Dienstag,06.Dezember 2022
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Goldpreis: Wann kommt die große Kursbewegung?

Tut sich in diesem Jahr noch etwas in Sachen Goldpreis? Wenn nicht, könnte die nächste große Kursbewegung im Januar anstehen.  

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag nach Börsenschluss kostete eine Unze Gold im US-Futures-Handel 1.788 US-Dollar (Februar-Kontakt). Das entsprach 1.585 Euro. Zuletzt scheiterte eine mögliche neue Goldpreis-Rally immer wieder an den runden Kursmarken von 1.800 US-Dollar beziehungsweise 1.600 Euro. Immerhin: gegenüber Vorwoche legte der Euro-Goldpreis leicht zu, um 0,7 Prozent.

Nun entscheidet sich auch, ob das Edelmetall für das Gesamtjahr ein Kursplus ausweisen wird. In US-Dollar gemessen dürfte das schwierig werden. Denn Ende 2020 stand der Goldpreis bei 1.893 US-Dollar und somit knapp 6 Prozent höher als derzeit. Auf Euro-Basis sehen wir noch ein Plus von 3 Prozent.

Gold, Goldpreis, Chart, Charttechnik
Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 21.12.2021

Charttechnik

Wie ist die charttechnische Lage? Der Euro-Goldchart notierte gestern unmittelbar an der kurzfristigen Unterstützung von 1.584 Euro. Im Bereich von etwa 1.575 Euro verlaufen die Kante des seit Anfang November bestehenden Aufwärtstrends sowie die 50-Tage-Linie. Sollte diese Basis fallen, dann könnte noch einmal größerer Verkaufsdruck aufkommen mit den nächsten möglichen Halte- Stationen bei 1.560 Euro und 1.540 Euro. Die 200-Tage-Line verläuft aktuell bei 1.523 Euro.

Ausblick

Auf der anderen Seite würde ein Sprung über die Marke von 1.600 Euro auf Tagesschlussbasis neue Aufwärtsdynamik in Gang bringen. In beiden Szenarien bräche der Goldchart aus einem breit aufgespannten Dreieck aus. Sollte sich also in diesem Jahr nichts mehr Wesentlichen tun, so könnte zu Beginn des neuen Jahres aus technischer Sicht deutlich Schwung hineinkommen. Allerdings bleibt die Richtung abzuwarten. Immerhin: Der Januar ist statistisch gesehen der mit Abstand beste Goldmonat des Jahres.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Und wie immer gilt: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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23 Kommentare

  1. „Neue“ Inflationsdaten aus den USA könnten zwar morgen den Goldpreis nach
    oben bewegen, aber zum Jahresende wird man (das Anti-Goldkartell) nicht
    zulassen, daß der Goldpreis der Aktien-Performance noch Prozente klaut.

    Der morgen Nachmittag in den USA („ mit Hochspannung erwartete . . .“)
    zu berichtende „Core PCE-Preis-Index („die Kern-Inflationsrate“ oder „Personal
    Consumption Expenditures (PCEs)“; das sind Preis-Statistiken “persönlicher
    Konsumausgaben“ ohne Berücksichtigung von Nahrungs-/Energiepreisen )
    erfordert eben im Vorfeld, daß die (bekannten) Bullionbanken über ihre „nackten“
    Papiergold-Shorts an der COMEX CRIMEX i.A. der Notenbank den
    Goldkurs unbedingt unter $1800,- USD halten müssen:

    nach den letzten Prognosen steigt die Kern-Inflationsrate gegenüber November
    von 4,1% auf 4,5%.

    Die „wahre“ Inflationsrate in den USA dürfte bei ~ 15% liegen (Shadowstats).

    https://www.investing.com/economic-calendar/core-pce-price-index-905/

    (>‿◠)✌

      • @Christof777

        „Alt-Ex-Kanzler“ Gerhard Schröder erhält für seinen
        Aufsichtsratsposten beim deutsch-russischen
        Gaskonsortium „NEGP“ nach eigener Aussage ein
        „schlappes“ Jahresgehalt von 250.000 Euro. An der
        neu gegründeten Firma Nordeuropäische Gaspipeline
        NEGP [ Offizieller Firmensitz ist ‚Zug‘ in der Schweiz,
        Anm.d.Red. ]
        sind die russische Gazprom mit 51 Prozent
        und die deutschen Konzerne E.on und BASF mit je 24,5
        Prozent beteiligt.“
        Der Ex-Kanzler dürfte sich nicht nur über eine satte
        Dividende seiner Gazprom-Aktien erfreuen, sondern
        auch über einen steigenden Aktienkurs.

