Montag,27.September 2021
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Zentralbanken jetzt im Endspiel

Dass die Zentralbanken Blasen befeuern, ist die eine Sache. Die andere: Die ganze Welt ist inzwischen zur Blase geworden.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Vor einem halben Jahrhundert wurden schließlich die Zentralbanken vom Midas-Fluch befallen. Alles, was Midas anfasste, verwandelte sich in Gold – selbst sein Essen. Der Fluch, der die Zentralbanken vor genau 50 Jahren (am 15. August 1971) dank Nixon befiel, war jedoch noch schlimmer: Anstatt alles in Gold verwandeln zu müssen, sind sie dazu verdammt, alle realen Vermögenswerte, darunter auch Gold, in wertloses Papier verwandeln zu müssen. Damit schufen sie die perfekten Rahmenbedingungen für das heutige Zentralbanken-„Endgame“.

Nixon kannte sich natürlich nicht mit Geschichte aus. Ansonsten hätte er wohl verstanden, dass seine Lüge hunderte Billionen $-Mal schlimmer war als alle Watergate-Lügen:

„DIE AUSWIRKUNGEN DER HEUTIGEN MASSNAHMEN werden zu Stabilisierung des Dollars beitragen“. Hmmmmmm!

Wie man im Chart unten sehen kann, hat der Dollar seit 1971 effektiv (GOLD) 98 % seines Wertes eingebüßt. Eine einzige Geschichtsstunde hätte Nixon zeigen können, dass im Verlauf der Geschichte noch keine einzige Währung überlebt hat, weil ausnahmslos alle Führungen genau das taten und tun, was auch Nixon machte.

Das erinnert mich wieder die Zeile in Pete Seegers Song “Where have all the flowers gone”:

„Wann wird man je versteh’n, wann wird man je versteh’n?“

Goldpreis, Gold, US-Dollar, Abwertung

Man wird es natürlich nie verstehen. Den Wenigen, die ihr Aufmerksamkeit schenken, lehrt die Geschichte, dass es hier keine Ausnahmen gibt.

Historisch betrachtet, wurde jede einzelne Währung solange entwertet, bis sie schließlich wertlos verfiel (was ich u.a. in diesem Artikel erkläre).

Es scheint schwer verständlich, warum Präsidenten und Zentralbanker überhaupt nicht begriffen haben, dass sie hinsichtlich der Zerstörung nationaler Währungen immer wieder dieselbe Rolle spielen, die schon ihre Vorgänger gespielt hatten.

Höchstwahrscheinlich hoffen sie in ihrer Arroganz, den Staffelstab einfach weiterreichen zu können, so dass zumindest während ihrer Amtszeit nichts passiert. Gemessen an der Lebensspanne von Währungen fallen die Herrschafts- oder Amtszeiten von politischen Führungen relativ kurz aus, und deswegen erwischt es sie, obwohl mitschuldig, meist nicht.

Nixon beispielsweise glaubte, er würde eine gute Tat vollbringen und den Dollar stabilisieren. Falls er heute, 50 Jahre danach, auf die Erde herabblicken sollte, würde er sehen, dass seine Maßnahmen einen Verfall von „bloß“ 98 % bewirkt haben.

Also: Nixon rette den Dollar für sehr kurze Zeit, nur um ihn, in der Konsequenz, für immer auszulöschen! Wann wird man je versteh’n?

Eine dysfunktionale Weltwirtschaft

Nach Ende des 2. Weltkriegs, als ich geboren wurde, brach im Westen eine ausgedehnte Phase von Recht und Ordnung an. Das galt in der Gesellschaft im Allgemeinen, auch in den Schulen und Familien war Ordnung und Disziplin verbreitet.

In vielen Ländern wird heutzutage den Lehrern, Eltern oder selbst der Polizei kein Respekt mehr entgegengebracht. Jede Ära durchläuft Zyklen, und aktuell erleben wir den schlimmsten Teil des Zyklus.

