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Flucht aus Gold: Spekulanten am US-Terminmarkt

Im Handel mit Gold-Futures an der COMEX ist die Netto-Long-Position des „Managed Money“ vergangene Woche um 26 Prozent geschrumpft. Der Goldpreis gab um 5 Prozent nach.

Gold, Goldpreis, Spekulanten (Foto: Goldreporter)

Gold bei Spekulanten weniger gefragt, Goldpreis fällt. Das „Managed Money“ verkaufte umgerechnet 92 Tonnen Papier-Gold (Foto: Goldreporter).

Goldpreis gefallen

Die Preise für Gold und Silber gerieten vergangene Woche stark unter Druck. Der Goldpreis rutschte erneut unter die Marke von1.900 US-Dollar pro Unze. Diese Entwicklung wurde begleitet durch ein Abwandern spekulativer Investoren aus dem Handel mit Gold-Futures. Betrachten wir dazu die CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen an der US-Warenterminbörse COMEX per 22. September 2020.

CoT-Daten

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ fiel gegenüber Vorwoche um 6,5 Prozent auf 266.408 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 9 Prozent ab auf 219.060 Kontrakte. Die Untergruppe des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) verringerte ihre Netto-Käufe dabei um 26 Prozent auf 81.448 Kontrakte. Netto stieß diese Händlergruppe somit umgerechnet 92 Tonnen (Papier-)Gold ab. Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, reduzierte sich um 0,5 Prozent auf 575.877 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging es dann um weitere 2,8 Prozent runter auf 559.438 Kontrakte.

Lagerbestände, Lieferanträge

Wie haben sich die COMEX-Lagerbestände entwickelt? Das Gold-Inventar umfasste per 24. September 2020 insgesamt 37,08 Millionen Unzen und damit rund 570.000 Unzen mehr als in der Vorwoche. Die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) summierten sich zuletzt auf 20,78 Millionen Unzen.  Diese sind gegenüber Vorwoche um rund 80.000 Unzen gefallen. Am Freitag nach Börsenschluss summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung (September-Kontrakt) auf 4.922. In der vergangenen Woche kamen somit 563 Lieferwünsche hinzu (Vorwoche: 193 Anträge). Im Rekordmonat mussten die COMEX-Betreiber 55.102-mal Gold-Kontrakte physisch bedienen.

Gold, CoT, Positionen, COMEX

Gold, CoT, Daten, COMEX

Goldpreis-Entwicklung

Der an der COMEX meistgehandelte Futures-Kontrakt (Dezember) schloss am Freitag bei 1.864 US-Dollar pro Unze. Das Wochentief lag (am Donnerstag) bei 1.851 US-Dollar. Gegenüber Vorwoche ergibt sich ein Kursrückgang von 5 Prozent. Am Spotmarkt ging der Goldpreis mit 1.861 US-Dollar ins Wochenende. Im Wochenverlauf schwankte die Notierung in einer Bandbreite von 100 US-Dollar, zwischen 1.955 und 1.855 US-Dollar.

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Eingetragen von am 26. Sep. 2020. gespeichert unter CoT, Gold, Goldpreis, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

21 Kommentare für “Flucht aus Gold: Spekulanten am US-Terminmarkt”

  1. gleiches Spiel wie kurz vor Corona… erst raus aus allem Aktien, Gold usw. und rein in Cash. Denke man bereitet sich aktuell wieder auf einen 2. Lockdown vor und hält Cash. Gold wird er wieder danach sehr interessant werden! Nutzen wir diesen Preisrutsch zum Nachkauf von physischem ! denke das ist alles vor kurzer Dauer!

    • @fs
      Wie ich schon mal schrieb, da wird en bloc verkauft und gekauft.
      Bei allen Anlageklassen zugleich.
      Da wird der ganze Dow, Dax oder Nasdaq und SP gekauft und verkauft.
      Und das macht nicht der Markt, sondern eine einzelne Person.
      Eine Handvoll Strategen im Auftrag der Notenbanken.
      Also ein Komitee mit einem Chairman.
      Der Markt, so es den noch gibt, hechelt hinterher.

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  3. Es wurde kein Gramm Gold gehandelt. Bitte nicht vergessen. Das sind mafioese Strukturen , die hier am Werk sind!

  4. @andreas
    Hier wird sicher nicht Physisches gehandelt wie auf einem Wustbasar, sondern es werden Verträge und Vertragsstrukturen gehandelt.
    In einem Rechtsstaat ist ein Vertrag Bares wert.
    Beispiel: Ihre Lebensversicherung, welche Sie verkaufen können ( Ihr Leben jedoch behalten Sie), oder Ihr Arbeitsvertrag, welcher an den nächsten Arbeitgeber übertragen wird, mit allen Rechten und Pflichten.
    Daraus folgt, bei Futures zum Beispiel werden solche Verträge geschlossen und dürfen weiterverkauft werden.Selbige bleiben aber Verpflichtend.
    Wenn Sie einen Future von 100 Kg kaufen, müssen Sie den auch bezahlen, such dann, wenn Sie das Geld nicht haben. Sonst Kopf ab.
    Sie können den Future aber weiterverkaufen und dürften dann den Kopf behalten.
    Apropos Kopf: Insolvenz gibts bei der Börse nicht, da hat man schon vorgesorgt.
    Der Käufer oder Verkäufer hat dafür gerade zu stehen.
    Oder weshalb glauben Sie, springen so manche vom Dach ?

