Dienstag,03.März 2026
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Euro-Goldmünzen: Finanzministerium rechtfertigt neuen Ausgabeaufschlag

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Erstmals vom höheren Ausgabeaufschlag betroffen: 20-Euro-Goldmünze "Buche" (Foto: BMF /VfS)

Die deutschen Euro-Goldmünzen werden künftig mit einem deutlich höheren Ausgabeaufschlag ausgegeben. Das Finanzministerium hat nun eine zusätzliche Erklärung zu der kürzlich bekanntgegebenen Maßnahme veröffentlicht.

In der aktuellen Ausgabe des eigenen Münzsammler-Journals prägefrisch.de hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) eine ausführlichere Begründung veröffentlicht, warum man den Ausgabeaufschlag für Euro-Goldmünzen in diesem Jahr von 25 auf 50 Euro anhebt. Betroffen sind die künftigen Ausgaben der 20-Euro-Goldmünze „Deutscher Wald“ sowie die deutschen 100-Euro-Goldmünzen. Anbei der Text in vollem Wortlaut:

„In der letzten Ausgabe von prägefrisch.de haben wir an dieser Stelle über eine Anhebung des Zuschlags für die deutschen Goldmünzen von 25 auf 50 Euro informiert. Auf vielfachen Wunsch geben wir hierzu nähere Erläuterungen, um die verkürzte Begründung in der Ausgabe 1/2011 zu ergänzen.

Die Produktion einer Goldmünze nimmt ungefähr ein halbes Jahr in Anspruch, das heißt, das Gold muss mehrere Monate vor der Ausgabe der Münze beschafft werden. Das BMF erwirbt das Gold zu Marktpreisen von der Deutschen Bundesbank, die dieses nicht unter Marktpreis veräußern darf, da sie ansonsten die Währungsreserven schmälern würde. Der Goldpreis kann sich zwischen dem Tag des Ankaufs und der Ausgabe der Münze mitunter deutlich ändern – und zwar grundsätzlich fallen oder steigen.

Inzwischen ist der Goldpreis auf einem derart hohen Niveau, dass nicht mehr eine ständige Steigerung – wie in der Vergangenheit – unterstellt werden kann, sondern auch die Möglichkeit eines Preisverfalls einzukalkulieren ist. Dieses Risiko muss das BMF durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften gegen eine entsprechende Vergütung des Sicherungsgebers absichern. Natürlich bestand das Risiko des Preisverfalls bereits in der Vergangenheit, aber aufgrund des niedrigeren Goldpreises war die Verlustgefahr für den Bundeshaushalt deutlich geringer. Unter Abwägung der Sicherungskosten wurde das bislang eher unwahrscheinliche Risiko in Kauf genommen. Dieses Vorgehen konnte aufgrund der geschilderten Sachlage für 2011 nicht mehr fortgesetzt werden.

Zudem hat der Ausgabeaufschlag sämtliche Kosten des Herstellungsprozesses der Münze zu decken – dazu gehören auch die Sach- und Personalkosten der beteiligten Behörden, die seit 2002 gestiegen sind. Jeder Münzsammler wird bei sich selbst feststellen können, wie sich seine Einkünfte und seine Energiekosten in den letzten Jahren verändert haben.

Der Ausgabeaufschlag wurde für beide Goldmünzen um 25 Euro angehoben, da der Bund durch die limitierte Auflage der Kleinen Goldmünze von 200.000 Stück zugunsten des erheblichen Wertsteigerungspotenzials der Münze auf entsprechende Einnahmen aus einer höheren Auflage verzichtet hat.“

Erstmals betroffen von dem erhöhten Ausgabeaufschlag sind:

20-Euro-Goldmünze „Buche“ aus der Serie „Deutscher Wald“ (erscheint am 23. Juni)

100-Euro-Goldmünze „Wartburg“ (erscheint am 4. Oktober)

Für Anleger sind diese Münzen aufgrund des höheren Ausgabepreises nicht mehr interessant, da man klassische Anlage-Goldmünzen (Krügerrand, Maple Leaf) jetzt näher am reinen Goldwert kaufen kann, als die Euro-Goldmünzen.

Goldreporter

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Wall Street Journal: Deutschland knickt bei Griechenland-Hilfe ein

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© Franjo - Fotolia.com
Griechenland darf (noch) nicht untergehen (Foto: Fotolia)

Wie das Wall Street Journal berichtet, will sich die Bundesregierung nun doch auf eine Fortsetzung der Griechenland-Hilfe ohne Beteiligung privater Gläubiger einlassen.

Griechenland ist endgültig pleite, wenn das Land bis Mitte Juli kein neues Rettungsgeld erhält. Regierung und Opposition des Landes konnten sich zuletzt nicht auf eine gemeinsame Linie in Sachen Sparpaket einigen. Nun wartet man gespannt darauf, wie die Financiers von EU, Europäischer Zentralbank und IWF über die Vergabe weiterer Hilfsgelder aus dem Rettungsprogramm entscheiden werden.

Wie das Wall Street Journal am Dienstagmorgen berichtet, wurde nun eine wesentliche Hürde für weitere Griechenlandhilfen genommen. Angeblich will die deutsche Bundesregierung  auf ihre Forderung verzichten, private Gläubiger an der Griechenland-Rettung finanziell zu beteiligen.

