Sonntag,05.Dezember 2021
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Goldpreis konsolidiert, mit Ansage

Goldpreis, Zinsen, Anleihen (Foto: Goldreporter)
Die Goldpreis-Entwicklung war zuletzt von technischen Faktoren geprägt. Aber auch die US-Renditen befinden sich weiter auf relativ hohem Niveau (Foto: Goldreporter).

Der Goldpreis kam in den vergangenen Tagen von seinen jüngsten Hochs zurück. US-Anleihen rentieren fester, während die europäischen Zinsen stark zurücklaufen.

Goldpreis konsolidiert

Der Goldpreis hat nach der bislang starken November-Rally eine technische Konsolidierung vollzogen. In der vergangenen Woche haben wir bereits auf die Wahrscheinlichkeit eines Rücksetzers hingewiesen (Goldpreis: Neue Einstiegs-Chance voraus?). Und auch die Daten vom US-Terminmarkt lieferten Hinweise auf eine zwischenzeitliche Abkühlung des Marktes (Goldpreis: Warnsignale vom US-Terminmarkt?).

Am heutigen Dienstagvormittag um 9 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 1.807 US-Dollar (+0,19 % gegenüber Vortag). Das entsprach 1.606 Euro (unverändert). Was in dieser Woche noch an kursbewegenden Terminen ansteht, lesen Sie hier: Gold und Silber: Das kommt jetzt auf Anleger zu!. Dazu gehören auch die US-Verfallstermine bei den Edelmetallen.

Steigende US-Renditen

In den vergangenen Wochen haben wir parallel zu den steigenden Edelmetall-Kurse eine deutliche Aufwertung des US-Dollars erlebt. Innerhalb eines Monats schoss der Dollar-Index um gut 4 Prozent nach oben – getragen von Erwartungen an eine straffere US-Geldpolitik.

Derweil rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Vormittag mit 1,63 Prozent und damit weiterhin auf relativ hohem Niveau. Denn das Jahreshochs ereignete sich im Rahmen unserer wöchentlichen Datenerfassung am 30. März 2021 mit 1,76 Prozent.

Europäische Staatsanleihen

Im Gegensatz dazu sind die Anleiherenditen im Euroraum gegenüber Vorwoche stark zurückgekommen. Das heißt, hier waren starke Käufer aktiv. Und dies dürfte vor allem auf die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank zurückzuführen sein. Sie kauft monatlich weiterhin Anleihen im Wert von 20 Milliarden Euro pro Monat. Bis zum 12. November hatte die EZB im Rahmen des Public Sector Purchase Programms (PSPP) erst 6 Milliarden Euro investiert. Bis zu diesem Zeitpunkt summierten sich die gesamten Bestände aus diesem Aufkaufprogramm auf stattliche 2,47 Billionen Euro.

Staatsanleihen, Renditen Zinsen, USA, Deutschland

Und zuletzt wiesen auch österreichische 10-Jähriger wieder eine negative Rendite aus (-0,03 Prozent). Währenddessen lagen die Marktzinsen für deutsche Papiere bei -0,29 Prozent (Vorwoche; -0,23 Prozent).

Relevanz für den Goldpreis

Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Das ist allerdings nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn Gold etwa in einer Krise stark gefragt ist und Anleihen gleichzeitig gemieden werden (sinkende Anleihekurse), können beide Werte parallel steigen. Zuletzt hat der Renditedruck auf den Goldpreis nachgelassen. Andere Katalysatoren, wie etwa die aussichtsreiche technische Lage spielten bei Gold zuletzt eine gewichtigere Rolle.

Goldreporter

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21 KOMMENTARE

  1. Die Bundesbank erwartet einen Preisanstieg um 6 %. Prima – dann steigert sich der Goldkurs von derzeit 1600 EUR auf 1696 EUR zum Ende 2022. Sieht doch gut aus! Wo ist das Problem?

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    • @Klapperschlange
      Jeder Krieg mit unzähligen Toten beruhte letztlich auf einer offiziellen Lüge.
      Das wird bei diesem kleinen unblutigen Krieg gegen die EM nicht anders sein. Danke für die Info zu den 62 Mrd.

