Sonntag,03.März 2024
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Türkische Goldreserven steigen auf neues Rekordhoch

Gold, Goldbarren, Türkei, Goldreserven (Foto: Goldreporter)
Goldreserven der Türkei: Deren Wert überstieg im Januar erstmals die Marke von 50 Milliarden US-Dollar. Der Gold-Anteil an den gesamten Währungsreserven stieg auf 40 Prozent (Foto: Goldreporter)

Die Goldreserven der Türkei sind im Januar noch einmal um 29 Tonnen auf zuletzt 816,50 Tonnen angestiegen.

Goldreserven der Türkei

Die türkischen Goldreserven sind in den vergangenen Monaten stark angewachsen – parallel zu den rasant gestiegenen Goldimporten. Nun meldet die Zentralbank der Türkei (TCMB) per Ende Januar 26,2512 Millionen Unzen Gold in ihren Beständen. Das entspricht 816,50 Tonnen. Das heißt, gegenüber dem Rekordstand des Vormonats sind die Goldreserven der TCMB noch einmal um umgerechnet 29,67 Tonnen (950.000 Unzen) angestiegen.

Rekordbestände

Der Wert dieser Goldreserven entsprach Ende Januar erstmals mehr als 50 Milliarden US-Dollar (50,58 Mrd. USD). Dabei gingen die gesamten Währungsreserven der Türkei vergangenen Monat um 3,39 Milliarden US-Dollar zurück auf 125,34 Milliarden US-Dollar. Damit stieg der Goldanteil an den türkischen Reserven von 35 auf 40 Prozent. Das wiederum ist laut den TCMB-Zahlen der höchste Wert seit Juni 2022.

Gold, Goldreserven, Türkei
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in Millionen Unzen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).
Türkei, Goldreserven, Wert, Dollar
Erstmals mehr als 50 Mrd. USD: Wertentwicklung der türkischen Goldreserven seit 2010 (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter)

Hinweis: In den gemeldeten Goldreserven ist auch Gold enthalten, dass türkische Geschäftsbanken bei der TCMB hinterlegt haben, in der Regel als Pfad für Zentralbankgeld. Zur Einordnung: Laut den jüngsten Daten des World Gold Council beliefen sich die rein staatlichen Goldbestände der Türkei im Dezember auf 541,8 Tonnen.

Rekordimporte an Gold

Die Türkei hatte zuletzt mit 68 Tonnen auch einen monatlichen Rekord bei den Goldimporten gemeldet (Gold-Importe der Türkei: Rekord-Lieferung im Januar!). Dabei kam ein Großteil aus der Schweiz, wie die jüngsten Daten der Eidgenössischen Zollverwaltung offenbart haben (Massive Gold-Transfers über die Schweiz gemeldet). Hier wurden Lieferungen von 58 Tonnen Gold verbrieft.

Auf der anderen Seite gab es laut Bloomberg Pläne in der türkischen Regierung, die Gold-Importe massiv einzudämmen. Es wurden finanzielle Gründe im Zusammenhang mit der jüngsten Erdbebenkatastrophe genannt (Türkei will Goldimporte stoppen, wegen Erdbeben).

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5 Kommentare

  1. Eben klingelte es noch mal zur Abendstunde – Na-Heul-Doch [가서 울어], unser Korea-Jindo-Familienhund kläfft trotz Erziehungsmaßnahmen! – und siehe da, der von Klapperschlange per Eilritt geschickte Kurier übergab das brandneue FOMC*-Protokoll zur letzten Fed-Sitzung vom 31.Januar und 01.Februar.

    Die Headlines in Sachen Inflation und Arbeitsmarkt – dominant ist einmal mehr die toxische Unsicherheit:

    PARTICIPANTS EXPRESSED HIGH LEVELS OF UNCERTAINTY ABOUT THE ECONOMY’S, JOB MARKET’S, AND INFLATION OUTLOOKS [die expressiven Großbuchstaben sind original FMW, Anm. d. Red.].

    Auch interessant: Der alljährliche Karneval um die US-Schuldenobergrenze [Debt Limit Process, DLP] sei geeignet, sich zu einem signifikanten Risiko für’s Finanzsystem zu entwickeln. Hört hört!

    https://finanzmarktwelt.de/fed-fomc-protokoll-die-wichtigsten-aussagen-262123/

    *Federal Open Market Committee [FOMC]

    • Appendix

      Alles schmeckt nach Hühnchen. Außer Hühnchen, das schmeckt nach Fisch.
      Hobbit – eine unerwartete Reise

      Alles schaut gebannt auf die Fed – und übt sich in der Interpretation der geldpolitischen Hieroglyphen.
      Sämtliche Mitglieder des FOMC unterstützten die [bloß moderate] Anhebung der Zinsen um 0,25%, während sich einige mehr hätten vorstellen können? Ja, was denn nun? Ich muss mich schließlich auch jeden morgen entscheiden, ob ich noch aufstehe!

