Mittwoch,27.Oktober 2021
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Der finale Dollar-Sturz vom Matterhorn

Was die finanzielle Überlebensfähigkeit angeht, werden physisches Gold und Silber zu Lebensrettern, wenn Blasen wie Aktien, Anleihen und Immobilien effektiv in sich zusammenfallen werden.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

War Richard Nixon ein echter Freund des Goldes, der verstanden hatte, wie aussichtslos es ist, einen immer schwächer werdenden Dollar an die einzige Währung koppeln zu wollen, die bis heute überlebt hat – Gold?

War Nixon vielleicht sogar der Initiator der „Free Gold“-Bewegung?

Ich habe da meine Zweifel. Er war nur einer von vielen verzweifelten Führungspersönlichkeiten, denen das echte Geld ausging und die daher unbegrenzte Fiat-Geldmengen schöpfen mussten. Jedenfalls markierte seine fatale Entscheidung für die Aussetzung der Dollar-Gold-Bindung den Anfang vom Ende des heutigen Geldsystems.

Obgleich er es war, der diese fatale Entscheidung traf, so kann Nixon nicht persönlich dafür verantwortlich gemacht werden. Im August 1971 bot sich der Welt folgendes Bild: Wieder einmal musste ein verzweifeltes Staatsoberhaupt einsehen, dass sich die monetäre wie haushaltspolitische Disziplin, die für die Erhaltung einer stabilen Wirtschaft und Währung notwendig ist, nicht mehr aufrechterhalten ließ.

Aus historischer Sicht sollte Nixon daher nicht als die Ausnahme gelten, sondern eher als die Regel. Da bislang noch jede Währung geopfert und niedergemacht wurde, wird es immer auch einen Führer geben müssen, der diese fatalen Entscheidungen dann zu treffen hat.

Und 1971 fiel die Wahl der Geschichte eben auf „Tricky Dick“, den Mann, der die unausweichliche Zerstörung des Dollars besiegelte.

Nixon, Gold, Goldstandard

Was genau „vorübergehend aussetzen“ heißen soll, ist mir immer noch nicht klar, doch 50 Jahre scheinen mir schon etwas grenzwertig! Schauen Sie sich dazu bitte auch die später folgende Abbildung zum Dollar-Sturz an.

Freigold

In einem Artikel von Dezember 2018 hatte ich über die Vorteile von FreeGold geschrieben.

Damit Gold als effektiver Wertspeicher funktionieren kann, braucht es eine Reihe von Voraussetzungen. Das Prinzip von FreeGold fast am besten zusammen, was das genau heißt. Die Webseite FOFOA (Friend Of a Friend of Another) und ihre Vorgänger sind als Vorreiter bei der Definition von FreeGold zu bezeichnen:

Zu den Grundprinzipien

PHYSISCHES GOLD MUSS IMMER FOLGENDES SEIN:

  • FREI von offiziellen Geldsystemen
  • FREIES EIGENTUM, ohne anhaftende Ansprüche
  • ein FREI gehandeltes Gut

Wären all diese Bedingungen erfüllt, gäbe es keine goldgedeckten Währungen und auch keine Möglichkeit, bei einer Zentralbank Währung gegen Gold zu einer festen Parität zu tauschen. Und vor allem: ES GÄBE ES KEIN PAPIERGOLD ODER ANDERE GOLDDERIVATE.

Gold würde weder ausgeliehen noch gehebelt werden.

Überhaupt sollte Gold nicht an eine Währung gebunden sein. Gold ist seit 5.000 Jahren unangefochtene Spitze gewesen, während alle Mitwettbewerber, aus dem Bereich des Fiat-Geldes, eingegangen und zusammengebrochen sind. Wahrscheinlich hat Nixon das verstanden. Womöglich war es auch gar nicht mehr möglich, der Weltreservewährung weiterhin das Goldjoch aufzuzwingen… Denn Gold ignoriert den Größenwahn nationaler Führer, die um jeden Preis nach Machterhalt streben.

Deswegen haben Staaten und Regierungen auch eine Hassliebe gegenüber Gold entwickelt.

