Dienstag,20.Januar 2026
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Pressespiegel: „Die Deutschen haben unser Gold gestohlen“

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Interessante Stories und Links zum Thema Gold

Die Wahrheit über das Gold der Griechen, Handelsblatt
Der griechische Vizepremier Theodoros Pangalos behauptet, die Deutschen besäßen immer noch Gold, das die Deutschen den Griechen im Zweiten Weltkrieg gestohlen und nie zurückgegeben hätten. Das Handelsblatt widerlegt die Behauptungen.

Kommentar: Weitere Ablenkungsmanöver und Verschleierungstaktik. Griechenland wird nicht mehr lange mit Euro zahlen. Wir möglicherweise auch nicht.

Star-Investor sieht Gold auf 2000 Dollar steigen, Focus
Die lebende Rohstoff-Legende Jim Rogers will sein Gold in Erwartung weiter steigender Kurse für lange Zeit nicht verkaufen. Ob die Konjunktur nun anziehe oder nicht, spiele für die positive Goldpreisentwicklung keine Rolle.

Kommentar: Der Mann weiß, wovon er spricht!

Gold-Spruch des BGH, Börse Online
Zitat: „Anleger können unter Umständen Schadenersatz bei Gold-Knock-outs fordern. Denn Bezugsverhältnisse von Optionsscheinen dürfen nicht nachträglich korrigiert werden, entschied der Bundesgerichtshof (BGH).“

Kommentar: Echtes Gold kaufen, dann gibt’s auch kein Emittentenrisiko. Derivate sind Teufelszeug!

Investec Global Gold sieht langfristigen Goldpreisboden bei 1.000 USD, Rohstoffe-go.de

Zitat: „Allerdings warnte Investec vor Problemen für den Goldpreis, insbesondere auf Grund politischer und fiskalischer Entscheidungen. Nach Ansicht der Experten könnten die Vorschläge zur Neuregelung des Bankensektors von US-Präsident Obama theoretisch einen negativen Einfluss auf den Preis des gelben Metalls haben. Teile der geplanten gesetzlichen Regelungen könnten dazu führen, dass das Volumen des Rohstoffhandels insgesamt sinke.“

Kommentar: Derzeit wird ein Vielfaches des tatsächlich verfügbaren physischen Goldes an den Terminmärkten gehandelt, vor allem initiiert durch Verkäufer (Short-Selling). Eine Einschränkung dieses Handels wird eher zu einem steigenden Goldpreis führen.

Gold: FMA warnt vor unseriösen Anbietern, Nachrichten.at
Zitat: „Schon im Herbst des Vorjahres warnten die AK-Konsumentenschützer nach einer `guten Handvoll´ Beschwerden vor der Firma KB Edelmetall mit Sitz in München und Luzern. Kritikpunkte waren die `viel zu hohen Kosten´, die mangelnde Risiko-Aufklärung und die `dürftigen Vertragsklauseln´.“

Kommentar: Vorsicht bei so genannten Goldsparplänen. Hier muss man genau auf die Kosten und die Abrechnung achten. Wer als Kunde jeden Monat einen 1g-Barren mit einem Aufgeld von 60 Prozent erwirbt und darüberhinaus nicht einmal ein Einzeltestat für die Einlagerung des Goldes erhält, macht etwas falsch!

Und, das IWF-Gold geht an ….

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In der vergangenen Woche gab der Internationale Währungsfonds bekannt, man wolle die restlichen 191,3 Tonnen Gold aus dem 2009 aufgelegten Verkaufsprogramm am offenen Markt anbieten. Greifen nun doch asiatische Zentralbanken zu?

191,3 Tonnen Gold. Das ist kein Pappenstil. Am London Bullion Market werden täglich rund 30 Tonnen gehandelt, pro Transaktion zuletzt durchschnittlich 2,9 Tonnen. Die vom IWF zur Veräußerung anstehende Goldmenge entspricht somit dem Gesamtvolumen von sechs Londoner Handelstagen.

Je nach dem, zu welchem Preis man bereit ist, das kostbare Edelmetall zu veräußern, könnte der IWF-Verkauf kurzfristig signifikanten Druck auf den Goldpreis ausüben. Doch kommt es tatsächlich dazu?

Wer kauft das IWF-Gold? Das ist derzeit die wahrscheinlich meist gestellte Frage unter Marktbeobachtern. Greifen nun doch Länder aus dem asiatischen Raum zu? Wer käme jetzt als Abnehmer für das kostbare Edelmetall in Frage?

China
Der Goldanteil an den immensen Währungsreserven des Landes ist im internationalen Vergleich mit 1,5 Prozent weiterhin verschwindend gering. Mehr oder minder offizielle Vertreter der People’s Bank of China wurden immer wieder mit der Aussage zitiert, man werde sich mehr Gold aneignen, aber nicht zu jedem Preis. Dass China jetzt von dem IWF-Angebot Gebrauch macht, gilt daher als unwahrscheinlich. Kürzlich hieß es außerdem, China wolle sich verstärkt über die Beteiligung an ausländischen Minenunternehmen Gold verschaffen. Darüber hinaus besteht weiterhin eine große Wertabhängigkeit der chinesischen Reserven vom US-Dollar. Wir vermuten, das Land setzt seine Tarnkappenstrategie fort und tauscht weiter ganz dezent und im Stillen, Greenbacks gegen werthaltigere Assets ein.

Russland
Das Land stockte seine Goldbestände zuletzt kontinuierlich auf und machte auch kein großes Geheimnis daraus. Vor gut einem Jahr wurde berichtet, Russland wolle den Anteil von Gold an den eignen Reserven auf 10 Prozent erhöhen. Derzeit liegt er mit 607,70 Tonnen bei 4,7 Prozent. Das entspricht einem aktuellen Gegenwert von 21,3 Milliarden US-Dollar. Um den Goldanteil der Reserven auf 10 Prozent zu erhöhen, bräuchte Russland zu aktuellen Preisen 685,3 Tonnen des Edelmetalls. 191,3 Tonnen wären ein guter Anfang.

Indien
Mit einem Anteil von 6,4 Prozent sind auch die Währungsreserven Indiens vergleichsweise schwach mit Gold diversifiziert, trotz des Zukaufs von 200 Tonnen im vergangenen Jahr. Für Indien ist Gold nichts Fremdes. Anders als China, kann das Land seine Goldbestände aber nicht über die Inlandsproduktion vergrößern, sondern ist gezwungen, das Edelmetall zu importieren. „Wir beobachten den Goldmarkt genau. Wir kaufen zu Marktpreisen“, zitierte die englische Zeitung The Guardian in dieser Woche einen nicht namentlich genannten, offiziellen Mitarbeiter der Reserve Bank of India. Er machte deutlich, dass Indien vor dem Hintergrund der schwächelnden Reservewährungen Dollar und Euro, sehr wohl beabsichtige, mehr Gold zu kaufen.

