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Tonnenweise Gold in die USA: Diese Länder lieferten in der Krise!

Im vergangenen April holten die USA erstaunliche 136 Tonnen Gold ins Land. Vor allem, um den physischen Gold-Notstand an der COMEX zu bedienen. Interessant, wo man in der Corona-Krise weltweit Gold mobilisierte.  

Gold, USA, Import, Rekord

Gold verzweifelt gesucht: Im April wanderte die rekordverdächtige Menge von 136 Tonnen Gold in die USA. Die Netto-Importe beliefen sich auf 116 Tonnen.

Gold-Notstand

An der US-Warenterminbörse brannte es lichterloh. Die Anträge auf physische Gold-Lieferung im amerikanischen Gold-Futures-Handel türmten sich. Und die COMEX-Betreiber mussten in der Corona-Krise zusehen, wie sie tonnenweise Gold heranschaffen, um mögliche Lieferansprüche zu decken. Diese dramatische Entwicklung spiegelt sich einmal mehr in den Außenhandelsdaten der USA wider.

Riesige Gold-Importmenge

Aus aktuellen Monatsbericht des U.S. Geological Survey (USGS) geht hervor, dass die Vereinigten Staaten im April 136 Tonnen Gold importierten. Eine Rekordmenge, zumindest im Rahmen der seit den 1990ern veröffentlichten USGS-Reports. Gegenüber dem bereits importfreudigen Vormonat stieg die Einfuhrmenge noch einmal um 132 Prozent. Gegenüber dem April 2019 hat sich die Gold-Importmenge mehr als verzehnfacht (+1.136 Prozent).

Woher stammte all das Gold? Hier die größten Lieferanten:

  • 54,1 Tonnen kamen aus der Schweiz (zu 99 % raffiniertes Gold)
  • 22,2 Tonnen aus Australien (zu 89 % raffiniert)
  • 17,6 Tonnen aus Singapur (zu 100 % raffiniert)
  • 14,5 Tonnen aus Hongkong (zu 89 % raffiniert)
  • 6,32 Tonnen aus Mexiko (zu 76 % unverarbeitetes Gold)
  • 6,25 Tonnen aus Kanada (zu 82 % raffiniertes Gold z.B. Maple-Leaf-Goldmünzen)
  • 6,15 Tonnen aus Südafrika (zu 100% raffiniert)
  • Nur 5,2 Tonnen aus Großbritannien (dort benötigten die Betreiber schließlich selbst große Mengen an ETF-Gold)
  • 1,23 Tonnen aus Kolumbien (unverarbeitetes Gold)

Auch Gold geliefert

Die Netto-Goldimporte der USA beliefen sich auf 116,3 Tonnen, ebenfalls Höchstwert. Denn im April exportierten die USA sogar noch 19,7 Tonnen Gold. 82 Prozent dieses Metalls war aufbereitet, also Bullion-Gold (Goldbarren, Goldmünzen).

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Eingetragen von am 14. Aug. 2020. gespeichert unter Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

20 Kommentare für “Tonnenweise Gold in die USA: Diese Länder lieferten in der Krise!”

  1. … wobei die Frage angebracht ist: wer ist so dumm und verkauft Gold gegen diese grün angemalten Papierschnipsel ?
    Wenn man sich ausrechnet, was die Verkäufer allein in den 3 Monaten an Verlust aus dem Geschäft gemacht haben (Goldpreisanstieg, Dollarverfall).
    Es sei denn, sie haben die COMEX-Notlage ausgenutzt und etwas Aufpreis verlangt.

    Kleiner Witz aus der Bankenwelt:
    Was macht man, wenn man auf der Strasse einen 100-US-Dollar-Schein liegen sieht ?
    Aufheben und nachsehen, ob etwas wertvolles drunter liegt.

    Schönes Wochenende !

    • @MeisterEder
      Manche müssen leider verkaufen. Aber dann hat der Wertspeicher wahrscheinlich seinen Zweck erfüllt und man konnte anderes Ungemach hinauszögern oder verhindern.

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  3. Klapperschlange

    Milliardär Ray Dalio erhöht seine Gold ETF (SPDR GLD) um 130.000 Unzen.

