Montag,02.März 2026
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„Gold und Silber werden niemals mehr als Währung dienen“

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Goldmünzen und Silbermünzen sind beim Professor nicht gefragt (Foto: Evan Luthye - Fotolia)

Dem amerikanische Wirtschaftsprofessor Michael Dooley bereitet die Vorstellung, dass eine Währung jemals wieder durch Gold gedeckt werden könnte offensichtlich massive Bauchschmerzen.

Micheal Dooley ist Wirtschaftsprofessor an der University of California in Santa Cruz (USA). Sprecher, die für eine Wiedereinführung von Gold und Silber als Währung oder zur Deckung derselbenn vorschlagen, entgegnet er in einem aktuellen Artikel des Wirtschaftsdienstes Market Watch wie folgt: „Die spinnen. Gold und Silber werden niemals mehr als Währung oder zur Währungsdeckung dienen“.

Der Professor erklärt seine Auffassung so: „Gold und Silber sind eine Möglichkeit, Vermögen zu bewahren, aber eine, die, anders als Bäume oder andere Formen von Kapital, keine innere Rendite erwirtschaften“.

Er gibt Anlegern folgenden Rat: „Sollte jemals der Tag kommen, an dem nationale Währungen nicht länger verlässlich sind oder als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert werden, dann werden Investoren mit Agrarflächen im Hinterland, Waffen und Konserven besser gestellt sein.“

Unser Kommentar: Gegen den Kauf von Land und haltbaren Lebensmittel ist nicht einmal etwas einzuwenden. Die grundsätzliche Haltung Dooleys darf aber als Paradebeispiel für die Verquickung von Wirtschaftslehre und Geldwirtschaft in den USA dienen.

Schließlich ist der Prof neben seinem Job als Universitätslehrer Partner beim Hedgefonds Cabezon Capital Markets LLC. Und diese Firma verdient keinen Cent, wenn Investoren sich physisches Gold und Silber kaufen. Mit Gold und Silber als Währungs-Stabilisator würde zudem der stete Fluss an billigem Geld versiegen. Und das dürfte kaum im Sinne der profitgeilen Papiergeld-Vermehrer sein.

Goldreporter

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Silberpreis weiter im Rally-Modus: Nächstes Kursziel 45 Dollar

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Die Feinunze Silber kostete am Dienstag erneut mehr als 36 US-Dollar. Die Ende Januar begonnene Silberpreis-Rally ist weiterhin voll intakt. Sie könnte noch einige Wochen anhalten.

Der Silberkurs wurde am Dienstag im Londoner Fixing auf 36,37 US-Dollar (26,11 Euro) festgelegt. Der Preis für die Feinunze lag damit nur wenige Cent hinter dem neuen 31-Jahre-Hoch am Vortag entfernt.

Ende Januar setzte der Silberpreis zu einer imposanten Rally an. Innerhalb von nur 27 Handelstagen stieg der Kurs ausgehend von 26,68 Dollar am 28.01. um fast 10 Dollar oder 36 Prozent.

Die Volatilität beim Silberpreis steigt allerdings. Die Kursschwankungen innerhalb des Tagesverlaufs werden größer. Die folgende Chartdarstellung zeigt aber, dass der Aufwärtstrend bei Silber weiterhin voll intakt ist. Das gilt nicht nur für die langfristige, sondern auch für die kurzfristige Betrachtung.

Silber in US-Dollar, 1 Jahr (RBS-Indikation)

 

An kurzfristigen Widerständen wurde das meiste aus dem Weg geräumt. Der Chart steuert nun auf die obere Begrenzung eines steigenden Dreiecks zu (lila), die die relativen Kursmaxima tangiert, die sich seit Ende November immer wieder bildeten.

Ein Ausbruch aus dieser Formation nach oben (Bereich um 38 Dollar) könnte die Aufwärtsdynamik noch einmal beschleunigen. Die aktuellen Unterstützungsniveaus liegen auf der Höhe von 34,88 Dollar und 33,88 Dollar sowie 32 Dollar.

