Montag,02.März 2026
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Gold und Silber sind „alternativlos“

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Gold und Silber, ein guter Plan! (Foto: Orlando Florin Rosu - Fotolia)

Sicherheitsorientierte Anleger sollten weiterhin ihren eigenen Plan verfolgen. Die Politik hat keinen, der uns dient.

Japan kämpft weiter gegen den Atom-GAU, in Libyen entwickelt sich ein internationaler Kriegsschauplatz und das europäische Schuldenproblem ist weiter ungelöst. Da kann man als Anleger „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“.

Die Anzahl der globalen Krisenherde nimmt kontinuierlich zu und das erhöht ganz nebenbei auch die Ausgaben der beteiligten Staaten. Immer neue kritische Ereignisse liefern den Politikern ständig neue Argumente für eine Missachtung der Haushalts-Disziplin. Schuldenbremse? „Versprochen, gebrochen!“

Das führt zu Handlungen seitens Politik und Geldpolitik, die den Geldwert weiter empfindlich dezimieren (Inflation) und am Ende zum unvermeidlichen Kapitalschnitt führen (Währungsreform). Volksenteignung „mit Augenmaß“!

Darum ist ein langfristiger Plan zum Schutz des eigenen Vermögens so wichtig. Physisches Gold und Silber zu kaufen, ist bedeutender Bestandteil dieser Strategie. Edelmetalle sind „alternativlos“, um es noch einmal im Jargon unserer Kanzlerin zu sagen, völlig unabhängig von der kurzfristigen Kursentwicklung an den Märkten.

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Goldfund: 50.000 Kilo unter dem Meer

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Das Rote Meer: Ein empfindliches Ökosystem (Foto: Richard Carey - Fotolia)

Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften hat bei einer Forschungsfahrt erhebliche Goldvorkommen im Boden des Roten Meeres entdeckt. Der Abbau wird unmöglich sein.

50 Tonnen Gold mit einem aktuellen Gegenwert von 1,6 Milliarden Euro werden im erzhaltigen Boden des Roten Meeres vermutet. Zu dieser Einschätzung kommt das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel.

Mit dem Forschungsschiff Poseidon waren die Wissenschaftler im Winter 2011 auf dem Gewässer zwischen Saudi-Arabien und dem Sudan unterwegs. In der „Atlantis II Tief“ genannten Region hat man in etwa zwei Kilometern Tiefe Erzschlamm entdeckt, der pro Tonne angeblich ein halbes Gramm Gold enthält.

Der Abbau dieser Goldvorkommen – auch andere Bodenschätze wie Silber, Kupfer und Zink  sind vorhanden – dürfte aber alleine aus ökologischen Gründen unmöglich sein.

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Euro/Dollar-Kurs trifft auf wichtige Widerstände

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Der US-Dollar gehört derzeit zu den großen Verlierern am Devisenmarkt, davon profitiert auch der Euro. Die Luft für einen weiteren Anstieg des Euro/Dollar-Kurses wird aus charttechnischer Sicht aber dünner.

Der Euro befindet sich gegenüber dem US-Dollar weiter im Aufwärtstrend. Seit Jahresbeginn hat die Europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback um 9 Prozent aufgewertet. Um den entsprechenden Prozentsatz verschlechterte sich – singulär betrachtet – der Goldpreis in Euro.

Der Euro/Dollar-Kurs steuert nun auf die wichtigen Zwischenhochs von Oktober und November letzten Jahres zu. Daraus ergeben sich bedeutende charttechnische Widerstände bei 1,4073 Dollar und 1,421 Dollar. Letztgenannte Zahl markiert gleichzeitig das 12-Monats-Hoch.

EUR/USD-Kurs, 1 Jahr (Click auf den Chart für aktuellen Kursverlauf)

 

Der Chart hangelt sich seit einigen Wochen an dem unteren Ende des Aufwärtstrendkanals entlang, dessen Basis der Schlusskurs vom 10. Januar 2011 bildet.

Ausblick: Der Aufwärtstrend des Euro ist noch intakt. Jedoch sind nun Rücksetzer an den genannten Widerstandsmarken zu erwarten. Dies könnte gleichzeitig zum Bruch des Zwei-Monats-Trends führen. In diesem Fall kann der Euro/Dollar-Kurs kurzfristig erneut auf zunächst 1,399 Dollar und im weiteren Verlauf auf 1,3825 Dollar zurückfallen. Der Goldpreis in Euro würde davon entsprechend profitieren.

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Goldimporte der Türkei sollen um 50 Prozent steigen

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Die Türkei gehört zu den vier größten Gold-Konsumenten der Welt (Foto: Anatoliy Samara - Fotolia.com)

Die BNP Paribas-Tochter TEB erwartet für 2011 ein erneutes Wachstum der türkischen Goldimporte. Interessenten kaufen mehr Gold, weil sie mit weiter steigenden Goldpreisen rechnen.

Bereits im vergangenen Jahr sind die Goldimporte der Türkei um 13 Prozent gestiegen. Dazu beigetragen hat vor allem die bedeutende Schmucknachfrage.

Laut den Angaben des türkischen Finanzinstituts TEB (Türk Ekonomi Bankasi; Tochter der französischen BNP Paribas) wird die Goldnachfrage im Land auch 2011 deutlich anziehen.

