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China und Russland: Neue Spekulationen über Goldwährung!

Gold, Russland, China

Russland und China rücken in vielen Bereichen zusammen. Man verbündet sich gegen die Hegemonie des US-Dollars (Foto: Daboost – Fotolia.com).

Aktuelle Beiträge in russischen und chinesischen Medien befassen sich mit der Frage, ob Russland und China an einer gemeinsamen goldgedeckten Währung arbeiten. Es gehe darum, die Dominanz des US-Dollars zu brechen.

China und Russland sind in den vergangenen Jahren durch aggressive Goldkäufe aufgefallen. Die russische Zentralbank erwirbt in großen Stil Gold aus der landeseigenen Minenproduktion. Auch China hat seine Goldförderung zuletzt stark ausgebaut. Das Land ist zum weltweit größten Goldproduzenten aufgestiegen. Im vergangenen Jahr wurden dort laut GFMS 453,50 Tonnen Gold aus der Erde geholt. Doch das reicht den Chinesen nicht aus. Das Reich der Mitte ist auch größter Goldkäufer auf den Auslandsmärkten.

Goldreserven verschleiert

Während Russland seine wachsenden nationalen Goldbestände in steter Regelmäßigkeit publiziert, war man in Peking zuletzt schweigsam. Seit Oktober 2016 wurden die offiziellen Goldreserven Chinas nicht mehr nach oben angepasst. Schon vor Juni 2015 gab das Land Veränderungen seiner Goldbestände nur in Abständen von mehreren Jahren bekannt.

Statt der offiziell kommunizierten 59,24 Millionen Unzen dürften die wahren Goldreserven Chinas bereits bei mehr als 64 Millionen Unzen liegen (ca. 2.000 Tonnen). Aber vermutlich ist das wahre Goldreservoir noch viel größer.  Man darf davon ausgehen, dass Chinas Zentralbank bei Bedarf erhebliche Goldmengen über die Lagerbestände der nationalen Geschäftsbanken bereitstellen kann. Ganz abgesehen vom privaten Goldbesitz in China. Lesen Sie dazu auch: China muss schon 2.000 Tonnen besitzen.

 

Wozu das ganze Gold?

Klar ist: Russland und China wollen sich von der Hegemonie des US-Dollar befreien. Am besten in Form einer neuen Weltleitwährung unter eigener Kontrolle. Die englische Ausgabe des russischen Nachrichten-Portal Sputnik News schürt unterdessen mögliche über Pläne einer gemeinsamen Goldwährung. Entsprechende Spekulationen gibt es in russischen Medien schon seit einigen Jahren (Goldreporter berichtete).

Aktuell verweist man auf die Meldung des chinesischen Informationsportals BWChinese. Hierin geht es um Handelsvereinbarungen zwischen Russland und China auf dem Öl- und Goldmarkt – natürlich unter Ausschluss des US-Dollars.

In dem Artikel wird Ronan Manley vom Goldhändler BullionStar aus Singapur zitiert. Seiner Ansicht nach stünden die Goldkäufe Chinas und Russlands in direktem Zusammenhang mit diesen Abkommen. „China und Russland bauen Goldreserven auf, um in Zukunft vielleicht wieder zum Goldstandard zurückzukehren, um die globale Dominanz des US-Dollar loszuwerden“.

In dem Bericht von BWChinese wird zudem berichtet, dass in der Federal Reserve Bank of New York weiterhin 600 Tonnen Gold gelagert seien, die der chinesischen Regierung gehörten. Die Fed habe es mehrfach abgelehnt, den Chinesen dieses Gold zu liefern.

Wenn Gold wieder Geld wird

Was ist also dran an den Plänen für eine neue Goldwährung? Wer wäre noch am Goldstandard interessiert? Welche Formen der Golddeckung könnten durchgesetzt werden? Wie realistisch ist deren Umsetzung? Wann wäre der richtige Zeitpunkt? Und vor allem: Was würde mit dem Gold von Privatanlegern geschehen, wenn Gold wieder zur Gelddeckung eingesetzt würde? Stichwort: Goldverbot!

Diese und viele weitere Fragen dieses spannenden Themengebietes erörtern wir in unserer Sonderpublikation „Wenn Gold wieder Geld wird“. Bis zum kommenden Freitag bieten wir den Report zum Sonderpreis an. Hier bestellen!

