Dienstag,20.Januar 2026
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Ist ein Maple Leaf mehr wert als ein Krügerrand?

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Beim Kauf von Goldmünzen gilt es, Preise genau zu vergleichen. Wie macht man das? Goldreporter erklärt die Begriffe Feingewicht, Raugewicht, Feingoldgehalt und Aufgeld, die bei der Einschätzung über den wahren Wert einer Anlagemünze die entscheidende Rolle spielen.

Ist der Maple Leaf eigentlich mehr wert als ein Krügerrand, weil bei der kanadische Münzen 999 von 1.000 Teilen reines Gold sind, beim Krügerrand aber nur 916?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, die sich auf die Sinnhaftigkeit verschiedener Goldmünzen als Geldanlage beziehen. Anlass genug für uns, noch einmal detailliert auf die wichtigesten Begriffe und Maßeinheiten bei der Bewertung von Goldanlagemünzen einzugehen.

Feingewicht vs. Raugewicht
Das Feingewicht gibt an, wie viel Gramm reines Gold eine Münze beinhaltet. Man spricht auch von Feingoldgehalt. Das Feingewicht unterscheidet sich deshalb immer vom Gesamtgewicht einer Goldmünze, das auch Raugewicht genannt wird.

Der Grund: 100-prozentig reines Gold lässt sich technisch nicht herstellen. Die heutigen Verfahren lassen eine Gold-Raffinierung maximal bis zu einer Feinheit von 999,9/1.000 zu. Es bleibt also immer ein kleiner Rest fremden Materials im Gold eingeschlossen.

Um die Kratzfestigkeit einer Goldmünze zu erhöhen, wird mitunter Silber oder Kupfer beigemischt. Dies ist beim Krügerrand der Fall.

Beispiele:

1 Unze Maple Leaf
Reinheit: 999/1.000 (Feingold)
(Rau-)Gewicht: 31,103 Gramm
Feingewicht: 31,10 Gramm

1 Unze Krügerrand
Reinheit: 916,6/1.000 (Kupfer-Legierung)
(Rau-)Gewicht: 33,9305 Gramm
Feingewicht: 31,10 Gramm

Wichtig: Wenn von einer 1-Unzen-Münze die Rede ist, dann enthält die Münze immer auch 1 Unze reines Gold!

Ganz genau genommen ist der Krügerrand sogar etwas mehr wert, als ein Maple Leaf, denn die Münze enthält ja zusätzlich noch 2,8275 Gramm Kupfer. Bei der Preisstellung im Handel spielt dieser Umstand natürlich keine Rolle, denn diese Menge entspricht einem verschwindenden Gegenwert von aktuell 0,015 Euro.

Die kürzlich vorgestellte Centenario-Goldmünze enthält 37,5 Gramm (1,2 Unzen) Gold und wiegt mit 41,66 Gramm (Raugewicht) deutlich mehr als Krügerrand und Maple Leaf.

Berechnung
Um die Münzen aus Anlagegesichtspunkten zu vergleichen, rechnet man aus, was der reine Goldgehalt der Münzen wert ist.

Bei unserer Betrachtung hat sich ergeben, dass man mit dem Centenario gegenüber Krügerrand und Maple Leaf – relativ betrachtet – deutlich mehr reines Gold für sein Geld erhält. Was heißt das?

Einen direkten Preisvergleich stellt man an, indem man den Preis der Münze auf eine Unze Gold hochrechnet („Was kostet mich diese Münze pro Unze Feingold?“)

Hierzu teilt man den Preis für die Münze durch ihr Feingewicht. Man erhält die Kosten pro Gramm Gold. Das wiederum multipliziert man mit 31,1 Gramm.

Beispiel Centenario (Preise von vergangener Woche):

€ 1.023,99 Euro / 37,5 Gramm * 31,10 Gramm = € 849,23

Das Ergebnis vergleicht man mit den Handelspreisen für Krügerrand (€ 863,21) und Maple Leaf (€ 871,21) und erkennt, dass der Centenario in diesem Beispiel bis zu 2,5 Prozent günstiger ist.

Absoluter Preisvorteil
Ob eine Goldmünze generell teuer oder preiswert ist, beschreibt das so genannte Aufgeld. Es gibt prozentual an, wie viel ich für eine Münze über den reinen Goldwert hinaus bezahle. Das Aufgeld wird so berechnet:

Münzpreis pro Unze (€ 849,23) / Aktueller Goldpreis (€ 819) = 1,0369 = 3,69 Prozent

Fazit
Beim Kauf von Goldanlagemünzen sollte man immer auf das Feingewicht achten. Es sagt aus, wie viel Feingold tatsächlich in der Münze enthalten ist. So lassen sich Anlage-Alternativen preislich vergleichen. Absoluter Indikator für den Preis eines Goldinvestments ist das Aufgeld. Wir haben Ihnen gezeigt, wie man es berechnet.

Goldpreis nähert sich dynamisch seinem Euro-Allzeithoch

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Die Edelmetallpreise sind am Donnerstag sprunghaft angestiegen. Da die europäische Gemeinschaftswährung weiter schwach tendiert, profitieren vom Kursanstieg auch Anleger, die Gold gegen Euro getauscht haben.

Nach wochenlangem Kampf mit der Marke von 1.120 Dollar ist der Goldpreis am Donnerstagnachmittag steil angestiegen und hat den technischen Widerstand zumindest im Tagesverlauf mühelos hinter sich gelassen.

Die positiven Zahlen zur US-Konjunktur steuerten ihren Teil zur kleinen Edelmetall-Rally bei. Die Daten zu Industrie (Einkaufsmanager-Index) und Beschäftigung fielen besser aus, als erwartet. Anzeichen für ein Comeback der amerikanischen Wirtschaft nähren jedoch Inflationssorgen. Davon profitieren Gold und Silber.

Eine beeindruckende Entwicklung vollzog der Silberpreis bereits in den vergangenen vier Wochen. Am 26. Februar stand die Silberunze noch bei 16,10 Dollar (11,86 Euro). Heute nahm der Kurs bereits wieder Anlauf auf die 18 Dollar-Marke (13,25 Euro). Daraus ergibt sich für diesen Zeitraum ein Kursanstieg von fast 12 Prozent.

Gold notierte um 16 Uhr bereits bei 832 Euro. Damit machte der Preis pro Feinunze knapp vor seinem Allzeithoch halt. Der höchste Euro-Goldpreis aller Zeiten lag bislang bei 836,53 Euro. Das war am 5. März 2010 (London P.M. Fix).

Dennoch muss vor allzu großer Euphorie am Edelmetallmarkt gewarnt werden. Gerade im Umfeld der Bekanntgabe der US-Arbeitslosenzahlen kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu starken Kursturbulenzen. Abrupte Richtungsänderungen, ausgelöst durch große Verkaufsaufträge am Terminmarkt, waren stets an der Tagesordnung.

Wie die Banken die Politik über den Tisch zogen (Video)

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Die ZDF-Dokumentation “Gier und Größenwahn – Wie die Banken die Politik über den Tisch zogen“ enthüllt brisante Hintergründe die im Jahr 2008 zur Rettung der verstaatlichten Hypothekenbank Hypo Real Estate geführt haben.