JGA – Jemand ganz anderes
Im vergangenen Jahr überraschten Mauritius und Sri Lanka den Markt, mit Käufen im Umfang von 2 beziehungsweise 10 Tonnen Gold. Kleinvieh macht auch Mist. Deswegen könnten diesmal Indonesien (Goldreserveanteil: 3,9%), Thailand (2,1%), Singapur (2,3%) oder gar Japan (2%) die Käufer des IWF-Goldes sein. Wir werden es erfahren, wenn es soweit ist.

US-Wirtschaft: Reiche haben noch Jobs, Arme nicht

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Von der aktuellen Wirtschaftskrise sind in den USA vor allem die Einkommensschwachen betroffen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, beträgt die Arbeitslosigkeit in dieser Bevölkerungsgruppe bereits bis zu 30 Prozent. Bei den Topverdienern herrscht dagegen geradezu Vollbeschäftigung.

Die öffentliche Diskussion über Milliarden-Boni für Banker reißt nicht ab. Und dennoch scheint sie nichts zu bewirken. Selbst mittlerweile verstaatlichte Institute, wie die Royal Bank of Scotland, können auf die erfolgsabhängigen Sonderzahlungen nicht verzichten.

Während also jene, die die aktuelle Wirtschaftskrise verursacht haben also weiter Topgehälter beziehen – deren Investment-Geschäft läuft ja auch prächtig – kommen alarmierende Daten über die Beschäftigungszahlen der amerikanischen Unter- und Mittelschicht.

Einer Studie des Center for Labor Market Studies der Northeastern University von Boston zufolge, sind Geringverdiener besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen, während Bezieher höherer Einkommen kaum etwas von der Misere am Arbeitsmarkt zu spüren bekommen.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA innerhalb der verschiedenen Einkommensklassen, gemäß der Studie.

Erläuterung: Die Einkommensbezieher sind in Zehntelklassen im Verhältnis zum jeweiligen Anteil an der Gesamtbevölkerung unterteilt. Das heißt, im einkommensschwächsten Zehntel der US-Bevölkerung herrschte im vierten Quartal 2009 eine Arbeitslosenquote von 30,8 Prozent. Das Top-Zehntel, mit einem Jahres-Einkommen ab 138.700 US-Dollar, war in diesem Zeitraum nur mit 3,2 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Studie deutet auch das ganze Ausmaß der Umverteilung von Volksvermögen in Krisenzeiten von unten nach oben an. Und eines kommt bei dieser Betrachtung erschwerend hinzu: Die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von der so genannten Finanzindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen.

In den USA wird immer weniger produziert. Ein immer größerer Anteil der Wirtschaftsleistung entsteht durch unproduktives Kapitaleinkommen.

Aus dieser Erkenntnis lässt sich auch ableiten, welche Macht die Bankenlobby in Washington mittlerweile haben muss und wie unwahrscheinlich deshalb die Durchsetzung grundlegender Finanzmarktreformen erscheint. Diese sind aber notwendig, um Krisen gleicher Art künftig zu verhindern.

Solange dies nicht geschieht, wird die wundersame Papier-/Schuldgeld-Vermehrung anhalten. In diesem Umfeld werden Gold und Silber in Sachen Vermögensschutz eine immer größere Rolle spielen.

Deutschland bleibt Europas größter Markt für Anlagegold

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Im vierten Quartal 2009 wurden hierzulande 25 Tonnen Gold in Form von Münzen und Barren abgesetzt. Trotz eines deutlichen Rückgangs zum Vorjahr und dem Verlust der Weltmarktführer-schaft, sind die Deutschen damit weiter europäische Spitze.

Die Deutschen sind Europameister im Goldkaufen. Mit einer Nettonachfrage von 25 Tonnen repräsentierte Deutschland im vierten Quartal 2009 den größten europäischen Absatzmarkt für Anlagegold. Der Anteil an der gesamten weltweiten Netto-Einzelhandelsnachfrage lag damit bei 3,63 Prozent. Dies geht aus den aktuellen Marktzahlen des vom World Gold Council veröffentlichen Jahresbericht 2009 hervor. Die Daten stammen vom Marktforscher GFMS und weisen die jeweils identifizierbaren Nachfrage- und Angebotsmengen aus.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2008 ging der Gold-Absatz in Deutschland unter dem Strich aber deutlich zurück. In Q4 2008 war Deutschland mit einer Netto-Nachfrage von 71 Tonnen (7,95% der globalen Nachfrage) noch der weltweit größte Markt für privates Anlagegold. In Q4 2009 entsprach die deutsche Nachfrage nur noch etwas mehr als einem Drittel dieser Menge.

Tab.: Gold-Einzelhandelsnachfrage
Vergleich der weltweiten Netto-Einzelhandelsnachfrage nach Gold; 4. Quartal 2009 vs. 4. Quartal 2008. Quelle: GFMS, World Gold Council. Alle Angaben ohne Gewähr.

Stark aufgeholt haben die USA. Mit einem Netto-Absatz von 37,3 Tonnen lag die Nettonachfrage sogar 1,9 Prozent über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums. Gegenüber dem dritten Quartal 2009 stieg der US-Einzelhandelsabsatz bei Anlagegold in Q4 2009 sogar um 104 Prozent.

Die Top-Retail-Investmentnachfrage im vierten Quartal 2009 kam aus Indien, mit einem Netto-Absatz von 42,9 Tonnen (-15,8 % zu Q4 2008).

Bemerkenswert ist auch die private Investment-Nachfrage in der Türkei. Innerhalb eines Jahres stieg der Netto-Absatz dort um 470 Prozent.

Zustand des US-Bankensektors weiter bedrohlich

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Die Kreditvergabe im amerikanischen Bankensektor sank im vierten Quartal 2009 so stark, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Anzahl der als problematisch angesehenen US-Banken ist von 552 auf 702 gestiegen. Der Zustand des US-Bankensektors ist weiterhin bedenklich.

Die Zahlen die die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) für das vierte Quartal 2009 veröffentlich hat, sind ernüchternd. Während einige US-Großbanken wieder Milliardengewinne ausweisen, leidet ein Großteil der mittleren und kleineren Banken weiter unter den Folgen der Wirtschaftskrise.

