Samstag,15.Mai 2021
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Gold kaufen: Wie investiert man als Superreicher?

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Gold kaufen: Wie investieren Superreiche in Edelmetall? Die größte Goldmünze der Welt wiegt 1 Tonne. Und schon hat man ein gewaltiges Lagerproblem (Foto: Perth Mint).

Wie würde man als Superreicher Gold kaufen? Wir haben zahlreiche, mehr oder weniger praktikable Vorschläge für außerordentliche Gutverdiener.

Durchschnittlicher Goldanleger

Wenn Privatanleger Gold kaufen, dann greifen sie im Regelfall zu Standardmünzen, ergänzen sie mit weiteren schönen Produkten, die womöglich nahe am Kurs zu haben sind und lagern das Edelmetall mit etwas Silber als Beigabe zu Hause ein.

Laut den Angaben von Goldhändlern beträgt der durchschnittliche Warenkorb der Kunden im Onlineshopping rund 3.000 Euro. Und wenn man Silbermünzen oder Silberbarren nicht buchstäblich tonnenweise kauft, lässt sich die erstandene Ware auch einigermaßen vernünftig in einen großen Tresor verstauen.

Wenn man es dicke hat

Was aber tut man als Großanleger, wenn man sich mit Gold und Silber gegen den Währungsverfall und finanzielle Repression (z.B. Negativzinsen) schützen will? Angenommen, es sollen 10 Millionen Euro in Edelmetall angelegt werden, 30 Prozent davon in Silber.

Schon aus vernünftiger Risikoabwegung wird man sich das Metall besser nicht in den eigenen Keller legen. Und was wiegt eigentlich Silber im Wert von drei Millionen Euro? Bei einem aktuellen Silberpreis von rund 21 Euro pro Unze beziehungsweise Kosten für eine Standard-Anlagemünzen von 26 Euro pro Unze erhält man 115.384 Unzen Silber. Die so angesammelten Münzstapel wiegen immerhin 3,5 Tonnen.

Lagerrisiko

Für 7 Millionen Euro bekommt man derzeit 4.575 Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze. Angesetzter Preis: 1.530 Euro. Und das entspricht immerhin auch 142 Kilogramm.

Das Lagerrisiko und dessen Management ist eines der wesentlichen Gründe, warum Großinvestoren kaum eine andere Wahl haben, als das physische Edelmetall-Investment über einen Dienstleister abzuwickeln oder Papiergold zu kaufen.

Papier-Gold

Es gibt zahlreiche Spezialisten, die sich mit der Verwahrung von Gold und Silber für größere aber auch nicht so große Kunden spezialisiert haben. Dazu gehören einerseits Fonds-Anbieter, die ETFs (Exchange Traded Funds; z.B. SPDR Gold Trust) oder ETCs (Exchange Traded Commodities; z.B. EUWAX Gold) anbieten. Hier erhält der Kunde praktisch einen Anteil am Goldvermögen des Fonds. Je nach dem wie dieses Wertpapier konzipiert ist, kann man sich das Edelmetall bei Bedarf (in der Regel gegen Gebühren) auch ausliefern lassen.

Doch im Rahmen des oben geschilderten Anlagevolumens wird dies kaum geschehen. Der Millionäre wird sich ein paar Münzen und Barren zu Hause in den Tresor legen und den Großteil des Edelmetall-Investments einem Dienstleister oder Fondsanbieter anvertrauen.

Lagerspezialisten

Schließfach, Lagerung, Gold
Goldreporter-Ratgeber „Schließfach- und Depotlagerung“

Eine weitere, womöglich noch naheliegendere Lösung ist die Beauftragung eines Lagerspezialisten. Der Großanleger kauft Gold und Silber (online oder in einem Beratungsgespräch vor Ort) bei einem Edelmetall-Händler und lässt das Edelmetall durch diesen Händler oder vertraut es einem Lagerspezialisten an.

Silber kann man in einem Zollfreilager unterbringen, dann entfällt die Mehrwertsteuer. Die Silberlagerung ist aufgrund des hohen Gewichts pro Euro allerdings relativ teuer. In der Sonderpublikation „Schließfach- und Depotlagerung“ befasst sich die Goldreporter-Redaktion ausführlich mit verschiedenen Angeboten und Anbietern externer Lagerkonzepte.

