Die Perth Mint verewigt das australische Schnabeltier auf einer neuen Anlagemünze aus Platin.
Der heutige 1. März ist Ausgabetermin für eine neue Platinmünze der australischen Prägeanstalt Perth Mint.
Neben dem obligatorischen Abbild von Queen Elizabeth II auf der Vorderseite, zeigt die Platinmünze revers das australische Schnabeltier beim Abtauchen.
Die Münze mit dem Gewicht von 1 Unze besitzt einen Platinanteil von 99,95 Prozent. Das Nominal lautet auf 100 Dollars. In diesem Jahr will die Perth Mint nicht mehr als 30.000 Exemplare auf den Markt bringen.
Der Platinpreis ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent gestiegen. Der Preis pro Feinunze beträgt derzeit rund 1.800 US-Dollar. Beim Kauf von Platinmünzen und Platinbarren fällt hierzulande der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent an.
Platin ist wie Silber ein durchaus bedeutendes Industriemetall. Es wird vor allem beim Katalysatorenbau verwendet. Der Platinpreis profitiert damit als Edelmetall nicht nur von steigenden Inflationserwartungen sondern reagiert in der Regel auch bei guten Konjunkturaussichten positiv.
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Der hohe Goldpreis erlaubt Minenunternehmen, mehr Geld für die Förderung auszugeben (Foto: Fotolia.com)
Einem aktuellen Marktbericht zufolge, kam aus den Minen Australiens im vergangenen Jahr 17 Prozent mehr Gold als 2009.
Der hohe Goldpreis hat die Goldproduktion in Australien deutlich auf Trab gebracht. Im vergangenen Jahr förderten die Bergbauunternehmen des Landes gemeinsam 266 Tonnen Gold. Das waren 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor und der höchste australische Jahres-Output seit 2003.
Das meldet der Nachrichtendienst Reuters in Berufung auf aktuelle Daten von Surbiton Associates, einem unabhängigen Beratungsunternehmen aus Melbourne.
Platz Nummer 1 unter den Goldproduzenten bleibt demnach weiterhin China. 341 Tonnen Gold kamen letztes Jahr aus dem Reich der Mitte. Die USA liegen laut Surbiton Associates mit rund 240 Tonnen auf Rand 3. Aus Südafrika wird eine Produktionsmenge von etwa 200 Tonnen für 2010 erwartet.
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Inflations-Entwicklung in Indien (Quelle: Trading Economics)
Die Bombay Bullion Association rechnet mit einem Einbruch der indischen Goldeinfuhr um 55 Prozent. Banken zahlen hohe Zinsen.
„Höhere Lebensmittelpreise und Liquiditätsprobleme im Markt haben die Nachfrage beeinträchtigt“, erklärt Prithivraj Khotari Präsident der Bombay Bullion Association gegenüber der indischen Finanzpresse.
Er erwartet, dass indische Firmen im Februar 55 Prozent weniger Gold im Ausland kaufen werden, als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.
Nur 20 bis 25 Tonnen Gold werde Indien importieren. Im Februar 2010 waren es 45 Tonnen. Die ansteigende Inflationsrate hat auch zu bedeutenden Zinserhöhungen in Indien geführt. Indische Banken zahlen schon für kurzfristige Kundeneinlagen (1-2 Jahre) zwischen 8 und 10 Prozent Zinsen. Der Leitzins beträgt 5,5 Prozent. Inder bringen damit wieder mehr Geld auf die Bank.
Dass aber weiter erhebliche Unsicherheit auf dem indischen Finanzmarkt herrscht, zeigt die inverse Zinsstruktur. Für langfristige Geldanlagen werden nämlich weniger Zinsen angeboten (7 % – 8,75 %), als für kurzfristige (Link). Das hat unter anderem mit den erneut steigenden Inflationserwartungen zu tun, nachdem die Inflationsrate in Indien seit Januar 2010 – offiziellen Zahlen zufolge – von 16 Prozent auf zuletzt knapp 9,5 Prozent zurück kam.
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Seit Jahresanfang liegt der Silberpreis bereits wieder gut 6 Prozent im Plus. Auch wenn der Kurs von seinen jüngsten Höchstkursen leicht zurückkam, die charttechnischen Aussichten stimmen uns weiter optimistisch.
