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Geldgeschichte: Lehman-Pleite und Finanzkrise von 2008

Gold, Goldpreis, Lehman

Am 17. September 2008 stieg Gold an einem einzigen Tag um 100 US-Dollar (Foto: Scanrail – Fotolia.com)

Vor zehn Jahren stand die internationale Finanzwelt am Abgrund. Lehman Bros. ging pleite, Regierung und Zentralbanken mussten reihenweise Banken retten und der Goldpreis explodierte.

In der Weltfinanzkrise vor genau zehn Jahren stand die gesamte Bankenbranche vor dem Abgrund. Viele Institute konnten nur mit Staatshilfe und durch bislang unbekannte Eingriffe der Zentralbanken am Leben erhalten werden. Die US-Investmentbank Lehman Bros. ließ man allerdings fallen. Ihre Pleite am 15. September 2008 verschärfte die Lage noch einmal erheblich. Der Goldpreis hob zwei Tage später ab und kletterte innerhalb nur eines Tages um 100 US-Dollar (Goldhistorie: Als der Goldpreis um 100 Dollar explodierte). Und Bundeskanzlerin Angela Merkel machte den deutschen Sparern seinerzeit ein faktisch unhaltbares Versprechen.

Aber schon ab 2007 hatte sich eine Schieflage am US-Immobilienmarkt und im US-Finanzsektor abgezeichnet. Die US-Immobilienblase platzte. Die exzessive Verbreitung von Finanzderivaten, die Gier von Investmentbanken aber auch von Anlegern und auch die mangelhafte Finanzmarktkontrolle beschleunigten den massiven Abschwung. Die Finanzkrise mündete in eine Weltwirtschaftskrise, gefolgt von der europäischen Staatsschuldenkrise deren Auswirkungen wir bis heute spüren.

Ein Bundesbank-Video zeichnet diese unheilvolle Phase unseres weiterhin deckungslosen internationalen Geld- und Finanzsystems nach.

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Eingetragen von am 15. Sep. 2018. gespeichert unter Banken, EZB, Fed, Gold, Goldpreis, News, Politik, USA, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

15 Kommentare für “Geldgeschichte: Lehman-Pleite und Finanzkrise von 2008”

  1. Ja man soll eben nicht die Macht der Zentralbanken unterschätzen. 10 Jahre haben die Zentralbanken Ihre Arbeit gemacht und wie man sieht erfolgreich. Der viel heraufgeschworene Crash ist bis jetzt ausgeblieben und allen geht es eigentlich gut. Natürlich gibt es immer noch Leute, die weiterhin alles mies machen und auf den Black out warten. Nur wie geht es jetzt weiter, wie entwickelt sich die Zukunft? Wer kann die Lage realistisch einschätzen? Ich glaube die wenigsten sind dazu im Stande. Ich habe das Gefühl, dass so ziemlich alle ökonomischen Regeln der Vergangenheit angehören und es immer so weiter geht.
    Schönes Wochenende aus dem hohen Norden!

    • Das kann wohl nicht ernst gemeint sein? Der Wirtschaft geht es gut, aha, ja eh, genau! Es scheint so, weil Währungen wie der Euro massiv abgewertet haben (ca. 30%!!!) und sich die weltweite Schuldenblase seit 2008 verdoppelt hat.
      Die Ökonomie kann zwar kurz- und mittelfristig manipuliert werden, früher oder später gehorcht aber auch sie den Naturgesetzen!

      • @Croko

        Genau, es lässt sich vielleicht Zeit erkaufen, die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten lassen sich aber ganz sicher nicht aushebeln.

        @Nordseewelle

        Wir erleben gerade die erwartete Krise einer ganzen Reihe Schwellenländer, und „eigentlich geht es allen gut“?? Die Zentralbanken haben keinen guten Job gemacht, sondern nur die permanente Krise sediert!!

        Du musst Dich einfach umfassend informieren. Am besten, Du liest hier mal eine Weile mit…

    • „Gebeugtes“ G€LD

      Der US $ war schon vor 2008 krank. In der Folge wurde dann mehr Geld gedruckt als zuvor. (von 2008-13 Wachstum der $ Geldmenge M1 um 14% aber GDP=BIP Wachstum -3% bis +3%)

      Den Blödsinn haben wir dann im € nur nachgemacht. Und zwar verbunden mit der Erhebung einer heimlichen ungesetzlichen STEUER.
      UN-GESETZLICH deshalb, weil die €U eben kein Staat ist. Das EU Parlament erlässt „Rechts-Akte“, welche durch nationale Parlamente in GESETZE umgesetzt werden. Da es kein höher rangiges, per EU-VERFASSSUNG legitimiertes RECHT gibt, erfolgte der Umweg über eine Staats-Finanzierung aus der Notenpresse.