Nach wiederholten, anders lautender Bekundungen von deutscher Seite wird also wieder nichts aus einer Bankenbeteiligung in Sachen Finanz-und Schuldenkrise. Heiter weiter auf dem Weg des geringstmöglichen Widerstandes scheint das Motto zu lauten.

Der Euro quittierte die „frohe Botschaft“ mit einem Sprung über die Marke von 1,44 Dollar.

Goldreporter

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US-Notenbank-Mitglied Hoenig: „Das ist keine freie Marktwirtschaft mehr“

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Dollar-Regen per Quantitative Easing - Fed-Mitglied Thomas Hoenig ist dagegen (Foto: Fotolia)

Thomas Hoenig ist bekannter Kritiker im eigenen Haus. Der Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City erklärt in einem CNBC-Interview, welche Schritte er selbst  in Sachen US-Geldpolitik jetzt einleiten würde.

Der Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City äußert sich seit geraumer Zeit kritisch über die Geldpolitik in den USA. Er war Gegner der „Quantitativen Lockerung“ (Aufkauf von US-Staatsanleihen durch die Fed) und vertritt als nicht-stimmberechtigtes Mitglied der Fed in vielen Punkten eine andere Meinung als die Mehrheit der Vertreter im Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank. Hoenig: „Die Preise werden aufgrund der lockeren Geldpolitik systematisch steigen.“

In einem aktuellen Interview mit dem TV-Sender CNBC (Video unten) erklärte er, welche Maßnahmen er nun einleiten würde, wenn er das Ruder in der Hand hielte.

Zinsen rauf
„Ich würde die Welt zu nächst wissen lassen, dass wir die Richtung wechseln. Man sollte die Menschen nicht überraschen. Dann würde ich die Spracheregelung „highly accomodative for an extended period“ aufgeben [Deutsch: ultralockere Geldpolitik für einen ausgedehnten Zeitraum]. Dann würde ich den Leitzins so schnell wie es das wirtschaftliche Umfeld ermöglicht Richtung 1 Prozent anheben. Und dann würde ich erst einmal abwarten, wie sich die Wirtschaft entwickelt“, erklärt Hoenig.

Abhängig davon, wie sich die Dinge entwickelten, müsse man die Geldpolitik dann weiter Schritt für Schritt weiter normalisieren. Er hält es für besonders wichtig, dass ein Eingreifen der Fed nicht zur Gewohnheit werde.

Schlechte Gewohnheit
„Die Geldpolitik kann nicht jedermanns Probleme lösen. Je früher die Wirtschaft und jene die in ihr involviert sind das erkennen, desto mehr wird man den Blick auf andere Mittel werfen. Zum Beispiel wie wir unsere Produzenten fördern können und wie wir mit unserer Staatsverschuldung umgehen“, meint er. Man müsse aus den Erfahrungen der Vergangenheit  lernen. Eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik werde die Preise systematisch steigen lassen.

Es dürfe nicht sein, dass die Menschen bei anhaltender wirtschaftlicher Erholung,  in der die Zinsen eigentlich angehoben werden müssten, zur Fed schauten und man erwarte, dass diese die Zinsen niedrig hält. „Dann monetarisiert man die Schulden. Daraus ergibt sich ein sehr schädlicher Langzeit-Effekt“, so Hoenig.

Marktwirtschaft adé
Auf die Frage, wie er die Bankenrettung im Zuge der Finanzkrise heute beurteile, sagte Hoenig:  „Was wir getan haben ist kein Kapitalismus und keine freie Marktwirtschaft, wir bewegen uns immer stärker davon weg“. Die größten Banken seien heute 20 Prozent größer, als vor der Krise. Die Eigenkapitalvorschriften sind niedriger als davor. Die Banken würden erst vom Staat gerettet, bevor man sie auflöst. Das habe mit Kapitalismus nichts zu tun.

http://www.youtube.com/watch?v=iYYkUfAMs3Y

Goldreporter

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Inder könnten in diesem Jahr bis zu 4.000 Tonnen Silber kaufen

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Auch indische Investoren lernen das Silber zunehmend schätzen (Foto: Goldreporter)

Laut den Angaben der Bombay Bullion Association steigt die Silbernachfrage in Indien derzeit stark an. Immer mehr Menschen sehen das Edelmetall als günstige Alternative zu Gold an.

Per April wurden in Indien 600 Tonnen Silber verkauft. Im Gesamtjahr 2010 waren es 2.800 Tonnen. Das meldet die Bombay Bullion Association (BBA).

„Der Goldpreis ist zu hoch, also kaufen die Leute mehr Silber, da es günstiger ist und die Preissteigerung höher war“, so BBA-President Prithviraj Saremal Kothari gegenüber dem malaysischen Nachrichtendienst Bernama.

„Wenn der Monsun gut verläuft, dann wird die Silbernachfrage in diesem Jahr leicht auf 3.500 bis 4.000 Tonnen steigen“, glaubt er. Dieses Volumen entspräche immerhin fast 20 Prozent der jährlichen, weltweiten Silberminen-Produktion.

Laut BBA wird 75 Prozent des Silbers von der indischen Landbevölkerung gekauft, so dass die Ernteerträge maßgeblichen Einfluss auf die Edelmetall-Nachfrage haben.

