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Euro-Krise: Schuldenschnitt und der Anfang vom Ende

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Der Euro zeigt Auflösungserscheinungen (Foto: Crimson - Fotolia.com)

Schuldenschnitt in aller Munde. Goldreporter erklärt, wie so etwas in der Praxis aussieht und wo unser Schuldgeld-System enden wird.

Seit geraumer Zeit ist die Rede von einem möglichen Schuldenschnitt in Griechenland. Nun fordert auch der Rat der fünf Wirtschaftsweisen, dass Gläubiger 50 Prozent ihrer Griechenland-Investments abschreiben sollen. Wie sieht das konkret aus?

Staaten leihen Geld bei Investoren
Länder finanzieren sich zum Großteil über die Ausgabe von Staatsanleihen mit unterschiedlich langer Laufzeit. Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Banken, Versicherungen, Rentenkassen, anderen öffentlichen Stellen sowie Privatpersonen gekauft werden.

Die Ausgabe erfolgt in den meisten Fällen zu ihrem Nennwert (100 Prozent). Bei Standardanleihen gibt es zudem zu jeder Anleihe einen so genannten Coupon (Zinsschein), der die jährliche Zinszahlung (z.B. 3 Prozent) verbrieft. Das physische (Haupt-)Papier wird im Banken-Jargon übrigens „Mantel“ genannt.

Die Laufzeit
Bezieht ein Anleger eine Anleihe bei der Erstausgabe und hält er sie bis zu Fälligkeit, dann bekommt er am Ende der Laufzeit sein gesamtes eingesetztes Kapital zurück. Die Zinszahlung erhält er je nach Anleihe-Art jährlich oder zum Schluss.Die Anleihen werden während der Laufzeit an der Börse gehandelt. Hier kommt es dann zu der für manchen Beobachter verwirrenden Darstellung: Bei schlechten Nachrichten über einen Emittenten fallen dessen Anleihekurse (die an der Börse gehandelt werden), aber die Rendite steigt. Steigende Rendite heißt in diesem Fall, dass der Emittent für gleichgeartete Papiere nun höhere Zinsen zahlen muss, damit Anleger bereit sind, die Anleihen zu kaufen.Während eine Anleihe an der Börse somit unter ihrem Nennwert notieren kann, bekommt der langfristige Anleger, der sie bis zur Fälligkeit hält, stets 100 Prozent. Es sei denn: Der Anleihen-Emittent geht pleite oder ist insolvent.

Der Schuldenschnitt
Im Falle der teilweisen oder vollständigen Zahlungsunfähigkeit bekommt der Anleger nur einen Teil seines Kapitaleinsatzes zurück, im schlimmsten Fall gar nichts. Das Land verhandelt bei Insolvenz mit den größten Investoren über eine Rückzahlungsquote. Das ist der Schuldenschnitt. Und genau an diesem Punkt gelangen wie nun an.

Die Umschuldung
Immer wieder ins Gespräch gebracht wird auch eine Umschuldung. Hierbei könnten zum Beispiel laufende Anleihen in neue getauscht werden, so dass die Laufzeit sich verlängert. Das Land hätte somit länger Zeit, den Kapitaleinsatz der Anleger zurückzuzahlen. Oder das neue Papier wird mit einem kleineren Zinscoupon ausgestattet. Das heißt, es werden weniger Zinsen gezahlt.Im Fall einer Umschuldung reduziert sich die Gesamtschuld nicht. Die Maßnahme kann aber zur zeitweiligen Wiederherstellung der Kreditwürdigkeit des Schuldners führen, so dass dieser sich im Zweifel wieder zusätzlich Geld zu günstigeren Zinsen am Markt beschaffen kann.

Das Dilemma
Die aktuelle Finanzkrise zeigt nun immer deutlicher das große Dilemma unseres Kredit- oder Schuldgeld-Systems. Geld entsteht nur, wenn jemand Kredit aufnimmt (Staaten, Unternehmen, Privatpersonen). Dabei wird immer mehr Kredit erzeugt, der in nicht-produktive Verwendung fließt. Das Geld erzielt damit keine reale Wertschöpfung (Wirtschaftswachstum). Diese/das ist aber erforderlich, um Schulden zurückzuzahlen und die Kreditzinsen zu erwirtschaften, die bei der Kreditvergabe nicht mit ins System gelangen. Man kann somit zwar zunächst immer neue Schulden produzieren, um alte zu begleichen, aber irgendwann kommt es aufgrund totaler Überschuldung und folgender Geldwertvernichtung unweigerlich zum Kollaps des Systems.

