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US-Finanzministerium muss Münzgeld verschlechtern

Dollar-Münzen: Materialwert teilweise höher als das Nominal (Foto: Goldreporter)

Die Papiergeld-Entwertung lässt deutliche Spuren bei der realen Geldproduktion. Die Materialkosten für Umlaufmünzen übersteigen den Nominalwert.

Deutliche Zeichen des zunehmenden Verfalls deckungslosen Papiergeldes. Die amerikanische Münzprägeanstalt US Mint hat am Montag eine Pressemitteilung veröffentlicht, wonach sie auf der Suche nach neuen, günstigeren Materialien als Ersatz für das gegenwärtige Münzmetall ist. Die US Mint produziert die amerikanischen Umlaufmünzen im Auftrag des US-Finanzministeriums.

Es handelt sich dabei kurioser Weise um einen öffentlichen Aufruf. Die US Mint nehme Vorschläge entgegen, die bei der Suche und der Bewertung potenzieller neuer Materialien zur Verwendung bei der Münzherstellung dienlich sind, heißt es. Es geht um die Erneuerung aller US-Umlaufmünzen.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem kürzlich beschlossenen „Coin Modernization, Oversight, and Continuity Act of 2010“ (deutsch: „Münz-Modernisierungs, -Neubewertungs und Fortführungs-Verordnung“).

Hintergrund: Derzeit liegen die Herstellungskosten für „Penny“ (1 Cent-Stück) und „Nickel“ (5 Cent-Stück) bereits über dem Nominalwert.

Der Penny besteht zu 97,5 Prozent aus Zink und zu 2,5 Prozent aus Kupfer. Der Nickel ist aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Nickel gefertigt.

Es ist zu erwarten, dass die kontinuierlich steigenden Rohstoffpreise auch die Produktionskosten der anderen Umlaufmünzen früher oder später über ihren Nominalwert heben werden.

Interessanter Weise gab es erst vor einigen Tagen ähnliche Nachrichten von der deutschen Bundesbank, die Münzversorgung in Deutschland an private Firmen abtreten will.

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Eingetragen von am 8. Mrz. 2011. gespeichert unter Inflation, News, US-Dollar, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “US-Finanzministerium muss Münzgeld verschlechtern”

  1. Wie wär’s mit Plastik. Es gibt ja solchen der aus pflanzlicher Stärke hergestellt wird, wenn das ganze Zeugs dann nichts mehr wert ist kann man es auf den Kompost kippen.

  2. Schlage Aluminium vor, gab es schon in der DDR. Oder Eisen. Hat den Vorteil, daß sich durch das Verrosten des Geldes automatisch ein – wenn auch kleiner – deflationärer Effekt ergibt.

  3. Die kleinen Münzen schafft die Inflation sowieso ab. Bei den gößeren, wie wärs mit bunten Plastik-Chips, wie bei der Spielbank? Kann man ja feuer-, wasser- und bruchfest machen (unkaputtbar).
    Im Kern ein Mikrochip, damit es nicht gefälscht werden kann. Ob Zink, Nickel, Kupfer oder Plastik – ist doch sowieso alles nur Fiat-Money.

  4. Ich finde da sollte ein Anteil an Silber rei, damit die Münze nicht an Wert verlieren kann.
    So wie das eben früher war, denke mal 825 Legierung, dadurch ist die Münze hart genug. Die Schweiz führen ihre Goldmünzen wieder ein. Gut, kann man hier auch zum Teil machen, aber so das der normale Arbeiter die auch haben wird.

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