Freitag,09.Dezember 2022
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Silber und Gold kaufen: Das sind die aktuellen Marktpreise!

Gold kaufen, Goldmünzen, Gold, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
Gold kaufen: Das gestiegene Aufgeld deutet auf eine noch stärkere Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren hin. Ein gedrückter Goldpreis wird von Anlegern im aktuellen Krisenumfeld oft als Gelegenheit betrachtet (Foto: Goldreporter).

Mit dem Rückgang von Silber- und Goldpreis ist auch Nachfrage nach Edelmetallen wieder gestiegen. Beim Silberkauf muss man jetzt genau hinsehen.

Günstigere Edelmetall-Kurse

Silber- und Goldpreis gerieten in dieser Woche erneut kräftig unter Druck. In der Vorwoche hatte es noch eine deutliche Aufwärtsbewegung bei den Edelmetall-Kursen gegeben. Aber den Preisrückgang bei Gold und Silber an der Börse nutzen Anleger offensichtlich, um verstärkt Edelmetalle zu kaufen. Hier die Ergebnisse unserer aktuellen, wöchentlichen Marktanalyse. Das gibt es zu beachten, wenn jetzt Silber und Gold kaufen möchten!

Gold kaufen

Eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete am Freitagvormittag um 11 Uhr durchschnittlich 1.796 Euro. Basis ist unsere Preiserhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Währenddessen notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.701 Euro pro Unze. Somit ergab sich unserer Berechnung zufolge ein Aufgeld von 5,57 Prozent. (Vorwoche: 5,43 Prozent).

Auch die Aufschläge beim Kauf von 100-Gramm-Goldbarren sind gegenüber Vorwoche gestiegen. Zuletzt musste man im Mittel 5.641 Euro pro Stück bezahlen. Damit lag der Preis 3,14 Prozent über dem reinen Goldwert. Vor einer Woche waren es 3,0 Prozent.

Zum Vergleich: In „Vorkrisenzeiten“ waren Krügerrand-Goldmünzen im Rahmen unserer Erhebung typischerweise mit einem Aufgeld von weniger als 4 Prozent zu haben. Das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren lag unter 2 Prozent. Die Zeiten haben sich geändert. Insbesondere für Silberinvestoren.

Gold, Silber, Gold kaufen, Silbermünzen, Goldmünzen, Aufgeld Silber kaufen

Denn zunächst einmal ist das Angebot an Silbermünzen weiter beschränkt. Hinzu kommt der deutliche (relative) Preisanstieg durch die jüngste Gesetzesanpassung (Silbermünzen: Finanzministerium kippt Differenzbesteuerung!).

Und nach wie vor muss man die Angebote zu klassischen Silberanlagemünzen genau vergleichen. Einige Händler bieten die Silberstücke noch etwas günstiger an als die Mehrheit der Unternehmen. Denn es gab bis zuletzt Restbestände an Münzen, die die Anbieter noch auf Basis der Differenzbesteuerung aus dem EU-Ausland eingeführt haben. Diese dürfen zu den gleichen Konditionen noch an Endabnehmer abgegeben werden.

Silbermünzen

In unserer aktuellen Preiserhebung im deutschen Edelmetall-Handel kostete eine 2022er Maple-Leaf-Silbermünze zu einer Unze am Freitagvormittag durchschnittlich 29,04 Euro. Der Silberpreis notierte zum gleichen Zeitpunkt mit 19,24 Euro pro Unze. Somit lag das Aufgeld auf Basis unserer Berechnung bei 50,95 Prozent. In der Vorwoche waren es 53,84 Prozent.

Immerhin sind die Spreads zurückgekommen. Das liegt daran, dass die Händler das Niveau der Ankaufspreise etwas angehoben haben.

Silberbarren

Im aktuellen Umfeld sind gewöhnliche Silberbarren zu einem Kilogramm pro Gewichtseinheit aber weiterhin günstiger als die Silberunzen. Denn ein Stück kostete in unserer Erhebung durchschnittlich 822 Euro, womit das Aufgeld lediglich 32,99 Prozent betrug. Allerdings sinkt auch hier das Angebot im deutschen Edelmetall-Handel.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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19 Kommentare

    • @Maruti,

      Ihnen ist schon klar, dass der USD seinen Zenit bald erreicht hat oder sogar schon überschritten hat?
      Ja, im Vergleich zu anderen ungedeckten Papierwährungen ist er die Nummer 1 und ja, auch im Welthandel ist er noch von Bedeutung, aber das mit stark fallender Tendenz.