Fazit
Alles was Banken und Regierungen derzeit tun, dient dem Versuch, diesen Zusammenbruch möglichst lange hinauszuzögern. Ein Schuldenschnitt führt bei Banken logischerweise zu einem definitiven Abschreibungsbedarf und damit zu Verlusten. Und diese können schon im Falle Griechenlands – insbesondere für die Europäische Zentralbank – beträchtlich sein.Dass am Ende Steuerzahler und Sparer für die Verluste aufkommen werden, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Somit darf man gespannt sein, was die EU-Regierungen am Donnerstag bei ihrem Gipfeltreffen zu Wege bringen. Viel Gutes wird sicher nicht dabei sein.

Goldreporter

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Anleitung: Alles in Gold umtauschen und vergraben (Welt Online)

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Welt Online: „Verwandeln Sie Ihr Geld in Gold, aber nie mehr als 650 Feinunzen. Dann vergraben Sie es. Eine Anleitung von Maximilian Steinbeis.“

Kommentar: Unbedingt (zu Ende) lesen! Feinsinnig-absurde Anleitung für Hardcore-Goldanleger. Hinweis: Diejenigen, die sich auf die Schippe genommen fühlen: Bedanken Sie sich zumindest für einige ganz brauchbare Tipps!

Wie Sie Gold richtig vergraben, erfahren Sie hier: Gold vergraben, aber richtig!

 

 

Infografik: Teufelskreis der Schuldenkrise (FTD)

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Financial Times Deutschland (Infografik): „Ein Zahlungsausfall Griechenlands hätte fatale Folgen für die Euro-Zone. Warum EZB und Finanzinstitute zittern.“

Kommentar: Einfache, aber technisch sehr hübsch gemachte Infografik zu den Domino-Effekten der aktuellen Schuldenkrise. Aufgrund der etwas längeren Ladezeit, ist zu Beginn ein wenig Geduld erforderlich.

Wo man in Deutschland noch Gold findet (Bild.de)

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Bild.de: Auf der „Bild-Goldkarte“ hat die Online-Redaktion der größten deutschen Tageszeitung Orte in Deutschland eingezeichnet, an denen man noch bzw. wieder Gold finden kann.

Die Goldkarte von Bild

Kommentar: Demnächst wird eine Karte fällig, auf der die deutschen Edelmetallhändler eingezeichnet sind, bei denen man noch Goldmünzen und Goldbarren kaufen kann.

Erzeugerpreise stiegen im Juni um 5,6 Prozent (Destatis)

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Destatis: „Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Juni 2011 um 5,6% höher als im Juni 2010. Der Index stieg gegenüber dem Vormonat Mai um 0,1%.“

Kommentar: Früher oder später werden die höheren Produktionskosten auf die Konsumentenpreise durchschlagen. Neben den Erzeugerpreisen sind auch die Importpreise als Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Consumer Price Index interessant. Diese stiegen im Mai um 8,1 Prozent.

Die Euro-Zone will ihren eigenen Währungsfonds (FTD)

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Financial Times Deutschland: „Der Rettungsschirm soll um Präventivinstrumente erweitert werden, um ein Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien und Spanien zu verhindern. Eine mögliche Option: Flexible Kredite nach dem Vorbild des IWF.“

Kommentar: Neuer Umverteilungsladen, mit dem noch mehr Kredit produziert werden kann.

Diesen Ländern schulden die USA das meiste Geld

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Dollar-Noten: US-Schulden, großflächig über den Globus verteilt (Foto: Fotolia)

Das US-Finanzministerium hat die aktuellen Zahlen (Mai) zur amerikanischen Auslandsverschuldung veröffentlicht.

China hat seine Bestände an US-Staatspapieren im Mai wieder leicht um 0,5 Prozent auf 1.159,8 Milliarden Dollar aufgestockt.

Japan und Großbritannien sind weiter die US-Gläubiger Nummer zwei und drei. Deutschlands US-Engagement bliebt gegenüber April annähernd unterändert bei 61,2 Milliarden Dollar.

Die gesamte Auslandsverschuldung der USA über Staatsanleihen betrug im Mai 4,514 Billionen Dollar.