Einerseits – lieben Regierungen Gold

Einerseits steht Gold für Stabilität, Vermögen und für die einzige Währung, die im Verlauf der Geschichte überlebt und ihre Kaufkraft gehalten hat. Aus diesem Grund halten Staaten weltweit (angeblich) 34.000 Tonnen Gold als Reserve vor, deren Wert aktuell bei ca. 2 Billionen $ liegt.

Wie meinte Greenspan doch vor einigen Jahren:

„Wenn es [Gold] so wertlos und unsinnig ist, warum besitzen es dann alle [Zentralbanken] noch?“

Goldmenge, weltweit, Goldwürfel, Würfel

Andererseits – hassen Regierungen Gold

Andererseits hassen Regierungen Gold, denn es legt ihr vollkommenes Scheitern bei der Verwaltung der Wirtschaft offen.

Und sobald ihnen das Geld ausgeht, erweist sich die Bindung der Währung an Gold als extrem unangenehmes Hindernis, das aus dem Weg geräumt werden muss.

Gerade weil Gold eine unangenehme Stimme der Wahrheit ist, steht die Gold-Bindung der Landeswährung staatlichen Machterhaltungstendenzen im Weg. Also: Weg mit Gold und dem werthaltigen Geld und her mit Kreditausweitung und Falschgeld, die zum vorübergehenden Wählerstimmenkauf genutzt werden.

Geld drucken und Wahlstimmen kaufen, ist nicht nur eine leichtfertige Dummheit, sondern auch ein extrem kostspieliges Unterfangen, welches aber ausnahmslos zum Zusammenbruch von Wirtschaft und Währung führt.

Währungsabsturz für Dollar und andere Währungen

Unten im Bild sehen wir den Sturz des Dollars von der Spitze des Matterhorns.

Bislang ist es „bloß“ ein 98 %iger Fall, ausgehend von 1971. Doch das ist nur der Anfang. Die nächste Bewegung, die alle Währungen vollziehen, wird die Welt schockieren. Es wird ein Absturz sein.

Matterhorn, Gold

Von den heutigen Ständen aus werden der Dollar und alle anderen Währungen wahrscheinlich um weitere 98 % fallen – im Umfeld verzweifelter Versuche der Zentralbanken, das Finanzsystem zu retten.

Ob Gold bei 1.900 $, 19.000 $ oder viel, viel höher stehen wird, hängt allein von der finalen Entwertung der Währungen ab und nicht vom Anstieg der Goldpreise.

Noch nie hat eine Währung in ihrer ursprünglichen Form überlebt

Historisch betrachtet, ist bislang noch jede Währung verschwunden oder hat sich entwertet. Mindestens 160 Währungen starben an Hyperinflation; die tatsächliche Zahl dürfte aber deutlich höher liegen. Die bislang langlebigste Währung ist das Britische Pfund, das seit 1694 existiert. Zu jener Zeit bekam man für ein Pfund noch 12 Unzen Silber, heute reicht es nur noch für 0,05 oz.

Also: Obwohl das Pfund, dem Namen nach, mehr als 300 Jahre überlebt hat, hat es ganze 99,99 % seiner Kaufkraft eingebüßt.

Bitcoin – demnächst 10.000 $?

Wer jetzt glaubt, Gold werde von den Kryptowährungen beerbt, der sollte noch einmal nachdenken. Aktuell gibt es 10.000 Krypto-Coins, und mehr als 1.000 sind schon wieder verschwunden.

Bitcoin ist natürlich die größte von allen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt: BTC ist eine hochriskante binäre Wette. BTC kann auf 1 Million $ steigen oder auch auf null fallen. Von staatlicher Seite wird ein Anstieg auf 1 Million $ wahrscheinlich nicht zugelassen werden, höchstens noch als Sammlerobjekt ohne praktischen Nutzen. Wahrscheinlicher ist, dass dafür gesorgt wird, dass Bitcoin auf null fällt. Weil sie in immer mehr Ländern verboten wird.

Und wer wirklich glaubt, dass BTC Gold ersetzen wird, der sollte unbedingt nachdenken. BTC mag vielleicht eine tolle Spekulationsanlage sein, sie kann jedoch nie und nimmer ein echter Wertspeicher sein. Die extreme Volatilität macht sie zudem sehr ungeeignet für den Einsatz als Reservewährung oder Vermögenssicherungsanlage.