      Die EZB stellte den € Ländern ungedecktes GELD gegen Anleihen zur Verfügung, welches für Staats-Ausgaben verwendet wird, als wäre es durch ordentliche Steuer-GESETZE legitimiert. Dabei bricht sie gleich noch den Staats-Vertrag, durch den sie selbst legitimiert ist.
      Scheinbar gibt es jetzt wohl auch „Anleihen“ auf verschleppte GESETZ-Gebungs-PFLICHTEN ?

      Die Staats-Finanzierung aus der Notenpresse geht einher mit Zins-MANIPULATION zur UN-GESETZLICHEN St€Uer-Erhebung .. . hier ein vereinfachtes Beispiel:
      Angenommen, Ihre Kapital-Lebens-Vers. hat eine 100€ Anleihe gekauft, Laufzeit 10J, Zins-Scheine je 0,3€. Nach Zins-Normalisierung hat eine neue Anleihe aber z.B. Zins-Scheine je 2,3€.
      Sollte man die alte Anleihe dann wieder verkaufen wollen, so bekäme man wegen der ZINS-ERTRAGS-DIFFERENZ nur ca. 80€ zurück ?
      1979/80 hatten wir aber schon mal einen Zinssprung von ca. 6%… bei geringeren Staats-Schulden! Verunsicherung des übrigen Finanz-Marktes dahin gestellt.

      Am Ende wäre diese Differenz dann eine St€Uer auf Geld-Ersparnisse.. . zuzüglich Preis-INFLATION und höherer MwSt für die Konsumenten.
      Gold wäre eine logische Antwort der kleinen Sparer und Konsumenten auf so „gebeugtes“ G€LD.
      Große Sparer gehen „St€uer-optimiert“ mit Zins-MANIPULIERTEN Hypotheken in Beton-Gold ?? ?

  2. Bei der nächsten Krise wird der Goldpreis innerhalb eines Tages auf 3000 $ u. mehr steigen!

    • @fs

      Schön wär‘s.
      Das „Goldkartell“ hat mit der COMEX schon vorgesorgt…

      Maximal „darf“ der Goldpreis nur um 400 Dollar gegenüber dem Vortageskurs schwanken, bevor die COMEX eingreift (d.h. den Handel einfach aussetzt und den Goldpreis „zurücksetzt“).
      Die Regelung gilt ab dem 22. Dezember 2014.

      https://www.goldreporter.de/gold-und-silber-futures-warum-fuehrt-die-comex-preislimits-ein/gold/47215/

      Was erlauben sich sonst Goldbugs ?

      Die Test-Läufe im Comex-Kasino wurden schon längst durchgeführt.
      https://www.zerohedge.com/news/2014-11-25/something-appears-be-going-gold

      • @watchdog
        Nur, das wird unsereins nichts nützen.
        Angenommen, der Preis steigt auf 1600. Die Comex setzt den Preis auf 1200 zurück. Nur, niemand kann dann um 1200 eine Unze kaufen, da die nach wie vor 1600 kostet und steigt.
        Oder würden Sie auf Befehl der Comex Ihre Unze um 1200 abgeben ?

        • @taipan

          Ich bin fest davon überzeugt, daß die USA/COMEX-Kasino-Betreiber in diesem Fall die Rechnung ohne den Wirt (= Shanghai Gold Exchange) gemacht haben: wenn eine Ware (Gold & Silber) an zwei Handelsplätzen mit einer Differenz von $400,- (Gold) angeboten wird, dann werden die Shanghaier die New Yorker auffordern, die Ware zum stark reduzierten Preis zu liefern (Stichwort „Arbitrage… “).

          Dann hat auch die COMEX „Trappatoni fertig“, pronto!

  3. Der Euro wird scheitern und zwar bald sagt der Ökonom Markus Krall.
    Die Deutschen werden die Blöden sein, weil sie sparen.

