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Versichern Sie Ihr Vermögen, oder verlieren Sie es komplett

Das Vorgehen der Zentralbanken und des Teilreserve-Bankensystems hat ein monströses Finanzsystem entstehen lassen, das kaum Überlebenschancen hat. Gold ist eine so einfache und offensichtliche Lösung zum Schutz vor den gegenwärtigen Risiken, dennoch wird sie nach wie vor von nur weniger als 1 % der Menschen in Betracht gezogen.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Unsicherheit annehmen und akzeptieren – Wer sich in den kommenden Jahren nicht an diese folgenschwere Maxime hält, wird wahrscheinlich einen unangenehmen Schock nach dem anderen bekommen. Denn die Phase stabiler weltwirtschaftlicher Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg geht ihrem Ende zu. Ein normales zyklisches Hoch, wie es in den kommenden ein, zwei Jahren hätte kommen sollen, wird sich letztlich als die gigantischste Implosion einer Blase aus Schulden und aufgeblähten Vermögensanlagen herausstellen.

Seit Jahrzehnten wird das System von Zentralbanken, bestimmten Geschäftsbanken, der BIZ in Basel und dem IWF zugunsten einer kleinen Elite „erfolgreich“ manipuliert.

Einkommenskluft – Treibstoff für soziale Unruhen

Schauen Sie sich die Grafik an. Sie zeigt das wachsende Lohngefälle in den USA zwischen den obersten 5 % und den oberen 50 % seit 1973. Bei der Spitzengruppe sehen wir einen Anstieg um 51 %, die mittlere Gruppe hingegen hat ein Minus von 4 % zu verbuchen. Das ist der Stoff, aus dem Revolutionen entstehen – und soziale Unruhen gehören eindeutig zu jenen Unsicherheiten, auf die wir vorbereitet sein müssen.

Die meisten Prognosen werden falsch sein

Ich habe früh gelernt, Ungewissheit anzunehmen, denn von jedem Moment an ist alles im Leben aller ungewiss. Das individuelle Leben kann sich sehr schnell ändern, wie auch die weltwirtschaftliche und politische Situation. Es gibt Zeiten, in denen Prognosen und Wahrscheinlichkeiten recht gut funktionieren, aber die nächsten Jahre werden hier einen markanten Unterschied machen.

Die meisten Anleger erwarten, dass sich die historisch absehbare Entwicklung an den Aktienmärkten fortsetzen wird. Warum sollte das, historisch betrachtet, auch anders sein? Schließlich existiert der Trend ja schon so lange man denken kann. Die Märkte markieren neue Höchststände, und die Korrekturen von 1973, 1987, 2000, 2007 sind schnell vergessen.

An der Marktspitze ist der durchschnittliche Anleger immer sehr zuversichtlich. Er macht sich keine Sorgen um das Risiko; selbst wenn die Bewertungen etwas gedehnt scheinen, gilt: “Der Aktienmarkt steigt immer”.

Marktbewertungen können sich ohne weiteres stark überdehnen – viel stärker, als man sich das vorstellen kann. Und wie immer “ist es diesmal anders“. Beim Investieren geht es um Risiko. Und das ökonomische Risiko ist heute größer als jemals zuvor in der Geschichte, egal ob bei Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Doch heute geht die Unsicherheit weit über die unterschiedlichen Anlageklassen hinaus. Es ist alles viel ernster: Das Vorgehen der Zentralbanken und des Teilreserve-Bankensystems hat ein monströses Finanzsystem entstehen lassen, das kaum Überlebenschancen hat.

Schlimmer als 2007-2009

Was in den Jahren 2007-09 passierte, als das Bankensystem nur noch Stunden vom Totalzusammenbruch entfernt war, wird nun mit geballter Kraft zurückkommen. Dieses Mal werden die Zentralbanken das Problem nicht nur mit 10 Billionen Dollar zuschütten. Sie werden aus dem Nichts hunderte Billionen Dollar schöpfen und wahrscheinlich sogar Billiarden, wenn die globale Derivateblase platzt.

Das ist auf jeden Fall nicht die Art von Ungewissheit, mit der jeder umgehen kann. Doch wie bei vielen Risiken gibt es glücklicherweise auch hier eine Möglichkeit, um sich gegen das Risiko eines Bankenzusammenbruchs, von Crashs in den meisten Anlageklassen als auch der endgültigen Zerstörung des Währungssystems zu versichern.

