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Untersuchungen zur Silberpreis-Manipulation werden wohl eingestellt

JP Morgan und HSBC wurden 2010 wegen mutmaßlicher Silberpreis-Manipulation angeklagt.

Seit 2008 ermitteln die US-Behörden wegen mutmaßlicher Silberpreis-Manipulation. Die Sache scheint nun endgültig im Sand zu verlaufen.

Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat 2008 damit begonnen, die mutmaßliche Manipulation des Silberpreises auf dem US-Markt zu untersuchen. 2010 hatte es diesbezüglich sogar eine Klage gegen die Großbanken JP Morgan und HSBC gegeben (Goldreporter berichtete).

Nach der Einschätzung von Financial Times (FT) ist die CFTC jetzt aber kurz davor, ihre Untersuchungen in dieser Sache einzustellen. In einem aktuellen FT-Artikel heißt es, die US-Regulierungsbehörde habe bislang nicht genügend Beweise gefunden, um die Sache gerichtlich verfolgen zu lassen. Es gebe aber noch kein endgültiges Ergebnis. Das Blatt beruft sich auf Personen im Umfeld der CFTC. Angeblich hat man mehr als 100.000 Dokumente gesichtet, auch Unterlagen von JP Morgan, und ein Dutzend Interviews mit Zeugen geführt.

Offiziell gibt es derzeit keine Aussagen zum Stand der Untersuchungen.

Im Oktober 2010 hatte CFTC-Commissioner Bart Chilton laut Protokoll noch erklärt: „Ich glaube, es hat wiederholte Versuche gegeben, die Preise auf dem Silbermarkt zu beeinflussen. Es hat arglistige Versuche gegeben, den Preis mit List und Tücke zu kontrollieren“.

Die Klage gegen die erwähnten US-Banken brachte bislang auch keine Fortschritte. Anwälte von JP Morgan haben die Richter aufgefordert, die Klage fallen zu lassen. Man habe nicht einen Trade identifizieren können, der Anzeichen einer Manipulation zeige, argumentieren die Rechtsvertreter des Instituts. Die Chefin von JP Morgans Rohstoffabteilung erklärte im April gegenüber dem TV-Sender CNBC, ihr Unternehmen verfolge keinerlei Interessen bezüglich einer bestimmten Richtung der Kurse.

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Eingetragen von am 6. Aug. 2012. gespeichert unter Banken, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Untersuchungen zur Silberpreis-Manipulation werden wohl eingestellt”

  1. Umlandt Gerhard

    Was soll denn die ganze künstliche Aufregung um
    den „manipulierten“ Silberpreis (oder auch Goldpreis)?
    Sollen die Anleger doch froh sein, dass manipuliert
    wird! Und wenn die Krise da ist, dann greift eine
    Manipulation sowieso nicht mehr bzw. wird nicht
    mehr manipuliert und die Anleger kommen dann
    schon noch auf ihre Kosten.

  2. Silberrückengorilla

    Richtig!Solange man noch „manipulieren“ kann, ist die Welt in Ordnung!
    Gold und Silber sollten nur als Werterhalt für die Zukunft ihre Funktion haben. Ein zu hoher Anstieg des Preises würde mich sehr beunruhigen. Aber auch hier gilt
    SI VIS PACEM PARA BELLUM (Wenn du Frieden willst bereite den Crash vor)

  3. Es ging aber nicht um den Anstieg sondern um die Verhinderung selbigen…
    Die Reaktion auf die Klage war ja damals der starke Anstieg (weil halt die Anleger vermuteten, dass die Shorts abgebaut werden würden und viele die Shorties grillen wollten).

    Soll man jegliche Art von Aktienhandeln ohne vorhandenes eigenes Volumen verbieten, dann gibt es auch weniger Manipulationen (gibt ja immer noch Libor etc :D).

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