Sammlermarkt

Gold, Sammlermünzen, Auktionen, Ratgeber, Numismatik
Ratgeber „Historisches Gold als Geldanlage“

Und Großanleger haben natürlich auch hinsichtlich seltener und exklusiver Anlageprodukten andere Möglichkeiten als Otto-Normal-Anleger. Millionäre können bei Auktionen von seltenen Sammlermünzen mitbieten. Immer wieder berichten wir auch auf Goldreporter.de über erstaunliche Preise, die begehrte und besonders selten Stücke auf Versteigerungen erzielen: Diese Goldmünze soll 15 Millionen Dollar kosten! Diese teuren Stücke kursieren dann womöglich eher in der Gesellschaft immer zahlreicher werdenden Milliardäre der Welt.

Wie man an solchen Auktionen teilnimmt und was es hier zu beachten gibt, erfahren Sie auch in unserer Sonderpublikation „Historisches Gold als Geldanlage“. Sie enthält unter anderem Interviews mit zwei renommierten Numismatik-Experten aus Deutschland und der Schweiz.

Gold kaufen gigantomanisch

Darüber hinaus gibt es natürlich auch exklusive Liebhaber-Objekte aus moderner Prägekunst. Dazu gehörte auch eine der weltweit größten Stücke dieser Art: der „Big Maple Leaf“. Diese gigantische 100-Kilogramm-Goldmünze wurde im März 2017 aus dem Berliner Bode-Museum geraubt und ist seither verschollen – eingeschmolzen vermutlich.

Die bislang schwerste Goldmünze wiegt eine Tonne und stammt aus den Werkstätten der australischen Perth Mint. Die „Känguru-Tonne“ hat heute einen reinen Materialwert von rund 47 Millionen Euro.

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Goldanlage an der Grenze zur Dekadenz

Dagegen findet man im arabischen Raum eine große Vielfalt an opulentem Goldschmuck und schier unglaublichen Kunstgegenständen aus Gold. Allerdings hat der Kaufpreis in den meisten Fällen nicht mehr viel mit dem reinen Materialwert gemein. Beispiele gibt es hier: Gold kaufen extrem: Unglaubliche Goldobjekte in Dubai!

Goldmünzen

Dagobert Duck, Gold (Foto: Goldreporter)
Inbegriff des Superreichen: Dagobert Duck (Foto: Goldreporter).

Etwas bescheidener und theoretisch geringfügig besser verfügbar sind Stücke wie etwa die 10-Kilo-Goldmünze „The Spirit of Haida Gwaii“, hergestellt von der Royal Canadian Mint aus dem Jahr 2011. Dass man eine nur in einer Auflage von 15 Exemplaren erschaffenen Goldmünzen zum Materialpreis bekommt, ist ausgeschlossen. Und dieser alleine beläuft sich auf aktuell auf 470.000 Euro.

Alternative: Der geneigte Milliardär legt sich einen Goldspeicher mit Tausenden von Goldmünzen an und geht darin baden. So hat es bereits anderer sehr reicher (natürlich fiktionaler) Vertreter seiner Zunft getan.

Goldreporter

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18 KOMMENTARE

  1. Die mit Silber beschichteten „Beinchen/Pins“ von IC-Chips bleiben Mangelware –
    gerade bei den billigen Chips für die Display-Funktion vielen Produkte, wie „Bloomberg“
    berichtet, (siehe hier:)

    Woher aber das Silber nehmen, wenn die Lager/ der Silbermarkt leergefegt sind und der
    „spottbillige Silberpreis“ von den Notenbanken und ihren Hilfsknechten, den großen
    Bullionbanken, seit Jahren über den Comex-Papiersilber-Markt künstlich niedrig gehalten („subventioniert“) wird?

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  3. Superreich ist man, wenn man gesund ist, eine gute Familie und ein paar wirklich gute Freunde hat.

    Wenn man daneben noch genug EM hat, um theoretisch 5 Jahre lang ohne Nachrichtensendungen, Bloomberg etc. tiefenentspannt nur noch zwischen Weinkeller und Strand (oder was auch immer) pendeln zu können ist das Ziel erreicht.

