Freitag,30.September 2022
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Goldpreis-Rally: Von Euphorie noch keine Spur!

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Die Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) sind sechs Wochen in Folge gefallen. Von einer neuen Gold-Euphorie bei institutionellen Anlegern fehlt noch jede Spur (Foto: Goldreporter).

Trotz des jüngsten Goldpreis-Anstiegs verzeichnet der größte Gold-ETF GLD weitere Kapitalabflüsse. Wann springen die Institutionellen auf die Rally auf?

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis am Spotmarkt notiert am Donnerstagvormittag um 11 Uhr mit 1.777 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.744 Euro. Damit hat der Kurs des Edelmetalls weiter Boden gutgemacht. Im Vorwochenvergleich sehen wir ein Plus von jeweils gut 2 Prozent.

Währenddessen zog der Silberpreis um fast 5 Prozent an auf 20,24 US-Dollar beziehungsweise 19,77 Euro pro Unze. Führte die Kursrally bereits zu einer gestiegenen Nachfrage von ETF-Investoren?

Größter Gold-ETF

Per 3. August 2022 meldet der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) Bestände von 1.000,65 Tonnen. Damit wurde der niedrigste Stand seit Mitte Januar 2022 erreicht. Gegenüber Vorwoche sank das Metallaufkommen dieses weltgrößten Gold-ETFs noch einmal um 0,46 Prozent oder 4,64 Tonnen. Damit verbunden waren Netto-Kapital-Abflüsse von 132 Millionen US-Dollar.

Gold, ETF, GLD, SLV, Bestände

Dies kann ein weiteres Zeichen dafür sein, dass der Goldpreis-Anstieg auf technischer Sicht noch weitergehen kann. Denn viele große Anleger sind bei Gold weiterhin unterinvestiert.

Silber-ETF SLV

Dagegen hat sich auf dem Silbermarkt in dieser Hinsicht schon etwas getan. Denn die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) sind im Rahmen unserer Analyse erstmals seit sechs Wochen wieder gestiegen. Denn gemeldet wird aktuell ein Inventar von 15.136,03 Tonnen. Das sind 0,52 Prozent oder 78,26 Tonnen mehr als vor einer Woche.

Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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13 Kommentare

  1. Je langsamer und unauffälliger Gold steigt, eventuell mit kleinen Rücksetzern, also, je uninteressanter Gold ist, desto besser. Auf keinen Fall sollte es institutionelle Anleger anlocken. Denn wenn die einsteigen und damit eine Goldralley auslösen, verkaufen diese genau so schnell und werfen die Pakete vom Balkon.
    https://m.youtube.com/watch?v=92jJ_hdqwWg
    „For a few Dollars more.“

    • @ Maruti
      Ist bei den Aktienmärkten nicht anders, auch hier kommt die Aufwärtsbewegung auf „Leisen Sohlen“, um nicht von vorneherein zu viele
      „Schlafende Hunde“ aufmerksam zu machen.

      Große tägliche Aufwärtsbewegung gibt es gemeinhin nur gegen Ende einer Rally um eben möglichst viele „Amateure“ in den Markt zu ziehen, um die bereits überteuerten Aktien abzunehmen.

      Institutionelle Anleger lassen sich höchst selten an falschen Fuß erwischen, sie sind gemeinhin „Profis“, die ziemlich genau wissen, wie der Hase lauft …

  2. „Trotz des jüngsten Goldpreis-Anstiegs verzeichnet der größte Gold-ETF GLD weitere Kapitalabflüsse“

    Es könnte gut sein das man jetzt endlich vermehrt auf physische Edelmetalle setzt . Ich bin sowieso fest davon überzeugt das viele dieser angeblich „goldgedeckten“ Investments auch GLD und SLV bankrott gehen werden und die Anleger leer ausgehen werden aber noch werden diese Schneeballsysteme gebraucht . Es soll keiner sagen das er nicht gewarnt wurde , ich sehe auch das in den US foren vor diesen Etfs gewarnt werden und das schon sehr lange .

  3. Man müsste schon extremes Pech gehabt haben, beim heutigen Kurs Verluste abzubuchen .
    Es sei denn, er/ sie hat sich im März 22 auf die Käuferseite verführen lassen.

    • @ Goldhase Die Euroeinführung war 2002 damals gab es paradiesische Einstiegspreise von um die 350 Euro pro Oz.Sie stiegen danach auch relativ langsam aber sicher an.Die Verluste eventueller Spätausschläfer kann man nicht für allgemeine Betrachtungen ansetzen.Bei Immos war es genau so ,ich kann mich an Zeiten erinnern , da bekam man für 120000 ein Grundstück plus halbwegs solidem relativ neuem Haus.Ich habe 2013 in Voraussicht der kommenden Inflation zugeschlagen und mir ein schön gelegenes Grundstück plus Datsche gekauft Das Häusschen habe ich noch vor dem Cirkus C winterfest mit doppelter Heizung ausgebaut.Dass es abwärts geht war doch seit langem jedem klar, der die Augen nicht nur zum heulen benutzt.

      • @Materilist
        Dann hast Du das gemacht was jeder Vorausschauende auch hätte machen können.
        Wobei nach Ausfüllen der neuen Grundsteuerformulare auch dem Letzten klar sein dürfte, wer als nächster zur Kasse gebeten werden soll. Wenn ich es richtig verstehe verdoppelt oder verdreifacht sich nicht nur der Gaspreis, sondern hinzu kommt auch noch die Rettung von Uniper und Co., Warum eigentlich dieses Gejammer wegen zu kalten Wohnungen; wie wollen wir unsere Klimaziele denn sonst erreichen.

        • @Goldhase
          Uniper ist ein finnischer Konzern, fast keine deutschen Aktionäre.
          Dafür sind Blackrock & Co und eine französische Großbank dicke drin.
          Die deutsche Steuerzahlerkohle geht also schon in die richtigen Taschen.
          Es gibt global kein Land, daß so doof ist.

  4. Keine Regierung in Frankreich oder Polen würde es jemals wagen auf einen durch Sanktionen verdoppelten Gaspreis noch 19% Mehrwertsteuer draufzupacken.So etwas ist nur in Deutschland möglich.

  5. @Goldhase Sicher wird man auf Grund der völlig
    desolaten Kassenlage bei den Immobilienbesitzern zuschlagen.Bei meinen lumpigen 600 m2 wird das aber verkraftbar sein.Der Gewinn an Lebensqualität durch die Datsche am See ist es allemal wert. Entgegen alter Pläne werde ich hier aber nicht mehr 1 m2 dazukaufen,das ist sicher.

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