Die Zahl der von der FDIC als Problembanken eingestuften Institute, stieg von 552 im dritten auf 702 im vierten Quartal 2009. Diese repräsentieren gemeinsam Aktiva in Höhe von 402,8 Milliarden US-Dollar. 53 Milliarden Dollar an vergebenen Kreditzahlungen gelten bereits als uneinbringlich. Im Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 38,6 Milliarden Dollar.

Man rechnet in den Vereinigten Staaten deshalb mit einer anhaltenden Bankenpleitewelle, nachdem in diesem Jahr bereits 20 Banken geschlossen wurden und im vergangenen Jahr insgesamt 140 Geldhäuser dicht machen mussten.

Vor allem Kreditausfälle im gewerblichen Sektor stellen sich nun zunehmend als enormer Belastungsfaktor heraus. Amerikanische Regionalbanken sind besonders anfällig für Verluste aus der Kreditvergabe für Bauträger von Einzelhandelsgeschäften und Bürokomplexen. Das Business hat für diese Finanzinstitute existenzielle Bedeutung. Geschäftsaufgaben und Firmenpleiten führen hier zu steigenden Kreditausfällen, die sich entsprechend schwer auf die Finanzlage dieser Banken auswirkt.

Das führt auf der anderen Seite dazu, dass der Finanzsektor die Kreditvergabe stark einschränkt und so die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich hemmt.

Das vom Bankensektor zwischen Oktober und Dezember 2009 zur Verfügung gestellte Kreditvolumen sank gegenüber dem Vorjahr um 587,3 Milliarden US-Dollar oder 7,5 Prozent. Laut FDIC entspricht dies dem größten Rückgang der US-Kreditvergabe seit 1942.

Immerhin: Unter dem Stich verdiente die US-Bankenbranche im vierten Quartal 2009 914 Millionen US-Dollar. Im gleichen Vorjahreszeitraum stand noch ein sektorübergreifendes Minus von 37,8 Milliarden Dollar zu Buche.

Und dennoch: Zu dem Gewinn trugen in erster Linie die Großbanken mit ihren Profiten aus Investment Banking und Eigenhandel bei. Annähernd ein Drittel der rund 8.000 über die FDIC versicherten US-Banken – also rund 2.600 Banken – meldeten im dritten Quartal 2009 einen Nettoverlust.

Fazit: Zig Milliarden wurden in den Sektor gepumpt, die Institute können sich so günstig refinanzieren, wie noch nie, dennoch ist der Zustand der US-Banken-Branche weiter bedenklich. Die aktuelle Lage reflektiert zudem das nach wie vor düstere Bild der amerikanischen Wirtschaft. Die Gefahr einer stärkeren Deflation in den USA ist noch nicht vom Tisch.

Olympisches Gold

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Auch bei den aktuellen Olympischen Winterspielen in Vancouver übt Gold eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Zwei Videos zeigen die Philosophie hinter den begehrten Trophäen und deren aufwendige Herstellung.

The Royal Canadian Mint ist Edelmetall-Anlegern als Produzent der Maple-Leaf-Münzen bekannt. Die kanadische Münzprägeanstalt stellte auch die aktuellen Olympia-Medaillen her. Die folgenden (englischen) Video-Beiträge enthalten Gold-Informationen, einmal völlig abseits der privaten Geldanlage.

Olympia-Medaillen-Facts:
– Insgesamt wurden 1.014 Medaillen hergestellt (615 für Olympia, 399 für die Paralympics)
– 2,05 Kilogramm Gold, 902 Kilogramm Kupfer und 1.950 Kilogramm Silber wurden zur Herstellung aller Medaillen verarbeitet
– Die Herstellung erforderte 30 Arbeitsschritte
– Jede Medaille ist ein Einzelstück
– Alle Medaillen zusammengelegt, ergeben ein Gesamtmotiv
– Jede Medaille wiegt zwischen 500 und 576 Gramm
– Herstellungskosten pro Medaille: ca 1.200 Euro

Wann kommt die Stunde des Silbers?

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Der Silberpreis schwankte in den vergangenen Jahren immer deutlich stärker als der Goldkurs. Das Verhältnis zwischen beiden Notierungen lässt weiter den Schluss zu, dass das weiße Metall gegenüber dem großen gelben Bruder deutlich unterbewertet ist. Wie lange noch?

Der Silberpreis, in Euro gerechnet, ist im vergangenen Jahr um 52 Prozent gestiegen (in Dollar: +57%). Gold konnte im Jahr 2009 dagegen „nur“ 25 Prozent zulegen (in Dollar: +27%). Beide Edelmetalle werden derzeit aus den gleichen Gründen gekauft. Der Besitz von Gold und Silber ist in erster Linie eine Versicherung gegen Geldentwertung durch Inflation oder Währungscrash. Und dennoch gibt es große Unterschiede in der Kursentwicklung der beiden Metalle.

Dass Silber, stärker als Gold, auch in der Industrie Verwendung findet, ist in der aktuellen Marktsituation eher nebensächlich. Der Silberpreis ist deutlich volatiler, das heißt, die Kurse schwanken stärker als bei Gold. Auch das Wertverhältnis zueinander verändert sich kontinuierlich.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Euro-Preise für Gold und Silber seit Anfang 2009 (04.01.2009 = 100). Nach dem stärkeren Anstieg im vergangenen Jahr, hat sich Silber zuletzt wieder etwas schlechter entwickelt als Gold.

Abb. 1.: Entwicklung von Gold- und Silberpreis seit 2009, indexbasiert (4.1.09 = 100)

Um auf eine Unter- oder Überbewertung des einen Metalls gegenüber dem anderen zu schließen, untersucht man das so genannte Gold-Silber-Ratio. Es handelt sich hierbei um einen einfachen Quotienten: Goldpreis geteilt durch Silberpreis. Das Gold-Silber-Ratio gibt damit an, wie viele Unzen Silber man mit einer Unze Gold kaufen kann. Derzeit erhält man für eine Einheit Gold zirka 70 Einheiten Silber (Gold-Silber-Ratio = 70).

Ist Silber gegenüber Gold damit als eher teuer oder billig einzustufen?

Hierzu muss man die Geschichte bemühen und die geologischen Voraussetzungen vergleichen. Geologischen Schätzungen zufolge, ist rund 17 Mal mehr Silber als Gold in der Erdkruste eingelagert. Das alleine deutet schon ein Missverhältnis zwischen den aktuellen Edelmetallkursen an.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Silber industriell verbraucht wird. Die einmal geförderten Erzmengen nehmen also kontinuierlich ab. Dagegen ist alles jemals geschürfte Gold auch heute noch so gut wie vollständig vorhanden ist.