      Die Wahrscheinlichkeit für Bretton Woods III wird immer größer und dann wird eine neue Leitwährung entstehen, die mit Rohstoffen, Gold, Silber gedeckt sein wird und nicht in USD und EUR, die auf Lügen und Betrug aufgebaute Versprechen basieren (Stichwort: Inflation, Krieg, Pandemie, Enteignung Scheindemokratie).

      Also Gold ist eine Investition in die Zukunft und Sicherung des erarbeiteten Wohlstands. In „normalen“ Zeiten ist Gold vielleicht langweilig mit durchschnittlich 8-10% Wertzuwachs seit 2000 (abhängig von der Währung), aber jeder spürt am eigenen Leib, dass wir seit Corona nicht mehr in normalen Zeiten Leben (eher seit Einführung des Negativzins). D.h. mit Gold kann man sogar reich werden, wenn man den Sturm überlebt.

      Also Edelmetalle sind heute wichtiger denn je und man besitzt sie in physischer Form. Damit wird der Wohlstand in ein neues System gesichert. So einfach kann es sein. Die Frage ist „nur“ wie viel man von seinen Ersparnissen bereit ist in EM zu investieren?

      Beste Grüße

      • @rote Pille
        @Astrid
        Man kann leider nicht sehr weit in die Zukunft sehen. Noch nicht. Und bis dahin meinte ich:
        Zur Zeit ist Gold eine physische Versicherung zum Dollar.
        Morgen kann es jedoch eine Versicherung zu einer anderen Währung sein. Von mir aus auch Rubel.
        Aber, Gold wird immer eine Versicherung bleiben.

  1. Bigdriver. Erstmal Gruß an alle, danke an goldreporter für die zahlreichen Infos und Analysen.
    Beim silber kauf, speziell zur 1 oz anlagemünzen. Es gibt ja je nach Anbieter masterboxen zur 250-500 oz. Es gibt ja auch manche die mehrere Masterboxen kaufen. Diese Silber Unzen sollen ja als Alternatives „Geld“ dienen wenn wir eine Hyperinflation bekommen. Man könnte ja damit lebensmittel erwerben oder andere nützlichen Sachen.
    Sowas funktioniert nur so lange bis die anderen auch was geben wollen und können. Aus diesem Grund, sind wasser, haltbare lebensmittel, Medikamente, alternative heizmöglichkeiten, Werkzeug, u.a. den masterboxen vorzuziehen.
    Ich persönlich gehe davon aus höchstens 3 Monate. Dafür habe ich die silberunzen. Parallel dazu meine „preper“ Reserven für 6 Monate. Ist wirklich so eine extreme Situation eingetreten, was ich persönlich nicht glaube, sollte man nicht bis zum bitteren Ende seine Reserven aufbrauchen, sondern davor schon sein Allerwertesten aus den land rausbewegen. Deswegen silber Unzen als zahlungs-, tauschmittel ok. Aber nicht Masterboxen.
    Der goldreporter sollte mein langen Kommentar entschuldigen, heute bin ich in schreib Laune.

    • @Big driver
      Richtig, und um dann den A….. aus dem Land raus zu bewegen, gibt es ja transportfreundlicheres Metall.

      Für uns sind bei den aktuellen Aufgeldern von 50 % AG Münzen als Anlage erledigt.
      Da sind die Combibars das günstigere Notfallzahlungsmittel.
      In USA z.B. gibt es gar keine Steuer auf Gold und Silber.
      Wir werden hier als Deppen behandelt.

  2. Funktioniert leider nicht, die Leute vom endlichen Edelmetall speziell vom Industriemetall Silber fern zu halten…
    Ist eben doch „etwas“ hübscher und haltbarer als diese beliebig vermehrbaren Papier Lappen

    • Silbernotierungen am Terminmarkt stehen aktuell bis in den Jänner hinein in „backwardation“ , was wiederum bedeutet, dass die Commercials die Ware am Kassamarkt mit einem Aufpreis versehen, um sie physisch zum jetzigen Zeitpunkt in ihre Hände zu bekommen.
      Das ist durchaus als bullisches Anzeichen zu werten, von Leuten, die üblicherweise eine Ahnung vom Geschäft haben und sich selten auf der falschen Seite des Marktes erwischen lassen.

      • @derSchrauber
        Theoretisch richtig. Jedoch bedenken Sie, wir hatten bei den Metallen schon öfters eine backwardation und doch ging es noch eine ganze Weile abwärts.