Die größten Auslands-Gläubiger der USA:

  1. China, Mainland      1.159,8 Mrd.$
  2. Japan                 912,4 Mrd.$
  3. Großbritannien   346,5 Mrd.$
  4. Öl-Exporteure    229,8 Mrd.$
  5. Brasilien                211,4 Mrd.$
  6. Taiwan                153,4 Mrd.$
  7. Karibische Finanzzentren   148,3 Mrd.$
  8. Hongkong             121,9 Mrd.$
  9. Russland                115,2 Mrd.$
  10. Schweiz          108,2 Mrd.$
  11. Kanada                 90,7 Mrd.$
  12. Luxemburg             68,0 Mrd.$
  13. Deutschland                61,2 Mrd.$

Komplette Übersicht der größten Halter von US-Anleihen

Goldreporter

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Griechenland: Wirtschaftsweise empfehlen Schuldenschnitt von 50 Prozent (Spiegel Online)

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Spiegel Online: „Es ist ein dramatischer Ausdruck ihrer Sorge: Gemeinsam drängen die fünf Wirtschaftsweisen die Bundesregierung zum Handeln. Die Währungsunion brauche einen „Plan B“, sonst drohe das Auseinanderbrechen. Die griechischen Schulden wollen die Forscher halbieren.“

Kommentar: Man wird nicht drumherum kommen. Die Spatzen pfeiffen es seit Monaten vom Dach.

Nirgendwo stieg der Goldpreis so stark wie in der Türkei

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Hierzulande beobachten wird den Goldpreis vor allem in Dollar und Euro. Während sich Goldanleger in Euroland bereits über satte Kursgewinne freuen konnten, ging die richtige Gold-Party allerdings in ganz anderen Ländern ab.

Im Januar 2008 stand der Goldpreis bei 840 Dollar, umgerechnet 573 Euro. Seither sind die Kurse um 90 Prozent beziehungsweise 97 Prozent gestiegen. Ein ordentlicher Kursgewinn sollte man meinen. Doch in anderen, hier weniger unter Beobachtung stehenden Ländern, machten Goldanleger im gleichen Zeitraum noch deutlich größere Gewinne.

Zu den nominal profitabelsten Goldmärkten seit 2008 gehört die Türkei. Der Goldpreis in Türkischer Lira stieg in dieser Zeit um 169 Prozent. Angelegt in Argentinischen Pesos sprang in der genannten Periode ein Plus von 150 Prozent heraus. In Vietnamesischen Dong waren es 145 Prozent. In den genannten Ländern bestehen allerdings auch schon deutlich höhere Inflationsraten als hierzulande. Die folgende Grafik zeigt die Goldpreisentwicklung seit Januar 2008  in ausgewählten Währungen (Ländern).

Einmal ausgenommen in dieser Betrachtung ist das afrikanische Land Simbabwe, dass 2008/2009 eine Hyperinflation erlebte. Entsprechend ging auch der Goldpreis in „Zim Dollar“ mit einem Betrag von mehr als einem Dutzend Stellen pro Feinunze durch die Decke.

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Dritter Ansturm auf Edelmetallshops seit „Lehmann“ (Sueddeutsche)

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Sueddeutsche.de: „Nach der Lehman-Pleite 2008 und dem Beginn der Griechenland-Krise 2010 verzeichnen Händler wieder einen Ansturm auf Münzen und Barren.“

Kommentar: Anleger kaufen gerade wieder sehr viel Gold und Silber. Die Nachfrage im Edelmetall-Handel ist groß. Im Gegensatz zu 2008/2009 und Mai 2010 gibt es aber noch keine echte Warenknappheit.

Merkel: Einzelgipfel am Donnerstag löst Schuldenkrise nicht (FAZ.net)

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FAZ.net:Bundeskanzlerin Merkel hat die Erwartungen an den Euro-Sondergipfel deutlich gedämpft. Einen „spektakulären einzelnen Schritt“ werde es nicht geben, sagte sie und enttäuschte damit Hoffnungen an den Finanzmärkten auf eine umfassende Einigung.“

Kommentar: Da kann man der Kanzlerin nur zustimmen. Die Schuldenkrise wird man aber auch in 100 EU-Gipfeln nicht lösen, solange – was auch immer man tut – die Gesamtschulden aller Länder weiter steigen. Niemand will für den harten Schnitt verantwortlich gemacht werden, also wurstelt man heiter weiter.

Goldpreis-Anstieg hat Substanz

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Der Goldpreis hat die Marke von 1.600 Dollar erobert und der Goldchart ist mustergültig nach oben ausgebrochen.

