Donnerstag,07.Juli 2022
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So viel Gold besitzen die Länder der Welt

Gold, Goldreserven, Länder, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Die Weltweiten Goldreserven werden vom World Gold Council aktuell mit 35.568,4 Tonnen beziffert. Der aktuelle Marktwert: 1,97 Billionen Euro.

Eine neue Liste der weltweiten nationalen Goldreserven ist erschienen. Unter anderem haben zwei ehemalige Sowjetrepubliken Gold zugekauft.

Nationales Gold

Der World Gold Council (WGC) hat seine Liste der weltweiten Goldreserven aktualisiert (siehe unten). Sie enthält Zahlen zu den offiziellen staatlichen Goldbeständen per März/April 2022. Auf den ersten beiden Positionen verharren die USA mit 8.133,5 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.357,6 Tonnen.

Unter den Top-10 gibt es gegenüber Vormonat nur eine kleine Veränderung. Mit 761,3 Tonnen stieg Indiens Gold-Inventar gegenüber Vormonat um 0,9 Tonnen. Die Bundesbank hat offensichtlich 0,9 Tonnen an das Finanzministerium verkauft. Das Gold wird regelmäßig zur Prägung der jährlich ausgegebenen Euro-Goldmünzen benötigt.

Währenddessen sind die Goldreserven der Türkei um 6,5 Tonnen angestiegen auf 436,7 Tonnen. Darin enthalten ist auch Metall, dass Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegt haben.

Größte Veränderungen

Deutlichere Veränderungen sehen wir erneut auch bei den Reserven der ehemaligen Sowjetrepubliken. Kasachstan legte 5,3 Tonnen nach und weist nun 373,4 Tonnen aus. Die Goldreserven Usbekistans werden nun mit 346,2 Tonnen angegeben. Somit kamen 8,7 Tonnen hinzu.

Dagegen gehörten die Philippinen zu den größten Verkäufern. Der südostasiatische Inselstaat stieß 5 Tonnen Gold ab und besitzt nun offiziell noch 151,3 Tonnen des Edelmetalls.

Gold, Goldreserven, weltweit

Weltweite Goldreserven

Die gesamten weltweiten Goldreserven werden vom WGC nun mit 35.568,4 Tonnen beziffert. Das sind 21,4 Tonnen weniger als vor einem Monat. Wie groß ist der Welt dieses Goldes bei einem aktuellen Goldpreis von 1.845 US-Dollar beziehungsweise 1.725 Euro pro Unze? Die gesamten Goldbestände entsprechen 1.144.129.357 Unzen. Somit ergibt sich ein Marktwert von 2,11 Billionen US-Dollar beziehungsweise 1,97 Billionen Euro.

Allerdings gilt bei den gemeldeten Zahlen einmal mehr zu bedenken: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu gehören unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Dagegen hat China seit September 2019 keine Anpassung ihrer offiziellen Goldbestände gemeldet. Außerdem hat Russland seinen monatlichen Bericht zu den nationalen Reserven am 18. Februar eingestellt.

Genau genommen muss man im Rahmen der Goldreserven von Eigentum anstatt von Besitz sprechen. Den Ländern gehört das jeweils gemeldete Gold zwar. Ein großer Teil des Edelmetalls ist aber bei Zentralbanken im Ausland gelagert oder eingebucht (z.B. USA, Großbritannien). Somit besteht nur mittelbarer Zugriff auf das Metall.

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9 Kommentare

  1. Es ist ruhig geworden hier im Forum. Das deute ich als gutes Zeichen für einen baldigen Anstieg der Gold und Silberpreise.

    • @Saure
      Naja, kann auch daran liegen, dass es eigentlich keine echten Neuigkeiten gibt.
      Deshalb plauschen wir hier auch gelegentlich über alle möglichen (geo-) politischen Themen.

      Sie kennen ja (vielleicht) mein Lieblingsbild zur Lage des Finanzsystems: die Titanic.
      Lage: der Eisberg ist gerammt, der Kahn sinkt sichtbar (Inflation, Rezession, Energiekrise…….).

