Dienstag,07.Februar 2023
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Goldpreis: Was für ein Kursausbruch!

Der Euro-Goldpreis ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Nach vielfachen Versuchen gelang nun der Ausbruch aus dem 10-monatigen Abwärtstrend.

Goldpreis stark ins Neue Jahr

Der Januar hält in Sachen Goldpreis bislang, was er statistisch verspricht. Allerdings ist das neue Jahr erst wenige Tage alt. Aber der Handelsauftakt bescherte den Goldbullen einen lange erwarteten technischen Kursausbruch (Goldpreis: Kommt es jetzt zum Kursausbruch?).

Charttechnik

Denn am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.846 US-Dollar pro Unze (Februar-Kontrakt). Das entsprach 1.749 Euro. Damit schnellte der Euro-Goldpreis über die Kante des im März 2022 etablierten Abwärtstrends.

Gold, Goldpreis, Goldchart, Charttechnik
Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Februar-Kontrakt) per 3. Januar 2023.

Gleichzeitig wurde in der Aufwärtsbewegung die 200-Tage-Linie durchschnitten. Sie verlief zuletzt auf der Höhe von 1.729 Euro. Damit steuert Gold den nächsten bedeutenden Widerstand bei 1.756 Euro an. Hier bildete sich im vergangenen Oktober ein markantes Zwischenhoch. Und zu bedenken gilt: Die jüngste Aufwärtsbewegung war steil. Und auf „Fahnenstangen“, also steile Kursanstiege, folgen oft auch schnelle Kursrückläufe. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Rücksetzer Euro-Goldpreis spätestens bei Erreichen der genannten Barriere.

Sentiment

Dies korrespondiert womöglich auch aus Sicht der kurzfristigen Marktstimmung. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von zuletzt 62 tendiert die Edelmetall-Notierung in den „überkauften“ Bereich. Dieser beginnt gewöhnlich mit Werten ab 70. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt bereits 3 Prozent.

Ausblick

Gold, Goldchart, US-Dollar, Goldpreis
Goldpreis in US-Dollar, 24 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Februar-Kontrakt) per 3. Januar 2023

Die Basis für eine erneute Januar-Rally ist gelegt. Der Kursausbruch erfolgte mit großer Dynamik. Und obwohl man mit kurzfristigen Rücksetzern rechnen muss, ist ein wichtiger Schritt zu nachhaltig höheren Kursen vollzogen. Auf Dollar-Basis sehen wir einen ähnlichen Ausbruch oberhalb von 1.820 US-Dollar. Hier hätte der Goldpreis aus technischer Sicht zunächst Raum bis zum Widerstand von 1.870 US-Dollar.

Einschätzung

Allerdings sollte man sich von dem fulminanten Jahresauftakt nicht zu übermäßiger Euphorie verleiten lassen. Die Erfahrung zeigt zwar, dass der Januar auch statistisch gesehen ein sehr guter Goldmonat ist (So entwickelt sich der Goldpreis im Januar). In den vergangenen Jahren lief der Goldpreis aber nach einer anfänglichen Rally auch wieder stärker zurück. Dies war zumindest 2021 und 2020 der Fall.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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18 Kommentare

  1. Es gibt Beobachter und Analysten, die bereits davon sprechen, dass die großen Manipulateure bereits das Handtuch geworfen haben und jetzt nur noch bemüht sind, ihre gewaltigen Shortpositionen mit möglichst wenig Verlust sukzessive glattzustellen. Allerdings haben wir in den vergangenen drei Jahren zu oft miterleben müssen, zu welchen Kursmanipulationen geneigte Kreise fähig sind. Wer die Kurse akribisch und zeitnah verfolgt, kennt die berüchtigten „Balkonabwürfe“ von Shorts, die den Kurs innerhalb wenige Tage um dreistellige Beträge einbrechen lassen können.
    Wer konservativ auf den Besitz von physischem Gold setzt, ist bei solchen Aktionen nicht beunruhigt. Wer allerdings im Papiergoldmarkt mit zockt, riskiert schlaflose Nächte und Nachmittage voller Herzklopfen, wenn die Knock-outs in grenzenlosem Optimismus und ungezügelter Gier zu nah gewählt wurden.
    Von einer Kapitulation der Manipulateure bin ich noch nicht überzeugt. Im Augenblick läuft es nach meinem Empfinden etwas zu glatt. Warten wir mal ab, was sich „Big Money“ ausgedacht hat. Ich bin gespannt!

