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So schnell kann das Finanzsystem untergehen

Seit Jahresanfang wurden an den europäischen Börsen 2,6 Billionen Euro an Kapitalwert vernichtet. Bleibende Werte sind Gold und Silber!

Da die Lage in der Finanzbranche ist weiter äußerst angespannt. Ein bedeutender Forderungsausfall bei einer der großen Banken kann im Grunde jeden Tag zu einer neuen, verheerenden Finanzkrise führen.

Das Banken-System ist extrem verflochten. Die echte Eigenkapital-Ausstattung im Finanzsektor ist nach wie vor viel zu gering im Verhältnis zu dem im Umlauf befindlichen Geld. Ringsherum besitzen die Banken vielfältige Forderungen gegeneinander, über Kreditlinien, Swaps und sonstige Vereinbarungen. Täglich werden Forderungen fällig.

Wenn man in der Presse liest, dass die Europäische Zentralbank dem Finanzsektor „unbegrenzte Liquidität zum Festzins“ zur Verfügung stellt, dann brennt es irgendwo lichterloh. Zum Beispiel, weil ein Institut seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann und damit weitere Banken ins Schleudern geraten könnten.

Dabei muss man eines im Hinterkopf behalten: Die EZB vergibt auch nur neue Kredite, um bestehende Brände kurzfristig zu löschen. Diese neuen Forderungen werden in einer Woche, einem Monat oder einem Jahr zusätzlich fällig. Die Liquiditätsprobleme in der Finanzbranche sind im Grunde seit der Lehman-Pleite nicht aus der Welt geschafft, sondern sie wurden wieder und wieder in die Zukunft verschoben.

Erkennbar ist dies auch an der Entwicklung der EZB-Bilanz. Per Dezember 2007 betrug die konsolidierte Bilanzsumme des Euro-Systems 1,28 Billionen Euro. Anfang September 2011 waren es 2,09 Billionen Euro. Innerhalb von nur vier Jahren hat sich die Summe der EZB-Aktiva damit fast verdoppelt!

Der Blick in die USA ist aber noch bitterer. Man stelle sich vor, hier fiele eine größere Forderung aus: US-Banken besitzen „Wettscheine“ im Rekordwert von 244 Billionen Dollar

Diese Zusammenhänge verdeutlichen sicher auch, welche Folgen es hätte, wenn Griechenland (oder ein anderes Land) tatsächlich den Bankrott erklärt und aufgrund eines hohen Forderungsausfalls eine oder mehrere Banken fallen würden.

Was passiert, wenn die EZB selbst an ihre finanziellen Grenzen stößt, haben wir bereits in einem früheren Artikel dargestellt: Können Zentralbanken Bankrott gehen?

Fazit: Äußerste Vorsicht walten lassen, die Lage nicht unterschätzen und vorbereitet sein: Der Besitz von physischem Gold und Silber gehört weiterhin dazu.

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Eingetragen von am 15. Sep. 2011. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, EZB, Fed, Hintergrund, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “So schnell kann das Finanzsystem untergehen”

  1. Niemand von den Banken geht pleite, zumindest keine Großen. zur Not drucken die Zentralbanken auf Teufel komm raus, Papiergeld. Bis wir so enden wie Simbawe oder Germay in den 20er. Also vermögen von dummen, kleinen Steuerzahlern wird vernichtet, aber das großkapital gerettet. So war es schon immer & wird es immer sein.

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  2. Hallo zusammen,
    so sieht´s wohl aus! Kann mich an ein Anfang des Jahres gesehenes Interview aus dem Internet (von ca. 2007) zwischen Aaron Russo (bekannter Filmregisseur, später Infokrieger, inzwischen verstorben) und einem der jüngeren Familienmitgliedern der Rockefellers erinnern, die miteinander befreundet sind, bzw. waren (abgesehen vom Tod auch nachdem A.Russo offiziell anfing zu plaudern). Habe dieses Interview auf Deutsch übersetzt noch auf dem PC…Dort hieß es und wurde dann bei einem der Bilderberger-Treffen ab 2007 festgesetzt, das es zwei Möglichkeiten des unausweichlichen (und natürlich gewollten) globalen Totalcrash geben würde (in beiden Fällen würden die I´s natürlich gewinnen und alles einnehmen, also so oder so kein Unterschied!). Entweder schnell und brutal (Deflation und Crash) oder eben langsam über eine fortwährend steigende Inflation bis hin zur galoppierenden Hyperinflation mit Crash. Letzteres scheint dann gewählt worden zu sein, da es sich definitiv mit der aktuellen Realität deckt! Passt auch zu den endlosen „Rettungsmanövern“ der Zentralbanken und Regierungen, der extremen Geldmengenausweitung und auch des „EU-Rettungsschirms“ ansich und den immer wieder ausufernden Preisspiralen wichtiger Güter nach oben. Also kann es durchaus noch einige Jahre so laufen, aber immer und dauerhaft schlimmer werdend. Die Preise für alle wichtigen Güter und Dienstleistungen werden dann immer teurer, immer weniger Menschen werden es sich mehr leisten können. Auch in Deutschland! Sozusagen die qualvolle Variante des Untergangs…Aber es gibt auch Gutes daran. Man kann sich weiter vorbereiten und der endgültige Zeitpunkt des Zusammenbruchs (exponentielle Explosion der Zins- und Schuldenkurve) wird vorhersehbarer und wird noch etwas dauern. Also „Carpe diem-nutze den Tag“…Lustig wird es ganz sicher nicht und ein Ausweg (ohne Weltrevolution) wird es nicht geben. Die den I´s gehörenden Medien und natürlich Regierungen sind alle entsprechend „gefüttert und angewiesen“ so mit zu spielen…Also nicht wundern bei allen künftigen Nachrichtensendungen, Diskussionsrunden, entsprechenden Dokus, etc. Gleiches altes Spiel im bekannten Kostüm! So oder so kracht es…G+S sind nach wie vor eine gute Absicherung und werden es auch bleiben. Und ein Verbot, vor dem großen Finale wird es m.E. nicht geben!

