Mittwoch,04.August 2021
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Archegos & Credit Suisse – Die Spitze des Eisbergs

Credit Suisse (Foto: Goldreporter)Die aktuelle Risikolage ist verschärfter als jemals zuvor. Wie in jeder Krise zuvor sind physisches Gold und Silber die besten Absicherungsformen.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Bill Hwang, Gründer des Hedgefonds Archegos, der gerade 30 Milliarden $ verlor, wusste bei der Unternehmenstaufe wahrscheinlich gar nicht, dass eine Firma mit einem solchen Namen für Großes vorherbestimmt war.

Archegos ist ein griechisches Wort. Es bedeutet Führer oder jemand, der anführt, so dass andere folgen mögen.

Archegos, der erste von vielen weiteren

Dieser bis vor wenigen Tagen noch unbekannte Hedgefonds zeichnet vor, was zukünftig mit dem gesamten 1,5 Billionen $ schweren Derivatemarkt passieren wird. Seit Jahren warne ich vor der Derivateblase. Archegos hat die Lunte angesteckt und bald wird der ganze Markt explodieren.

Ich weiß, dass Archegos, wegen der günstigeren regulatorischen Bedingungen, technisch betrachtet eine Family-Office war. Doch im Großen und Ganzen betrachte ich ihn als Hedgefonds.

Warren Buffett nannte Derivate Massenvernichtungswaffen, und damit hatte er absolut Recht.

Gierige Banker haben die Derivate zu einer selbstzerstörerischen Nuklearwaffe umgebaut. Archegos zeigt der Welt jetzt, dass ein unbekannter kleiner Hedgefonds an Kreditlinien im Umfang von 30 Milliarden $ oder mehr kommen kann und somit eine schnelle Ausbreitung von Finanzkrisen und das Entstehen unkontrollierbarer Verluste ermöglicht.

Gehen die Wetten eines Hedgefonds schief, so verlieren nicht nur die Investoren ihr gesamtes Geld; auch die Banken, die hier Archegos massiv gehebelte Spekulationen in unverantwortlicher Weise mitfinanzierten, werden ca. 10 Mrd. $ Anteilseignerkapital verlieren.

Die Boni der Banker wird das natürlich nicht beeinträchtigen, sie werden erst gekürzt, wenn die Bank Pleite ist. Erinnern wir uns an die Lehman-Krise von 2008. Ohne die massiven Rettungspakte der Zentralbanken wären auch Morgan Stanley, Goldman Sachs, JP Morgan etc. untergegangen. Und trotzdem waren die in jenem Jahr ausgezahlten Bankerboni genauso hoch wie im Jahr zuvor.

Absolut skandalös und die schlimmste Seite des Kapitalismus. Doch wie Gordon Gekko im Film Wall Street sagte – Gier ist Gut! Nun gut, wenn alles vorbei ist, dürfte nichts mehr so gut sein, wie gedacht.

Derivate – Ein Kassenschlager, der hart zurückschlägt

Für die großen Investmentbanken sind Derivate seit Jahrzehnten Kassenschlager und Goldgruben gewesen. Heutzutage findet Handel praktisch komplett auf Grundlage von Derivaten statt. Kaum ein Portfolio besteht noch aus den eigentlichen Basiswert-Instrumenten. Bei allem – von Aktienportfolios über ETF, Goldfonds etc – kommen Derivate oder synthetische Instrumente zum Einsatz. Darüber hinaus basieren alle Zins- und Währungsmärkte auf Derivaten. Archegos Portfolios steckte beispielsweise voller Total Return Swaps.

Und wie man gerade sehen konnte: Wenn Derivate implodieren und die zugrundeliegenden Wertpapiere durch den Prime Broker (meist große Investmentbanken) um jeden Preis am Markt abgestoßen werden, sind unmittelbare und irreparable Verluste die Folge.

Trotzdem konnte ein Übergreifen und eine Ausbreitung der Krise diesmal abgewendet werden, weil die Banken alle Verluste trugen. Doch das nächste Mal, wenn nicht nur 30 Mrd. $ Derivate implodieren, sondern ein Vielfaches davon, wird das nicht mehr der Fall sein.

Wenn Gegenparteien ausfallen … die Billiarden-$-Zeitbombe

Die Verfechter von Derivaten, zu denen auf jeden Fall alle Investmentbanken gehören und die BIZ (Bank f. Internationalen Zahlungsausgleich in Basel), werden einwenden, dass das Netto-Derivate-Exposure nur einen Bruchteil der Brutto-Derivatepositionen (geschätzt mind. 1,5 Bill. $) ausmacht.

Ja, natürlich fällt die Netto-Position nach dem sogenannten Netting (Aufrechnung der Forderungen/Verbindlichkeiten) in der Theorie deutlich kleiner aus. Doch wenn Gegenparteien ausfallen, bleibt brutto eben brutto. Und genau das wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich passieren.

Archegos ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was auf die Welt in viel größerem Maßstab zukommen wird – 1,5 Billiarden $ verschwinden nicht still und heimlich. Den Banken gelang es diesmal, eine Ausbreitung zu stoppen; wenn es jedoch richtig losgeht, werden sie dazu nicht mehr in der Lage sein.