„Bundesregierung und Steuerzahler bürgen inzwischen mit kaum vorstellbaren 102 Milliarden Euro für die HRE. Die Zahlen der Deutschen Bank vom Herbst 2008 waren bestenfalls eine Momentaufnahme“: Die ARD sendete die Dokumentation „Gier und Größenwahn“ im Rahmen der Serie „Die Story“ am 25. März 2010. Der 10-minütige Ausschnitt, den wir unten verlinkt haben, zeigt, wie findige Banker die deutsche Politik an der Nase herumführten. Doch Merkel, Steinbrück & Co. kommen im Zusammenhang mit dem HRE-Bankenskandal alles andere als die Rolle von Unschuldslämmern zu. Die weiteren Teile der Doku können Sie im erscheinenden YouTube-Vorschaufenster anklicken, nachdem der Ausschnitt beendet ist.

So entwickelt sich der Goldpreis im April

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Im Monat März fiel der Goldpreis um 2,75 Dollar oder 0,25 Prozent. In Euro gerechnet sprang dagegen ein Plus von 5,97 Euro oder 0,7 Prozent heraus. Wie geht es im April mit den Edelmetallkursen weiter? Goldreporter wirft einen Blick auf die 38-jährige Goldpreis-Statistik.

Der April ist historisch gesehen kein schlechter Monat. Er zeichnete sich im Durchschnitt der vergangenen 38 Jahre zwar nicht durch einen enormen Goldpreisanstieg aus. Im Mittel brachte der April aber ein minimales Plus von 0,03 Prozent.

Seit 1972 endete der April im Vergleich zum Vormonat allerdings nur 17 von 38 Mal mit einem höheren Goldpreis. 21 Mal schloss Gold niedriger.

Zweimal fiel das Jahreshoch auf einen April (1995 und 1998). Auch ein Jahrestief wurde zweimal in diesem Monat erreicht (1994 und 2003).

Die beste April-Performance (Top 5):
1982: +11,31%
2006: +9,29%
1987: +8,47%
1993: +4,91%
1998: +3,60%

Die schlechteste April-Performance (Top 5):
2008: -7,42%
2004: -7,18%
1981: -6,47%
1978: -5,95%
1975: -5,82%

In den vergangenen beiden Jahren war der April ein schlechter Monat. Während 2009 -3,21 Prozent erreicht wurden, stellte 2008 mit -7,42 Prozent den schlechtesten April innerhalb der vergangenen 38 Jahre.

Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im April seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.

Zur Erinnerung: Für den März spuckte die Statistik ein durchschnittliches Minus von 0,63 Prozent aus. Der aktuelle März endete mit einem Minus von 0,25 Prozent.

Hinweis: Alle Daten beziehen sich auf den Goldpreis des Londoner Vormittags-Fixings.

Maple-Leaf-Produzent meldet Rekordumsatz und vermisst Gold

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Die Royal Canadian Mint hat im Jahr 2008 eine Milliarde Kanadische Dollar umgesetzt und Rekordverkäufe mit Gold- und Silbermünzen erzielt. Dass die Zahlen erst mit einjähriger Verspätung bekannt gegeben wurden, liegt an einer offensichtlich nicht zu klärenden Bestandsdifferenz.

The Royal Canadian Mint (RCM) ist Hersteller der begehrten Maple-Leaf-Münzen. Mit einjähriger Verspätung gab das Unternehmen nun die Geschäftsergebnisse für das Jahr 2008 bekannt. Demnach erzielte die Prägeanstalt mit Edelmetall-Raffinierung und -Verkauf 1 Milliarde Kanadische Dollar (731 Millionen Euro). Das entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber 2007 von 266 Prozent.

Die Verkaufszahlen für 2008 im Einzelnen (In Klammern: Vergleich zum Vorjahr).
– Anlagegold (Münzen und Barren): 896.000 Unzen (+ 221,9%)
– Silber Maple Leaf: 8,8 Millionen Unzen (+ 151%)
– Edelmetall-Raffinierung: 6,9 Millionen Brutto-Unzen (+ 28%)

Die Zahlen wurden erst jetzt bekannt gegeben, weil die RCM bei der Inventur den Verbleib von 17.500 Unzen Gold im Wert von 15 Millionen Kanadischen Dollar (10,96 Mio. Euro) nicht klären konnte. Ein Buchungsfehler wird ausgeschlossen. Unterschungungen der Kriminalpolizei brachten auch kein Ergebnis.

Bereits für den kommenden Monat wird das Geschäftsergebnis für 2009 erwartet.

Um die aktuelle Nachfrage befriedigen zu können, wurde die Belegschaft übrigens auf insgesamt 865 Personen aufgestockt. Nie hatte die Royal Canadian Mint mehr Beschäftigte.

Samstag, 5. Februar 2011, 17:33 Uhr | Eingetragen von Goldreporter | Edit

Frecher Besucher bei der Royal Canadian Mint (Video)

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Unterhaltsamer Beitrag über den Besuch des kanadischen Comedian Rick Mercer bei den Machern der Maple-Leaf-Goldmünzen.

Der kanadische Komiker und Moderator Rock Mercer besuchte im Jahr 2008 die Royal Canadian Mint. Die kanadische Münzeprägeanstalt stellt die bekannten Maple-Leaf-Münzen (Silber- und Goldmünzen) her. Beitrag über Goldmünzen-Produktion in Ottawa mit einem guten Schuss Humor (in Englisch).

Anmerkung: So locker wie im Video wird die Royal Candian Mint heute vermutlich nicht mehr mit Besuchern umgehen. Im Jahr 2009 kamen der Prägeanstalt nämlich 17.500 Unzen Gold auf ungeklärte Weise abhanden (Link). Es ist anzunehmen, dass die Sicherheitsvorkehrungen daraufhin deutlich verschärft wurden.

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Goldnachfrage in China wird sich verdoppeln

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Einem aktuellen Bericht des World Gold Council zufolge, wird das Land der aufgehenden Sonne in zehn Jahren doppelt so viel Gold benötigen wie heute. Es zeichnet sich ab, dass China die Binnennachfrage immer weniger mit der Gold-Produktion im eigenen Land bedienen kann.

„Die Goldnachfrage in China hängt gegenüber anderen großen Märkten substanziell zurück. Wenn in China pro Kopf genauso viel Gold gekauft würde wie in Indien, Hong Kong oder Saudi- Arabien, dann könnte sich die jährliche Nachfrage alleine im Schmucksektor um 100 auf 4.000 Tonnen erhöhen“, heißt es in einem aktuellen Bericht des World Gold Council (WGC).

Im Jahr 2009 erwarben die Chinesen Gold im Wert von 14 Milliarden US-Dollar, zu Preisen per Ende 2009. Das entspricht laut den Zahlen des WGC 11 Prozent der weltweiten Nachfrage. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die chinesische Goldnachfrage um 15 Prozent per annum.