Im Handelsverlauf wurden vergangene Woche bereits Kurse um 34 Dollar erreicht. Der vorläufige Kursrekord (31-Jahre-Hoch) und das Jahreshoch 2011 sahen wir am 21. Februar: 33,43 Dollar und 24,44 Euro. Wie geht es weiter?
Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate (RBS-Indikation)
Bei 33,88 Dollar endete die kurzfristige Rally vorerst. Hält nun die untere Begrenzung des etablierten Aufwärtstrends und wird das Niveau von 33,88 Dollar auf Tagesschlussbasis überwunden, dann dürfte uns bei Silber bald der nächste kräftige Kursschub bevorstehen.
Sollte der Silberkurs doch noch einmal stärker zurückfallen, dann wartet bei 30,67 Dollar eine mehr als solide Unterstützung. Beim tatsächlichen Erreichen dieses Niveaus ergäbe sich aus charttechnischer Sicht noch einmal eine gute Nachkaufgelegenheit.
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Gold wird in Finanzkreisen gerne als Vermögenswert angesehen, in den man investiert wie in Aktien oder Anleihen. Wenn man Gold aber als das betrachtet, was es tatsächlich ist, nämlich eine Währung, dann kommt man zu interessanten Ergebnissen.
Gold ist die stabilste Währung der Welt. Punkt. Gold zählt nicht umsonst zu den offiziellen Währungsreserven der Zentralbanken. Auch wenn die Bilanzpositionen durch die Vermischung mit Gold-Forderungen (multipler Goldverleih) stets verwässert werden.
Gold wird überall auf der Welt gerne gegen jede beliebige Währung getauscht. Gold ist universelles Zahlungsmittel, verlässlicher Wertspeicher. Und das seit Jahrhunderten.
Wenn man Gold kauft, dann darf man seine Investition gerne als Devisengeschäft betrachten. Euro gegen Gold. Dollar gegen Gold. Man tauscht eine Währung mit permanentem Kaufkraftverlust gegen das stabilste Geld der Welt. Um die seit Jahrzehnten anhaltende Abwertung von Dollar und Euro gegenüber Gold zu veranschaulichen, muss man lediglich die entsprechenden Goldcharts auf den Kopf stellen.
Wertentwicklung US-Dollar gegen Gold, 20 JahreWertentwicklung Euro gegen Gold, seit 2004Wertentwicklung Schweizer Franken gegen Gold, seit 2004
Wenn man also Gold als Währung betrachtet, dann ist der Kauf von Gold nichts anderes als ein vorteilhaftes Devisengeschäft. Die Zinsen, die man für Dollar und Euro erhält sind nichts anderes als eine Prämie für das Ausfallrisiko des Geld-Gläubigers. Der Wertvorteil der fehlenden Inflationierung sind dagegen die Zinsen des Goldes und die Gewissheit, dass das Edelmetall nie Pleite gehen kann.
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Der Caibai Gold Market in Peking ist vermutlich der größte Goldshop der Welt. 10.000 Menschen strömen täglich durch den Laden. Chinesen kaufen dort Gold, das in alle möglichen Formen gegossen wurde. Ein TV-Beitrag (in Englisch) vermittelt einen kleinen Eindruck über die private Goldnachfrage in China.
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Der Goldpreis bewegte sich zuletzt in einem stabilen Aufwärtstrend. Damit das Edelmetall in neue Kursregionen vordringen kann, muss jetzt ein wichtiger und zuletzt hartnäckiger Widerstand geknackt werden. Die kommende Woche dürfte für die weitere kurzfristige Goldpreis-Entwicklung somit richtungsweisend sein.
Am vergangenen Donnerstag markierte der Goldpreis mit 1.414,50 Dollar ein neues Jahreshoch (London A.M.). Das Allzeithoch vom 7. Dezember 2010 (1.426 Dollar) liegt bei einem Goldpreis von aktuell 1.409 Dollar gerade einmal noch 1,2 Prozent entfernt.
In Euro gerechnet notiert Goldpreis noch knapp 5 Prozent unter dem historischen Kurshoch. Es wurde am 29. Dezember 2010 mit 1.075 Euro im Londoner Nachmittagsfixing erreicht.