„Wir erwarten, dass die Goldimporte auf 60 bis 70 Tonnen steigen werden und die Goldschmuck-Exporte in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent zulegen“, so TEB-Direktor Selami Erten gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.

Im vergangenen Jahr kauften türkische Unternehmen bis zu 49 Tonnen Gold im Ausland. Wie Reuters berichtet, sind die Goldimporte der Türkei Anfang 2011 bereits deutlich angestiegen, da die türkische Zentralbank die Zinsen gesenkt habe und Investoren mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises rechneten.

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Unheimliche Erdbeben-Serie: Ist jetzt Kalifornien dran? (Video)

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In den vergangenen drei Monaten haben sich schwere Erdbeben rund um den so genannten „Ring of Fire“ in fast gespenstischer Regelmäßigkeit ereignet. Der amerikanische Geologe Jim Berkland hatte die Erdbeben-Serie vorhergesagt und rechnet jetzt mit einem großen Beben an der amerikanischen Westküste.

Chile am 2. Januar, Neuseeland am 22. Februar, Japan am 11. März: Die Serie von Erdbeben rund um den so genannten „Ring of Fire“ mutet gespenstisch an. Der amerikanische Geologe Jim Berkland hat bereits im Vorfeld eine Serie von Erdbeben in diesem tektonischen Gefahrengürtel vorhergesagt.

Nun schließt er nicht aus, dass die Westküste der USA schon bald von einer ähnlichen Naturkatastrophe heimgesucht werden könnte. In einem FoxNews-Interview erklärt Berkland, dass großen Erdverschiebungen ein wahrnehmbares Muster vorausgeht. Dazu gehörten Fischsterben und Veränderungen im Magnetfeld der Erde. Experten halten ein großes Erdbeben an der kalifornischen Küste („The Big One“) seit langem für überfällig.

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Größtes kalifornisches Gold-Nugget mit 230 Prozent Aufgeld verkauft

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Das "Washington Goldnugget" wiegt knapp 100 Unzen. (Foto: holabirdamericana.com)

Die Versteigerung des 3,7 Kilogramm schweren „Washington-Nugget“ brachte dem Anbieter 460.000 Dollar ein.

Sechs bis sieben Bieter soll es für das weltgrößte noch existierende kalifornische Gold-Nugget gegeben haben. Der Zuschlag kam bei 460.000 US-Dollar (rund 320.000 Euro). Die Versteigerung (Goldreporter berichtete) hat laut Francisco Chronicle nur zwei Minuten gedauert.

„Wir hatten ihn auf ungefähr 200.000 Dollar geschätzt“, sagt Amy Baker, Manager beim Auktionshaus Holabird-Kagin American gegenüber CNN. Der aktuelle Schmelzwert wurde auf etwa 138.000 Dollar (98.000 Euro) taxiert. Der anonyme Telefon-Käufer zahlte für den 3,7 Kilogramm schweren Gold-Klumpen somit ein „Aufgeld“ von gut 230 Prozent.

Wie kam es zu einem solch hohen Angebot? „Er ist der Letzte seiner Art, von dem wir Kenntnis haben. Es gab in den vergangenen Jahren eine Reihe großer Nuggets, aber die hat man eingeschmolzen“, erklärt Baker.

Nach Angaben der California Natural Resources Agency wurde das größte Gold-Nugget Kaliforniens im Jahr 1854  gefunden. Es wog 88,5 Kilo. Das schwerste Gold-Nugget aller Zeiten stammt dagegen aus Australien. Das „Holtermann Nugget“ fand man 1872. Es hatte ein Gewicht von 214,32 Kilogramm.

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Antike Goldmünze gefunden: Wert über 500 Jahre bewahrt

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Der entdeckte Gold-Dukat (Foto: Kantonsarchäologie, Zug)

Bei Ausgrabungen im Schweizer Städtchen Zug fanden Archäologen eine antike Goldmünze aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist das Zeugnis einer einst stabilen Währung und Beispiel für die Wertbeständigkeit von Gold.

Frage: Vergraben Sie ein Bündel mit Zahlen bedruckter Scheine, genannt Geld, und legen Sie eine beliebige Goldmünze daneben. Was davon wird 500 Jahre später wohl noch einen Wert besitzen?

Ein Gold-Fund in der Schweiz zeigt einmal mehr, wie wertbeständig Gold ist, das über viele Jahrhunderte hinweg zahlreichen Kulturen als wertstabiles Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel diente.

In Schweizer Städtchen Zug entdeckten Mitarbeiter der Kantonsarchäologie bei einer Ausgrabung eine Goldmünze aus dem frühen 16. Jahrhundert. Bei dem Geldstück handelt es sich nach Angaben der Historiker um ein Gold-Dukat, der während der Renaissance im italienischen Bologna geprägt wurde.

Zu dieser Zeit erlebte diese Region eine wirtschaftliche Blüte. Diese Epoche brachte viele wertvolle Errungenschaften aus den Bereichen Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst hervor. Eine stabile Handelswährung bildete die monetäre Grundlage.

Die entdeckte Goldmünze besitzt einen Durchmesser von 2,2 Zentimetern. Das entspricht der Größe eines ¼ American Gold Eagle und mit 3,5 Gramm dem Gewicht von etwa einer 1/10 Unze. Die Reinheit der damaligen Gold-Dukaten wird mit 986 Promille beziffert.