    LG,
    paddy

    P.S. Schulden sind übrigens immer schlecht, ob bei Defla oder Infla! Zumindest bei den „Normalmenschen“. Die Staaten, Banken und ausgesuchte Eliten der I´s werden sie bei einer langen Infla großteils los, die kleinen Normalos aber nicht- im Gegenteil, sie werden sich bei ihnen sozusagen von alleine vermehren! Bitter aber wahr und wurde durch zahlreiche freie Experten so beurteilt…

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  3. @paddy
    Große Vermögen wurden und werden immer in der deflationären Krise gemacht,dann wo alles unglaublich billig ist,aber die meisten kein Geld haben,da arbeitslos oder die Firma in Konkurs.Wenn Die schon Vermögen machen wollen,dann eher durch einen deflationären Schock billig Aktien kaufen.In einer Hyperinflation müsste die Geldlobby schnell Waren kaufen und dann würde Gold durch die Decke gehen.Ich würde, wäre ich Bilderberger, lieber die Deflation wählen.Was nützen hohe Zinsen, wenn die niemand bezahlen kann (Griechenland).

    Es ist richtig,Schuldenabbau geht noch vor Vermögensaufbau.Schulden sind in der Deflation tödlich und in der Inflation entschulden nur die Staaten,nie der Privatmann.Der trägt dann die steigenden Bankzinsen seiner Sparkasse.Vorsicht auch bei langfristigen Krediten bei Immobilien.Im Kleingedruckten steht,dass die Bank bei „außergewöhnlichen Umständen“ auch den Kredit anpassen kann,was heißt die Zinsen erhöhen oder eine Nachschusspflicht verlangen.Die meisten haben das aber leider nie gelesen.

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  4. @anaconda,

    stimmt schon, aber ein deflationärer Schock würde das System dann schnell beenden und es wäre vorbei. Geld-Zinsen sind nicht das einzige Problem, denn dannach wird Macht ausgeübt, bspw. in Griechenland. Erpresst und degradiert, abgeschöpft bis zum Geht nicht mehr…Bei einem inflationären Szenario dauert es eben länger und geht scheibchenweise, ohne das ein großer Teil der Bevölkerung es merkt! Wie mit dem Frosch: Wenn man ihn in kochendes Wasser setzen würde, würde er (sofern er überhaupt noch kann) direkt herausspringen. Wenn man das Wasser um ihn langsam, aber stetig erhitzt, würde er es nicht merken, bis es zu spät ist. Ich mag diesen Vergleich, da er auf das System und das Zeitgeschehen passt ;-) Nebenbei bemerkt: Armer Frosch…
    Zudem begehen wir einen Fehler wenn wir glauben, es ginge denen nur um Geld- das haben die schon mehr als genug und auch die Möglichkeit es zu schaffen und dessen Wert festzulegen. Was will man mehr? Richtig, einfach pure Macht über immer mehr und letzten Endes alles! Aber dieser Schritt braucht wiederum Zeit, sie können auch nicht zaubern! Da wäre die Infla besser geeignet, oder nicht?
    Ja mit Immos ist das ohnehin heikel. Die Preise sind durchschnittlich zu hoch, da das Zinsessystem sich schon längst reingefressen hat. Zumal die Leute immer weniger in Immos investieren werden, da zu riskant oder eben das nötige „Kleingeld“ fehlt. Zumal die Banken jetzt doch mal vorsichtiger geworden sind, denke ich. Klar, Banken, Sparkassen und Versicherer (also auch Bausparkassen) können ohnehin jederzeit bei Problemen den Hahn zudrehen, bzw. das geschuldete Geld fällig stellen. Auch, wenn sie selbst mal in Schieflage geraten, da steht die nächste globale Hiobsbotschaft parat…Die Klauseln sind überall verborgen und sie bekommen garantiert eher den Segen von der Regierung, als einfache Bürger vom Gericht…
    Kommt gut durch und immer wachsam sein ;-)

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