In diesem Jahr haben wir schon Kurse von 65.000 $ gesehen, doch aktuell liegt Bitcoin 46% darunter. Aus technischer Sicht macht es den Eindruck, als könnte BTC auf 10.000 $ sinken. In diesem Fall hätten wir ein Investment, das in keinster Weise für Witwen und Waisen geeignet ist.

Geschichte – Geschichte – Geschichte

Wieder einmal können wir aus der Geschichte lernen. Die meisten nationalen Führer beachten die Geschichte fast nie. Ihre Egos sind zu groß, als dass sie aus der Geschichte lernen würden. Sie leiden stattdessen unter Größenwahn und sind stets der Meinung, die Dinge würden heute ganz anders laufen, allein weil sie an der Macht sind.

Würden sie über nur ein winziges Bisschen Bescheidenheit verfügen, könnten sie lernen, dass sich in Hinblick auf Naturgesetze und werthaltiges Geld kaum je etwas Grundlegendes verändert hat.

Sie haben aber stets schicke Namen parat, wie Keynesianismus, QE oder MMT. Die Beschönigung einer „kriminellen“ Handlung durch schicke Bezeichnungen, macht diese aber nicht legitimer. Was Regierungen mit Geld anstellen, würde jeden normalen Bürger hinter Gitter bringen.

Wie kann man den Dollar oder den Euro als gesetzliche Zahlungsmittel bezeichnen, wenn sie ganz einfach erzeugt werden können – ohne jegliche Güter- oder Dienstleistungsproduktion?

Geld, das durch die Bewegung eines Zeigefingers auf einen Knopf fabriziert wurde, kann niemals mehr wert sein, als die Kosten dieser Fingerbewegung. Dennoch werden durch solche Fingerbewegungen gewaltige Scheinvermögen hergestellt – Billionen von Dollar, Euro, Yen, RMB und andere Währungen.

Wird es einen „Reset“ geben?

Ich habe mehr als einmal meine Position zu einem möglichen „Reset“ bzw. Neustart deutlich gemacht.

Ich glaube definitiv nicht daran, dass Klaus Schwab und seine Kollegen die Welt übernehmen werden, wie in einem James-Bond-Film. Meiner Ansicht nach werden diese selbstherrlichen Menschen mit ihren Versuchen, die globale Politik und Wirtschaft zu dominieren, auf ganzer Linie scheitern.

Das derzeitige Geldsystem hat der 0,1 %-Elite Scheinvermögen und -macht verschafft. Dies ist jedoch ein völlig künstlicher und vorübergehender Zustand. Der Zusammenbruch des derzeitigen Geldsystems bringt auch den Zusammenbruch der Macht und der Illusionen dieser Menschen.

Zudem gehe ich nicht davon aus, dass Staaten und Zentralbanken irgendeinen Neustart hinbekommen werden, maximal einen sehr temporären. Dieser Neustart-Versuch könnte auch einen durch Hokuspokus inszenierten Schuldenschwund beinhalten sowie eine Neubewertung von Gold. Darüber hinaus könnten Zentralbank-Digitalwährungen eingeführt werden.

Sie erkennen einfach Folgendes nicht: Humpty Dumpty ist schon von der Mauer gefallen, und er lässt sich nicht mehr reparieren! Keine unnatürliche Scheinmaßnahme kann jemals dafür sorgen, dass Humpty wieder zusammengebracht wird.

Den einzigen Reset, den ich kommen sehe, ist also ein ungeordneter – in Form des Niedergangs des derzeitigen Geldsystems.

In vielen meiner früheren Artikel habe ich die Konsequenzen solcher Ereignisse im Detail erklärt.

Wie beschrieben, wird die Welt durch eine ungute aber temporäre Phase gehen, in der die Korruption und Exzesse der letzten 100 Jahre zurückgefahren werden.

Allerdings ist der kommende Waldbrand essentiell, um das Totholz loszuwerden. Nur so können wieder neue grüne Triebe entstehen und eine solidere Weltwirtschaft und ein gesünderes System hervorgebracht werden.

