Sonntag,03.März 2024
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Goldpreis über 2.000 Dollar: Marktstärke nimmt zu!

Der Goldpreis beendete die Handelswoche erstmals seit Mai wieder oberhalb von 2.000 US-Dollar pro Unze. Dabei sehen wir eine Zunahme der Marktstärke im Geschäft mit Gold-Futures.

Goldpreis über 2.000 Dollar

Der Goldpreis hat die Handelswoche knapp oberhalb von 2.000 US-Dollar beendet. Aufgrund des Thanksgiving-Wochenendes in den USA erscheinen die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit US-Gold-Futures erst nach Handelsschluss am kommenden Montag. Analysieren können wir aber die Kursentwicklung und den Open Interest im Bereich der Futures und Optionen per 24. November 2023.

Gold, Goldpreis, Gold-Futures, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Steigender Open Interest, sinkende Goldbestände: Die am Freitag per Futures gehandelten Gold-Kontrakte an der COMEX waren nur noch mit weniger als 40 Prozent physisch gedeckt (Bild: Goldreporter).

Open Interest

So betrug die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX zum Wochenschluss 500.371 Kontrakte. Damit ergibt sich gegenüber Vorwoche eine Zunahme um 5,6 Prozent.

Auch bei den Gold-Optionen sehen wir einen weiteren Anstieg des Open Interest gegenüber Vorwoche um 1,6 Prozent auf 1.094.683 Optionen. Dabei stieg die Put/Call-Ratio auf 0,542 (Vorwoche: 0,528). Das heißt, auf 100 Put-Optionen kamen zuletzt 185 Call-Optionen (Vorwoche: 189). Somit nahm der Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment gegenüber Vorwoche etwas ab.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis beendete die Handelswoche auf Basis der US-Futures mit 2.003,70 US-Dollar pro Unze (Dezember-Kontrakt). Damit ergibt sich gegenüber Vorwoche ein Kursanstieg von 0,9 Prozent. Gleichzeitig sehen wir den ersten Wochenschlusskurs oberhalb von 2.000 US-Dollar seit dem 12. Mai 2023. Das ist in Sachen Momentum durchaus von Bedeutung und verdeutlicht den jüngsten Aufwärtsdruck bei Gold. Denn innerhalb der vergangenen fünf Wochen war dieser Sprung zuvor dreimal denkbar knapp gescheitert, wie die folgenden Wochenschlusskurse zeigen:

  • Freitag, 03.11.23: 1999,20 USD
  • Freitag, 27.10.23: 1998,50 USD
  • Freitag, 20.10.23: 1994,40 USD
Gold, Goldpreis, Goldchart, Wochenchart
Goldpreis-Entwicklung in der vergangenen Woche auf Basis der US-Futures. Angriff auf die 2.000er-Schwelle zunächst erfolgreich (Quelle: CME Group).

Schon im jüngsten Wochenverlauf gab es immer wieder Ausschläge über diese runde Kursmarke, auch wenn darauf erneut Rücksetzer folgten.

COMEX-Gold-Lager

Unterdessen sanken die Goldbestände in den COMEX-Tresoren gegenüber Vorwoche erneut um 10.000 Unzen auf 19,87 Millionen Unzen (Vorwoche: -10.000). Dabei nahmen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um diese 10.000 Unzen ab auf 9,81 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet).

Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 500.371 Kontrakten wurden Ende der Woche insgesamt 50.037.100 Unzen Gold in Form von Standard-Futures gehandelt (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell nur noch zu 39,7 Prozent mit entsprechenden Lagerbeständen gedeckt (Vorwoche: 41,9 %).

Lieferanträge

Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt werden. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.

So meldete die Börsenaufsicht CFTC für den Kontraktmonat November nun 5.742 Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Das heißt, alleine vergangene Woche kamen 3.762 hinzu. Zum Vergleich: Im Oktober waren es insgesamt 11.532. Dagegen lag die Summe im bisherigen Rekordmonat (Juni 2020) bei 55.102 Anträgen auf physische Auslieferung des als Futures gehandelten Goldes.

Goldpreis-Ausblick

Die Marktstärke hat zugenommen, denn Goldpreis und Open Interest stiegen in dieser Woche gemeinsam an. Das heißt, der Gold-Anstieg lockte neue Futures-Händler an. Schafft es der Goldpreis nun, sich dauerhaft über diesem Niveau zu etablieren? Am vergangenen Mittwoch haben wir dazu die charttechnischen Rahmenbedingungen skizziert: Goldpreis-Ausbruch: Jetzt kann es passieren!

In der kommenden Woche stehen nun die Verfallstermine an der COMEX an. Am Dienstag ist bei den Gold-Futures letzter Handelstag für die November-Kontrakte. Und bereits am Montag laufen die Dezember-Optionen aus. Diese Termine dürften die weitere Kursentwicklung mitbestimmen.

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15 Kommentare

    • Gold geht in die richtige Richtung. Alltimehigh fällt demnächst. Ist auch noch nicht zu früh…:-)
      Und diese Marke wird schnell übersprungen werden. Diese Feder wird schon zu lange gespannt…!
      Silber wird noch stärker reagieren

  1. @Oliver
    Jo, bin dabei. Warte noch auf bessere Kaufkurse, hab schon einiges an Buntes Papier angespart. Wollte eigentlich wieder mal Gold Maples kaufen, aber nachdem ich die Gold Lunar Drachen und den neuen Gold Panda gesehen hatte, werden wohl die Maples warten müssen. Auf jedem Fall müssen die bunten Geldscheine weg, ist doch kein schlechter Tausch. Papier weg, Gold her.
    Ho, ho,ho. Ich mag die Weihnachtszeit! Es gibt immer goldige Geschenke.