      Die Cleverles sitzen schon in ihren gelben Rettungsbooten und warten ab.

      Es hat jetzt wenig Sinn, jeden Tag darüber zu spekulieren, ob die Titanic nun in einer Stunde oder in 2 Stunden untergehen wird.
      Sicher ist nur: sie wird untergehen.

      Also: so weit es geht den Sommer geniessen.
      Wenn der Strom ausfällt. oder aus dem Geldautomaten plötzlich andere Bildchen mit vielen Nullen kommen, bekommen wir es schon mit.

      • Hallo Meister Eder und seinen Pumpuckl,
        das kann durchaus sein. Ich denke das der Goldpreis dann wieder erwacht wenn keiner damit rechnet.
        Und das wird demnächst der Fall sein. Ich habe günstig gekauft, (2015) erwäge aber erneut einen Einstieg (inflationsbedingt).
        Ich habe keine Alternative…leider

        • @Saure
          Genauso geht es uns auch.
          Jeden Monat bleibt a bisserl was übrig.
          Goldenes Handwerk eben, so eine Schreinerei !!
          Wohin damit ?
          Wir haben immer noch die Preise von 2018 im Kopf.
          Über 1100 für einen 1 OZ Krüger, einmal sogar 1120, sauteuer hab ich damals (vor weniger als 4 Jahren !!!) gedacht, aber „trotzdem“ gekauft.
          Damals durfte man auch noch 9 Münzen auf einen Schlag kaufen.
          Heute EINE.
          Die „GUTE ALTE ZEIT“.
          Eben: die Sache ist jetzt wirklich „alternativlos“.

          PS: Mein Freund (der echte Handwerker) hat eine Lieblingstankstelle.
          Bisher ging mit 1 x EC-Karte 80 Euro.
          Seit letzter Woche sind 150 Euro freigegeben.
          Damit kriegt man einen Ducato knapp voll.
          300 DM für eine Tankfüllung Diesel (für die alten weissen Männer).
          Damals hat das für einen 40-Tonner gereicht.

  2. „Die gesamten weltweiten Goldreserven werden vom WGC nun mit 35.568,4 Tonnen beziffert. “

    Es sollen ja über die Jahrtausende bis dato rund 190000 Tonnen gefördert worden sein wo befinden sich dann die restlichen 155000 Tonnen Gold ? Ich denke soviel physisches Gold wie behauptet wird gibt es definitiv nicht es soll ja auch Gold in den Daten enthalten sein das verschollen ist LOL .

  3. WARUM, gibt es KEINE Gedenkmünzen für 150 Jahre (1872) Gold-Mark, dt. Verfassung, Reichsgründung ??? … aber für 50 Jahre „Die Sendung mit der Maus“ !!!

  4. „Hätte“ die Dt-Bu-Bank, die jährlichen Handelsbilanz-ÜBERSCHÜSSE seit Einführung des €uro in GOLD getauscht, dann wären es in ca. 20 Jahren, ca. 150.000 Tonnen Gold oder 3/4 allen JEMALS auf Erden gefördertes Gold !!! ;-)

    • @ Herr Hansen
      Super Idee.
      Und was würden unsere Politiker damit machen ?
      An Brüssel und andere Bedürftige verschenken.

      Wäre ja noch schöner, wenn reiche Italiener auch Steuern zahlen müssten.
      Wenn der seine Toscana-Villa renoviert, bekommt er 110 % der Kosten erstattet.
      Kein Druckfehler, heisst Superbonus.
      Also 1 Mio. in die Villa gesteckt, wird komplett bezahlt und es gibt einen Porsche obendrauf geschenkt.
      Ach ne, da sanieren wir doch lieber für 2 Mio.
      Noch grösserer Pool mit neuer Heizung……
      Die Frau will ja auch nen neuen Porsche.
      Ist ja nicht das eigene Geld.

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