Gold (& Silber) als zukünftige Lebensretter

Wie man im Diagramm unten sehen kann, ist Gold – im Verhältnis zum US-Geldangebot – heute so billig wie im Jahr 1970, als es 35 $ kostete, und wie 2000, als es bei 300 $ stand.

Gold, Geldmenge

Was die finanzielle Überlebensfähigkeit angeht, werden physisches Gold und Silber zu Lebensrettern, wenn Blasen wie Aktien, Anleihen und Immobilien effektiv in sich zusammenfallen werden. Aufgrund des fragilen Zustands des Finanzsystems müssen Edelmetalle jedoch in sicheren & privaten Lagereinrichtungen verwahrt werden – außerhalb des Finanzsystems.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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16 KOMMENTARE

  1. Dieses Szenario geht davon aus, dsss unter den Machthabern und Eliten jeder sich der Nächste ist.
    Das mag sein, nur sitzen die alle mittlerweile im selben Boot. Und da wird man pragmatisch und tut sich zusammen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
    Selbst rivalisierende Mafia Clans habe sich schon geeinigt, zusammen getan oder ein Moratorium vereinbart.
    Es könnte also sein, dass die Machthaber dieser Welt zwar intern streiten und das Messer wetten, aber nach aussen Familie spielen ( FED, EZB, BoJ usw).Dann nämlich kann das Karussell noch lange weiter laufen und genau das will man wohl.
    Auch in China und auch in Russland.
    Letztendlich ist die Sowjetunion auch nur daran gescheitert, dass man begonnen hat, das gemeinsame Boot zu verlassen und umzukippen.
    Man hätte sich aber auch einigen können, dann gäbe es diese heute noch, samt DDR.

    • @Maruti:
      Die Realität der letzten Jahre seit 2008 (insb. der letzten 2) bestätigt Ihre Analyse.
      Wir spielen alle gemeinsam „JAPAN“.

      Ich hätte als Politiker auch keine Lust, die Entwicklung von 1929 ff zu wiederholen.
      Also wird gedruckt und gehofft.
      Und ich gebe zu: auch uns fällt keine echte Lösung ein.
      Die Situation ist zu verfahren.
      Es gibt keinen „sauberen“ Exit mehr.
      Also machen wir eben Insolvenzverschleppung.
      In XXXXXL.

      Wenn man sich die Entwicklung des Nikkei und der Immopreise seit 1987 in Japan ansieht und die Inflation draufrechnet haben die Menschen aber trotzdem über 80 % verloren.

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  3. „Vorübergehend“ wurde die Gold-Konvertibilität des Dollar ausgesetzt.
    Da ist es wieder, das neuerdings verdächtig oft zu lesende Wort.

    Ich kenne nur 2 Dinge die nicht vorübergehend sind:
    1.) Die Lügen vom Politikern und (Noten-) Bankern
    2.) Edelmetall.

    Kann sich jeder zwischen 1.) und 2.) entscheiden.
    Und sein Vermögen und seine Zukunft darauf wetten.

    • @klapperschlange
      Eben. Sollte nicht auch der Soli vorübergehend sein und danach voll, samt Zinsen zurückerstattet werden ?
      Natürlich stimmt hinten und vorne nicht, was in Parlamenten gesagt wird.
      Da unterscheidet sich die westliche Wertegemeinschaft in keiner Weise von der östlichen Wertegemeinschaft.
      Putin sagt zum Beispiel nichts anderes als Merkel, Biden, Macron oder die Mogel-Anna Bärbock auch.

  4. Daß … der Begriff „temporarily „ im Lügen-Lexikon der Politiker
    und Notenbanker ganz oben steht, sieht man deutlich in der „Nixon-Grafik“
    seiner Lügen-Aufzählung.