Der Würfel unten repräsentiert alle bekannten Derivate der Welt im Gegenwert von 1,5 Bill. $. Die tatsächliche Zahl ist womöglich deutlich höher.

Jene 1,5 Bill. $ sind das 850-fache des Zentralbankengoldes. Wo wird der Goldpreis stehen, wenn die Derivate implodieren? Wahrscheinlich zu hoch, um es sich vorstellen zu können!

Derivate, weltweit, Volumen

Wenn sich die größte Finanzblase der Geschichte auflöst, allem voran mit der Implosion des 1,5 Bill. $ Derivate-Monsters, dann wird das in übertriebenem Maße kreditfinanzierte Finanzsystem vollkommen gelähmt sein, weil Aktien-, Anleihe- und Immobilienwerte ganz einfach ausgelöscht werden.

Wenn Anlagewerte zugrunde gehen

An diesem Punkt wird die Welt erkennen, dass all das gedruckte Geld und der gesamte Kredit, der hinter diesen Vermögenswerten steckte, tatsächlich NULL Wert hatte. Und einige von uns warnen schon seit Jahren davor!

Allen Luftschlössern der Keynesianer und allen MMT-Schrott-Theorien zum Trotz: Geld, das aus dem Nichts geschöpft wurde, hat immer – zwangsläufig – NULL Wert.

Wenn die Welt schließlich erkennt, dass Schulden NULL Wert haben, werden die Menschen aus allen Wolken fallen und begreifen, dass das aufgebaute künstliche Vermögen schlicht und ergreifend auf einer Lüge gründete.

Nach der Aussetzung des Goldstandards im Jahr 1971 erschuf sich die Welt ein Konstrukt aus schwer überbewerteten Assets, welche bald Bekanntschaft mit ihrem intrinsischen Wert von NULL machen werden.

Nicht wenige werden an dieser Stelle einwenden wollen, dass Vermögenswerte letztlich doch irgendeinen haben – sei es ein gesundes Unternehmen oder ein qualitativ hochwertiges Gewerbeobjekt mit guten Mietern.

Das Argument ist stichhaltig solange dieses Unternehmen keine Schulden hat und/ oder seine Schulden über die Einnahmen bedienen kann.

Dasselbe gilt für fremdkapitalfinanzierte Geschäftsimmobilien. Gebäude haben im Grunde kaum Wert, wenn sie keine Einnahmen generieren. Sobald die Mieter keine Miete mehr zahlen, wird die Bank die Kredite zurückfordern und die Gebäude werden zwangsversteigert.

In einer mit 300 Bill. $ verschuldeten Welt sind die meisten Vermögenswerte in hohem Maße fremdfinanziert. Schuldner ohne Gewinne oder Einnahmen rutschen rasch in die Insolvenz und die Bank wird zum Eigentümer jener Assets, deren Wert einbricht. Die Banken können es sich nicht leisten, diese Vermögenswerte zu halten und werden sie in einem großen, anhaltenden Ausverkauf auf den Markt werfen.

An diesem Punkt werden nur noch sehr wenige Menschen über liquide und vermarktbare Vermögenswerte verfügen. Und Schuldenfinanzierung wird überhaupt nicht mehr erhältlich sein.

Wer echtes Geld oder Gold & Silber hat, wird Schnäppchen finden

Wie in jeder früheren Krisenphasen werden die Halter liquider, realer Assets wie Gold und Silber in der Lage sein, Vermögenswerte mit unerhört hohem Abschlag mitzunehmen. Das mag heute noch wie ein Ding der Unmöglichkeit klingen, doch wer sich beispielsweise mit der Weimarer Republik auskennt, wird wissen, dass genau das damals passierte (wie auch in anderen schweren Krisenzeiten).

In dieser Phase werden dann auch Immobilien, die heute vielleicht 1,1 Millionen $ kosten – oder 20 kg Gold – für ein Kilo Gold zu haben sein, was (gemessen in Gold) einem 95 %igen Abschlag entspricht.

Aus heutige Sicht mag das völlig unrealistisch klingen, allerdings zeigt uns die Geschichte, dass es wieder und wieder passiert.

Erstmalig in der Geschichte: Ein globaler Schuldenkollaps

Die heutige Schuldenblase ist größer als jede andere Schuldenblase bislang. Doch nicht nur das. Zu ersten Mal überhaupt wird es einen globalen Schuldenkollaps geben.

Überall auf der Welt herrscht dieselbe Situation – Nordamerika, Südamerika, Europa, Afrika, China, Japan und selbst Russland. Möglicherweise werden einige Länder, wie China, in der Lage sein, das Schuldenproblem intern in der Griff zu kriegen, allerdings wird jedes Land unter dieser Krise leiden, da das Finanzsystem implodiert und der Welthandel kollabiert.

Finsteres Mittelalter

Der wahrscheinlich bislang größte Wirtschaftszusammenbruch ist der Niedergang des Römischen Reichs gewesen, der schrittweise stattfand; der finale Einbruch kam allerdings 476 n.Chr., als sich der germanische Führer Odoaker gegen Romulus Augustulus durchsetzte. Von da an, sollte kein römischer Kaiser mehr von Rom aus regieren.

