Dienstag,23.April 2024
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Goldpreis reagiert auf Angst vor neuer Finanzkrise

Innerhalb weniger Tage gingen in den USA drei Banken pleite. FDIC und Fed versuchen das Aufflammen einer neuen Finanzkrise im Kern zu ersticken. Der Goldpreis steigt.

Gold, Goldpreis, Fed, FDIC (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis ist ein Krisenindikator. Am Freitag schlug er kräftig aus. Fed und FDIC versuchen mit vertrauensbildenden Maßnahmen die Risiken eines flächendeckenden Bank Runs einzudämmen (Foto: Goldreporter)

Goldpreis fest

Am Montagmorgen um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.878 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.754 Euro. Damit legte Gold auf Dollar-Basis um weitere 0,6 Prozent zu, nachdem der Kurs am Freitag um 2 Prozent gestiegen war. Dagegen blieb der Euro-Goldpreis aufgrund eines stärkeren Euros praktisch unverändert. Währenddessen kletterte Silber am Vormittag um 1,1 Prozent auf 20,76 US-Dollar, was 19,37 Euro entsprach (+0,5 %).

Bankenpleiten erschüttern US-Finanzbranche

In dieser Woche muss sich zeigen, wie die Bankenbranche eine Reihe von Pleiten verdaut, die seit Ende vergangener Woche die Märkte verunsichern und den Goldpreis stärkten. Denn neben dem Aus der Kryptobank Silvergate Capital und der Silicon Valley Bank (Goldreporter berichtete) hat die FDIC am Wochenende eine weitere Bank geschlossen. Die Signature Bridge Bank aus New York, mit Kundeneinlagen von 82,6 Milliarden US-Dollar (per Ende 2022), wurde unter FDIC-Aussicht einer Auffanggesellschaft übertragen.

Bankenrettung angestoßen

Währenddessen haben die zuständigen Behörden in den USA – inklusive Fed und US-Finanzministerium – Maßnahmen unternommen, um mögliche Domino-Effekte in der US-Bankenbranche zu verhindern. So erklärte man, dass die gesamten Einlagen der betroffenen Bank-Kunden garantiert würden. Außerdem hat die US-Notenbank angekündigt, dass man alle als Sicherheiten für Zentralbankgeld zugelassenen Wertpapiere zu 100 Prozent als Assets akzeptiert, und nicht etwa nur zu deren aktuellem Marktwert. Somit sichert vorausschauend die Liquidität im Bankensektor.

Weitere Einflussfaktoren

In dieser Woche stehen zudem weitere Termine an, die den Goldpreis bewegen können. So wird am Dienstag die US-Inflationsrate für den Monat Februar bekanntgegeben. Analysten rechnen mit 6 Prozent jährlicher Inflation, nach 6,4 Prozent im Vormonat.

Am Mittwochnachmittag erscheinen in den USA Einzelhandels-Daten und die Erzeugerpreise für den Monat Februar. Darüber hinaus steht in Europa die nächste Zinsentscheidung an. Denn am Donnerstag gibt die Europäische Zentralbank das Ergebnis ihrer aktuellen geldpolitischen Sitzung bekannt.

Goldpreis-Perspektive

Mit den jüngsten Turbulenzen in der US-Bankenbranche ist auch die Nachfrage nach defensiven Anlageformen gestiegen. Denn neben dem Goldpreis stiegen auch die Anleihenkurse. Entsprechend zurückgekommen ist die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen. Denn am vergangenen Dienstag lagen diese in unserer wöchentlichen Analyse noch bei 3,95 Prozent. Am Montagvormittag kamen diese Zinsen zurück auf 3,7 Prozent. Gleichzeitig gab der US-Dollar nach.

Von diesen Entwicklungen kann auch der Goldpreis weiter profitieren. Aber sollten sich die Probleme schnell in Wohlgefallen auflösen und keine weiteren Bankenpleiten hinzukommen, dann können sich die Märkte aber auch schnell wieder in die Gegenrichtung bewegen. Allerdings dürfte unserer Einschätzung nach eine gewisse Grundverunsicherung bleiben, angesichts der stattgefundenen Kursübertreibungen bei vielen Vermögenswerten in den vergangenen Jahren.