    Der Begriff „temporarily/ vorübergehend „ umfaßt also einen
    Nixon-Zeitraum von 1970 bis 2021;
    folgerichtig wird eine höhere Inflationsrate als 2% (aktuell bei 5,4%) in den
    USA auch noch (max) bis 2071 andauern, auch wenn es den US-Dollar
    bis dahin gar nicht mehr geben wird…

    Ich wiederhole mich: ✌

    Wenn es ernst wird, muß man (Notenbanker) lügen!“
    (❛‿❛)

  5. Nachtrag:
    Wir wollen nicht ungerecht sein.
    „Vorübergehend“ ist immer ein relativer Betrachtungshorizont.
    Eine unserer Bekannten ist Geologin.
    Wenn wir die fragen, was ein „kurzer vorübergehender Zeitraum“ ist, kriegt man
    „5 Millionen Jahre“ als Antwort.
    Kommt vielleicht wieder, die Dollar-Golddeckung.
    Nur Geduld !

    • @Meister Eder
      Alles ist endlich und vorübergehend in der Natur.
      Das hat unsere göttliche Macht so eingerichtet, in weiser Vorausschau.
      Maynard Keynes, der Ökonom, hat es auch auf den Punkt gebracht:
      Langfristig Schulden ? Langfristig sind wir ohnehin alle tot.

  6. Offenbar scheinen die Investoren das Vertrauen in das Papiergold zu verlieren.
    https://www.goldseiten.de/artikel/502624–SPDR-Gold-Trust-meldet-erneut-Abfluesse.html
    und steigen auf Physisches ausserhalb des Banken Wesens um.
    Klar, jeder vernünftig denkende Mensch sagt sich doch, wozu Gold auf dem Papier ( ETF), wenn ich es doch auch physisch haben kann. Nur eben mit dem für mich unbedeutenden Nachteil, es nicht auf Knopfdruck in Fiat Geld umwandeln zu können.
    Also, von einem bunten Papier ins andere.Beide ohnehin per se wertlos und höchstens auf Gutgläubigkeit basierend.

  7. Nixon hatte keine andere Wahl. Nach dem Ende des sogenannten Wirtschaftswunders, konnte es eben keine echte Wertschöpfung, kein Wachstum mehr geben. Ergo wurde Geld gedruckt um Wachstum zu stimulieren und letztendlich zu simulieren und dabei ist es bis heute geblieben.

    Es war also nicht der Nixon der aus purer Boshaftigkeit oder ökonomischer Unkenntnis die Goldbindung des Dollar aufhob, sondern sämtliche immer wieder gern zitierte finsteren Gestalten, die Globalisten, die Spekulanten, die Amis, die LINKEN, die Weisen von…Sie wissen schon, das Kartell usw.usw.usw.unterliegen dem Zwang von Verhältnissen die Sie nicht verstehen. Adam Smith nannte es die schöne Maschine und ein gewisser Marx, das automatische Subjekt, gemeint aber war im Prinzip dasselbe.

    Der Autor beschreibt zutreffend die Symptome, die strukturellen Ursachen sind Ihm offenbar nicht bekannt.
    Alles kam so, weil es so kommen musste. diese Entwicklung ist determiniert und Sie bleibt es. Die Verhältnisse werden zum Tanzen kommen, völlig gleich was da -wer auch immer – unternimmt um dies zu verhindern.
    Dies bedeutet freilich das Gold – strategisch gesehen – weiter steigen wird, auch wenn der Preis, mal immer wieder mal gern gegen Süden geschickt wird. Der Preis hat sich – trotz heftigster Widerstände, noch immer wieder erholt und ist weiter gestiegen.

    Geduld ist die Tugend der Strategen.

    • @krösus
      Sie schreiben:……Der Preis hat sich immer wieder erholt und ist weiter gestiegen.
      Das ist richtig so, wenn man die Tatsache ausser acht lässt, dass eher der Geldwert gesunken ist.
      Nur, die “ anderen“ ( Ihre sogenannten Bösen), haben sich auch immer wieder erholt und werden es weiter tun.
      Es ist eben eine unendliche Geschichte.
      Denn, jede Reaktion löst wiederum eine Gegenreaktion aus.
      Und damit stellt sich die Frage, wird Gold letztendlich gewinnen ?
      Schon, wenn auch nur vorübergehend.
      Weil die Gegenseite nachrüstet.
      In diesem Konflikt gibt es nämlich keinen
      Endsieg wie bei einer Fussball Meisterschaft,
      obwohl auch der nur vorübergehend ist.