Das späte 5. Jahrhundert wird als Beginn des Mittelalters betrachtet, welches 900 Jahre andauerte – bis zur Renaissance oder bis ins später 14. Jh. Andere Historiker definieren es als 500 Jahre lange Periode. Das Mittelalter war ein Zeitalter des kulturellen und ökonomischen Verfalls. Es war jedoch kein Niedergang, der exakt 900 Jahre anhielt. Viele Gebiete prosperierten schon deutlich früher.

Ob wir nun – nach dem Platzen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzblasen – eine langanhaltende Phase ökonomischen Verfalls erleben werden, das werden nur die zukünftigen Historiker wissen. Sicher ist jedoch, dass eine derart große Schulden- und Vermögenswertimplosion, wie sie auf die Welt zukommt, verheerende Auswirkungen auf das Leben unserer Kinder und Enkel haben wird. Doch ob all das 50 oder 500 Jahre dauern wird, das werden erst die zukünftigen Historiker einschätzen können.

Credit Suisse und eine wilde Horde Prime Broker

Erst im Rahmen engster Kooperation mit und Unterstützung durch Großbanken können die Hedgefonds ihre Finanzhebel spielen lassen. Archegos hatte Beziehungen zu verschiedenen Prime Brokern – Goldman Sachs, Morgan Stanley, Nomura und Crédit Suisse.

Die verwegenen Banken gewähren Kreditlinien in Milliardenhöhe, damit die Hedgefonds Finanzhebel nutzen können, die nicht nur die Hedgefonds selbst in Gefahr bringen, sondern auch die betreffenden Banken und letztlich das Finanzsystem.

Schweizer Banken waren einst die Bastion der Vorsicht und des Konservativen. Doch heute zählen sie zu den Banken mit der höchsten Risikoneigung, worüber ich an anderer Stelle geschrieben hatte.

Die Schweiz hat ein großes Problem mit der Größe des nationalen Bankensystems, das fünfmal so groß ist wie die Wirtschaftsleistung des Landes. Im Fall massiver finanzieller Verwerfungen und deren Ausbreitung wäre das Schweizer Finanzsystem zu groß, um noch gerettet zu werden (too big to save).

Schweizer Nationalbank – der weltgrößte Hedgefonds

Ein weiteres Problem ist natürlich die SNB, die Schweizer Zentralbank, die auch der größte Hedgefonds der Welt ist – mit Assets im Gegenwert von 1 Billion CHF (1,1 Bill. $). Das sind 145 % der Schweizer Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: Die Bilanzsumme der Federal Reserve liegt bei 27 % des BIP der USA.

Der Großteil der Bilanz besteht aus Fremdwährungsspekulation und wird in Dollar und Euro gehalten. Die SNB hält zudem umfangreiche Aktienposition großer US-Technologiewerte – 8,5 Mrd.$ in Apple, 6 Mrd. $ in Microsoft, 5,2 Mrd. $ in Amazon und noch viele mehr.

Also: Das Schweizer Bankensystem ist nicht nur zu groß für das Land, die Schweizer Nationalbank ist darüber hinaus auch noch extrem anfällig für Kursverluste bei Dollar, Euro und US-Technologiewerten.

Als ich Ende der 1960er und in den 1970ern im Schweizer Bankenwesen arbeitete, hätte so etwas überhaupt nicht passieren können. Wenn jetzt aber die Zentralbank und die Geschäftsbanken der Schweiz ihre Positionen mittels Derivate- und Währungsspekulation bis zum Anschlag hebeln, dann ist das gesamte Finanzsystem der Schweiz in Gefahr.

Niemand sollte größere Anlagen in einem nationalen Bankensystem halten, das Marktverwerfungen derart stark ausgesetzt ist wie das schweizerische.

Credit Suisse – Inkompetenz oder einfach nur Pech?

Gut, schauen wir uns jetzt an, wie es Credit Suisse (CS), der zweitgrößten Schweizer Bank, in letzter Zeit so ergangen ist.

CS ist – hinsichtlich Risikomanagement und Verluste – vom Regen in die Traufe gekommen. Im 4. Quartal 2015 verlor die Bank 6 Mrd. CHF durch Abschreibungen und Handelsverluste. Gegen Ende 2016 erklärt sich die CS bereit zur Zahlung von 5,3 Mrd. $, um Untersuchungen des US-Justizministeriums wegen missbräuchlicher Hypothekenverkäufe beizulegen.

2020 geht es um weitere 680 Mill. $ in Verbindung mit US-Hypothekenpapieren. Im Jahr 2021 hat die Bank bislang 450 Mill. $ abgeschrieben für Investitionen in den Hedgefonds York Capital. In Verbindung mit den Zusammenbruch des Hedgefonds Greenshill Capital werden Verluste von 3 Mrd. $! erwartet. Diese Summe entspricht den Netto-Einnahmen der Bank in 2020.

Das nächste Desaster für Credit Suisse ist Archegos. Die Verluste übersteigen womöglich 6 Mrd. $.

