Montag,02.August 2021
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Goldpreis steigt, aber Terminhändler steigen aus!

Goldpreis, COMEX (Foto: Goldreporter)
Goldpreis im leichten Aufwärtstrend.: Währenddessen sind die Lagerbestände an der COMEX seit acht Wochen rückläufig (Foto: Goldreporter).

In der vergangenen Woche zog der Goldpreis erneut leicht an. Allerdings wurde dies von einigen Terminhändlern zum Ausstieg aus den Futures-Positionen genutzt.

Goldpreis

Der Goldpreis kam auch vergangene Woche nicht richtig vom Fleck. Seit Anfang April bewegt sich der Kurs des Edelmetalls in einer Bandbreite zwischen 1.730 und 1.755 US-Dollar pro Unze. Immerhin bestand zuletzt eine leichte Aufwärtstendenz. Wir betrachten die jüngsten CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 6. April 2021.

CoT-Daten

Die Netto-Long-Position der „Commercials“ stieg um 10 Prozent auf 214.799 Kontrakte. Auf der Gegenseite ging die Netto-Short-Position der „Großen Spekulanten“ um 13 Prozent nach oben auf 189.509 Kontrakte. In beiden Fällen war dies im Rahmen der wöchentlichen CoT-Daten der kräftigste Anstieg der Netto-Position seit dem 23. Juni 2020.

Besonders stark fiel die Zunahme beim „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) aus. Die Untergruppe der „Großen Spekulanten“ erhöhte ihre Terminkäufe netto um 54 Prozent auf 66.472 Kontrakte. Das war der höchste Wert seit sechs Wochen.

Open Interest

Dagegen fiel der der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, gegenüber Vorwoche um 0,85 Prozent auf 463.353 Kontrakte. Das heißt, es gab starke Verschiebungen innerhalb der Händlergruppen. Aber unter dem Strich ging die Anzahl der Futures-Verträge zurück.

Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging der Open Interest um weitere 0,9 Prozent zurück auf 459.169 Kontrakte.

CoT, Gold, COMEX

CoT-Daten, Gold, COMEX

Goldpreis

Der Goldpreis auf Basis der US-Futures beendete die Handelswoche mit 1.744,1 US-Dollar pro Unze (Juni-Kontrakt). Damit stieg die Notierung gegenüber Vorwoche um 0,8 Prozent.

COMEX-Lager

Währenddessen summierten sich die Gold-Bestände in den COMEX-Vaults per 8. April 2021 auf 36,56 Millionen Unzen. Somit verschwanden vergangene Woche weitere 470.000 Unzen aus den gemeldeten Beständen. Gleichzeitig gingen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) um rund 600.000 Unzen auf 18,53 Millionen Unzen zurück. Und mittlerweile verzeichnen die COMEX-Lager acht Wochen in Folge Metallabgänge.

Auslieferungsanträge

Dagegen stiegen die Anträge auf physische Auslieferung vergangene Woche um weitere 1.098 Vorgänge auf nunmehr 21.991. Zum Vergleich: Im gesamten Vormonat waren es lediglich 9.711 „Delivery Notices“. Im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 nahm die COMEX 55.102 Auslieferungsanträge von Händlern entgegen – als Alternative zum reinen Barausgleich am Vertragsende.

Einordnung

Wenn der Goldpreis bei sinkendem Open Interest ansteigt, dann ist dies häufig ein Zeichen kurzfristig nachlassender Marktstärke (Top-Bildung). Denn dann nutzen Trader den höheren Goldpreis, um sich aus dem Markt zu verabschieden. Es gibt also weiterhin eine Tendenz, Geld und Gold aus der COMEX abzuziehen.

Goldreporter

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13 KOMMENTARE

  1. Kaufkraftverlust des US-Dollars von 1913 bis 2020 „visualisiert“:

    https://www.visualcapitalist.com/purchasing-power-of-the-u-s-dollar-over-time/

    Die Kaufkraft einer Währung ist die Menge an Waren und Dienstleistungen, die mit
    einer Einheit der Währung gekauft werden kann.

    Zum Beispiel konnte man 1933 mit einem US-Dollar 10 Flaschen Bier kaufen. Heute,
    so stellt „Visual Capitalist“ fest, kostet er so viel wie ein kleiner Kaffee bei
    McDonald’s.