Heutiger reiner Goldwert: rund 110 Euro. Über die damalige Kaufkraft der Goldmünze streiten Historiker. Ein Paar gute Schuhe sollen in jedem Fall drin gewesen sein. Und die würde man auch heute noch für das gleiche Goldstück bekommen. Der gegenwärtige Sammlerwert übersteigt diesen Betrag natürlich um ein Vielfaches.

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Goldpreis: Von Korrektur keine Spur

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Der Goldpreis notierte Mittwochmorgen bei knapp 1.400 Dollar. Der Goldkurs befand sich damit lediglich 2,5 Prozent von seinem Allzeithoch entfernt.

Mit einem Kurs von knapp 1.400 US-Dollar (1.002 Euro) pro Feinunze  notierte der Goldpreis (Spot) am Mittwochmorgen nach dem Japan-Schock lediglich 2,5 Prozent unterhalb dem aktuellen Allzeithoch vom 2. März 2011. Der gestrige Preisrückgang von gut 2 Prozent hatte faktisch keinen Einfluss auf die charttechnische Situation bei Gold.

Denn bereits in der vergangenen Woche verließ der Goldpreis den kurzfristigen Aufwärtstrend, der nach Erreichen des Jahrestiefs bei 1.312 Dollar etabliert wurde. Der gestrige Rücksetzer machte kurz vor der 50-Tage-Line halt, die aktuell bei 1.390 Dollar verläuft.

Die Marke von 1.400 Dollar stellt kurzfristig die wichtigste Kurshürde dar. Mit 1.387 Dollar folgt kurz darauf eine weitere Unterstützung (Zwischenhoch von Oktober 2010 und Januar 2011).

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Die aktuellen Abstände zu Schlüsselmarken (jeweils Deutsche-Bank-Indikation):

Abstand zum …
– Allzeithoch: -2,5 % (1.435 Dollar)
– Jahrestief:  +6,7 %(1.312 Dollar)
– 50-Tage-Linie: +0,7 % (1.390 Dollar)
– 200-Tage-Linie: +6,38 % (1.316 Dollar)

Die wichtigsten Kurswiderstände Richtung Allzeithoch:  $1.409 und $1.425.

Goldreporter

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Marc Faber: QE3 wird kommen und auch QE18 (Video)

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In einem aktuellen CNBC-Interview erklärt Marc Faber, dass die amerikanische Notenbank Fed gar keine andere Wahl habe, als in Form des Quantitative Easing weiter Geld zu drucken.

Der amerikanischen TV-Sender CNBC führte am Dienstag ein Interview mit dem bekannten Schweizer Autor und Investment-Profi Marc Faber. Zunächst einmal äußert sich Faber zu den möglichen Folgen der japanischen Naturkatastrophe auf die Finanzmärkte.

Seiner Ansicht nach waren die Aktien- und Rohstoffmärkte ohnehin reif für eine Korrektur, da sich die Indizes seit März 2009 verdoppelt hätten. Irgendein gewichtiges Ereignis hätte in jedem Fall für solch eine Kursbereinigung gesorgt.

Faber sieht nun höhere Inflationsgefahren für Japan und einen Wendepunkt für den zuletzt starken Yen. Es sei ein schwerer Schlag für das finanzielle bereits angeschlagene Japan.

Im weiteren Gespräch kommt man auf die Geldpolitik der Vereinigten Staaten zu sprechen. Marc Faber geht davon aus, dass die amerikanische Notenbank Fed – möglicherweise nach einer kurzen Pause – noch über einen  langen Zeitraum hinweg US-Staatsanleihen kaufen wird (Amerik. Fachausdruck: Quantitative Easing = QE).

Faber: „Der S&P wird noch 10 oder 15 Prozent fallen. Dann wird QE3 kommen, QE4, QE5, QE6, QE7. Was immer sie möchten. Die Gelddrucker werden weiter Geld drucken, da bin ich mir sicher“

Nach Fabers Auffassung hat Fed-Präsident Ben Bernanke keine Ahnung von der Weltwirtschaft. Aber scheinbar verfolge er den S&P jeden Tag.

Nach einer kurzen Bewertung der Rohstoffmärkte (Öl und Kohle gut, Uran schlecht), kommt er noch einmal zur US-Geldpolitik zurück, als ihn der Moderator auf ein mögliches QE8 anspricht. „Ich habe mich übrigens versprochen. Ich meinte QE18“, so Faber scherzhaft.

Wenn der S&P 500 erst einmal um 20 Prozent gefallen sei, dann werde in der Öffentlichkeit kaum jemand kritisieren, wenn die Fed weiter in Form des Quantitative Easing Geld drucke, so Faber.

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US-Politiker in Montana will Staatsfinanzen an Gold binden

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Bob Wagner (Foto: Montana Legislature)

Goldstandard light: Der republikanische Politiker Bob Wagner schlägt vor, Beträge im staatlichen Zahlungswesen parallel in Goldeinheiten auszudrücken.

Nachdem der US-Bundesstaat Utah zuletzt parlamentarisch über die Einführung von Goldmünzen und Silbermünzen als gesetzliches Zahlungsmittel abgestimmt hat (Goldreporter berichtete), kommen jetzt auch aus anderen Landesteilen der USA Vorschläge für eine Remonetarisierung von Gold.

Bob Wagner, Mitglied des House of Representatives im US-Bundesstaat Montana, hat nun vorgeschlagen, das Finanzwesen des Bundesstaates an Gold zu binden.