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Eingetragen von am 17. Jan. 2018. gespeichert unter Banken, China, Gold, News, Politik, Russland, US-Dollar, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

18 Kommentare für “China und Russland: Neue Spekulationen über Goldwährung!”

  1. Nimmt man noch zwei weitere, große Puzzle-Steinchen zu diesen Informationen:

    1) Die Bundesbank kauft jetzt YUAN als Währungsreserve

    2) Chinesische Öl-Händler warten auf die angekündigten Öl-Futures, die in
    YUAN gehandelt und an der Shanghai Gold Exchange in GOLD umgetauscht werden können (Start am 18.1.2018, zeitgleich mit dem US-Debt-Dilemma-Thema),

    dann wird das Bild immer schärfer und all das macht Sinn:

    … der Osten (Rußland, China, Iran, …) koppelt sich vom US-Dollar ab; die
    mittlerweile ranzigen US-Schuldscheine werden als Währungsreserve (US-Dollar)
    bedeutungslos und nicht mehr gekauft.

    Folge: irgendjemand muß die Schulden der USA finanzieren; also wird die FED
    die Notenpresse erneut anwerfen und QE#4 starten müssen –

    „Welt-Leid-Währung“ US-Dollar: .

    • @watchdog

      Aber warum zum Teufel haben die Chinesen die US Kreditwürdigkeit herabgestuft? Damit schädigen die sich doch selber. Oder haben die den Schrott schon verscherbelt ? Wer war dann der Käufer, zu welchem Preis?

      Soll das die Rechtfertigung dafür sein, dass sie keine US Anleihen mehr kaufen werden ?

      • 0177translator

        @Stillhalter
        https://www.youtube.com/watch?v=f-HNNWd1NYc
        Möglicherweise ist dem Politbüro in Peking klargeworden, daß die Bond-Schulden der USA uneinbringlich sind. Und wenn die Chinesen den Gerüchten zufolge keine US-Staatsanleihen mehr kaufen, ist das der Auftakt zu dem Szenario, das in dem Link (noch als fiktive Handlung) beschrieben ist. Will sagen, der Tanz geht bald los. Schnürt Euch schon mal den Kinnriemen vom Stahlhelm fest. Im wörtlichen Sinne.

      • 0177translator

        @Stillhalter
        https://www.youtube.com/watch?v=l8rOO7xdRsU
        Mittlerweile erhalten 46 Mio. Amerikaner Essensmarken (food stamps) vom Staat, so heißt es in dem Link. Dank Merkels Reisetourismus-Werbung ist die Zahl der Handaufhalter in D-Land um Millionen angestiegen. Dank sei auch Schröder für die vielen prekären Beschäftigungen seit der Agenda 2010. Was geht bei uns ab, wenn der Staat die Armen und die arm Gemachten nicht mehr stützen kann?

      • @Stillhalter

        Wenn ein Land seine US-Schuldscheine an das US-Finanzministerium verkaufen („einlösen“) will, muß dieses die Papiere zum Tageskurs zurücknehmen; so steht es im Gesetz geschrieben.

        Japan hat 2017 seine ausländischen Staatsanleihen um 94% reduziert – China stößt den Schuldenschrott ebenso ab.

        https://www.welt.de/finanzen/article162044057/China-und-Japan-treffen-Trumps-grosse-Schwachstelle.html

        Den fallenden T-Bond-Preis fangen die Chinesen mit dann höheren Goldpreisen locker auf – bei 25.000 Tonnen Gold vielleicht sogar ein Anreiz.

        Im 1. Link von 0177translator findet man ein entsprechendes Szenario.

        Übrigens zeichnet sich im Trauerspiel um die Erhöhung des US-Schuldenlimits (Stichtag 18. Januar) die nächste Lach-Nummer ab: im Kongreß wird Trump bis zum Freitag keine Mehrheit für eine längerfristige Anhebung finden, also wird jetzt bereits die VIERTE Verschiebung des Schuldenlimits auf den 16. Februar diskutiert –
        eine „vertrauensbildende Maßnahme“ für alle Inhaber von US-Schuldscheinen?

    • und falls der IWF Gold als fünftes Sonderziehungsrecht umsetzen sollte macht der goldene Osten erst ichtig Kasse ….:

  2. Könnte schon sein, dass es jetzt bald scheppert. Der EM Preis wird im Vorfeld schon mal schön gedrückt wie auch die Kryptos.

  3. @Stillhalter,

    Kryptons sind sowieso Luftschlösser, da bleibt bald nicht mehr viel von übrig. Die Blockchain Technologie ist auch nichts neues, nur die wenigsten wissen das. Und der EM Preis würde sich eh schnell erholen. Keine Angst, das muss man aussitzen können. In der Ruhe liegt die Kraft.

    Grüße

    Pinocchio

  4. Schon intreressant.
    Innerhalb 1 Stunde den Goldpreis um 10 Dollar senken,das hat was auf sich

    • @Taipan

      Was soll das heute? Aktien gehen durch die Decke. EM in den Keller. Der Kurvenverlauf der Aktien ist jetzt eindeutig expotienell.