Abb. 2: Entwicklung Gold-Silber-Ratio von 4.1.2009 bis 18.02.2010 (Quelle: LBMA, London Fix A.M.). Zuletzt konnte man mit einer Einheit Gold wieder so viel Silber kaufen, wie zuletzt im August 2009.

Aussagekräftiger ist der historische Vergleich. Das Gold-Silber-Ratio lag über Jahrhunderte hinweg zwischen 10 und 20. Hochphasen erlebte der Quotient Ende der 20er-Jahre und Anfang der Neunziger, mit Werten von über 100.

Der starke Anstieg im 20 Jahrhundert ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Silber vollständig seiner Zahlungsmittelfunktion beraubt wurde und es heute vorwiegend als Industriemetall angesehen wird. Die Notenbanken verfügen über große Edelmetallbestände, Silber gehört allerdings nicht dazu!

Der Silbermarkt gilt zudem als noch deutlich stärker von spekulativen Interessen beeinflusst, als der Goldmarkt.

Experten, wie die US-Ökonomen James Turk und Ted Butler, erwarten seit langem ein großes Comeback des Silberpreises. Man geht davon aus, dass der aktuelle Preis die wahre Knappheit des Edelmetalls nicht annähernd ausdrückt. Früher oder später wird ein starker Preissprung erwartet – auch in Relation zu Gold.

Wann genau eine solche Kursanpassung zu erwarten ist, kann niemand sagen.

Vielleicht erleben wir ja bald eine neue, auch in Teilen durch Silber gedeckte Währung. Spätestens dann würde das weiße Metall aus dem Schatten des Goldes heraustreten und erschiene der breiten Öffentlichkeit in einem ganz neuen Licht.

Goldverkäufe: Die seltsame Strategie des IWF

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In der vergangenen Woche kündigte der Internationale Währungsfonds (IWF) den Verkauf von 191,3 Tonnen Gold am offenen Markt an (wir berichteten). In der IWF-Erklärung hieß es, Marktstörungen zu vermeiden, sei die Top-Priorität. Eine solche Äußerung kann nicht unkommentiert bleiben, denn sie wirft wichtige Fragen auf.

Schon in der Vergangenheit wählten die großen Finanzinstitutionen (IWF, EZB) immer wieder die gleiche unsinnige „PR-Strategie“. Goldverkäufe werden im Vorfeld vollmundig angekündigt. Immer wurde dabei Wert auf die Feststellung gelegt, dass man den Goldmarkt aber schonen wolle.

Da es stets um signifikante Goldverkäufe geht, haben die angekündigten Transaktionen in der Tat das Potenzial, den Goldpreis kurzzeitig zu drücken.

Warum aber – um alles in der Welt – geht der IWF mit einer Absichtserklärung an die Öffentlichkeit?

Will er keinen vernünftigen Preis für das Gold erzielen?

Warum sucht der IWF nicht einfach still und leise einen Käufer, wenn dessen Vertreter so großen Wert darauf legen, den Goldpreis nicht zu belasten?

Haben IWF oder EZB jemals Käufe von Gold in gleicher Weise angekündigt? Vielleicht noch mit dem Hinweis, man werde das Edelmetall im mehreren Schritten marktschonend erwerben?

Warum also macht der IWF beim Absatz seiner restlichen 191,3 Tonnen aus dem „Goldverkauf-für-bedürftige-Länder-Programm“ so ein Fass auf?

Entweder sind die Leute beim IWF so dumm wie ein Stück Feldweg oder sie verfolgen eine verborgene Strategie.

Der Internationale Währungsfonds ist eine Sonderorganisation der Vereinigten Nationen. Der IWF ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe. Die Institution vertritt damit die Interessen der Zentralbanken und deren Geldpolitik.

Ein hoher Goldpreis weist auf die Schwäche der Währung hin, in der der Wert des Edelmetalls gemessen wird. Könnte der wahre Grund für die seltsame PR-Aktion des IWF etwa jener sein, den Goldpreis zu drücken?

Professor Anatal E. Fekete von der San Francisco School of Economics packte sein Bild über die Einstellung von Regierungen und Notenbanken gegenüber dem Edelmetall in treffende Worte: „Gold ist wie ein ungezogenes Kind, das unangenehme Wahrheiten ausplaudert. Es muss unter allen Umständen geknebelt und ruhig gestellt werden“.

Und dieser Bengel war zuletzt sehr, sehr ungezogen!

Hier ist ihr Gold sicher: Geheimnisse des Tresorbaus

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Was macht den einfachen Schrank zum bombensicheren Safe? Eine TV-Dokumentation gewährt interessante Einblicke in den Tresorbau.

„Prinzipiell kriegen sie jeden Tresor auf. Die entscheidende Frage ist nur, wie lange brauchen Sie dafür und welches Werkzeug müssen sie mitbringen“, erklärt Ingenieur Harald Wähner. Der interessante TV-Beitrag zeigt, wie sich potenzielle Safe-Knacker an modernen Wertschränken die Zähne ausbeißen.

Das sind die größten Goldinvestoren der USA

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Wer hat in den USA das meiste Geld in Gold investiert? Das kann niemand so genau sagen. Goldreporter hat in den Tiefen des Internets recherchiert und zumindest die bedeutendsten Anteilseigner des weltweit größten mit Gold hinterlegten Fonds – SPDR Gold Trust – ausfindig gemacht.

Mit offiziellen Goldbeständen im Volumen von aktuell 1,109.42 Tonnen gehört der weltweit größte Gold-ETF SPDR Gold Trust zu den bedeutendsten Verwaltern von physischem Gold. SPDR lagert für seine Anleger in etwa so viel Gold, wie die Zentralbank der Schweiz oder die Chinas.

Die Zahlen sind imposant. Doch wer verbirgt sich hinter den riesigen Goldmengen? Wer investiert in diesen Exchange Traded Fund (eigentlich Exchange Traded Commodity), dessen Anteile laut Firmenprospekt zu 100 Prozent mit physischem Gold hinterlegt sind? Goldreporter hat recherchiert und die größten Anteilseigner des SPDR Gold Trust ausfindig gemacht.

Der mit Abstand größte Investor ist die Investment Company Paulson & Co. mit Sitz in Portland, Oregon, im Nordwesten der USA. Paulson besaß per 31. Dezember 2009 31,5 Millionen SPDR-Anteile zu 107,31 US-Dollar. Das entspricht einem Investitionsvolumen von 3,38 Milliarden Dollar und insgesamt 8,65 Prozent des gesamten Fondsvolumens.