Moralische wie ethische Werte sind verschwunden und Kriminalität ist weit verbreitet. Das ist, historisch betrachtet, nichts Neues und passiert immer wieder am Ende großer Ären oder Zyklen. Es passierte auch am Ende des Römischen Reiches, als sich Rom ökonomisch wie moralisch auflöste. Weit und breit herrschte Dekadenz, so wie auch heute wieder. Gleiches gilt für Schulden und Defizite.

Silber, Rom, Denarius, Abwertung

Am Anfang stand Kaiser Commodus, er war der „Alte“ Nixon. Gallenius brachte dann alles zu Ende und war somit die griechische Version von Biden.

Der Zerfall von Werten und Prinzipien ist also ganz klar Folge finanzieller wie ökonomischer Dysfunktionalität.

So ist beispielsweise die Tatsache, dass die USA seit 1960 jedes Jahr steigende Staatsverschuldung ausweisen (mit der Ausnahme von vier Jahren) ein Hinweis auf chronische und vollkommene Funktionsstörung und Zerrüttung.

Wenn die US-Regierungen seit über 60 Jahren immer dekadenter werden – ökonomisch als auch moralisch –, warum sollte man erwarten, dass sich das Volk dann anders verhält?

Vielen anderen Ländern ist es ganz ähnlich ergangen; aufgrund der Größe der US-Wirtschaft und des Währungsreservestatus des Dollars sind die Konsequenzen im Fall der USA jedoch deutlich weitreichender.

Wir befinden uns jetzt im Zentralbanken-Endspiel

Der Song “I am forever blowing bubbles” wurde 1918, nicht lange nach Gründung der Fed geschrieben. Auf jeden Fall erkannte der Komponist, was kommen sollte:

“I’m forever blowing bubbles,

Pretty bubbles in the air,

They fly so high, nearly reach the sky,

Then like my dreams they fade and die.”

Auch die heutigen Blasen wird dasselbe Schicksal ereilen. Sie haben längst schwindelerregende Höhen erreicht. Dazu reicht ein Blick auf die von exponentiellen Zuwächsen geprägten Zentralbankenbilanzen:

Zentralbank, Bilanzen

Wie man im Diagramm sieht, haben sich die Bilanzsummen der vier größten Zentralbanken seit der Großen Finanzkrise – seit 2006 – versechsfacht (6x). Da sich die Krise seit 2019 zugespitzt hat, sehen wir jetzt EXPLOSIVES Wachstum!

Dass die Zentralbanken Blasen befeuern, ist die eine Sache. Die andere: Die ganze Welt ist inzwischen zur Blase geworden.

Schuldenblase, weltweit

Es brauchte 2000 Jahre, um eine Weltverschuldung von 100 Billionen $ zu erreichen, wovon der größte Teil seit 1971 anfiel. 50 Jahre später zeigt sich, dass sich die globalen Verschuldungsmengen auf 300 Billionen $ aufsummiert – also verdreifacht – haben.

Wie man im Chart oben sieht, gehe ich davon aus, dass in den kommenden 4-9 Jahren eine Gesamtsumme von 2 Billiarden $ erreicht sein wird. Da mag gewaltig oder sensationsheischend klingen, allerdings ist es nichts weiter als grundlegende Mathematik. Wenn man die ungedeckten Verbindlichkeiten, in Höhe von mindestens 200 Billionen $ weltweit, sowie die weltweiten Derivatemengen im Umfang von mindestens 1,5 Billiarden $ hinzurechnet, kommen wir unterm Strich auf 2 Billiarden $.

Wenn die Derivateblase in den kommenden Jahren im Rahmen des Zentralbanken-Endspiels explodiert, oder eher implodiert, werden diese Zentralbanken alle erforderlichen Geldmengen drucken. Ein nutzloser Versuch, das Finanzsystem noch zu retten.

Schulden, weltweit

Der 15.August 1971 markiert den Anfang vom Ende der aktuellen ökonomischen Ära und des heutigen Währungssystems.

Die Große Finanzkrise ab 2006 markierte dann der Anfang vom Ende des Endes.

