.

Die Vereinigten Staaten haben im vergangenen Januar 31,4 Tonnen Gold exportiert. Das zeigen die jüngsten Zahlen des U.S. Geological Survey (USGS). Es war die größte Auslandslieferung seit Oktober 2018. Gegenüber Vormonat wurde 10 Prozent mehr Gold ausgeführt. Im Vorjahresvergleich ergibt sich ein Minus von 13 Prozent. Die Goldimporte der USA beliefen sich laut USGS im Januar auf 14,1 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um 32 Prozent gegenüber Vormonat und einem Minus von 19 Prozent gegenüber Vorjahr. Aus den genannten Größen ergeben sich für Januar Netto-Gold-Exporte der USA in Höhe von 17,3 Tonnen. Die Liefermenge hat sich gegenüber Vormonat mehr als verdoppelt (+128 %).

Als Netto-Exporte der Vereinigten Staaten für das Gesamtjahr 2018 ergeben sich aus den Zahlen des USGS nun 261 Tonnen Gold. 474 Tonnen verließen die USA. 213 Tonnen wurde eingeführt. Die Goldexporte bestanden zu 63 Prozent aus raffiniertem Metall, der Rest aus Vorstufen (Rohgold, Gold im Erz). Der Großteil der Importe besteht dagegen aus Gold mit geringerem Feingehalt (62 Prozent der Liefermenge). Bei 38 Prozent des Metalls handelte es sich um verarbeitetes Gold, darunter zu großen Teilen Goldanlagemünzen aus Kanada.

Hintergrund: Die Goldexporte der Vereinigten Staaten steigen typischerweise an, wenn die Nachfrage nach ETF-Gold zurückgeht. In den USA (und Großbritannien) sind große Teile der Goldbestände gelagert, mit denen diese börsengehandelten Fonds gedeckt sind. In der Schweiz wird gut die Hälfte des weltweit nachgefragten raffinierten Goldes verarbeitet. Dort werden zum Beispiel 400-Unzen-Barren in 1-Kilo-Goldbarren umgegossen, die in Asien eine der gebräuchlichsten Größe zum Weiterverkauf darstellen. Erkenntnis: Gold wandert seit Jahren systematisch von „West“ nach „Ost“.

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Eingetragen von am 23. Apr. 2019. gespeichert unter Gold, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

11 Kommentare für “Gold der USA wandert ungebremst ins Ausland”

  1. jetzt unbedingt Aktien kaufen und Gold verkaufen. Keiner braucht das Zeug mehr.
    Aktie versprechen die Rendite des Jahrtausends.
    Die Begründung liefert dieser Herr.
    Der Trump Effekt:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Handel-erntet-was-Trump-gesaet-hat-article20981851.html

    • @goldi
      Ein Goldstandard bei all dieser Schuldenwährung ist nicht machbar. Genausowenig wie Opern und Konzerte für Gehörlose oder Filmfestivals für Blinde.
      Es müsste erst eine völlig neue Währung geschaffen werden, welche gegenüber der alten mit 1:1000 oder höher aufwertet.Dann wäre es machbar.
      Jedoch, zur Zeit herrscht Krieg um die billigste Währung, denn man muss verkaufen und damit versuchen Jobs zu erhalten.
      Wie schon Schröder mal sagte: 5% Inflation ist mir lieber als 5% Arbeitslose.
      Jedenfalls, solange er Kanzler wäre. Danach könne er ja das Desaster Merkel in die Schuhe schieben.

      • @renegade

        Ist klar. Ein Goldstandard ist wohl nur indirekt denkbar? Vielleicht goldgedeckte Sonderziehungsrechte des IWF oder eine nochmalige Stärkung von Gold beim Eigenkapital der Banken? Die beiden Kandidaten von Trump soll(t)en sogar das Gegenprogramm sicherstellen: Noch viel mehr frisches Fiatmoney. Thanatos hat ja bereits darauf verwiesen. Die Benzinzufuhr für den Verbrennungsmotor Marktwirtschaft darf niemals versiegen. Krösus hat recht, ohne Wachstum kriegt der Motor einen Kolbenfresser.

        • @goldi
          Natürlich gibt es immer Fortschritt, sonst würden wir ja noch in Höhlen leben.Jedoch, die Menschheit ist schon manchen falschen Weg gegangen und musste wieder umkehren.
          Und dieser jetzige Weg ist falsch und wird zu Korrekturen führen. Zu schmerzhaften und sehr teuren. Eben wie immer in der Geschichte der menschlichen Fehlentwicklungen.

  2. @Toto

    Ein Goldstandard ist grundsätzlich nicht dauerhaft machbar, weil wegen der globalen Begrenztheit des Goldes binnen kürzester Zeit das Wachstum einbrechen würde. Ohne Wachstum fliegt uns die alternativlose Marktwirtschaft um die Ohren. Deshalb auch die Schulden, die dienten nur dazu, zu retten was dauerhaft ohnehin nicht zu retten ist.