  5. Wolfgang Schneider

    https://de.sputniknews.com/politik/20200926328000932-us-medium-pentagon-aufstockung-kriegsflotte/
    Ich weiß, wohin die Spekulanten aus dem Gold flüchten. In Schiffsbeteiligungen.
    Oder soll das Geld für die neuen Schiffe etwa von den Chinesen kommen?
    https://www.youtube.com/watch?v=JAHT240WZAc

  6. Wolfgang Schneider

    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20200927327999217-zentralbank-system-polleit/
    Und hier erklärt uns Thorsten Polleit, warum das Zentralbankensystem marxistisch ist.

  7. In den USA werden zunehmend offen die Konsequenzen ventiliert, sollte der IMPOTUS AMERICANUS sich weigern, im Falle einer Wahlniederlage das Amt/die Macht friedlich zu übergeben. Von besonderer Brisanz dürfte dabei die Rolle des US-Militärs sein.

    Der Vositzende der „Joint Chiefs of Staff“, General Mark Milley, beharrt bislang öffentlich auf dem „Prinzip eines apolitischen US-Militärs“. Intern wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Pentagon ungeachtet der Beschwichtigungen auf einen faktischen Staatsstreich vorbereitet sein müsse.

    Das Pentagon wiegelt derweil ab: Also, wenn schon, dann sei die Entfernung Donalds aus dem Weißen Haus Aufgabe der U.S. Marshals und des Secret Service. Ein Dementi sieht irgendwie anders aus. Joe Biden wiederum beharrt auf Soldaten, die den Uneinsichtigen in den Ruhestand eskortieren werden.

    https://www.heise.de/tp/features/Bei-Wahlniederlage-Wird-das-US-Militaer-eingreifen-4913278.html

    Dazu punktgenau die traditionelle Sonntagsumfrage des Postillon:
    https://www.der-postillon.com/2020/09/sonntagsfrage-trump-wahlniederlage.html

    • Wolfgang Schneider

      @Thanatos
      Vor vier Jahren SCHRIEN alle förmlich, daß The Donald die Wahl verlieren wird.
      Die Demokraten schickten eine Hochrisiko-Kandidatin ins Feld, verloren knapp.
      https://www.youtube.com/watch?v=hzzadzdWbbc
      Jetzt habe ich mein Déjà-vu. Biden ist mental verschlissen, siehe den Videoclip. (Er verwechselt Tausend mit Million, kann nicht einmal mehr Zahlen ablesen.) Man begeht den gleichen Fehler erneut und kommt nicht mit einem Kandidaten rüber, der überzeugt. Bidens Sohn ist in kriminelle Machenschaften (Burisma) in der Ukraine verstrickt – allein das persönliche Geschäfts-Interesse von Vater und Sohn könnte die USA in eine Konfliktlage mit Rußland hinein ziehen, den jeder Pentagon-Stratege, da man sich gerade mit China anlegt, vermeiden muß – wer will schon einen Zweifrontenkrieg? Denk an die Verfilzung von Bush senior und junior mit den Saudis, was in den 2. Irak-Krieg und den Afghanistan-Krieg mündete. Bidens Sieg wäre für das Pentagon ein Alptraum.
      Nein, mein lieber @Thanatos, es ist Donald, der sich zurücklehnen kann. Er wird diese Wahl wegen der Dummheit und Schwäche seiner Gegner gewinnen. Ist es nicht so, daß viele bei uns, welche die AfD zu wählen vorhaben, darüber vorher die Gusche halten? Die Umfragen kannst Du also vergessen. Wieso halten viele Trump-Wähler vorab den Rand?
      https://www.youtube.com/watch?v=cI1XqInrzKE
      Weil sie sonst ausgegrenzt, beruflich benachteiligt schikaniert usw. werden.

      • @WS Die Umfragen zur Wahl von Trump kann man ebenso vergessen wie damals die Brexitumfragen,es wird auf jeden Fall knapp aber ich schätze auch dass der Trumpel gewinnen wird.Wobei mir am Ende auch völlig egal ist welche Marionette die Wünsche der Finanz-und Rüstungsindustrie erfüllt.

      • Mein ebenso lieber @Translator,

        ich möchte da nicht missverstanden werden – es ist ganz sicher so, dass Biden für viele Wähler nur eine [greisenhafte] Reminiszenz an Obama darstellt. Eigentlich ist er die personifizierte Ängstlichkeit der Demokraten, für die beispielsweise ein Bernie Sanders dem Durchschnittsamerikaner Mr. Average einfach nich zumutbar sein soll. Lange Rede, kurzer Sinn: Es spielt keine Rolle, ob Joe oder Donald POTUS ist, beide werden der Bestie Finanzkapital keine nennenswerte Regulierung auferlegen.