Jedenfalls ist ein solches Ausmaß an Verlusten nicht nur auf eine Pechsträhne zurückzuführen. Im Grunde geht es hier um Inkompetenz gepaart mit einer Form von Gier, die Erfolg individuell belohnt aber gleichzeitig die Bank und das System in Gefahr bringt.

Obgleich Credit Suisse in den letzten Jahren schon mehr als 20 Mrd. $ verloren hat, könnten sich in dieser einst so ehrwürdigen Schweizer Bank noch deutlich höhere Verluste verstecken. Alle Aussagen des Bankenmanagements haben kaum Aussagekraft, da scheinbar auch sie nicht über die tatsächliche Risikolage der Bank im Bilde sind.

Ist die Credit Suisse also eine vorprogrammierte Katastrophe? Das wird sich erst noch zeigen.

Ziemlich sicher ist zumindest, dass das Archegos & Credit Suisse-Desaster nur die Spitze des Eisbergs ist.

CS ist nur eine der Banken, die inakzeptabel hohe Geldsummen verlieren… Nomura, Morgan Stanley, Goldman Sachs und noch einige andere Zocker.

Credit Suisse ist jedenfalls nicht die einzige Bank, die sich auf derart schamlose Zockerei einlässt. Das gesamte Bankwesen befindet sich in dieser Zwickmühle. Und aufgrund aller Verflechtungen im Bankensystem und der totalen gegenseitigen Abhängigkeit werden selbst gesunde Banken nicht überleben.

Banken konfrontiert mit Verlust-Schockwellen

Alle diese Kasinos, auch bekannt unter der Bezeichnung „Banken“, bringen sich mit ihren tagtäglichen Wettaktivitäten selbst in Gefahr. In einem geordneten und kontrollierten Markt streichen sie enorme Geldsummen für sich ein. Wenn die Trendwende aber einsetzt, werden sie nicht mehr in der Lage sein, die Märkte zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Dann werden schockwellenartige Verluste einsetzen.

Wenn Aktien- und Anleihemärkte gleichzeitig fallen, werden die Sicherheiten der Banken nicht einmal mehr Schnäppchenpreisniveau haben. Und auf diesem Weg werden die Derivatemärkte für immer verschwinden – oder zumindest für viele, viele Jahre.

Wer noch glaubt, dass die eigenen Vermögenswerte in einer Bank sicher sind, der sollte sich vielleicht noch einmal Gedanken machen. Ich meine damit nicht allein Geld, sondern auch alle Wertpapiere, die treuhänderisch von der Bank verwahrt werden. Unter Druck werden die Banken diese Wertpapiere als Sicherheiten für eigene Kredite einsetzen. Das ist schon häufig passiert – z.B. 2007-08.

Seine Vermögenswerte im Finanzsystem unterzubringen, ist in etwa so, als würde man sie auf eine Zeitbombe legen, die scharf ist und tickt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles explodiert. Anschließend wird es sehr schwer fallen, noch irgendwas Wertvolles im Schutt zu finden.

Risiko jetzt höher als jemals zuvor in der Geschichte

Ich habe es schon so häufig gesagt und geschrieben: Ich bin kein Pessimist und auch kein Untergangsprophet. Ich analysiere lediglich Risiken und betrachte anschließend die potentiellen Folgen, wenn etwas schief geht.

Meiner Einschätzung nach ist die aktuelle Risikolage verschärfter als jemals! zuvor. Und bitte glauben Sie nicht, dass das Problem durch noch mehr wertlose Schulden in Form von MMT, QE etc. gelöst werden kann. Allein die Explosion wird dadurch größer.

Wie in jeder Krise zuvor sind physisches Gold und Silber die besten Absicherungsformen. Glauben Sie nicht, dass es diesmal anders sein wird.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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15 KOMMENTARE

  1. Am Anfang war der Mauerfall oder KAPITALYPSE NOW

    Am Anfang war der Mauerfall. Die Sieger der Geschichte warfen das Handtuch, zogen die weiße Flagge hoch und das Reich des Bösen fiel dem Scheiterhaufen der Geschichte anheim. Die Guten dieser Welt konnten wieder zutreten wo immer Ihnen dies gefiel und Sie machten in Jugoslawien, Irak, Libyen usw.usw. Gebrauch davon.

    In den Chefetagen der freien Welt, knallten die Sektkorken und deren Management aus Wirtschaft, Politik und Bewusstseinsindustrie , gaben sich den abenteuerlichsten Hoffnungen hin. Der ewige Friede, das Ende der Geschichte ( Francis Fukuyama ) gar, rückten in greifbarer Nähe, nun da die friedliche marktwirtschaftliche Demokratie sich weltweit durchgesetzt habe und der kommunistische Erbfeind am Boden liege. Neue Märkte, goldene Berge, blühende Landschaften ( Helmut Kohl ) und ein zweites deutsches Wirtschaftswunder ( Willy Brandt ) seien zu erwarten. Treue Hände hingegen, nicht ungeschickt die große Euphorie nutzend, raubten, stahlen, plünderten was nicht niet und was nicht nagelfest war und auch Karl Marx wurde als Theoretiker – wieder einmal – zu Grabe getragen ( Norbert Blüm )

    Im großen Lärm der Illusionen aber, erhob sich entgegen dem gesamten medialen und publizistischem Zirkus, eine einzelne Stimme die mit einem eher kleinem Büchlein, dagegen hielt.

