Donnerstag,07.Juli 2022
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So entwickelt sich der Goldpreis im Juni

Gold, Goldpreis, Goldmünze (Foto: Goldreporter)
Der Euro-Goldpreis ist innerhalb eines Jahres um 10 Prozent gestiegen. Der Mai brachte allerdings ein Minus von mehr als 5 Prozent.

Droht dem Goldpreis nach dem Mai ein weiterer Verlustmonat? Der Juni ist statistisch gesehen der zweitschlechteste Monat des Jahres.

Goldpreis im Mai gefallen

Der Mai wurde seinem Status als historisch zweitbester Goldmonat in diesem Jahr nicht gerecht. Der Euro-Goldpreis beendete den vergangenen Monat mit einem Minus von 5,27 Prozent bei 1.718 Euro pro Unze (London P.M.). Langfristige Investoren können diesen Rückschlag verkraften. Denn vor genau einem Jahr stand Gold bei 1.561 Euro pro Unze. Das heißt, innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben wir einen Kursanstieg um 10 Prozent zu verzeichnen.

Gold im Juni

Was hat der Juni statistisch gesehen zu bieten? In unserer Goldpreis-Statistik seit 1970 rangiert dieser Zeitraum mit einem durchschnittlichen Verlust von 0,34 Prozent tatsächlich auf dem vorletzten Platz – hinter dem März mit minus 0,54 Prozent. 30-mal innerhalb der vergangenen 52 Jahre schloss der Goldpreis im Juni mit einem Minus (Quote: 58 %).

Gold, Goldpreis, Juni

Im vergangenen Jahr bescherte er Goldanlegern einen kräftigen Monatsverlust von 4,89 Prozent. Damals gab es erste Signale einer bevorstehenden Zinswende in den USA. Bis zur ersten tatsächlichen Zinsanhebung sollte es dann aber noch neun Monate dauern.

Die beste Juni-Performance (Top-5)

  • 1980: +22,55 %
  • 2016: +9,48 %
  • 2005: +7,71 %
  • 1972: +7,55 %
  • 1991: +6,88 %

Die schlechteste Juni-Performance (Top-5)

  • 2013: -14,98 %
  • 1981: -9,16 %
  • 2002: -7,94 %
  • 1974: -6,25 %
  • 2006: -5,31 %

Goldpreis-Ausblick

Welche Ereignisse werden die kommenden Wochen bestimmen? Nachdem die Inflationsrate in den Ländern der Eurozone zuletzt einen Rekord nach dem anderen markierte, steht im Juni auch hier die erste Zinsanhebung seit 2011 an. Die nächste EZB-Sitzung endet am 9. Juni. Hier könnte der Euro-Leitzins auf 0,5 Prozentpunkte angehoben werden. Eine Woche später folgt die US-Notenbank, von der ebenfalls ein weiterer Zinsschritt um 50 Basispunkte erwartet wird.

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM pro Euro für den Zeitraum vor 1999.

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13 Kommentare

  1. Nur 2 Fragen:
    1.) Wer von uns denkt in der aktuellen Lage und bei den absehbaren Problemen ernsthaft daran, sein „Versicherungsmetall“ in Papierfetzchen zurückzutauschen ?
    Hoffentlich NIEMAND.
    Also ist der Preis egal.

    2.) Wer von uns denkt daran, bei günstigen Einstiegspreisen weiterhin Papier gegen Werthaltiges zu tauschen ?
    Wohl sehr viele.
    Also haben wir Grund zur Freude.

    Fazit: Machen wir es wie von Maruti vorgeschlagen.
    Verneigen wir uns kurz gen Westen, danken der COMEX für diesen, unseren speziellen „Tankrabatt“ und suchen uns einen schönen Preis für weitere Käufe. Wird vielleicht noch besser.
    Danken wir dazu auch denen, die glauben, 3 % Zinsen auf Staatsanleihen wären bei 14 % Inflation ein gutes Geschäft.
    Und die daran glauben, sie würden das Geld nach 10 oder sogar 30 Jahren wirklich noch zurückbekommen.
    Mit dem 9-Euro-Ticket kommt man ja auch noch billig zu den EM-Händlern.