Der derzeitige Kursverlauf ähnelt der Entwicklung zwischen September 2010 und Januar 2011. In dieser Phase gewann der Silberpreis gut 70 Prozent, bevor die erste größere Konsolidierung einsetzte. Dem aktuellen Trend folgend könnte der Silberpreis somit analog bis auf 45 Dollar steigen, bevor ein größerer Rücksetzer zu erwarten wäre.

Goldreporter

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US-Finanzministerium muss Münzgeld verschlechtern

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Dollar-Münzen: Materialwert teilweise höher als das Nominal (Foto: Goldreporter)

Die Papiergeld-Entwertung lässt deutliche Spuren bei der realen Geldproduktion. Die Materialkosten für Umlaufmünzen übersteigen den Nominalwert.

Deutliche Zeichen des zunehmenden Verfalls deckungslosen Papiergeldes. Die amerikanische Münzprägeanstalt US Mint hat am Montag eine Pressemitteilung veröffentlicht, wonach sie auf der Suche nach neuen, günstigeren Materialien als Ersatz für das gegenwärtige Münzmetall ist. Die US Mint produziert die amerikanischen Umlaufmünzen im Auftrag des US-Finanzministeriums.

Es handelt sich dabei kurioser Weise um einen öffentlichen Aufruf. Die US Mint nehme Vorschläge entgegen, die bei der Suche und der Bewertung potenzieller neuer Materialien zur Verwendung bei der Münzherstellung dienlich sind, heißt es. Es geht um die Erneuerung aller US-Umlaufmünzen.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem kürzlich beschlossenen „Coin Modernization, Oversight, and Continuity Act of 2010“ (deutsch: „Münz-Modernisierungs, -Neubewertungs und Fortführungs-Verordnung“).

Hintergrund: Derzeit liegen die Herstellungskosten für „Penny“ (1 Cent-Stück) und „Nickel“ (5 Cent-Stück) bereits über dem Nominalwert.

Der Penny besteht zu 97,5 Prozent aus Zink und zu 2,5 Prozent aus Kupfer. Der Nickel ist aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Nickel gefertigt.

Es ist zu erwarten, dass die kontinuierlich steigenden Rohstoffpreise auch die Produktionskosten der anderen Umlaufmünzen früher oder später über ihren Nominalwert heben werden.

Interessanter Weise gab es erst vor einigen Tagen ähnliche Nachrichten von der deutschen Bundesbank, die Münzversorgung in Deutschland an private Firmen abtreten will.

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„Die Welt hat die Bedeutung von Gold wiederentdeckt“

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AngloGold Ashanti betreibt Minen die über 4.000 Meter in die Tiefe reichen (Foto: Anglo Gold Ashanti)

Für den Chef des südafrikanischen Goldproduzenten AngloGold Ashanti ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Goldpreis die Marke von 1.500 US-Dollar erreicht. Und das habe fundamentale Gründe.

In einem aktuellen Reuters-Interview gibt der Chef des drittgrößten Gold-Produzenten einen optimistischen Ausblick für die weitere Goldpreis-Entwicklung. Mark Cutifani vom südafrikanischen Bergbau-Riesen AngloGold Ashanti sieht den Kurs des Edelmetalls bald über dem Niveau von 1.500 US-Dollar. Das sei nur eine Frage der Zeit.

„Die Welt hat die Bedeutung des Goldes wiederentdeckt. Gold wird langsam zu Preisen gehandelt, die eher an den fundamentalen Gegebenheiten entsprechen“, so Cutifani.

Mark Cutifani, AngloGold Ashanti

Und weiter: „Die Kosten liegen über 1.000 Dollar pro Unze und die strukturelle Teuerung beträgt mehr als 10 Prozent pro Jahr, aufgrund der steigenden Abbautiefe, der sich verschlechternden Mineralisierung und wegen anderer physikalischer Faktoren.“

AngloGold Ashanti betreibt in Südafrika die weltweit tiefsten Gold-Abbaugebiete und plant, diese weiter auszubauen (Goldreporter berichtete). Cutifani sieht in den extremen Tiefenbohrungen eine lange und aussichtsreiche Zukunft.

