Mittwoch,10.August 2022
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Goldpreis: Ist das schon die Trendwende?

Gold, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
In dieser Woche nutzten Händler an der COMEX den steigenden Goldpreis noch vermehrt, um aus Gold-Futures auszusteigen. Das heißt, der Open Interest ist noch einmal stark gefallen. Kommt jetzt die Trendwende?

Vergangene Woche erreicht der Goldpreis den niedrigsten Stand seit viereinhalb Monaten. Gleichzeitig erreichten die Futures-Positionen Extremwerte.

Goldpreis-Rebound

Nach einer mehrwöchigen Talfahrt, konnte sich der Goldpreis zuletzt etwas stärker erholen. Die kurzzeitig unterlaufene Marke von 1.700 US-Dollar wurde zurückerobert. Auch deshalb, weil der US-Dollar im Umfeld der EZB-Zinserhöhung vorübergehend etwas schwächer tendierte.

Eine spannende Entwicklung sehen wir am US-Terminmarkt. Wir betrachten die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 19. Juli 2022. Und hier erkennen wir zunächst die Fortsetzung eines Trends.

CoT-Daten

Denn die Netto-Short-Position der „Commercials“ sank gegenüber Vorwoche um weitere 18,5 Prozent auf nur noch 112.262 Kontrakte. Das heißt, diese Händler verkauften zu diesem Zeitpunkt gemeinsam 349 Tonnen Gold auf Termin. Dabei reduzierte die Untergruppe der „Swap Dealers“ (darunter die Großbanken) ihre Verkaufsposition um 20,5 Prozent auf 87.219 Kontrakte. Das ist der niedrigste Wert seit dem 4. Juni 2019.

Spekulanten auf der Verkaufsseite

Auf der Gegenseite kam die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 19 Prozent zurück auf 94.955 Kontrakte. Das heißt diese Gruppe war bei Gold nur noch mit umgerechnet 295 Tonnen auf der Käuferseite positioniert. Außerdem verdreifachte das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) seine in der Vorwoche etablierte Netto-Short-Position auf nunmehr 18.738 Kontrakte.

Gold, CoT, COMEX

Das heißt, die trendorientierten Fonds verkauften zuletzt 58 Tonnen Gold auf Termin und sind nun seit zwei Wochen netto-short. Eine solche Situation lag zuletzt im April 2019 vor. In den Monaten danach zog der Goldpreis deutlich und erreichte im August 2020 ein neues Allzeithoch.

Gold, Futures, COT-Daten

Open Interest

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, ging gegenüber Vorwoche um 3 Prozent zurück auf 524.786 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag sank der Open Interest dann um weitere 3 Prozent auf 508.914 Kontrakte.

Goldpreis

Der Goldpreis beendete den US-Futures-Handel am Freitag mit 1.725,30 US-Dollar pro Unze (August-Kontrakt). Das heißt, der Kurs kletterte gegenüber Vorwoche um 1,1 Prozent. Am Donnerstag hatte Gold im Tagesverlauf noch 1.679 US-Dollar erreicht. Am Freitagnachmittag ging es dann zwischenzeitlich rauf bis auf 1.736 US-Dollar.

Was das schon der endgültige Ausverkauf? Die Tatsache, dass der Open Interest zuletzt bei steigendem Goldpreis weiter (stark) gefallen ist, spricht eher für eine kurzfristige Top-Bildung. Denn das heißt, dass Händler den steigenden Goldpreis nutzten, um sich aus dem Futures-Handel zu verabschieden.

Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob diese Annahme einer baldigen Bodenbildung sich bestätigt. Aber diese dürfte erst dann vorliegen, wenn bei steigendem Goldpreis auch der Open Interest wieder stark zunimmt. Vielleicht ist es in einer Woche schon so weit.

Gold, Goldpreis, COMEX, Futures
Goldpreis in US-Dollar, COMEX Gold Futures vom 18.07. bis 22.07.2022

COMEX-Gold-Lager

Unterdessen sanken die Goldbestände in den COMEX-Tresoren in der zehnten Woche in Folge. Denn per 21. Juli 2022 summierten diese sich auf 31,17 Millionen Unzen. Damit wanderten weitere 720.000 Unzen ab (Vorwoche: -830.000 Unzen). Dabei fielen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände der Kategorie „eligible“ um 370.000 Unzen auf rund 15,30 Millionen Unzen.

Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 508.914 Kontrakten wurden Ende der Woche insgesamt 50.891.400 Unzen Gold in Form von Standard-Futures gehandelt (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell zu rund 61,2 Prozent mit entsprechenden Lagerbeständen gedeckt (Vorwoche: 58,4 %).

Lieferanträge

Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt werden. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.

So meldete die Börsenaufsicht CFTC für den laufenden Kontrakt-Monat Juli nun 9.564 Anträge auf physische Gold-Lieferung. Das heißt, in der vergangenen Woche kamen noch einmal 2.642 hinzu (Vorwoche: 2.960). Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 wurden insgesamt 55.102 Anträge auf physische Gold-Lieferung eingereicht. Im vergangenen Monat waren es 24.091 Anträge.

Ausblick

In der kommenden Woche stehen an der COMEX die Verfallstermine an. Am Mittwoch werden die Juli-Kontrakte der Gold- und Silber-Futures letztmalig gehandelt. Schon am Dienstag laufen die August-Optionen aus. Dass könnte noch einmal zu kräftigen Bewegungen beim Goldpreis sorgen und die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben.

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21 Kommentare

  1. https://www.hessenschau.de/panorama/zoll-am-flughafen-frankfurt-nimmt-auswanderer-den-goldschatz-weg,zoll-gold-100.html
    Die Fiskal-Partisanen
    https://www.youtube.com/watch?v=L6MuBslefto

    Durch die Konten, durch die Banken zog der trojanische Spion
    /: hin zur Kohle dieser deutschen, technikfreundlichen Nation. :/
    /: hin zur Kohle dieser deutschen, hinterziehenden Nation. :/

    Rot vor Scham die Kontohalter, als vom Fiskus man erfuhr,
    /: daß man hat sein Geld gewaschen, von Bereuen keine Spur. :/
    /: daß man hat sein Geld gewaschen, führt nach Panama die Spur. :/

    Kampf um Steuern, bittere Wahrheit! Ewig bleibt im Ohr der Klang,
    /: das Hurra der Zollbeamten, als die Razzia gelang. :/
    /: das Hurra der Zollbeamten, als die Razzia gelang. :/

    Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein:
    /: zig Millionen eingenommen! In den Knast zieh’n manche ein. :/
    /: zig Millionen eingenommen! In den Knast zieh’n manche ein. :/

    Und so jagten wir zum Teufel alter Preußen Sparsamkeit.
    /: Unser Airport ward vollendet. Schönen Gruß, Herr Wowereit.:/
    /: Unser Airport ward vollendet. Vielen Dank, Herr Wowereit.:/

  2. Es gibt 2 Möglichkeiten
    1. Die Inflation nimmt zu, die Wirkung der Zinserhöhungen verpuffen. Dann muss und wird Gold steigen, denn man wird anderes zu tun haben, als Gold zu drücken.
    2. Die Inflation ebbt ab und es kommt zur Rezession.
    Zusammen mit den Zinsen eher zu einer Stagflation.
    Dann wird Gold abverkauft und die Zentralbanken haben es nun in der Hand, die Zinsen wieder zu senken oder die Wirtschaft in die Depression laufen zu lassen.
    Zinssenkungen werden eher wieder Gold stützen und die Drücker müssen wieder aktiv werden.
    Kurzfristig kann also Gold weiter unter Druck kommen, langfristig führt an einem steigenden Goldpreis kein Weg vorbei.
    Nur, explodieren, wie manche es sich erhoffen, wird der Preis nicht. Nicht mal bei einem Atomkrieg.
    Deshalb gilt, nach dem Bären den Bullen nicht zu verpassen. Ab 1800 Dollar und darüber wäre das soweit. Dann übernehmen die Bullen das Ruder und der Preis könnte wieder über 2.000 Dollar gehen. Und die 1500 Dollar sind Geschichte. Zumindest vorerst.

    • @Maruti
      Neben Bären & Bullen gibt es noch Elstern & Raben. Guckst Du.
      Hundert Rand und ein Befehl
      https://www.youtube.com/watch?v=KLQg-Mv9Hfg

      Überall im deutschen Land, Fiskus außer Rand und Band.
      Die Goldbugs sind jetzt vogelfrei. Hundert Rand, und ich bin dabei.