    Das sollte den Goldpreis unterstützen.

    https://www.goldseiten.de/artikel/461298–Bridgewater~-Ray-Dalio-erhoeht-Goldinvestments-massiv.html

    • Hallo Klapperschlange

      Was bedeutet Gold ETF >>> (SPDR GLD) ?

      Gruss
      KONDOR

      • Klapperschlange

        @kondor

        Statt in physisches Gold zu investieren (das man am besten außerhalb des Bankensystems sicher im Haus/Versteck aufbewahrt), kann man auch börsengehandelte Wertpapiere kaufen, die sich ETF oder ETC nennen (Exchange Traded Funds bzw. Exchange Traded Commodities) und „angeblich“ mit physisch hinterlegtem Gold von 12,5 Kilo-Barren auf Wunsch physisch ausgeliefert werden können.

        Die Abkürzung SPDR steht für Standard & Poor’s Depository Receipts und bezeichnet eine Familie von ETFs, die von Strate Street Global Advisors (SSGA) verwaltet wird.

        Der SPDR Gold Shares ist ein börsengehandelter Fonds der SPDR-Familie, der die Wertentwicklung des Rohstoffes Gold nachbildet. Er wird von State Street Global Advisors verwaltet und vermarktet. Dieser ETF verbrieft einen Anteil an Goldbarren.

        Soll heißen: man erwirbt einen Gutschein für Gold und hofft, dieses bei Bedarf physisch in Empfang nehmen zu können.
        Wollen das alle Gutscheinbesitzer zur gleichen Zeit, könnte kein physisches Gold mehr da sein und man erhält Bargeld-Ausgleich (bestenfalls).

        Have a nice weekend!

        • @klapperschlange
          Gut erklärt. Der letzte Kursrutsch bei den EM zeigt aber auch, wem die meisten SPDR Anteile gehören. Den Banken. Denn nur diese können sich absprechen und zeitgleich die Anteile auf den Markt schmeissen. Zu immer günstiger. Privatanleger können nicht zeitgleich verkaufen.Nicht mal mit Facebook und Twitter.
          Selbstredend ist natürlich keine Unze verkauft oder verschoben worden, sondern eben nur besagte Gutscheine.
          Wobei ich bezweifle, dass der SPDR überhaupt Gold besitzt.
          Natürlich haben die Banken auch noch Futures zum auf den Markt schmeissen.Und andere Produkte.
          Ist zwar alles teuer, doch der Steuerzahler haftet ja, was solls also.
          Ich möchte nicht wissen, was die Aktion den Banken letzten Dienstag gekostet hat.

          • Klapperschlange

            @renegade

            Sofern die (Noten-)Banken in konzertierter Aktion Gold auf den Marktplatz geworfen haben, kommt ihnen der neue GOLD-Allzeithoch-Preis sicher entgegen, da sie billiger eingekauft haben.

            Theoretische Verluste entstehen ihnen erst, wenn der Goldpreis weiter ansteigt und sie feststellen, daß sie unter „Kesseldruck“ viel zu früh verkauft haben und Nachkäufern einen netten Sommerschluß-Verkaufs-Rabatt einräumen mußten.
            Statt eines „Amen“ in der Kirche hört man bei den Goldhändlern „BTFGD“,

            Buy The Fu*king GOLD Dip !

            PS.
            Ich kenne „Jemanden“, der als bekannter Gold-Investment-Gegner gestern (!) Barrick-Gold-Aktien im Wert von $564 Millionen (~ 20,9 Millionen Aktien) gekauft hat,
            obwohl ER 1998 in einer Rede in Harvard über Gold sagte:

            Gold wird in Afrika oder irgendwo in der Erde ausgegraben. Dann schmelzen wir es ein, graben ein weiteres Loch, vergraben es wieder und bezahlen Leute, die herumstehen und es bewachen. Es hat keinen Nutzen. Jeder, der vom Mars aus zuschaut, würde sich am Kopf kratzen.“

            [Anm. des Autors: aus dieser Quelle schöpft unser Mitleser @Armin Pieroth in unermüdlichen Iterationen…]

            Die Barrick-Goldaktie machte gestern einen Freudensprung um 6%.

            Hier ist die Quelle; klick mich !

