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Goldpreis: Spekulanten schöpfen wieder Hoffnung

Die spekulativen Goldhändler an der COMEX haben vergangene Woche wieder ihre Long-Position erhöht. Aber auch der Wunsch, physisches Gold zu besitzen, ist unter Terminhändler wieder deutlich gestiegen.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Foto: Goldreporter)

Physisches Gold bekommt wieder mehr Gewicht für US-Terminhändler. Die Anträge auf Auslieferung echter Goldbarren sind in dieser Woche erneut stark angestiegen (Foto: Goldreporter).

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis hat sich nach dem Rückfall in der Vorwoche merklich erholt, auch wenn das zwischenzeitlich zurückeroberte Niveau von 1.900 US-Dollar nicht gehalten werden konnte. Der kleine Kursaufschwung war begleitet von einer Zunahme des Optimismus unter spekulativen Händler an der US-Warenterminbörse COMEX. Die betrachten die jüngsten CoT-Daten mit den größten Positionen der Akteure im Geschäft mit Gold-Futures per 29. September 2020.

CoT-Daten

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ stieg gegenüber Vorwoche um 7 Prozent auf 286.178 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 11 Prozent zu auf 243.659 Kontrakte. Die Netto-Käufe des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) erhöhte sich sogar um knapp 16 Prozent auf 94.372 Kontrakte.

Weniger Kontrakte

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX sank dagegen um 2,34 Prozent auf 562.396 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag ging der Wert um weitere 1,7 Prozent zurück auf 552.527 Kontrakte. Das ist der niedrigste Wert seit drei Wochen.

Lagerbestände und Lieferwünsche

Wie haben sich die COMEX-Lagerbestände entwickelt? Das Gold-Inventar umfasste per 1. Oktober 2020 insgesamt 36,85 Millionen Unzen. Gegenüber Vorwoche hat sich das Gesamtinventar um rund 230.000 Unzen verringert. Die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) betrugen zuletzt 19,94 Millionen Unzen, 840.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Am Freitag nach Börsenschluss summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung (Oktober-Kontrakt) bereits auf hohe 19.381. Im Kontakt-Monat September waren es nur 4.939, nach 49.026 im August und 55.102 im bisherigen Rekordmonat Juni. Der Wunsch, physisches Gold zu besitzen steigt also unter Terminhändler wieder.

Kursentwicklung

Der Goldpreis auf Basis der US-Futures (meistgehandelter Kontrakt; Dezember) ging mit 1.904,10 US-Dollar pro Unze ins Wochenende. Gegenüber Vorwoche ergibt sich ein Kursanstieg von 2 Prozent. Im FOREX-Handel schloss Gold bei 1.899,50 US-Dollar. Dabei vollzog der Goldpreis im Wochenverlauf Schwankungen zwischen 1.848 US-Dollar (Montag) und 1.912 US-Dollar (Donnerstag). Wir sehen damit wieder einen kurzfristigen Aufwärtstrend bei Gold.

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Eingetragen von am 3. Okt. 2020. gespeichert unter CoT, Gold, Goldpreis, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

15 Kommentare für “Goldpreis: Spekulanten schöpfen wieder Hoffnung”

  1. Ein interessantes Interview mit dem CEO von Microstrategy, der vor kurzem über 400 Mio $ in Bitcoin investiert hat.

    https://www.youtube.com/watch?v=6RuQhsNAYh8

    Es geht unter anderem um den Vergleich von Gold zu Bitcoin als Anlage zum Schutz vor Inflation.

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  3. Wolfgang Schneider

    https://www.naturalnews.com/2020-10-02-true-national-debt-135-trillion-not-27-trillion.html#
    Sie schöpfen wieder Hoffnung, und diese Hoffnung ist nur allzu berechtigt. I owe you.

  4. Die Einschläge kommen näher. Wer glaubte, der Kelch des „Verwahrentgeltes“ gehe an ihm vorbei, der könnte sich ganz schnell eines Besseren belehrt sehen.

    Die zur Gruppe der Volksbanken gehörende „Bank 1 Saar“ aus Saarbrücken möchte offenbar das Role Model spielen. Bzw. die Volksbanken lassen hier einen Versuchsballon starten, um auszuloten, wie dreist man vorgehen kann.

    Jedenfalls fordert die „Bank 1“ von ihren Kunden einen Strafzins von -0,75 Prozent. Zur Erinnerung: Die EZB hat einen Negativzins von „lediglich“ -0,50 Prozent für das Parken von Liquidität verhängt – die wohlfeile Rechtfertigung fürs Abkassieren der Endkunden. Und diese -0,75 Prozent der Saar-Bank werden nun bereits ab 10.000 Euro auf allen privaten Tagesgeld- und Girokonto erhoben [wenn die Konten nach dem 27. März 2020 eröffnet wurden].

    https://finanzmarktwelt.de/negativzinsen-fuer-privatkunden-die-dreisteste-bank-kommt-aus-dem-saarland-180090/

    Die Einschläge kommen zwar näher, aber der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht, liebe Banken.