Gold in US-Dollar, 3 Monate (Deuba-Indikation)
Der Goldchart verlief am Freitag weiter in einem sich leicht verengenden Aufwärtstrendkanal. 1.410 Dollar erwiesen sich zuletzt als massiverer Widerstand. Hier stoppte die letzte Kursrally und die Verbindungslinie zum Allzeithoch Anfang Dezember bildet eine zusätzliche Barriere. Der mögliche Sprung über diese Marke sollte wieder zu einer beschleunigten Aufwärtsbewegung führen.
Der Blick in die Gegenrichtung offenbart die aktuelle Unterstützung knapp unterhalb von 1.400 Dollar. Darauf folgen weitere wichtige Haltezonen um 1.387 Dollar und 1.370 Dollar. Als Kursstütze dient auch die untere Begrenzung des Trendkanals.
Ausblick: Der kurzfristige Aufwärtstrend bei Gold ist weiter intakt. Der schnelle Break der 1.410er-Marke auf Tagesschlussbasis ist jetzt aber wichtige Voraussetzung, damit sich der Preis des Edelmetalls zu neuen Kurshöhen aufschwingen kann. Sollte sich auf diesem Widerstandsniveau allerdings ein drittes kurzfristiges Top bilden, dann ist mit einem nochmaligen Rücksetzer zu rechnen, der den Goldpreis zunächst bis auf die oben genannten Unterstützungsmarken zurückführen kann.
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Der Libysche Präsident Muammar al-Gaddafi soll alle Vorbereitungen für seine Flucht aus dem Land getroffen haben. Angeblich mit im Gepäck: reichlich Goldbarren und Devisen.
„Gaddafis eigenes Privatflugzeug ist vollgeladen mit Goldbarren und jeder Menge harter Währung, vor allem Dollar. Und er bereitet sich vor, nach Simbabwe zu fliehen, um dort bei seinem Freund Robert Mugabe zu bleiben“, erklärt der lybische Aktivist Guma el-Gamaty gegenüber ABC News.
Laut den Angaben des ABC-Informanten ist Muammar al-Gaddafi bereit, jederzeit das Land zu verlassen. Die Schweizer Konten des Diktators hat man laut Presseberichten bereits einfrieren lassen. Sollte er sich wie der tunesische Ex-Präsident Ben Ali im Flugzeug aus dem Staub machen, dann wird ihm an finanziellen Mitteln vermutlich nichts anderes bleiben, als das was er in seinem Jet aus dem Land schmuggelt. Gold, das universelle Zahlungsmittel, ist natürlich mit dabei.
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Goldmünze American Gold Eagle (Foto: Goldreporter)
Lockere Geldpolitik auf unabsehbare Zeit, negativer Realzins, geopolitische Spannungen: Es gibt weiterhin jede Menge Gründe, Gold und Silber zu kaufen.
Die politischen Spannungen im Norden Afrikas werden in der Finanzpresse für den stabilen Goldpreis mitverantwortlich gemacht. In der Tat weisen Goldkurs und Ölpreis historisch gesehen eine gewisse Korrelation auf. Wenn der Ölpreis steigt (und das tut er gerade kräftig), fällt Gold selten stark zurück. So gesehen ist diese These sicher nicht von der Hand zu weisen. Wenngleich wir den Einfluss geopolitischer Krisen auf die Edelmetallpreise weiterhin nur als (zeitlich) sehr begrenzt einschätzen. Wir erinnern an unseren Artikel „Der Goldpreis in geopolitischen Krisen“.
Die Diskussionen und Erwartungen über eine mögliche, baldige Straffung der europäischen Geldpolitik brachten zuletzt etwas Schwung in den Euro-Dollar-Kurs. Der Goldpreis in Euro würde dadurch gedämpft. Wir glauben weiterhin nicht an eine schnelle Zinswende in Europa und in den USA.
Wir gehen sowohl für die Edelmetallkurse als auch für die weitere Entwicklung des Euros von starken kurzfristigen Schwankungen aus, die von wechselnder Hoffnung und Enttäuschung hinsichtlich der zu erwartenden Geldpolitik geprägt sind.
Denn die Geldpolitik steckt im Dilemma. Die Staaten können aufgrund der enormen Verschuldung und der weiterhin labilen Wirtschaft keine Zinserhöhung vertragen, obwohl diese angesichts der drohenden Inflation längst angemessen wäre.
Rechnen Sie also weiter mit steigenden Edelmetallpreisen. Das Umfeld dafür ist mit negativem oder niedrigem Realzins nach wie vor ideal.