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China besitzt 4,1 Billionen Dollar, davon nur 1 Prozent in Gold

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10-Kilo-Goldmünze aus China (Foto: Goldreporter)
10-Kilo-Goldmünze aus China (Foto: Goldreporter)

Laut aktuellen Angaben der chinesischen Zentralbank verfügt China über ausländisches Finanzvermögen und sonstige Reserven im Gegenwert von 4,126 Billionen US-Dollar. Gold ist weiterhin nur mit einem kleinen Prozentanteil vertreten.

Die chinesische State Administration of Foreign Exchange (SAFE), eine Agentur der chinesischen Zentralbank, hat am Montag neue Zahlen zu den Auslandsaktiva des Landes bekanntgegeben.

Demnach verfügt China über ausländisches Finanzvermögen im Gegenwert von 4,126 Billionen US-Dollar, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl beinhaltet den SAFE-Angaben zufolge Währungsreserven im Umfang von 2,914 Billionen US-Dollar, Aktienbesitz, direkte Firmenbeteiligungen und Gold.

Die Goldreserven werden mit einem Wert von 48,1 Milliarden US-Dollar angegeben. Sie liegen laut SAFE wertmäßig 30 Prozent über Vorjahr. Der Gold-Anteil an den gesamten Auslandsaktiva Chinas beträgt damit lediglich 1,1 Prozent.

Unklar ist, zu welchem Kurs das Gold bewertet wurde. Die offiziellen Goldbestände Chinas belaufen sich laut den aktuellen Zahlen des World Gold Council auf 1.054,10 Tonnen. An diesen offiziellen Zahlen hat sich auch seit mehr als einem Jahr nichts verändert (China will kein Gold kaufen: Glaube einer diesen Chinesen!).

Entsprächen diese Angaben dem vom SAFE genannten Reserven, dann stünden das chinesische Gold aktuell mit 1.419 Dollar pro Feinunze in den Büchern.

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Ehemaliger EZB-Chefvolkswirt Issing rechnet mit Euro-Austritten

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Aufspaltung des Euro: Eines der am heißesten diskutierten Themen im Rahmen der aktuellen Krise (Foto: Fotolia)

Der deutsche Volkswirt Otmar Issing äußerte sich diese Woche kritisch zur Stabilitätspolitik in Europa.

„Als ich für die EZB arbeitete, litt ich jedes Mal, wenn ein Land nicht die Kriterien erfüllte“, sagte Otmar Issing, Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank diese Woche während einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Er äußerte scharfe Kritik an den Regierungen der Problemländer. „Griechenland hat betrogen, um rein zukommen und es ist schwierig, wie man mit Betrügern umgehen sollte“, so Issing.

Griechenland habe vor dem Euro-Beitritt vorgegeben ein Staatsdefizit von weniger als 1 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes zu besitzen. In Wirklichkeit habe es nie unter den in den Maastricht-Kriterien geforderten 3 Prozent gelegen.

Zudem warnt Ökonom davor, dass Griechenland seine Schulden nicht wird vollständig zurückzahlen können, da das Land jetzt mit der Insolvenz kämpfe.

Issing kritisiert aber auch die Europäische Zentralbank und Vertreter der EU. Die Krise sei nicht unvermeidbar gewesen. „Es hätte bessere Kontrolle und Prüfung sowie mehr Sanktionen geben müssen“, meint er. Deutschland und Frankreich hätten dazu beigetragen, die Regeln aufzuweichen, da sie diese selbst gebrochen hätten.

Dennoch glaubt Issing, dass der Euro überleben wird, er wette jedoch nicht darauf, dass alle 17 Länder in der Währungsunion verbleiben werden. Ob er mit einem Austritt von Kern- oder Randländern rechnet, ging aus seinen Äußerungen nicht hervor.

Als ehemaliger Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (1998 bis 2006) war Otmar Issing maßgeblich am Entwurf der geldpolitischen Strategie in Europa beteiligt.

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Gold wieder im Aufwind

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Die moderate Kurskonsolidierung Anfang Mai hat Gold nicht geschadet. Auch kurzfristig sendet die Charttechnik nun wieder positive Signale für einen steigenden Goldpreis.

Mit Kursen um 1.475 Dollar erreichte der Goldpreis Anfang Mai sein kurzfristiges Zwischentief. Die Entwicklung im Anschluss an diese mit nur rund 6 Prozent recht moderate Kurskonsolidierung war sehr volatil. Der zweite Rücksetzer Mitte Mai erfolgte nur noch in den Bereich von 1.485 Dollar. Zuletzt ging es mit Gold wieder kontinuierlich bergauf.

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deuba-Indikation)

 

Am Freitagvormittag kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.525 Dollar (1.070 Euro). Der Widerstand bei 1.517 Dollar wurde in den vergangenen Tagen nachhaltig gebrochen und dient nun als Unterstützung. Zwischen den aktuellen Kursen und dem Allzeithoch bei 1.562 Dollar (Deutsche-Bank-Indikation) liegen keine schweren Barrieren mehr.

Der Aufwärtstrend seit Ende Januar ist weiterhin intakt. 50- und 200-Tage-Linie liegen mit 1.483 Dollar und 1.382 Dollar weit vom aktuellen Kursniveau entfernt.

Fazit: Aus charttechnischer Sicht gute Aussichten für weiter steigende Kurse. Das Allzeithoch von Ende April könnte bald zur Disposition stehen.