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Russland förderte im Januar 12 Prozent mehr Gold

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Der Industrieverband GIU rechnet aufgrund des hohen Goldpreises mit einem Comeback der russischen Goldproduktion für das Gesamtjahr 2011.

Aus Australien kamen zuletzt Nachrichten über eine höhere Goldförderung. Nun meldet auch die russische Fördervereinigung Gold Industrialists‘ Union (GIU) steigende Produktionsmengen.

Demnach holten russische Bergbau-Unternehmen im Januar 7,53 Tonnen Gold aus der Erde. Das waren 12,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat.

Die GIU erwartet in diesem Jahr eine Rückkehr zu Produktionsmengen von bis zu 207 Tonnen Gold. Im vergangenen Jahr war der russische Gold-Output um 1,4 Prozent auf 201,3 Tonnen gefallen. Russland ist der weltweit fünftgrößte Goldproduzent.

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Foto-Spaß am Rosenmontag: Wer ist hier am Drücker?

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Manchmal stößt man in der realen Welt auf skurrile Dinge, deren Sinn sich dem Betrachter nicht auf Anhieb erschließt. Wir haben für Sie ein Objekt fotografiert und wollen wissen, worum es sich handeln könnte. Vielleicht haben Sie eine Idee, wer hier am Schaltpult sitzt. Nutzen Sie die Kommentar-Funktion. Kreative Lösungsvorschläge sind natürlich herzlich willkommen.

Was könnte das sein? Ihr Kommentar bitte! (Foto: Goldreporter)

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Terminmarkt: US-Banken verkaufen weniger Gold aber deutlich mehr Silber

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Anfang März wurde am Terminmarkt 11 Prozent mehr Gold gehandelt als im Vormonat. US-Banken bauten an der COMEX aber weiter Short-Positionen ab. Ganz anders sieht es bei Silber aus.

US-Banken haben ihre auf Gold lautenden Short-Positionen an der Warenterminbörse COMEX Anfang März erneut reduziert. Mit insgesamt 92.596 Futures-Kontrakten verkauften die Institute 4,1 Prozent weniger Gold auf Termin, als zum gleichen Zeitpunkt Anfang Februar. Das geht aus dem aktuellen Bank Participation Report der US-Warenterminmarkt-Aufsicht CFTC hervor.

 

Der Open Interest, also die Summe aller an der COMEX gehaltenen Gold-Futures, stieg dagegen um 11 Prozent auf 515.784 Kontrakte.

Im Gegensatz zum Goldmarkt, bauten die US-Banken bei Silber ihre Terminverkäufe Anfang März wieder deutlich aus. Von 19.706 Kontrakten im Vormonat, auf nun 25.586 Kontrakte. Ein Plus von satten 29,8 Prozent. Der Silberpreis blieb davon allerdings völlig unbeeindruckt. Er stieg im gleichen Zeitraum um 21 Prozent.

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Japaner rechnen mit noch höheren Goldpreisen

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Japan war zuletzt fünf Jahre in Folge Netto-Exporteur von Gold (Foto: Jürgen Priewe - Fotolia)

Der Goldpreis hat in Japan auf ein neues 28-Jahres-Hoch erreicht. Normalerweise nutzen die Menschen dort solche Preisniveaus, um Gold in großem Stil zu verkaufen.

Gold wird in Japan vor allem zu Spekulationszwecken gekauft. Um sich für das Alter finanziell abzusichern, sind nach wie vor Staatsanleihen des eigenen Landes erste Wahl. Ein hoher Goldpreis veranlasst die Japaner  in der Regel zu Verkäufen. Mit Goldpreisen im Einzelhandel von mehr als 4.000 Yen pro Gramm (5 Prozent Steuern inklusive) kostete Gold in Japan so viel wie seit 28 Jahren nicht mehr.

Dennoch erleben die Goldhändler in Tokio und Osaka keine Verkaufswelle. Im Gegenteil. Ein Sprecher des größten japanischen Goldhandelshauses Tanaka Kikinzoku Kogyo erklärte gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters, dass sich ausländische Investoren auf Gold stürzten und selbst Japaner verstärkt Anlagegold nachfragten.