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Flagge von Vietnam. Das Land gehört in Sachen Gold zu den größten Pro-Kopf-Konsumenten der Welt (Foto: Fotolia.com)
Eine Initiative der vietnamesischen Regierung sieht vor, den Handel mit Gold auf dem freien Markt zu beschränken. Damit will man unter anderem dem weiteren Verfall der Landeswährung Dong entgegenwirken.
Die Regierung Vietnams hat die Zentralbank des Landes angewiesen, eine Anordnung zur Regulierung des Goldmarktes vorzubereiten. Man will den Auslandshandel mit Gold über einen einzelnen Importeur steuern. Das berichtet Viet Nam Business News.
Ziel dieser Maßnahme soll es sein, den als illegal geltenden grenzüberschreitenden Goldhandel zu unterbinden. Faktisch wird damit der freie Handel mit Gold abgeschafft. Vietnams Regierung erhöhte im Januar bereits die Exportsteuer auf Gold. Ende vergangenen Jahres wurden die Goldverleihgeschäfte der Geschäftsbanken reguliert.
Hintergrund: Die Vietnamesen kaufen seit geraumer Zeit sehr viel Gold, weil sie der Landeswährung Dong misstrauen. Der große Goldboom und die daran gekoppelte Dollar-Nachfrage schwächten den Dong zusätzlich und führten zu einem überproportional steigenden Goldpreis im Inland.
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Nicht explizit von Hoenig genannt, aber sicher gemeint: Liste der größten Derivate-Händler (Banken) in den USA (Foto: Goldreporter)
Erneut ist es der Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City, der in der Öffentlichkeit klare Worte spricht.
Thomas Hoenig gehört sicher nicht zu den mehrheitlich gern gesehenen Mitgliedern im Offenmarktausschuss im amerikanischen Notenbanksystem Fed. Natürlich rein fachlich gesehen.
Denn die Meinung des Präsidenten der Federal Reserve Bank of Kansas City steht oft im krassen Gegensatz zu den Ansichten, die die Fed allgemeinhin nach außen vertritt. Seit Ende 2010 gehört er nicht mehr zu den stimmberechtigten Fed-Mitgliedern. Vielleicht ist das ein Grund mehr für den couragierten Notenbanker, unliebsame Wahrheiten auszusprechen.
In dieser Woche trat Hoenig vor der Organisation Women in Housing & Finance in Washington auf. Dort sprach er sich energisch für die Aufspaltung der großen amerikanischen Finanzinstitutionen aus.
“Ich bin überzeugt davon, dass die Existenz von Finanzinstituten mit dem Attribut Too-Big-to-fail [zu groß, um fallen gelassen zu werden] das größte Risiko für die US-Wirtschaft darstellt. Sie müssen aufgespalten werden. Wir dürfen Organisationen die unter dem Sicherheitsschirm agieren nicht erlauben, hochriskante Geschäfte zu betreiben und wir können nicht erlauben, dass große Organisationen unser Finanzsystem bedrohen“, so Hoenig.
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Wiener Philharmoniker, Goldmünze und Silbermünze (Foto: Goldreporter)
5 wichtige Argumente, warum es sich jetzt lohnt, eher früher als später physisches Gold und Silber zu kaufen.
Ein Investment-Tipp, nicht nur für unentschlossene Edelmetall-Investoren. Trotz der aktuell hohen Preise für Gold und Silber gibt ein paar wichtige Argumente, warum man geplante Edelmetallkäufe gegebenenfalls vorziehen sollte.
Warum jetzt Gold und Silber kaufen?
1. Kursentwicklung
Die Wertentwicklung der Edelmetalle steht im umgekehrten Verhältnis zur Entwicklung der Kaufkraft unserer Währung. Papiergeld ist beliebig vermehrbar. Und davon haben die Zentralbanken innerhalb der letzten 40 Jahre regen Gebrauch gemacht. Die Menge vorhandenen Goldes und Silbers ist dagegen natürlich begrenzt. Eben auf so viel, wie Bergbauunternehmen jährlich neu aus der Erde holen. Im Gegensatz zu beliebig vermehrbaren Papier-, Buch- oder Giralgeldes gehen die Metallresourcen aber langsam zur Neige.