      Hundert Rand und ein Befehl. Goldverbot, was keiner will.
      Nimmt man Reißaus? Wer weiß wohin? Ein and’res Land, und was sagt der Sinn?

      Deutschlands Geld ist durchgebracht. Hast Du je daran gedacht,
      daß nun dein Gold zu hell jetzt scheint, wo jeder Hund samt Hütte weint?

      Und dein Gold ist doch so schön, Olaf will es gerne sehn.
      Dein Goldbesitz ist in Gefahr, weil ein Befehl unser Schicksal war.

      Wahllos schlägt das Schicksal zu, heute er und morgen du.
      Ich hör von fern den Fiskus schrei’n. „Her mit dem Gold!“ Warum muß das sein?

      Überall im deutschen Land, Fiskus außer Rand und Band.
      Der Krüger-Ohm ist vogelfrei. Hundert Rand, und wir sind dabei.

  3. Im US-Hypothekenmarkt ist die Trendwende jedenfalls schon klar erkennbar.

    Im US-Hypothekenmarkt werden bekannte Lehmann-Signale aus dem
    Jahr 2008 beobachtet:

    „Die Kanarienvögel im Kohlebergwerk (Wohnungsmarkt) singen nicht mehr“.

    Die Anpassung in der Welt der Hypotheken-Zinsen hat sich schnell vollzogen,
    wie man bei einer annähernden Verdoppelung der Hypothekenzinsen seit
    Jahresbeginn erwarten konnte.
    Am 7. Juli hat der Hypotheken-Kreditgeber „Sprout Mortgage“ plötzlich seine Türen
    ohne Vorankündigung geschlossen, einen Tag vor Zahltag an seine Mitarbeiter.
    „HousingWire“ berichtete: „Am Freitag [8. Juli] gegen 13 Uhr hat Sprout seine letzten
    Gehaltsschecks nicht ausgezahlt.“

    „Sprout Mortgage“ ist der zweite große Hypotheken-Kreditgeber, der vor kurzem
    seinen Betrieb eingestellt hat. Die „First Guaranty Mortgage Corp.“ (FGMC) und ihre Tochtergesellschaft „Maverick II Holdings“ beantragten Ende Juni Konkursschutz
    nach Chapter 11, nachdem sie plötzlich Hunderte von Arbeitsplätzen abgebaut
    hatten.“

    Quelle & Author: Doug French
    (Douglas French ist Präsident Emeritus des Mises Institutes)

    https://mises.org/wire/canaries-coal-mines-are-no-longer-singing

    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿) Mr. Lehmann is watching you !

  4. @Klapperschlange
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/droht-in-den-usa-die-naechste-immobilienkrise-ld.1679933

    Nach einer anderen Quelle, die ich gerade nicht finde (ich glaube es war Homm), sind die Neuanträge für Privathypotheken in USA fast senkrecht auf ein 20 Jahres-Tief abgestürzt.

    Wer mag es den Menschen verdenken ?
    Bei 8 % Inflation ist in nur 3 Jahren ein Viertel des Einkommens weg.
    Davon muss man alles bezahlen. Neben der Hypothek will man vielleicht ja auch 3 mal die Woche noch was essen.

    Was jetzt zum perfekten Sturm noch fehlt, ist ein Rückgang der Immopreise.
    Was die meisten Menschen nicht auf dem Schirm haben ist: ich kann mein Haus auch verlieren, wenn ich brav alle Raten zahle.
    Rechenbeispiel:
    Sehr oft hat man ja gehört, 20 % Eigenkapital reichen, der Rest kommt von der Bank.
    M.E. komplett irre.
    Also (vereinfacht) eine Immo zu 870 K, mit Grunderwerbsteuer etc. sind das dann 1 Mio.
    Also 200 Eigenkapital, 800 Kredit.
    Immowert ist 870, die Kosten wie Makler und Grunderwerbsteuer etc. sind ja weg , die bekommen ich nicht wieder.
    Bei 10 % Preisrückgang ist es schon soweit: der Immowert deckt den Kredit nicht mehr.
    Bei 20 % Preisrückgang ist der Kredit schon 100k über dem Immowert.
    Für die 100k hat die Bank also einen ungedeckten Kredit draußen. Volles Risiko.

