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Indische Zentralbank: US-Anleihen in Gold umgetauscht

Gold, US-Dollar

Indiens Zentralbank hat offensichtlich Papiergeld in Hartgeld (Gold) umgetauscht (Africa Studio-Fotolia.com)

Indiens Zentralbank hat seit März US-Staatsanleihen in erheblichem Volumen verkauft und gleichzeitig ihre Goldreserven aufgestockt. Das gibt Anlass für Spekulationen.

Indien im Zeitraum von März bis Juli 2018 US-Staatsanleihen im Wert von 14,4 Milliarden US-Dollar abgestoßen. Im gleichen Zeitraum hat die Indische Zentralbank (Reserve Bank of India = RBI) ihre Goldreserven um 15 Tonnen aufgestockt.

Das geht aus den Zahlen des US-Finanzministeriums und des World Gold Councils hervor, der die Daten der nationalen Notenbanken und Informationen des Internationalen Währungsfonds für seine Statistik heranzieht.

Demnach wurden die indischen Goldreserven im Mai (Febr./März-Daten) mit 558,10 Tonnen beziffert. Die September-Meldung (Juni/Juli-Daten) lag bei 573,1 Tonnen. Der aktuelle Marktwert des 15-Tonnen-Einkaufs: 578 Millionen US-Dollar.

In den Entwicklungen (US-Anleihen-Verkauf, Goldkauf) sehen die Redakteure von Economic Times (ET) einen Zusammenhang. In einem Artikel vom 21. September 2018 heißt es dort: „Die RBI scheint ihre Strategie im Management der Devisenreserven zu ändern, um ihre Mark-to-Market-Verluste zu begrenzen, da die US-Notenbank die Zinssätze erhöht. Daten deuten darauf hin, dass die RBI ihren Bestand an US-Staatsanleihen durch Gold ersetzt.“

Hintergrund: Wenn die Zinsen von US-Anleihen steigen, dann verringert sich deren aktueller Marktwert (Anleihenkurs). ET geht davon aus, dass die Indiens Zentralbank das Gold im Inland erworben hat, da die Außenhandelsbilanz keinen Hinweis darauf gebe, dass das Edelmetall importiert worden sei.

Der Vergleich der Zahlen legt zumindest nahe, dass die RBI einen Teil der Erlöse aus US-Staatsanleihen in Gold gesteckt hat. Woher das Metall stammt, bleibt Gegenstand von Spekulationen. Die Außenhandelsdaten der Schweiz belegen, dass Indien in den vergangenen Monaten wieder erhebliche Goldmengen von eidgenössischen Raffinerien bezogen hat (125 Tonnen Gold im August nach Asien abgewandert). Bei diesen Importen handelt es sich aber per Definition der Eidgenössischen Zollverwaltung aber nicht um Währungsgold. Das schließt aber nicht aus, dass die RBI das Gold von indischen Importeure erworben hat.

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Eingetragen von am 24. Sep. 2018. gespeichert unter Gold, Indien, Marktdaten, News, US-Dollar, USA, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

4 Kommentare für “Indische Zentralbank: US-Anleihen in Gold umgetauscht”

  1. Da haben sie nichts falsch gemacht!!!!

    • Nein, überhaupt nichts !
      Die haben sogar ihte Hausaufgaben gemacht – nach 30 Jahren !

      Die indische Zentralbank hat – wie vor 30 Jahren angekündigt – im Januar 1988 die Prophezeihung des „Economist “ ernst genommen, wonach im Jahr 2018 eine neue Weltwährung („Phoenix“ ***) den US-Dollar als Welt-Leitwährung ersetzen wird: die Zahl „10“ auf der Münze (Bild siehe hier; der US-Dollar in Flammen) wird von (glaubhaften und immer treffsicheren…) Analysten (und Verschwörungstheoretikern “ als Zeitpunkt dieses Ereignisses genannt:
      1. der Monat Oktober
      2. der 10. November (nach den US-Halbzeitwahlen).

      Weitere Notenbanken, die sich zielgerichtet auf dieses Ereignis vorbereitet haben:
      1. die chinesische Zentralbank PBOC
      2. Rußlands Zentralbank

      ***)
      Der Phönix, auch Feuervogel genannt, ist ein mythologisches Fabelwesen, ein Vogel, der verbrennt und imstande ist, aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie Phönix aus der Asche …“ und steht für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint.

      Wer jetzt noch US-Dollar-Scheine besitzt: ab zur Bank, in Euro und anschließend in Gold umtauschen!

      • Hochinteressanter @Boa

        Apropos Zahlenmystik: Ein hochinteressanter Vortrag (VIDEO) von Sahra Wagenknecht zum Jubiläum „10 (!) Jahre Finanzkrise“. Das kann kein Zufall sein!

        https://finanzmarktwelt.de/finanzkrise-sahra-wagenknecht-mit-hochinteressantem-vortrag-video-102705/

        Sahra, darf ich mir anmaßen, Dich zu korrigieren, äh, zu ergänzen? Es wurden in der Finanzkrise sogar 50 Billionen Dollar geschreddert (Quelle: Die Asian Development Bank) und in den USA kamen glatte 10 (schon wieder!) Millionen Häuser „unter den Hammer“ (Quelle: Weiß ich jetzt grade nicht mehr).

        Ebenso hochinteressant, Boa: Wusstest Du, dass die „10“ das Paradigma der Schöpfung darstellt?
        https://www.ewigeweisheit.de/geheimwissen/numerologie/zahlenmystik/die-zehn-10
        Also, ich ahnte es nicht mal!

        • Wortgewandter @Thanatos

          Der „Economist“ überraschte also schon vor 30 Jahren (3*10 !) mit tiefgründiger Symbolik auf seiner Frontseite.

          Der „goldene Oktober“ (der 10te Monat !) ist der lang angekündigte „CTRL+ALT+DEL im Finanzsystem.

          Nach dem „Sarah-Video“ rufe ich spontan: „Sarah for Bundeskanzlerin “, denn nach der Berliner Aufführung des Trauerspieles „Notizen aus dem Irrenhaus“ brauchen wir auch einen Neuanfang der Laien-Spielgruppe unserer Politik-Darsteller.

          Zur Erinnerung: „Die Zahl 10 [im Zentrum der Phoenix-Münze] ist die Zahl der Veränderungen und der Wendepunkte im Leben. Allgemeine Bedeutungen der 10 sind: Wandel, Umbruch, das Auf und Ab im Leben, Neubeginn,…“

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