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Turbulenzen am Goldmarkt – Das geschah in den USA

Bei Gold und Silber standen vergangene Woche die US-Verfallstermine an. Die Powell-Rede brachte den Goldpreis ordentlich in Bewegung. Was geschah am US-Terminmarkt?

Gold, Goldmarkt, Goldpreis (Foto: Goldreporter)

Während der Rede des Fed-Präsidenten Jerome Powell am Donnerstag legte der Goldpreis eine Berg-und-Tal-Fahrt aufs Parkett. Am US-Terminmarkt setzte sich der Trend zum Ausstieg aus den Gold-Futures fort (Foto: Goldreporter).

Goldpreis

Der Goldpreis war in der vergangenen Woche einmal mehr deutlichen Schwankungen unterworfen. Die Verfallstermine an der COMEX und der Auftritt des Fed-Präsidenten Jerome Powell im Rahmen des Jackson-Hole-Symposiums dominierten die Kursentwicklung (Goldreporter berichtete). Am US-Terminmarkt setzten sich die Trends der vergangenen Wochen fort. Es werden weniger Gold-Futures gehandelt und es gibt nach wie vor ein hohes Interesse an physischer Ware.

CoT-Daten

Wir blicken auf die CoT-Daten per 25. August 2020 mit den Positionen der größten Handelsgruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX. Die Netto-Short-Position der „Commercials“ fiel gegenüber Vorwoche um 0,5 Prozent auf 266.445 Kontrakte. Auf der Gegenseite ging die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 1 Prozent zurück auf 221.038 Kontrakte. In beiden Fällen waren die Netto-Positionen nun fünf Wochen in Folge rückläufig.

Open Interest

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, stieg im Vorwochenvergleich um knapp 1 Prozent auf 549.282 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging es um 0,2 Prozent nach unten auf 548.384 Kontrakte.

Gold, Futures, CoT

Gold, Futures, CoT-Daten

Lagerung/Lieferung

Wie haben sich die COMEX-Lagerbestände entwickelt? Das Gold-Inventar umfasste per 27. August 2020 insgesamt 37,15 Millionen Unzen. In der Vorwoche waren es ziemlich genau 37 Millionen Unzen. Die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) summierten sich zuletzt auf 20,94 Millionen Unzen. Das sind rund 530.000 Unzen (16 Tonnen) mehr als vor einer Woche. Dabei handelt es sich somit um Gold, das an Kundenkontos geliefert wurde. Am vergangenen Donnerstag war Verfallstermin bei den August-Futures. Die Anträge auf physische Auslieferung summierten sich bis dahin auf 49.206. Im Vormonat waren es nur 9.607. Im Rekordmonat mussten die COMEX-Betreiber 55.102 Lieferwünsche bedienen. Für den Kontrakt-Monat September liegen nun 1.928 Anträge vor.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis beendete die Handelswoche im US-Futures-Handel (September-Kontrakt) bei 1.961 US-Dollar.  Im Spot-Handel (FOREX) wurden zuletzt 1.963 US-Dollar pro Unze gezahlt. Gegenüber Vorwoche ergibt sich ein Kursanstieg um 1,2 Prozent. Das Wochenhoch lag bei 1.976 US-Dollar, das Wochentief wurde am Mittwoch bei 1.902 US-Dollar erreicht.

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Eingetragen von am 29. Aug. 2020. gespeichert unter CoT, Gold, Goldpreis, Handel, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

9 Kommentare für “Turbulenzen am Goldmarkt – Das geschah in den USA”

  1. Und so fragt sich natürlich:
    Wann und wohin und wieviel Tonnen physisches Gold wurde
    mit dem Flugzeug transportiert.
    Und an wen.
    Doch nicht an G&S oder an Morgan Case etwa.
    Oder an eine US oder ander Grossbank.
    Dann zählt das natürlich nicht.
    Denn ich kann auch nicht 50 Kg an meine Frau liefern und selbige liefert im Oktober 50 Kg an mich.

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  3. Wer wissen möchte, was uns alle in naher Zukunft erwarten könnte, sollte sich die Zeit nehmen und den Beitrag „Ohne „Bali-Out“ System-Crash. Mit ihm die Knechtschaft“ von Prof. Dr. Thorsten Polleit lesen.
    Wiikommen in der Zukunft.

    • @ Herrmann

      zu Deinem Kommentar hätte ich noch zwei Ergänzungen:
      Wenn es um die Zukunft geht, sollte man auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es handelt sich um immer wieder um wiederkehrende Phänomene, selbst die Römer hatten ihr Geld verschlechtert, dann gab es die Zeit der Kipper und Wipper, John Law mit seinen Assignanten, …
      Buchtipp: „Die Geschichte der Inflation“ von Gaettens
      darüber hinaus sollte man sich mal fragen, warum es immer wieder zu Goldfunden kommt, wie dem vor kurzem bei Ausgrabungen? Was mögen die Gründe gewesen sein, dass Menschen Gold vergraben haben?

      • @Familienvater
        Du hast recht. Geschichte wiederholt sich angeblich nicht, ich glaube aber,
        das sie es modifiziert tut.
        Inflation nach dem 1.Weltkrieg und den Wahnsinnsreparationen war vermutlich unausweichlich.
        Nur frage ich mich heute, welchen Krieg wir diesmal wieder verloren haben,
        der zu diese Druckorgie berechtigt.

        • @Herrmann
          unlängst erklärte Warren Buffett in welchem Kriegszustand wir uns befänden. Eine Universalerklärung: Der Krieg „Arm“ gegen „Reich“
          https://www.youtube.com/watch?v=UViImLwWvEs

          • @Hamburger
            Stimmt leider auch. Aber wie Familienvater schon richtig
            geschrieben hat; es war eben nie anders. Der Tag den ich hoffentlich nicht mehr erlebe ist: Eine Notenbank, bei der dann alle Ihre Konten halten.Das konnte selbst Marx sich vermutlich nur zu Weihnachten vorstellen.

  4. Wolfgang Schneider

    „Ein Gespenst geht um in Amerika“, würde Karl Marx wohl schreiben. „Das Gespenst der Inflation.“ Bei der Rentenkasse für Feuerwehrleute und Polizisten in Ohio hat man das offenbar begriffen. Und entsprechende Konsequenzen gezogen. 5% von 1,6 Mia. Dollar müßten 800 Mio. sein, falls ich richtig gerechnet habe.
    https://www.zerohedge.com/markets/16-billion-ohio-police-fire-pension-fund-approves-5-allocation-gold
    Allerdings kommt auch die Anmerkung: „Between 0.3%-0.5% of savings and investment assets in the United States involve precious metals or precious metals securities.“ Zwischen 0,3-0,5% der Ersparnisse und des Anlagevermögens in den USA sind in Edelmetall oder EM-Wertpapieren. Dazu: „There simply isn’t enough gold available in the world for every pension fund to make the same 5% allocation.“ Daß jede Pensionskasse zu 5% auf Gold setzen kann, dafür ist einfach mal nicht genug Gold da.

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