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    Gar orthodox erscheinende Thesen wurden darin aufgestellt. Z.B. diese, dass der real existierende Sozialismus, gar kein antikapitalistisches emanzipatorisches Projekt, sondern Fleisch vom Fleische das Kapitalismus, allerdings in einer staatlichen Form ( Staatskapitalismus ) nachholender Industrialisierung gewesen sei. Eine ebensolche Form absoluter Herrschafft des Staates, habe es in der frühen Moderne auch in Westeuropa gegeben, was deren Ideologen heute aber nicht wahr haben wollten. The Great Transformation (Karl Polanyi .) von einer Agrarökonomie zur Industriegesellschafft erfordere nun einmal einen Kapitalaufwand, mithin einen Konsumverzicht der Bevölkerung, die nur mit absoluter staatlicher Herrschafft und brutalster Gewalt durchsetzbar wäre. Historiker nennen dieses Zeitalter deshalb auch Absolutismus.

    Die nachholende staatskapitalistische Industrialisierung ( Lenin ) sowjetischen Typs habe quasi als historisch zu spät gekommene, den technologischen Vorsprung des Westens nicht einholen können und sei deshalb folgerichtig Pleite gegangen. Allerdings sei dies kein Grund zum Feiern, denn da es sich in seinen Kategorien bei staatlichem und privat organisiertem Kapitalismus um die grundsätzlich selben, in lediglich anderen historischen Verlaufsformen handeln würde, wäre der Zusammenbruch des Ostens lediglich das Menetekel für die vermeintlichen Gewinner selbst.

    Die, die jetzt lautstark den kapitalistischen Endsieg feierten, würden schon bald nicht mehr weiter wissen, all die verkündeten Erwartungen wären reines Wunschdenken und würden sich als selbstbetrügerische Seifenblasen erweisen, deren Platzen demnächst zu erwarten sei, kurzum die Sieger würden sich zu Tode siegen. Die neuen Märkte im Osten von denen permanent die Rede sei, die gäbe es mangels Kaufkraft gar nicht, ganz im Gegenteil würden osteuropäische Billiglöhner , bei nunmehr offenen Grenzen, den Westen überfluten und das dortige derzeit noch relativ hohe Lohngefüge zerstören. Im nahen Osten würde sich ein fundamentale Islamismus bisher unbekannter Radikalität etablieren, und ebenso würden sich massenhaft Armutsflüchtlinge aus den Zusammenbruchsregionen der südlichen Peripherie ( dritte Welt ) inspiriert von der Sehnsucht nach Teilhabe, auf die Socken in die letzten Wohlstandsenklaven dieser Welt machen. Der Kollaps der dritten Welt in den 80zigern, der Zusammenbruch des Kasernensozialismus, würde auch den derzeit noch wohlhabenden Westen in seinen Konsequenzen dauerhaft nicht verschonen. Soziale Spannungen, Börsenkräche, Finanzskandale usw.usw.usw. würden explosionsartig zunehmen, kurzum zum Jubilieren gäbe es überhaupt keinen Grund. Am Ende des 20zigsten Jh. aber sei der EINTRITT in ein Zeitalter von Chaos und Zerfall gesellschaftlicher Strukturen zu erwarten, deren Dauer und Verlaufsformen nicht abschätzbar seien.

    Dies ist die Botschaft dieses Buches, eine Botschaft die damals ( Erstauflage 1991 ) Niemand wahr haben wollte, die sich allerdings in Wesen und Substanz – wie aufmerksame Beobachter heute 30 Jahre später realisieren müssen oder müssten – erfüllt hat. Es ist schließlich für einen Jeden der mit offenen Augen durch diese Welt geht, unübersehbar, dass das automatische Subjekt ( Marx ) seinem Grande Finale – Grexit/ Brexit/ Exitus – entgegen taumelt.

    Den Akteuren in Politik, Wirtschaft und Notenbanken kann die Aufrechterhaltung einer marktwirtschaftlichen Scheinnormalität nur noch mittels schier endlosen, sich beständig potenzierenden, letztendlich unbezahlbaren Schuldenorgien gelingen. Gleichzeitig werden Erwerbseinkommen, soziale Leistungen, Renten usw.usw. marginalisiert und damit die zum Erhalt besagter Scheinnormalität zwingend notwendige Massenkaufkraft ins Bodenlose versenkt. Die Anzahl derjenigen die zu immer unzumutbareren Konditionen noch einen Job haben sinkt und die Anzahl derjenigen die auf die ein oder andere Art alimentiert werden müssen, steigt. Immer weniger einnehmen und dafür immer mehr auszugeben aber, ist eine Rechnung die dauerhaft nicht aufgehen kann, die kapitalistische Katze beißt sich in den Schwanz.