  2. Liebe Neujahrsgrüße @ Goldreporter und @ All

    Ich habe heute all meine Silber und Goldminen verkauft,da wir an einen großen Wiederstand angekommen sind
    Herzliche Grüße an Alle aus Malaysia und nächste Woche geht es nach Phuket rüber

    • Lieber Ukunda,

      mit dem Verkauf ihrer Edelmetallminen haben sie gerade ihr „Kinde mit dem Bade ausgeschüttet“.
      Der Widerstand kann nicht gar so groß sein, denn der Sektor steht gerade am Anfang einer langjährigen, stabilen Aufwärtsbewegung.

      Schönen Urlaub noch

      • @ Ukunda Anhlogoöd bestern um 1 Dollar gestiegen heute um 80 Cent auf 19,90 , gekauft bei 12,90 da kann ich mich vorerst beherrschen mit Verkauf.Man kann die Realität sehr lange ignorieren aber nicht ewig und die Zeit der heisslaufenden Notenpresse ist auch vorbei.

  3. Immer dann, wenn der Kurs steil ansteigt, fällt er auch wieder steil ab. Es stellt sich oft dann nur die Frage, wo die Bodenbildung stattfindet. Häufig ist es so, dass die Bodenbildung dort stattfindet, wo der Aufwärtstrend eingesetzt hatte oder leicht darüber. Also von daher sollten wir jetzt nicht in Euphorie verfallen und abwarten.

  4. Die beste Kapitalanlage ist und bleibt das Gold
    und wird es auch bleiben
    Die Wertsteigerung in den letzten 15 Jahren war mein
    bestes Investment und stellt das Fiatgeld in den Schatten

  5. Auch die Aktien Anleger greifen beherzt zu.
    Man kauft einfach alles en bloc, da braucht man sich weniger Mühe mit Analysen machen.
    Sam Bankman-Fried, der reichste Mann der Welt, gerade erst 30 geworden ist wieder frei. Seine wohlhabenden Eltern haben die 200 Millionen Dollar Kaution aus der Portokasse bezahlt und nun residiert der Sprössling in der elterlichen Villa.
    Er meint, es tue ihm leid. Die Coins der Kunden sind ja nicht weg. Er weiss nur vorübergehend ! nicht, wo sie sind.
    Er hätte kurz den Überblick über die Buchhaltung verloren. Kann doch mal passieren und seine Kunden sind ja alle keine armen Schlucker. Sie haben ihm schon verziehen und gesagt, er soll sich erst mal richtig ausschlafen.
    Also, alles normal in der Börsenwelt, Krise ? gab es da eine ? Nicht wirklich.
    Nun liebe Leute, fasst Euch ans Herz und verkauft schnell Euer Gold wie ukunda und haut es rein bei FTX und Blitzcoins und vergesst Dax und Addidas nicht. ( das sind die mit den modischen 3 Streifen Badelatschen made in China).
    Ein Frohes, Börsen Reiches Neues Jahr allen.

      • @ukunda
        Da bin ich aber beruhigt.
        Minen Aktien sind ohnedies heikel und da muss man diese rechtzeitig abstossen können. Es gibt Spezialisten, die tun das im Sekundentakt.
        Kaufen und Verkaufen.
        Kauft man Minenaktien muss man sehr genau wissen was man tut und worauf man sich einlässt.
        Das gilt nahezu für alle Rohstoffaktien.
        Die Gewinne könnten beträchtlich sein, die Verluste ebenso.Man kann sich ordentlich die Finger dabei verbrennen.
        Auch Dir ein Gutes Neues Jahr und ein glückliches Händchen beim Trading.

  6. Meine Güte. Hier werden weiterhin ohne Belege bauchgefühlige Behauptungen ausgebreitet – an die man glauben kann oder auch nicht. Eben subjektive Befindlichkeiten.
    Wie also umgehen mit unerwartet deutlichen Kurssteigerungen, wenn die Gedankenwelt alles Ökonomische auf die Allmacht von „Manipulateuren“ reduziert?
    Ja, wird dann geschwurbelt, die Kurse gehen zwar hoch, aber die „geneigten Kreise“ sind ja zu allem fähig. Geht der Kurs zu deutlich nach oben, stimme irgendwas nicht. „Balkonabwürfe“ seien schließlich die Regel.
    Sa spielt die ‚Performance“ von Gold in den letzten 4 Jahren in Höhe von gut 70% überhaupt keine Rolle. Oder die gute Behauptung von Gold ohne Verluste selbst im schwierigen Jahr 2022, während der Dax Verluste von 12,5% einfuhr.
    Ganz im Gegenteil, die Allmachtsfantasien in Richtung böse Buben werden unbeeindruckt fortgesetzt. Wo All Time Highs angesteuert werden ist die nächste „Bodenbildung“ nicht weit. Echt jetzt?