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33 Kommentare

  1. Genau betrachtet sind wir seit spätestens 2000 in einer andauernden Finanz-und Bankenkrise.
    Der Patient liegt seitdem an 10 Schläuchen künstlich ernährt und beatmet (von FED etc.) auf Intensiv.
    Der breiten Masse fällt nur was auf, wenn mal wieder akute Wiederbelebung mit Elektroschocks nötig ist (wie 2000f, 2008f, 2020f).
    Und wie es auch im echten Leben ist: unendlich geht das nicht gut.
    SVB ist so ein kleiner Fall, wenn der Boandlkramer mit seiner Kutsche bei der Suche nach einem Parkplatz vor dem Haus ein anderes Auto anfährt.
    Der Schaden an sich ist nicht so gross, aber man weiss, dass der Boandlkramer schon vor dem Haus wartet.

    • @Meister Eder
      Könnte sein, das die Zeit zwischen den Notbeatmungen nun kürzer .wird Die „Ärzte“ haben die Wahl, zwischen Geldvermehrung mit weiter steigenden Inflation oder hohen Zinsen mit Pleiten in allen Sparten Manchmal sind Patienten eben auch sterbenskrank.

  2. Kaufe jetzt nichts nach, obwohl das Gefühl vorhanden ist, dass es so schnell – die nächsten Monate – nicht günstiger werden könnte… Irrational, aber ebenfalls vorhanden ist der Gedanke, man könnte auch keine/zu wenig Ware erhalten. Fazit: Kühlen Kopf bewahren. Was sagt ihr dazu?

    PS Das * steht natürlich nicht für neumodische Torheiten. Neulich hat jemand danach gefragt. Dieses Jahr war ein Premium-Jahr.

    • @1996
      Das Problem wäre nicht der Goldpreis. Es könnte sich zu einer Geldkrise entwickeln. Dann, wenn man wegen Kapitalverkehrskontrollen und Bank Runs nicht mehr an sein Konto kommt und damit dann auch kein Gold mehr kaufen kann. Ob man allerdings mit Bargeld dann noch viel anfangen kann, ist auch keineswegs sicher.
      Der Goldpreis steigt gerade, was bedeutet, dass genügend dieses Szenario im Blickfeld haben.
      Ich persönlich allerdings würde cool bleiben und abwarten.
      Das kann ich, weil ich genügend Gold im Hintergrund habe und damit einen Grossteil eines Verlustes des Barvermögens verschmerzen könnte.
      Gold beruhigt schon, da kann man sagen, was man will.

    • @1996
      Kommt drauf an, welcher Anteil des Vermögens schon unbrennbar ist.
      Wenn 70% Plus x unbrennbar sind, kann man pokern und abwarten.
      Vielleicht kommen ja noch die Notverkäufe wie im Corona März 2020.
      Problem : kommt man dann überlaubt noch an Ware ?

      Wenn weniger als 50 % des Vermögens EZB-Sicher sind, würde ich Stück für Stück zukaufen, vielleicht muss die BIZ am Freitag ja wieder aktiv werden.
      Beispiel: irgendwann 1922 musste man 4.000 Reichsmark für einen Dollar hinlegen. Verdammt viel Geld.
      Wer damals dachte, das sei zu teuer, musste kurz darauf 40.000 hinlegen.

      Ich halte das System für so marode, dass es schnell gehen kann.
      Noch 1 oder 2 Banken und die Implosion ist da.
      Auf keinen Fall schadet es was, die Konten leer zu räumen.
      Solange das noch geht.

      Wenn ich in jeder Nachrichtensendung einen Präsidenten oder Kanzler irgendwas von „Euer Geld ist sicher, macht Euch keine Sorgen“ stammeln höre, weiss ich was los ist.

  3. Silber in der kommenden
    Depression
    deutlich unter 20 Dollar aufsammeln und dann
    im Greisenalter die Puppen tanzen lassen, wäre eine interessante Strategie.

  4. Die SVB-Pleite im Liveticker
    +++Aufatmen: HSBC übernimmt britische Dependance der SVH+++

    In einer konzertierten Aktion des britischen Finanzministeriums und der Bank of England mit der Großbank HSBC ist der britische Ableger der Pleitebank SVH für ganz genau 1 Pfund aufgekauft worden. Beobachter werten die Quasi-Verstaatlichung* als Erfolg ausgerechnet der konservativen Regierung, die zuletzt ihre ökonomische Glaubwürdigkeit verspielt hatte.

    *Staatlicher Korporatismus at its best: Die Finanzindustrie und deren Konzertierung mit staatlicher Politik als Rettungsanker der mal wieder völlig aus dem Ruder gelaufenen Marktkräfte. Wer hätte das gedacht?