Der August 2019 – als die Zentralbanken von Panik erfasst wurden und bekanntgaben, sie würden alles Notwendige unternehmen – markierte schließlich die finale Phase des Endes vom Ende.

Im Diagramm oben habe ich dargestellt, dass diese wirklich finale Phase und das „Endgame“ des heutigen Geldsystems zwischen 2025 und 2030 ihren Abschluss finden wird. Natürlich ist es nicht möglich, das genaue Ende großer ökonomischer Ären zu prognostizieren.

In der Regel können solche Entwicklungen länger dauern als man erwarten würde. Doch wenn das hyperinflationäre Zentralbanken-Endspiel beginnt (gefolgt von einer depressionären Implosion), dann geht alles sehr schnell. Hyperinflationäre Phasen dauern in der Regel 2-4 Jahre.

Konsequenzen – Konsequenzen

Seit 2002 investieren wir in ernstzunehmendem Umfang in physisches Gold. In den Jahren vor der Jahrhundertwende hatten wir uns intensiv mit der globalen Risikolage beschäftigt und ausgiebig die besten Methoden zum Schutz gegen diese Risiken untersucht. Auf Grundlage unserer Risikoanalyse, die auch Geschichtsbetrachtung und -verständnis umfasste, kamen wir zu dem Fazit, dass das Finanz- und Währungssystem wahrscheinlich nicht überleben wird.

Wir sind keine Goldbugs, trotzdem betrachten wir physisches Goldeigentum als den besten Schutz gegen die Konsequenzen eines weiteren Zusammenbruchs von Finanz- und Währungssystemen.

Im unserem MAM-Chat von letzter Woche zum Thema „Flash-Crash beim Gold“ hatten wir schon darüber diskutiert, inwieweit der Versuch der Goldpreisdrückung durch den Verkauf von 4 Mrd. $ Papiergold nur die finale Phase einer normalen Korrektur markiert.

Goldpreis, Chart

Unser Interesse am Gold hat rein fundamentale Gründe, dennoch ist es von Zeit zu Zeit interessant, einen Blick auf charttechnische Entwicklungen zu werfen.

Wie man im Chart oben sehen kann, erreichte die C-Korrekturwelle die Unterstützung bei 1.680 $. Das war womöglich das Ende einer kleinen Korrektur, und in Kürze dürfte Gold zu seiner Bewegung auf das nächste Ziel von 3.000 $ ansetzen. Ein Anstieg über 1.900 $ gilt als Bestätigung für die Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Seit 1999 befindet sich Gold in einem langfristigen Aufwärtstrend, und keine Maßnahme der Zentralbanken kann dafür sorgen, dass die Bewegung in derzeit noch unvorstellbare Bereiche gestoppt wird.

Allerdings sollten sich Investoren nicht auf den Goldpreis fokussieren, sondern darauf, wie weit ihre Assets (Aktien, Anleihen, Immobilien) in Dollar oder Euro gemessen fallen können. Meiner Ansicht nach werden diese Verluste bei deutlich über 50 % liegen, und vielleicht sogar über 90 %.

Physisches Gold, das in einem sicheren Rechtsgebiet wie etwa der Schweiz geschützt verwahrt wird, ist seit jeher die beste Absicherung gegen ein gescheitertes Währungs- und Finanzsystem.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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15 KOMMENTARE

    • @klapperschlange
      Das wird erst geplant. Verwirklicht wahrscheinlich nach 2030 und später. Es müssen ja alle EU Staaten einverstanden sein.
      Griechenland, Italien, Spanien ….
      Sinn des Ganzen:
      Einheitliche EU Vermögenssteuer.
      Bis das so weit ist und welche Schlupflöcher es geben wird, werden wir so schnell nicht mehr erleben.
      Also, vorerst keine Gefahr.

      • @Maruti

        Geplant, ja.
        Du weißt ja, was J.C. Juncker leutselig nach 4-7 Flaschen Wodka Gorbatschow
        den Presse-Fritzen erzählte:

        „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten
        einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt
        und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da
        beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis
        es kein Zurück mehr gibt.“

        Genauso läuft es.
        Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß die Franzosen und Italiener dann nicht Amok
        laufen und die Barrikaden stürmen.