Auf Platz 2 folgt die Bank of America, die Ende 2009 immerhin 691,7 Millionen Dollar in dem Gold-Fonds geparkt hatte. Unter den Top-10-Investoren befinden sich fünf Großbanken.

Insgesamt sind die SPDR-Anteile jedoch breit gestreut. Die 50 größten Investoren repräsentieren nur rund 35 Prozent der Summe aller SPDR-Anteile.

Bemerkenswert: Die Rentenversicherung für Lehrer in Texas, das Teacher Retirement System of Texas, hat 137 Millionen Dollar in Gold investiert und rangiert damit auf Platz 27 der größten Anteilseigner von SPDR Gold Trust.

Wer zu den Firmen gehört, die mindestens über eine Millionen SPDR-Anteile verfügen (Top-34), entnehmen Sie der folgenden Tabelle.

Tab.: Die 34 größten Investoren des SPDR Gold Trust
Investoren mit jeweils mehr als 1 Million Anteile, Anteilswert/Volumen per 31. Dezember 2009. Nur in den USA ansässige Investoren mit entsprechender Meldepflicht gemäß SEC Filings 31F. Quelle: U.S. Securities and Exchange Commission, eigene Berechnung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Goldreporter

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IWF kündigt Goldverkäufe am offenen Markt an

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Goldbarren 400 Unzen BundesbankDer Internationale Währungsfonds will die restlichen 191,3 Tonnen aus seinem Goldverkaufsprogramm am offenen Markt veräußern. Das Gold soll in mehreren Tranchen abgestoßen werden, um den Goldpreis nicht zu stark zu belasten.

Der Verkauf von weiterem IWF-Gold im Umfang von 191,3 Tonnen ist keine Überraschung, dass das Gold nicht an einen oder mehrere große Abnehmer gehen soll, allerdings schon. Marktbeobachter hatten damit gerechnet, dass möglicherweise eine große asiatische Zentralbank noch einmal vom IWF-Angebot Gebrauch macht.

Im Rahmen des Goldabkommens unter 14 Zentralbanken dürfen innerhalb der kommenden fünf Jahre gemeinschaftlich 400 Tonnen pro Jahr aus den eigenen Beständen veräußert werden. Der IWF hatte im vergangenen Jahr den Verkauf von insgesamt 403,3 Tonnen der eigenen Reserven angekündigt, um mit den Erlösen Kredite an kapitalbedürftige Länder zu vergeben.

200 Tonnen IWF-Gold hatte Indien im vergangenen Jahr bereits abgenommen. Sri Lanka erwarb zehn Tonnen, Mauritius kaufte zwei Tonnen aus den IWF-Beständen. Die verbleibenden 191,3 Tonnen will der IWF nun am offenen Markt absetzen.

Der Goldverkauf soll angeblich in mehreren Phasen erfolgen, um den Goldmarkt nicht zu belasten. Von den Erlösen soll unter anderem an Lettland ein Notkredit in Höhe von 200 Millionen Euro vergeben werden.

Goldnachfrage steigt, Schmuckkäufer gewöhnen sich an hohes Preisniveau

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Die weltweite Goldnachfrage ist im vierten Quartal um 2,6 Prozent gestiegen. Dafür sorgten die anhaltende Investment-Nachfrage und anziehende Schmuckverkäufe. Der World Gold Council hat in seinem aktuellen Report weitere interessante Details zum Goldmarkt veröffentlicht.

Im vierten Quartal 2009 wurden laut World Gold Council (WGC) weltweit 819,7 Tonnen Gold nachgefragt. Damit lag der Absatz zwar 24 Prozent unter dem gleichen Quartal des Vorjahres, aber 2,6 Prozent höher als im dritten Quartal 2009. Zu berücksichtigen ist, dass der Goldpreis in diesem Zeitraum (Ende August bis Ende Dezember) um 16 Prozent anstieg.

Gewöhnungseffekt
„Es gab die allgemeine Wahrnehmung, dass die Investitionsnachfrage abflaue. Sie blieb aber extrem robust. In Sachen Schmuck gewöhnen sich die Konsumenten mehr und mehr an das Preisniveau“, erklärt Rozanna Wozniak, Investment Research Manager beim WGC auf Bloomberg.com.

Alleine in China wurde in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres Schmuckgold im Umfang von 347,1 Tonnen abgesetzt (+6,2 Prozent). Die gesamte weltweite Schmucknachfrage umfasste in der genannten Periode 500,4 Tonnen.

Industrienachfrage
Die weltweite Investitionsnachfrage nahm im vierten Quartal 2009 um 2 Prozent zu, auf 219,5 Tonnen. Erstaunlich: In den Regionen Nordamerika und Westeuropa wurde im gleichen Zeitraum mit 61,3 Tonnen 77 Prozent mehr Gold verkauft.

ETFs
Der Geldzufluss in Gold-ETFs fiel von Q3 auf Q4 um 24 Prozent. Um 31,6 Tonnen verringerte sich diese Nachfrage. Der WGC sieht Anlagen in Gold-ETFs dennoch zum größten als mittel- und langfristige Investments.
Laut Wozniak lasse sich aus dem Nachfrageverhalten im Investment-Bereich während des Jahres 2009 schließen, dass Gold nicht nur wegen seiner Eigenschaft als „sicherer Hafen“ erworben wurde.

Im Berichtszeitraum stieg die industriell verwendete Goldmenge – vor allem in elektronischen Bauteilen – um 4,5 Prozent auf 68 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 25 Prozent.

Überblick Goldnachfrage im 4. Quartal 2009
Schmuck: 500,4 t (61%)
Investment: 219,5 t (26%)
Industrie: 68 t (8,3%)
ETFs: 31,6 t (3,8%)

Gesamt: 819,7 t (100%)

Minenangebot geht zurück
Goldminen förderten im vierten Quartal 2009 mit insgesamt 657 Tonnen 3,4 Prozent weniger Gold zu Tage. Die Altgoldversorgung stieg dagegen um 43 Prozent auf 370 Tonnen. Das sind immer noch 37 Prozent weniger als im Rekordquartal 01/2009. Die Menge entspricht aber in etwa dem gleichen Niveau vom vierten Quartal 2008.

Dringende Warnung vor diesen “Goldhändlern” (Update 09.03.)