Goldreporter

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Wie sollen wir die Griechen retten? (Video)

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Urlaub, Ölivenöl, Ferienhaus: Wenn die Deutschen mehr griechische Produkte kaufen, dann wird Griechenland gesunden. Ist doch so, oder? Ein TV-Beitrag des ARD-Magazins quer untersucht diesen Zusammenhang auf gewohnt satirische Weise.

http://www.youtube.com/watch?v=ELWyK6ZY6Uk

Goldreporter

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Prognose 2012: „QE3 kommt und Ben Bernanke wird gefeuert“

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Die amerikanische Notenbank Fed hat seit Ende 2008 bereits Staatsanleihen im Umfang von mindestens 2 Billionen US-Dollar gekauft.

Ein Autor des Finanzblogs The Daily Capitalist erwartet, dass die Fed bis zum Ende der US-Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr noch einmal die Geldschleusen öffnet.

Was wird im Zuge der Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr in Sachen US-Geldpolitik passieren? Jeff Harding, Autor des amerikanischen Finanzblogs The Daily Capitalist gab in dieser Woche seine Meinung dazu bekannt.

„Ich glaube das die Hauptmotivation hinter der Quantitativen Lockerung [Quantitative Easing, kurz: QE = Aufkauf von Staatsanleihen] die Arbeitslosigkeit ist, nicht die Inflation“, so Harding.

Eine straffere Geldpolitik, in Form der kompletten Einstellung von QE, werde zu höherer Arbeitslosigkeit führen. „Ich glaube nicht, dass das für die Fed und Regierung politisch akzeptabel sein wird. Ich denke, man wird eine neue Runde des Quantitative Easing (QE3) aufsetzen, weil die Politiker von der Fed erwarten, `etwas zu tun´“, erklärt Harding.

Der Autor geht davon aus, dass die Verantwortlichen hohe Inflationsraten für einen sehr viel längeren Zeitraum in Kauf nehmen werden, trotz der zunehmenden Warnungen von Kritikern in den eigenen Reihen.

„Ich denke, der neue Geld-Stimulus wird noch vor dem Beginn der Kampagne zu den Präsidentschaftswahlen (Januar 2012) erfolgen und sich fortsetzen bis der Gewinner feststeht. Ich glaube, dass Dr. Bernanke danach gefeuert wird“, prognostiziert Harding in seinem Artikel.

Goldreporter

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Euro kann kurzfristig auf 1,38 Dollar fallen

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Der Euro-Dollar-Kurs befindet sich im Abwärtstrend. Technisch und fundamental sieht es nach weiter sinkenden Notierungen aus. Der Goldpreis in Euro profitiert.

Der Goldpreis in Euro markierte zuletzt mehrfach neue Allzeithochs. Deutlich an diesem Umstand beteiligt war der rückläufige Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar. Er führt dazu, dass Goldmünzen und Goldbarren hierzulande tendenziell teurer werden. Am Mittwoch wurde der Euro zu Kursen um 1,40 Dollar gehandelt. Seit seinem Zwischenhoch im vergangenen April verlor der Euro gegenüber dem Greenback somit fast 6 Prozent.

In Sachen Euro-Schuldenkrise bleiben weiterhin viele Fragen offen. Vor allem: Erhält Griechenland weitere EU-Milliarden aus dem Rettungstopf oder kommt nun der Schuldenschnitt? Klar ist mittlerweile, dass es für die EU-Steuerzahler keinen billigen Ausweg aus dem Krisen-Dilemma gibt.

Euro-US-Dollar-Kurs, 6 Monate

 

Nun richtet sich auch die charttechnische Situation gegen die Europäische Gemeinschaftswährung, was Spekulanten zum Anlass nehmen dürften, um den Euro-Dollar-Kurs weiter in den Keller zu schicken.

Der Euro ging zuletzt klar in einen Abwärtstrend über. Zieht man den steigenden (bärischen) Keil zur Analyse des möglichen weiteren Kursverlaufs heran (violett), dann muss man von einem Konsolidierungspotenzial bis zunächst auf Kurse um 1,38 Dollar ausgehen. Vom aktuellen Niveau aus entspräche dies einem Rückgang um weitere 1,5 Prozent.

Goldreporter

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Russland kauft erneut 12 Tonnen Gold

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Russland kauft regelmäßig Gold, eine nachahmenswerte Anlagestrategie (Foto: Goldreporter)

Die Zentralbank der Russischen Föderation hat ihre Goldreserven im April um weitere 1,5 Prozent erhöht.

Russland kauft weiter systematisch Gold, um die Exportüberschüsse des Landes anzulegen und sich gegen Währungsturbulenzen abzusichern.

Wie aus den Angaben der russischen Zentralbank hervorgeht, hat man im April erneut 400.000 Unzen Gold (12,44 Tonnen) Gold erworben. Von Januar bis März hatte Russland bereits 22,5 Tonnen Gold gekauft.

Die gesamten Goldreserven der Russischen Föderation umfassen damit offiziellen Angaben zufolge 26,5 Millionen Unzen. Das entspricht 824,15 Tonnen. Im April wuchsen die Goldbestände damit um weitere 1,5 Prozent.

