Samstag,15.Juni 2024
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Goldpreis: Das ist jetzt entscheidend

Wie verhält sich der Goldpreis nach dem starken Kursrückgang am vergangenen Freitag? Wir analysieren die aktuellen Einflussfaktoren.    

Goldpreis-Umfeld

Nach dem Kurseinbruch am vergangenen Freitag und dem chinesischen Feiertag am Montag ist der Goldpreis auf Richtungssuche. Die EZB-Sitzung in der vergangenen Woche brachte die erwartete Zinssenkung aber keine weiteren Erkenntnisse, welchen Pfad die Geldpolitiker in den kommenden Monaten beschreiten werden.

Gold, Goldpreis, Goldbarren, Fed (Bild: Goldreporter)
Was macht der Goldpreis? In China wird wieder gehandelt, die Fed-Sitzung und neue Inflationsdaten aus den USA können die Märkte diese Woche bewegen (Bild: Goldreporter).

Nun wird die US-Notenbank am Mittwoch ihre nächste Zinsentscheidung treffen. Dabei sind die Markterwartungen eindeutig: Die Fed wird vor September nicht an der Zinsschraube drehen, womöglich erst im November und vielleicht gar nicht mehr in diesem Jahr. US-Wirtschaftsdaten (u.a. ISM PMI, Arbeitsmarktdaten) fielen zuletzt besser aus als erwartet und die Lohninflation ist im Mai war mit 4,1 Prozent höher als erwartet.

Marktzinsen

Infolgedessen sind auch die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen weiter leicht angestiegen, auf zuletzt 4,45 Prozent (Vorwoche: 4,42 %). Und auch die Marktzinsen in den europäischen Ländern zogen an. So rentierten entsprechende deutsche Papiere am Dienstag mit 2,66 Prozent. Währenddessen ging es mit den Renditen in den andere Euroländern entsprechend nach oben.

Goldpreis

Der Goldpreis am Spotmarkt notierte um 9:30 Uhr mit 2.304 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.139 Euro. Somit kamen die Notierungen gegenüber Vortag um 0,3 Prozent zurück. Dagegen betrug das Minus gegenüber Vorwoche 1,7 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent (in Euro). Charttechnisch sollte sich Gold möglichst über 2.300 US-Dollar halten, ansonsten kann hier zusätzlicher Abgabedruck entstehen.

Anleihen, Zinsen, Renditen, USA, Länder

Berichtstermine

Was steht in den kommenden Tagen noch an wichtigen Terminen an? Vor der Bekanntgabe des Fed-Sitzungsergebnisses am Mittwochabend erscheint in den USA die Inflationsrate für Mai. Erwartet wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 3,4 Prozent – wie im Vormonat. Am Donnerstag folgen dann die US-Erzeugerpreise und am Freitag erscheint noch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Was macht China?

In Sachen Goldpreis stellt sich nun die Frage, ob sich Hinweise auf eine nachlassende Goldnachfrage in China mehren. Die People’s Bank of China hatte in der vergangenen Woche erstmals seit Oktober 2022 keine weitere Anhebung ihrer Goldreserven gemeldet (Goldpreis im Gefahr? China stellt Gold-Käufe ein!). Auch die Goldimporte aus der Schweiz waren in den vergangenen Monaten etwas zurückgegangen.

Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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4 Kommentare

  1. 2320$ steht der Preis zur Zeit, während bei den Aktien Abgabedruck herrscht.
    Langsam setzt sich wohl die Erkenntnis durch, dass der Anleger nicht weiter sein Geld in die Wirtschaft schmeissen soll, sondern lieber in solide Sachwerte.
    Solide Sachwerte sind nun mal keine Aktien oder Anleihepapiere, sondern Rohstoffe und Edelmetalle.
    Immobilien sind auch nicht so solide, wie man denkt, wenn man sich die Bilder aus der Ukraine ansieht. Sonst würde
    der Noch Kanzler nicht vollmundig vom Wiederaufbau faseln. Natürlich mit dem Geld und der Arbeit der anderen, was sonst.

  2. Hier beschreibt Armstrong genau das was ich sage das nämlich der US Pleitestaat mit höchstgeschwindigkeit auf den Bankrott zusteuert weil sie kaum abnehmer für ihre Schuldenflut haben deswegen wollen sie die Welt in brand stecken weil sie keinen ausweg mehr sehen ,die andere option wäre natürlich der Bankrott was zu inneren Unruhen und Zerfall des Staates führen würde diese option wird das Regime mit sicherheit nicht wählen .

    „It’s Trump Vs World War III“ – Martin Armstrong Warns „The Swamp Is Now An Ocean“
    https://www.zerohedge.com/political/its-trump-vs-world-war-iii-martin-armstrong-warns-swamp-now-ocean

    The economy and war are linked in a big way, according to Armstrong, and he explains:

    “You’ve got about $10 trillion of US debt that is maturing this year. . . . You’ve got Secretary of State Blinken threatening China with war. China dumped $53 billion in US debt in the first quarter of 2024. That means China are sellers and not buyers. You had Treasury Secretary Janet Yellen flying to China asking, ‘Please don’t sell.’

    It didn’t work. This is why they are talking about raising the capital gains to 44%. Why? If nobody is going to buy the debt, that’s when default comes. If you cannot sell the new debt to pay off the old debt, guess what? It’s done.

    This is how governments fall, and I have been warning them for decades that this is how it’s going to end…

    This is why they need war. This is why Europe is going into war. . . . If you cannot sell the new debt, you have to default. If you have war, and that is what is really behind this, if you go into war, they get to default and blame Putin…

    In November, it’s going to be Trump vs World War III regardless who is on the other side.

    If you get Hillary or you get Biden, it’s the same thing. Hillary is a neocon, and Biden says yes to whatever the neocons want.”

    • @Blockbuster
      danke für den Artikel. Mir ist es schon vielen Jahren klar, dass die ganzen Krisen aufgrund die finanziellen Situation in den USA herrühren. Russland verlegt schon mal einen Teil der Marine (Atom U-Boot) nach Kuba. Vielleicht schreckt es die USA doch ab um Europa zum Schlachtfeld zu machen. Halt das Böse an der Wurzel anpacken. Wir können nur hoffen, ansonsten hilft unser EM auch nicht mehr.
      Gibt auch eine interessante DVD von Armstrong : The Forecaster

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