„Ungefähr 70 bis 80 Prozent der Kunden bringen ihr Gold zu uns, um zu verkaufen. Aber zuletzt waren die Verkäufe von Goldmünzen zu Investment-Zwecken rege“, so der Sprecher. Japanische Konsumenten setzen somit auf weiter steigende Goldpreise in diesem Jahr.

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Bundesbank schafft sich Münzgeld vom Hals

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Ab Mai wird das Münzegeld privat gerollt, verpackt und abkassiert (Foto: Marc Dietrich - Fotolia)

Ab dem kommenden Mai wird das kleine Euro-Münzgeld in Deutschland durch private Firmen sortiert, gerollt und ausgeliefert. Und das führt zu höheren Kosten.

Im Mai sollen sich in Deutschland  private Firmen mit den kleinen Euro-Münzen herumschlagen, sie sortieren, rollen und an den Einzelhandel liefern. Das geht aus einem Bericht der Welt am Sonntag hervor.

Die Münzverteilung über private Firmen wird Zusatzkosten für den Einzelhandel aufwerfen. Man geht davon aus, dass der finanzielle Mehraufwand auf die Preise umgeschlagen wird.

Unser Kommentar: Die Deutsche Bundesbank schafft sich das Kleingeld vom Hals. Sie hat schließlich bereits genug mit der Verteilung von „Scheingeld“-Milliarden zu tun. Und: Wir sehen eine ganz besondere  Art von Inflation. Jetzt steigen die Preise sogar durch Münzgeldverteuerung.

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Goldpreis: 1.500 Dollar im Visier

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Zum Wochenausklang zeigte der Goldpreis noch einmal enorme Stärke. Der Aufwärtstrend ist weiter voll intakt, die letzten Barrieren vor dem nächsten möglichen Kurssprung stehen nun an.

Der Goldpreis hat am vergangenen Mittwoch mit Kursen oberhalb von 1.435 Dollar neue Allzeithochs erreicht. Nach einem Rücksetzer am Folgetag und einer Kurschwäche am Freitagnachmittag – der Chart kam noch einmal an die untere Begrenzung des steigenden 4-Wochentrends zurück – stieg der Kurs des Edelmetalls zum Wochenausklang in Richtung seiner alten Höchstmarken.

 

Gold in US-Dollar, 3 Monate (Deuba-Indikation)

Damit nun der endgültige Ausbruch in Richtung 1.500 Dollar erfolgen kann, müssen die letzten Widerstände bei 1.435 Dollar und im Bereich von 1.440 Dollar auf Tagesschlussbasis geknackt werden.

Alte Barrieren wurden zu neuen Unterstützungen, allen voran die Niveaus von 1.415 und 1.410 Dollar. Hier ist der Goldpreis aktuell nach unten abgesichert.

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Europa kann sich keine höheren Zinsen leisten (Video)

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Kommentar von Stefan Riße zur aktuellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und zu den Erwartungen einer möglichen Leitzinserhöhung im kommenden Monat.

http://www.youtube.com/watch?v=aMNyXzGX4Tw

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USA: Utah entscheidet über Wiedereinführung von Gold- und Silbergeld

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Das Parlament des US-Bundesstaates Utah stimmt über die Wiedereinführung von Goldmünzen und Silbermünzen als offizielles Zahlungsmittel ab.

Die Abgeordneten des State House in Utah entscheiden über die Remonetarisierung von Gold und Silber in ihrem Bundesstaat.

Dem Parlament liegt im Rahmen des so genannten „Sound Money Act“ ein Gesetzesentwurf vor  (Kennzeichen H.B. 317), der die Wiedereinführung von Gold- und Silbermünzen der US-Regierung auch praktisch als gesetzliches Zahlungsmittel vorsieht. Das geltende Papiergeld-System will man damit nicht abschaffen, Gold und Silber sollen aber als Alternative zugelassen werden, um zum Beispiel Steuern im Bundesstaat begleichen zu können oder eben Rechnungen im Einzelhandel.

Zudem sieht das geplante Gesetz die Aufhebung der Kapitalsteuer für Gold und Silber vor und die Einrichtung eines Komitees zur Untersuchung alternativer Währungen.