    Die Vorgänge um Bankenpleiten werden eilig als „nicht systemrelevant“ eingestuft. Dennoch werden in einer drastischen Maßnahme ALLE Einlagen [auch die ungesicherten! Anm. d. Red.] der Silicon Valley Bank und auch der Signature Bank unter einen Rettungsschirm genommen. Zusätzlich flutet die Fed das US-Bankensystem mit Liquidität, in dem man Staatsanleihen zum Nominalwert als Sicherheit annimmt – obwohl die Marktkurse inzwischen am Boden liegen.

    By the way: Aktionäre sind von den Rettungsaktionen nicht betroffen – „Shareholders and certain unsecured debtholders will not be protected“.

    Eine „Lose-Lose-Situation für die Fed und den Markt“?

    Wenig überraschend ist daher, dass Investoren weiterhin massiv Aktien vor allem regionaler Banken abstoßen. Die First Republic Bank verlor im frühen Handel am Montag mehr als 70 Prozent, PacWest Bancorp mehr als 20 Prozent, das Columbia Banking System immerhin noch 5 Prozent.

    Aber auch europäische Bank-Werte gaben weiter nach. Zu den großen Verlieren gehören Virgin Money UK Plc, die Banco de Sabadell SA und die Commerzbank AG. Die Credit Suisse Group AG brach um weitere 8 Prozent ein. Und das noch NACH der britischen Rettungsaktion.

    https://finanzmarktwelt.de/warum-aktien-von-us-regional-banken-crashen-264060/

    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/wegen-bankenkrise-goldman-sachs-erwartet-zinsstopp–20328173.html

    • @Thanatos
      Die spielen mit den Rentenrücklagen Derivaten-Roulette.
      Die Börsen sind nichts anderes als durchgeknallte Casinos.
      https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2023-03-13/svb-s-demise-shows-uk-pension-funds-weren-t-the-only-cockroach
      Hier wird noch mal erklärt, wie die Rentenkassen in GB letzten September beinahe kollabierten, und wie es in letzter Sekunde verhindert wurde. Also wer da immer noch meint, er brauche kein Gold oder Silber, gehört zum Psychiater auf die Couch. Möchte mal wissen, ob Maschmeyer und Tenhagen selber welches horten.

      • @Translator

        Oder nehmen wir mal den norwegischen Staatsfonds. Der gilt ja als Vorbild für die geplante Aktienrente in Deutschland [Hurra!, Anm. d. Red.]. Jetzt hat der Fonds aber leider Gottes einen Verlust von 152 Mrd. Euro für 2022 vermeldet. Das sind im abgelaufenen Jahr kolossale 14,1 Prozent, Respekt. Noch nie war das Defizit in absoluten Zahlen größer, prozentual nur einmal in der Finanzkrise 2008.

        Und laut Fonds-Chef Tangen haben dabei ALLE Sektoren negative Renditen erzielt. Mit Ausnahme der Energiekonzerne – deren „Übergewinne“ sind schließlich legendär [das neue Unwort des Jahres?].

        https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-01/norwegen-staatsfonds-rekordverlust-krieg-inflation

        Zugegeben, bei dem Gedanken, dass das desaströse germanische Rentensystem auch noch durch eine Aktienkomponente destabilisiert werden soll, wird mir ganz blümerant – wie wir Schwaben in Prenzlauer Berg zu sagen pflegen.

    • Update zum Bankencrash

      USA:
      First Republic Bank -66,8 % (am Freitag bereits -14,8 %)
      PacWest Bancorp -46,3 % (am Freitag bereits -37,9 %)
      Charles Schwab -16,8 % (am Freitag bereits -11,6 %)
      Western Alliance Bancorporation -77,2 % (am Freitag bereits -20,8 %)
      East West Bancorp -28,6 % (am Freitag bereits -6 %)
      KeyCorp -24,9 %
      Zions Bancorporation -44,1 %
      Comerica -39,2 %

      US-Großbanken:
      Wells Fargo -7,2 %
      Citigroup -6,2 %
      JPMorgan -2,6 %
      Bank of America -7,2 %

      Europa:
      Credit Suisse -13,2 %
      Commerzbank -12,1 %
      Deutsche Bank -4,7 %
      BAWAG -9,2 %
      Deutsche Pfandbriefbank -4,3 %
      flatexDEGIRO -6,5 %
      ING -6,5 %
      Santander -7,7 %
      Unicredit -8,4 %
      Societe Generale -7,8 %

      Quelle: FMW

      US-Präsident Biden stellt derweil klar, dass die Deruglierung des Finanzsystems unter dem Snowflake-in-Chief Trump nun wieder mit Hochdruck rückgängig gemacht wird. A bisserl spät, nicht wahr?