        Der deutsche Michel nimmt solche Gesetze dann devot zur Kenntnis und
        freut sich über das „ Betreute Denken ab 20:00 Uhr bei ARD & ZDF „
        und läßt sich von der Sportschau bzw. 66. Wiederholung von
        „Mission Impossible einlullen .

        Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/134938-jean-claude-juncker-wir-beschliessen-etwas-stellen-das-dann-in-den-rau/
        ٩(*❛⊰❛)~

        • @Klapperschlange:
          Ich kann mir schon vorstellen wie das läuft:
          1.) In Dummland: Es werden 50.000 Beamte eingestellt, 4.500 Seiten Durchführungsverordnungen erfunden und dann wird unter massiver Strafandrohung kontrolliert etc..

          2.) In Italien: Zur Wirtschaftförderung des Mezzogiorno wird in Palermo ein Finanzamt mit 35 Beamten eingerichtet (das dauert 7 Jahre, weil man ein Haus unter Denkmalschutz ausgesucht hat und die Renovierung soooo kompliziert ist…).
          Danach (!) wird ein 4-seitiger Fragebogen entwickelt (dauert aufgrund der Abstimmungsnotwendigkeiten und der permanent wechselnden Regierungen 15 Jahre).

          Der Italiener muss danach alle 5 Jahre selbst sein Vermögen schätzen, wobei selbstgenutzter Wohnraum etc. natürlich nicht gerechnet wird.
          Und er muss den Zettel zu Hause aufbewahren, falls irgendwann mal kontrolliert werden sollte.
          Falls dann ein Fehler auffällt, muss man den Zettel korrigieren und aufheben, bis die nächste Kontrolle (vielleicht) passiert.

          Frage: wir müssen ja alle in Italien die Rechnung eines Restaurants oder einer Bar mitnehmen und weiter mit uns führen. Nur für den Fall, dass uns die Guardia di Finanza kontrollieren sollte. Ist Gesetz.
          Und: schon mal jemand die letzten 30 Jahre kontrolliert worden ?
          Eben !
          Bella Italia !

    • Sorry,-
      habe übersehen, daß der GR gestern schon einen Artikel zu dem Thema
      „EU-Vermögensregister“ veröffentlicht hat.

      Die Briten wußten wohl schon davon … und haben den „EU-Schnüfflern“
      mit dem BREXIT den „Stinkefinger“ gezeigt.

    • @Klapperschlange
      Dabei kommt gleich noch eine neue Hymne für uns. Guckst Du.
      https://www.youtube.com/watch?v=qpAPKqZMgdQ

      Gott mit dir, du Land der Deppen, deutsche Zahler, Targetland.
      Über deinen Geldreserven ruht Christines Segenshand.
      /2x:/ Gott behüte deine Huren von der Presse, Funk, TV.
      Vom Koran hört man die Suren, geht verschleiert manche Frau.

      Gott mit dir, dem Trottelsparer, daß wir jeden Euro, der
      auf dem Konto ist gelandet, geben für die Schulden her,
      /2x:/ die im Euroland entstanden; bald ist alles nichts mehr wert.
      Fest im Brüss’ler Sozialismus bau’n wir uns’res Glückes Herd.

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  2. …Vermögensregister, digitale Zentralwährung, vorher größtes Chaos in der Welt schaffen, Hyperinflation, widersinnige Aktionen zur Pandemiebekämpfung unter Ausgrenzung der Gesunden und Ungeimpften … immer neue Aktionen bestätigen den Plan des „Great Reset“, weil das System am Ende ist… es bleibt nur EM …