Kurzum: Während unser Geld immer weniger wert wird (Inflation), steigen die Preise für Gold und Silber seit der Aufgabe des Goldstandards und der Einführung deckungslosen Geldes kontinuierlich. Dabei wird es bleiben, solange keine Rückkehr zu einer streng an die realwirtschaftliche Entwicklung gekoppelte Geld(mengen)politik mit einem entsprechenden Währungssystem erfolgt. Somit müssen Gold- und Silberpreis (unter regelmäßigen Schwankungen) bis dahin zwangsläufig weiter steigen.
2. Mehrwertsteuer
Derzeit fällt beim Kauf von Anlagegold (Goldmünzen und Goldbarren mit mindestens 900 Promille Goldanteil) keine Mehrwertsteuer an. Bei Silbermünzen werden 7 Prozent aufgeschlagen. Silberbarren unterliegen bereits dem vollen Mehrwertsteuersatz von derzeit 19 Prozent. Im Zuge der geplanten Mehrwertsteuer-Reform könnten sich hier Änderungen zu Ungunsten von Edelmetallanlegern ergeben. Der Kauf von Gold- und Silber-Anlageprodukten könnte also deutlich teurer werden.
3. Abgeltungssteuer
Der Kauf und Verkauf von physischem Gold (und Silber) unterliegt nicht der Abgeltungssteuer. Das heißt, nach einer Behaltensfrist von einem Jahr sind Gewinne aus solchen Edelmetall-Verkäufen steuerfrei. Auch hier ist eine Gesetzesänderung früher oder später nicht ausgeschlossen.
4. Geldwäschegesetz
Derzeit kann man physische Edelmetalle bis zu einem Rechnungswert von 15.000 Euro kaufen, ohne dass persönliche Daten dauerhaft gespeichert werden („Geldwäschegesetz“). Zahlreichen Anlegern ist es wichtig, Gold und Silber anonym kaufen zu können. Sollte nun der Gold- und Silberpreis im Zuge stark anziehender Inflationsraten ebenfalls deutlich steigen, dann ist zu bezweifeln, dass diese Wert-Grenze im gleichen Maße mit angehoben wird. Zumindest kurzzeitig wird man gegebenenfalls schon für kleine Edelmetallmengen registriert.
5. Lieferengpässe
Seit dem letzten Lieferengpass bei Gold- und Silberanlage-Produkten ist deutlich, dass es in Deutschland nur wenige Tage dauert, bis die Edelmetallhändler im Zuge eines Nachfragesprungs leer gekauft sind. Bereits Ende 2008 waren viele Anlageprodukte über Wochen nicht erhältlich. Im Mai 2010 kam es erneut zu einem bedeutenden Versorgungsengpass bei Gold und Silber. Lesen Sie dazu das Goldreporter-Interview mit dem Hersteller Heraeus vom 3. Mai 2010 („Theoretisch ist ein erneuter Engpass nicht auszuschließen“) und den Artikel vom 7. Mai 2010 zu den Lieferproblemen bei Münze Österreich. Ergo: Wenn alle plötzlich Gold und Silber wollen, wird kein Material mehr erhältlich sein.
Fazit / Hinweis
Besser früher Gold und Silber kaufen, als später. Denn „später“ wird es vermutlich deutlich teurer oder sogar unmöglich sein, Edelmetalle zu kaufen. Wichtig: Kaufen Sie niemals Edelmetall auf Kredit. Denn der Vorteil des Edelmetall-Besitzes liegt ja gerade in der Unabhängigkeit des Investments von Forderungen anderer und vom Finanzsystem im Allgemeinen. Und: Wie in jedem Markt muss man auch bei Gold und Silber Phasen von Preisrückgängen aussitzen können, in denen man gegebenenfalls „Buchverluste“ erleidet. Wichtig ist, das große Ganze im Auge zu behalten. Es geht uns hier einzig und alleine um den langfristigen Vermögensschutz!
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Anfang Februar tätigten zwei Manager aus dem Führungskreis der Deutschen Bank erhebliche Insider-Verkäufe.
Ausgeübte Optionsrechte, schlicht Gewinnmitnahmen oder Angst vor dem nächsten Aktiencrash? Zwei Top-Manager der Deutschen Bank haben am 4. Februar Anteile des eigenen Unternehmens im Gesamtwert von rund 3 Millionen Euro verkauft. Das geht aus einer aktuellen Pflichtveröffentlichung der Deutschen Bank hervor.