    Allerspätestens da hat die Bank ein Problem und wird einen netten Brief verschicken.
    Drin steht die Bitte, den Differenzbetrag bitte entweder sofort zu tilgen oder zusätzliche Sicherheiten für den Betrag zu stellen.
    Wer das nicht kann, hat ein echtes Problem.
    Die Amis nennen so einen Kredit „under water“.

    Ab da hängt das Schicksal des Hauses an der Entscheidung der Bank.

    „MEINE Sparkasse macht das nicht, mir einfach so mein Haus zu versteigern“.
    Ach ja, mal einen Blick in das Kleingedruckte werfen.
    Ob da explizit die Weitergabe des Kredites an Dritte ausgeschlossen wurde.

    Oft werden Kredite gegen nette Provision an Fonds weiterverkauft.
    Die sind dann sehr sehr humorlos, wenn es um ihr Geld geht.
    Wenn die erwarten, dass die Immopreise noch weiter sinken, wird mit der Brechstange die Reissleine gezogen , sprich zwangsversteigert.
    Schadenminimierung.
    Was dann kommt, konnte man vor 12 Jahren in USA bewundern.

    Nicht vergleichbar?
    Wenn ich mir ansehe, welche Schrottqualität in den letzten 6 Jahren in München in drittklassigen Lagen gebaut wurde ( und zuletzt für 10.000den qm verkauft wurde) sehe ich riesiges Absturzpotential.
    50 % davon würde ich nicht mal für 3000 den qm kaufen.

    • @MeisterEder

      Wirklich schlimm wird es erst für die Hauskäufer, wenn sie die
      Finanzierung über variablen Zinssatz abgeschlossen haben und
      bei steigenden Zinsen die Raten nicht mehr bezahlen können.

      Geht es dann vielen Kreditnehmern so und es droht eine
      Zwangsversteigerung, fallen die Preise für Immobilien und der
      Erlös eines Notverkaufs deckt nicht einmal den Anschaffungspreis.

      Dann bleiben auch die Banken auf ihren Krediten sitzen und die
      „Lehmann“-Spirale beginnt zu rotieren . . .

      Hatten wir alles schon mal,- und die Neuauflage droht.
      ʕ✖﹏✖ʔ

      • @Klapperschlange
        Der einzige Unterschied zu 2008: jetzt beginnt das Spiel schon 20 Meter unter Wasser:
        – gut 10 bis 15 % Inflation,
        – alle Staaten sind bis zum Anschlag und darüber hinaus verschuldet,
        – die Notenbankbilanzen sind aufgeblasen wie ein Heissluftballon,
        voll mit wertlosem Schrott,
        – existenzielle Energiekrise in Europa (glücklicherweise nur da) ,
        – kaputte Lieferketten,
        – und wohin will z.B. die EZB die Zinsen als Stützungsmaßnahme senken ?

        Bin zwar nur ein mangels geistiger Herausforderungen leicht verblödender Rentner, aber irgendwie sieht das nicht so ganz toll aus.
        Aber unserer Regierung wird schon was einfallen.

        Ein Sondervermögen vielleicht ?

        Quizfrage : wie viele Sondervermögen haben wir schon ?

        Neunundzwanzig.
        Kein Witz.
        Kommen halt noch 20 dazu, dann sind wir echt reich.

        Wohl dem Eichhörnchen, das genug Nüsse hat.

          • @Klapperschlange
            In unserem Aktiendepot sieht es seit November aus wie im Kopf wohl vieler berliner Politiker.
            Viel Raum für Echo.
            Warren mit „etwas“ Cash auf der Lauer , der war gut.
            Ist der gerade bei 150 Milliarden verfügbarer Kasse?
            Letzte Woche ist er bei einem Ölkonzern eingestiegen. Das alte Cleverle glaubt wohl nicht so ganz an die Energiewende.
            Nur so ne Idee:
            Jetzt die Kasse mit EM absichern und dann ganz unten die guten Aktien mit Megarabatt einsammeln.
            Wie 2003, 2010.
            Florian Homm ist derzeit angeblich zu 85 % Short auf Aktien. War das letzte halbe Jahr eine Goldgrube.
            Mehr Rendite als wir kleinen mühsamen Münzsammler.
            Sitze gerade an einem eiskalten Bergsee.
            Nicht badetauglich.
            Immer wenn man den Klimawandel braucht ist er nicht da.
            Von hier aus liegt Berlin auf einem fernen Stern namens Absurdistan mwd69.