      • @Herrmann

        Die „kleinen“ Preisnachlässe beim Goldkurs lassen Interessenten beherzt zugreifen:

        Adam Glapiński, Präsident der polnischen Zentralbank, sagte kürzlich in einem Interview, dass die Zentralbank plant, ihre Reserven bis 2022 um 100 Tonnen Gold aufzustocken.“

        (hier mehr:)

  3. @klapperschlange
    Natürlich nicht. Man hätte auch sagen können, der BH von Daniela Katzenberger ist gerissen oder Hamilton ist wieder schneller als Verstappen beim im Kreis herum fahren.
    Es war schon lange vorher abgesprochen ( ich bekam jedenfalls die Warnung), dass der Goldpreis runter muss.
    Eben unterschritt er die 1800 Dollarmarke und damit fast 70 Dollar runter.
    Für das Kartell ist es ein Leichtes, den Preis unter 1700 Dollar (maximal auf 1620), zu manipulieren und man wird es versuchen.Dazu kommt, dass der Euro zu billig und der Dollar zu teuer ist und man wird auch da eingreifen.
    Das bedeutet, dass der Goldpreis in Euro ebenfalls runter kommt.
    Ich denke, so 1:18 könnte es werden und damit die Unze auf unter 1400 Euro befördern. Das ist bei Gott nicht undenkbar.
    Ich rate allen, welche nicht bei 1700 Euro den Krügerrand und Co gekauft haben, wenigstens auf 1500 -1550 Euro hin zu spekulieren.
    Wie gesagt, meine ganz persönliche Meinung, ohne Gewähr und bitte ohne rum zu lästern.

  4. Man darf gespannt sein und locker bleiben. Silber vor allem nie außer acht lassen, und etwas dazu nehmen ist meine persönliche devise ( kommt wohl von Diversifizieren :>) .) Ohne zu lästern glaub ich nicht an die 1400 €, aber an die 1500 und an die 19,50 € bei Silber noch dieses jahr

    • @oliver
      1500 sind nun wirklich drinnen.
      Aber es kann noch darunter gehen. Je nachdem was der Eurokurs so treibt.
      Silber habe ich leider genug. Deshalb konzentriere ich mich voll und ganz auf Gold.
      Natürlich, beides, Gold und Silber sind monetäre
      (geldgleiche) Metalle.
      Gold fast ausschliesslich, bei Silber kommt noch die industrielle Komponente dazu.
      Es wird ein sehr interessantes Jahresende geben.
      Ich habe sicher meine Informationen, schon alleine durch 2 Bekannte in hohen Positionen des Eurorates und einer systemrelevanten Grossbank.
      Aber, ich frage mich ständig, was würde ich tun, hätte ich das Sagen im Fiat Money.
      Und da würde ich natürlich alle Hebel in Bewegung setzen, dass das Fiat Money nicht untergeht.
      Und dazu gehört u.a. die Konkurrenten Gold / Silber zu bekämpfen.
      Wie lange ? So lange man das Sagen hat.
      Jeder andere würde auch so handeln.
      Und so wird es kommen.
      Freuen wir uns als potentielle Käufer ( solange es uns noch gut geht und wir kaufen können) über günstige Preise.
      Und wer unbedingt verkaufen will, soll eben noch ein wenig warten, bis nächstes Jahr, wenn es geht.
      Dann wird auch er zufrieden sein.
      Kopf hoch, der Kampf ist noch nicht zu Ende.

    • @christoff777
      Was soll ich sonst tun ?
      Käme in Frage:
      1.Schimpfen auf das Kartell
      2.Schimpfen auf den Kapitalismus ( tut schon einer)
      3. Hoffnung verbreiten
      4.Abwiegeln
      5.Gesundbeten
      6. Wird schon wieder
      Wissen Sie, dazu eigne ich mich nicht.
      Ich habe persönlich genug Gold im Hintergrund, es könnte mir egal sein.
      Aber, ich mag aus gewissen Gründen das Bankenkartell des Fiat Money nicht. Und deshalb will ich, dass jeder Goldkäufer sein Gold so billig wie möglich bekommt.
      Denn dafür müssen die Brüder zahlen, in irgendeiner Form.
      Es ist meine ganz persönliche Revanche.
      Sie müssen diese nicht ernst nehmen, lesen Sie sie einfach nicht.
      Im übrigen, Gold zum Jahresende, vor den Feiertagen, Freitag Nachmittag zu kaufen, war selten ein Fehlgriff.
      Und wenn doch ?
      Einfach maruti die Schuld geben und ihn verfluchen.
      So wie:
      Hätte ich doch nicht auf den verdammten maruti gehört und mein Gold schon vor 1 Woche gekauft.