Seth Waugh, Chef der Nordamerika-Gruppe, veräußerte demnach 33.544 Aktien zum Kurs von 62,603 US-Dollar. Wert: rund 1,54 Millionen Euro.
Alexander von-zur-Muehlen (Group Treasurer) versilberte 33.430 Aktien zum Preis von 45,50 Euro. Wert: 1,52 Millionen Euro.
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Neues Geld, neue Schulden, neue Drogen: Der Entzug wird schmerzhaft sein (Foto: Jesse Barrow - Fotolia.com)
In einem aktuellen Zeitungs-Interview nährt Chicago-Fed-Präsident Charles Evans Spekulationen über eine weitere Fortsetzung von Staatsanleihenkäufen durch die US-Notenbank.
QE2, lautete des Stichwort im vergangenen November. Quantitative Easing, Runde zwei. Aufkauf von US-Staatsanleihen durch die amerikanische Notenbank oder zusätzliche 600 Milliarden Dollar frisch gedrucktes Geld ohne Deckung.
Die Fachleute spekulieren seit geraumer Zeit, ob es demnächst einen dritten Akt geben wird, in dem die amerikanischen „Währungshüter“ die Welt ein weiteres Mal mit Dollars überschwemmen, um Banken zu retten und die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten auf Trab zu bringen.
In einem aktuellen Interview mit Financial Times äußerte sich nun der Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, Charles Evans, zur US-Geldpolitik. Seiner Ansicht nach müsse man vorläufig an einer Politik des billigen Geldes festhalten. Seine Meinung macht er offensichtlich an einem aktuellen internen Marktbericht fest.
„Das Ergebnis, einer – wie ich glaube – qualitativ hochwertigen Untersuchung dieses Themengebietes ist, dass die Politik noch wirklich einen ganze Weile lang locker bleiben sollte, sogar über eine Zeit hinaus, wenn die Bedingungen beginnen sich zu verbessern“, so Evans. Das klingt nicht danach, als würde man in den USA so schnell damit beginnen, die geldpolitischen Zügel anzuziehen.
Evans besitzt seit Anfang des Jahres Stimmrecht im Offenmarktausschuss des Federal Reserve Systems. Er gilt als Befürworter der expansiven Geldpolitik von Fed-Präsident Ben Bernanke. Nachdem Bernanke sich zuletzt weiter verhalten über die Aussichten der US-Wirtschaft äußerte, darf man die Tage zählen, bis sein Team die Druckerpresse erneut rotieren lässt.
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JP Morgans Analysten sind beim Goldpreis "bullish" gestimmt (Foto: Gina Sanders - Fotolia.com)
Die Analysten des amerikanischen Bankenriesen sehen kurz- und mittelfristig gute Chancen für einen steigenden Goldpreis.
Was soll man von Goldpreis-Prognosen eines Bankhauses erwarten, dass sich bei Kritikern den Ruf als größter Preisdrücker auf dem Edelmetallmarkt erworben hat?
Wie auch immer. Die Analysten von JP Morgan Chase & Co schätzen, dass der Goldpreis bis zum zweiten Quartal 2011 auf Kurse zwischen 1.450 und 1.500 Dollar pro Feinunze steigt.
„Gold ist ein verlockende Investition, vor allem mittelfristig“, erklärt Michael J. Jansen im Base and Precious Metals Daily Report von JP Morgan. Er fällt sein Urteil auf den charttechnischen Gegebenheiten bei Gold. Die positive Preisentwicklung werde insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Chartposition gegenüber den Kurs-Durchschnitte der letzten 10, 20 und 30 Tage gestützt.
Zudem sei nun eine Rückkehr von Investorengeldern in den Goldmarkt zu beobachten. Die aktuellen Zahlen vom Terminmarkt seien positiv für Gold. Hier agierten die Spekulanten zuletzt wieder deutlich optimistischer. Auch die Gold-Bestände der großen ETFs (Exchange Traded Funds) seien derzeit stabil.
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Goldankäufer Wilton C. Brooks Jr. - Sein Polizeifoto wird von den Online-Medien prominent präsentiert.
Weil er gestohlenes Gold angekauft und es unterlassen habe, die Personalien des Verkäufers aufzunehmen, musste ein amerikanischer Goldankäufer in Simpsonville nun kurzzeitig hinter Gitter.
