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Gold unter Druck, aber die „Warnsignale mehren sich“!

Der in Euro gerechnete Goldpreis hat seit Erreichen seines Allzeithochs fast 7 Prozent korrigiert. Die Aktienmärkte dagegen haussieren. Wie ist diese Entwicklung einzuordnen?  

Gold, Goldpreis (Foto: Goldreporter)

Goldpreis unter Druck. Die Bären drohen, vorübergehend die Kontrolle zu übernehmen (Foto: Goldreporter).

Goldpreis gedrückt

Am heutigen Vormittag um 9:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.708 US-Dollar. Das entsprach 1.503 Euro. Der Silberpreis notierte bei 17,66 US-Dollar (15,55 Euro). Gegenüber Vortag lagen die Kurse zwischen 0,2 und 0,5 Prozent zurück. Der Euro-Goldpreis hat seit dem Erreichen des Rekordhochs bei 1.610 Euro am 15. Mai 2020 (FOREX) 6,6 Prozent korrigiert. Dazu beigetragen hat auch der starke Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar.

Aktien-Euphorie

Auf der anderen Seite haussierten die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen. Seit dem Crash im März ist der DAX wieder um gut 45 Prozent gestiegen. In der Kursentwicklung manifestiert sich vor allem Hoffnung, dass das Gröbste im Zuge der Corona-Krise eingepreist ist. Die billionenschweren Hilfsprogramme und die enorme Liquiditätsflut beflügeln die Gewinnfantasien vieler Spekulanten und dämpfen die Nachfrage nach Absicherungsstrategien – wie etwa Gold. Dass die Bewertung der Unternehmen und die implizierten Gewinnerwartungen angesichts des schwersten Wirtschaftseinbruchs seit dem zweiten Weltkrieg völlig überzogen sind, wird in weiten Teilen der Anlegerschaft ignoriert.

„Warnsignale mehren sich“

Das Gold in diesem Umfeld eine Schwächephase durchmacht, ist nicht ungewöhnlich. Bank-Analysten rücken bislang noch nicht in Scharen von ihren positiven Goldpreis-Prognosen ab. So schreibt JP in einer aktuellen JPM-Notiz: „Die Warnsignale mehren sich und dies sollte bis in die zweite Hälfte hinein bullisch für Gold sein. Auf kurze Sicht wird die gegenwärtige Hausse an den Aktienmärkten wahrscheinlich anhalten. Gold dürfte nicht nur von den Liquiditätsspritzen der Zentralbanken profitieren, sondern ist auch einem schwächeren Dollar ausgesetzt und dürfte eine Absicherung gegen einige der Abwärtsrisiken bieten, einschließlich der Handelsspannungen zwischen den USA und China und der Unruhen in den USA.“

Goldpreis weiter unter Druck?

Georgette Boele von ABN Amro warnt dagegen vor dem Risiko eines vorübergehend noch stärkeren Goldpreis-Rückgangs. Innerhalb der kommenden drei Monate erwartet sie eine weitere Welle hin zu risikoreicheren Anlageformen. „Wir denken, dass Investoren Teile ihrer Positionen (ETFs und/oder spekulative Positionen) in Gold, Silber und Platin schließen werden“. Ab dem dritten Quartal geht Boele dann wieder von steigenden Kursen aus. Ende September rechnet man bei ABN Amro mit einem Goldpreis von 1.775 US-Dollar und Ende des Jahres soll Gold bei 1.800 US-Dollar stehen.

Update: 05.06.2020, 15 Uhr: Nach der Meldung überraschend positiver US-Arbeitsmarktzahlen für Mai rutschten die Edelmetall-Kurse am heutigen Nachmittag tiefer in die Verlustzone (Goldpreis: 1.494 Euro = -1,1 %; Silberpreis 15,38 Euro = -1,4 %).

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Eingetragen von am 5. Jun. 2020. gespeichert unter Aktien, Banken, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

14 Kommentare für “Gold unter Druck, aber die „Warnsignale mehren sich“!”

  1. Klapperschlange

    Nachdem sich ABN Amro schon mehrfach beim Thema GOLD die Finger verbrannt hat und zum 1.4.2020 nach großen Verlusten im Goldhandel diesen komplett einstellen mußte, kann man wohl die Aussage dieser holländischen Großbank zum Thema „GOLD“ in der Pfeife rauchen.