Bitte lesen Sie den letzten, fettgedruckten Satz noch einmal. Diese Aussage klingt nach Hokuspokus und einem betrügerischen Versprechen. Wie kann jemand eine Versicherung gegen das gesamte, Billiarden-Dollar-schwere Finanzsystem anbieten?

„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion, oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem.”

Ludwig von Mises

Vermögensversicherung

Wie so oft bei eleganten Lösungen ist auch diese dermaßen simpel, dass sie von mehr als 99 % der Investoren und normalen Leute nicht einmal in Betracht gezogen wird. Noch viel schlimmer: Würde man ihnen von jener „Lebensversicherung“ erzählen, die sie vor dem Elend bewahren könnte, so würden sie diese immer noch nicht in Erwägung ziehen. Genau das ist in Venezuela geschehen. Ein sozialistisches Regime hat die Wirtschaft völlig zerstört und die Menschen verarmt. Hätten die betreffenden Menschen diese Versicherung vor 10 Jahren oder sogar noch Ende 2017 abgeschlossen, dann hätte das sie retten können. Mehr dazu in meinem Artikel von letzter Woche.

Die meisten werden inzwischen verstanden haben, dass ich vom physischen Gold spreche. Es ist eine so einfache und offensichtliche Lösung zum Schutz vor den gegenwärtigen Risiken, dennoch wird sie nach wie vor von nur weniger als 1 % der Menschen in Betracht gezogen.

Da Hedge-Fonds aktuell Rekord-Short-Positionen beim Gold halten, liegt der Goldpreis in Dollar auf einem Jahrestief. Der durchschnittliche Goldinvestor und -spekulant steigt entweder aus Gold aus oder ist zumindest sehr nervös. Der Vermögensschutzinvestor ist jedoch nicht im Geringsten besorgt, denn er hält Gold, um sich gegen das massive systemische Risiko abzusichern. Wir sehen derzeit ein verstärktes Interesse seitens dieser Investoren.

Manchmal kritisieren uns die Leser für unsere Ansichten über Gold, so als ob wir nur im Eigeninteresse handeln würden. Die Gründe für unser Engagement am Goldmarkt haben nichts mit Eigennutz zu tun. Bereits 2001 stufte ich die Risiken im Finanzsystem als extrem hoch ein. Ich war damals schon der Meinung, dass eine Versicherung in Form von Gold, die außerhalb des Bankensystems gehalten wird, eine absolute Notwendigkeit ist. Also kauften wir Anfang 2002 größere Mengen Gold für uns und die damaligen Anleger. Der Goldpreis lag zu dieser Zeit bei 300 $. Wir hatten unseren Investoren geraten, einen wesentlichen Teil ihrer finanziellen Vermögenswerte in Gold zu halten. Unser Minimum lag damals bei 25%, aber auch höhere Anteile hielten wir für ratsam.

Investieren, wenn ungeliebt und unterbewertet

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Gold sicher und günstig lagern! Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

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Eingetragen von am 15. Aug. 2018. gespeichert unter Banken, EZB, Fed, Gastartikel, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

10 Kommentare für “Versichern Sie Ihr Vermögen, oder verlieren Sie es komplett”

  1. 99 % laufen eben unwissend durch ihr Leben.

    Für den Moment kann das sogar hilfreich sein denn man hat seine Hobbys, allgemein mehr vom Leben und muss sich keine Sorgen machen. Das macht die Regierung schon für uns, dazu haben wir sie ja schließlich gewählt. Ist ok.

    Motto: Hauptsache, ihr habt Spass.

    Es stellt sich immer die Frage: Was will man erreichen ?

    Reichtum, Wohlstand, Ruhm, Sorgenfreiheit ?

    Das ist aus meiner Sicht nicht unbequem aber kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

    Was für mich wichtig ist:

    Kontrolle über mein Leben (Souveränität) und gut versichert sein.

    Was hilft mir dabei ?

    Verantwortung übernehmen und Gold und Silber besitzen.

    Eigentlich recht einfach, wenn man es gelernt hat. Dank an meine Mutter.