Die Idee des Republikaners: Zahlungsverpflichtungen des Staates und solche gegenüber dem Staat sollten parallel in Goldeinheiten ausgedrückt werden. Dies solle in rein elektronischer Form erfolgen, nicht durch den tatsächlichen Austausch von Gold.

Wagner verspricht sich dadurch Einflussnahme auf die Denkweise der Öffentlichkeit über stabile Währungen.

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Japan-Krise: Panikverkäufe machen auch vor Gold und Silber nicht halt

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Keine Notenbank wirft ihre Goldbarren auf den Markt, auch Privatanleger haben keinen Grund es zu tun (Foto: Luftbildfotograf - Fotolia.com)

Dem Verfall der Aktienkurse können sich auch Goldpreis und Silberpreis nicht entziehen. Eine gute Chance für Nachkäufe?

Die Emotionen Gier und Panik sind die treibenden Kräfte an den Finanzmärkten. Derzeit regiert letztere. Am Dienstag spitzte sich die Situation in Japan weiter zu. Nachdem der japanische Börsen-Index Nikkei zweistellige Kursverluste verbuchte, brachen auch die Aktienindizes in Europa deutlich ein. Der DAX verlor bis 11 Uhr fast 5 Prozent.

Vom Abverkauf betroffen waren auch Gold und Silber. Der Goldpreis notierte zur gleichen Zeit bei 1.409 US-Dollar (1.014 Euro), gegenüber dem Schlusskurs des Vortages ein Minus von 1,25 Prozent. Der Silberpreis ging mit Kursen um 34,70 Dollar (25 Euro) um knapp 3 Prozent zurück.

Da der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder schwächer notierte (-0,8 %), wurden die Kurs-Verluste bei den Edelmetallen hierzulande etwas aufgefangen.

Die Entwicklung bei den Edelmetallkursen zeigt erneut, welchen Einfluss Derivate auf den Preis der physischen Ware haben. Denn die Menschen laufen derzeit nicht in die Läden und verkaufen ihre Goldbarren und Silbermünzen. Notenbanken werfen ihre Goldreserven nicht auf den Markt. Der Preisrutsch ist auf den Verkauf von nicht-physischen Anlageprodukten zurückzuführen (Optionen, Futures, Zertifikate etc.).

In der Panik werden nun vielfach gut gelaufene Investments über Bord geworfen. Gold und Silber gehören dazu. Es kommt zu scheinbar irrationalen Kursbewegungen. Ein solches Umfeld entpuppt sich bei Gold und Silber immer wieder als gute Nachkaufgelegenheit.

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Goldproduktion in Südafrika um 6,4 Prozent gesunken

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Trotz des erhöhten Goldpreises sind die Gold-Fördermengen in Südafrika weiter rückläufig.

1,597 Millionen Unzen Gold, umgerechnet 49,67 Tonnen, haben südafrikanische Bergbau-Unternehmen im vierten Quartal 2010 zu Tage gefördert. Das waren 1,6 Prozent weniger als in den drei Monaten davor.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2009 ist die Goldproduktion 3,9 Prozent rückläufig. Im Gesamtjahr 2010 wurde in Südafrika sogar 6,4 Prozent weniger Gold gefördert. Die Zahlen stammen von der Chamber of Mines of South Africa.

Goldreporter

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Japan: Inflationsrisiken steigen erheblich

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Im Umfeld der verheerenden Naturkatastrophe sind die Preise für Goldbarren in Japan gestiegen. Warenverknappung und zusätzliche Zentralbankliquidität erhöhen die Inflationsgefahren.

Der Goldpreis ist am Montagmorgen wieder deutlich in Richtung der Marke von 1.430 Dollar gestiegen. Dazu beigetragen hat die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Erdbebenkatastrophe in Japan und deren mögliche Eskalation zu einem nuklearen GAU.

In diesem Umfeld ist in Japan auch das Aufgeld für Goldmünzen und Goldbarren gestiegen, wie asiatische Goldhändler berichten.

„Einige Investoren erwarten, dass japanische Versicherungsunternehmen damit anfangen, Dollar-Investments aufzulösen, um sich Liquidität zu verschaffen. Die Bedeutung von Gold als Alternative Währung könnte nun deutlich steigen“, sagt Ong Yi Ling, Analyst bei Phillip Futures Investment in Singapur gegenüber Reuters. „Ich denke, kurzfristig wird der Goldpreis wegen der Suche der Investoren nach Sicherheit steigen“, so Ling weiter.

Presseberichten zufolge hat die japanische Zentralbank die heimischen Banken mit zusätzlicher Liquidität im Umfang von umgerechnet mindestens 200 Milliarden Euro versorgt. Man will damit unter anderem verhindern, dass japanische Banken zahlungsunfähig werden, wenn Japaner große Teile ihrer Ersparnisse von ihren Kontos abheben. Zusätzlich soll die Zentralbank japanische Staatsanleihen in erheblichem Umfang aufgekauft haben.

Die zu erwartenden Folgen: Knappes Warenangebot, fallender Yen-Wechselkurs (steigende Importpreise) und die zusätzliche Yen-Liquidität werden die Inflationsrisiken in Japan nun ganz erheblich erhöhen.

