Mittwoch,04.August 2021
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Durch Gold gedeckte Schulden: Das sind die kreditwürdigsten Länder!

Wie stark sind die Staatsschulden westlicher Industrieländer theoretisch durch ihre nationalen Goldreserven gedeckt? Goldreporter hat sich die offiziellen Zahlen vorgenommen und nachgerechnet.

Angenommen, es käme zum Äußersten. Der Staat müsste seine Goldbestände verkaufen, um einen Teil seiner Schulden zu begleichen. Wie weit würden die Edelmetallbestände der EU-Länder reichen? Wie schlagen sich andere westliche Industrie-Nationen im Vergleich?

Wir haben anhand aktueller Zahlen nachgerechnet und eine Rangliste erstellt. Die Prozentzahlen in der Tabelle (unten) geben den aktuellen Wert der offiziellen Goldreserven im Verhältnis zum Schuldenstand der jeweiligen Länder an. Beispiel: Der Wert der deutschen Goldreserven beträgt derzeit 5,72 Prozent unserer Staatsschulden. Anders: Hätten wir eine eigene Schuldenwährung, dann wäre unser Geld zu 5,72 Prozent mit Gold gedeckt.

Das Ergebnis unserer Analyse: Die Schweiz und Portugal sind die goldenen Musterschüler Europas. Aber auch diese Länder könnten nur einen Bruchteil der Verbindlichkeiten mit dem angehäuften Gold tilgen.

Übersicht
Wert der nationalen Goldbestände im Verhältnis zum aktuellen Schuldenstand in Euro. Referenzkurs: 1 Unze Gold = 920 Euro. Quellen: Wikipedia/eigene Recherchen

Abb.: Golddeckung der Staatsschulden

Überraschend ist sicherlich die Position Portugals im internationalen Vergleich. Die Portugiesen haben dies ihrem einstigen Diktator Antonio de Oliveira Salazar zu verdanken. Denn der häufte während seiner 36-jährigen Regierungszeit bis 1968 den größten Teil der Goldbestände des Landes an. Damals waren das Industriemetall Wolfram und Dosenfisch portugiesische Exportschlager, die zu Handelsüberschüssen führten.

Weiterhin erwähnenswert: Für die miserable Platzierung Großbritanniens ist der ehemalige Premier Gordon Brown verantwortlich. Er verkaufte um die Jahrtausendwende herum mehr als die Hälfte der britischen Goldreserven zu Tiefstpreisen. Heute sprechen die Angelsachsen ironisch vom „Brown Bottom“, wenn sie das Goldpreistief 1999/2000 meinen.

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