  5. Wolfgang Schneider

    @Nicht nur für Krösus
    https://deutsch.rt.com/meinung/107379-durch-corona-zuruck-zur-ddr/
    Das hört Euch mal alle an. Eine vernünftige. sachliche Rückblende zum Anlaß des heutigen 3. Oktober.

  6. A Guatl für den Sonntag.
    Krall und Polleit diskutieren über Geldpolitik:

    https://www.youtube.com/watch?v=cgLsdj35wjQ

  7. Kleine Verschwörungstheorie zum Sonntags-Kaffee

    Warnhinweis:
    Alle die Bundesbürger
    – mit aktivem Untertanen-Gen,
    – die, die den Tag mit dem Wahlspruch „Mutti Angela wirds schon richten“
    beginnen,
    – auch heute noch ohne nachdenken vor dem Hauptmann von Köpenick salutieren würden

    bitte nicht weiterlesen. Aber das betrifft ja nur 80 % der Bevölkerung.

    Gut sichtbar dreht die Regierung ja wieder an der Covid-Panik-Schraube (obwohl die Intensivstationen leer sind und es so gut wie keine Hospitalisierungen gibt etc.).

    Deshalb sind nun auch fast ganz Holland, Österreich und die Schweiz Covid-Risikogebiet.

    Fällt Ihnen was auf ?

    Rein zufällig sind das genau die Länder, in denen man EM noch bis 10.000 Euro bzw. 15. 000 CHF anonym kaufen kann.
    Zufälle gibt es…….

    Wette:
    Spätestens bis Ende Oktober werden die Grenzen wieder dicht gemacht bzw. Vollkontrolle bei der Einreise mit Zwangstest und Zwangsquarantäne.

    Zeitgleich, spätestens zum 01.01.2021 wird die Grenze für anonymen EM-Kauf in D auf 500 Euro abgesenkt, damit ist dann endlich auch der 10g Barren off limits.

    Dann kann man sich hier seitenweise über Charts, sinkende oder steigende Goldpreise, die COMEX-Spielchen etc. austauschen, aber das NEUE EM heisst dann UNOBTANIUM.

    Keine Bange, habe offensichtlich nur schlecht geschlafen und einen schlimmen Traum gehabt….

    Alles wird gut.
    Die letzten 2 Sätze richten sich insb. an die Finanzamts-Trolle, die hier mitlesen.

  8. Kleine Anmerkung: wer mehr sichtbares Geld auf dem Bankkonto hat, als er für die nächsten 3 Monate für den Zahlungsverkehr benötigt, handelt grob fahrlässig.

    Der Rest sollte sofort als Scheine ins Schliessfach und im 2. Schritt zumindest teilweise inflationsgesichert angelegt werden.
    Sachdienliche Hinweise hierzu kann dieses Forum liefern.

    Zur Not holt man wieder was aus dem Schliessfach.
    Negativzinsen sind eine reine „Dummensteuer“.

    • Und Die glaube echt im Notfall kommen Die noch an Ihr Schliessfach? Lachhaft. Das war das Erste was in GR und Zypern blockiert wurde.

    • Wenn die Banken schließen (bei dem Crash) kommt man weder an sein Geld noch an den Schließfach. Besser Bargeld zu Hause horten aber wenn Bargeld verboten wird?

  9. @Andreas, London

    Klar, Schliessfach nur als Zwischenlager für kurze Zeit.
    Sicherheit ist relativ.
    Schliessfach für 2 bis 3 Monate ist sicherer als Kontoauszug. Relativ.

    Wer andere Lagermöglichkeiten hat: natürlich besser.

    Papier egal welcher Farbe sollte ohnehin in eine nachhaltige Anlage umgewandelt werden.

    Seit 1.10.2020 gibt es eine ansatzlose Meldepflicht der Banken für Schliessfächer an den Fiskus. Warum wohl ?

    Es gibt hier sicher einige mitlesende Normalverdiener, die keinen Tresor im Bunker ihres Ferienhauses in der Schweiz als Lagermöglichkeit haben.
    Das ist dann schon recht sicher, man muss dann nur noch rechtzeitig über die Grenze zu seinen Goldbarren kommen.

    Wenn Bargeld verboten wird ?
    Dann zahlen die vorbereiteten Menschen mit Combicubes, Silbermünzen etc.
    Irgendetwas wird immer gehen.
    Mein Grossvater hat 1946 seine Lebensmittel mit Zigaretten (Lucky Strike) bezahlt.
    Irgendwas geht immer.

    Nur eine Sache ist wirklich zu 100 % sicher: ein US-Nobelpreisträger für Wirtschaft sagte mal so nett: … in the long run we are all dead…
    Also:
    LEBEN !
    JETZT!

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