Goldreporter

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7 Gründe, warum die Schuldenländer kein Gold verkaufen werden

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Goldbarren 400 Unzen Bundesbank
Nationale Goldreserven: Verlässlicher Bürge beim Neustart einer Währung.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Schuldenkrise wird immer wieder vorgeschlagen, angeschlagene Länder sollten ihre Goldreserven verkaufen, um Verbindlichkeiten abzubauen. Goldreporter nennt 7 Gründe, warum das nicht passieren wird.

Geht man von den aktuellen Zahlen des World Gold Councils aus, dann verfügen viele überschuldete Staaten dies- und jenseits des Atlantiks über beträchtliche Goldreserven. Hier einige Beispiele:

Ist es nicht so, dass das angehäufte Gold für Notfälle gedacht ist? Und ist es nicht sinnvoll, dieses Gold jetzt zu verkaufen, wo doch viele Staaten kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen?

Wir nennen Ihnen 7 Gründe, warum Schuldenländer ihre nationalen Goldreserven nicht zur Schuldentilgung verkaufen werden:

  1. Die Erlöse aus den Goldreserven wären lediglich „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Beispiel: Die USA besitzen ein offizielles Gold-Vermögen von 392 Mrd. US-Dollar. Das sind lediglich 2,8 Prozent der offiziellen Gesamtverschuldung von rund 14 Billionen Dollar.
  2. Große Teile der offiziellen Goldreserven sind gar nicht verfügbar, weil sie verliehen oder als möglicherweise generell nur uneinbringbare „Forderungen“ sind.
  3. Ein Verkauf von Goldreserven eines Landes der Euro-Zone würde die Bestände höchst wahrscheinlich außerhalb des Zugriffs der Europäischen Zentralbank und des IWF bringen. Wahrscheinlich wird es nach China oder Indien gelangen. Die hiesigen Finanz-Institutionen benötigen das Gold aber dringend zu „Transfergeschäften“, insbesondere als kurzfristige Verkaufsmasse zur Kontrolle des Goldpreises. Sie werden den Verkauf nicht zulassen.
  4. Die Regierungen können über die eigenen Goldreserven in der Regel ohnehin nicht selbst bestimmen. Obwohl es sich bei dem Gold um Volkseigentum handelt (Wem gehört eigentlich das Zentralbank-Gold?), liegt die Kontrolle der Goldreserven in der Hand der nationalen Zentralbanken und diese gehören seit dem vergangenen Jahr zu Netto-Käufern am Markt.
  5. Die kurzfristige Liquidität würde die langfristigen Schuldenprobleme nicht lösen (Schulden steigen trotzdem weiter), das Tafelsilber (Tafelgold?) wäre aber für alle Zeiten verloren.
  6. „Es ist, als wenn man sein Haus verkaufen würde, um die Schulden abzuzahlen. Man kann es tun, aber wo soll man dann wohnen“, erklärt George Milling-Stanley, Managing Director für Regierungs-Angelegenheiten beim World Gold Council in einem aktuellen Interview mit Kitco News. Anders ausgedrückt: Gold ist die letzte Bastion, wenn die nationale Währung untergeht und es ist das Startkapital für einen Neuanfang. Gold ist ein Bürge, den man besser nicht verkauft.
  7. Die Vereinbarung unter den europäischen Zentralbanken (CBGA III) erlaubt nur begrenzte Goldverkäufe von maximal 400 Tonnen pro Jahr und 2.000 Tonnen innerhalb von fünf Jahren. Das Schuldenproblem ließe sich mit entsprechenden Goldverkäufen in Europa um lediglich 19 Milliarden Euro pro Jahr „lindern“. Siehe dazu Punkt 1.

Fazit: Vergessen Sie alle Vorschläge über Goldverkäufe im Rahmen der aktuellen Schuldenkrise. Sie sind weder realistisch noch sinnvoll.

Goldreporter

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Deutsche Goldnachfrage nähert sich Engpass-Niveau

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Krügerrand-Goldmünzen waren Anfang 2009 im deutschen Edelmetallhandel kaum mehr zu bekommen.

Im ersten Quartal 2011 haben Investoren in Deutschland 37,7 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren gekauft. Nur wenige Tonnen mehr führten zuletzt mehrfach zu Engpässen bei der Gold-Versorgung.

Laut aktueller Daten des World Gold Council wurden in Deutschland im ersten Quartal 2011 netto 37,7 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren verkauft. Nur in China (93,5 Tonnen; inkl. Hongkong und Taiwan) und Indien (85,6 Tonnen) erwarben die Menschen mehr Anlagegold.

Wie ist die deutsche Verkaufsmenge einzuordnen?

Gegenüber dem 1. Quartal 2010 (18,6 Tonnen) stieg die Nachfrage nach Anlagegold um 102 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal (25 Tonnen) war es ein Plus von 50 Prozent.

In Deutschland kam es innerhalb der vergangenen drei Jahre zweimal zu bedeutenden Engpässen bei der Versorgung mit Anlageprodukten aus Gold und Silber. Das war zwischen Ende 2008 und dem Frühjahr 2009 (Lehmann-Pleite) sowie im zweiten Quartal 2010 (1. Griechenland-Krise).