      Ronald-Peter Stöferle, der uns bestens bekannte Feel Good Manager der Incrementum AG und einer der Autoren des „In Gold We Trust“-Reports hat dazu auch eine Meinung. Kurzfristig sei mit niedrigeren Goldpreisen zu rechnen, da die Märkte beginnen würden, weitere aggressive geldpolitische Maßnahmen des Federal Reserve Systems einzupreisen.

      So hätte alleine schon die 21-prozentige Wahrscheinlichkeit dass die Federal Reserve die Zinssätze im nächsten Monat um 50 Basispunkte anheben wird, die Rendite der zweijährigen US-Anleihen auf über 4,6 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben. „Schwierig, schwierig für Gold“, so Stöferle. Dennoch zeige Gold in dieser Neighborhood „relative Stärke“.

      https://www.deraktionaer.de/artikel/gold-rohstoffe/gold-zeit-zu-kaufen-20326935.html

      Es hängt eben alles an der weiteren ökonomischen Entwicklung. Durchbricht die Rezession in den USA die Schwelle der Wahrnehmung, gibt es kein Halten mehr und selbst das FOMC wird zugeben müssen, dass sie auch nur mit Wasser kochen.

      Macht’s gut, und danke für den Fisch.
      Douglas Adams

      • @thanatos
        Der Aktionär hat es nötig:
        „Auch DER AKTIONÄR sieht die aktuelle Schwächephase des Goldpreises als Kaufchance. Nach der 300-Dollar-Rally war eine Verschnaufpause überfällig. Gold sollte seinen Aufwärtstrend aber bald wieder aufnehmen. “
        Verschnaufspause, das ist gut. Vom absoluten Tief bei 1620 Dollar (Herbst 22) rauf zum High von 1940 Dollar (Februar 23) = 320 Dollar rauf und jetzt wieder runter zu 1820 Dollar = 120 Dollar runter.
        Würde so eine Verschnaufspause bei Aktien geschehen, würde hier in Deutschland der Notstand ausgerufen und gedroht 100.000 Leute zu entlassen. Der geschniegelte Lanz, mit „hat wieder Haare schön“ würde noch mit Ehering und seinem Altweibergewäsch die Glotzianer unterhalten können.
        Bei Gold braucht man wirklich gute nerven. Das war nicht immer so.
        Ausgerechnet der Aktionär, man fasst es nicht.
        Danke für den link.

  2. @Maruti
    Kleine Gegenrede: bei allen Anlageformen AUSSER Gold bracht man gute Nerven.
    Beispiele gefällig ?
    TESLA: minus 36 % in 6 Monaten, zwischendurch waren es auch schon minus 70 %.
    Da hätte ich gar keine Nerven mehr.
    Amazon: minus 30 % in 6 Monaten
    Microsoft: minus 15 % in 6M.
    Apple ebenso.

    Bei Gold braucht man nur Geduld und Coolness, sonst nix.
    Das reicht.
    Und man hat immer einen guten ruhigen Schlaf.
    Wer da jeden Tag aufs Chart guckt, hat die Anlageform nicht verstanden.

  3. @MeisterEder
    Ich sehe mir immer die charts an und behalte trotzdem die Nerven! Das macht aber die jahrelange Erfahrung – somit kann ich immer ruhig schlafen! Und wenn’s jetzt moderat bleibt – weiter zukaufen! Somit wächst der „Versicherungsschutz“ (die Assekuranz ist eh mein berufliches Metier) stetig nach Eichhörnchen-Art im Mini-Fort Knox. In der Ruhe liegt die Kraft (sagte Oma immer schon)!
    Ansonsten: ab und zu mal ein kleiner Ausflug „ins Land des Vergessens“ mit Schwester Amnesia! Gemeint ist hier die schottische Naturmedizin aus gemälzter Gerste…
    Ich gehe heute erstmal zum polnischen Kumpel zur Geburtstagsparty… :-)
    Dzien dobre & gewaltfreies WE!
    Der Assekuranz-Dokta

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