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Silberpreis zeigt enorme Stärke

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Der zeitweilige Kurseinbruch Ende vergangener Woche konnte die positiven Kursaussichten bei Silber nicht trüben. Im Gegenteil. Das imposante Intraday-Reversal vom Freitag macht einen weiter steigenden Silberpreis in der kommenden Woche umso wahrscheinlicher.

Nachdem der Silberpreis Anfang vergangener Woche neue 31-Jahres-Hochs oberhalb von 36 Dollar markiert hatte, wurde an den letzten beiden Handelstagen deutlicher Druck auf die Edelmetallkurse ausgeübt.

Der Silberchart verlief am Freitagmittag (MEZ) an der unteren Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals. Der Bruch des 6-Wochen-Trends war in Gefahr. Der Silberpreis erholte sich aber nach 16 Uhr deutlich.

Mit 35,90 Dollar pro Feinunze ging der Silberpreis aus dem New Yorker Handel. Er machte damit ausgehend vom Tagestief bei 34,07 Dollar satte 5,37 Prozent gut. Diese beeindruckende Kehrtwende innerhalb eines Handelstages („Intraday-Reversal“) darf als bullisches Zeichen für die weitere kurzfristige Kursentwicklung gewertet werden.

 

Silber in US-Dollar, 1 Jahr (RBS-Indikation)

 

Zunächst sollte auf Tagesschlussbasis der Widerstand bei 36,09 Dollar aus dem Weg geräumt werden. Der Chart läuft weiter auf die obere Begrenzung eines steigenden Dreiecks zu (lila). Diese verläuft an den relativen Kursmaxima entlang, die Ende vergangenen Jahres erreicht wurden.

Ein Ausbruch aus dieser Formation nach oben (Bereich um 38 Dollar) würde den Aufwärtstrend bestätigen und noch einmal zusätzliche Kursdynamik ermöglichen.

Die wichtigsten Unterstützungsniveaus liegen aktuell auf der Höhe von 34,88 Dollar und 33,88 Dollar sowie mit einigem Abstand bei 32 Dollar.

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Raus aus US-Staatsanleihen (Video)

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Der Fondsriese PIMCO hat vergangene Woche angekündigt, man werde sich komplett von US-Staatsanleihen trennen. Ein TV-Beitrag beleuchtet die Hintergründe.

Wenn die amerikanischen Leitzinsen irgendwann einmal wieder steigen, dann werden die festverzinslichen Anleihen zu den größten Verlierern gehören. Anleger, die nicht gedenken solche Papiere bis Laufzeitende zu halten, müssen mit empfindlichen Kursverlusten der an der Börse gehandelten Geldmarktpapiere rechnen.

Der Fondsgesellschaft PIMCO wird die Sache schon jetzt zu heiß. Das Unternehmen hat angekündigt, dass dessen Geldmarktfonds Total Return Fund – der weltweit größte Rentenfonds – künftig keine US-Staatsanleihen mehr im Portfolio führen wird. Ein N42-Beitrag beleuchtet die Hintergründe.

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Goldpreis und Silberpreis beenden turbulente Woche mit später Rally

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Gold und Silber behaupteten sich im späten Freitags-Handel (Foto: Spectral-Design - Fotolia)

In den vergangenen Tagen ging es turbulent an den Finanzmärkten zu. Die Investoren wurden von einem ganzen Reigen schlechter Meldungen überrascht. Und der stürmische Wind wehte aus allen Richtungen. Nach dem kurzfristigen Einbruch der Edelmetallkurse Ende vergangener Woche, rückte die später Gold- und Silber-Rally am Freitag die Dinge wieder ins rechte Licht.

Wenn die Aktienkurse auf breiter Front einknicken und sich leichte Panik bei den Investoren breit macht, dann neigen Anleger dazu, sich von gut gelaufenen Investments zu trennen. Gold und Silber gehörten definitiv dazu.

Das war allerdings nur ein Grund, warum Goldpreis und Silberpreis Ende vergangener Woche einknickten, nachdem am Wochenanfang noch absolute bzw. relative Kursmaxima erreicht wurden.  Wir fassen die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche zusammen.

Europa

  • Die Ratingagentur Moody’s stufte die Bonitätsnote Griechenlands am Montag gleich um drei Stufen herab und ließ am Donnerstag eine Degradierung Spaniens folgen  (auf Aa2, nur noch drittbestes Rating und Bonitätsstufe 2, Ausblick negativ.)
  • Portugal musste in dieser Woche Rekordzinsen für die Ausgabe 2-jahriger Staatsanleihen zahlen (5,99 Prozent).
  • Die Anzeichen für eine bevorstehende Umschuldung (Hair Cut), zumindest von Verbindlichkeiten der schwächsten EU-Länder, werden immer deutlicher. Die Leidtragenden: Versicherungen, Pensionskasse, Banken, Anleger, Steuerzahler.
  • Die wirtschaftlichen Perspektiven im Euro-Raum trüben sich damit weiter ein. Es ist deshalb fraglich, ob die für April antizipierte Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank tatsächlich realistisch ist.
  • Die Anleihenkurse stiegen angesichts dieser Aussichten, den diese Festverzinslichen würden besonders unter einer Leitzinserhöhung leiden (siehe FTD-Artikel: Banken warnen vor Ausverkauf am Anleihemarkt)
  • Für eine Leitzinserhöhung spräche wiederum die aktuelle Inflationsrate, die im Euro-Raum nun im vierten Monat in Folge gestiegen ist: 2,1 Prozent im Februar (offiziell).