An der Gesetzesinitiative maßgeblich beteiligt ist der Anwalt und Tea-Party-Anhänger Larry Hilton.

„Es gibt genügend Unbehagen im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise, so dass die Menschen einen Plan B, eine Art Back-up-System, für eine gute Idee halten“, erklärt Hilton gegenüber der lokalen Presse. Ähnliche Vorlagen solle es in 11 weiteren US-Bundesstaaten geben.

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Europäische Anleiherenditen auf Rekordniveau – na und?

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Die Renditen für Staatsanleihen vieler EU-Randländer stehen auf Rekord-Niveau. Es scheint niemanden mehr zu stören.

Die Anleiherenditen vieler Euro-Staaten sind zuletzt wieder auf Rekord-Niveau gestiegen. Die Griechen müssen 10-jährige Bonds am Markt wieder mit mehr als 12 Prozent verzinsen. Bei Irland sind es mehr als 9 Prozent und auch die 7,5 Prozent für zehnjährige Portugal-Schuldverschreibungen sind kein Pappenstil.

Quelle: Bloomberg / Goldreporter-Newsletter

 

Zu beunruhigen scheint das niemanden. Der Euro steigt, aufgrund erwarteter Zinserhöhungen. Dass immer offener über einen Schuldenschnitt in PIGS-Ländern diskutiert wird, interessiert die Märkte schon lange nicht mehr.  So hält nun auch der ehemalige IWF-Ökonom (und Schach-Großmeister!) Kenneth Rogoff eine Umschuldung der Verbindlichkeiten Griechenlands, Portugals und Irlands für unvermeidlich.

Wir zitieren auszugsweise aus dem aktuellen taz-Artikel „Dreifacher Staatsbankrott„: „Eine offizielle Umschuldung, wie sie Rogoff für einige Euro-Staaten kommen sieht, sei in jedem Fall ein `Schock´. Denn nicht nur Banken verlören Geld, sondern auch Bürger, die Staatsanleihen besäßen. Weitere Folgen: teurere Kredite, weniger Investitionen, weniger Jobs.“ […] „Er halte es für falsch, wenn, wie in der Finanzkrise geschehen, der Staat die Schulden bankrotter Privatinvestoren und Banken übernehme und garantiere. Denn das Ende sehe immer so aus: Irgendwann sei der Staat selbst pleite.“

Immer wieder interessant, zu welchen Erkenntnissen Notenbanker kommen, wenn Sie sich nicht mehr im Amt befinden.

Fazit: Das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf. Früher oder später werden alle Schulden neu verhandelt. Und dann wird von jedem Euro und jedem Dollar ein schönes Stückchen abgeschnitten. Wohl dem, der dann reale Werte sein Eigen nennt.

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Mengenbeschränkung: Absatz von Eagle Silbermünzen im Februar halbiert

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American Silver Eagle, 1 Unze

Die Verkäufe von American Eagle Silbermünzen sind im Februar stark zurückgegangen. Dennoch liegt die US Mint mit ihren Silber-Verkäufen über dem Durchschnitt von 2010.

Die US Mint hätte deutlich mehr Silbermünzen verkaufen können. Immerhin setzte die amerikanische Prägeanstalt in den vergangenen zwei Wochen mehr American Silber Eagles ab, als im Jahresdurchschnitt 2010. 1.509.500 American Silver Eagles zu je einer Unze wurden in den Kalender Wochen 7 und 8 insgesamt ausgeliefert. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Absatzmenge der American Silver Eagles 2.888.541 Unzen pro Monat.

Gegenüber dem Rekordmonat Januar blieben die Februar-Sales mit 3.240.000 Unzen allerdings um 50 Prozent zurück. Der Januar 2011 war mit 6.422.000 Silber-Unzen der umsatzstärkste Monat in der Geschichte der US Mint.

Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit von Münzrohlingen musste die US Mint die Produktion von American Eagle Silbermünzen in der Prägequalität „Uncirculated“ vorläufig ganz einstellen (Goldreporter berichtete).

Im laufenden Jahr wurden bislang 9.633.000 Silber Eagles abgesetzt. Das entspricht einer Menge von rund 300 Tonnen Silber.