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Warnung vor Betrügern im Internet. Achten Sie genau darauf, bei wem Sie online Gold kaufen. Mit gefälschten Edelmetall-Shops werden weiter Kunden geprellt. Nun sind es vor allem Domains mit der URL-Endung .net, die als Betrugs-Shops auftauchen.  Neu unter anderem: gold-und-munzen.net.

Zahlreiche Edelmetall-Interessenten denken, dass sie günstig Gold kaufen und werden wenige Zeit später bitter enttäuscht.

Betrüger mit vorgetäuschten Edelmetall-Shops treiben im deutschsprachigen Raum weiter ihr Unwesen. Meist sind es Webseiten die nicht über eine “.de”-Domain verfügen (“.com”, “.net” oder “.be”). Mit günstigen Preisen und Werbung über Google-Anzeigen werden Kunden angelockt.

Wer Geld in der Hoffnung überweist, ein echtes Edelmetall-Schnäppchen erwischt zu haben, hat das Nachsehen. Die Ware wird nie geliefert. Der Shop ist nach einiger Zeit aus dem Internet verschwunden.

Die auffälligsten Betrugsindikatoren:

– Es werden extrem günstige Preise fingiert
– Im Impressum wird kein Handelsregistereintrag aufgeführt
– Keine oder ungültige Umsatzsteuer-ID angegeben (Richtigkeit von USt-IDs prüfen)
– Das Gütesiegel „Trusted Shops“ ist gefälscht (beim Click auf das Logo wird kein entsprechendes Zertifikat angezeigt)
– Angegebene Service-Rufnummer ist ungültig

Neueste Tricks: Um ihre verbrecherischen Angebote über .de-Domains laufen lassen zu können, leiten sie diese über legale, kostenlose Services wie cxa.de auf ihre Betrugsseiten um. Aktuell sind die Gauner verstärkt der Domain-Endungen .net unterwegs. Beachten Sie dazu bitte unsere neuesten Einträge in die Liste betrügerischer „Goldverkäufer“ unten.

Aktuell warnen wir dringend davor, auf folgenden Web-Seiten Gold und Silber zu kaufen:

NEU gold-und-munzen.net

NEU gold-sofort-kaufen.net

NEU goldbarren-markt.net

au-edelmetalle.com

ae-edelmetall.com

gargouri-edelmetalle.com

gargouri-goldshop.info

gold.lebt-hier.de

goldbarren.netlaunch.de

Goldbarren-munzen.flap.de

gold-barren-shop.com / der-gold-versand.com

gold-jetzt-kaufen.com

gold-munzen.cxa.de

gold-online-vertrieb.com

gold-profi.com

gold-silber-barren.com

gold-sofort-kaufen.com/ Gold-Barron-Fiwa.com

mein-viva.com

pro-edelmetall.com

wagner-gold.com

Wir sind stets bemüht, Werbung für solche Gauner-Shops im Rahmen der Google-Anzeigen auf Goldreporter.de zu blockieren. Falls Sie dennoch auf eine solche Google-Werbung stoßen sollten, dann geben Sie uns bitte umgehend Bescheid: E-Mail an redaktion@goldreporter.de. Wir setzen die Adressen dann sofort auf die Black List.

Noch einmal unser dringender Rat: Kaufen Sie nur bei nachweislich etablierten Händlern.

Unter https://www.goldreporter.de/goldkaufen finden Sie eine genügend große Auswahl zuverlässiger Edelmetallhändler, deren Service und Seriosität wir persönlich überprüft haben. So kann mit dem Edelmetallkauf im Internet nichts mehr schief gehen.

Goldreporter

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Milliardär Soros lästert über Gold, kauft aber selbst gewaltig nach

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Der Investment-Fonds des amerikanischen Großanlegers George Soros hat seine Anteile am größten Gold-ETF SPDR im vierten Quartal 2009 dramatisch aufgestockt. Ende Januar prognostizierte Soros noch einen großen Goldpreissturz.

Der legendäre Investor George Soros hat sich in seinem Leben bereits mehrfach ein goldenes Näschen verdient. Und zuletzt setzte der amerikanische Milliardär voll auf das gelbe Edelmetall. Dessen Investment-Fonds Soros Fund Management LLC stockte seine Anteile am weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Trust, Ende 2009 kräftig auf.

Wie aus einer aktuellen Meldung der amerikanischen Börsenaufsicht SEC hervorgeht, kaufte Soros Fonds im vierten Quartal SPDR-Anteile im Volumen von 421 Millionen US-Dollar. Per 31. Dezember umfasste Soros gesamtes Investment in diesen Gold-ETF 663 Millionen Dollar.

Noch ist nicht klar, ob von diesen Beständen bereits wieder Teile verkauft wurden. Die Veröffentlichung der Handelsdaten erfolgt nur einmal im Quartal, noch dazu mit einer Verzögerung von 45 Tagen. Amerikanische Fondsmanager, die Investmentanteile von mehr als 100 Millionen Dollar verwalten, müssen ihre Positionen gegenüber der SEC regelmäßig melden.

Während des World Economic Forum in Davos hatte George Soros Gold noch als „die ultimative Investmentblase“ bezeichnet und vor einem möglichen Kurssturz gewarnt.

Seit dem 31. Dezember 2009 sind die Goldbestände von SPDR, offiziellen Zahlen zufolge, von 1.133,62 Tonnen auf nun 1.109,42 Tonnen zurückgegangen. Das entspricht einem Abbau von SPDR-Goldbeständen im Umfang von 24,2 Tonnen (minus 2,13%). Aktueller Gegenwert: 871,51 Millionen US-Dollar.

Goldman Sachs unter Beschuss – So fährt die Großbank ihre Milliarden-Gewinne ein!

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Die US-Bank Goldman Sachs hat maßgeblich zum Ausbruch der weltweiten Finanzkrise beigetragen und steht nun als einer der großen Gewinner da. Im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise gerät das Unternehmen nun erneut unter Beschuss. Goldman Sachs soll den Griechen bei der Verschleierung des wahren Ausmaßes ihrer Staatsverschuldung behilflich gewesen sein und auch noch prächtig daran verdient haben. Ein zweiteiliger, englischer TV-Beitrag beleuchtet die Geschäftspraktiken des umstrittenen Finanzinstituts und erklärt, wie das Bankhaus seine Milliarden-Gewinne erzielt.

„Ich bin nur eine Banker, der Gottes Werk verrichtet“, erklärte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein im vergangenen Jahr gegenüber der britischen Tageszeitung The Times. Man sei sehr wichtig, weil man Firmen helfe zu wachsen, indem man ihnen helfe, Kapital zu beschaffen“.