          • @MeisterEder

            Putin dreht an den Pipeline-Schrauben:

            „Gazprom stoppt unerwartet eine weitere Nord Stream-Turbine
            und halbiert die Durchflussmenge; europäische Gaspreise steigen an.

            Die Europäer und insbesondere die Deutschen atmeten am
            vergangenen Donnerstag erleichtert auf, als Putin nach der
            Befürchtung, Moskau würde die Pipeline Nord Stream 1 nach
            der zehntägigen Wartung nicht wieder in Betrieb nehmen, die
            Gaszufuhr wieder in Gang setzte, wenn auch nur auf den
            Spitzenwert vor der Wartung von etwa 40 % der maximalen
            Kapazität.

            Leider sollte der gedämpfte Jubel in Europa nicht von Dauer
            sein, und viele spekulierten, dass Russland nur auf die richtige
            Gelegenheit wartete, um Deutschland im wahrsten Sinne
            des Wortes die Hölle heiß zu machen. Und genau das geschah
            vor wenigen Augenblicken, als kurz nachdem Siemens endlich die Transportdokumente für die umstrittene Nord-Stream-Turbine
            geliefert hatte, die seit Wochen in Kanada festsaß, Gazprom
            unerwartet ankündigte, ab dem 27. Juli eine weitere Nord-Stream-
            Turbine in der Verdichterstation Portovaya zu stoppen.“

            Mr. Habeck: it‘s your turn.

            Feutsche Firmen: die Flaggen auf „Halbmast“.

            Ich für meinen Energie-Sparanteil werde nur noch zu Ostern
            und Weihnachten warm Duschen und die Heizung im Keller
            um 3 Grad senken !
            @ᕕ( ཀ ʖ̯ ཀ)ᕗ

  5. Wenn es doch so einfach wäre, in die Zukunft zu sehen.
    Beispiel Wetter. Trotz hunderter Akademiker in Meteorologie, Grossrechner in Milliardenhöhe samt Simulationsmodellen, gelingt es nur das Wetter zu 80% für 3 Tage vorherzusagen.
    Dynamische Prozesse sind derart komplex, da kann eine Wünschelrute genauer sein.
    Besser ist es, den status quo präzise zu beschreiben.
    Daraus kann dann jeder seine Schlüsse ziehen.
    Ansonsten hat man hunderte Analysen auf einen Haufen.
    In den Medien hat sich eine Unart breit gemacht.
    Die ehemals präzise Beschreibung eines Vorganges des Journalisten ist einer breiten Meinungsmache selbiger gewichen.
    Wenn man beispielsweise die Goldseiten so liest, versteht man, was ich meine.
    Der Konjunktiv hat Hochkonjunktur und übertrifft die Tatsachen bei weitem.
    Das ist auch der Kritikpunkt bei Chartanalysen.
    Natürlich gibt es zyklische Regelmässigkeiten.
    Der Sommer ist meist warm, mit Hitzeperioden und der Winter kalt, mit Kälteperioden, Frühjahr meist unbeständig, der Herbst golden und sonnig.
    Es gibt Jahrhundertwetterlagen oder 5b Wetterlagen usw. mit guten Vorhersagemöglichkeiten.
    Das Häufige ist häufig, das Seltene ist selten.
    Aber eben nicht immer.
    Ein heisser Sommer muss nicht zwangsläufig zu einem kalten Winter führen. Inflation nicht zwangsläufig zu horrenden Goldpreisen oder hohe Zinsen nicht unbedingt zu billigem Gold und Silber.
    Wäre das so, wäre es furchtbar einfach, schnell Millionär zu werden, für Jedermann.
    Meist sind aber gerade die bekanntesten Analysten und Charttechniker in den Medien eben keine solchen.