        Sobald an der Nordstream 2-Pipeline die Ventile in
        Richtung Deutschland geöffnet werden, wird der
        Gaspreis wohl wieder nachgeben.

        (>‿◠)✌

  2. @Klapper
    Die Nahrungspreiseinflation interessiert doch
    keine Sau. Der vierfuessige Schweinebestand in der BRD nimmt drastisch ab. Bauern geben
    entnervt auf, keine Existenz möglich
    Gleichzeitig steigt die Zahl der Mietausbeuter
    enorm.
    Das sind die zweibeinigen Gutmenschen der
    Gegenwart ohne Wuehlscheibe.

  3. Donaustreuner:
    Der Begriff “Mietausbeuter“ trifft längst nicht auf alle Vermieter zu. Mein Bruder und ich vermieten im Speckgürtel um Hannover für 6,17 Euro/qm netto. Altbau, zentrale Lage und jede Wohnung wird vor der Vermietung renoviert und gereinigt.
    Mit dem genannten Preis wird man definitiv nicht reich. Es funktioniert nur, weil ich fast alle Arbeiten selbst erledige.
    Indes kenne ich einige Leute, die Wohnungen leer stehen lassen. Sie haben keine Lust mehr, sich mit Mietern zu ärgern, versaute und heruntergewirtschaftete Immos immer wieder kostenintensiv sanieren zu müssen und sich dabei von Gerichten immer wieder vorbeten zu lassen, was man als Vermieter alles nicht darf.
    Übrigens befinden sich 63 % aller Mietwohnungen in Deutschland im Besitz von Privatleuten, die bis zu drei Wohnungen halten. Das sind i.d.R. keine reichen und skrupellosen Miethaie, sondern Leute, die sich im Hinblick auf Vermögensbildung und Altersvorsorge angestrengt und andernorts eingeschränkt haben.
    Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es auch schwarze Schafe unter den Vermietern gibt. Gleichsam muss aber auch erwähnt werden, dass die entscheidenden Faktoren der Preisbildung von der Politik geschaffen worden sind. Die öffentliche Hand hat vielerorts nicht selbst gebaut, sondern Bestandsimmobilien verhökert, um die maroden Etats aufzupolieren. Außerdem kann man nicht Millionen Menschen ins Land holen und erst später auf die Idee kommen, dass diese auch irgendwo wohnen müssen. Dass die maßlose Gelddruckerei der EZB sich auf Preise und Mieten auf dem Immobilienmarkt auswirken musste, dürfte in diesem Forum jedermann bekannt sein. Neben den mangelbedingt enorm gestiegenen Materialkosten sollten auch die baurechtlichen Auflagen nicht vergessen werden, die das Bauen zu einem teuren und umständlichen Abenteuer werden lassen. Zuguterletzt wäre die Entwicklung zum sozialen Mietrecht und die eindeutig immer mieterfreundlich werdende Rechtsprechung der letzten fünfzig Jahre zu berücksichtigen.
    Mein Fazit: wer heute noch angesichts dieser Schwierigkeiten Mietwohnungen baut oder sich anschafft, um sich dann als “Miethai“ stigmatisieren zu lassen und von einer neidgeplagten Enteignungsinitiative bedrohen zu lassen, der hat definitiv nicht alle Latten am Zaun.
    Dies erkennen wohl immer mehr Leute, denn gebaut werden i.d.R. nur noch völlig überteuerte Objekte, die als Eigentumswohnungen verkauft werden. Der mietende Ottonormalverbraucher bleibt dabei außen vor.
    Diese von der Politik verschuldeten Umstände werden zu einer immer weiter fortschreitenden Verknappung bezahlbaren Wohnraums führen. Kurzsichtige Politik liefert nunmal keine brauchbaren Ergebnisse.
    Das Problem ist, dass weite Teile der Bevölkerung die Realität nicht sehen und die Fakten nicht würdigen. Sie lassen sich von den Medien beeinflussen, die gezielt ein negatives Bild der Vermieter aufbauen und unterhalten. Der in Deutschland in erheblichem Maße vorhandene Neid wird dabei als Motor dieses plumpen Schwarze-Peter-Spiels genutzt.

    • @Racew

      Ein Beitrag zur Versachlichung.

