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Gold: So sind die Großbanken jetzt positioniert

Gold, Banken

Gemessen an den Futures-Positionen haben die Banken derzeit kein gesteigertes Interesse an fallenden Gold- und Silber-Kursen (Foto: Goldreporter)

Die US-Banken haben ihre Netto-Verkäufe im Handel mit Gold-Futures Anfang März um 14 Prozent reduziert. Sie verkauften zu diesem Zeitpunkt 190 Tonnen Gold netto auf Termin. Bei Silber haben sich diese Institute noch stärker von Verkaufspositionen getrennt.

Die US-Börsenaufsicht CFTC hat am Freitag den aktuellen Bank Participation Report veröffentlicht. Er enthält die Handelspositionen der an der US-Warenterminbörse COMEX engagierten Banken – aufgeschlüsselt in US-Banken und Nicht-US-Banken. Uns interessiert natürlich, wie die Banken zuletzt im Handel mit Gold- und Silber-Futures positioniert waren. Die aktuellen Berichtsdaten enthalten den Stand vom 5. März 2019. Und hier ist die Analyse.

Die US-Banken, insgesamt fünf Institute, haben ihre Netto-Short-Position gegenüber Vormonat um 14 Prozent auf 61.228 Kontrakte verringert. Das sind  im Rahmen des Reports die niedrigsten Nettoverkäufe seit November 2018. Umgerechnet waren die US-Banken zuletzt mit 190 Tonnen Gold auf der Verkaufsseite positioniert.

Die Nettoverkäufe aller Banken zusammen, 34 Institute, sind gegenüber Vormonat nur um 3,5 Prozent zurückgegangen auf 115.428 Kontrakte. Diese Netto-Short-Position repräsentierte zu diesem Zeitpunkt ein Drittel des gesamten Open Interest im Gold-Futures-Handel an der COMEX.

Einordnung: Wenn die Großbanken über eine hohe Netto-Short-Position bei Gold und Silber verfügen, dann steigt deren Interesse an einem niedrigeren Kurs. Die aktuelle Lage gibt derzeit relativ wenig Anlass zur Sorge, einige Institute könnten jetzt verstärkten Druck auf die Edelmetallkurse ausüben. Es bestehen keine Extrempositionen. Vergleichen Sie dazu die Grafik oben.

Bei Silber haben die US-Banken ihre Netto-Short-Position gegenüber Vormonat sogar stark heruntergefahren (siehe blaue Grafik). Sie ist um 31 Prozent auf 31.643 Kontrakte zurückgekommen. Das entspricht Netto-Verkäufen im Umfang von 4.920 Tonnen – immerhin 2.276 Tonnen weniger als noch Anfang Februar.

Goldreporter

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Eingetragen von am 11. Mrz. 2019. gespeichert unter Banken, Gold, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

8 Kommentare für “Gold: So sind die Großbanken jetzt positioniert”

  1. Die verkaufen Gold, welches sie nicht haben an jemanden, der es nicht will.
    Will heissen, sie verkaufen es untereinander. Rechte Tasche, Linke Tasche. Sowie immer. Und weil es Leerverkäufe sind, beaucht man eigentlich gar kein Gold. Man könnte es auch mit Kies machen.
    Nur, das ist das Problem, etwas physisches Gold muss doch geliefert werden, ohne dieses geht das Spielchen nicht. Das mögen immer nur ein paar Ünzchen sein, aber genau diese wandern in unsere Taschen.So was gab es früher nicht und das macht den Bänkern Sorgen. Zuletzt sogar dem IWF.
    Lustig, nicht ?
    Mal sehen, wie man aus der Breduille kommt.Viel zu viel Gold nun in starken Händen.
    Übrigens, Leerverkaufen dürfen nur Grossbanken untereinander. Wir dagegen nicht.Wir können uns mit Optionen beteiligen, welche wir den Grossbanken zu Wucherpreisen abkaufen können.

  2. Hallo bin seit 2015 ständig am Gold kaufen, noch nie was verkauft. Keinen Grund.

  3. martin tschuemperlin

    Nun, ich würde sagen, ein Kilogramm Gold ist die bessere Kapitalanlage als ein Dieselauto – Euer Geld wird stetig entwertet, die Gewinner sind die Multis!

    • Sankt @Martin

      Bin vom Fach (wie auch der @Gebrauchtwagenhändler) und ich kann Dir nur ABSOLUT recht geben ! Ein Autokauf ist Geldverbrennung, wie sonst kaum was ! Ich werde der Autoindustrie NÜSCHT, aber auch gar nüscht mehr in den Rachen werfen ! Das hat sie sich selber zuzuschreiben…:-(.
      Bin nämlich ein Sachwertkonservativer…:-)).

    • Wolfgang Schneider

      @MT
      Nicht EUER Geld, sondern unser Geld. Und die alten Dieselautos fahren sogar mit altem Frittenfett statt Diesel. Hab für meinen VW – im November 1994 vom Band gelaufen – noch TÜV bis Ende Juli. Vielleicht sollte ich mir danach einen Diesel zulegen, GERADE WEIL man sie schlechtredet. Hab bloß gerade nicht das Geld. Weder für ein Auto noch für weiteres EM. Handwerker-Rechnungen sind zu bezahlen.

    • Ich kaufe mir einen alten Mercedes für 6k – 8k Euro und lasse ich einmal vernüftig auf Vordermann bringen. So ein Auto hält viele Jahre. Mehr Geld kann ich nicht sparen. Ich kann nur dringend davon abraten ein neues Auto zu kaufen. Das ist Geld verbrennen wie es im Buche steht. Ich könnte mir locker einen Neuwagen der gehoben Klasse leisten, aber ich werde sicherlich nicht mein Geld in den Rachen der Autoindustrie stecken.
      Auto Freaks sehen das natürlich anders, aber die haben ja in der Regel genug Geld ;-)

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  • renegade: @toni Wäre auch nicht dass erste Mal, dass sich eine Partei durch Machthunger und Postenschachereien 180...
  • renegade: renegade 13. Dezember 2019 – 17:55 Ihr Kommentar muss noch freigegeben werden! Ich verlinke zwar...

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