    Nein, ich sehe da keinerlei Verständnis von aktuellen Entwicklungen (Geldpolitik, abflauende Zinsangst, in D sinken die Importpreise um glatte 10%! etc.), noch von den übergeordneten Krisen und Zusammenhängen in Sachen systemimmanente Wachstumszwänge oder Verschuldung, also Wachstumsstimulation.

    • @Dirk
      Wie trefflich! Es ist immer wieder amüsant wie „Die“ da oben, also die „bösen Mächte“ alles steuern und manipulieren.
      Als Beweise werden Gerichtsurteile vorgelegt wie einzelne Banken oder Personen den Kurs gesteuert haben. Es ist eben nur so, dass ein Kurs zwar kurzfristig mit sehr viel Geld geshortet oder auch gepusht werden kann, Langfristig ist eine Manipulation jedoch nicht möglich. Schon gar nicht bei einem Flaggschiff mit derart riesigem Umlaufvermögen wie Gold.
      Gold und Geldmengenausweitung über die Jahrzehnte korrelieren sehr wohl miteinander, so wie auch langfristig!!! Assets in ihrem Wert durchaus logisch erscheinen.
      Trotzdem lese ich immer wieder gerne die Kommentare. Hat eben auch einen Unterhaltungswert :-)

    • nun ja, die Importpreise, Gaspreise, Benzinpreise sinken drastisch.
      Nur lieber Dirk, Sie werden davon nichts merken, weil Sie, wie andere auch, weiterhin die hohen Preise bezahlen.
      Aber bitte meckern Sie nicht darüber, denn das wäre, wie Sie es ausdrücken, glattes Geschwurbel und böse Buben Phantasien.
      Und bitte, lassen Sie die Gas und Ölfirmen und deren Beteiligte reich werden. Ich, maruti, bin an einer Gasimportfirma beteiligt und mache derzeit fetten Überschuss, steuerfrei noch oben drauf.
      Bin ich deshalb böse ? Nein, ich tue Ihnen einen Wohlgefallen und erleichtere Sie, im Portmonet etwa.
      Ehrlich, überlegen Sie auch, was Sie da so schreiben ?
      Mir kann Ihr Schreiben nur recht sein, denn so manche bezeichnen mich nun als Haifisch oder Raubtier Kapitalisten.
      Sie nicht, danke dafür und ein Gutes Neues Jahr Dirk.
      Bleiben Sie mir bei der Stange.
      Für die anderen:
      Meine letzten 2Kg sind gerade (11:30) mit dem Wertkurier geliefert worden. Jetzt müssen die nur noch gewässert werden.

    • @Dirk M
      Den ersten Teil sehe ich auch so. Im letzten Absatz dafür reichlich Optimismus. Fast 10% Inflation im Euro Raum und das größte deutsche Unternehmen liegt weltweit auf Platz 100 der Statistik. Ihre positive Anmerkung zur Geldpolitik, nun ja, kann man anders sehen. Auch mit der Verschuldungstheorie wäre ich vorsichtig. Irgendjemand sollte die derzeit 2,3 Billionen Euro deutsche Schulden einmal zurückzahlen. Praktisch, das späteren Generationen zu überlassen.

      • @goldhase
        Es ist gar nicht angedacht, dass die Schulden irgend jemand zurückzahlt. Wem auch ?
        Das Gedankengut der Keynesianer ist, wie Maynard Keynes auch mal sagte:
        Langfristig sind wir ohnehin alle tot. Was auch bedeutet, hinter uns die Sintflut. In Dieser und der zukünftigen Generation.
        Sie haben gearbeitet, Steuern bezahlt und bekommen eine magere Rente. Sie sind der Gläubiger der Schulden. Nur, irgendwann sind Sie tot und das Zurückzahlen hat sich erledigt. So einfach ist das. Ihre Kinder oder Erben bekommen nichts und erfahren das gleiche Schicksal. Weniger Lohn, weniger Rente, höhere Lebenshaltungs Kosten als möglich wäre. Ist es aber nicht, da ja das Geld dafür verschenkt wird.
        Wussten Sie, dass Ihre Rente gut doppelt so hoch sein könnte, wenn der Staat nicht 2.3 Billionen „verliehen“ pardon, verschenkt hätte ? Den anderen.
        Die geniessen nun Ihren Rentenanteil.
        Das ist der grosse Vorteil einer Gemeinschaft.

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