      Was hier als „Neid“ verkauft wird, hat einen ernsten Hintergrund. Eine Studie der Berliner Humboldt-Universität konkretisiert, was sowieso alle schon spüren: Von den etwa 8,4 Millionen Haushalten, die in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern leben, muss inzwischen knapp die Hälfte mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Warmmiete ausgeben. 2018 zahlten bereits über eine Million Stadthaushalte mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Warmmiete und Nebenkosten (ohne Stromkosten). Durch diese Entwicklung betroffen sind vor allem Geringverdiener aus dem Niedriglohnsektor (knapp ein Viertel der Erwerbstätigen). Durch die hohen Mieten bleibt schlicht zu wenig Geld für Kleidung und Essen übrig.

      https://www.businessinsider.de/wirtschaft/finanzen/studie-steigende-mietpreise-in-grossstaedten-sorgen-fuer-mehr-soziale-ungleichheit/

      Mal wieder hat der „freie Markt“ versagt. Klare Kante zeigen gegen Mietspekulanten und Profitdenken heißt vor allem gegen die Immobilienkonzerne vorzugehen. Hier eine sehr interessante Aufstellung der Reaktionen von der FAZ über den SPIEGEL bis hin zum Handelsblatt zum sog. „Mietendeckel“ (inzwischen vom Bundesverfassungsgericht aus rein formalen Gründen aufgehoben – ausschließlich aufgrund der fehlenden Gesetzgebungs-Kompetenz des Berliner Senats in dieser Frage):

      https://www.heise.de/tp/features/Buergerliche-Beissreflexe-gegen-den-Mietendeckel-in-Berlin-4507009.html

      P.S.: Ich vermiete selber eine kleine Wohnung.

      • @Trust
        Der „freie Markt“ hat gerade bei Wohnungsvermietung nicht versagt, weil es den da gar nicht gibt.
        RACEW beschreibt die Realität zu 100 % richtig.

        1.) 15.000 Bauvorschriften, es wird quasi jede Woche teurer zu bauen.
        2.) Der Klimaplan der EU kostet den Vermieter bei Wohnungen älter als 40 Jahre locker 50.000 je Wohnung. Die Einsparung für den Mieter liegt dann bei 6 Euro im Monat.
        3.) Was kostet es den Vermieter, einen simplen Wasserhahn austauschen zu lassen ?
        Locker 150 bis 200 Euro (Anfahrt, Mehrwertsteuer, Stundensätze).
        4.) Dass die Baulandpreise sich Vervielfacht haben, ist rein politische Verantwortung.
        Gerade die Grünen wollen keine „Versiegelung“ der Landschaft. OK, dann kann ich auch keine Häuser mehr bauen, oder zahle umgerechnet 300.000 nur für den Boden unter einer Wohnung.

        Keine Frage: es gibt das Problem, das Sie beschreiben.
        Es gibt auch Ausbeuter unter den Vermietern.

        Die Hauptursache ist, dass der Staat keine Sozialwohnungen mehr baut und die damals vorhandenen an Grosskonzerne verhökert hat.
        POLITIKERVERSAGEN. PUR.
        Und gleichzeitig hat die Truppe Schröder/Fischer mit Hartz4 die Leute in einen Niedriglohnsektor getrieben.
        POLITIKERVERSAGEN.

        Kleinigkeit: wenn ich eine Wohnung baue, zahle ich (z.B. im Vergleich zu Investment in Gold) über 30 % „Strafe“ für diese „Dummheit“ (Grunderwerbsteuer, Grundbuchgebühren, Mehrwertsteuer auf jeden Ziegelstein…..).
        Wer hat diese Steuern erfunden ?
        POLITIKER.

        Wir kennen niemanden, der heute noch (in Dummland) Geld (z.B. zur eigenen Altersvorsorge) in Immos steckt.
        Diese Geldanlageform hat der Staat kaputt gemacht.
        Folge: es fehlen Wohnungen, logisch.
        Wer schlau ist, verkauft jetzt (dann ist wieder eine Mietwohnung weg) und bringt das Geld in Sicherheit.

      • @Trust

        Auch in dieser Frage zeigt sich, dass manche unserer ach so kritischen Goldbugs in Wahrheit doch nur übersteigerte Systemlinge sind ;-)!
        Der Extremismus der Mitte eben (©by Thanatos, der sich mal zügigst wiedermelden sollte!!).

        Trotzdem ALLEN frohe Weihnachten :-).