„Als eine der weltweit größten Volkswirtschaften, ist China sehr schnell zu einem prominenten Goldmarkt aufgestiegen. Dennoch hat unsere Analyse ergeben, dass im chinesischen Goldmarkt bedeutendes Wachstumspotenzial schlummert. Wenn die Goldnachfrage in China weiter beschleunigt zunimmt und sich den großen Märkten annähert, dann erwartet der WGC auf der Basis von Tonnagen eine Verdoppelung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Dies würde einer jährlichen Goldnachfrage von ungefähr 29 Milliarden Dollar entsprechen, basierend auf den Preisen von Ende 2009“, erklärt Marcus Grubb, Managing Director Investment beim WGC.

Weitere Erkenntnisse aus dem China-Report des WGC:

– Die Investment-Nachfrage Chinas ist im Gleichklang mit dem Wachstum der Wirtschaftsleistung und der Bevölkerung des Landes angestiegen. Der WGC erwartet eine Fortschreibung dieses Trends.

– Während das Goldangebot aus China derzeit wächst, erwartet der WGC einen Rückgang der chinesischen Goldproduktion in Zukunft.

– Innerhalb der letzten 10 Jahre steigerte China seine Goldproduktion um 84 Prozent. Chinas Anteil an den bekannten, verbleibenden Goldvorkommen wird dennoch auf nur 4 Prozent geschätzt.

– Der WGC erwartet, dass die heute bekannten chinesischen Goldvorkommen innerhalb der kommenden sechs Jahre erschöpft sein werden.

Fazit: Man geht beim WGC von einer zunehmenden Kluft zwischen Gold-Angebot und Gold-Nachfrage in China aus, die in den kommenden Jahren bedeutenden Einfluss auf den weltweiten Goldmarkt haben werde.

Investment-Tipp: Der mexikanische Libertad

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1-Kilo-Silber-Libertad mit Holzkassette

Silber- und Gold-Libertad sind die Krone mexikanischer Münzprägekunst. Vor allem aber handelt es sich um besonders preisgünstige Anlageprodukte zum Vermögensschutz. Besonders dann, wenn man den richtigen Anbieter kennt.

Mexiko besitzt nicht nur große Erdölvorkommen, das Land ist nach Peru auch der zweitgrößte Silber-Produzent der Welt. 2008 wurden in Mexiko 104,4 Millionen Unzen Silber gefördert. Das entsprach 15 Prozent der gesamten, weltweiten Silber-Produktionsmenge. Aus diesem Vermächtnis entstammt auch eine große mexikanische Tradition: Die Herstellung hochwertiger Gold- und Silbermünzen.

Freiheit aus Mexiko
Der Libertad wird seit Anfang der 80er-Jahre als Silber- und Goldmünze ausgegeben. Der Gold-Libertad gilt als moderne Neuauflage des Centenario, den wir bereits in einem früheren Investment-Tip vorgestellt haben.

Besonderheiten
Die Münzen tragen kein Währungs-Nominal. Es wird nur das Edelmetallgewicht genannt (z.B. 1 Onza = 1 Unze). Diese Tatsache bringt den Anlagecharakter der Münze voll zum Ausdruck, genau wie beim südafrikanischen Krügerrand.

Trotz des fehlenden Währungsbezugs ist der Libertad in allen Erscheinungsformen offizielles Zahlungsmittel in Mexiko. Der Edelmetallwert wird täglich in die Landeswährung umgerechnet.

Silber-Libertad
Da die Verfahren zur Herstellung reinsten Edelmetalls (999/1000) erst mit den Techniken moderner Edelmetallraffination möglich war, wird der seit 1982 hergestellte Silber-Libertad gerne als erste Silberanlagemünze der Welt bezeichnet.

Münzdaten:
Feinheit: 999/1000
Erhältliche Größen: 1/20 Unze, 1/10 Unze, ¼ Unze, ½ Unze, 1 Unze, 2 Unzen, 5 Unzen
Eine 1kg-Libertad-Münze gibt es in limitierter Sonderauflage (siehe Bild am Artikelanfang).

Gold-Libertad
Diese Münze erschien erstmals 1981. Die heutigen Ausgaben werden seit 1996 mit leicht verändertem Aussehen geprägt (siehe unten).

Münzdaten:
Feinheit: 999/1000
Erhältliche Größen (Unzen): 1/20 Unze, 1/10 Unze, ¼ Unze, ½ Unze, 1 Unze

Münzbild
Der mexikanische Libertad ist besonders aufwendig und detailliert gestaltet. Silber- und Gold-Libertad weisen in der neuesten Prägung grundsätzlich die gleiche optische Gestaltung auf.

Abb.: Libertad-Unzen in Gold und Silber

Avers: Hier ist die namensgebende, mexikanische Siegesgöttin Libertad (Dtsch: Freiheit) abgebildet. Sie trägt Flügel und thront auf einem Sockel. Im Hintergrund sind die mexikanischen Vulkane Popocatépetl und Iztaccíhautl zu sehen. Auf der gleichen Seite erscheint das Münzgewicht (1 Onza).

Die Schrift unterscheidet sich bei Silber- und Gold-Libertad wie folgt:
Silber-Libertad: „1 Onza Plata Pura“ (1 Unze reines Silber)
Gold-Libertad: „1 Onza Oro Puro“ (1 Unze reines Gold)

Es folgt bei beiden der Prägejahrgang und „Ley .999“ (Reinheitsgrad)

Revers: Im Zentrum steht, wie beim Centenario, der mexikanische Wappenvogel. Er sitzt auf einem Kaktus und hält eine Schlange im Schnabel. Der Kampf „Gut gegen Böse“ (siehe Centenario) wird auch in den ringförmig angeordneten kleineren Abbildungen illustriert. Es handelt sich hierbei um traditionelle mexikanische Siegelwappen. Das große innere Motiv wird von dem Schriftzug „Estados Unidos Mexicanos“ (Vereinigte Mexikanische Staaten) umringt.

Ganz genau kann man den Gold-Libertad bei Münzengold.de betrachten.

Libertad-Münzen mit einer Größe kleiner als 1 Unze, tragen auf der Rückseite nur das Zentrale Adler-Motiv mit der Rundschrift.

Der Münzrand ist geriffelt. Dadurch ist bei Edelmetallmünzen sofort erkennbar, wenn Material an der Kante abgerieben wurde. Einer Münzverschlechterung soll auf diese Weise vorgebeugt werden.

Die Vorzüge
Einer der wesentlichen Vorteile der Libertad-Münzen: Sie werden gegenüber vergleichbaren Münzen in der Regel mit einem geringeren Aufgeld auf den reinen Gold- beziehungsweise Silberwert verkauft. Das beweist der Preisvergleich.

Tabelle: Aufgeld verschiedener Gold-Anlageprodukte im Vergleich; (Durchschnitts-)Preise in Euro, Stand: 11.03.2010.

Um entsprechend gute Preise zu bekommen, empfiehlt sich der Kauf bei einem Direktimporteur. Hierzu gehört MP Edelmetalle. Der renommierte Anbieter aus Nordrhein-Westfalen bezieht die Ware direkt bei der Banco de México. Zwischenhändlermargen entfallen somit. Optimale Verfügbarkeit ist sichergestellt.