    Eine wüste Konzepthackerei ist dann auch seit Jahr und Tag im Gange und beweist doch nur, dass es auf dem Boden der alternativlosen Marktwirtschaft ( Angela Merkel ) keine frohe Zukunft mehr geben kann.
    Es lässt sich schließlich nicht länger leugnen, dass sich nicht eine einzige der Hoffnungen von 1990 erfüllt hat. Der Osten Deutschlands ist zum unbezahlbarem Daueralimentierungsanhängsel der alten Bunzreplik ( Helmut Kohl ) geworden. Das zweite deutsche Wirtschaftswunder ist ebenso ausgeblieben, wie die neuen Märkte im Osten. Auch vom weltweiten ewigen Frieden, der nach dem Untergang des Reichs des Bösen sich etablieren sollte, ist Nirgendwo etwas zu sehen, ganz im Gegenteil, das Ende der Geschichte läuft Amok.

    Was aber wurde aus Karl Marx, dem alten Besserwisser, den man glaubte 1990 als Theoretiker beerdigen zu können. Nun Totgeglaubte leben bekanntlich länger und das Leib und Magenblatt der Wallstreet, die New York Times sah sich am 18 April 2018 veranlasst, auf seiner Titelseite zu schreiben;

    Happy Birthday, Karl Marx. You Were Right!

    • @Krösus
      Ein Goldbug kapituliert niemals. Sündenpfuhl
      https://www.youtube.com/watch?v=b9Fg5FLzXvE

      Weißt du noch, Begrüßungsgeld gab’s.
      Hast dich in der Reihe angestellt.
      Kamst dir komisch vor, ossideutscher Tor,
      Hattest keine Ahnung von der Welt.
      Mauerfall ward nicht bedauert,
      Lange Zeit hat es gedauert.
      In der Schlange stehn, jeder hats gesehn,
      Hundert D-Mark, endlich richt’ges Geld !!!
      /Refrain/
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl aus Europa gemacht.
      Unser Geld ist nicht mehr, was es war.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.

      Helmut Kohl war glatt dein Bruder.
      Weißt du noch, in Dresden war er?
      Landschaften die blüh’n, Wolken sich verzieh’n,
      Ausgeschlossen jedes Ungemach.
      Einiges Europa, das war neu.
      Maastricht, bald hat jeder Geld wie Heu.
      Grenzen auf wie nie, geht schon irgendwie,
      Lissabon-Vertrag, den jeder brach.
      /Refrain/
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl aus Europa gemacht.
      Unser Geld ist nicht mehr, was es war.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.

      Ham‘ die Brille und die Maske auf,
      Arbeitslosigkeit gibt es zuhauf.
      Klima ist perdü, Schulden wie noch nie
      Donald, der packt stets noch einen drauf.
      Deutschlands Gold im Ausland fest verwahrt,
      in New York und London, und die Art
      wie man uns regiert – wir sind angeschmiert,
      Nur der Goldbug, der gibt niemals auf.
      /Refrain, 2mal/
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl aus Europa gemacht.
      Unser Geld ist nicht mehr, was es war.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.
      Sündenpfuhl, Sündenpfuhl, Inflation über Nacht,
      Die Enteignung steht an, das ist klar.

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  3. Wieder mal ein starkes Stück des Egon derer von Greyerz. Ein Parforceritt über die Schockwellen, die regelmäßig von der finanzkapitalistischen Vorhölle ausgehen. Er spricht vom Hedgefonds Archegos, der wegen der „günstigeren regulatorischen Bedingungen“ im Bankensystem der USA quasi als Ich-AG im Home-Office einzustufen ist. Und dennoch mit systemischen Risiken daherkommt.

    Worum geht es?

    Die Große Depression 2.0 der Jahre 2007ff. wurde aus gutem Grund als umfassendes Marktversagen wahrgenommen. Den Zeitgeist des Neoliberalismus hatte die Finanzindustrie kurzerhand beim Schopfe gepackt und den marktförmigen Zynismus quasi zur Kunstform erhoben. Die entfesselten Märkte mussten also wieder eingesammelt – domestiziert – werden.

    In den USA ersann man dazu ein wahres Regulierungswunder, den sog. „Dodd–Frank-Act“. In 16 Abschnitten mit glatten 541 Gesetzesartikeln auf annähernd 1000 Seiten wurde die Wiederherstellung der Finanzmarktstabilität beschworen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dodd%E2%80%93Frank_Act

    By the way: Zu den allerersten Maßnahmen des IMPOTUS AMERICANUS nach seiner Wahl zählte die Schleifung des „Acts“.

    Es wurden nun eine Reihe Finanzagenturen aus der Post-Krisen-Regulierung entlassen. Demnach gelten die strengeren Regeln nur noch für ‚Institute‘ mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Milliarden Dollar [215 Milliarden Euro] statt wie bislang ab 50 Milliarden [43 Milliarden Euro]. Lediglich letztere müssen mehr Eigenkapital vorhalten und sich einem „Stresstest“ unterziehen, bei dem die Aufseher prüfen, wie krisenresistent sie sind. Kleinere „Family-Offices“ [frei nach Egon] hatten argumentiert, von ihnen gingen nicht die gleichen Risiken aus wie von JP Morgan Chase oder etwa Citigroup – deshalb sollten sie auch bitte, bitte nicht so streng behandelt werden.