      • Trust:
        Mit Statistiken im Allgemeinen und der Humboldt-Universität Berlin im Besonderen ist es so eine Sache. Auf http://www.destatis.de finden Sie die Daten des Statistischen Bundesamts zum „Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen“. Für die Bevölkerung in Deutschland sind aaO. folgende Daten zu entnehmen: 2009: 30,90 %, 2015: 27,30 % und 2019: 25,90 %. Der Anteil der Mietkosten am Haushaltseinkommen ist in diesen Jahren also sukzessive gefallen.
        Sie liegen aber richtig, wenn Sie sich auf den „ärmeren“ Teil der Bevölkerung beziehen. Dieser Teil hat bei der Wohnungssuche schlechte Karten und diese Entwicklung gefällt mir ebensowenig wie Ihnen. Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten.
        Wesentliche Probleme in diesem Zusammenhang sind die Verschuldung, hohe Pfändungsfreigrenzen und die staatliche subventionierte Flucht in die Privatinsolvenz. Geraten Sie als Vermieter an den Falschen, können Sie schnell Schäden erheblicher Höhe erleiden. Die Rendite ist sodann für Jahre im Minusbereich. Der Gang vor Gericht ist in Anbetracht des damit verbundenen Kostenrisikos stets ein Wagnis. Und selbst wenn Sie obsiegen, können Sie in den meisten Fällen mit dem Titel Ihren Keller tapezieren. Denn aufgrund der relativ hohen Pfändungsfreigrenzen fällt ein großer Teil der Bevölkerung per se aus der Zwangsvollstreckung raus. Endgültig verloren ist die Forderung, wenn Privatinsolvenz angemeldet wird.
        Die Bereitschaft, sich für Konsum und sonstigen Kokolores zu verschulden, gestaltet sich nicht selten als Bumerang. Und zwar dann, wenn Sie als Vermieter die Schufa-Auskunft für einen Mietinteressenten in den Händen halten. Hier können Sie leicht sehen, ob Sie es mit einem Schuldenmajor oder einem bemühten, redlichen Schuldner zu tun haben.
        Wenn Sie als Vermieter entsprechende Schäden erlitten haben und auf Ihren Forderungen sitzengeblieben sind, dann werden Sie weitere Experimente scheuen und vorsichtig sein. Spätestens an dieser Stelle ist eine Vielzahl der Mietinteressenten aus dem Spiel, ohne dass man dies dem Vermieter anlasten kann. Sie können von einem Vermieter nicht verlangen, dass er sich aufs Glatteis begibt, wenn die politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen gegen ihn stehen.
        Im Übrigen hat ein Mieter erhebliche, nicht quantifizierbare Vorteile. Währenddessen Sie als Vermieter kaum oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben, sich von einem schwierigen Mieter zu trennen, hat dieser lediglich ein Kündigungsschreiben aufzusetzen und die dreimonatige Kündigungsfrist abzuwarten. Ist die Wohnung heruntergewirtschaftet, kann der Mieter sich problemlos trennen und sich ein neues Domizil suchen. Dem Vermieter ist ein solch sorgloser Umgang mit Problemen nicht möglich, denn er haftet mit seinem Grund für seine Verbindlichkeiten.
        Und wenn wir hier über die Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt sprechen, dann sollte nicht vergessen werden, dass immer nur die Stilblüten in einigen Städten diskutiert werden. Indes finden Sie in vielen Städten Bezirke, auf die das Gegenteil zutrifft. Der Grund ist, dass gerade in den Großstädten Stadtviertel zum Teil so weit heruntergekommen sind, dass man dort weder gut vermieten noch verkaufen kann. Auch diese Entwicklung hat rein politische Ursachen. Eine Immobilie hat nur dann einen Wert, wenn sie marktfähig ist und verkauft werden kann. Diese Voraussetzungen sind längst nicht überall erfüllt.
        Sie mögen dies als Theorie abtun. Aber es reicht schon, wenn Ihr Nachbar sein Haus an den Falschen verkauft oder vermietet. Dann sind Sie mitsamt Ihrem Grundbesitz an Leute gekettet, die Ihnen das Leben schwer machen und dafür Sorgen, dass Ihre Immobilie ruckzuck erheblich an Wert verliert.
        Wohlgemerkt sind die angesprochenen Aspekte nur ein kleiner Teilbereich der Gemengelage. Wenn die Politik die Enteignungsdebatte befeuert, wenn man über Zwangshypotheken diskutiert, wenn Vermieter die Hälfte der heizbedingten CO2-Kosten übernehmen sollen, wenn die EU sündhaft teure Baumaßnahmen zur Energieeinsparung zur Pflicht macht, wenn aufgrund des Zuzugs Zwangsbelegungen möglich werden könnten, usw., dann sorgt einzig der Staat und kein einziger Vermieter dafür, dass die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt immer schwieriger wird. Die hieraus resultierenden Risiken sind nun einmal preisbildende Faktoren. Nach meiner Einschätzung kann man diese Risiken aber nicht durch angemessene Mieten abbilden. Dafür sorgen schlichtweg die restriktiven Vorschriften des Mietrechts. Die Konsequenz dieser verheerenden Politik ist, dass man es auch dem Mieter immer schwieriger macht. Der Translator hat den Zustand der Wohnungen in der späten DDR angesprochen und er liegt damit richtig. Wir werden genau diese Entwicklung sehen.