    Ich persönlich hätte nicht gedacht, in 2022 noch mal für unter 1.800 an eine Münze zu kommen.
    Als Barren ist die Unze schon drunter.
    Mit Blick zurück ist das zwar immer noch wahnsinnig teuer.
    Es ist ja nicht so lange her, da gab es für diesen Betrag 2 Stück.
    Auch ein Beweis, wie toll Fiat-Papier performt.
    Aber es ist wie „Mutti“ so schön sagte: „Alternativlos“.

    Bin gespannt, wann sich einige Aktienanleger aufgrund der bei Zinssteigerungen absehbaren Performance (neben einigen anderen kleinen Problemchen) neu orientieren. Kommen vielleicht auch einige „zu uns“.
    Geduld und Glück Auf !

    • @Meister Eder
      Können Sie Quellen und Belege für Ihre Comex-These liefern?
      Sollten das Ihre persönlichen Vermutungen sein, müssten Sie das m.M nach auch so kennzeichnen.
      Zu Ihrer Information: Verschwörungstheorien sind bloße Glaubensangelegenheiten.

      • Schlimm ist das obwohl die allermeisten „Verschwörungstheorien“ sich als Wahr herausgestellt haben es immer noch solche Systemlemminge gibt die alles nachbeten was ihnen ARD und ZDF vorgaukeln .

        Noch nicht mitgekriegt das z.b. die Großbank JP Morgan wegen manipulation verurteilt wurde ? Reicht die Intelligenz nicht aus um das selber zu recherchieren ?

        Jetzt ist es amtlich: Händler von JP Morgan hat den Goldpreis manipuliert
        https://anlagegold24.blog/2018/11/13/jetzt-ist-es-amtlich-haendler-von-jp-morgan-hat-den-goldpreis-manipuliert/

      • welche comex-these? Können das näher beschreiben was Sie meinen? Sollten das nur Gestänker sein, müssten Sie das m.M. auch so kennzeichnen.

      • Hallo Herr Brinkhaus,
        1.) Nicht alles was passiert, ohne dass es vorher von der Regierung angekündigt wird und im Bundesanzeiger steht, ist eine Verschwörungstheorie.
        Sehen Sie sich nur als aktuelles Beispiel die Coronakrise an: viel von dem, was zu Beginn als wirre Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist nun Stand der Erkenntnis.
        Am Anfang der Krise wurde die Johns-Hopkins-Universität in jeder Nachrichtensendung zitiert, weil die Amis besser als unsere Behörden wussten, wieviele Deutsche an Corona erkrankt waren. Eine Bankrotterklärung für unser Gesundheitswesen und die Behörden.

        Haben Sie die letzten 6 Monate mal was von dieser Uni in ARD/ZDF gehört ?
        Wohl kaum.
        Der Grund ist einfach.
        Diese Profis forschen zwar sehr erfolgreich weiter, aber die neueren Studien widersprechen der Politik seit über einem halben Jahr diametral. Man will die Wahrheit nun nicht mehr hören. Und unterdrückt sie durch totschweigen.
        Können Sie selbst Googeln: Studie zur Wirksamkeit von generellen Lockdowns.
        Johns Hopkins, Mai 2022.
        Warum sag ich das ?
        Man muss immer selber denken.
        Grundregel:
        Glaube NICHTS
        Prüfe ALLES
        Denke selbst

        2.) Ich schreibe hier nicht als Mitglied der Redaktion, sondern gebe als normaler Forist meine Meinung wieder. Auf der Basis von 30 Jahren Berufserfahrung und das nicht bei der Sparkasse von Kleinkirchheim. Zudem hab ich in den 30 Jahren so 2 bis 3 Leute im Geschäft kennengelernt.
        Und: keiner will hier 30 Seiten lesen, also wird verkürzt.

        Aber zu den Fakten:
        Wie ich oft genug beschrieben habe, sind 100 Dollar rauf/runter in ein paar Wochen ganz normale Volatilität in den Märkten.
        Zinsentwicklung, Aktien, Psychologie/Angst, irgendwas ist immer.
        Weit über 95 % des Edelmetalls wird nicht physisch , sondern lediglich mit einem Mausclic bei geringen Transaktionskosten gehandelt. Es ist ein Spekulationsobjekt.