Der Besitzer eines Goldankauf-Shops in Simpsonville, South Carolina, hat die Folgen der verschärften Goldankauf-Gesetze in den USA zu spüren bekommen. Der Unternehmer kaufte von einem Kunden 20 Goldringe im Gesamtwert von 5.000 US-Dollar an, ohne die Personalien des Verkäufers aufzunehmen. Die Ware stellte sich später als Diebesgut heraus.
Der Shop-Besitzer wurde daraufhin wegen des Verstoßes gegen den „Precious Metal Act“ inhaftiert, später aber gegen eine Kaution von 7.500 Dollar wieder freigelassen.
In einigen US-Bundestaaten wurde die Gesetzgebung für Goldankäufer in den vergangenen Monaten deutlich verschärft (Goldreporter berichtete).
Laut Gesetzes-Text für South Carolina unterliegen den Bestimmungen „alle Personen, Unternehmen oder Teilhaber, die Edelmetalle, Schmuck, Halbedelsteine oder Edelsteine von der Allgemeinheit kaufen, ob als Schüttgut oder in gefertigter Form, mit dem Ziel finanziellen Gewinn für sich oder ihren Auftraggeber zu erzielen“.
Betroffen sind somit auch Edelmetall-Händler, die Goldmünzen oder Goldbarren von Privatpersonen ankaufen. Und jeder Goldverkäufer in South Carolina wird nun genauestens registriert. Ankäufer sind verpflichtet neben detaillierten Angaben zur Ware folgende Verkäuferdaten aufzunehmen: Name, Geschlecht, “Rasse”, Alter, Adresse, Führerscheinnummer (Lichtbildausweis), Unterschrift. Der Ankäufer darf die Ware zudem sieben Tage lang nicht weiterveräußern.
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Der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (FDP) macht den Vorschlag, Deutschland solle für Kredite an andere EU-Staaten Gold als Sicherheit einfordern.
Am vergangenen Wochenende berichtete die Wirtschaftswoche über „stillschweigende“ Bundesbank-Kredite an andere Notenbanken der Euro-Zone im Gesamtumfang von 338 Milliarden Euro seit dem Jahr 2006.
Fachleute, wie der ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, seien „fassungslos“ angesichts der verdeckten Kreditvergabe jenseits des offiziellen EU-Rettungsschirms, hieß es.
Sinn gegenüber Wirtschaftswoche: „Wenn Länder, deren Banken die Kredite gegeben wurden, zahlungsunfähig werden, haftet Deutschland.“
Zu dieser Angelegenheit hat sich nun FDP-Finanzexperte Frank Schäffler gegenüber dem Finanzblatt geäußert. „Angesichts der sich ausweitenden Krise müssen wir uns fragen, welche Sicherheiten Deutschland für seine Kredite und sonstigen Forderungen an schwächelnde Euro-Länder einfordern kann“, so Schäffler.
Er schlägt im Zuge der Kreditvergabe an EU-Länder vor, anstatt Staatsanleihen Gold als Sicherheit einzufordern. Dies sei als Pfand bei einen potenziellen Zahlungsausfall wesentlich geeigneter. Zum Schäffler-Artikel der Wirtschaftswoche.
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Vor- und Rückseite der "Double Eagle" Goldmünze (Foto: National Museum of American History)
Das Smithsonian‘s National Museum of American History beherbergt den “Double Eagle” aus dem Jahr 1849, der nun neu bewertet und auf einen Preis von 20 Millionen Dollar geschätzt wurde.
Das Nominal beläuft sich auf schmale 20 US-Dollar, geradezu banal mit der Aufschrift „Twenty D.“ gekennzeichnet. Gewicht: 33,444 Gramm. Durchmesser: 34 Millimeter. Die Rede ist vom „Double Eagle“ aus dem Jahr 1849.
Das seltene Goldstück wurde seinerzeit von der United States Mint in Philadelphia hergestellt. Das war zur Zeit des kalifornischen Goldrauschs. Öffentlich ausgestellt ist die Münze im Smithsonian‘s National Museum of American History in Washington D.C.
Die Fachleute des Professional Coin Grading Service (PCGS) haben sich darauf geeinigt, den Schätzwert der Münze von 15 Millionen Dollar im vergangenen Jahr auf nun 20 Millionen anzuheben. Damit ist der „Double Eagle“ die teuerste US-Münze.