    Gold kann für den Einzelnen und auch für Notenbanken als Sicherheitspolster oder Währungsreserve dienen, nicht aber als volkswirtschaftliche Währung.

    Das Zitat mit den 5% stammt im Übrigen von Helmut Schmidt. Ein gewisser Herr Barzel ( CDU ) prophezeite darauf hin; Sie werden Beides bekommen Herr Bundeskanzler.

    • Wolfgang Schneider

      @Krösus
      Und ich hoffe, Du bist später, wenn nicht Kanzler von Gottes Gnaden, wenigstens Bundesfinanzminister und schaffst es, all den Wadenbeißern von linksaußen die Stirn zu bieten. Und daß Kanzlerin Greta Thunberg und Bundespräsidentin Wagenknecht Dir den Rücken freihalten, auf daß Du nicht mit Sarazin in einer Zelle landest. Meine Nibelungentreue sollst Du haben.

  3. Als hätten wir es nicht schon immer geahnt: An KryptoShit©-Börsen wird manipuliert, dass sich die Balken biegen…:-(.
    https://boerse.ard.de/anlageformen/kryptowaehrungen/bitcoin-kurse-manipuliert100.html

  4. Bei SPUTNIK las ich gerade: „Es sind Vermutungen zu hören, dass die Amerikaner fremdes Gold einfach für ihre eigenen Interessen nutzen – es an die Banken verleihen, die damit auf dem Markt handeln, um den Goldpreis zu kontrollieren.“

    Dass die Amerikaner den Goldpreis manipulieren, um den Dollar stabil zu halten, das wird hier auf diesen Seiten immer wieder gesagt. Aber dass die dazu ihnen nicht gehörendes Gold einstzen, ist das wahrscheinlich? Oder ist das eine russische Fake-news?

    Link: https://de.sputniknews.com/kommentare/20190424324785672-gold-usa-viele-staaten-abziehen/

    • Wolfgang Schneider

      @Hans
      http://www.propagandafront.de/1104740/der-groste-goldraub-der-geschichte-wie-der-geheime-goldschatz-des-zweiten-weltkriegs-die-welt-veranderte.html
      Unser Kollege @anaconda, der hier leider nicht mehr schreibt, sprach stets von einem Bademeister, der pfeift, woraufhin alle aus dem Wasser müssen, und man sieht, wer nackt geschwommen ist. Er bezog das auf die realen Goldmengen, welche die Staaten und Zentralbanken besitzen. Ein solches Bademeister-Ereignis könnte ein Crash der Währung/en sein, wenn plötzlich alle das Flattern bekommen und ihr Gold repatriieren wollen. Die Frage ist dann nur, wer als erster die Nerven verliert und somit das Lügengebäude zum Einsturz bringt. Auch weigert sich die Bank von England, Venezuela 14t Staatsgold herauszugeben. Laut Sputniknews hat die Zentralbank von Caracas 80t in England gebunkert. Laut offiziellen Angaben der BuBa auch Deutschland, nämlich 427t. Jetzt zappelt Theresa May; die Schotten, die wegen des Brexit sauer sind, wollen nun doch ein 2. Referendum über die Unabhängigkeit, die Downing Street stellt sich aber quer. Kurzum, GB zeigt offene Zerfalls-Tendenzen, aber die BuBa zeigt keine Zeichen der Unruhe. Tatsache ist, daß andere Staaten wie Holland und Österreich ihre Goldreserven aus den USA zu repatriieren versuchen, was nur teilweise und erst nach langen, zähen Verhandlungen gelingt. Zitat Richard von Weizsäcker: „Wer die Zeichen sehen wollte, der sah sie auch.“ @Hans, du mußt Dich auf Deinen gesunden Menschenverstand verlassen.

    • @Hans

      Der Umstand, dass seit 1960 keine Prüfung in Fort Knox erfolgt ist und seitdem jegliche Prüfung verweigert wird, lässt diese Vermutung sehr wahrscheinlich erscheinen. Die USA haben noch immer jegliches Völkerrecht missachtet, wenn Ihnen dies nötig erschien.

      Auch dass diverse Staaten Teile Ihrer Bestände abziehen, zeigt, dass Vertrauen in die USA massiv verloren gegangen ist.

      So genau muss man das auch nicht wirklich wissen, es reicht zu wissen, dass dies eine mögliche ja sogar überaus wahrscheinliche Option wäre und darauf sollte man sich einstellen.

      Sachwerte statt papierne Ansprüche, sowie Gold und Silber ( für die kleine Börse ) sind in diesen Zeiten alternativlos. Erst gestern in der 100 Gramm Barren Gold um 50,00 Euro teurer geworden. Tendenz steigend.

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