      Auf die Schleifung des Dodd-Frank-Acts hatte ich gerade aufmerksam gemacht.
      https://www.goldreporter.de/goldbarren-der-perth-mint-beteiligte-aeussern-sich-zu-vorwuerfen/news/111557/#comment-317366

      Vielleicht alles ein wenig abstrakt. Daher mal in concreto:

      Das Trumpeltier lockerte die Regeln für kleine und regionale Banken im Rahmen eines generellen Deregulierungs-Gesetzes. Im Mai 2018 wurde die Schwelle für die Einstufung als systemrelevant – was etwa jährliche Stresstests und ein verschärftes Aufsichtsregime nach sich zieht – auf 250 Milliarden Dollar angehoben. Davor lag sie bei 50 Milliarden Dollar.

      Die Silicon Valley Bank hatte nun 2018 gerade die 50-Milliarden Grenze erreicht und war auf zuletzt 220 Milliarden gewachsen: Immer noch unterhalb der Schwelle für Systemrelevanz, aber bereits die 16.-größte US-Bank.

      Konfuzius fragt: Alles klar auf der Andrea Doria?

      Es kommt mal wieder gar nicht so drauf an
      Und überhaupt ist alles längst zu spät
      Und der Nervenarzt weiß auch nicht mehr wie’s weitergeht
      Aber sonst ist heute wieder alles klar
      Auf der Andrea Doria

      Udo Lindenberg

  5. Es sieht fast so aus als ob es heute wieder übern Balkon nach oben geht,wobei noch hat die Drückerkolonne nicht Feierabend. Dagegen blitzt heuze im Casino mal fwiederbdie schnöde und ekelerregende Realität auf.Was wird wohl Herrmann Josef dazu sagen?Jawohl Gelegenheit für Schnäppchen am Aktienmarkt.

  6. Die Situation könnte kritischer sein als dargestellt.
    Mir persönlich nämlich sind zur Zeit wieder mal zu viele bezahlte Abwiegler und Schönredner aus den Höhlen gekrochen gekommen.
    Ähnlich wie 2008.
    Man kann nur hoffen, dass sich die Situation schnell beruhigt und man sich wieder auf Erdbeben, Ukraine, Lohnstreiks und Aktienkurse konzentriert.
    Dort spielt nämlich die Musik.

  7. Noch 2-3 Bankenpleiten, vielleicht auch in der EU – und das Lügengebäude von EZB und FED stürzt in sich zusammen wie ein Kartenhaus, weil dann auch die Manupuliererei – Schlauchbeatmung nach @Meister Eder – nichts mehr hilft. Ich weiß nicht, ob ich darüber weinen oder lachen soll. Wenn wir eine galoppierende Inflation kriegen, ist das in jedem Fall wirtschaftlich für alle ein Horror, gleich ob Privatperson oder Unternehmen, gleich welche Einkommensklasse. Selbst wenn man anständig Gold als Rücklage und daher im Hinblick auf Kontoeinlagen wenig oder keine Verluste hat, muss der Alltag mit allen täglichen Rechnungen bezahlt werden – und das ist schwierig, wenn eine Inflation galoppiert wie 1929. Auf jeden Fall fühlt man sich mit Gold wohler als ohne – und kann etwas ruhiger schlafen.

  8. @Goldmarie
    Kleiner Hinweis: die Hyperinflation gab’s
    1923.
    Danach kam die tolle Rentenmark, welche zu
    einem Wirtschaftsaufschwung führte.
    Die grosse Depression war 1929 zur Zeit der
    Reichsmark.
    Das wird oft verwechselt.
    Durch die Digitalisierung bedingt, brauchen wir aber im Gegensatz zu damals keine Schubkarren mit Papiergeld umherschieben.
    Ich denke, das sind doch gute Aussichten!

  9. So manch einer prognostiziert einen Lastenausgleich in den nächsten Jahren.
    Mag sein, wenn man sich die Gesetzesänderung dahingehend anschaut.

    Jedoch, was muss vor einem Lastenausgleich geschehen, damit dieser Auswirkungen auf die Zukunft hat (solide Schuldengrundlage)?
    Eine Währungsreform. Die muss zwingend davor kommen.
    Sind das hier eventuell die Vorbereitungen dafür?
    Wir werden sehen.

    • @Treuhand
      Das sehen Sie „goldrichtig“.
      Beispiele:
      1923: Hyperinflation und alles aus Papier weg.
      DANACH die Hauszinssteuer.