        Es gibt an Märkten Verhaltensmuster, die man aus den Charts lesen kann.
        Sehen Sie sich mal die „berühmten“ Freitag-Nachmittage (deutsche Zeit) an, an denen Gold in Minuten senkrecht um 20 Dollar oder mehr abstürzt, genau nach Geschäftsbeginn in NY.

        Nur dieses Beispiel: wenn das unbeeinflusstes Handeln eines Marktakteurs wäre, hieße das, dass er Milliarden einsetzt und in der Folge mehrere hundert Millionen Handelsverlust für „seine“ Bank in einer halben Stunde produziert.
        Im echten Leben wäre das unmöglich:
        1.) Die Handelssoftware der Bank würde sofort Alarm schlagen, ggfs. die Ausführung der Orders verzögern oder blockieren.
        2.) Die Transaktionen würden sofort von den einzelnen Händlern zur Genehmigung in der Hierarchie nach oben transferiert werden.

        3.) Wer würde geplant ein „fallendes Messer“ auslösen und dann mit Milliardeneinsatz auch noch in das fallende Messer greifen ?

        4.) Im echten Leben hätte das Handelsteam noch während so einer Aktion nette Kollegen von der Personalabteilung und vom Sicherheitsdienst neben sich stehen und ab da frei. Und nicht nur für das Wochenende. Man kann auch schon für weniger als 100 Mio. extrem dumm erzeugten Verlust gefeuert werden.

        5.) Bei „echten“ Abverkäufen (warum auch immer) wird mit viel Arbeit eine „marktschonende Veräußerungsstrategie“ erarbeitet und befolgt. Diese sieht auch vor, dass in Fällen wie an diesen Freitagen (wenn die Kurse durchrutschen) sofort gestoppt wird.

        Fazit: es gibt extrem „marktunübliche“ dumme Verhaltensmuster. Logisch unerklärbar.
        Dazu kommen logisch nachvollziehbare politische Rahmenbedingungen.
        Welche Notenbank will zusehen, wie ein „Konkurrenzprodukt“ die eigene Währung als Schrott dastehen lässt ?
        Etc.pp
        Es ist für mich ein „Indizienprozess“.
        Natürlich werden wir Paulchen und Christine nicht mit dem „smoking gun“ in der ARD sehen, wie sie sich zuprosten, „well, we did it again“.
        Aber sie haben das Motiv und die Mittel. Und wir sehen Spuren in den Charts.

        Sie müssen es ja nicht glauben.
        Ich glaube auch sehr wenig.
        Aber eine Indianerweisheit glaube ich: wo Rauch ist, ist auch Feuer.

        Wer will, kann jetzt auch Tesla- oder Biontec -Aktien kaufen.
        Dann muss er sich nächstes Jahr weniger Sorgen um sein Vermögen machen, weil……..
        nicht mehr so viel da ist ?!?
        Nur meine persönliche ( humorige ) Meinung.

      • @Malte Brinkhaus Bis jetzt waren die Aussagen vom Meister E .hier immer fundiert und der Realität entsprechend.Verschwörungstheorie -Gokel mit kurzer Halbwertszeit braucht in diesem Forum eigentlich niemand.

        • Materialist:
          Ich stimme Ihnen zu. MeisterEders Beiträge haben mir sehr oft (im positiven Sinne) zu Denken gegeben und auch die Augen geöffnet.