    • @Maruti
      Wir, die gesammelten Goldbugs, verpassen auch immer die größten Chancen, siehe mal das:

      https://germanlithium.com/wp-content/uploads/2020/09/20220610_Preisentwicklung_deutsch-1024×578.jpg

      Falls es nicht klappt: der Preis von Lithium (für Akkus) hat sich von Jan 21 bis Juni 22 mehr als Verzehnfacht, auf nun knapp 68.000 je Tonne.
      Neodym (für Hochleistungs-Elektromotoren und die Generatoren der Windräder) hat sich im selben Zeitraum Vervierfacht.
      Auf 220.000 pro Tonne.
      Das Gerede der Autoindustrie über fehlende Chips ist möglicherweise nur eine billige Ausrede.
      Bei dem Lithiumpreis ist der Autohersteller sicher froh über jedes nicht verkaufte Elektroauto.
      Daher kommen wohl auch die (künstlich) langen Lieferfristen.
      Reine Mutmassung.

      Merksatz: Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum.

      Wir hätten mit Holzbriketts 250 % und mit leeren Benzinkanistern 300 bis 400 % Rendite in einem Jahr machen können. Echtes High-Tech.
      Und wir plagen uns mit Gold und Silber herum.

      Zum Wetter: wir haben eine echt klasse APP dafür, auch mit einem riesen Bildschirm.
      Heißt Fenster.
      100 % Trefferquote.
      Sogar mit realtime Temperaturangabe.
      Deshalb haben wir gleich mehrere dieser Apps einbauen lassen.

      Oder so (die Ökoversion, die auch diesen Winter ohne Strom funktioniert):
      https://www.zoonar.de/photo/wetterstation-auf-baltrum_475567.html

      Leute: Humor hilft !

  6. @Klapperschlange
    Die nächste gute Nachricht für den Goldpreis und die BRD CO2 Bilanz.

    Schon mal was von Wacker Chemie in Burghausen gehört ?
    Ist für die Ampel komplett unwichtig.

    Leider ist der Laden mit seiner Tochter Siltronic einer der 4 weltweit systemrelevanter Hersteller von Reinsilizium, dem Vorprodukt für Chips und PV Module.
    Die bauen gerade mit Volldampf ein neues Werk in USA.
    Vollverlagerung wegen der Energiepreise.
    Damit sind wir dann viel viel Co2 sparsamer, aber dem Status als Entwicklungsland wieder einen bedeutenden Schritt näher.
    Statt Exporteinnahmen müssen wir künftig dafür in Dollar zahlen, falls überhaupt noch was für uns übrig bleibt.
    Ist ja ein für die USA strategisches Produkt.
    Kleinkram: Steuereinnahmen und viele Jobs sind auch weg.
    Positiv: in die leeren Hallen kann man dann mehrere tausend Dixiklos für die nächsten 2000 neuen Geschlechter stellen.

    Ich bin kurz davor darauf zu wetten, dass es das Tesla-Werk in Grünheide nächstes Jahr um diese Zeit nicht mehr gibt.
    Präzisierung: als Industrieruine schon, aber ohne Maschinen drin.
    Elon wird sich diese Energiepreise (das Werk zieht so viel Strom wie eine Stadt, 76 Megawatt) und ggfs. Einen Stromausfall nicht lange ansehen.

    Dem Goldpreis wird es nicht schaden.

  7. @MeisterEder
    Bayern wird sich ohne die KKWs und billiges Gas wieder in einen Agrarstaat zurückwandeln.
    Göre-Eckhardt hat es gestern bei Will selbst zugegeben dass Photovoltaik im Winter nichts bringt.
    Zumindest sind wir dann wieder Empfänger im Länderfinanzausgleich und müssen uns nicht mehr darüber ärgern wie Berlin unsere Kohle zum Fenster raushaut.

  8. @Hd
    Richtig, aber es gibt dabei 2 Problemchen, die nicht mit dem Lastenrad zu erledigen sind:
    1.) Die Bauern brauchen Tonnen an Kunstdünger, sonst wächt nur 1/3 der Ernte.
    Kunstdünger wird aus Gas produziert.
    2.) Ein Traktor braucht 30 Liter Diesel pro Stunde, ein Mähdrescher 60.

    Willkommen im Mittelalter.

  9. Wenn das derzeitige Dreamteam in Berlin so weitermacht wie bisher,dann wird der Goldpreis uns hier wahrscheinlich eh nicht mehr gross interessieren ,weil wir dann ganz ,ganz andere Probleme haben werden.für mich ist er jetzt schon nicht mehr so bedeutend ,ich verwende meine Zeit lieber mehr für eine wohlgeordnete Holzeinlagerung.Auf Roberts Winterhilfswerk möchte ich mich danjn doch nicht verlassen.

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