USA

  • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in dieser Woche um 26.000. Eine Zunahme von lediglich 12.000 war erwartet worden.
  • Das Handelsbilanz-Defizit der USA vergrößerte sich um 15,1 Prozent auf 46,3 Milliarden Dollar. Ein Anstieg des Handelsbilanzdefizits schwächt die US-Konjunktur. Denn wenn die Importe die Exporte übersteigen, dann werden Unternehmen im Inland weniger stark beschäftigt.
  • Das amerikanische Staatsdefizit hat mit 222,5 Milliarden Dollar im Februar ein neues Rekord-Niveau erreicht. Noch nie in der Geschichte der USA verzeichnete man in einem Monat ein solch großes Haushaltsloch.
  • Der weltweit größte Anleihen-Investor PIMCO (Allianz-Tochter) trennt sich in seinem Total Return Fund (größter Rentenfonds der Welt) von allen US-Staatsanleihen. Nach Gerüchten, auch China (als größter USA-Gläubiger) halte sich beim Kauf von US-Bonds zurück, kommen nun erneut Fragen auf, wie die USA ihren Staat überhaupt noch finanzieren sollen.

China

  • Die Inflation stieg im Februar auf 4,9 Prozent (Analysten hatten mit weniger gerechnet).
  • Der Automobil-Absatz ist im Februar um 36 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen (von 1,53 Mio. auf 0,97 Mio. Fahrzeuge). Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat stand nur noch ein Plus von 2,6 Prozent zu Buche, das geringste Wachstum seit zwei Jahren.

Rest der Welt

  • Das Gaddafi-Regime in Libyen geht weiter mit aller Härte gegen Oppositionelle vor. Es ist kein Ende der geopolitischen Spannungen in dieser für die Ölindustrie bedeutenden Region in Sicht. Zuletzt eroberten Gaddafis Truppen den wichtigen Ölhafen in Ras Lanouf zurück.
  • Am Freitagmorgen schockte das gewaltige Erdbeben und der nachfolgende Tsunami in Japan die Märkte. Neben den betroffenen Menschen im Land, dürfte auch der hochverschuldete Staat vor einer gewaltigen finanziellen Herausforderung stehen.

Gold und Silber
Einige werden sich fragen, wie es geschehen kann, dass die Edelmetallpreise in einem solchen Umfeld fallen? Der Goldpreis gab bis Freitagmittag von seinen jüngsten Rekordkursen gut 30 Dollar oder 2 Prozent ab. Der Silberpreis fiel von Kursen über 36 Dollar zu Wochenbeginn auf knapp über 34 Dollar pro Feinunze.

Neben dem eingangs erwähnten Faktor („Gewinnmitnahmen“) muss man feststellen, dass sich Edelmetallkurse im Umfeld schwacher Finanzmärkte besonders leicht drücken lassen. Beim gezielten Shorten am Terminmarkt werden spekulative Investoren schneller zu Anschlussverkäufen angeregt, wenn die Kurse erst einmal zu fallen beginnen.

Gezielte Manipulation?
Was würde man in der Rolle des US-Finanzministers (und des PPT) wohl tun, um die USA vor dem Hintergrund der oben genannten Entwicklungen (US-Anleihen-Boykott) finanziell am Leben zu halten? Vorschlag: Verstärkte US-Anleihen-Käufe durch die amerikanische Notenbank Fed. Den Dollar stützen, indem man Edelmetallkurse drückt. Den Euro schwächen, indem man über Ratingagenturen (Moody’s) Länderabstufungen vornehmen lässt und damit die Euro-Krise wieder stärker in den Fokus gelangt.

Späte Gold- und Silber-Rally
Die Rally von Gold und Silber im späten Freitagshandel rückte die Dinge wieder ins rechte Licht. Sie erhärtete die These, dass sich die Marktkräfte in den Handelsstunden zuvor nicht frei entfalten konnten. Die Kursbewegung der Edelmetalle folgte nach 16 Uhr wieder einer grundlegenden Logik.

Denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Die Schuldenberge wachsen weiter von Tag zu Tag, die Euro-Krise flammt auch vordergründig wieder auf. Die auf dem Euro-Krisen-Gipfel in Brüssel vereinbarten Maßnahmen verlängern das Leiden nur erneut („Reiche Euro-Länder beglücken Staatspleitekandidaten“).

Fazit: An Edelmetallbeständen festzuhalten und regelmäßig Gold und Silber nachzukaufen, ist weiterhin das Gebot der Stunde.

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„China muss jede Chance nutzen, um Gold zu kaufen“

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Die Chinesen kaufen Gold lieber heimlich (Foto: Zentilia - Fotolia.com)

Ein einflussreicher Wirtschaftsberater des chinesischen Parlaments empfiehlt China erneut, sich mit Gold gegen Fremdwährungsrisiken abzusichern. Seine Aussagen haben offensichtlich Gewicht. Neue Warnung an die USA?

„China sollte seine Goldreserven in angemessener Weise erhöhen und China muss jede Chance nutzen, um Gold zu kaufen, insbesondere, wenn die Goldpreise fallen“, erklärte Li Yining laut dem Nachrichtendienst Reuters. Der Ökonom lehrt an der Peking University und berät das chinesische Parlament in Wirtschaftsfragen.

