Donnerstag,01.Dezember 2022
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So entwickelt sich der Goldpreis im November

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Goldpreis: Zuletzt regierte der Bär. Aber innerhalb eines Jahres legte Gold auf Euro-Basis immerhin 8,7 Prozent zu (Foto: Goldreporter).

Der Euro-Goldpreis verbuchte im Oktober den vierten Verlustmonat in Folge. Wir begutachten die saisonalen Vorgaben für den Monet November.

Goldpreis

Steigende Zinsen, steigende Anleihe-Renditen, steigender US-Dollar: Der Goldpreis geriet in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck. Den letzten Handelstag im Oktober beendete das Edelmetall auf Basis des Londoner Referenzkurses mit einem Kurs von 1.639 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.656,87 Euro. Damit verzeichnete der Euro-Goldpreis im vergangenen Monat ein Minus von 3,14 Prozent. Außerdem war es der vierte Verlustmonat in Folge.

Inflationsausgleich?

Vor genau einem Jahr kostete eine Unze Gold 1.524,12 Euro. Damit stand der Goldpreis zuletzt immerhin noch 8,7 Prozent höher als Ende Oktober 2021. Und somit deckte der Kursanstieg zumindest einen Teil der offiziellen Geldwertvernichtung. Denn die jährliche Inflationsrate im Euroraum wurde zuletzt mit 10,7 Prozent beziffert.

Wie ist der November in den vergangenen Jahren gelaufen? Wir betrachten unsere im Jahr 1970 beginnende Gold-Statistik.

Gold im November

Mit einem durchschnittlichen Goldpreis-Anstieg von 1,01 Prozent rangiert der November auf Platz vier der besten Goldmonate des Jahres – hinter Februar (+1,04 %), Mai (+1,60 %) und Januar (+2,78 %). Dabei beendete Gold diesen Monat 30- von 52-mal mit einem Kursgewinn (Quote: 57 %).

Gold, Goldpreis, Euro, Statistik
Der November zeigte in den vergangenen Jahren zahlreiche große Ausreißer beim Goldpreis. Im vergangenen Jahr ging es auf Euro-Basis 4,15 Prozent nach oben (Basis: London P.M.).

Im vergangenen Jahr bescherte der November Goldbesitzern erstmals nach zahlreichen Verlustjahren wieder einen positiven Monatsabschluss, von immerhin 4,15 Prozent.

Goldpreis – Starke und schwache Jahre

Massive Kursanstiege gab es in den November-Monaten im Zeitraum von 2008 bis 2011, also im Umfeld von Weltfinanzkrise und der Staatsschuldenkrise in Europa.

Die beste November-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 2008: +11,48 %
  • 2009: +11,03 %
  • 1973: +10,40 %
  • 2010: +9,87 %
  • 1983: +8,74 %

Die schlechteste November-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1978: -11,83 %
  • 2020: -8,80 %
  • 1986: -7,15 %
  • 1981: -5,35 %
  • 2013: -5,25 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. /LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

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8 Kommentare

  1. Interessant wird es Ende Dezember 2022 und der Vergleich 1 Jahr davor.
    Da aber die Inflation erst ab Februar in die Medien kam und womöglich Leute zum Goldkauf animierte, wäre es fair den Goldpreis Februar 2022 zu Februar 2023 zu vergleichen.
    Ich bin gespannt, wie es dann mit dem wahren Inflationsausgleich aussieht.
    Noch haben es die Goldbullen in der Hand, Gold bis Februar 2023 auf 1880 EUR + 11% = 2087 EUR zu treiben.
    1880 EUR war das Hoch im Februar, da haben wohl die meisten Gold gekauft, sonst wäre es ja nicht ein Hoch gewesen.
    Maruti meint, das wird noch interessant werden, ob Gold eine Inflation in Bezug zu einer Währung ausgleichen kann oder nicht. Im Februar werden wir den Beweis haben.

  2. @Maruri
    Gold ist in 12 Monaten gegenüber Euro um 6.6 % gestiegen, im gleichen Zeitraum wurden Ersparnisse um 10,4 %
    entwertet. Also mir reicht das heute schon als Vergleich. Also max. 4% Verlust, besser als 10,4% und ff.
    Ein Goldpreis von 600 ( heute in Goldseiten) oder Spekulationen von 3000$; ein große Spielwiese für Phantasien.

    • @goldhase
      Natürlich und darauf wollte ich eigentlich hinaus, sind das alles Zahlenspielereien. Je nachdem, welchen Blickwinkel man hat.
      Einstein sagte mal, angesichts der Quantentheorie des
      jungen Heisenberg ( an die Quantentheorie glaubte Einstein nicht und lästerte darüber):
      Ist der Mond auch dann noch da, wenn keiner hinsieht ?Die Quantentheoretiker von heute wissen, dass es so ist.
      Sieht keiner mehr hin, verschwindet auch der Mond und kommt wieder zum Vorschein, wenn nur 1 Wesen hinsieht oder ihn beobachtet, gleich wie.
      Deswegen, und nur deshalb, sieht maruti immer den Mond an, weil es könnte sein, dass er der Einzige ist.
      Beweis: Sie können sehen, dass der Mond noch da ist, auch wenn Sie nicht hin sehen. Das war maruti.

      • @Maruti
        Die Quantentheorie gilt für das Messen im Kleinsten. Deshalb lassen sich Quanten- und Relativitätstheorie nicht so richtig verheiraten (Weltformel). Es werden zwei unterschiedliche Dinge betrachtet. In der Quantentheorie wird durch Messung (durch Wissenschaftler) das Ergebnis verfälscht. Was dann im Makromaßstab (Relativitätstheorie) vergessen wird: Auch die ordinäre Temperatur (Bewegung von Teilchen) entspricht einer „Messung“, weil jeder Stoß der Teilchen einen Wert/Einfluss weitergibt.
        Sie können also aufhören den Mond herbeizukucken. Die Temperatur lässt ihn nicht verschwinden. Er wird vorraussichtlich ein paar millionen Jahre noch seine Bahnen um die Erde drehen. Eine gute Nacht und eine schöne verkürzte Arbeitswoche wünsche ich Allen.

        • @dummkopf^2
          Danke, da bin ich aber beruhigt. All die schlaflosen Nächte haben nun ein Ende. Ich brauche nicht mehr nach dem Mond gucken um zu verhindern, dass er verschwindet.
          Ich hoffe, mit unserem Gold ist das ähnlich.

    • @Horst Kessler

      Die aktuellen US-Schulden liegen bei $31,255 Billionen US-Dollar,
      siehe hier, (click mich !)

      und nach der gestrigen „FED-Leid“-Zinserhöhung auf 3,75 – 4% steigt der
      US-Schuldendienst im Jahr auf

      [ $31,255 Billionen * 4 % = ] $1,25 Billionen US-Dollar; also ca. $468 Mrd.
      m e h r als der gesamte US-Verteidigungshaushalt ( $782
      Milliarden USD
      ) für das Jahr 2022 . . .

      Das wird nicht gut enden, (hier mehr:)
      ✌(༼•!•༽)✌

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