Goldman Sachs ist die profitabelste Firma der Wall-Street-Geschichte. Der Banken-Gigant trug entscheidend zur Entstehung der aktuellen Krise bei, wurde mit Steuergeldern vor dem Untergang gerettet und erzielt mittlerweile wieder Milliarden-Gewinne. Das wirft Fragen auf.

Warum blieb diese Bank weitgehend vom ABS-Schock verschont? Wie ist das Geschäft der Bank strukturiert? Ist sie wirklich systemrelevant?

In einem zweiteiligen TV-Beitrag (siehe unten) werden die Geschäftspraktiken der Bank analysiert. Eine ehemalige, hochrangige Mitarbeiterin des Unternehmens und weitere Insider erzählen, womit Goldman Sachs Geld verdient.

Die wesentlichen Aussagen der Reportage:

– Goldman Sachs ist ein als Investment-Bank getarnter Hedge Fonds

– Das Investment-Geschäft im Auftrag externer Geschäftspartner beträgt nur etwa 10 Prozent

– Die überwiegende Anzahl der Geschäfte betreibt Goldman Sachs auf eigene Rechnung (75% des Gesamtumsatzes)

– Hauptaufgabe ist es, Geld für die eigenen Aktionäre zu verdienen

– Informationen aus dem Investment Banking werden zum Vorteil für eigene Trades genutzt (engl. Begriff: Front Running -> Informationen über Trades eines großen Kunden werden zu eigenen Trades genutzt werden, noch bevor der Kunde sie ausübt. Die Bank profitiert direkt vom Preiseffekt des Trades.)

– Bei Goldman Sachs geht man offensichtlich davon aus, dass technisch gesehen gar kein Front Running vorliegt oder dass man diese Behauptung niemals beweisen könnte.

– Im Jahr 2006 wettete Goldman Sachs bereits auf einen kollabierenden Häusermarkt.

– Die Bank brauchte die 10 Milliarden Dollar aus dem Bankenrettungsfonds dringend, obwohl man immer behauptete, dass Geld eigentlich nicht zu benötigen.

– Goldman Sachs profitierte am stärksten durch den Bailout des Versicherungsriesen AIG, der Goldman Sachs 12,9 Milliarden Dollar schuldete.

– Goldman Sachs ist nicht „too big to fail“, sondern „to smart to fail“ (nicht zu groß, sondern zu clever, um fallen gelassen zu werden)

– Die offizielle Wandlung von einer Investment-Bank zu einer Bank Holding ermöglichte Goldman Sachs den Zugang zu Fed-Liquidität zum Nulltarif.

– Verdient wird schlichtweg am Spread (Unterschied zwischen Sollzins und Habenzins des Investments). Bsp.: Geld wird zum „Nulltarif“ bei der Fed geliehen, in US-Staatsanleihen angelegt und im Zweifel wieder an die Fed verkauft.

Inflation in Großbritannien zieht überraschend deutlich an

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Im Januar stiegen die Konsumentenpreise in Großbritannien gegenüber dem Vormonat um statte 3,5 Prozent. Sind dies die ersten Ausläufer einer kommenden Inflationswelle?

Großbritannien gehört neben Spanien zu den europäischen Ländern, die am stärksten von der Finanzkrise gebeutelt wurden. Der Crash des Immobilien-Marktes, hohe Arbeitslosigkeit und jede Menge Staatsschulden sind unter anderem zu beklagen. Wie Zentralbanken in aller Welt, pumpte auch die Bank of England Milliardensummen in die Finanzmärkte, um das System zu stabilisieren und den Wirtschaftsabschwung zu bekämpfen.

Während in den USA und in der Eurozone bei stabilen oder fallenden Preisen immer noch das Schreckgespenst einer Deflation durch die Köpfe der Währungshüter geistert, sprang die Inflation auf der britischen Insel im Januar überraschend an.

Die Konsumentenpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Prozent. Das liegt deutlich über den Zielvorstellungen der Regierung und entspricht dem höchsten Wert seit 14 Monaten. Bereits im Dezember hatte der Consumer Price Index um 2,9 Prozent zugelegt. Für das gesamte letzte Quartal 2009 wurden aber nur 0,1 Prozent Inflation gemeldet.

Grundsätzlich hatten die Statistiker einen leichten Anstieg der Inflationsrate im Januar um etwa 0,8 Prozent erwartet. Der Mehrwertsteuersatz wurde im Januar – nach einer einjährigen Rücknahme – wieder von 15 Prozent auf 17,5 Prozent erhöht. Das Ausmaß des Preisanstiegs kam für die britische Regierung jedoch überraschend.

Und so ist der Governor der Bank of England, Mervyn King, nun laut Gesetz aufgefordert, einen Brief an den britischen Lordkanzler Jack Straw zu verfassen. Darin hat er zu erklären, warum die Zentralbank es zuließ, dass das Inflationsziel um mehr als 1 Prozent verfehlt wurde.

Derzeit rechnen britische Volkswirtschaftler mit erneut fallenden Inflationsraten im späteren Verlauf des Jahres. Howard Archer, Analyst von Global Insight erklärt gegenüber der englischen Zeitung The Guardian: „Die Konsumentenpreise könnten im Februar weiter steigen, da mehr Einzelhändler die Mehrwertsteuererhöhung vom Januar weiterreichen. Allerdings könnte dies dann der Scheitelpunkt sein. Die Inflation sollte im zweiten Quartal wieder zurückgehen“. Seine Begründung: Anhaltende Überkapazitäten, schwache Konjunkturerholung, Lohnzurückhaltung, Preiswettbewerb und limitierte Konsumausgaben.

Andrew Sentance, ein Mitglied des Monetary Policy Committee (MPC) – das Pendant zum EZB-Rat und dem Federal Open Market Commitee der amerikanischen Fed – ist in dieser Hinsicht skeptischer. Da sich der starke Anstieg der Inflationsraten im Dezember und Januar nicht nur durch die Mehrwertsteueranpassung erklären lassen, hält er ein schnelles Anspringen der britischen Wirtschaft für möglich. Dann müsse man die Leitzinsen gegebenenfalls rasch anheben. Aktuelles Niveau: 0,5%.

In der letzten großen Inflationsphase von Mitte der 70er-Jahre bis Anfang der Achtziger wurden in Großbritannien Preissteigerungsraten von teilweise über 22 Prozent gemessen.