  3. Lieber EvG,
    https://www.youtube.com/watch?v=VJH2-oAvU5g
    die Franzosen wußten 1790 genau Bescheid, was sie da taten, denn 1720 hatte es das schon mal gegeben. Angezettelt vom schottischen Finanz-Halunken John Law.
    https://www.youtube.com/watch?v=neoE9scBlDo
    Als dann alles gekracht war, mußten natürlich „Schuldige“ her. Es raste die Terrorwelle der Jakobiner. Von 20 Mio. Franzosen wurden 2 Mio. auf der Guillotine umgebracht. Sonstwer hatte Schuld, nur nicht die Pappnasen, die es eingerührt und alle Warnungen in den Wind geschlagen hatten. Am Schluß kam die Diktatur. Napoleon setzte zwar dem Treiben der Revoluzzer ein Ende und führte wieder eine solide Goldwährung ein, überzog dafür aber Europa mit Kriegen, die ebenfalls Mio. Tote brachten.
    Aus der Geschichte lernen. Eisenhower, so schreibt Peter Scholl-Latour, fragte nicht die Franzosen, was schiefgelaufen war bei ihnen in Vietnam. Und niemand fragte 2001 die Russen, weswegen sie in Afghanistan ein Fiasko erlitten. Gelebte Ignoranz ist alltäglich, auch und gerade bei politischen Entscheidungs-Trägern.
    „Herr, vergib ihnen nicht, denn sie wissen was sie tun.“ Sie plündern, zetteln Kriege an, bringen Mio. Menschen Leid und Tod. Und dann kommt so ein Baerböckchen und flötet: „Die Partei der Grünen war in ihrer Geschichte nie pazifistisch.“ George Orwell rotiert wahrscheinlich in seinem Grab.

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  5. Was der Autor aber übersieht ist, dass, wenn alle Währungen der Welt in etwa gleich entwerten, letztlich ein Nullsummenspiel entsteht.
    Angenommen, 1 Brötchen kostet überall auf der Welt dann 100 Dollar ( in eigener Währung entsprechend), ja, dann müssen doch alle nur gleichzeitig einige Nullen streichen und
    es ist wieder alles wie vorher.
    Daraus folgt, marschieren alle Zentralbanken im Gleichschritt, können die beteiligten Währungen niemals wertlos werden. Danach sieht es zur Zeit aus.
    Was anderes ist, es schert eine aus.
    Na, das gibt aber dann Sanktionen, dagegen wirken die gegen Iran nur wie ein Kuscheln.

    • @Maruti
      https://finance.yahoo.com/news/u-food-suppliers-having-trouble-183524384.html
      1923 brachte mein Opa, der Bauer Erich Schilsky aus Friedersdorf bei Seelow, ein Pferde-Fuhrwerk voll Gerste nach Seelow zur Brauerei. Da schon Inflation war, nahm er sich einen Rucksack mit. In den stopften sie ihm das Bargeld für die Gerste hinein. Zwei Tage darauf bekam er für dieses Geld in Seelow eine Schachtel Streichhölzer. 1945, als der Krieg zu Ende war, kamen alle Verwandten seiner Frau (Oma Else) von hinter der Oder hierher. Hauptsache bei einem Bauern unterkommen, da gibt es wenigstens was zu essen. Aus Berlin kamen stets all die armen Schlucker, die nichts hatten, um den goldenen Ehering des an der Ostfront vermißten Ehemanns und sein Rasierzeug gegen was Eßbares zu tauschen. Opa Erich fuhr sie danach mit der Kutsche zum Bahnhof nach Gusow, wo sie mit der Küstrin-Bahn bis nach Berlin-Lichtenberg fahren konnten. Warum? Weil am Kleinbahnhof in Friedersdorf stets so eine Ratte von der Volkspolizei lauerte, die Berliner noch als Schieber anzuschwärzen und ihnen das bißchen an Lebensmitteln wegzunehmen, mit dem sie die eigenen Kinder vor dem Verhungern bewahren wollten. Opa Erich und Oma Else waren gläubige Christen. Sie glaubten an den Erhalt der Payback-Punkte nach dem Ableben von einer höheren Instanz. Bei uns war keiner bei SA oder NSDAP und später auch nicht nicht bei den roten Indianern von SED und Stasi. Da kam aus Berlin immer wieder ein Maler, der malte wie Bob Ross fix und schnell ein paar Öl-Schinken mit ländlichen Motiven und bekam dafür echten Schinken vom Bauern. Mit dem er dann zurück nach Berlin zog. Wenn es richtig hart auf hart kommt, retten Ag und Au mir das Leben. Und das der Menschen (und Katzen), die auf mich angewiesen sind.
      Heute war ich wieder Straßenobst pflücken. Die Mirabellen zu Magda der Polin gebracht, die am See im Nachbardorf einen Freß-Imbiß hat. Sie quetschet den Saft raus und schenkt ihn kostenlos aus an die Kinder, die dort haufenweise baden. Magda ist gläubige Christin, bloß von der Amtskirche hält sie nichts. Ihrem Mann geht es seit Wochen, seit der COVID-Impfung miserabel. Ich wünsche den beiden alles nur erdenklich Gute.