      1948: Reichmarkt weg, danach 1952 der Lastenausgleich.

      Erst holt sich der Staat das Papier, danach den Rest, der übriggeblieben war.

      Aktuell erleben wir die Geldvernichtung über 10- 20 % Inflation, da ist nach 5 Jahren auch der Großteil weg.
      Vielleicht geht es auch schneller. 1922 ist es ja auch irgendwann komplett aus der Kontrolle geraten.

      Habe von folgender Idee gehört:
      50 % „Lastenausgleich“ oder Vermögensteuer (wie man das auch nennen will) zahlbar z.B. in 20 Jahresraten.
      Die Steuerpflicht entsteht im Moment des Bescheides, also z.B. 01.01.2024 (das ist jetzt rein fiktiv).
      Damit hat man eine neue Version der Mauer wie in der DDR, nur diesmal eine „Steuermauer“.

      Wenn man die „DDR 2.0“ nach dem Steuerbescheid verlässt, nutzt das nix mehr, weil die Steuerschuld bereits entstanden ist.
      Wo ich das gehört habe, habe ich vergessen. Muss dieselbe Krankheit sein wie bei Olaf.
      Ich sag es ja: unsere Polithelden können nix, gar nix. Aber ehrlich arbeitende Menschen bestehlen, das geht noch.

      • @Meister Eder: Hinzu kommt noch die Grundsteuerreform.
        Egal ob die Immobilienpreise fallen, die Daten werden erhoben auf den Werten von dem Hoch Mitte 2022.
        Hier laufen dermaßen viele Zahnräder ineinander, daß ist nicht von „dieser Welt“. Solche Pläne können nicht von den Vertriebler des Systems (Politiker) gemacht werden.

        Schön zu sehen, daß es hier wo wir leben, nicht um Menscheitsentwicklung – sondern um Verwicklung geht.

        Grüße gehen raus an den Fürsten „dieser Welt“.

        • @Treuhand
          Grundsteuer: in allen Bundesländern, in denen mit Bodenrichtwerten gearbeitet wird, muss man unbedingt jetzt sofort Widerspruch gegen den ersten Bescheid einlegen.
          Angeblich gibt es schon 1,3 Mio. Widersprüche.
          Danach ist es vorbei.
          Danach kann man nur noch an der Wahlurne Kritik üben, z..B. in BaWü die grün angemalten Kommunisten abwählen.

          • @MeisterEder
            Ich rede mir das Maul fusselig.
            https://www.youtube.com/watch?v=WUEqh07E4dY
            Beim Stimmenauszählen im Land zwischen Oder und Rhein kommen amerikanische Zählweisen zum Einsatz. Wir kommen nicht umhin zu kämpfen. Wir werden unser eigenes Land auf die harte Tour von den Verbrechern zurückerobern, anders geht es nicht. Heute 2×5 Liter Säfte in einen Kindergarten gebracht und 8×5 Liter in eine Grundschule. Die Kinder dieses Landes haben eine Zukunft verdient.

  10. @Goldmarie
    Bei einer Hyperinflation werden als erstes alle Geldeinlagen vernichtet und zwar zu höhe der Abwertung.
    Schauen Sie sich die Vergangenheit an, Unternehmen die das überlebt haben könnten sich auf neu produktive Zeiten einstellen. Die Währungsreform wird definitiv kommen, aber erst nach Einführung der CDBC. Was einen Goldhandels- , Goldbesitzverbot angeht, sind viele der Meinung das dies nicht kommt. Weil wir keine Goldgedeckte Währung haben. Da würde ich mich nicht darauf verlassen, ist ein Land oder Länderverbund (EU?) mit den Rücken zur Wand, könnte sowas kann schnell beschlossen werden. Im Gegensatz zu früher könnte man mit Gold eventuell über die Grenze gehen, heutzutage fast überall metalldetektor. Am wichtigsten ist aber eigenes Dach übers Kopf, garten zur Selbstversorgung, ect.
    Man muss aus der Vergangenheit lernen, wenn extreme Verwerfungen kommen dann ist zentral Europa als erstes dran.

