Sonntag,09.Mai 2021
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Größter Goldproduzent meldet stark rückläufige Goldfunde

Barrick Gold: Tagebaumine in Bald Mountain, Nevada (USA)

Der weltweit größte Goldproduzent Barrick Gold ist im vergangenen Jahr nur auf drei bedeutende Goldlagerstätten gestoßen, 1991 waren es noch elf.

Einmal mehr bestätigt sich eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet und die bei anhaltender Goldnachfrage Auswirkungen auf den Goldpreis haben wird. Neue substanzielle Goldfunde werden immer seltener. Die Kosten der Goldförderung steigen kontinuierlich. Das Goldangebot aus der Minenproduktion schrumpft tendenziell, zumindest ist es in den vergangenen Jahren nicht mehr substanziell gestiegen.

Der weltweit größte Goldproduzent Barrick Gold ist im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben nur auf drei nennenswerte neue Goldlagerstätten gestoßen. Keine davon berge mehr als 20 Millionen Unzen Gold. Im Jahr 1991 habe man noch elf bedeutende Entdeckungen gemacht.

Auf einer Investoren-Konferenz in Hongkong erklärte Firmenchef Jamie Sokalsky, dass selbst ein deutlich höherer Goldpreis den Gold-Output der Bergbauunternehmen nicht beflügeln werde. „Ich sehe keine starken Anstieg der Goldproduktion, sollten wir Preise von 3.000 Dollar sehen. Bei höheren Goldpreisen sind wir mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert. Ich gehe davon aus, dass es diese höheren Preise nur sehr begrenzte Auswirkungen hätten“, so Sokalsky.

Es sei nicht nur schwieriger, große Goldlagerstätten zu finden. Man benötige auch etwa zweimal so lange als noch vor einer Dekade, um daraus produzierende Minen zu machen. Es beanspruche heute deutlich mehr Zeit, Schürfrechte zu erhalten, Verhandlungen mit Regierungen und Gemeinden zu führen und ökologischen Restriktionen gerecht zu werden. Es koste zudem um einiges mehr, eine Mine zu errichten und diese zu finanzieren. Sokalsky: „Wir werden nicht so schnell neue Minen in Betrieb nehmen können, wie wir dachten, um auslaufende Minen zu ersetzen“.

Die Barrick Gold Corp. verfehlte mit ihren Geschäftsergebnissen im dritten Quartal die Erwartungen von Analysten, nachdem die Förderkosten deutlicher angestiegen und die Fördermengen unter den Schätzungen geblieben waren (Goldreporter berichtete).

Goldreporter

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