Fazit: Silber- und Gold-Libertad schlagen preislich alle auf dem Markt erhältlichen Anlage-Unzen. Sie sind hervorragende Investments zur Diversifikation des privaten Vermögensschutz-Depots.

Webfundstück: „Machen Sie Ihr Gold zu Nichts!“

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Eine gelungene Amateur-Videoproduktion aus dem World Wide Web nimmt Goldankaufs-Spots auf die Schippe.

Die landlichen Regionen unserer Republik sind mit grünen „Altgold ist Bargeld“-Schildern gepflastert. Ein akurrat gescheitelter Herr fordert uns in TV-Spots auf, Beutel mit altem Schmuck zu füllen. Und Calli Calmund meint: „Gold bringt Geld“. Wenn Ihnen die Werbung der Altgold-Ankauf-Branche auch auf den Geist geht, dann dürfte Ihnen das folgende Video gefallen.

Neue 10-Euro Silbermünzen: Sollte man sie kaufen?

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Das Bundesfinanzministerium bringt anlässlich der Frauenfußball-WM in Deutschland im kommenden Jahr neue Silber-Zehner heraus. Für Anleger lohnt sich der Kauf aber nur bedingt.

Die Bundesregierung wird unter dem Titel „Frauenfußball-WM in Deutschland“ eine neue 10-Euro-Silber-Gedenkmünze in einer Auflage von maximal 1,8 Millionen Stück herausbringen.

Der neue Silberzehner wird, wie seine Vorgänger, aus 925er Sterlingsilber (7,5% Kupferbeimischung) bestehen und ein Gewicht von 18 Gramm aufweisen. Es sind Stempel- und Spiegelglanz-Ausführungen geplant. Die Münzen gelten als offizielles Zahlungsmittel und werden üblicherweise zu einem Ausgabepreis von 15 Euro (Spiegelglanz) bzw. 10 Euro (Stempelglanz) angeboten.

Die Frauenfußball-WM finden vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in neun deutschen Städten statt. Die Silbermünze soll kurz vor WM-Start erhältlich sein.

Die Silberzehner werden auch von Anlegern gerne gekauft. Argument: Man tauscht ungedecktes Papiergeld gegen silbergedecktes Hartgeld. Damit besitzt man echtes Geld und profitiert dazu noch von einem möglichen Anstieg des Silberpreises.

Auf dem aktuellen Silberpreis-Niveau müssen die 10-Euro-Silbermünzen des Bundes eher als Sammlermünzen gelten. Denn der Silberwert der Münze (16,65 Gramm Feingewicht) beträgt derzeit nur rund 7 Euro.

Mit dem Kauf eines Wiener Silber Philharmonikers ist das Geld in jedem Fall besser angelegt, weil günstiger. Hier erhält man derzeit für rund 15 Euro eine ganze Unze Silber.

Großbritannien: Gordon Brown wegen Goldverkäufen unter Beschuss

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Als Schatzkanzler verantwortete Premier Gordon Brown zwischen 1999 und 2002 den Verkauf großer Teile der britischen Goldreserven. Der Goldpreis lag damals auf einem 20-Jahre-Tief. Kurz vor den Unterhauswahlen wird die britische Regierung nun gezwungen, Details über die umstrittenen Goldverkäufe zu enthüllen.

Man spricht in Großbritannien vom „Brown Bottom“. Gemeint ist damit das historische Goldpreistief um die Jahrtausendwende. Der damalige Schatzkanzler und heutige Premierminister Gordon Brown veranlasste seinerzeit den Verkauf von 395 Tonnen Gold der damals 715 Tonnen umfassenden britischen Gold-Reserven. Das Gold wurde zwischen 1999 und 2003 im Rahmen von insgesamt 17 Auktionen zu Preisen zwischen 256 Dollar und 296 Dollar veräußert. Seither hat sich der Goldpreis vervierfacht. Kritiker kommen somit auf einen entgangenen Gewinn von geschätzten 7 Milliarden Dollar, für die Brown sich gegenüber den Steuerzahlern nun rechtfertigen soll.

Nicht alleine der Verkauf, sondern auch die Art und Weise, wie sich Großbritannien damals von seinem Zentralbankgold trennte, erhitzt im aktuellen Wahlkampf erneut die Gemüter. Schließlich hatte Brown seinerzeit eigenmächtig gehandelt und die Auktionen sogar einige Zeit vorher angekündigt. Keine gute Idee, wenn man in diesem Markt den bestmöglichen Preis erzielen will. Denn der Goldpreis fiel damit schon im Vorfeld der Auktionen. Faktisch nie bewiesen, aber bis heute von Kritikern gemutmaßt: Großbritannien half im Umfeld der Euro-Einführung vor gut 20 Jahren, den Goldpreis zu drücken.

Trotz zahlreicher Initiativen, Licht in das dunkle Kapitel von Brown Amtszeit zu bringen, verweigerte die Regierung bis heute jegliche Aussage zu den damaligen Goldverkäufen. Doch dies dürfte sich nun ändern.

Der Leiter der britischen Datenschutzbehörde wurde nun auf Initiative der Tageszeitung The Daily Telegraph sowie auf Anfrage der politischen Opposition aktiv. Der Information Comissioner ordnete an, die Regierung müsse bis Ende April Details über den Vorgang vorlegen. „Die britische Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, was passierte und warum so viel Geld verloren gegangen ist. Die Dokumente müssen sofort veröffentlicht werden“, sagte Oppositionsführer George Osborne von der Conservative Party vergangene Woche gegenüber der britischen Zeitung Telegraph.

Demnächst stehen Parlamentswahlen in Großbritannien an.

Goldreporter

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Gold- und Silberpreis-Manipulation? Das Resümee der CFTC-Anhörung

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Großbanken-Kritiker: Privathändler und Market Maker Mark Epstein

Am vergangenen Donnerstag fand in Washington ein historisches Ereignis statt. Erstmals in der Geschichte des Warentermin-marktes lud die zuständige Aufsichtsbehörde CFTC wichtige Vertreter und Marktteilnehmer des Industrie- und Edelmetallhandels zu einer öffentlichen Anhörung ein. Es ging um die mögliche Einführung von Positions-Limits und um die Marktkonzentration vor allem im Handel mit Silber-Futures. Goldreporter fasst zusammen.

Ziel des Meetings am vergangenen Donnerstag war es, die Notwendigkeit so genannter Positions-Limits beim Terminhandel mit Industrie- und Edelmetallen zu erörtern. Was heißt das?

Die Ausgangslage
Bereits im Energie-Bereich (z.B. Öl) wurden von der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CTFC) kürzlich Grenzen über den möglichen Umfang von Terminmarktpapieren in den Händen einzelner Händler gesetzt. Ziel war es, übertriebene Spekulation einzelner, kapitalstarker Marktteilnehmer zu begrenzen und eine gerechte Marktpreisfindung zu gewährleisten.

Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass einzelne Spekulanten am Terminmarkt mit sehr großen Handelspositionen wesentlich zum rasanten Anstieg des Ölpreises im Jahr 2008 beigetragen hatten.