Die bislang verkaufsstärksten Quartale in Deutschland :
(Nettoverkäufe von Goldmünzen und Goldbarren)

  • 4. Quartal 2008: 71,0 Tonnen
  • 1. Quartal 2009: 59,0 Tonnen
  • 2. Quartal 2010: 44,4 Tonnen
  • 1. Quartal 2011: 37,7 Tonnen
  • 4. Quartal 2010: 34,6 Tonnen

Grundsätzlich kann man feststellen, dass es mit der Goldversorgung in Deutschland zuletzt ab einer Quartals-Nachfrage von 40 Tonnen kritisch wurde. Konzentrierte Nachfragespitzen verschärfen die Situation regelmäßig.

Das Problem: Die Produzenten von Goldanlageprodukten (Barren- und Münzhersteller) richten ihre Produktionsanlagen nicht an Umsatzspitzen aus und können auf eine Nachfragexplosion nicht beliebig mit einer Produktionsausweitung reagieren.

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Zuletzt war die hohe Nachfrage auf einen längeren Zeitraum verteilt, so dass das Angebot im Edelmetall-Handel ausreichend war. Die nächste Staatspleite kommt jedoch bestimmt. Deshalb dürfte es kein Fehler sein, jetzt noch ein wenig Gold und Silber zu kaufen, bevor der Run auf Edelmetalle möglicherweise erneut beginnt.

Goldreporter

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„China will Goldreserven bis 2020 auf 10.000 Tonnen erhöhen“

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China Panda Goldmünze

Der Börseninformationsdienst Wealth Daily bezeichnet China als „Das neue Fort Knox“ und nennt konkrete Zahlen, wie viel Gold das Land bis zum Ende des Jahrzehnts kaufen werde.

Über den Gold-Hunger Chinas wurde in den vergangenen Jahren viel geschrieben. Konkrete Angaben über die tatsächliche Nachfrage des Landes gelangen aber nur tröpfchenweise an die Öffentlichkeit.  Zuletzt meldete der World Gold Council, China habe im ersten Quartal 2011 Platz 1 in der Rangliste der weltweitgrößten Gold-Konsumenten erobert. Man rechnet damit, dass China seinen Goldkonsum bis zum Jahr 2020 verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurde der chinesische Goldkonsum mit insgesamt 579,5 Tonnen beziffert.

In einem aktuellen Artikel des US-Börseninformationsdienstes Wealth Daily stellt Autor Luke Burgess nun eine verwegene  Behauptung auf. China wolle seine Goldreserven bis zum Ende des Jahrzehnts um 849 Prozent auf 10.000 Tonnen ausbauen, heißt es in einem aktuellen Bericht auf der Internetseite.

Mit dieser Goldmenge würde China – nach offizieller Zählart – auch zum größten Goldbesitzer unter den Zentralbanken aufsteigen. Wealth Daily bezeichnet China deshalb bereits als „Das neue Fort Knox“. Offiziellen Angaben zufolge besitzt China derzeit Goldreserven  im Umfang von 1.054,1 Tonnen.

Dass China Gold kauft, um die gigantischen Währungsreserven zu diversifizieren, sich von der Dollar-Umklammerung und den damit verbundenen Inflationsrisiken zu befreien, ist kein Geheimnis. Funktionäre im Umfeld der chinesischen Regierung haben aber immer wieder betont, dass China nicht plötzlich als großer Goldkäufer am Markt auftreten könne. Der Grund: Der Preiseffekt der Nachfrage würde den Goldpreis in kürzester Zeit explodieren lassen. China baut sein Engagement im Goldmarkt deshalb auch über Firmenbeteiligungen im Rohstoffsektor aus.

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Goldpreis in Euro steigt auf neues Allzeithoch

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Ein schwacher Euro-Dollar-Kurs verteuert Gold hierzulande (Foto: Goldreporter)

Die Euro-Schulden-Krise spitzt sich zu, die Europäische Gemeinschaftswährung wertet gegenüber Gold und zahlreichen anderen Währungen ab.

Der Goldpreis wurde im Londoner Fixing am Montagmorgen auf 1.508,50 Dollar festgelegt. Das entsprach einem Kurs von 1.077,81 Euro. Der Euro-Goldpreis hat damit ein neues Allzeithoch erreicht. Zuletzt war die Feinunze Gold mit 1.075,37 Euro am 29. Dezember 2010 ähnlich teuer.

Der Euro tendierte aber nicht nur gegenüber Gold und dem US-Dollar deutlich schwächer.  Die Europäische Gemeinschaftswährung erreichte am Morgen gegenüber dem Schweizer Franken ein neues Allzeittief (siehe 10-Jahres-Chart unten).

Wechselkurs Euro zum Franken, 10 Jahre
Wechselkurs Euro / Franken, 10 Jahre

Die Diskussionen über eine mögliche Umschuldung Griechenlands, die generellen finanziellen Folgen der Euro-Schulden-Krise für die Gemeinschaftswährung und die beteiligten Länder sowie spanische Massenproteste und die historische Schlappe der Regierung Zapatero bei den Regional- und Kommunalwahlen am Wochenende tragen zur aktuellen Euro-Schwäche bei. Die Rating-Agentur S&P droht außerdem mit einer Herabstufung der Bonitätsnote Italiens.