    • @christoff777
      Vielleicht sind die Unwissenden die Glücklicheren, erst mal jedenfalls.
      Selig sind die Bekloppten, welche nicht mehr wissen, wie schwer ein Hammer sein kann.

  2. Das Zitat von Ludwig von Mises beweist wieder einmal, dass die sogenannte östereichische Schule genauso irrational ist wie die keynianische.

    Denn ohne die von Mises kritisierte Kreditexpansion, wäre es schon vor 50 Jahren zum großen Big-Bang gekommen.

    Während die Keynianer behaupten mit Schulden exponenzielles Wachstum generieren zu können, halten es die Östereicher diametral umgekehrt und behaupten mit sinkenden Steuern und Löhnen exponenzielles Wachstum generieren zu können. Beide Schulen versuchen praktisch etwas generieren zu wollen, was den Versuch der unbefleckten Empfängnis gleicht.
    Die Feststellung, dass es bei begrenzten natürlichen Ressourcen nun einmal kein ewiges Wachstum geben kann, ist eigentlich von geradezu ergreifender intellektuellen Schlichtheit. Dennoch wollen uns die Auguren, wollen uns Doktoren und Professoren, Ökonomen, Fachleute, Experten usw. usw. erzählen;

    Unbefleckte Empfängis ??? Neckermann machts möglich.

    Siehe auch; Berufe die die Welt nicht braucht

    https://www.youtube.com/watch?v=1dTswvj_-sA&list=PLk_WUtTHFu4SBNgQ-FYQfTl7UfMKIHUUB

    Ansonsten stimme ich dem Autor zu, Gold ist ohne Alternative da die angehäuften Schulden natürlich niemand zurück zahlen kann und die aus diesen Schulden resultierenden Ansprüche sich in Luft auflösen werden. Denn der Kapitalismus ist ein Schneeballsystem indem die Letzten von den Hunden zerfleischt werden.

    • Beide Schulen haben nur insofern Recht, als alles mit AugenMaß und weiser Voraussicht zu erfolgen hätte.Daran scheitert es aber, da der Mensch eben zur
      Maßlosigkeit neigt.
      Es ist eben wie beim Alkohol:
      Ein Schlückchen in Ehren ist was anderes als hemmungslose Besäufnis.

      • @Taipan

        Mit Verlaub ich wiederspreche Ihnen nur ungern, aber die ehernen Gesetze der Mathematik sind unumstößlich. Ein unbegrenztes Wachstum ist ein Ding der Unmöglichkeit und jede Exponentialkurve muss zwingend irgendwann zusammen brechen. Wo alle Geld verdienen müssen, müssen zwangsläufig beständig wachsende Werte geschaffen werden, die dieses Geld decken.
        Sind reale Sachwerte und volkswirtschaftliche Geldzirkulation hingegen nicht wenigstens einigermaßen deckungsgleich, kommen die Verhältnisse entweder inflationör oder deflationär zum Tanzen. Dies beweist die Geschichte.

        Dass der Homo Sapiens ein irrationales Wesen ist, da stimme ich hingegen zu.

  3. ich bin einfach nur sehr gespannt wie gut die Schnäppchen in den nächsten Jahren sein werden und man mit dem einzig wahren Geld der Welt (Gold und Silber) sämtliche Miethäuser und andere rentable Assetklassen aufkaufen kann. Ich denke das kann sich kaum einer zur aktuellen Zeit vorstellen.

    Wie der Autor schon in seinen vorherigen Artikeln folgendes Zitat erwähnte: Wer das Gold hat, macht die Regeln.

  4. Da wird heute Draghi was zu tun bekommen.
    Zig Milliarden rauspulvern un die DAX Aktien hochzuziehen.
    Heute morgen noch jubelte Tenhagen, Daumen hoch für den DAX.
    2 Stunden später langes Gesicht. Vielleicht wirds zum Börsenschluss erwas kürzer, das Gesicht.
    Auch der Euro runter, eigentlich müssten Aktien steigen.
    Aber was ist schon normal bei Manipulation und Krieg.

  5. @ taipan

    Ist ne völlig normale Korrektur am Markt ;-)
    Und Der den Gold-short CA2YFE mit gemacht hat,Der kann sich auch schon seines Gewinns erfreuen
    Allen Goldfreunden einen relaxten Feiertag

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