    • @Big Driver
      Wir haben gestern Papier in 6 Kästen Schneider Weisse, Erdinger Weissbier und Augustiner getauscht.
      Bei der Regierungspolitik ist in absehbarer Zeit das Leergut mehr wert als die investierten Euros.
      Noch eine Anlageidee: Pfandbons von Aldi.
      Gedankenspiel:
      Man hat die freie Wahl zwischen 3 Papierzettelchen.
      1.) Kommt von Aldi
      2.) Kommt von Christinchen
      3.) Kommt von Olaf und Christian.
      Na, wem traue ich ?
      Aldi ist zudemder Letzte, der pleite geht.

      Spaß beisiete: wir warten auch noch mit dem Schwermetall.
      Öl wird massiv billiger, Kupfer massiv billiger als 2022, das sieht unübersehbar nach Rezession und sinkenden Steuereinnahmen aus.

  2. @BigDriver
    Ich würd’s dir ja gönnen, alter Grieche – aber nach so einigen Artikeln denke ich nun, dass es anders kommt… Ich glaube (Bauchgefühl!), diesmal rauscht es schneller rauf! MEIN Keller bleibt bis Januar zu!
    Habe ja auch ausreichend! Aber ich stimme zu: besser, die Baumwolle gegen echtes AU-Geld zu tauschen! Der letzte 100er rettet Dich auch nicht mehr! Ella, ella, Hellas!!! Oder wie Udo sagte: „und überhaupt ist alles längst zu spät – und der Nervenarzt weiß auch nicht mehr wie’s weitergeht…“ (Andrea Doria) Kalinichta!
    Dein Dokta (Blindis Dioptridis)

    • Gold lieben gerade die, die ihre Familie lieben und über mehrere Generationen denken. Wenn dann das Herz tatsächlich erkaltet ist und das letzte Hemd keine Taschen hat, bleibt den Hinterbliebenen mehr als schöne Erinnerungen.

  3. @GoldNewbie
    Titelsong aus 007 „Goldfinger“, Shirley Bassey, 1964! „…the man with the Midas-touch – a spiders‘ touch…“
    Hoffentlich haben / behalten wir alle den „goldenen Griff“…!?
    Der Dokta (derzeit on her Majesty’s secret service)

  4. So da sind sie wieder überschritten die 2000 kann sein ,dass sie Freitag noch mal runter drücken aber auf Dauer werden sie gegen den aus Schuldenwirtschaft resultierenden Kesseldruck nicht ankommen.Man könnte als Segler auch sagen der Kahn hat 10 Löcher unter der Wasserlinie aber nur 9 Stöpsel,die kann man unverdrossen umstöpseln so viel man will, die Titanic wird sinken.

  5. Meine persönliche Meinung: Der Kurs wird jetzt passend zum Weihnachtsgeschäft nach oben gepusht, um ein paar Tore abzucashen. Nach dem 26.12. geht es (vorübergehend) steil bergab…

    • 1996:
      Ich sehe es wie Herr Materialist. Es wird immer schwieriger, den Deckel auf dem Topf zu halten. Das Gold drückt nach oben. Und zu Weihnachten schenken die Menschen sich nach meiner Erfahrung eher Kleidung, Technik und sonstigen Konsumkram. 1/3 der Deutschen haben nicht einmal Sparguthaben von 1.000,00 Euro. Von Goldgeschenken kann die Mehrzahl der Leute wohl nur träumen. Und angesichts der Lage und der zu erwartenden Entwicklungen wird sich das auf absehbare Zeit nicht ändern.

  6. @1996
    Nö!!! Sinnlos! Das Kartell verliert so langsam die Kontrolle! Wenn mein Bauchgefühl versagt, lade ich ich Sie auf ein perfektes „surf & Turf Dinner“ ein! Plus einen guten Scotch dazu!
    Der Dokta

  7. Leute, freut Euch nicht zu früh (zumindest wenn Ihr noch in Pleitistan wohnt).

    Den Helden in Berlin (und vielen Landeshauptstädten) fehlen mindestens 260.000 Millionen.
    Dazu stehen jeden Tag Industrieverlagerungen mit zigtausend Jobs in der Presse (heute 1.600 bei Michelin, zu hohe Kosten in Debilistan.). Selber bei Goodyear.
    Alle die Jobs kommen nie wieder.

    Benkos Signa ist nun wohl endgültig Geschichte.
    https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/insolvenz-der-signa-holding-so-hart-trifft-die-signa-insolvenz-den-immobilienmarkt/29531252.html
    Im Text: bei Projektentwicklungen sind die Preisabschläge derzeit schon bei 70 % (!!!).
    Jetzt schon, vor der Pleite.
    Das fängt ja gut an…..
    Welche Bomben das in Bankbilanzen hinterlässt, welche weiteren Projektentwickler und Baufirmen da mit in den Abgrund gerissen werden etc. wird noch spannend.

    Jeder Bankkunde sollte sich jetzt die Frage stellen: na, welches Exposure hat meine Bank im Immobereich incl. Baustoffhersteller etc. ?

    Es besteht Grund zur Beunruhigung, was den Polithelden jetzt noch alles einfallen wird.
    Brutal sparen ?
    Bei der Truppe ?
    Das Gesetz zum Lastenausgleich wird zum 01.01.2024 wirksam.
    Die Energiepreisbremsen sind nicht mehr finanziert etc…..

    Das Murmeltier verkriecht sich jetzt wohl sicherheitshalber ganz tief in den Bau.
    Gut, wenn da ausreichend haltbare Vorräte liegen (und kein Papier).

    Für die Restmüllentsorgung warten wir noch darauf, dass das System (hoffentlich) kurz vor Jahresende noch mal die Kurse von Aktien (rauf) und Gold (runter) systemfreundlich manipuliert.

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