Aufgrund zahlreicher Anfragen aus dem Metallmarkt, lud Gary Gensler, der Vorsitzende der CTFC, zu einer entsprechenden Anhörung ein, um auch diesen Sektor näher zu untersuchen

Die Interessengruppen
Zwei wesentliche Personengruppen konnten Statements zum Thema abgeben. Das war zum einen jene, die jegliche Beschränkung im Futures-Handel ablehnt. Hierzu gehörten unter anderem Repräsentanten der Handelsplätze COMEX, London Metal Exchange und NYSE Euronext sowie Bankenvertreter von Barclays Capital und HSBC.

Als Kritiker der aktuellen Marktkonzentration im Edelmetallmarkt und Befürworter von Positions-Limits waren anwesend: Bill Murphy, Vorsitzender des Gold Anti-Trust Action Committee (GATA) und Mark Epstein, ein junger aber erfahrender Privathändler und Market Maker (siehe Artikelbild).

Ebenso angehört wurden Vertreter der Metall-Industrie (Kupfer und Messing, Automobil-Sektor). Diese Repräsentanten sind typischer Weise gegen einen Preisstieg des verwendeten Rohstoffes, wollen aber stets günstig einkaufen. Sie können somit als Anhänger von Positions-Limits ausschließlich für Long-Positionen angesehen werden.

Eine detaillierte Teilnehmerliste haben wir bereits in einem früheren Artikel veröffentlicht.

Das Ergebnis
Nun zunächst einmal muss man erneut die Bedeutung des Events hervorheben. Dass sich die Aufsichtsbehörden öffentlich mit möglichen Spekulationen und der hohen Marktkonzentration auf dem Edelmetallmarkt auseinandersetzen, ist bemerkenswert.

Wie Goldreporter bereits in einem kürzlich erschienenen Artikel berichtete, kontrollierte die US-Großbank JP Morgan den amerikanischen Futures-Handel mit Gold Ende 2009 mit einem Anteil von 98 Prozent.

Kritiker gehen seit langem von einer gezielten Preismanipulation auf dem Edelmetallmarkt aus. Unzweifelhaft nachgewiesen wurde dies jedoch nie. Vieles spricht allerdings nach wie vor dafür.

Obwohl kein Vertreter von JP Morgan an der Besprechung teilnahm, machten die anderen Bankenvertreter ihrerseits deutlich, dass der Terminmarkt nicht beschränkt werden dürfe, weil mit den Positionen am Terminmarkt, Kontrakte an anderen Märkten (für eine Vielzahl von Kunden) gehedgt, also abgesichert würden. Eine Beschränkung der Position Limits am Terminmarkt sei somit höchst kontraproduktiv und schädigte die Finanzmärkte.

Großbanken-Kritiker Mark Epstein legte in detaillierten Beispielen dar, wie es vor allem auf dem Silbermarkt an bestimmten Tagen immer wieder zu dramatischen Preisstürzen innerhalb von Millisekunden kommt. Es würde dann in großen Mengen Silber konzentriert am Terminmarkt abgestoßen. Er verwies auf die große Marktmacht einzelner Trader und auf den manipulativen Effekt dieser intransparenten Trades.

GATA-Chef Bill Murphy sprach unverhohlen von Manipulation auf dem Silbermarkt, die bekannt sein müsse und gegen die einfach nichts getan werde.

Das Fazit
Entscheidungen wurden im Rahmen des Meetings nicht getroffen. Man darf aber gespannt sein, welche Schlüsse die CFTC aus dieser Anhörung zieht. Allzu große Hoffnungen sollten sich Befürworter von Handelsbeschränkugen jedoch nicht machen. Erfahrungsgemäß wird sich der Bankeneinfluss in diesem Sektor durchsetzen. Selbst wenn man strengere Positions-Limits beschließt, dürften die großen Händler im Einzelfall Sondergenehmigungen erhalten, wie es bereits vielerorts üblich ist.

Kritische Marktbeobachter, wie der Silberexperte Ted Butler, sehen die große Bedeutung des Meetings vor allem in der Tatsache, dass das Thema öffentlich diskutiert und die Kritik damit von den Kontrollinstanzen ernst genommen wurde.

Für alle diejenigen, die die Anhörung noch einmal verfolgen möchten. Der Webcast befindet sich im Online-Archiv der CFTC.

Goldreporter

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Unterstützung für den Goldpreis: Nachfrage zieht an

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400-Unzen-Barren aus russischer Produktion

Der weltweit größte Gold-ETF SPDR Gold Trust baute seine Lagerbestände gegenüber der Vorwoche aus. Und auch in Asien wird wieder mehr Edelmetall gekauft. Das Preisniveau unterhalb von 1.100 Dollar erweist sich erneut als wichtige Unterstützung.

Die physischen Goldbestände, die der amerikanische Gold-ETF SPDR Gold Trust für seine Investoren einlagert, ist innerhalb der vergangenen sieben Tage um rund 9 Tonnen gestiegen. Alleine am gestrigen Donnerstag kamen 4,5 Tonnen hinzu. Dies geht aus den offiziellen Angaben auf der Internetseite des Fonds-Anbieters hervor. Die Gesamtmenge belief sich demnach auf 1.124,65 Tonnen. Seit Jahresanfang verzeichnete SPDR damit allerdings weiter einen leichten Goldabfluss in Höhe von 0,79 Prozent.

In Asien nutzte Schmuckhändler den kurzzeitigen Kursrückgang bei Gold offensichtlich eifrig zu Nachkäufen. „Wir erleben Nachkäufe in den Märkten, nicht nur in Hong Kong. Es gibt eine starke Nachfrage auf der physischen Seite“, erklärte Dick Poon, Manager des Edelmetallanbieters Heraeus in Hong Kong gegenüber der asiatischen Wirtschaftspresse.

Zur gleichen Erkenntnis kommen indische Großhändler. Nachdem die Goldexporte Indiens laut Bombay Bullion Association im Februar deutlichen zurückgingen (-15% auf 28,8 Tonnen), kommt das Schmuckgeschäft nun offensichtlich wieder in Gang. Der Höhepunkt der indischen Festival- und Hochzeits-Saison im April und Mai steht an. “In der vergangenen Woche sprangen die Verkäufe deutlich an. Die Durchschnittsverkäufe der letzten fünf Tage lagen mehr als 30 Prozent über dem Mittel der vergangenen zwölf Monate“, heißt es von Seiten des großen indischen Edelmetallhändlers UBS.

Erkenntnis: Der Preisbereich knapp unterhalb von 1.100 Dollar scheint sich einmal mehr als bedeutendes Unterstützungs-Niveau herauszustellen. Hier drängen nach einem Kursrückgang immer wieder verstärkt Käufer in den Markt.

Zentralbank des Euro-Systems kauft Goldmünzen

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In einer Pressemittleilung informierte die Europäische Zentralbank heute über die Erhöhung der Position „Gold und Goldforderungen“ in der konsolidierten Bilanz um 1 Million Euro.

