Montag,02.August 2021
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Mächtige Bewegungen auf dem Goldmarkt

Goldmarkt, Gold, Schweiz, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Schweizer Raffinerien bedienen den weltweiten Goldmarkt mit Goldbarren und Goldmünzen. Im März lieferten Auftraggeber eine Rekordmenge an Gold ins Land der Eidgenossen (Foto: Goldreporter).

Großbritannien lieferte im März 119 Tonnen Gold in die Schweiz. Indien erhielt dagegen 82 Tonnen. Hier sind die Gründe für die jüngsten Bewegungen auf dem Goldmarkt.

Goldmarkt und die Schweiz

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Schweizer Außenhandelsdaten für den Monat März veröffentlicht. Darin enthalten sind auch die Goldimporte und Goldexporte des Landes. Hintergrund: Schweizer Raffinerien bedienen den weltweiten Goldmarkt mit bis zu zwei Drittel der Nachfrage nach aufbereitetem Edelmetall. Und die aktuellen Daten sind einmal mehr hochinteressant.

Rekordmenge importiert

Auftraggeber haben im vergangenen Monat 264 Tonnen Gold im Wert von 11,12 Milliarden CHF geliefert (10,12 Mrd. Euro). Das ist eine Verdoppelung gegenüber Vorjahr und die größte Goldmenge seit Dezember 2016. Damals waren es 323 Tonnen. Allerdings hatte diese Goldmenge seinerzeit nur einen Wert von 10,11 Milliarden CHF. Somit ergibt sich für Dezember wertmäßig ein neuer Rekord, zumindest seit die Schweizer Behörde diese Daten so detailliert publiziert. Sie tut das seit 2016. Und gegenüber Vormonat sind die Schweiz Goldimporte um 84 Prozent gestiegen.

119 t Gold aus UK

Wie kamen die hohen Goldimporte zustande? Hauptlieferant war Großbritannien mit 119 Tonnen. In London werden große Teile des weltweiten, an Exchange Traded Funds (ETFs) angebundenen Goldmengen gelagert. Und hier gab es in den vergangenen Monaten erhebliche Metallabflüsse (Größter Gold-ETF: Kapitalabflüsse halten an). Außerdem kamen 31 Tonnen Gold aus den USA und 12 Tonnen aus Südafrika.

Gold, Importe, Schweiz

82 t Gold nach Indien

Was passiert mit dem Gold? Es wird umgegossen und wandert zu großen Teilen nach Asien. Das wiederum verdeutlichen die Schweizer Goldexporte. Denn das Land lieferte im März alleine 82 Tonnen nach Indien. Bereits im Vormonat gelangten 56 Tonnen Gold auf dieser Wegstrecke dorthin. Und das wiederum verdeutlicht den enormen Anstieg der Goldnachfrage Indiens in den vergangenen Wochen.

134 Tonnen insgesamt

Insgesamt hat die Schweiz im März 134 Tonnen Gold im Wert von 6,9 Milliarden CHF ins Ausland geliefert. Der Wert lag 47 Prozent über Vorjahr und 28 Prozent über Vormonat. Weitere Details entnehmen Sie den Tabellen oben. Bei der gemeldeten Ware handelt es sich definitionsgemäß um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“.

Goldreporter

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11 KOMMENTARE

  1. @GR

    In der 3. fetten Überschriftzeile fehlt noch die „Tonnen-Angabe“.
    (119 Tonnen Gold aus UK).

    Dieser „Lektor-Service“ ist natürlich nicht umsonst, aber kostenlos.

    (ᵔᴥᵔ)

      • @GR
        Ok.
        Nach der akt. „Corona-Arbeitsschutzverordnung“ müßte ich dann
        jedoch im „Homeoffice“ arbeiten und somit auf das so oft gelobte
        @GR-Betriebsklima verzichten.
        Außerdem besteht dann durch Bewegungsmangel die Gefahr, daß man
        Hüftgold“ ansetzt?
        (·̿Ĺ̯·̿ ̿)

        • Achtung, in Tirol breitet sich erneut eine gefährliche Mutante aus. Dieses Mal ist es die Mischform aus der britischen und südafrikanischen Variante: B.1.1.7 + E484K.

          Das Problem: Sie ist genauso infektiös wie die britische Variante, hat aber den „Escape-Mechanismus“ der südafrikanischen B1.351-Mutante. Heißt: Die Reinfektionsgefahr steigt und sie könnte Impfungen unwirksamer machen.
          Quelle : oe24

          Ohje, da koennen wir noch laenger dichtmachen und die Touristen nach Mallorca durchwinken.

          • Dieses „Escape“ Zeug scheint tatsächlich ein äußerst gefährlicher Mechanismus zu sein. Durch das Impfen mitten in der Plandemie werden neue Varianten erzeugt, die dann irgendwann wirklich gefährlich sind.

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  3. Offenbar erkennt man, dass sich die Menschen zu physischem Gold in eigenem, direktem Besitz zuwenden und sich vom Papiergold- Versprechen
    ( ETF Fond) verabschieden.Liegt wohl am mangelnden Vertrauen zu solchen Konstrukten.
    Das heisst letztlich, das physische Gold wandert in starke Hände und das papierene Gold zu den Zitterern und Spekulanten.
    Was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen.
    Die Spot Preise an der Börse und das Londoner Fixing gilt nämlich nur fürs Papier Gold.

    • Nachtrag:
      Da nichts von alledem auf die „Reichen“ zutrifft, die über Hedgefonds auf den
      Cayman-Inseln investieren, wo sie nur „Offshore-Mini-Steuern“ zahlen, hier eine Momentaufnahme der aktuellen Stimmung auf den Cayman Islands.

      Quelle: Zerohedge

      ( ° ͜ʖ͡°)

  4. Also GB und USA verkaufen und Indien kauft.
    Ich dachte , die haben das deutsche Gold schon restlos verkauft.
    Haben die immer noch was?

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  6. @RolandB

    Nein – unsere Goldbarren wurden an US-Banken verliehen, „um den Goldpreis zu drücken“

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/27/110-milliarden-euro-gesucht-niemand-weiss-wo-die-deutschen-goldreserven-sind

    Sollte die BuBa die restlichen 37% [1248 Tonnen] der deutschen Goldreserven
    „heim in‘s Reich“ „repatriieren“ wollen, käme dies quasi einer
    Kriegserklärung gleich, denn dann müßte die FED unsere Goldbarren zum aktuellen
    (hohen) Preis erst im Goldmarkt einkaufen.

    Wenn ich mir jedoch den „desolaten Zustand“ unser BW in‘s Gedächtnis rufe,
    kenne ich die Antwort schon.

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