  3. @MeisterEder
    Wir haben das Glück (?) ein Einfamilienhaus von meinen Eltern zu bekommen, beide sind in sehr fortgeschrittenen Alter. Ein kleines Grundstück dazu, bis zum öffentlichen Strand sind es nur 15 gehe Minuten. Grüne Berge drumherum, kleine provinz Stadt mit guter Versorgung.
    Sollte hier anfangen zu stinken, weiß ich wo ich muss. Ich hab ein Dach übern kopf, Keller ist gut befüllt und der heizungsöltank auch.
    Meine Eltern haben wie viele andere auch in den 60-70 Jahre das Land hier mit aufgebaut. Ich lebe hier mein halbes Leben, ich wünsche mir ein schönes, besseres Deutschland auch für meine Kinder. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, auf den Tag das Deutschland aufsteht und als deutscher stolz sein kann auf sein Land, genau wie z.B ein Franzose auf Frankreich. Wenn Sie Lust haben lesen Sie auch mein Kommentar bei: weniger gold aus Südafrika.
    Ich teile Ihre Ansichten, würde mir wünschen das mehr Menschen von Ihren schlag gibt.
    Wünsche ich Ihnen und Ihre Familie Kraft für die Zukunft und Gesundheit.

    • @Big Driver
      Danke, alle guten Wünsche auch an Sie.
      Die Hoffnung auf eine Wende zum Guten in Deutschland haben wir aufgegeben.
      In Bayern gibt es ein Sprichwort: wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis (und bricht dort ein und ersäuft).
      Ist anscheinend mal wieder so weit.
      Dafür gibt es Gold und Silber.

      • @BigDriver; Meister Eder
        Tja, ob das mit dem eigenen Haus ein großes Glück bleibt, mit dieser eigentlich normalen
        Grundeinstellung, wäre ich in diesem Lande vorsichtig. Wenn erst einmal die Sparvermögen weg inflationiert wurden, sind als nächstes die Immobilien dran. Die sind für Enteignungen und Umverteilung die leichteste Beute. Zensus und Formulare zur neuen Grundsteuer lassen grüßen. Und D retten; hat bei vielen Ländern in der Geschichte auch nicht funktioniert. Die sind einfach verschwunden.

      • @MeisterEder,
        es muss erst sehr viel schlechter werden bevor es wieder besser wird. Der Boden ist leider, insbesondere in D, noch lange nicht erreicht.
        Beste Grüße

  4. Eventuell müssen die EM -Händler massiv an Steuern nachzahlen, aufgrund mancher Steuerexperten traf die Differenzbesteuerung nicht bei Bullionmünzen zu. Es drohen Pleiten! Auch das dient dazu dem Bürger die Möglichkeit zu nehmen sich monetär abzusichern!

  5. @Goldhase
    Das mit dem eigenen Haus ist richtig von meiner Seite. Nur das die Immobilie nicht in Deutschland steht. Meine Eltern vererben mir eine Eigentumswohnung, die schon lange gemietet ist, das Haus, plus einen 6 steligen barbertrag. Nun, sei es Naivität, vertrauen an den regierenden oder das System, haben sie keine Edelmetalle um sich abzusichern. Von meiner Seite wünsche ich Ihnen ein langes Leben, von der anderen Seite weiß ich auch das Geld auf den Konto keine Option ist. Sollte der Tag kommen wo der letzte von Ihnen ablebt, und das Geld noch einigermaßen sein wert hat, werde ich schnellstmöglich weiter Gold und noch eine Immobilie kaufen, oder evtl. ein Stück akerland.

  6. @ Tresorfritze
    Das wäre der Oberhammer.
    Tatsächlich hat mein EM Händler sein
    Silberangebot komplett gestrichen. Das lässt nichts gutes ahnen.
    Würde mich über eine Mehrwertsteuer auf Gold zum ersten Januar 2023 nicht wundern.
    Dies wäre eine ein echter Silvesterknaller. Dazu noch ein Lastenausgleich für Immobilien wie schon nach dem letzten Weltkrieg geschehen.
    Natürlich klammheimlich ohne Vorankündigung.

  7. Ein lastenausgleich Gesetz wie im August 1952 durch Zwangshypothek würde dem Staat ordentlich
    was einbringen. Und die Immobilien Preise würden dann runter gehen. Dann kann ich wieder von vorne anfangen für meine Alterssicherung.
    Wir bauen auf Wir reißen nieder Arbeit haben wir immer wieder.

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