    Quelle verbrannter Zeigefinger 2013, (siehe hier:)

    Quelle verbrannter Mittelfinger 2020, (siehe hier:)

    Quelle verbrannter Daumen 2020(2), (siehe hier:)

    • Die Aussagen hier sind genauso hilfreich wie alles was über Börse und von selbsternannten „Analysten“ so als „Wahrheiten verkauft “ wird!

      • @Kikar

        Von Max Plank heißt es, dieser hätte ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studieren wollen, er ist dann doch zur Physik gewechselt, die wäre doch wesentlich einfacher.

        Wirkliche kompetente Ökonomen, die findest Du nicht unter den Etablierten d.h. Wirtschaftsweisen, Analysten, IFO Institut oder DIW oder in den Mainstream-Medien. Nein auch nicht bei den RECHTEN, wenn die Gold kaufen, dann tunn Sie zwar das Richtige, aber Sie wissen nicht warum.

        Leute die ökonomisch was drauf haben, sind so selten wie die Stecknadel im Heuhaufen. Aber selbst die können bestenfalls Tendenzen prognostizieren, hellsehen können die auch nicht.

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  3. Klapperschlange

    Wie man soeben sehen kann, werden Gold & Silber per PPT-Tuning „tiefergelegt“ – es gibt dafür einen wichtigen Grund:

    Der heutige Bericht vom US-Arbeitsmarkt (außerhalb der Landwirtschaft, 14:30 Uhr) wird ein Bericht für die Geschichtsbücher sein: mit einer Rekordarbeitslosigkeit von über 20% und zusätzlichen 7 – 8 Millionen Arbeitsplatzverlusten , die zu den 20 Millionen vom letzten Monat hinzukommen, wird das Bild vom US-Arbeitsmarkt viel schlechter sein als alles, was zuvor in der Geschichte der USA beobachtet wurde, und die dunkelsten Tage der Großen Depression in den Schatten stellen.

    Dennoch werden die US-Börsen-Indizes bis zum Börsenschluß alle im „grünen Bereich“ in das Wochende gehen, weil …“

    – die US-Aktienmärkte sich von der wirtschaftlichen Realität völlig abgekoppelt haben („die Wallstreet (73 %) nennt die Aktienmärkte inzwischen „ Jay Powells Markt“),
    – die Aktienmärkte nur aufgrund des künstlichen Tricks der FED-Bilanzexplosion und eben nicht aufgrund fundamentaler Wirtschafts-Faktoren nach oben auf das „Schön-Wetter-Plateau“ getrieben werden – („whatever it takes“),
    – … viele altgediente Investoren ( Warren Buffett, Stanley Druckenmiller, …) bei der sich abzeichnenden hyperaktivsten und lächerlichsten Rallye der Geschichte das Handtuch werfen und große Aktienpakete verkaufen.“

    Was wäre wohl vor einem Jahr an den Aktienmärkten passiert, wenn an einem Freitag-Nachmittag in der Mainstream-Presse die aktuelle Zahl der US-Arbeitslosen mit ~ 28 Millionen bekanntgegeben worden wäre?

    Und heute?
    Nächstes Thema…

  4. Was interessiert mich der Preis von Gold, ich kenne seinen Wert.

  5. @Klapperschlange.

    Ja der Großteil investiert in Aktien.
    Ich sehe es bei meinen Arbeitskollegen.
    Gewinn haben die wenigsten gemacht.

    Der österreichische Aktienmarkt hat 2 gravierende Nachteile.
    1. 27,5% Gewinnsteuer
    2. Die Aktieninhaber orientieren sich eher am realen Umfeld, das schaut nicht
    so gut aus.

    Der Dow und auch der Dax widerspiegeln nicht die Realität.
    Österreich mit dem aufgeblasenen Verwaltungssektor und den hohen
    Pensionen wird der größte Verlierer sein.

  6. Monsterdrückung geht weiter!

  7. Fein fein, drückt mal weiter. Ich brauche noch ein paar Goldtaler und Silberkisten…stehe in den startlöchern mit den Baumwollappen

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