        Bei der behaupteten „Schweigespirale“ unserer rechtsdrehenden Joghurtkulturen, die sich angeblich mit ihrer Meinung nicht hinter dem Ofen hervortrauen, bin ich leider anderer Meinung. Da herrscht doch die totale mediale Mobilmachung vor. Die gehen mit ihrer – sagen wir mal – regressiven Rhetorik geradezu hausieren. Die totale Entgrenzung: Schamgrenzen oder auch nur Grenzen der Peinlichkeit? Alles passé.

        • Wolfgang Schneider

          @materialist und @Thanatos
          https://deutsch.rt.com/nordamerika/107099-senatsuntersuchung-bestaetigt-hunter-biden-nutzte/
          Ihr habt nicht aufmerksam gelesen oder seid keine Schachspieler. Tatsache ist, daß wie bei der Verflechtung von Vater und Sohn Bush mit den Saudis die ukrainische Verstrickung von Vater und Sohn Biden in den USA eine von vornherein antirussische Außenpolitik nach sich zieht, was für den Westen im allgemeinen und für die USA und Deutschland im besonderen schädlich sein wird. Joe und Hunter Biden haben sich mit dem Gaskonzern Burisma eingelassen, und im Hinblick auf Nordstream 2 und die eigene darbende Fracking-Branche wird das noch richtig brisant.
          https://deutsch.rt.com/europa/107147-konflikt-um-bergkarabach-laue-reaktionen/
          Zusätzlich zu dem hat sich ein neuer Vulkan aufgetan – der alte Konflikt um Berg-Karabach ist wieder ausgebrochen. Ich denke mal, das ist der Versuch von gewissen NGOs und Denkpanzern (think tanks), die wir alle ganz besonders lieben, den Trottel Erdogan gegen die Russen auszuspielen. Und dieser Blödmann hat den Köder geschluckt. Er kapiert nicht, daß er am Ende der Verlierer und Rußland der große Gewinner sein wird. Erdogan hat – Stichwort Gasförderung im östlichen Mittelmeer – Zypern, Griechenland, Frankreich und in deren Schlepptau die ganze EU gegen sich. Seine Außenpolitik war in etwa so strategisch klug wie die von Kaiser Wilhelm bis 1914. Wenn ihn nicht die Armee wegputscht, was wegen seiner Säuberungen kaum wahrscheinlich ist, wird es für die Neo-Osmanen ganz böse kommen. Am Ende einigen sich die Europäer MITSAMT RUSSLAND, das Problem auf die harte Tour zu lösen. Istanbul wird wieder zu Konstantinopel – das verfaulte Rom hat ausgedient – Rußland wird zum Zentrum der gläubig gebliebenen Christenheit. Am Ende bewahrheitet sich gar die Voraussage der Baba Wanga zu Putin: „Der Ruf Wladimirs wird ewig strahlen.“ Der Ami wird mit den Chinesen zu sehr beschäftigt sein, um sich um Europa zu kümmern, hatten sie doch wegen bin-Laden ganz Südamerika lange vernachlässigt, was ihnen entglitten war und erst unlängst mühsam erneut einverleibt wurde. Das Pentagon wird eine von vornherein anti-russische Politik angesichts Chinas weder brauchen noch wünschen. Zumal Rußland auf den Rohstoffen sitzt, die man auch dann haben möchte, wenn der Greenback nur noch zum Naseputzen taugt. Wladimir hat alles richtig gemacht und Erdolf alles falsch. Mein Gott, dieses Trottel-EUropa hat es nicht mal vermocht, den Lukaschenko wegzubeißen. Dieser Haufen Schwächlinge und Trottel wird ohne die Russen GAR NICHTS gebacken kriegen.
          https://www.anonymousnews.ru/2020/09/27/von-der-leyen-digitale-identitaet/
          Stattdessen ist Flinten-Uschi noch mit sowas hier beschäftigt. Erbärmlich.

  8. Trump ist demokratisch gewählt wird und wird auch so zurücktreten, wenn er die
    Wahl verliert. Warum jetzt darüber spekulieren. Wir haben doch im eigenen Land
    genug Baustellen (z.B. über 5 Millionen Kurzarbeiter). Und wer heute den Artilel in der FR über Schweden liest, dem ehemaligen demokratischen Vorzeigenachbarlandland, macht sich vielleicht mehr Sorgen, wie es in 5 Jahren bei uns aussehen könnte. Heute ist Schweden ein Beispiel für abgleiten in Anarchie .

    • @Herrmann Sicher waere es mal gut wenn sich die Regierenden in D. mit den eigenen Problemen beschäftigen wuerden. Hr.Scholz heute hoerte sich aber an wie eine Mischung aus Pastor und Staubsaugervertreter alles toll ,alles geil in D.Mit der Aussage dass er die aufgenommenen Schulden bald zurückzahlen will erntete er sogar spontane Heiterkeit.

      • @Materialist
        Tja, solange sich die Bürger an Putin, Belorussland, Johnson, Trump usw. abarbeiten, sind sie doch gut beschäftigt. Ist auch weniger problematisch
        als unsere Politiker zu kritisieren.

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