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Australiens Gold-Produktion im ersten Quartal rückläufig

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Goldmine: Je tiefer man bohrt, desto teurer und riskanter wird die Goldsuche (Foto: Fotolia.com)

Trotz des hohen Goldpreises förderten australische Bergbau-Unternehmen von Januar bis März 2011 7 Prozent weniger Gold als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Goldförderung in Australien ging im ersten Quartal 2011 um 7 Prozent zurück.

Nach 70 Tonnen im gleichen Vorjahresquartal produzierten die Bergbauunternehmen des Landes von Januar bis Ende März trotz des gestiegenen Goldpreises nur 65 Tonnen. Das berichtet das Branchen-Sprachrohr Surbiton Associates Pty Ltd.

Das Unternehmen führt die geringere Fördermenge auch auf die negativen Effekte der Zyklon-Saison zurück, die sowohl im Osten als auch im Westen Australien den Rohstoffabbau behinderte.  Der im vergangenen Quartal noch größte australische Goldförderer Newport Mining brachte 40.000 Unzen weniger zu Tage, weil eine Mine in Westaustralien geringere Ausbeute erbrachte als erwartet.

Eigentlich führt ein höherer Goldpreis in der Regel zu einem größeren Goldangebot, weil ältere Minen dann oft wieder rentabel arbeiten oder es sich generell lohnt, schwerer zugängliche Abbaugebiete zu explorieren.  Ende März 2011 lag der Goldpreis immerhin um 28 Prozent höher als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt.

Die historische Förderspitze wurde im vierten Quartal 1997 erreicht, mit einer Ausbeute von knapp 85 Tonnen Gold. Seither sind die Fördermengen rückläufig.

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Wird ein möglicher Volksaufstand in Spanien vertuscht? (Video)

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Augenzeugen berichten über zunehmende Bürgerproteste in spanischen Städten. Verschweigen die europäischen Medien mit Absicht einen möglichen Volksaufstand in Spanien?

In der spanischen Bevölkerung beginnt sich erheblicher Unmut gegen die Zustände im eigenen Land zu regen. Bei einer Arbeitslosenquote von mehr als 20 Prozent und 40 Prozent Jugend-Arbeitslosigkeit ist die Frustration in Spanien groß. Wie das folgende YouTube-Video zeigt, gehen die Spanier derzeit vielerorts in großen Scharen auf die Straße, um gegen die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Land zu protestieren. Die Medien scheinen dieses fast an einen Volksaufstand erinnernde Aufbegehren aber mit Absicht zu verschweigen. Brisant: Im Umfeld von Wahlen sind Demonstrationen in Spanien verboten. Am Sonntag finden im Land Regional- und Kommunalwahlen statt. Auch die Washington Post berichtet im Rahmen eines Videobeitrag.

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Weitere Informationen

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Silberpreis: Bodenbildung in Arbeit

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Der Silberpreis hat sich in den vergangenen Handelstagen etwas stabilisiert. Wie stehen nun die Chancen auf eine deutlichere Kurserholung?

Mit Kursen um 35,40 Dollar (24,70 Euro) am Freitagvormittag hat sich der Silberpreis zuletzt unter Schwankungen wieder etwas von dem starken Kursrutsch seit Anfang Mai erholt.

Das vorläufige Tief der Silberpreis-Korrektur wurde bei 33,63 Dollar erreicht. Diese Marke sowie die Unterstützung bei 34,30 Dollar – von hier aus startete die letzte große Silber-Rally – sichern den Kurs derzeit nach unten ab. Eine kurzfristige Rückkehr in diese Region ist nicht nur wahrscheinlich, sie könnte auch dazu beitragen die Bodenbildung endgültig abzuschließen und einen Trendwechsel einzuläuten.

Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate (Klick auf Grafik für aktuellen Kursverlauf)

 

Der Silberchart bewegt sich in der 6-Monate-Betrachtung wieder von unten auf die 50-Tage-Linie zu  und er verläuft komfortabel oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts.

Vorerst darf man weiter von einer volatilen Seitwärtsbewegung  bei Silber ausgehen. Ein nachhaltiger Anstieg über 36,23 Dollar auf Tagesschlussbasis könnte die Chartsituation sogar schnell deutlich aufhellen.

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Weltweite Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren steigt um 52 Prozent

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Im ersten Quartal 2011 wurden netto 366,4 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren nachgefragt.

Aktuelle Zahlen des World Gold Council zum ersten Quartal 2011 dokumentieren eine weltweit anhaltend große Nachfrage nach physischem Gold.

Private Investoren kaufen weiter reichlich Gold in Form von Barren und Münzen. Im ersten Quartal 2011 wurden weltweit 981,3 Tonnen nachgefragt. Gegenüber 881 Tonnen im gleichen Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung um 11 Prozent. Das geht aus aktuellen Daten des World Gold Councils (WGC) hervor.

Der Verkauf von Anlagegold trug mit einem Plus von 52 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode besonders stark zum Nachfragewachstum bei.

Größter Nachfragemotor ist nach wie vor China. Angeblich stieg  die chinesische Schmucknachfrage im ersten Quartal  um 21 Prozent.  Der WGC rechnet mit einer Verdoppelung des chinesischen Goldkonsums bis zum Jahr 2020.

Investmentnachfrage – und Schmucknachfrage werde über das Jahr hinweg fest bleiben, so die Einschätzung des Councils. Bereits in den vergangenen drei Monaten ging auf diese Segmente das größte Nachfragevolumen zurück.