    • @RACEW
      https://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Bad-Doberan/Stadt-will-Fluechtlinge-in-Ferienhaeusern-unterbringen
      Mein Bruder und Gattin haben so eine Ferienwohnung in Kühlungsborn. Mit ihren Lebens-Ersparnissen erworben. Die Vermietung lief – vor Corona – ganz gut. Die Mieteinnahmen sollen die Rente ergänzen bzw. ersetzen, falls vom Staat mal nur ein lauer Furz kommt. Wenn die Ministerriege daherkommt wie eine Auswahl von Schießbuden-Figuren aus der Muppet-Show, dann sagt das leider viel über das inzwischen erreichte geistige Niveau des deutschen Wählervolks. Im Winter sind Bruder + Schwägerin oft selber da. Oder um den Kühlschrank aufzufüllen, sich um Reparaturen zu kümmern etc. pp. Weil Eigentum schließlich verpflichtet. Weil sie keinem richtig gehörten, sahen in der DDR die Miets-Häuser auch entsprechend räudig aus. Besonders Altbauten. Filmempfehlung: Schaut euch mal alle den DDR-Film „Solo Sunny“ an. Eine herrliche Milieu-Studie zum Prenzlauer Berg der 1980er Jahre. Dem Szeneviertel in Ostberlin. Wohnte dort früher die Querdenker-Boheme, ist das alles mittlerweile brutal zum Schickimicki-Ghetto gentrifiziert. Dürfte unseren @Thanatos interessieren. Der alte Bandit soll sich wieder mal melden.

    • @RACEW
      Danke für das Geraderücken. Ich gehe auch bei vielem mit, dass das Vermietertum auch nicht einfach ist. Überall gibt es Gier, schwarze Schafe und A.Löcher/Egoisten. ABER, Zitat: „Indes kenne ich einige Leute, die Wohnungen leer stehen lassen. Sie haben keine Lust mehr, sich mit Mietern zu ärgern, versaute und heruntergewirtschaftete Immos immer wieder kostenintensiv sanieren zu müssen und sich dabei von Gerichten immer wieder vorbeten zu lassen, was man als Vermieter alles nicht darf.
      Übrigens befinden sich 63 % aller Mietwohnungen in Deutschland im Besitz von Privatleuten, die bis zu drei Wohnungen halten. Das sind i.d.R. keine reichen und skrupellosen Miethaie, sondern Leute, die sich im Hinblick auf Vermögensbildung und Altersvorsorge angestrengt und andernorts eingeschränkt haben.“
      => Wer keine Lust hat, soll doch bitte verkaufen an Leute, die sich das entweder antuhen oder selbst einziehen wollen.
      Ich kenne auch ein paar Immobilien, die in meiner Gegend leerstehen. Gut, ehrlicherweise, wahrscheinlich wenn sie angeboten werden würden, würde ich mir diese nicht leisten wollen, weil dann doch wieder die Gier und der Markt zuschlagen und die Makler um ihre Provision pockern wollen. Aber es geht darum, dass das Angebot etwas entspannt und der Nachfrage angepasst wird. Wenn viele horten (das gilt auch für EM) und keiner verkauft, kommt irgendwann der Kipppunkt an dem die Nachfrage von alleine nachlässt und dann auf einmal alle Horter auf einmal auf die Idee kommen schnell noch im Hoch verkaufen zu wollen. Das funktioniert „auf die Schnelle“ bei Immobilien nur nicht gut.
      Ich kenne auch Vermieter, die kostengünstig vermieten. Meine sind jedoch alle alt und haben kein Bedürfnis mehr groß auf die Glocke zu schlagen. Schulden sind nicht da, mit dem Einkommen/Rente kommt man gut klar, die Kinder (sofern vorhanden) sind gut versorgt und die Immobilien sind ein kleines Zubrot, kein Muss. Stimmt aber, in Ihrem Lebenszyklus waren alle sehr fleißig und hatten auch hier und da Verzicht üben müssen (kennt das die heutige Leasing-Generation noch? Das unaussprechliche Wort mit V…? Manchen würde eine Woche Fasten nicht schaden).