    • @ Big Driver
      Eine laienhafte Frage, wie kann man dann EM ins Ausland transportieren? Meinst du, dass die Grenze eine fixe Metalldetektor Einrichtung installiert hat, die jeden erfasst oder meinst du transportable, die auf Verdacht eingesetzt werden? Oder geht nur mehr Meldung bei Einreise? Danke

  11. @Ahnungsloser
    Dieses Szenario kann, muss nicht eintreten. Das wäre der letzte Akt, nachdem der Sozialstaat kurz vor kollabieren ist. Die Sache ist die, man kann nicht jeden Meter Grenze kontrollieren. Transportable Metelldetektoren kann man ja fast überall einsetzen. Es kann aber auch anders kommen, aktuell 10000,00 € in der EU über die Grenze, wo ist das Problem dies auf 2000,00 € runter zusetzen. Wenn die Goldunze dann über 2000,00 € liegt, musste man beim Zoll anmelden. So oder so, jetzt Gedanken darüber machen und entscheiden ob man seine Edelmetalle doch auf zwei verschiedenen Länder aufteilen möchte.
    Hoffe könnte dir helfen.

    • Danke Big Driver, die nächste Unsicherheit ergibt sich gleich danach …, wenn das Vermögensregister scharf ist, melden dann private Schliessfächer im Ausland den Inhalt? EU natürlich, aber wie steht’s mit der Schweiz und Liechtenstein? Vielen Dank

      • Bei einer Währungsreform macht ein Goldverbot sinn. Warum?
        Weil alle sollen ja der neuen Währung vertrauen und nicht Edelmetallen oder ähnliches.

  12. @Ahnungsloser
    Erstmal die Schweiz ist nicht das was die früher war, zweitens es war von meiner Seite keine Rede von Schließfächer. Wenn Sie von einigermaßen normalen Turbulenzen ausgehen, ist ein Schließfach auf Schweizer Gebiet sicherlich eine gute Alternative. Sollten aber extreme Zeiten auf uns zukommen, würde ich mich nicht auf dritte verlassen, hier z.B Schweizer Behörden, Schweizer Bankschliessfächer, Freizolllager. Das bedeutet für Sie die Mehrzahl der Edelmetalle nicht zuhause in Tresor, sondern irgendwo im Garten oder woanders vergraben. Natürlich wasserdicht einpacken. Oder einmauern in Keller, Terrasse, ect. Eventuell das gleiche Prozedere in Ausland. Kein Stress, keine Panik, noch können Sie sich frei bewegen. NOCH!
    Lassen Sie bitte auch die Kommentare von den anderen, z.B von Meister Eder, schöne Grüße.

    • Big Driver, freilich lese ich aufmerksam und gern die Kommentare von allen Schreiberlingen.
      Ich versuch halt das Beste und Möglichste rauszupicken. Als Grieche und Deutscher haben Sie aber zumindest das Doppelte an Möglichkeiten, EM unterzubringen.
      Ich kann nicht so einfach mal in die Schweiz fahren, und ein Loch irgendwo im Wald buddeln. Aber natürlich kommen mir auch solche Gedanken in den Sinn, ob man sich auf die Eidgenossen in Extremsituationen verlassen kann.

  13. @Ahnungsloser
    Schlussendlich müssen Sie selber entscheiden, nach Ihrer Finanziellen und Privaten Möglichkeiten. Versuchen Sie Ihre Edelmetalle nicht den ganzen Bestand auf einen Ort zu lassen. Gutes gelingen.

  14. @ahnungsloser
    Ich kann Ihnen nur raten, die Finger von Schweizer Bankfächern zu lassen. Im
    letzten Jahr hatte ich dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben, den mir
    Maruti bestätigte. Wenn die CH-Bank die Herausgabe ihres Goldschatzes verweigert, was sie nicht darf aber tut, müssen Sie klagen und dann geht es erst richtig los für Sie. In meinem Artikel verlangte die Bank den Nachweis, dass das Geld aus dem Goldkauf versteuert war und das OLG Lausanne(Geldwäsche) schloss sich dem an. Der kostspielige Prozess dauerte Jahre. Sie können die Zeit ja dann mit einem schönen Aufenthalt z.B. in Davos überbrücken, da vos nichts kostet.

  15. Vielen Dank für die Info, mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass die Schweiz scheibchenweise auf USA und EU Linie gebracht wird, Bankgeheimnis, Neutralität, jetzt Bankfusion …
    Schade, aber Schweiz ist auch keine Alternative mehr

    • @Ahnungsloser
      In der Welt des Jahres 2023 gibt es nur noch die Wahl des kleineren Übels.
      Hier kommt der größte Vorteil von EM ins Spiel: es ist in sich wertvoll.
      Ich brauche keinen Dritten, keine Bank, niemanden.
      Gekauft und versteckt und fertig.

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