    Zum Ende des WWII erhöhten die USA ihre Geldmenge, um die Defizite des
    Zweiten Weltkriegs zu finanzieren, gefolgt vom Koreakrieg und dem Vietnamkrieg.
    So sank die Kaufkraft des Dollars von 20 Flaschen Coca-Cola im Jahr 1944 auf ein
    Autokino-Ticket im Jahr 1964.

    In den späten 1960er Jahren war die Anzahl der umlaufenden Dollars zu hoch,
    um durch die US-Goldreserven gedeckt zu sein. Präsident Nixon beendete 1971
    die direkte Konvertierbarkeit von US-Dollars in Gold. Dies beendete sowohl den
    Goldstandard als auch die Begrenzung der Menge an Geld, die gedruckt werden
    konnte.

    Wie man deutlich sehen kann, ist der Zeitpunkt nicht mehr weit entfernt, an dem
    der „innere Wert“ des US-Dollars „NULL“ anzeigt.

    Eine „Weltleidtwährung mit einem „inneren Wert NULL“?

    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

    • Liebe Klapperschlange,
      die Kaufkraftkurve zu messen ist einfach unsinnig.
      bitte visualisieren Sie doch einmal den Kaufkraftverlust von Gold gegen Bitcoin in den letzten 10 Jahren. Ist der Bitcoin jetzt plötzlich besser als

      • @thorolf
        Mit Bitcoins können Sie nichts kaufen. Sie müssen erst jemanden finden, welcher Ihnen den Bitcoin gegen Dollars tauscht.Bei Gold ist es auch so.
        Nur sprach Klapperschlange von 1930 bis dato beim Dollar
        Man müsste sehen, was man für einen Bitcoin im Jahre 2110 an Waren bekommt. In etwa 90 Jahren.
        Da ist es noch lange hin und womöglich kennt schon 2050 keiner mehr den Bitcoin.
        Sicher aber Gold und Silber.
        Versprochen.

    • @Klapperschlange

      Schau mal, ‚Visual Capitalist‘ hält noch weitere schöne Grafiken parat.

      Beispielsweise zu den Haushaltsvorschlägen der Biden-Administration fürs Jahr 2022. Es handelt sich wohlgemerkt nicht um den Gesamthaushalt, sondern um Vorschläge zur Veränderung einzelner Posten. Die ‚obligatorischen‘ Ausgaben sind nicht enthalten.

      https://www.visualcapitalist.com/bidens-budget-proposal-2022/

      Was haben wir denn da: Zunächst fällt natürlich – gelinde gesagt – die brachiale Dominanz des Rüstungs- und Militärsektors auf. Auch hier soll es eine 2prozentige Steigerung geben.
      Von Haushaltskürzungen ist keine Rede mehr, alle Bereiche dürfen aus dem Vollen schöpfen.
      Allerdings gibt es schon eine ‚Trendumkehr‘ gegenüber dem Snowflake-in-Chief: Die Bereiche Bildung, Gesundheit und „menschliche Dienstleistungen“, aber auch Umweltschutz und Wohnungsbau legen überproportional zu.

    • @klapperschlange
      Die anderen Währungen stehen auch nicht viel besser da. Eigentlich keine.
      Man könnte aber anmerken, dass das Klopapier heute von 100 fach besserer Qualität ist als 1930…….

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  3. Tja,- „wer“ steigt noch aus?

    Eigentlich sollte es eine werbewirksame Show für den verschmähten Impfstoff AstraZeneca
    (alias „VAXzevria“) werden, weil Kanzlerin Merkel sich heute im Impfzentrum Tempelhofer Feld
    impfen lassen wollte. (Mut hat sie ja… (♥)).

    https://www.tagesspiegel.de/politik/berliner-ueber-60-koennen-impftermin-machen-auch-merkel-kann-sich-jetzt-impfen-lassen-aber-tut-sie-es-auch/27060688.html

    Frage: hat sie,- oder hat sie nicht?