Seiner Ansicht nach ist China gefordert, sich gegen die Entwertung der Währungsreserven im Wert von geschätzten 2,85 Billionen US-Dollar mit Gold abzusichern. Das ist keine neue Ansicht. Wiederholt hatten sich in den vergangenen Monaten Personen im erweiterten Umfeld der chinesischen Regierung in dieser Art geäußert. Immer wieder wurde auch das Argument vorgebracht, China könne nicht in großem Stil und konzentriert Gold kaufen, da man damit den Goldpreisanstieg erheblich beschleunigen würde.

Beobachter messen Lis Aussagen dennoch größere Bedeutung zu, da angeblich viele seiner Studenten später hohe Positionen im chinesischen Führungszirkel einnahmen. Darunter Vize-Premier Li Keqiang, der als Nachfolger von Premier Wen Jiabao gehandelt wird, wenn dieser 2013 sein Amt abgeben muss.

Halboffizielle Aussagen regierungsnaher Politiker oder Ökonomen werden von China-Kennern gerne als verklausulierte Warnung an die USA interpretiert. Botschaft: Bringt euren Schuldenhaushalt in Ordnung, sonst lassen wir den Goldpreis explodieren.

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Die Folgen einer privaten Goldbarren-Überführung aus der Schweiz

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Der Zoll meldete den Goldtransport an das Finanzamt (Foto: Alterfalter - Fotolia)

Was passiert, wenn man als deutscher Heimkehrer mit 4,5 Kilo Gold an der Grenze zur Schweiz gefilzt wird? Ein Ehepaar machte kürzlich diese Erfahrung.

Wie das Schweizer News-Portal Nachrichten.ch berichtet, ist am vergangenen Dienstag ein deutsches Ehepaar beim Grenzübergang Kreuzlingen-Konstanz mit 4,5 Kilogramm Gold im Gepäck von deutschen Zöllnern gefilzt worden.

Die mitgeführten Goldbarren in verschiedenen Größen hatten einen aktuellen Wert von  knapp 150.000 Euro. Das Paar gab an, das Edelmetall zuvor in einem Schweizer Depot angelegt zu haben.

Die Ware war bei Zoll nicht angemeldet und das war auch nicht nötig. Nur Bargeld ab 10.000 Euro aufwärts muss an der Deutsch-Schweizerischen Grenze deklariert werden. Und Gold wird laut dem Hauptzollamt Singen nicht zu den Barmitteln gezählt.

Was war das Ende vom Lied? Die Deutschen konnten unbehelligt mit dem Gold passieren. Der Goldtransfer wurde allerdings dem deutschen Finanzamt gemeldet, „damit die Kapitalanlage nun auch steuerlich erfasst wird.“

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Marc Faber: „Gold ist heute bei 1.400 Dollar günstiger als im Jahr 1999“

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Foto: ELEN - Fotolia.com)
Steigender Goldpreis: Geld verliert gegenüber Gold immer mehr an Kaufkraft (Foto: ELEN - Fotolia.com)

Der Schweizer Finanzprofi Marc Faber analysiert den Goldpreis vor dem Hintergrund der weltweiten Schulden- und Geldmengen-Ausweitung seit Anfang der 70er-Jahre.

In Zeiten, in denen die Gelddruck-Maschinen auf Hochtouren liefen, sei es schwierig, den Preis für die verschiedenen Anlageklassen einzuordnen, sagt Marc Faber, der bekannte Schweizer Autor und Investment-Profi, in einem aktuellen Interview mit dem amerikanischen Internet-Portal
Infowars.com.

Teuer? Billig? Alles relativ!
„Was ist der Preis für Weizen hoch oder niedrig? Inflationsbereinigt ist er extrem niedrig, in nominalen Zahlen ist er relativ hoch“, so Faber. Auch der S&P 500 könne aufgrund der massiven Geldmengenausweitung auf 2.000 Punkte oder mehr steigen, während der Aktienindex in realen Preisen gemessen gleichzeitig unter dem Wert von 2009 liege.

Faber setzt in diesem Zusammenhang den Goldpreis ins Verhältnis zu den Aktienmärkten. Er betrachtet das so genannte Dow-Gold-Ratio, also den Quotienten aus Dow-Jones-Index in Punkten und dem Goldpreis in US-Dollar. „Wir könnten irgendwann ein Verhältnis von 1 zu 1 erleben“, meint Faber.

Dies könne bedeuten, dass der Dow Jones auf 1.400 Punkte fällt, bei konstantem Goldpreis. Oder der Goldpreis stiege auf 12.000 Dollar, während der Dow Jones bei 12.000 Punkten verharrt. Alternative: Irgendetwas dazwischen.

Es sind keine Fantasie-Vergleiche, die Faber anstellt. Denn am Ende der letzten Goldhausse gab es genau dieses Szenario. Der Goldpreis erreichte am 21. Januar 1980 mit 850 Dollar sein damaliges Hoch. Am gleichen Tag schloss der Dow Jones bei 872 Punkten.