Auch die Nachfrage nach Goldmünzen bleibt groß. Nach Verkäufen von 28.000 und 31.500 Goldunzen in den beiden Wochen Anfang Februar, verließen zuletzt 37.000 Unzen Gold den Hof der  US Mint. Die Gesamtverkaufsmenge im Februar betrug 92.500 Gold-Unzen (200.500 Goldmünzen). Vormonat: 133.500 Gold-Unzen; 153.500 Goldmünzen. Seit Jahresanfang wurden 232.000 Unzen Gold in Form von Goldmünzen an den Mann gebracht.

Quelle: US Mint

Goldreporter

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Schweizer Politiker wollen Zentralbank-Gold nach Hause holen

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Wo die internationalen Goldreserven lagern, weiß niemand so genau (Foto: kk-artworks - Fotolia.com)

Drei Nationalräte der Schweizer Volkspartei planen eine Volksinitiative, die die Schweizer Nationalbank zur Aufbewahrung ihrer Goldreserven im Inland zwingen soll.

Die Schweizer Nationalrats-Mitglieder Ulrich Schlüer, Luzi Stamm und Lukas Reimann von der Schweizer Volkspartei planen laut Tagesanzeiger eine Volksinitiative in Sachen Gold.

Ziel ihres Begehrens ist ein Gesetz, das der Schweizer Nationalbank vorschreiben soll, ihre Goldreserven ausschließlich innerhalb der eigenen Landesgrenzen aufzubewahren.

Die Initiatoren fürchten, dass sich das Schweizer Gold im Umfeld internationaler Wirtschaftsturbulenzen und hoher Kreditforderungen an Problemländer irgendwann in Luft auflösen könnte.

Große Teile der internationalen Goldreserven sind in Finanz-Zentren wie New York und London gelagert. Auch die deutschen Goldreserven sollen sich mehrheitlich in Tresoren in den Vereinigten Staaten befinden.

Genaue Informationen über die Aufbewahrungsorte von Zentralbank-Gold werden von den Notenbankern gegenüber der Öffentlichkeit traditionell verheimlicht. Diese (Des-)-Informationspolitik ist es auch, die Kritikern immer wieder Grund dazu gibt, die offiziellen Zahlen zu den Goldreserven der einzelnen Länder anzuzweifeln.

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Geht uns das Silber aus?

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Silber, immer begehrter und immer teurer (Foto: Goldreporter)

Die weltweite Silbernachfrage ist riesig und das Angebot wird immer knapper. Der zuletzt stark gestiegene Silberpreis ist auch Ausdruck der angespannten Lage auf dem Silbermarkt.

Die amerikanische Münzprägeanstalt US Mint erklärt auf ihrer Internetseite, dass man nicht genügend Silberrohlinge besitze, um die Nachfrage nach American-Eagle-Silbermünzen zu befriedigen. Aus diesem Grund wurde die Ausgabe von Silber-Eagles in der Prägequalität „Uncirculated“ vorläufig ausgesetzt.

Münzversorgung eingeschränkt
King World News berichtete zuletzt von einem Silberengpass bei der Royal Canadian Mint. Die Produzenten der Maple-Leaf-Münzen können die Nachfrage nach Silbermünzen angeblich nicht mehr in vollem Umfang bedienen. Man spricht von strikter Zuteilung von Ware.

Zunächst einmal sind dies Anzeichen dafür, dass die Verfügbarkeit bestimmter Investment-Produkte bereits eingeschränkt ist. Eine tatsächliche Knappheit des physischen Materials wurde von großen Verarbeitern, wie etwa dem Hersteller Heraeus, zuletzt immer wieder bestritten.

Rasanter Preisanstieg
Dennoch ist klar, dass sich große Adressen massiv Silber nachfragen. Dies findet deutlichen Ausdruck im Anstieg des Silberpreises seit Jahresbeginn. Mit fast 35 Dollar pro Feinunze (ca. 25 Euro) lebte der Preis des weißen Metall in den ersten Monaten bereits wieder 14 Prozent zu. Im vergangenen Jahr stieg der Silberpreis um knackige 80 Prozent.