    Wir ahnen es schon … (ᵔᴥᵔ)

  4. Fortsetzung:

    Nachdem unsere Kanzlerin endlich einmal Zeit fand, den „Beipackzettel“ und die
    66 Seiten [ sic! ] „Kollateral-Nebenwirkungen“ des Medikamentes AstraZeneca“ [ist ja
    kein richtiger, umfassend getesteter Impfstoff; Anm. d. Red. *) ] durchzulesen,
    verließ sie offenbar der Mut…

    (·̿Ĺ̯·̿ ̿)

    (wobei ich zugeben muß, daß mich nach der Lektüre des Paracetamol-„Beipackzettels“
    auch manchmal der Mut verläßt.)

    *) „Echte Impfstoffe“ verleihen ja per Definition ‚Immunität‘ gegen eine Erkrankung.
    Dieser Beweis/Nachweis wurde bisher von keinem der Covid-19-Vakzine erbracht.

    • @klapperschlange
      Kein einziger dieser Impfstoffe hat eine reguläre Zulassung.Alle haben nur eine sog.Notfallzulassung.
      Im prinzip ist jedes dieser Medikamente off Label.
      Eine behandlung damit bedarf besonderer Sorfaltspflicht,insbesondere bei der Aufklärung.
      Strittig ist,wer für Impfschäden haftet.Bei den sog.Impfstoffen des Impfkataloges haftet die BRD umfassend.
      Bei off label Medikamenten der verabreichende Arzt,die Firma ist aussen vor.
      Und darin liegt der Hase im Pfeffer.Zwar muss die Kasse die Krankheitskosten übernehmen,nicht jedoch den wirtschaftlichen Schaden und deren Folgen.
      Es wäre schön gewesen,hätte die BRD klargemacht,dass sie alle Schäden und Folgeschäden der Impfung,bekannter und unbekannter,gegenwärtiger und zukünftiger Art übernimmt und die Beweislast umkehrt.Nicht der Impfling muss den Rechtsbeweis antreten sondern die BRD.
      Doch dazu hat man nicht den Mut und eiert herum,wie mei Katze um den heissen Brei.
      Ich empfehle jedem Impfkandidaten dem Arzt genau diese Frage zu stellen und sich unterschreiben zu lassen.
      ….Alle Schäden infolge der Impfung,bekannter,unbekannter,gegenwärtiger und zukünftiger Art abzudecken,einschließlich wirtschaftlicher Schäden und Schmerzensgeld Ansprüche.Mit umgekehrter Beweislast.
      Gibt es hier Juristen ?
      (Krösus ? ), was meinen sie ?

  5. @Thorolf

    Ich sehe es pragmatisch und halte für mein Haushalts-Budget fest:

    am 31.7.1967 kostete eine 0‘7 l-Flasche Martini DM 4,95.

    Heute kostet sie €uro 6,99.

    Ist das Kaufkraftverlust, oder „nur“ Inflation?

  6. Goldpreis bei sinkendem Open Interest ansteigt, dann ist dies häufig ein Zeichen kurzfristig nachlassender Marktstärke (Top-Bildung). Denn dann nutzen Trader den höheren Goldpreis, um sich aus dem Markt zu verabschieden. Es gibt also weiterhin eine Tendenz, Geld und Gold aus der COMEX abzuzi

  7. @Maruti

    Natürlich werden einige Mitleser kritisieren, daß wir hier in einem Forum „twittern“,
    in dem das Thema Gold ganz oben stehen sollte.

    Wir haben jedoch die vergangenen Monate häufig erlebt, wie „positive Nachrichten“
    zum Thema „Corona“ (Ankündigung neuer Impfstoffe “Medikamente“,
    absehbare „Herden-Immunität“, mögliche Aufhebung der Corona-Lockdown-
    Maßnahmen,…) die Börsen, Aktienkurse und auch Gold und Silber „bewegten“.

    Lassen wir doch einmal einen Corona-Kritiker aus dem mediterranen Gebiet zu Wort
    kommen, warum er sich nicht… (hier mehr:)

    In der nächsten Folge sollte dann ein „Befürworter“ [ (m/w/d); Ergänzung d.Red. ]
    zu Wort kommen.

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  9. Oh, sorry – der o.a. Link landet im „Kommentarbereich“ – hier ist der korrekte Einstieg:

    Lassen wir doch einmal einen Corona-Kritiker aus dem mediterranen Gebiet zu Wort
    kommen, warum er sich nicht… (hier mehr:)

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