    Bei den meisten „Reichen“, die ich kennengelernt habe, sieht es nach dieser Definition zappenduster aus.
    Gier und Geltungsdrang bis der Schreiner kommt.
    Menschen, die ihr Leben wirklich geniessen waren kaum darunter.

    • @MeisterEder
      https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/kryptowaehrungen-bitcoin-ist-fuer-tech-investor-peter-thiel-chinesische-finanzwaffe-a-8a45cffe-4766-4337-9d76-7e222f2a1c5d
      Hier haben wir so einen Superreichen, der den Hals – wie von Dir beschrieben – nicht voll kriegt. Wieso schreit der Mann, nachdem er durch Kryptos reich wurde, nach mehr staatlicher Kontrolle letzterer? Je unabhängiger ich von den ReGIERigen bin, umso besser. Vielleicht hat er ja eine Katze. Zitat Charles Spencer: „Wo sich eine Katze niederläßt, da wird sich das Glück einfinden.“
      Im Russischen und Polnischen gibt es übrigens auch die Geschichte vom Fischer und seiner Frau. „Zlota rybka“ auf Polnisch und „Золотая рыбка“ auf Russisch. Da hat Nationaldichter Puschkin übrigens ein schönes Gedicht draus gemacht. Das habe ich in Teilen meiner russischen Ex zitiert, nachdem sie mich getadelt hatte, ich bilde mich nicht weiter und lese keine russische Literatur mehr im Original. (Ich kann mitunter boshaft sein.) „Не хочу быть чёрною крестьянкой, хочу быть столбовою – дворянкой!“ (Weil @Egon meint, ich lasse zu viel Englisch hier einfließen!) Meine Ex wollte eben keine „schwarze Bauersfrau“ sein. Hoffentlich genießt sie ihr Dasein im schönen Berlin.

      • @WS Allein mit der Anwesenheit in Berlin ist man in diesen Irrsinnszeiten doch schon genug gestraft:Nulll kulturelle
        Einrichtungen wie Thater,Museen ,keine Restaurants ,Antiquariate,andere Sachen.Dafuer alle Nachteile diese Grosstadtmolochs.Keine 50 Kaltblueter wuerden mich jetzt dort hin kriegen. Kein Wunder dass man gestern ausserhalb von Berlin fast nur Bulttenautos traf.

  4. @Meister Eder Der weit verbreitete Irrtum deass man es mit mehr Raffgier zu mehr Lebenqualität bringt hat mich auch schon immer verwundert.

  5. @Thanatos und @Klapperschlange
    https://de.rt.com/asien/115670-kim-jong-un-warnt-vor/
    Andere Länder, andere Sorgen. Hier steht, die Chinesen würden im Notfall schon einspringen, um das Schlimmste zu verhüten. Eine notgedrungene koreanische Wiedervereinigung, die zu einem Kack-Protektorat der Amis wie hier führt.
    https://de.rt.com/asien/115281-zwoelf-laender-schliessen-botschaften-in-nordkorea/
    Wäre ich der russische Präsident, ich würde schon aus „Dank“ für jede Provokation der NATO in Ost- und Südosteuropa, für jedes Säbelrasseln der Ukrainer auf Befehl der Amis den Nordkoreanern mit Lebensmittel-Lieferungen helfen. Im Moment ist schon was los auf der Welt.

    • Kuba, der Iran, Syrien und Nord Korea haben 2 Dinge gemeinsam: 1. Sie werden von den USA massiv angegangen. 2 Sie haben keine Zentralbanken, die unter dem Einfluss der Rothschilds stehen.
      Und was Nord Korea betrifft, so muss jeder selbst wissen, ob er den Darstellungen unserer Qualitätsmedien folgt.