Goldpreis in Britischen Pfund von 2007 bis heute (London Fix A.M.): Der Euro-Goldkurs hat bereits neue Rekordhöhen erreicht. Auch der Pfund-Kurs des Goldes befindet sich scheinbar kurz vor dem Sprung.

Goldpreis erreicht neues Allzeithoch

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Der Goldpreis hat am Montagmorgen mit 807,21 Euro ein neues Allzeithoch erreicht.

Mit exakt 807,209 Euro wurde der Goldpreis am heutigen Morgen in London fixiert. Damit stieg der Kurs des Edelmetalls auf ein neues in Euro gemessenes Allzeithoch. Der Kursrekord lag bislang bei 805,455 Euro. Er stammt vom 3. Dezember
2009. In US-Dollar gemessen überquerte der Preis pro Feinunze erstmals seit dem 4. Februar wieder die Marke von 1.100 Dollar.

Der vor dem Hintergrund der Griechenland-Krise gegenüber der US-Währung geschwächte Euro, verteuerte zuletzt Goldkäufe hierzulande. In seiner Handelswährung kostet Gold aber noch immer rund 10 Prozent weniger, als auf seinem Allzeithoch von 1.218,25 Dollar am 3. Dezember 2009.

Goldreserven pro Kopf: Welches ist das reichste Volk der Welt?

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Der absolute Umfang der nationalen Goldreserven ist eine Sache. Aber wie viel des in Krisen so wichtigen Edelmetalls haben die größten Goldnationen pro Einwohner eingelagert? Goldreporter hat nachgerechnet und kam zu einem überraschenden Ergebnis.

133,7 Gramm Gold pro Einwohner lagert die Schweizer Nationalbank in ihren Tresoren, und damit mehr als jedes andere Land der Welt. So gesehen sind die Schweizer das reichste Volk der Erde. Während US-Dollar und Euro beliebig vermehrbar und nichts weiter als Zahlungsversprechen sind, verfügt Gold über einen inneren Wert und kann niemals Bankrott gehen. Im Ernstfall ist jeder Schweizer theoretisch mit vier Unzen Gold abgesichert, das entspricht derzeit immerhin einem Gegenwert von 3.400 Euro.

Mit einer echten Überraschung wartet in dieser Betrachtung der Libanon auf. Dessen Goldreserven im Umfang von 286,8 Tonnen reichen aus, um jedem Libanesen 72,22 Gramm Gold zu überreichen. Damit kommt das Land weltweit auf Platz 2.

Dass Deutschland in dieser Rangliste ganz weit oben auftauchen würde, damit war hingegen zu rechnen. Für jeden Bundesbürger hat die Deutsche Bundesbank theoretisch 41,62 Gramm Gold gebunkert.

Eine Übersicht der (gold)reichsten Völker zeigt die folgende Tabelle.

Quelle: World Gold Council, *Wikipedia

Erkenntnis: Für die oben berücksichtigten 4,4 Milliarden Erdenbürger bleiben pro Person durchschnittlich 6,56 Gramm Gold, wenn man die Reserven komplett unter den Menschen verteilen würde. Das entspräche einem Geldwert von derzeit 168,74 Euro pro Kopf.

Dank Griechenland: Goldpreis auf Rekordkurs

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Der Goldpreis ist am heutigen Donnerstag deutlich angestiegen. Weil die Gemeinschaftswährung aufgrund der Griechenland-Krise weiter Schwäche zeigt, wird der Goldkauf für Investoren hierzulande teurer.

Um 1,9 Prozent, auf knapp 800 Euro pro Feinunze, stieg der Goldpreis am heutigen Donnerstag. Damit liegt die Goldnotierung in der Gemeinschaftswährung gerechnet gerade einmal 0,8 Prozent hinter dem Rekordpreis von 805 Euro am 3. Dezember 2009 zurück.

Die Regierungschefs der EU-Länder haben sich heute in Sachen Griechenland verständigt. Das Ergebnis des Krisentreffens: Wenn nötig, werde man den Griechen – vermutlich mit Krediten – unter die Arme greifen. Ein konkretes Hilfspaket oder eine Anfrage Griechenlands gibt es bislang allerdings nicht.

Der Euro fiel daraufhin zeitweise auf ein 9-Monatstief unterhalb von 1,36 US-Dollar, mit dem oben genannten Effekt.

Aufholpotenzial: Goldanteil an den Währungsreserven ist rückläufig

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Die Beutung von Gold als Währungsreserve ist weltweit rückläufig. Zu diesem Schluss muss man bei einem genaueren Blick auf die kürzlich durch den World Gold Council veröffentlichten Daten kommen. Die Goldreserven der Zentralbanken stiegen zwar weltweit leicht an, der Goldanteil an den Währungsreserven ging im Dezember allerdings zum Teil deutlich zurück.

Der US-Dollar verliert seit Jahren an Wert. Der Euro geht in der aktuellen Schuldenkrise in die Knie. Dennoch setzen die Zentralbanken der Welt weiterhin vor allem auf dieses erodierte Papiergeld, um die Geldüberschüsse des Landes aufzubewahren.

Eigentlich sollte man meinen, die Staaten stockten vor dem Hintergrund der anhaltenden Weltfinanzkrise den Anteil von Gold an ihren Währungsreserven auf. Pustekuchen.

Zwar haben einzelne Staaten wie Indien, Russland oder Kasachstan zwischen September 2009 und Januar 2010 Gold gekauft und den Edelmetallanteil ihrer Reserven deutlich erhöht. Im Durchschnitt ist der Anteil von Gold an den Staats-Vermögen in dem genannten Zeitraum aber um 18 Prozent zurückgegangen.

Aufgestockt haben ihren Goldanteil nur 12 der 37 größten Goldstaaten. 21 Länder hatten im Dezember eine geringere Golddeckung ihrer Reserven als drei Monate zuvor.

Das heißt, die Währungsreserven der Staaten stiegen zwar, sie wurden aber nicht mit zusätzlichem Gold diversifiziert. Der Goldanteil an den Reserven der Top 40-Staaten ging damit im Durchschnitt um 18,24 Prozent auf 20,26 Prozent zurück.

Eine Übersicht über die aktuellen Goldreserven entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle.

Abb.: Weltweite Goldreserven, Vergleich September/Dezember 2009
Quelle: World Gold Council; Tabelle: Goldreporter.de

Erläuterung: Die zweite Spalte von rechts zeigt die absolute Veränderung der Goldreserven von September auf Dezember 2009. Die äußerste rechte Spalte gibt den Prozenzsatz an, um den sich der Goldanteil an den gesamten Reserven in diesem Zeitraum verändert hat.