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Goldpreis fest – Spekulanten steigen wieder stärker ein

Der Goldpreis ging einmal mehr knapp oberhalb von 1.900 US-Dollar ins Wochenende. Am US-Terminmarkt sind wieder mehr Händler bei Gold eingestiegen. Aber auch die Anträge auf physische Lieferung nehmen zu.

Gold, Goldpreis, Terminmarkt (Foto: Goldreporter)

Der Goldpreis läuft seit Wochen seitwärts. Am US-Terminmarkt stieg der Open Interest im Rahmen der COT-Daten erstmals seit sieben Wochen wieder an (Foto: Goldreporter).

Goldpreis seitwärts

Auch in der vergangenen Woche sahen wir eine bewegte Woche in Sachen Goldpreis. Am Ende ging das Edelmetall erneut knapp oberhalb von 1.900 US-Dollar ins Wochenende – wie schon in den beiden Vorwochen. Was hat sich an der US-Warenterminbörse getan. Wir betrachten die aktuellen CoT-Daten per 20. Oktober 2020 mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der COMEX.

CoT-Daten

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ stieg gegenüber Vorwoche um 3 Prozent auf 294.124 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 3,7 Prozent zu auf 249.604 Kontrakte. Dafür verantwortlich war vor allem das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) mit einer Zunahme der Netto-Käufe um fast 11 Prozent auf 90.565 Kontrakte. Unter dem Strich kaufte diese Händlergruppe umgerechnet 27 Tonnen Gold hinzu.

Open Interest

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte, stieg im Rahmen der wöchentlichen CoT-Reports erstmals seit dem 15. September wieder an. Und zwar um 1,7 Prozent auf 562.993 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am vergangenen Freitag ging es dann wieder um 0,1 Prozent nach unten auf 557.819 Kontrakte.

Lagerbestände

Wie haben sich die COMEX-Lagerbestände entwickelt? Das Gold-Inventar umfasste per 22. Oktober 2020 insgesamt 37,69 Millionen Unzen. Gegenüber Vorwoche ergibt sich ein Rückgang um rund 60.000 Unzen. Die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) betrugen zuletzt 19,58 Millionen Unzen und damit gerundete 220.000 Unzen weniger als am 15. Oktober

Gold, COMEX, COT

Gold, COMEX, COT-Daten

Lieferanträge

Am Freitag nach Börsenschluss summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung (Oktober-Kontrakt) bei den 100-Unzen-Standard-Futures auf 34.326. Vergangene Woche kamen damit 3.225 Anträge hinzu (Vorwoche: +2.500 Anträge). Im gesamten Kontakt-Monat September waren es nur 4.939, nach 49.026 im August und 55.102 im bisherigen Rekordmonat Juni.

Kursentwicklung

Der Goldpreis auf Basis der US-Futures (meistgehandelter Kontrakt; Dezember) ging mit 1.903,40 US-Dollar pro Unze ins Wochenende. Gegenüber Vorwoche ergibt sich ein marginaler Kursanstieg von 0,5 US-Dollar. Am Spotmarkt (FOREX) notierte Gold am Freitag nach Börsenschluss bei 1.900,91 US-Dollar. Das entsprach 1.602,65 Euro. Im Wochenverlauf war der Goldpreis auf 1.931 US-Dollar angestiegen (Tageshoch am Mittwoch). Das Wochentief lag bei 1.894 US-Dollar. Die Schwankungsbreite lag somit bei 1,9 Prozent.

Goldreporter

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Eingetragen von am 24. Okt. 2020. gespeichert unter CoT, Gold, Goldpreis, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

4 Kommentare für “Goldpreis fest – Spekulanten steigen wieder stärker ein”

  1. Solange die VNB ( vereinten Notenbanken) die Herrschaft über das Geld haben, werden diese niemals Gold als Geldersatz billigen. Sie würden sich damit selbst den Ast abschneiden, auf dem sie sitzen.
    Deshalb wird weder Gold noch anderen Konkurrenten eine bedeutende Rolle zukommen.Es wird bekämpft, what ever it takes und wenn man bis zum Mond drucken müsste oder das Militär einschalen muss.
    Wie gesagt, solange die Macht in Händen dieser Banken ist.
    Da aber eine geringe Möglichkeit besteht, dass diese Macht verloren geht, braucht es Gold. Nur deshalb müssen wir es haben.Ich halte Gold alleine aus diesem Grund.Falls die Banken die Kontrolle verlieren.Ich hoffe aber, dass das nicht geschieht.

    • @maruti
      Da drängt sich mir die Frage auf: Haben die VNB die Herrschaft über Geld, weil Sie die Herrschaft über Gold haben? Denn wenn nicht, würde das dann nicht bedeuten, dass die VNB selbst Gold aus dem gleichen Grund halten wie @maruti? Falls Sie die Kontrolle über das Geld verlieren, ist immer noch das schöne Goldene da? Vermutlich kommt es darauf an, welche Bankenform man betrachtet bzw. wie weit „oben“ in der Struktur sich diese befindet oder wie weit Sie meint sich zu befinden (IWF).
      https://www.goldreporter.de/corona-krise-iwf-will-kein-gold-verkaufen/gold/97024/

    • @maruti
      Die VNB zerstören gerade mit der FIAT-Schwemme , die ihnen die Macht sichern soll das letzte Vertrauen in den bunt bedruckten Papiermüll.
      Sie erreichen damit faktisch das genaue Gegenteil dessen, was sie wollen.

      Und sie haben keine Macht über Gold. Sie können heute den Papiergoldpreis manipulierten.
      Ist mir egal.
      Der Krüger wird immer ein Krüger sein, egal ob es die EZB dann noch gibt.
      Was ich habe habe ich.

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  3. 2 x Silver to go.

    Robert Halver prophezeit im Falle eines Wahlsieges von Joe Biden einen ordentlichen Nachfrageschub auch für Silber. Der für Gold scheint ja schon ‚Konsensus‘ zu sein.

    Vorrausgesetzt natürlich, dass Joes klimapolitische Ziele nicht plötzlich der Umnachtung anheim fallen.
    Und @Translator muss wohl unserem irrlichternden Donald abschwören! Das wird spannend: Wie weit wird er für sein geliebtes Silber gehen?

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/gold/gastbeitrag-von-robert-halver-silber-ist-das-edelmetall-der-energiewende-der-kleine-bruder-von-gold-wird-erwachsen_id_12576482.html

    Ach ja, und der zweite Streich folgt sogleich. Markus Bußler hat ebenfalls ein Herz für Silber.

    https://www.deraktionaer.de/artikel/gold-rohstoffe/silber-analyst-ruft-40-dollar-aus-und-haelt-100-dollar-fuer-moeglich-20219380.html

    Nehmt es einfach als 2 x self-fulfilling prophecy.

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