    • M.E. wird man diesen Gleichschritt nicht erzielen können. Die norwegische Krone z.B. steht gut da und in der EU haben sich aus guten Gründen nicht alle Länder auf die Versager-Währung eingelassen. Aber Sie haben recht wenn Sie sagen, dass es Druck geben wird. Man sieht es an Polen und Ungarn. Deren Regierungen sollen beschädigt, abgesägt und möglichst durch Marionetten-Regierungen ersetzt werden. Deswegen soll wohl Flinten-Uschi jetzt wegen ihrer Untätigkeit in Sachen Vertragsverletzungsverfahren belangt werden. Diese EU ist ein ebenso verlogener wie bankrotter Verein, der nur noch durch das Drucken und Verteilen von Geld zusammengehalten wird. Man sollte deshalb echtes Geld einsammeln, solange man für die Brüsseler Peseten noch welches bekommt.

      • @RACEW
        Vergiß die Liebe nicht. Zwischen Olaf & Christine. Guckst Du.
        Komm und druck mit mir
        https://www.youtube.com/watch?v=yIE9dtR9o4A

        Ach komm, Christine, trag das Geld zu mir,
        Trag das Geld zu mir, ich verdurste hier.
        Ach komm, Christine, trag das Geld zu mir,
        Daß der Dax am Leben bleibt.

        Ich bring das Geld, nur wenn du kriechst vor mir,
        Wenn du kriechst vor mir, dann bring ich’s zu dir.
        Ich bring das Geld, nur wenn du kriechst vor mir,
        Daß der Dax am Leben bleibt.

        Oh komm, Christine, treib den Dax hinauf,
        Treib den Dax hinauf, daß man Aktien kauft.
        Oh komm, Christine, treib den Dax hinauf,
        Denn es soll ein jeder seh’n.

        Ich treib ihn rauf, nur wenn Du kuschst vor mir,
        Wenn Du kuschst vor mir, ja das wünsch‘ ich mir.
        Ich treib ihn rauf, nur wenn Du kuschst vor mir,
        Bleibt der DAX ganz oben steh’n.

        Die Habgier lockt, und der Zins ist schwach,
        So wird es immer sein.
        Das Volk ist dumm, und der Goldpreis lacht,
        Komm wir würgen ihm eins rein.

        Und dann, Christine, sei ganz nett dafür,
        Sei ganz nett dafür, sieh des Maklers Gier.
        Und dann, Christine, sei ganz nett dafür,
        Es soll nicht dein Schaden sein.

        Doch nur wenn du mir stets zu willen bist,
        Stets zu willen bist, wenn du treu mir bist.
        Doch nur wenn du mir stets zu willen bist,
        Schmier die Druckerpresse ein.

        Die Habgier lockt, und der Geist ist schwach,
        So wird es immer sein.
        Das Volk ist dumm, und das Silber lacht,
        Komm wir würgen ihm eins rein.

        /Insgesamt 4mal:/
        Ich druck das Geld, nur wenn Du kriechst vor mir,
        Wenn du kriechst vor mir, und zwar jetzt und hier.
        Ich druck das Geld, nur wenn Du kriechst vor mir,
        Daß der Dax am Leben bleibt.

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