    +++Breaking News+++
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Chef-der-Danske-Bank-tritt-zurueck-article22498973.html
    „Absolut skandalös und die schlimmste Seite des Kapitalismus.“ E.v.G., GR, v. 19.4.21

    • Hosianna! Mein Kommentar ist freigegeben!
      Endlich kann ich ihn korrigieren: „Lediglich ERSTERE müssen mehr Eigenkapital vorhalten…“.
      Aber das werdet Ihr Euch schon gedacht haben, nicht wahr?

    • @Thanatos
      Mit ist nicht ganz schlüssig, welchen Präsidenten der Amis Du meinst. Als der Dabbelbusch seinen Kreuzzug gegen den Terror verkündete, wurden 700 Mitarbeiter des FBI, die für Börsenbetrug, Wall Street & Co. (Wirtschafts-Delikte) zuständig waren, abgezogen, und dem neuen Fetisch zugeteilt. Wenn ich die Wächter wegschicke … ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Hat der Göring Anfang 1933 auch gemacht. Als Vizepräsident des Reichstags alle Wächter und Aufpasser in Ausgang und Urlaub geschickt, und es war keiner da, und just in der Nacht brannte die Quasselbude (O-Ton Kaiser Wilhelm) ab. Solche Fakten lassen Rückschlüsse auf die wahren Urheber und deren Einstellung zu. Um an 17 Stellen zugleich Feuer zu legen, muß eine halbe Hundertschaft einrücken und zündeln. Später wollte man der Welt eine kommunistische Verschwörung weismachen. Erst van der Lubbe allein und dann die Lach-Nummer mit den Bulgaren um Georgi Dimitrov, die zur PR-Katastrophe erwuchs. Man soll eben nicht aus Prinzip alle Leute auf der Welt für dümmer halten als sich selbst. Weil die Richter Rückgrat zeigten – in dubio pro reo – und Dimitrov & Genossen freisprachen, schufen die Adolfisten den Volksgerichtshof, der die gewünschten Urteile am Fließband lieferte. Ich alter Aluhut-Träger vermute, daß die Banditen, welche Katastrophen wie Archegos und Lehman Brothers herbeiführten oder zumindest begünstigten, aus der Niederlage (wie der Göring) noch einen Sieg machen, Bargeld verbieten, Krypto-Währungen zwangsweise einführen, um alles und jeden unter Kontrolle zu haben, und die EZB mit Vollmachten auszustatten wie Zar und Sultan zusammen. Im Kampf gegen Geldwäsche und Mafia, und um das Klima zu retten. Ein paar blöde Ausreden werden denen schon einfallen.

    • @Thanatos
      Komm, wir trällern den Bankiers ein Liedchen. Wo ist eigentlich unser Captain Blaubär hier im Forum abgeblieben? Probier’s mal mit Profitlichkeit
      https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

      Probier’s mal mit Profitlichkeit, mit Zinsen und Profitlichkeit
      jagst du den Alltag und die Sorgen weg.
      Und wenn du stets profitlich bist, dein Bonus appetitlich ist,
      dann nimm ihn dir egal von welchem Fleck.
      Was soll ich woanders, wo’s mir nicht gefällt?
      Ich gehe nicht fort hier, auch nicht für Geld.
      Die Helis summen in der Luft, erfüllen sie mit FIAT-Duft,
      und schaust du unter den Stein, erblickst du die Peanuts, die hier gut gedeih’n.
      Probier mal zwei, drei, vier.
      Denn mit Profitlichkeit kommt auch das Glück zu dir! Es kommt zu dir!

      Probier’s mal mit Profitlichkeit, mit Zinsen und Profitlichkeit
      vertreibst du deinen ganzen Sorgenkram. Und wenn du
      stets profitlich bist, dein Bonus appetitlich ist,
      dann nimm ihn dir egal woher er kam.
      Na und kaufst du gern Derivate, und du piekst dich dabei,
      dann laß dich belehren: Verlust geht bald vorbei!
      Du mußt bescheiden aber nicht gierig im Leben sein, sonst tust du dir weh,
      du bist verletzt und zahlst nur drauf, darum kaufe gleich mit dem richt’gen Dreh!
      Hast du das jetzt kapiert? Denn mit Profitlichkeit kommt auch das Glück zu dir!
      Es kommt zu dir!

  4. Mene- Mene- Menetekel.
    Soll mir in 2 bis 3 Jahren keiner kommen und rumjammern, man hätte das Desaster nicht kommen sehen können.
    Jahreszeitlich ist am Finanzmarkt Anfang November.
    Mindestens.
    Was muss noch passieren, dass die Menschen aufwachen ?

  5. Goldhelm ab zum Gebet. Der Derivatemarkt ist des Todes.
    https://www.youtube.com/watch?v=ehl6F90rj3U

    Ich hatt‘ einen Derivaten, einen schlimmeren find’st Du nit.
    Den Ratschlag kluger Leute, den wischte ich beiseite.
    Verbohrt auf Schritt und Tritt, verbohrt auf Schritt und Tritt.

    Schwarzer Schwan, der kam geflogen, sag mir mal, was willst Du hier?
    Man hat mich angelogen, daß sich die Balken bogen,
    der Schwan kommt auch zu mir, der Schwan kommt auch zu mir.