Seit unserer letzten Chartbetrachtung am 12. Juli ist der Goldpreis von 1.550 Dollar auf nunmehr 1.600 Dollar gestiegen. Ein Plus von 3,2 Prozent. Im heutigen Vormittags-Fixing wurde der Kurs erstmals oberhalb der runden Marke festgelegt (1.602 Dollar / 1.129,04 Euro).

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deuba-Indikation)

 

Der Chart brach bereits in der vergangenen Woche aus einer symmetrischen Dreiecksformation nach oben aus. Das Edelmetall notierte am Dienstag  bereits oberhalb der inneren Aufwärtstrendlinie, deren Oberkante die Zwischenhochs von Mai bis Mitte Juni bilden.

Auf dem Niveau von 1.608 Dollar stoppte der Kursanstieg aber zunächst. Unterstützung erfährt das Edelmetall auf der Höhe des alten Kurshochs bei 1.563 Dollar.

Ausgehend von der Annahme, dass der Chartausbruch bei 1.550 Dollar mustergültig verlief, lautet unser Kursziel für den Goldpreis nun zunächst 1.640 Dollar innerhalb der kommenden sechs Wochen.

Goldreporter

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Mit Goldmünzen und Goldbarren durch die Krise (FTD)

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Financial Times Deutschland:Die Schuldenkrise der USA und einiger Euro-Länder treibt die Anleger ins Gold: Das Edelmetall übersprang die 1600-Dollar-Marke und ist damit so teuer wie nie. Sollten Sie jetzt Gold kaufen? Was sind die Vorteile, was die Risiken?“

Kommentar: Grundsätzlich lobenswerter Artikel, der aber nachlässig recherchiert ist und einige Unsauberheiten enthält. Die Aussage „Beim Kauf von Goldmünzen etwa müssen Sie einen gehörigen Aufschlag zahlen“, stimmt so natürlich nicht. Denn 1 Unze Krügerrand bekommt man mit einem Aufgeld von unter 5 Prozent. Da ist der Ausgabeaufschlag beim Kauf vieler Fonds größer, ganz zu schweigen von den Gebühren und versteckten Provisionen von Zertifikaten oder „strukturierten Anleihen“.

FTD bringt als Beispiel das Aufgeld von 1/10 Unze und geht auf andere Münzgrößen gar nicht weiter ein. Das man in solchen Artikel immer nur von ProAurum liest, spricht auch für die etwas einseitige Darstellung. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl guter Edelmetallhändler, die zum Großteil auch noch günstiger sind. Am Ende bleibt bei diesem Beitrag wieder der Eindruck haften, dass man das Thema Gold nicht recht verstanden hat. Denn schließlich wird der Goldkauf immer wieder mit anderen (spekulativen) Anlageformen verglichen. Wenn dann noch Verbraucherschützerin Gabriele Schmitz mit den Worten zitiert wird: „Im Vergleich zu Barren oder Münzen ist der Erwerb von Fondsanteilen viel günstiger. Außerdem kann man bei diesen Fonds sicher sein, dass sie mit Gold hinterlegt sind“, kann man sich den nächsten Gold-Artikel aus dieser Redaktion sparen.

Inder produzieren Geldscheine aus Silber (GoldMoney)

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GoldMoney: „In Indien gibt es neben Münzen und Barren nun auch Geldscheine aus Silber zu kaufen. Dieses neue Silberprodukt entwickelt sich derzeit zu einem Trend und lässt die Nachfrage nach Silber stetig steigen.“

Foto der Silberscheine

Kommentar: Silber hat  historisch gesehen gegenüber Gold noch eine großere Tradition als Geldmetall. Dass diese „Scheine“ in den Zahlungsverkehr gelangen, dürfte allerdings eher unwahrscheinlich sein.

Kreditausfallversicherungen: Brandbeschleuniger der Krise (Video)

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Ein TV-Beitrag analysiert die Gefahren, die von unregulierten Finanzmarkt-Segmenten ausgehen und skizziert ein End-Szenario für die europäische Schuldenkrise.

„Die gefährlichsten Brandbeschleuniger der letzten Krise hat die Politik noch immer nicht entschärft“, heißt es im Beitrag des TV-Magazins Monitor. Professor Helge Peukert, Finanzwissenschaftler von der Universität Erfurt nennt drei Aspekte: Das nach wie vor bestehende Schattenbankensystem (z.B. Hedgefonds), die anhaltende (Über-)Macht der Ratingagenturen sowie die Möglichkeit, Kreditausfallversicherungen (CDS) weiterhin missbräuchlich zur Spekulation einsetzen zu können.