      • @malte Brinkhaus
        Ich nehme an, dass MeisterEder die Comex
        ( Warenterminbörse) als Synonym für die allseits bekannte Bruderschaft verwendet hat.
        Die durch Gerichts Urteile bestätigten Goldpreis Manipulationen finden nämlich über Futures statt. Doch da so etwas ohne etwas physisches Gold nicht funktioniert, muss derjenige oder diejenigen es sich beschaffen. Und zwar nicht bei Degussa oder Pro Aurum, sondern eben u.a. bei der Comex. Die FED darf es nicht sein, das würde einen Schatten werfen. Interne Haftung übernehmen darf die FED aber offenbar doch.
        Das ganze System ist derart verstrickt, arbeitet im Verborgenen und ist schwer zu durchschauen.
        Selbst wenn der Kongress mal eine Anfrage richtet, erhält er entweder nichts sagende Auskünfte oder man beruft sich auf das Staats Geheimnis.
        All das kennt man auch zb vom deutschen Bundestag. Die bekommen meistens auch keine tragfähige Auskunft. Weder bei den Waffenlieferungen unter Strauss noch bei den schwarzen Konten des Herrn Schäuble und anderen.
        Und ich sage Ihnen und Ihresgleichen mal was:
        Es ist mein und anderer verdammtes Recht, so etwas VERSCHWÖRUNG zu nennen. Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht.
        Sie können es aber hahnebüchenen ( das Wort gefällt mir, habe ich von GR und kannte es vorher nicht) Unsinn nennen oder von mir aus auch Geschrubbel oder wie das heisst, ich nenne es trotzdem kriminelle Verschwörung.
        Bei Herrn Strauss, bei Herrn Schäuble und bei der Bruderschaft der Fiat Money Banken.
        Aber Sie wohl nicht, auch gut.

  2. Es sieht ganz danach aus, zumal Gold unter die Schwelle von 1720 Euro gefallen ist.Insofern kann nun Gold billiger werden. Sicher nicht so billig wie 1971 ( auch das war nur relativ billig, aus heutiger Sicht), aber doch günstiger.
    Wie billig ? Man könnte meinen, so um die 1450 Euro plus minus 50 Euro.( oder in Dollars so 1640). Genauer lässt sich das kaum abschätzen, da Gold nicht nur vom Markt alleine beeinflusst wird, wie wir wissen sollten.
    Da sind nämlich noch die Fiat Money Verteidiger dabei, sprich Shortseller der Zentralbanken.
    Und die haben immer ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.
    Das ist die Ausgangssituation, auf welche man sich einstellen sollte.
    ( Das war jetzt einmal kein von mir beabsichtigter Unsinn :).)

    • @maruti Bei 1450 weiß ich genau was ich machen werde;:Ich kehre alle vom Notgroschen abgesehen, entbehrlichen Papierschnitzel zusammen und mache eine Rundfahrt zu den Händlern in der Nähe .Angesichts bald zweistelliger Inflationsraten völlig klar.Zumal ein von mir früher noch erwogener Immobilienkauf ausfällt ,nicht in einem von De en regierten Land, das kann nur verhängnisvoll werden.

      • @materialist
        Um Gottes willen, nein. Nicht alles in Gold.
        Wenn Sie schon dem Euro nicht trauen, nehmen Sie hat ein paar Devisen ( Devisenkonto einrichten), da können Sie schnell von Euro in Franken oder Yen oder Pfund und Dollars hin und her schieben, ohne Umtauschgebühr.
        Oder Valuten ( Scheine) verschiedener Währungen.
        Alle gehen nicht gleichzeitig pleite und nicht alle haben hohe Inflationsraten.
        Ich hatte mal bei der Raiffeisen in Zürich so ein Konto in Franken und darin diverse Unterkonten.
        War nicht schlecht. Ein Knopfdruck am Computer und die Euros verwandelten sich in Kronen und tags darauf in Pfund usw.
        Alles online und sofort zum Tageskurs.

  3. @Maruti – Materialist

    Ausländische Devisen sind immer eine Idee wert.
    Wenn es die richtigen sind.

    Wir haben u.a. ein paar Norwegische Kronen.
    Nettes Land mit mehr Wasserkraft, Gas und Öl als Einwohner.
    Die Krönchen aber in echt, in der Hand.

    Auf einem Bankkonto hab ich wieder nur einen Kontoauszug mit ein paar Zahlen drauf.
    Zum Handeln gut, aber als Sicherheitspolster beruhigt mich das weniger.
    Aber jeder, wie er will.

    Sonst noch jemand eine Idee (muss ja nicht gleich der Brunei-Dollar sein) ?

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