  6. Ja unsere Reichen haben schon Komfortprobleme. Viele Spezies der
    Tierwelt sind sozialer mit ihren Artgenossen. Ich hoffe aufrichtig Otto v. Bismark hatte recht als er sagte; Die erste Generation verdient das Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends.“

  7. Es sind nicht unbedingt die Superreichen, die auf Gold vertrauen.
    https://de.rt.com/wirtschaft/115703-indien-und-china-steigern-goldkaeufe/
    Zitat aus dem Link: „In Indien ist Gold ein hochgeschätztes Statussymbol, das bei Hochzeiten und anderen Festlichkeiten angeboten wird. Ein großer Teil der Bevölkerung hält seine Ersparnisse in Goldschmuck.“
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/esken-für-koalition-mit-grünen-und-linken-niemand-muss-angst-vor-rot-rot-grün-haben/ar-BB1fvhHS?ocid=msedgdhp
    Und wenn ich das hier lese, könnte ich glatt mit EM-Kaufen beginnen und meinen Fusel im Keller aus Frust vernichten. Wie sagte doch Alfred Tetzlaff einst so schön? „Wer ist hier der Sozi? Du oder ich? Ihr habt extra ’ne Partei gegründet, bloß um den anderen Leuten das Geld wegzunehmen.“

  8. WS:
    Reichtum und Intelligenz können, müssen aber nicht zueinander gehören. Vorletztes Jahr ist mir beim EM-Händler ein Student begegnet. Er hatte sich für 240,00 Euro eine 1/10-Unze Gold und etwas Silber gekauft. Jemand, der sein Geld nicht für Pizzabestellungen, bewusstseinerweiternde Substanzen, Handys oder Antifa-Klamotten ausgibt. Ich fand das richtig gut.

    • @RACEW
      Das war gewiß ein Bibel-Student. Guckst Du. Shall we gather gold and silver
      https://www.youtube.com/watch?v=8VjUhzSH_rc

      Shall we gather gold and silver, though the mainstream says it’s odd?
      Shall we let Lloyd Blankfein pilfer, who does see himself as God?
      Yes, we’ll gather gold and silver, the aurum and the beautiful silver;
      Gather in the safe gold and silver, for the system now glows red-hot.

      On the margin of the Fed bonds washing up their foamy spray,
      We’ll turn back and worship ever all the happy golden day.
      Yes, we’ll gather gold and silver, the aurum and the beautiful silver;
      Gather in the safe gold and silver, for the system now glows red-hot.

      Ere we buy the shining silver, lay we every paper down.
      Grace such metals will deliver, and they’ll bring all FIAT down.
      Yes, we’ll gather gold and silver, the aurum and the beautiful silver;
      Gather in the safe gold and silver, for the system now glows red-hot.

      Now we’re hoarding gold and silver, soon our pilgrimage will cease.
      Soon our happy hearts will quiver with the melody of peace.
      Yes, we’ll gather gold and silver, the aurum and the beautiful silver;
      Gather in the safe gold and silver, for the system now glows red-hot.

  9. @Thanatos / Wolfgang Snyder

    In nur drei Monaten nach seinem Amtsantritt als 46. US-Präsident hat Joe Biden’s
    Regierung einen rücksichtslosen Kurs der Kriegslust gegenüber Russland und
    China eingeleitet. Diese Dynamik wurde von Strategic Culture Foundation in mehreren
    unserer Kommentare und Interviews vorhergesagt, bevor Biden am 20. Januar sein Amt
    antrat.

    Es gibt eine enge Parallele in der Art und Weise, wie die Biden-Administration gefährliche
    Spannungen mit Russland und China schürt. Der Stellvertreter in beiden Fällen sind die
    Ukraine bzw. Taiwan.

    https://www.strategic-culture.org/news/2021/04/10/ukraine-taiwan-two-prong-us-aggression-toward-russia-china/

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  11. https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/hoehere-steuern-fuer-aktionaere-wie-sich-der-staat-seine-corona-milliarden-zurueckholen-koennte-podcast-a-c3ca8b13-9ab1-4aa2-85af-edc9ee938737
    Zitat Erich Honecker: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Irgendwo ist was da, ist was eingekommen, also abgreifen. Nicht daß man etwa sinnlose Ausgabenposten killt.
    https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/usa-hochfrequenzdaten-zeigen-boom-der-us-wirtschaft-a-da81ee77-f871-43ca-a47f-856cd9ef522b
    Für’s Lügen bezahlte Schwätzer attestieren den Amis einen Aufschwung. Dabei weiß doch jeder, daß Joe Bidens Green New Deal mit mehr Schulden oder noch mehr gedrucktem Geld finanziert ist. Da ist nichts Nachhaltiges dabei. Ich mag nicht mehr an Märchen glauben.

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