  8. @Toto

    Der Anstieg des Goldpreises ist identisch mit der Entwertung des Papiergeldes, dies sind nicht 2 sondern 1 Sachverhalt. Der Unterschied von physischem Gold zu allen anderen papiernen Optionen ist die Tatsache, dass Gold ein echter Wert und kein Versprechen ist, das regelmäßig gebrochen werden muss. Papier ist geduldig, aber Gold kann man nicht drucken. Ich muss mich doch sehr wurden, dass Ihnen dies nicht bekannt ist. Aktien, Anleihen, BitCoins und allen anderen Kokolores kann man für NULL und NICHTIG erklären, bei Gold ( physisches Gold wohlgemerkt ) geht dies defintiv nicht.

    ………………..

    Gold ist das Medium, die sinnlose und auf Selbstzerstörung hinauslaufende Anhäufung von Forderungen zu überstehen, weil es selbst keine Forderung ist. Gold scheinbar entbehrlich, ist da für den Fall der Fälle. Es geht, wenn nichts mehr geht. „Die Krise der Währungen macht das Gold zur Krisenwährung“, so der Philosoph Wolfgang F. Haug. Goethe lässt Gretchen klagen: „Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles“. Der Spruch, scheinbar Schnee von gestern, erhellt den Vorgang vom 15. August 1971: Weshalb forderten Regierungen und Zentralbanken amerikanisches Gold und weshalb weigerten sich die USA, es herzugeben? Weil Gold plötzlich unwichtig geworden wäre? Die damaligen Auseinandersetzungen belegen das Gegenteil: Gold hatte seine währungspolitische Bedeutung bewahrt; es war nach wie vor begehrt. Nur so ist der Rücktritt von der Umtauschpflicht logisch, und es wundert, dass der Mehrheit der Währungsexperten dieser naheliegende Grund bis heute nicht aufgegangen ist.

    zitiert nach Klaus Müller

    • @krösus
      Natürlich kann man alle Verträge brechen, alles für Null und Nichtig erklären ( Hatten wir schon, 1938).
      Aber das menschliche Zusammenleben in einer immer kleineren Welt wird dadurch nicht besser.
      Der eine kann eben nicht ohne den anderen.
      Man sieht das an den Klimastreitigkeiten oder der Migration.
      Wenn alle Verträge gebrochen werden, löscht sich die Menschheit selbst aus, das wäre kollektiver Selbstmord.
      Krösus, Sie sehen zu schwarz-weiss, doch es gibt dazwischen mehr als „fifty shades of grey.“
      Übrigens, die von Ihnen erwähnten Zusammenhänge sind allen hier wohl klar, wurde doch oft genug darüber geschrieben. Der Seitenhieb war überflüssig.
      Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass auch heute, im 22. Jahrhundert, kein Weg an Gold vorbei geht.Gold mag sicher auch ein strategisches Metall sein, doch Strategie ist nur ein anderes Wort für fortlaufende Irrtümer und Veränderungen.
      ( Moltke).
      Aber, das ist Ihnen sicher bekannt.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_(Generalfeldmarschall).

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  10. @Krösus

    Alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen.

    Karl Marx
    Das Kapital, III. Band: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion. VII. Die Revenuen und ihre Quellen

    In der Wissenschaft und gerne auch anderswo gibt es dennoch Interessen, die Erscheinungen tunlichst nicht mit dem Wesen zusammenfallen zu lassen, schließlich müsste man sich ja dann mit Wirtschaftsgeschichte und/oder ökonomischen Funktionsimperativen auseinander setzen. Und außerdem könnte – jetzt kommt es ganz dicke – das Wirtschafts- und Finanzsystem selber in die Schlagzeilen kommen. Hinterzimmer-Machenschaften haben dagegen den unschlagbaren Charme, im Verborgenen stattzufinden, man kann sich in Andeutungen ergehen, dunkel raunen und festgezurrte Überzeugungen ventilieren. Da wird jede noch so dumm-dreiste Manipulation gnadenlos in die Beweisführung eingepflegt.

    Stockholm-Syndrom reloaded.

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