  4. @RACEW
    Völlig richtig, schätze ihre Empathie.
    Habe selbst 4 Immobilien im In- und Ausland
    veräußert um mir Aerger zu ersparen.
    Wozu brauche ich Ertrag, wenn ich im Notfall
    mein dafür eingetauschtes EM verhökern
    kann?
    Mietrenditen von 1-2% inklusive Dauerärger
    können mir gestohlen bleiben.
    Die Geier vom Finanzamt hat man auch
    noch gratis am Hals.

  5. @Trust
    Der Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf.
    Habe 2008 selbst 1Jahr mit einer sehr armen
    Frau zusammengelebt. Verdienst 850,–€,
    Miete 330,–kalt für eine laute Schimmelbude
    in der Stadtmitte von Ravensburg.Bj.ca1955.
    Kühlschrankinhalt:1 Dose Tomatenheringe und
    2 Scheiben Wurst! Hübsche Frau,aber sehr mager.
    Den vollgefressen Hausverwalter habe ich
    sehr schnell zur Weissglut gebracht.
    Die Frau habe ich 1 Jahr ordentlich verpflegt
    und ihr meinen PKW zur Verfügung gestellt.
    Ich selbst habe niemals vermietet, besitze
    aber 2 Appartements, welche ich selbst
    bewohne, damit es mir nicht in den Hals
    reinregnet.

  6. @Transistor
    Die allerheisseste Frau die ich in MC Pomm
    jemals getroffen habe, war aus Kühlungsborn.
    Total hübsch und nur hinter meiner Kohle
    her.
    Deshalb rate ich immer zum Haustier mit
    4 Pfoten. Meine größte Liebe war eine Kaninchendame, klüger als eine Katze.
    Die kannst gut im Haus halten und die kommen
    auch gerne ins Bett und sind sehr sauber.
    Nur die Stromkabel und Sofas werden gerne
    zernagt.
    Zerfetzte Kleidung ist aber ein Liebesbeweis
    und muss akzeptiert werden.

  7. @Meister Eder
    Ich kenne einen Deppen, welcher vor wenigen
    Monaten in München eine Wohnung gekauft
    hat. Er wohnt in Basel und ist ein obergeiziger
    Schwabe. Seinen schneeweißen SUV Marke
    D. fett wie der größte LKW, parkt er ohne
    mich zu fragen mit der Schnauze auf meinem
    Parkplatz .
    Habe mir gerade den ID 4 Electro angeschaut.
    Ihre Berechnungen habe ich vor Monaten
    selbst gemacht: Ergebnis: sie haben wie immer Recht, Finger weg, ein unwirtschaftlicher
    Fehlkauf.
    Albert Einstein’s berühmtes Zitat über die
    Dummheit der Menschen wird wohl ewig
    die absolute Wahrheit beinhalten.
    Übrigens, die Leute kaufen hier tatsächlich
    zu Weihnachten gefärbte Ostereier, weil
    der Handel es anbietet und das Vakuum
    im Gehirn zum Kauf raet.
    Der Weihnachtsmann, welcher tonight sich durch
    den chimney sich hurriet, wird blöd glotzen.

  8. @Donaustreuner
    Wow, ein Schweizer, der in München eine Immo kauft.
    Noch „besser“ wäre nur ein geschlossener Immo-Fonds für ein Bürohaus oder ein Hotel in Dummland.
    Wenn es einen Nobelpreis für Dummheit gäbe, der wäre ein super Kandidat.

    Unabhängig von all den Problemen:

    Allen hier ein frohes Weihnachtsfest (immer schön die Anzahl der Teilnehmer und die Impfausweise kontrollieren !!!) und einen guten Rutsch in 2022.
    Das wird ein sehr interessantes Jahr.
    Wir fürchten, es wird sogar noch wichtigere Themen als den Goldpreis geben.

    P.S.
    Sogar der Spiegel berichtet darüber, dass es mit der Energieversorgung sehr knapp wird (Gas und nun auch noch etliche AKW in Frankreich in Wartung).

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