Eine Zentralbank des Eurosystems hat in der vergangenen Woche Goldmünzen im Wert von 1 Million Euro erworben. Das geht aus einer aktuellen Pressemittteilung der Europäischen Zentralbank hervor. Die Position „Gold und Goldforderung“ in der konsolidierten Bilanz des Eurosystems erhöhte sich um den entsprechenden Betrag. Weitere Details werden nicht genannt.

Im kommenden Juni gibt das Bundesfinanzministerium die erste 20-Euro-Goldmünze aus der neuen Serie „Deutscher Wald“ heraus (siehe Artikelbild). Möglicherweise steht die Meldung im Zusammenhang mit der Ausgabe dieser Münze.

Papiergold-Handel: JP Morgan dominiert den US-Markt zu 98 Prozent!

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Ende vergangenen Jahres wurden von amerikanischen Banken Gold-Derivate im Volumen von 82,17 Milliarden Dollar gehalten. Eine Großbank alleine hatte in diesem Geschäft praktisch alle Fäden in der Hand, und sie handelte mit dem Papiergold sehr kurzfristig.

JP Morgan Chase meldete per 31. Dezember 2009 offene Gold-Derivat-Geschäfte im Volumen von 82,169 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem aktuellen Gegenwert von 2.318 Tonnen Gold.

Die US-Großbank trat als Händler von 98 Prozent aller in den USA registrierten Gold-Derivat-Geschäften auf. Im Vergleich zum Vorquartal blieben die Zahlen praktisch konstant. Das geht aus dem aktuellen Report des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hervor. Der Bericht erscheint nur alle drei Monate. Und er enthüllt weitere Details über den US-Handel mit Papiergold.

69 Prozent aller amerikanischen Derivat-Geschäfte mit Gold hatten Ende 2009 eine Laufzeit von maximal einem Jahr. Eine geringere Laufzeit wird im Report nicht als Kategorie ausgewiesen. Nur 1,7 Prozent der offenen Kontrakte hatten eine Fälligkeit mit einem Horizont länger als fünf Jahre.

Wer sind die weiteren Akteure? Die Daten des Reports besagen, dass Goldman Sachs in den USA Ende 2009 überhaupt nicht im Handel mit Gold-Derivaten engagiert war. Lediglich Citibank, mit einem Volumen von 1,14 Milliarden US-Dollar und Bank of America (437 Mio. Dollar) hatten noch ihre Finger im Spiel.

Destabilitätsakt ruiniert Stabilitätspakt: Warum der deutsche Steuerzahler in jedem Fall zahlt

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Die europäischen Regierungen arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung für Griechenland. Alleine bis Mai muss das überschuldete Land erneut 22 Milliarden Euro aufbringen, um fällige Anleihen zu bedienen. Es kann keinen Zweifel mehr darüber geben, dass der deutsche Steuerzahler in Athen einspringen muss. Die Frage ist nur, wie die Regierung das ihren Bürgern verkauft.

Das Thema Staatsverschuldung wird uns noch lange beschäftigen. Nachdem es den Regierungschefs der EU-Länder kürzlich noch gelang, die Finanzmärkte mit guten Worten Richtung Mittelmeer zu besänftigen, brach in der vergangenen Woche erneut das totale Chaos aus.

Schuld daran ist vor allem die deutsche Bundesregierung. „Täglich eine neue Haltung zu Griechenland“, schriebt die FAZ. Es herrscht Uneinigkeit in der schwarz-gelben Koalition. Uneinigkeit zwischen den Regierungen der Europäischen Union. Angela Merkel und Guido Westerwelle haben mehrfach betont, dass es keine Hilfe aus Deutschland gibt. Warum? Weil aus Griechenland niemand darum gebeten hätte. Die Bundesregierung spielt auf Zeit. Und dafür ist unsere Kanzlerin ja mittlerweile bekannt. Sie verschweigt, was die meisten ohnehin wissen: Am Ende ist der deutsche Steuerzahler in jedem Fall dran.

Denn wenn nun doch der IWF in Athen einspringt, möglicherweise flankiert mit einem europäischen Hilfspaket, dann landet auch deutsches Geld in Athen. Deutschland ist nach den USA und Japan der wichtigsten Geldgeber der supranationalen Finanzinstitution. Diese wird ausschließlich von ihren Mitgliedern finanziert. Deutschland sitzt mit einem Kapitalanteil von 5,98 Prozent nach den USA und Japan als drittgrößter Geldgeber mit im Boot.

Auch die Gründung eines Europäischen Währungsfonds ist nicht vom Tisch. Es heißt, Angela Merkel sei dafür auch bereit, europäische Verträge zu ändern. Und obwohl eine mögliche EWF-Hilfe für Griechenland ohnehin zu spät käme, benötigte diese neue Europa-Bank ebenfalls deutsches Grundkapital.

Eine gemeinsame EU-Anleihe würde die Staatsfinanzierung der Länder mit (noch) bester Bonität verteuern. Deutschland gehört dazu.

Fazit: Nach dem Stabilitätspakt folgt der Destabilitätsakt. Ein krankes EU-Land, infiziert andere Volkswirtschaften der Gemeinschaft. So war die Sache nicht gedacht. Der deutsche Steuerzahler zahlt damit in jedem Fall, selbst wenn man Griechenland vollends seinem Schicksal überlässt. Denn dann geraten auch deutsche Banken ins Wanken und für deren Rettung springt im Zweifel erneut die Öffentlichkeit ein.

Investment-Tipp: Der mexikanische Centenario

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Centenario-Goldmünze

Eine gute Gold-Anlagemünze sollte einen hohen Goldanteil aufweisen. Ihr Kaufpreis sollte nahe am reinen Goldwert liegen. Und sie sollte möglichst gut handelbar sein. In dieser Hinsicht denken viele zunächst an Krügerrand oder Maple Leaf. Es gibt auf dem Markt aber eine Vielzahl sehr guter Anlagemünzen, die in in dieser Hinsicht teilweise sogar bessere Eigenschaften aufweisen. Hierzu gehört der mexikanische Centenario. Die Goldmünze ist derzeit im Bereich von 1.000 Euro Anlagewert das mit Abstand günstigste Goldangebot. Höchste Zeit, dass Goldreporter diese Münze detailliert vorstellt.

Mexiko ist die Heimat der ersten Münzprägestätte des amerikanischen Kontinents. Die Casa de Moneda wurde bereits im Jahr 1535 von der spanischen Krone gegründet. Sie ist bis heute für die Prägung der mexikanischen Münzen zuständig.

Der Centenario

Die Centenario-Goldmünze wurde erstmals 1921 ausgegeben, zum hundertjährigen Gedenken an den mexikanischen Unabhängigkeitstag. Centenario heißt auf Deutsch nichts anderes als Hundertjahrfeier.

Der Centenario gehört zu den ältesten Gold-Anlagemünzen der Welt. Es existieren heute insgesamt sechs unterschiedliche Münzgrößen. Man spricht auch von der Centenario-Familie. Die verschiedenen Nominale waren nicht alle gleichzeitig erhältlich, sondern wurden über die Jahre hinweg durch zusätzliche ergänzt. Sie erhielten auch jeweils eigene Namen (siehe Münzdaten unten). Alle Stücke sind in der mexikanischen Währung Peso denominiert.