Keine Gold-Blase
Fabers Einschätzung: „Ich denke nicht, dass wir uns bei Gold in einer Blase befinden. Gold ist auf dem aktuellen Preislevel von 1.400 Dollar pro Unze billiger als im Jahr 1999, wenn man alleine das Schulden- und Kreditwachstum, die Steuerlast der Haushalte und die Wohlstandsentwicklung der Reichen in den USA betrachtet.“

Das letztgenannte Argument untermauert Faber mit einem Beispiel. „Als ich in den 70er-Jahre begonnen habe zu arbeiten, gab es nur zwei Milliardäre. Der eine war David Rockefeller, der andere Mister Ludwig [Anm. d. Red.: US-Reeder Daniel Ludwig, + 1992]. 1980 waren es sechs oder acht Milliardäre. Heute haben wir Tausende von Milliardären. Das heißt, dass Papiergeld immer weniger wert ist.“ Die wahre Inflation in den USA schätzt er auf 5 bis 10 Prozent pro Jahr.

Die gesamte Betrachtung ist vor dem Hintergrund der Beendigung des Gold-Devisen-Standards Anfang der 70er-Jahre zu sehen. Seither sind den Liquiditätswünschen der Märkte keine natürlichen Grenzen mehr gesetzt.

Goldreporter

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Schweizer Politiker wollen neuen Goldfranken als Fluchtwährung

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Mit dem Vreneli besitzen die Schweizer eine traditionsreiche Goldmünze. Sie wird aber seit 1950 nicht mehr hergestellt (Foto: Goldreporter)

Drei Schweizer Nationalräte haben im Rahmen ihrer Bürgeraktion „Gesunde Währung“ eine parlamentarische Initiative zur Schaffung eines offiziellen Schweizer Goldfranken vorgelegt.

Lukas Reimann, Luzi Stamm und Ulrich Schlüer sind mittlerweile über die eigenen Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit ihrer Bürgeraktion „Gesunde Währung“ sorgten die Schweizer Nationalräte in den vergangenen zwei Jahren mehrfach für Aufsehen. Zuletzt mit ihrer Volksinitiative zur Repatriierung der Schweizer Goldreserven (Goldreporter berichtete).

Am heutigen Mittwoch traten die Politiker mit einer neuen Aktion an die Öffentlichkeit. Sie fordern die Schaffung eines Schweizer Goldfrankens. Das Ziel: Neue Schweizer Goldmünzen mit fixiertem Goldgehalt, streng geregelter Konzessionierung und steuerfreier Ausgabe sollen nach dem Wunsch der Initiatoren auch Kleinsparern ermöglichen, Teile ihres Vermögens in Gold anzulegen und damit vor Entwertung zu sichern. Das Ganze soll in Form einer Verfassungsänderung gesetzlich verankert werden.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, mit dem Goldfranken werde zudem „eine attraktive Alternative zum Schweizer Franken als Fluchtwährung geschaffen, womit die Franken-Aufwertung als Folge internationaler Währungsturbulenzen in Grenzen gehalten werden dürfte“.

Die parlamentarische Initiative im Wortlaut, vorgebracht von Nationalrat Ulrich Schlüter:

Die Bundesverfassung sei wie folgt zu ergänzen:

Art. 99, Absatz 2 (neu) (bisherige Absätze 2 – 4 werden Absätze 3 – 5)

«Der Bund schafft einen offiziellen Schweizer Goldfranken mit einem Satz von Münzen mit je fixiertem Gehalt an Gold. Er regelt die Konzessionierung der zu dessen steuerfreien Herausgabe berechtigten Institute.»

Die Begründung zur Initiative lautet wie folgt:

  1. Beim heutigen Goldpreis von rund Franken 45’000.- pro Kilogramm wird es Kleinsparern ungebührlich erschwert, Teile ihres Vermögens Schritt für Schritt in Gold anzulegen und damit vor befürchteter Entwertung abzusichern. Dieser, einer Diskriminierung nahekommende Missstand muss beseitigt werden, indem ein offizieller Schweizer Goldfranken mit einem Satz von Münzen geschaffen wird, die für jedermann erschwinglich sind. Eine Münze mit 0,1 Gramm Goldgehalt würde heute rund Fr 4.50, jene mit 1 Gramm Gold rund Fr. 45.- kosten.
  2. In Zeiten internationaler Währungsturbulenzen wird der Schweizer Franken oft Fluchtwährung, woraus nicht selten eine markante Aufwertung des Frankens resultiert mit den bekannten Wettbewerbs-Erschwernissen, insbesondere für Exportwirtschaft und Tourismus. Sobald die Schweiz einen offiziellen Goldfranken schafft, bietet sich dieser Goldfranken  als attraktive Fluchtwährung an – was schwer zu bewältigende Kurssteigerungen des Schweizer Frankens in Grenzen hält.
  3. Wenn der Bund Konzessionen für die Ausgabe von Schweizer Goldfranken allein an Schweizer Banken vergibt, erhöht sich die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz markant. Der Schweizer Goldfranken hat mit den in Gold gehaltenen Währungsreserven der Nationalbank nichts zu tun. Die zur Ausgabe von Schweizer Goldfranken  konzessionierten Banken beschaffen sich das für dessen Herstellung benötigte Gold auf dem freien Markt – in dem Umfang, als Nachfrage von Kunden besteht.
  4. Der Bund hat im Rahmen der Konzessionierung der zur Goldfranken-Herausgabe berechtigten Banken zu überwachen, dass der Goldgehalt der Goldfranken-Münzen strikt eingehalten wird, damit der Bund den Goldgehalt der offiziellen Goldfranken-Münzen garantieren kann.

Goldreporter

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