    Östereich spart nicht.
    Die echte Staatsverschuldung liegt bei deutlich über 300%.

    https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5496887/Echte-Staatsverschuldung_Eine-Billion-Euro

  4. Dirk Müller schwelgt in Erinnerungen. Achja, die Finanzkrise…
    – Lehman Brothers wurde auch aus politischen Gründen fallen gelassen
    – Finanzminister Scholz hat nichts verstanden, wenn er jetzt wieder Mega-Banken erschaffen will
    – Aktuelle Gefahren: Schon wieder verbriefte Finanzprodukte, China
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-USA-haben-eine-Fackel-geschleudert-article20620459.html

  5. Man kann weiter fragen.
    Warum wurde Lehmann nicht gerettet ?
    Weil man eine weltweite Finanz und Wirtschaftskrise auslösen wollte.
    Warum das ?
    Weil man der FED den Vorwand liefern wollte, die Zinsen auf Null zu senken und das QE zu installieren.
    Warum ?
    Weil man die Menschen motivieren wollte, sich zu verschulden. Besonders in Dollars und besonders die Chinesen sollten das tun und die Schwellenländer auch.
    Nehmt doch unsere billigen, schönen Dollars und leistet euch etwas Schönes. Wir helfen doch gerne aus.
    Warum ?
    Weil man dann diese Menschen, Staaten in der Hand hat.
    Rothschild sagte mal:
    Habe ich die Macht über das Geld, ist mir gleichgültig, wer an der Regierung sitzt.
    Und die USA haben die Macht übers Geld und tun alles, zum Machterhalt.
    Das spüren nun die Schuldner, allen voran die Chinesen.
    Jetzt müssen sie Zinsen Zahlen und können die Währung nicht beliebig abwerten, weil sonst der Dollar für sie zu teuer wird, welchen man ja auch noch tilgen muss, während die US Investoren ihre Dollars abziehen, aus China.Und damit schrumpfen die chinesischen Währungsreserven.
    Es ist das uralte Spiel, von erst anlocken mit Geschenken, dann abzocken.
    Das neue Iphone zu 100 Euro, bloss einen kleinen 2 Jahresvertrag beim Provider, danach gehört es dir……….
    Bloss einen kleinen Leasing Vertrag für den 3er BMW und schon kannst du der Freundin imponieren, Smartphone inklusive…..
    Wir helfen doch gerne aus, wenn es mal knapp ist…..

    • Goldman Sachs Funktionäre in der US Regierung haben LB fallen lassen um sich des Konkurrenten zu entledigen. Habe ich Mal gehört.

    • @taipan

      Einwandfreie Analyse.

      Die USA haben nicht nur die Macht über das Geld (bzw. Schuldscheine), sie haben auch die UN, den IWF, die Weltbank, die WTO und, als Inkassounternehmen, die NATO als Erfüllungsgehilfen an ihrer Seite.

      Interessanterweise wurden die USA zu einem Zeitpunkt gegründet als die Aufklärung in der alten Welt gerade vorbei war und die industrielle Revolution begann. Bis dahin lebten Bisons und indigene Völker in Nordamerika. Glaubt man wirklich, dass die jahrtausende alten Familiendynastien in der alten Welt (Europa) sich so einfach die Butter vom Brot haben nehmen lassen ?

      PS: Die Mehrheit der Eigentümerfamilien des FED sitzen in England.

      • @christoff777
        Die Banken leben von den Schuldnern, nicht von den Sparern.
        Deshalb brauchen die Banken imner neue Schuldner. Man wirft denen das Geld hinterher.
        Jeder Chef eines Betriebes kennt das. Wöchentliche Anrufe: Haben Sie weiteren Kreditbedarf ?
        Der Steuerberater: Geld für die Maschine nicht vom Konto, fonanzieren lassen. Zinsen kann man steuerlich geltend machen
        Und noch viel mehr.
        Man wird quasi in die Verschuldung gedrängt.
        Man gehe mal als Privatperson in die grossen Kaufhäuser.
        Kreditangebote alle 5 Meter und am Eingang noch der Vertreter von Amex.
        Wird jetzt noch Bargeld abgeschafft, hat man eine neue perfekte Sklavenwirtschaft.

  6. Liebe @Leute,

    das Finanzsystem fordert immer konkrete Opfer. Menschen, die Fehler machen, natürlich, aber vor allem „ausgenommen“ werden.
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-09/lehman-finanzkrise-usa

    LG an alle

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