Angeblich gibt es derzeit 235 historische US-Münzen, die unter Sammlern eine Million Dollar und mehr wert sind. Die meisten der amerikanischen Goldmünzen waren nach 1933 im Zuge des Goldverbots durch die Regierung Franklin D. Roosevelt eingeschmolzen worden.
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Kampf ums Öl, Geld-schwemme all überall: Der bekannte Schweizer Investment-Profi empfiehlt weiter, Gold und Silber zu kaufen.
Wenn wirtschaftliche Krisen und geopolitische Spannungen das Weltgeschehen dominieren, dann ist es weise Gold und Silber zu besitzen. Dieser Meinung ist auch Marc Faber. Der bekannte Schweizer Investment-Profi und Autor (Gloom, Boom & Doom Report) sprach kürzlich auf einer Investoren-Konferenz in Bangkok. Seiner Meinung nach bieten Staatsanleihen und Bankeinlagen keine Sicherheit mehr zum Schutz vor Marktschwankungen.
„Die USA wollen die Zinsen niedrig halten und die Geldversorgung ausdehnen, um öffentliche Schulden zu mindern, die viermal größer sind, als die Wirtschaftsleistung“, sagte Faber laut Comodity Online. Das halte die Zinsen unterhalb der Inflationsrate. Und das sei ein ideales Umfeld, um in Gold und Silber zu investieren. Staatsanleihen und Geldvermögen verlören dagegen an Wert.
Wie sieht es mit Aktien aus? „Es wird Zeiten geben wie von 1990 bis 2008, als Gold sich besser entwickelte als Aktien und umgekehrt in 2009. Aber der Schlüssel ist Flexibilität. Wir wissen nicht wie die Welt in 10 Jahren aussieht“, so Faber.
Er rechnet so oder so mit weiter steigenden Edelmetallpreisen. Die steigende Nachfrage nach Öl in den asiatischen Schwellenländern und die Wiederbelebung der amerikanischen Energie-Nachfrage könnten zu einer Verschärfung geopolitischer Krisen im Mittleren Osten und anderen ölproduzierenden Regionen führen. Das werde auch die Preise für Rohstoffe und Edelmetalle beflügeln.
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Der Euro-Dollar-Kurs scheiterte zuletzt immer wieder an der Marke von 1,3770 Dollar. Nun bewegt sich die europäische Gemeinschaftswährung kurzfristig wieder im Abwärtstrend.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar fällt, dann steigt hierzulande der Goldpreis, zumindest tendenziell. Aus diesem Grund ist es für uns immer wieder interessant, die Entwicklung dieses Währungspärchens zu betrachten.
Die Europäische Gemeinschaftswährung legte in den vergangenen Monaten eine wilde Berg-und-Tal-Fahrt hin. Nach steilen Anstiegen folgten tiefe Rücksetzer und umgekehrt. Zuletzt war die Marke von 1,377 Dollar für den Euro mehrfach ein scheinbar unüberwindbares Hindernis. Seit dem letzten Kurstief um 1,289 Dollar (Anfang Januar) hatte sich unsere Währung gegenüber dem Greenback aber deutlich erholt. Dieser Aufwärtstrend droht nun zu brechen.
EUR-USD-Kurs, 1 Jahr
Bei einem aktuellen Wechselkursverhältnis von 1,355 Dollar für einen Euro (Dienstag, 10 Uhr) steuert der Kurs zunächst Richtung 1,35 (aktueller Verlauf der 50-Tage-Linie) und 1,3482 Dollar (mehrfache Zwischentiefs). Die nächste wichtige Unterstützung folgt dann bei 1,3470 Dollar.
Die Reetablierung eines nachhaltigen Aufwärtstrends kann charttechnisch erst nach dem Ausbruch über die Abwärtstrendlinie erfolgen, deren Ausgangspunkt das Kurshoch bei 1,42 Dollar von Anfang November 2010 bildet.
Gold und Silber haben nach dem deutlichen Kursanstieg der Vortage zunächst einmal stärker abgegeben. Der Goldpreis notierte am Dienstagvormittag wieder leicht unterhalb von 1.400 Dollar. Der Silberpreis büßte mit 32,55 Dollar mehr als einen Dollar gegenüber dem Schlusskurs am Montag ein. Der fallende Euro-Kurs fing den Rückgang der Edelmetallpreise hierzulande etwas ab. Die Feinunze Gold kostete 1.029 Euro, Silber 23,96 Euro.
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