    Will ihm den Junk-Bond reichen, hier nimm das Derivat,
    er ließ sich nicht erweichen, konnt‘ ihm den Bond nicht reichen,
    war nicht mein Kamerad, war nicht mein Kamerad.

  6. @Krösus @Thanatos

    Ihr habt ja so recht!
    Was für ein Hohn, die immer wieder aufpoppenden ideologischen Rechten stehen trotz der zur Schau getragenen pseudokritischen Haltung VOLL auf dem Boden der marktwirtschaftlichen Ordnung.
    Einfach nichts aus der Geschichte gelernt.

  7. @Jasmin

    Sie wissen es halt nicht besser. Ihre Illusionen beruhen auf der Erinnerung an die längst vergangenen Zeiten des sogenannten Wirtschaftswunders, das freilich alles Andere als ein Wunder war.

    Ohnehin gehören Vokabeln wie WUNDER oder MUTMASSLICH zum beständigem Wortschatz der Herrschaftsmedien. WirtschaftWUNDER, JobWUNDER, WUNDERWAFFEN sollten es seinerzeit richten,
    als nicht einmal mehr ein WUNDER das kurze Leben des 1000jährigen Reichs hätte verlängern können.
    Und Zarah Leander sang; Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehen.

    https://www.youtube.com/watch?v=LFKM2VYDPjg

    Ich selbst warte schon längere Zeit auf das IMPF-Wunder, wo bleibt es verdammt noch mal, ist doch längst überfällig. Das Merkel kriegt aber auch nix gebacken.

  8. Anzeige
  9. @Thanatos
    https://sascha313.wordpress.com/2016/11/27/milliardenbetrug-die-goldfaelscher-in-den-usa/
    Die Amis wußten, wenn man so will, schon seit 30 Jahren, daß ihrem real existierenden Kapitalismus die Messen gesungen sind. Die hyperaktive Verblödungs-Industrie im Westen hat weiter grinsefotzig auf „Alles ist schön“ gemacht wie die Kapelle der Titanic, die erst zu spielen aufhörte, als der eigene Arsch naß wurde. Unter Clinton schon wurde das angeordnet mit den 1,3 Mio. falschen 200-Unzen-Barren. Man stelle sich vor, wieviel Gold, das weltweit überall bei Banken und Zentralbanken in den Tresoren liegt, in Wahrheit aus Wolfram besteht.
    https://www.manager-magazin.de/finanzen/geldanlage/elon-musk-jeff-bezos-und-die-boerse-der-weltraum-als-investmentchance-a-171eb57a-0002-0001-0000-000176321242
    Mit Gedöns vom Weltraum und einer geilen Zukunft irgendwann haben sie auch in DDR und UdSSR die Leute von den Nöten und Sorgen des Alltags abgelenkt und vertröstet. Ich habe ein Déjà-vu.
    https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3130089/us-china-relations-yuan-internationalisation-goal-not-replace
    Hier mal wieder ein Beispiel dafür, daß man nichts glauben soll, bis es nicht von offizieller Seite dementiert wurde. Niemand hat die Absicht, einen Gold-Yuan zu errichten. Der Westen hat fertig. Kannst Du Dich noch an die schicksalsschweren Worte Gorbatschows erinnern, die er im Herbst 1989 beim Staatsbesuch in der DDR sprach? „Gefahren lauern nur auf jene, die nicht reagieren auf die Impulse, die das Leben gibt. Aber wer sie wahrnimmt und reagiert, der braucht sich vor den Gefahren nicht zu fürchten.“ So in etwa. Was für mich persönlich heißt, daß Hermann-Josef T. und Karsten K. erst gar nicht versuchen soll, mir eines dieser dubiosen Finanzprodukte zu empfehlen.
    Oh gold-bug, be faithful
    http://www.youtube.com/watch?v=Y1yjp-VoXp4

    O gold-bug, be faithful! The gold rush will come,
    For whom we have waited so long;
    O, soon we shall value our bullion gold,
    And join in the gold holders song.
    O gold-bug, be faithful! For why should we prove
    Unfaithful to Him who had shown
    Such deep, such unbounded and infinite love
    Who plunged to redeem us His own.

    O gold-bug, be faithful! The city of gold,
    Prepared for the good and the blest,
    Is waiting its portals of pearl to unfold,
    And welcome thee into thy rest.
    Then, gold-bug, be faithful! Not long shall we stay
    In weariness here, and forlorn,
    Time’s dark night of sorrow is wearing away,
    We haste to the glorious morn‘.

    O gold-bug be f,aithful! Its price will descend,
    Creation’s omnipotent King,
    While legions of savers His chariot attend,
    And palm wreaths, of victory bring.
    O gold-bug be faithful! and soon shalt thou hear
    Thy bullion pronounce the glad word,
    Well done, faithful servant, thy title is clear,
    To enter the joy of thy Lord.

    O gold-bug be faithful! eternity’s years
    Shall tell for thy faithfulness now,
    When bright smiles of gladness shall scatter thy tears,
    A coronet gleam on thy brow.
    O gold-bug be faithful! The promise is sure,
    That waits for the faithful and tried;
    To reign with the ransomed, immortal and pure,
    And ever with bullion abide.

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