      Das ist doch alles kein Zufall. In Japan war das auch schon mal, ebenso 1929.

  5. Wenn Gold wieder Geld wird
    – dann ist Ende mit dem Bitcoin & Co Markt
    – dann hat die Zockerei am Terminmarkt ein Ende
    – dann wird es endlich ehrlich mit den wirklichen Preissteigerungsraten
    – dann wird das Petrodollarsystem zusammenbrechen
    – dann wird die USA (und viele andere Länder) an ihren Schulden ersticken
    – dann wird das gesamte Preisgefüge neu sortiert werden müssen
    – dann ist Ende mit der Immobilienblase (und eine brutale Finanzkrise kommt)
    – …

    Wenn man sieht, welche Auswirkungen das hätte, wenn man weiß, dass hinter jeder der Auswirkungen zehn-, hinderttausende Profitteure stehen, dann weiß man: Gold wieder Geld ist eine gefährliche Theorie auf deren Realisierungsbemühungen letztlich nur eines kommen kann: KRIEG !

  6. Hallo zusammen, wäre es theoretisch möglich das dies Zentralbank oder der Staat gold zB. Wieder koppelt an einen bestimmten Kurs. ZB. 300 Euro? Wenn das möglich wäre was wären die Auswirkungen? Damals als der Goldkurs auf 35 Dollar festgelegt wurde war doch das der aktuelle Marktpreis!? Oder täusche ich mich…

    • @sauriger
      Per ordre de mufti möglich
      In der Ex DDR wurde der Brot, Wohnung- oder Autopreis festgelegt.
      Nur, bei letzteren wartete man 10 Jahre und bei ersterem, naja.
      Wer es mochte.

    • @Sauriger

      Du täuscht dich. Zwar wurde seinerzeit der Goldpreis tatsächlich auf 35 US Dollar festgelegt. Doch hatten 35 US Dollar seinerzeit eine völlig andere Wertigkeit. Der Wert ist mitnichten identisch mit dem Preis. Der Wert ergibt sich aus der Relation zu anderen Preisen. Die nominale Zahl von 35 US Dollar ist insofern irrelevant. Wenn man seinerzeit für 35 US Dollar einen Herrenmaßanzug kaufen konnte und ein gleichwertiger Herrenmaßanzug heute
      1350 US Dollar kostet, dann steht fest, dass der Dollar sich entwertet bzw. seine Kaufkraft verloren hat. Der Herrenanzug hingegen kostete 1935 so als auch heute 1 Unze Gold.

      Ja und dann wären da noch die anderen Währungen. Wenn in China die Unze Gold immer noch 1350 Dollar kostet, dann ist die FED draussen.

      Möglich wäre auch eine Hyperdeflation. Wenn der Goldpreis willkürlich 90%
      seines Preises einbüßt, dann würde dies verheerende Auswirkungen auf alle anderen Preise haben. Die würden dann auch in den Keller rauschen.Die Folögen wären unkalkulierbar.

      Ganz davon dass bei einem dermaßen niedrigen Goldpreis, alle Welt physisches Gold kaufen würde, weshalb der Goldpreis aufgrund explodiender Nachfrage, gleich wieder nach oben schießen würde. Für 30 US Dollar die Unze da würde ich sogar Schulden machen und sämtliche physischen Goldbestände aufkaufen, die ich kriegen kann.

      Nein, nein so einfach geht das nicht, wie Du es befürchtetst. Wenn die es ohne Risiko könnten, die hätten es längst gemacht.

  7. Danke für eure umfassende Einschätzung, heute musst ja alles auf dem Schirm haben. Schönen Tag euch zusammen

  8. Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    Da chinesische Firmen auch große Goldbestände haben um damit Handelsgeschäfte abzusichern würde diese Spekulation passen. Es könnte für die Dollat und Eurojünger ein ganz böses Erwachen geben.

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  • materialist: Mal wieder ne Glanzleistung von Uschis Spitzentruppe- ein halbes Jahr kein Regen,30 Grad Hitze,...
  • Goldnugget: Falco Das ist ja noch nicht alles. Der Artikel in der Capital beginnt mit der Goldanalyse im Jahre 1900....
  • Thanatos: @taipan Naja, der Maaßen war ja längst überfällig. Nicht erst seit Chemnitz oder der Lüge um das angeblich...
  • Thanatos: Man möge mir meine Begriffsstutzigkeit verzeihen, aber wollte die Fed nicht mal tatkräftig den Volumenabbau...
  • Krösus: @Taipan Es geht nicht um Persönliches und es geht nicht um Meinungen, es ging mir um das Verständnis...
  • Falco: @Goldkänguru Fast hätte ich kritisiert, dass wir diese Art der Finanzsystem-Lohnpresse hier nicht brauchen....

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