          • @ renegade
            auch die privaten Anleger, der Kleine, könnte sofern er wollte, die Banken schnell in eine missliche Lage bringen. Wenn am Montag mal nur 1% der täglich verfügbaren Forderungen (also das, was auf Girokonten etc liegt) gegenüber der Bank bar abgehoben werden sollten, schrillen die Alarmglocken.

            • @Familienvater
              Ich lasse sowieso nicht viel auf dem (Haupt-) Girokonto. Mein hart erarbeitetes Kleinvermögen ist auf vielen Standbeinen verteilt, ganz sicher aber nicht auf einem Bankkonto. Als im März der Startschuss kam, habe ich den Rest auch noch in bar abgehoben. Scheinbar hat nur leider kaum einer der anderen deutschen Bürger mitgemacht. Alle verschlafen?? Stockstarre? Merkwürdigerweise war der Begriff „Bankrun“ trotzdem gefallen. An mir lag es sicher nicht. Ich habe der Bank gezeigt, was ich von denen halte ;-) Und was macht die Bank? Zuckt mit den Schultern und bietet mir an, ich solle zu guten Konditionen doch mehr abheben. Nach dem Motto: Schulden ist das neue Guthaben. Ist ja auch klar, die müssen das dann nicht mehr teuer bei der EZB zwischenlagern.
              Ergebnis: Leider kann ich bei deiner 1% Aktion nicht mehr mitspielen.

              • @dummkopf^2
                Da sind wir schon zwei. Kann auch nicht dabei sein.
                Kleine Anekdote am Rande, mir wurde mal die Frage gestellt, was ich denn mit dem ganzen Geld mache? Etwas frech antwortete ich mit der Gegenfrage, wofür sie mein Geld brauchen? Die gute Dame kam ein wenig in Erklärungsnot…

        • Klapperschlange.

          Besten Dank für die Aufklärung.
          Ihre unermüdlichen und fachlich fundierten Kommentare sind eine echte Bereicherung und Augenöffner.

    • @klapperschlange
      Wird ihm nichts nützen. Hat viel zu teuer gekauft ( zu 2055 Dollar)
      Und Gold ist wie man nun weiss bei 2050 Dollar fest gedeckelt.

      • Klapperschlange

        @renegade

        Du kennst ja die Historie dieser Deckel: bisher ist noch jeder unter Volldampf dem PPT-Operator vor die ausgeleierten Latschen gefallen.

      • @ renegade

        Herzliche Grüße aus Wien !!! Bin mir da nicht wirklich sooo sicher denke wir sehen bald die 2128.- seh da nicht so den Deckel

        • @ukunda
          Sie dürfen nicht alle meine Kommentare ernst nehmen.
          Ich nehme nur die Schreiberlinge, welche seit Anbeginn ständig von Deckeln faseln, auf die Schippe.
          Natürlich gibt es keine Deckel, weder nach unten, wie bei Wirecard, noch nach oben, wie bei Gold.
          An der Börse jedoch ist der Boden bei Null und das Oben bei unbezahlbar.
          Dann jedoch, wenn unbezahlbar oder Null verschwindet das Asset merkwürdigerweise vom Börsen Barkett Boden.
          Irgendeine Erklärung dafür ?

          • @Renegat

            Also ich nehme alle Deine Kommentare ernst :-)). Die mit den reaktionären Inhalten natürlich, aber meine Lieblingskommentare sind die mit der legendären „DRÜCKUNG“ !!
            Frei nach dem Best-Video-Ever vom Todesgott:
            drücken, DRÜCKUNG, DRÜCKUNG, Kartell, drücken, D-R-Ü-C-K-U-N-G, Drückling, drück doch, los jetzt !! Es ist so bedrückend :-((.
            !!! D R Ü C K U N G !!!

    • Der Tanker müsste unter chinesischer Flagge fahren und die Sache wäre gegessen. Außer, der Ami möchte Eskalation.

      • Wolfgang Schneider

        @Andy 59
        Lies mal „Vom Freiheitskampf des roten Mannes“ von Miroslav Stingl. Oder „On the Justice of Roosting Chickens“ von Ward Churchill. Amerikaner ist keine Nationalität, sondern eine Diagnose.

  4. Möglicherweise wird sich Russland bald in diese Aufstellung einreihen.
    Irgendetwas muss man ja verkaufen, wenn Öl zu billig wird und der Rubel gestützt werden muss.

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