Ein britischer Fondsmanager erklärt, wie Finanzinstitute Risikopositionen nach außerhalb des Bankensektors verlagern, um die Eigenkapitalvorschriften zu umgehen.

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Weitere Informationen

Goldreporter

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Diese Beträge haben unsere Banken in „PIIGS“ investiert (Handelsblatt)

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Handelsblatt/Google Spreadsheets: Die Commerzbank ist mit 3 Milliarden Euro in Griechenland investiert und besitzt italienische Staatsanleihen im Wert von 11,7 Milliarden Euro. Diese und weitere Angaben zu den Länder-Engagements europäischer Geschäftsbanken, die im Rahmen des Stresstests veröffentlicht wurden, finden Sie in einer Tabelle, die das Handelsblatt zusammengestellt hat.

Kommentar: Wenn der Stresstest schon keine belastbaren Daten zur Krisenfestigkeit der Banken gebracht hat, dann wissen wir jetzt zumindest ansatzweise welche deutsche Bank welche Beträge in welchem Land im Feuer hat.

„Was wäre, wenn die Mark zurückkommt?“ (Hamburger Morgenpost)

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Hamburger Morgenpost: „“Ökonomen sagen: Sobald die Kosten des Verbleibs in der Gemeinschaft höher sind als jene des Austritts, lohnt es sich.“

Kommentar: Immer unverhohlener wird in den Publikumsmedien über Währungsreform und Währungsschnitt spekuliert. Das Thema ist hoffähig geworden. Noch vor ein oder zwei Jahren wären die Redakteure als Spinner oder Untergangspropheten dem allgemeinen Spott zum Opfer gefallen.

Moody’s rät den USA, die Schuldengrenze abzuschaffen (Welt.de)

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Welt.de:Im Streit um die US-Schulden, schaltet sich die Ratingagentur Moody’s erneut ein. Sie fordert Obama auf, die Obergrenze abzuschaffen.“

Kommentar: Man kann es sich natürlich auch ganz einfach machen. Sollte dieser Vorschlag tatsächlich bei den Parlamentariern Gehör finden und umgesetzt werden, dann würden die Grenzen nicht nur für die mögliche US-Verschuldung aufgelöst. Der Goldpreis dürfte ein solches Vorhaben mit enormen Kursaufschlägen quittieren.

EZB-Chef Trichet: „Der Euro hat seinen Wert in 12 Jahren gut erhalten“ (Stern.de)

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Stern.de: Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Stern erklärt EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. „Der Euro ist eine sehr glaubwürdige Währung. Er ist stabil und hat seinen Wert in den vergangenen zwölf Jahren bemerkenswert gut erhalten.“

Kommentar: In den vergangenen 12 Jahren hat der Euro gegenüber Gold um 79 Prozent! abgewertet (Goldpreis seit 1999 von 243 Euro auf 1.140 Euro). Im gleichen Zeitraum sank der Euro von 1,61 Schweizer Franken auf derzeit 1,1488 SFR. Ein Kursverlust von knapp 30 Prozent. Stabilität ist eben immer relativ.

EU-Kommissar wünscht, dass jeder EU-Bürger ein Konto hat (FAZ.net)

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FAZ.net:Binnenmarktkommissar Barnier schlägt vor, dass jeder Bürger ein Recht auf ein Bankkonto erhält. Er droht Banken mit einem Gesetz, wenn diese das nicht in einem Jahr umsetzen. 30 Millionen Menschen sollen kein reguläres Konto haben.“

Kommentar: Man möchte den EU-Politikern ja gerne einmal hehre Ziele unterstellen. Doch auch in diesem Fall fragt man sich, was die Technokraten in Brüssel wieder im Schilde führen. Zumindest darf die Frage gestattet sein, warum jemand ein Konto braucht, wenn er kein Geld hat. Angeblich besitzen rund 30 Millionen Menschen in der EU keinen Zugang zu einem regulären Konto (überschuldete Bankkunden, Arbeitslose und mittellose Menschen). Wenn jeder Bürger der EU aber ein Konto hätte, dann … (Kreuzen Sie bitte selbst an)

  • … können die Banken noch mehr Kredite vergeben, Gebühren kassieren und Überziehungszinsen eintreiben.
  • … kann man alles Bargeld abschaffen.
  • … kann man endlich alle EU-Bürger kontrollieren.