Bereits in den 20er-Jahren wurden jährlich 400.000 Unzen produziert. Der Centenario diente als offizielles Zahlungsmittel. Zwischen 1931 und 1943 stoppte man die Herstellung. Im Zeitraum von 1949 bis 1972 wurden dann fast vier Millionen 50-Pesos-Stücke geschlagen. Die meisten davon weisen jedoch 1947 als Prägejahr aus. Diese Ausgaben wurden zurückdatiert.

Das 50-Pesos-Stück wird bis heute als Neuprägung ausgegeben. Für ältere Centenario-Münzen (Prägejahr vor 1947) verlangt der Handel höhere Preise.

Zum 200-jährigen Unabhängigkeitstag erhält die Familie übrigens „Nachwuchs“. Im September wird der Bicentenario eingeführt, der in Größe und Gewicht dem Centenario entsprechen wird.

Münzdaten

Feinheit: 900/1000 (10-prozentige Kupferlegierung)

Größen/Bezeichnung:
200 Pesos – Bicentenario (ab 09/2010)
50 Pesos – Centenario
20 Pesos – Azteca
10 Pesos – Hidalgo
5 Pesos – ½ Hidalgo
2,5 Pesos – ¼ Hidalgo
2 Pesos – Hidalgo

Die heute wichtigste Centenario-Münze ist das 50-Pesos-Stück (Neuprägung). Sie besitzt ein Feingewicht von 1,2057 Unzen und wiegt 41,66 Gramm. Der Durchmesser beträgt 37 mm. Damit ist die Münze exakt so groß wie der Wiener Gold-Philharmoniker. Sie weist jedoch mit 2,69 mm (gegenüber den 2 mm des Philharmonikers) eine deutlich größere Münzstärke auf und liegt dadurch (sehr angenehm) wuchtig in der Hand.

Wissenswert
Nachdem das Goldverbot in den USA 1974 aufgehoben wurde, zählte die mexikanische Centenario zu den begehrtesten Anlagemünzen der Vereinigten Staaten. Der Grund: Alternative Anlagemünzen gab es für die Amerikaner kaum, da die Regierung die 1933 eingezogenen Gold-Dollar-Bestände zu großen Teilen einschmelzen ließ.

Münzbild (50 Pesos)

Avers (vorn): Hauptmotiv ist die „beflügelte“ Siegesgöttin auf einem Podest und mit einem Lorbeerkranz in der rechten Hand. Zwei Bergkuppen im Hintergrund stellen die berühmten Vulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl dar. Interessant sind die Wert- und Jahresprägungen auf den Münzen. Links ist jeweils die Jahreszahl 1821 abgesetzt (Jahr der Unabhängigkeit). Rechts erscheint das Prägejahr. Neben dem Nominal (50 Pesos) ist der Goldgehalt („37,5 Gr Oro Puro“) aufgeführt.

Revers (hinten): Die Rückseite trägt den Schriftzug „Estados Unidos Mexicanos“ (Vereinigte Staaten von Mexiko) und zeigt den mexikanischen Wappenvogel (Golden Eagle) in seinem Nest, mit einer Schlange in seinem Schnabel. Das Bild soll den Triumph des Guten über das Böse symbolisieren.

Abb. 1: Der Centenario. Durch die Kupferlegierung erhält die Goldmünze einen rötlichen Farbton. Auf dem Münzrand erscheint der Schriftzug „Independencia y Libertad“ (Unabhängigkeit und Freiheit).

Die Vorzüge
Gegenüber den gängigen 1-Unze-Goldmünzen ist der Centenario (50 Pesos) deutlich günstiger (siehe Vergleich unten). Die Münze ist sehr gut handelbar, denn selbst die Scheideanstalten nehmen den Centenario ohne hohe Abschläge an. Sie wird übrigens in einer passenden Münzkapsel ausgeliefert.

Preisvergleich
Um den Preis der Centenario mit anderen Goldanlageprodukten zu vergleichen, haben wir das aktuelle Aufgeld für verschiedene Goldanlageprodukte zwischen einer Unze und 100 Gramm errechnet und gegenübergestellt.

Abb. 2.: Centenario im Aufgeld-Vergleich (Stand: 11.03.10; Durchschnittspreise, jeweils in Euro)

Die Tabelle zeigt, dass der Centenario derzeit im Bereich von 1.000 Euro Anlagewert das mit Abstand günstigste Goldangebot ist. Man zahlt sogar ein geringeres Aufgeld als bei einem 50g-Barren.

Bezugsquelle
Mexikanische Anlagemünzen kauft man am besten bei MP Edelmetalle. Der Anbieter aus Erndtebrück in Nordrhein-Westfalen ist seit annähernd zehn Jahren im Geschäft und war einer der ersten deutschen Online-Händler im Edelmetallsektor.

MP Edelmetalle ist offizieller Vertriebspartner der Banco de México. Niemand bietet mexikanische Münzen derzeit dauerhaft günstiger an als MP. Die Ware ist in breiter Produktpalette ständig verfügbar. Zum Shop!

Weitere Informationen und Bilder (Detailansicht) zum Centenario gibt es auch unter www.münzengold.de.

Wird Griechenland-Hilfe als „Selbstverteidigung“ uminterpretiert? (Video)

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Der EU-Vertrag untersagt ausdrücklich finanzielle Hilfe für ein Land der Gemeinschaft. Das hat gute Gründe, denn es geht darum, dass kein finanziell bedrohtes Land andere Staaten der Gemeinschaft mit in den Abgrund ziehen kann. In einem ZDF-Interview deutete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet möglicherweise an, dass im Zweifel auch diese wichtige Selbstbeschränkung mit kreativen Interpretationshilfen ausgehebelt werden könnte.

In einem Interview mit dem ZDF heute Journal, versuchte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Montagabend Vertrauen und Optimismus in Sachen Europäische Gemeinschaft und Griechenland zu verbreiten. Man sitze gemeinsam im gleichen Boot und teile das gleiche Schicksal, erklärte er.

Auf die Frage des Moderators, ob seine Rede vom gemeinsamen Schicksal nicht im Widerspruch mit den rechtlichen Hilfebeschränkungen des EU-Vertrages stehe, sagte er: „Wenn es ein Problem gibt, dass den gesamten Euroraum betrifft, dann erscheint es mir überhaupt nicht unnormal, dass die Mitgliedsstaaten des Euroraums sich in Bewegung setzen, zur Selbstverteidigung. Dann verteidigt sich der Euroraum“. Dann erhob er noch mahnenden den Finger, um weitere Worte loszuwerden. Doch die unterdrückte das ZDF mit einem harten Schnitt.