Der größte Silber-ETF (Exchange Traded Fund) iShares Silver Trust kaufte seit Anfang Februar – offiziellen Angaben zufolge – 394 Tonnen Silber ein, um damit die Anteilsscheine des Fonds zu hinterlegen. Aktueller Stand: 10.764,52 Tonnen.

Nachfrage-Sprung in China
Eric Sprott, CEO von Sprott Asset Management berichtet in einem aktuellen Interview mit Business News Network über den Silber-Hunger Chinas.

„China exportierte in der Vergangenheit bis zu 100 Millionen Unzen Silber. Zuletzt importierte das Land dagegen 112 Milionen Unzen. Und das in einem Markt, der jährlich nur 800 Millionen Unzen hergibt. Wir haben alleine in China einen Nachfragezuwachs von 20 Prozent erlebt. Wo das Silber herkommt, weiß ich nicht“, erklärt Eric Sprott.

Große Mengen schwer zu bekommen
Seine Firma brachte im vergangenen Jahr einen mit physischem Metall hinterlegten Silber-Fonds (Sprott Physical Silver Trust) auf den Markt. Laut Aussagen von Eric Sprott benötigte man 10 Wochen, um 15 Millionen Unzen Silber zu beschaffen. „Dabei wird an der Warenterminbörse COMEX täglich Silber im Volumen von 400 Millionen Unzen gehandelt. Aber 15 Millionen Unzen Silber aufzutreiben, war sehr sehr schwierig“, so Sprott.

Terminmarkt
Auch die Akteure auf dem Warenterminmarkt haben zuletzt deutlich zur angespannten Lage auf dem Silbermarkt beitragen. Nach wie vor herrscht an der COMEX in New York Backwardation. Dass heißt, der Preis für eine Silberlieferung in Zukunft ist niedriger als der Preis für die sofortige Lieferung.

Die großen US-Banken, allen voran JP Morgan, haben in den vergangenen Monaten einen ganz erheblichen Teil ihrer Short-Positionen an der COMEX abgebaut. Dazu müssen sie Kaufverträge eingehen. Und auch dieser Umstand hat deutlichen Einfluss auf die Silbernachfrage und unmittelbar auf den Silberpreis.

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Warren Buffett: „Papiergeld hat eine lausige Zukunft“

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Die lebende Investment-Legende äußerte sich in einer aktuellen CNBC-Sendung ungewöhnlich deutlich über die Folgen des hohen US-Staatsdefizits und der lockeren Geldpolitik.

Buffet ist besorgt über die Inflationsgefahren, die von der anhaltend lockeren Geld-Politik ausgehen. Das US-Staatsdefizit von10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sei eine hohe Bürde, erklärte er in einem aktuellen Interview in der CNBC-Sendung Squawk Box.

Die Regierung verspreche, dass man die Schuldenlast mit Erträgen aus künftigem Wirtschaftswachstum verringere. Seiner Meinung nach gäbe es drei Wege, die Probleme zu lösen. „Man bricht die Versprechen oder modifiziert sie, erhöht die Steuern deutlich oder inflationiert sich den Weg aus der Sache heraus“, so Buffett.

Inflation sei dabei die ultimative Steuer. „Eine Steuer von der die Leute nicht wissen, dass sie besteuert werden. Eine Steuer für Leute, die an Papiergeld und an ihre Regierung glauben“.

Und weiter: „So sollten Regierungen eigentlich nicht handeln, aber so tun sie es nun einmal. Sie trauen sich nicht, andere Maßnahmen zu ergreifen und somit wird dies zu einer automatischen Option“.

Warren Buffett ist der Meinung, dass wir uns auf dem Weg zu ganz erheblicher Inflation befinden, so lange bis Veränderungen eingeleitet würden.

Er stellt Vergleiche an zu einem Sprung aus einem 50-stöckigen Gebäude. „Während der ersten 45 Stockwerke verändert sich nicht viel, aber dann schlägt man auf dem Boden auf. Und dann gibt es keinen Weg mehr, die Defizite zu stemmen, die wir derzeit erleben“, so Buffett.