  5. Das ist doch Konsolidierung wenn der Goldpreis sagen wir mal 70$ steigt und diese wieder komplett abgibt es wäre eine wenns 10-20$ von den 70$ korrigiert .Außerdem hat es Wochen gebraucht um auf die $1870 zu steigen aber nur 2 tagen um auf Ausgangsniveau zu Crashen das ist keine Konso sondern reine MANIPULATION .

    $45 Gold Plunge Caused By Entity Dumping $1.25 Billion Of Gold Futures…Twice
    https://kingworldnews.com/45-gold-plunge-caused-by-entity-dumping-1-25-billion-of-gold-futures-twice/

  6. @Goldi
    Für meine Begriffe haben Sie völlig recht. Unter Konsolidierung verstehe ich einen anderen Verlauf. Und für die, welche sich gerne am Wort Kartell abarbeiten; sehen Sie einfach in ihre Bücherei unter Marx nach, für den war das ein gebräulicher Terminus. Das wird Sie dann beruhigen.

    • @Herrmann
      Der Trend geht klar zum Zweitbuch :-)!
      Aber auch zum (komplexen) Zweitgedanken, selbst wenn es Überwindung kosten sollte ;-).
      Die simple Anrufung des allmächtigen Kartells, jedesmal wenn’s Mal mit dem Preis runtergeht, ist eben nicht abendfüllend. Zu meinem äußersten Bedauern.

      • @ Herr Rossi
        Warum sollte jemand etwas für Ihre einsamen Abende tun. Zwei Bücher und zwei Gedanken? Ich hoffe. wenigstens Sie haben mehr.
        Wer kann schon von sich behaupten, das seine komplexe Zweitgedanken tatsächlich so komplex sind, außer die Ihren natürlich.

    • @Herrmann

      Ich fürchte sie verwechseln da etwas. Bei Marx waren Kartelle, Trust Monopole, nicht die Ursache von krisenhaften Verwerfungen, sondern deren Ergebnis. Was bei Smith noch die unsichtbare Hand war, nannte Marx das automatische Subjekt, dessen Bewegeungen determiniert waren und denen sich auch Kartelle nicht entziehen konnten. Wären diese Kartelle so allmächtig wie sich die bürgerliche Mickymous-Okonomen so vorstellen, wäre der Goldpreis nicht da wo er heute ist und Niemand würde Ihn Beachtung schenken.

      • @Reiner Lenz
        Kann aber auch sein, daß Sie einem Irrtum unterliegen. Warum
        sollen die Mitglieder der LBMA, also Zentralbanken, einige Großbanken und Großhändler ihre eigenen Vermögenswerte auf Ramschniveau abwerten? Sie würden doch eine 1 Million Villa auch nicht für zehntausend EURO verkaufen.

  7. In absehbarer Zeit wird mit dem Goldpreis in Euro genau das gleiche passieren wie heute der Goldpreis in Türkischer Lira. zwischenzeitlich + 10% am TAG !!

  8. Na nu was ist den jetzt los.Inflation nun doch nicht so ganz schnell vorübergehhend.Würde ja auch keinen Sinn machen für eine anhaltende Entschuldung.

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  10. @Hamster
    Das kann noch sehr lange in der Türkei so
    weitergehen. Das beste Beispiel ist Venezuela.
    Seit Jahren von der Hyperinflation geschüttelt ,
    werden einfach die Nullen gestrichen und
    neues Fiat-Papier gedruckt.
    Gute Ware und Dienstleistungen gibt’s allerdings
    nur gegen
    G O L D.
    Dabei ist dieses Land sehr reich an
    Bodenschätzen.(größte Ölreserven der Welt)

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