Die wichtigsten Nachfrage-Bereiche (1. Quartal 2011):

  • Schmuck: 556,9 Tonnen (+6,8 Prozent)
  • Investment: 310,5 Tonnen (+26 Prozent)
  • Barren und Münzen: 366,4 Tonnen (+52 Prozent)
  • Industrienachfrage:  113,8 Tonnen (unverändert)

Um 56 Tonnen gefallen sind dagegen Investments in Exchange Traded Funds (ETFs). Laut WGC-Angaben betrugen die per Ende März in ETFs gemeldeten Goldbestände insgesamt rund 2.100 Tonnen.

Das Goldangebot im 1. Quartal sank um 4 Prozent auf 872,2 Tonnen. Die Notenbanken verkauften netto kein Gold und auch das Altgold-Angebot war rückläufig.

Goldreporter

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Euro-Krise: Die Wahrheit kommt langsam ans Licht

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Durchgesickert: Zahlreiche Euro-Wahrheiten sind nicht mehr zu verleugnen (Foto: Fotolia).

Plasberg, Illner, Maischberger: Nie wurde so offen über die Probleme der Euro- und Schuldenkrise diskutiert wie in diesen Tagen. Und so langsam sickern Wahrheiten durch, die die meisten Politiker und Ökonomen vor einem Jahr noch vehement bestritten. Doch immer noch fehlt der letzte große Schritt der Bekenntnis.

Wenn man die zahlreichen TV-Talkshows verfolgt hat, die zum Thema Euro-Schuldenkrise nun wieder im täglichen Rhythmus über den Bildschirm flimmern, dann muss man eines feststellen: Es herrscht mittlerweile weitgehend Konsens darüber, dass …

  • Griechenland seine Schulden nicht wird zurück zahlen können.
  • der Euro eine vor allem politisch gewünschte Währung ist, aber eine ökonomische Fehlkonstruktion.
  • Deutschland seinerzeit klare Zugeständnisse gegenüber den anderen Ländern machte (Aufgabe der D-Mark, „Europäische Integration“), um die Wiedervereinigung durchzusetzen.

Die Diskussion in den Medien wird mittlerweile so offen geführt, dass kaum mehr eingefleischte Euro-Protagonisten in den Sendungen zu finden sind. Gestritten wird vor allem noch darüber,

  • was der Euro-Ausstieg Griechenlands kosten würde.
  • ob nicht besser Deutschland die Euro-Zone verlassen sollte.
  • ob die Aufspaltung in einen Nord- und Süd-Euro sinnvoll wäre.
  • wie man die Gläubiger/Banken an einem Schuldenschnitt beteiligen kann und welche Folgen das hätte.
  • ob es sich hier um eine Euro-Krise oder eine Schulden-Krise handelt.

Man kann die Sache ganz einfach zusammenfassen. Wir haben es hier kurzfristig zu tun mit:

  1. einer Euro-Krise, denn wirtschaftlich zu sehr unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften wurden in einen gemeinsamen Währungsraum gepresst.
  2. einer Schuldenkrise, denn es gibt seit der Aufgabe des Gold-Devisen-Standards 1971 keine natürliche Begrenzung der Geldmenge und der öffentlichen Verschuldung mehr.

Wem nützt das Ganze?

Vor allem denjenigen, die das Monopol zur Geldschöpfung besitzen: die Notenbanken und die mit ihnen verhafteten großen Privatbanken.

Warum?

Je mehr Länder ein und dieselbe Währung verwenden, die ich selbst kreieren kann, desto größer ist meine Macht. Deswegen wurden und wird der Euro-Raum auch kontinuierlich erweitert. Die verborgene Strategie des Banken-Establishments: Die Regierungen werden zum Schuldenmachen animiert und mit Geld überschwemmt (Aufkauf von Staatsanleihen).

Das Ergebnis für die Schuldner:

  • Die Schulden-Staaten werden ihrer politischen Selbstbestimmung beraubt. Denn die Regierungen unterliegen klar einem fremden Diktat (dem Diktat des Geldes), wenn sie jetzt harte Sparprogramme durchführen und Staatseigentum veräußern müssen!

Das Ergebnis für die Gläubiger:

  • Unsagbarer Reichtum durch grenzenlose Geldschöpfung, Schulden-Initiierung, Förderung von Staatsbankrotten und späterer Tausch realer Werte („Akropolis“) gegen Schuldenerlass/selbstgeschöpftes Geld. Bricht das Geldsystem am Ende zusammen, dann besitzen die Gläubiger die realen Werte.

Klar ist auch, dass die politische Klasse von dem Geldsystem profitiert (z.B. schuldenfinanzierte Wahlgeschenke).

Fazit: Wer das Geld kreiert und Kredite vergibt, der hat die Macht. Dem kann es egal sein, wer die Regierung in dem kontrollierten Währungsgebiet stellt: in Anlehnung an ein überliefertes Zitat des Bankiers Mayer Amschel Rothschild (+1812).

Das Geldschöpfungsmonopol der Banken, das ist der Kern des Problems!

Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf ein MMnews-Interview mit Frank Schäffler, Bundestagsabgeordneter der FDP:

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Weitere Informationen

Wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis sich auch zu dieser Wahrheit eine breite Mehrheit von Politikern und Ökonomen öffentlich bekennt.

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