Und er stellt fest: „Papiergeld hat eine lausige Zukunft. Ich kann Ihnen garantieren, wenn etwas nicht als Investment erfolgreich sein wird, dann ist es Cash“.

 

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China hat bereits 200 Tonnen Gold gekauft

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Den Angaben der Schweizer Großbank UBS zufolge tätigten die Chinesen in den ersten beiden Monaten des Jahres bereits Goldkäufe, die einem Drittel der chinesischen Gesamtjahres-Nachfrage 2010 entsprachen.

Die Chinesen kaufen weiter große Mengen an Gold. Wie ein Sprecher der Schweizer Großbank UBS gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg erklärte, umfasste die chinesische Goldnachfrage in den ersten beiden Monaten des Jahres bereits 200 Tonnen.

Im vergangenen Jahr hatten Chinesen laut den Angaben des World Gold Council 579,5 Tonnen Gold konsumiert. Bis dato hat China damit bereits zwei Drittel der Goldmenge aus dem Jahr 2010 nachgefragt.

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Ägypten stoppt Goldexporte

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Die Totenmaske des Tutanchamun ist im Ägyptischen Museum in Kairo zu sehen (Foto: Justin-Hall, Fotolia.com)

Das nordafrikanische Land verbietet vorläufig die Ausfuhr von Gold, um „den Reichtum des Landes zu bewahren“.

Wie Reuters in Berufung auf die Nachrichtenagentur MENA berichtet, hat Ägypten bis auf Weiteres alle Goldexporte untersagt. In der Meldung heißt es, man habe die Maßnahme getroffen,  um „angesichts der außergewöhnlichen Umstände, die das Land durchlebt, den Reichtum des Landes zu bewahren bis sich die Situation stabilisiert“.

Das Exportverbot soll vom neu eingesetzten Handelsminister Samir el-Sayyad initiiert worden sein, vorerst bis zum 30. Juni 2011 gelten und angeblich verhindern, dass Geschäftsleute und frühere Offizielle der ägyptischen Regierung illegal erworbenes Vermögen ins Ausland schaffen.

Wie der Sprecher einer ägyptischen Minengesellschaft gegenüber Reuters mutmaßt, sind Goldproduzenten nicht von der Ausfuhrbeschränkung betroffen. Aus der Agentur-Meldung geht diese Ausnahme nicht hervor.

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Royal Mint verdoppelt Münzenabsatz im Januar

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Goldmünze Sovereign, 1 Pfund (Foto: Goldreporter)

Im Januar verkaufte die britische Prägeanstalt 63.000 Unzen an Silbermünzen und Goldmünzen. Die Manager erwarten eine anhaltend starke Nachfrage für 2011.

Die britische Münzprägeanstalt Royal Mint hat Verkaufszahlen für Januar bekanntgegeben. Mit insgesamt 63.000 Unzen in Form von Goldmünzen und Silbermünzen verdoppelte der Münzproduzent seine Verkäufe gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat.

Der Zuwachs wurde auch durch die Ausgabe diverser Gedenkmünzen anlässlich der Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London gefördert.

Vertriebsleiter Jonathan Cockcroft erwartet, dass Anleger in diesem Jahr weiter kräftig Goldmünzen und Silbermünzen kaufen. „Mit der weltweit großen Nachfrage nach Gold und Silber sind die Edelmetallprodukte der Royal Mint zunehmend gefragt“, so Cockroft laut Reuters.

Zu den meistverkauften Münzen des Produzenten gehören die Anlagemünzen Britannia (Gold- und Silbermünze) sowie der Sovereign (Gold).

Im vergangenen Jahr verkaufte die Royal Mint Goldmünzen im Umfang von 110.287 Unzen. Gegenüber 2009 waren das rund 7 Prozent weniger. Im Vergleich zu 2008 stieg die Absatzmenge dagegen um 238 Prozent.

2010 wurden 368.991 Silberunzen verkauft und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahr aber doppelt so viele wie 2008.

Zum Vergleich: Die Verkäufe der US Mint (American Silver Eagle) stiegen im Januar um 79 Prozent auf 6,42 Millionen Unzen.

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