Kommentar: Trichets Äußerungen legen nahe, dass die Gemeinschaft im Zweifel Hilfen für Griechenland aufbringen wird, auch wenn der EZB-Präsident Geld-Transfers und Subventionen kategorisch ausschließt. Es ist damit zu rechnen, dass man erneut „kreative Buchführung“ anwendet, um eigentlich wichtige, aber jetzt politisch unerwünschte Stabilitätsbeschränkungen auszuhebeln. Das kennen wir ja bereits. Vor einiger Zeit wurde den Banken von der Politik die Möglichkeit gegeben, im Sinne einer besseren finanziellen Außendarstellung ihre Bilanzen zu frisieren. Die Initiative zur Gründung einer eigenen Ratingagentur kann in gleicher Weise interpretiert werden.

Ausschnitte des ZDF-Interviews sind in dem folgenden YouTube-Video verlinkt.

Japan droht der Staatsbankrott

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Das japanische Volk steht durch die aktuelle Naturkatastrophe vor gewaltigen humanitären und finanziellen Herausforderungen. Ein Goldreporter-Artikel vom 22. März 2010 verdeutlicht, mit welchen wirtschaftlichen Problemen das Land ohnehin schon zu kämpfen hat.

[Artikel vom 22.03.2010]
Experten befürchten, dass die explosive Zunahme der öffentlichen Schulden Japan in den Ruin treibt und eine katastrophale Hyperinflation auslöst. Welche Anzeichen gibt es für eine solche Entwicklung? Welche Schlüsse können westliche Staaten und deren Staatsbürger aus den Erkenntnissen ziehen?

Japan weist den höchsten Schuldenstand unter allen entwickelten Industrienationen aus. 181 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BSP) beträgt die Schuldenstandsquote. Damit ist das Land der aufgehenden Sonne noch bedrohlicher in den Miesen als Griechenland, die „nur“ mit 115 Prozent des BSP bei Gläubigern in der Kreide stehen.

Finanziell vorbelastet
Japan ist, wie Deutschland, als Exportland besonders von der aktuellen Krise betroffen. Die Wirtschaft des Landes (BSP) knickte im vergangenen Jahr um 6 Prozent ein. Von dem verheerenden Crash Anfang der 90er-Jahre, nach dem Platzen der Immobilien-Blase und einem massenhaftem Bankensterben, hat sich Japan bis heute nicht erholt.

Selbst mit einer dauerhaften Niedrigzinspolitik schaffte man es nicht, sich aus der Deflation zu befreien. Staatliche Konjunkturhilfen rissen immer größere Löcher in den Staatshaushalt. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise droht das Land nun vollends in den Abgrund zu reißen.

„Es gibt wenig Hoffnung“, sagt der bekannte Japanische Ökonom Yukio Noguchi. Er warnte bereits 1987 vor dem Platzen der Immobilienblase und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch Japans. Beides stellte sich wenige Jahre später auch prompt ein. Seine Meinung: „Japans finanzwirtschaftlicher Zustand ist so schlecht, ohne Inflation ist da nichts mehr zu machen. Ich bin sehr pessimistisch“.

Wie nach dem zweiten Weltkrieg
Die Japan Times schrieb in der vergangenen Woche, die Höhe der Staatsverschuldung Japans lasse sich nur mit der Situation am Ende des Zweiten Weltkriegs vergleichen: „Damals gab es für die Regierung nur einen Weg, die Schulden zu reduzieren. Mit Hyperinflation, die durch einen raketenartigen Preisanstieg einen Großteil des Wohlstandes der Menschen vernichtete.“

Yukio Noguchi berichtet, dass sich die Preise seinerzeit innerhalb von vier Jahren um das Sechzigfache verteuerten. Er rechnet vor: „Sollte das Gleiche noch einmal passieren, dann würde ein Bankkonto mit einem Guthaben von 10 Millionen Yen [ca. 82.000 Euro, Anm. d. Red.] lediglich noch einen Nettowert haben, wie heute 100.000 Yen [829 Euro]“.

Aber zuletzt sanken die Preise in Japan jahrelang, trotz permanenter Niedrigzinspolitik. Wie soll sich jetzt plötzlich Inflation einstellen?

Inflationsszenario
Ikuo Hirata, Chefredakteur des Nikkei Business Daily befürchtet, dass die Bank of Japan aufgrund des enormen Schuldenstandes gezwungen ist, in ungeheurem Ausmaß Staatspapiere aufzukaufen. Die Folgen: Schwindendes Marktvertrauen und ein deutlicher Anstieg der langfristigen Zinsen.

Vor allem ein höheres Zinsniveau kann katastrophale Folgen haben. Denn die ohnehin hohen Kosten der Staatsfinanzierung verteuern sich damit noch zusätzlich. Die Schuldenspirale dreht sich immer schneller.

Die USA und China gehören zu den größten Abnehmern japanischer Waren. Eine Staatskrise Japans ließe die Wirtschaft dieser Länder nicht unberührt.

Beschwichtigungen
Doch es gibt auch beruhigende Stimmen. Wie die Financial Times Anfang des Jahres berichtete, hat Japan seine Schulden zu 95 Prozent im eigenen Land aufgenommen. Das Schuldenproblem sei somit auch im eigenen Land zu regeln.

Derzeit sind die Zinsen für langfristige japanische Staatsanleihen weiter niedrig. Sie liegen bei rund 1,3 Prozent für 10-jährige Bonds. Zum Vergleich: Die USA zahlen bereits rund 3,6 Prozent, Großbritannien muss 4 Prozent offerieren.

In Japan ist es allerdings Tradition, dass Staatspapiere von der Bevölkerung zur Altersvorsorge gekauft und an die Nachkommen vererbt werden. Als langfristiges Problem könnten sich in diesem Zusammenhang der Rückgang der Geburtenrate und die Überalterung der Bevölkerung herausstellen. Der Staat wäre gezwungen sich stärker und zu höheren Kosten im Ausland zu finanzieren. Auf dem internationalen Finanzmarkt konkurrieren Staatspapiere verschiedenster Länder aber zunehmend bei der Akquirierung williger Abnehmer. Am Ende bleibt dann doch nur der Gläubiger der letzten Instanz: Die Bank of Japan.

Politische Hindernisse
„Wenn die Schulden sich weiter in der gleichen Geschwindigkeit erhöhen, dann wird Japan wahrscheinlich spätestens in zehn Jahren ernsthaft in Schwierigkeiten geraten“, erklärt Masaya Sakuragawa, Professor für Finanzwesen an der Keio Universität in Tokio gegenüber Times Japan. Eine deutliche Erhöhung der Umsatzsteuer und rigide Sparmaßnahmen seien in Japan zwingend erforderlich, damit es nicht schon früher zum Kollaps komme.

Die Erhöhung von Verbrauchssteuern ist jedoch eine politisch höchst unpopuläre Maßnahme. Damit kann man keine Wählerstimmen gewinnen. Der japanische Premierminister Yukio Hatoyama versprach der Bevölkerung erst kürzlich, man werde die Verbrauchssteuern mindestens vier Jahre lang nicht antasten.

Anleihencrash und Bankenansturm
Professor Sakuragawa fürchtet deshalb, dass sich die Regierung die so dringenden Konsolidierungsmaßnahmen zurückhält, bis das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist. Dann bestehe mit stark steigenden Bond-Zinsen das Risiko eines Anleihecrashs, bei dem der Wert japanischer Staatsanleihen in großen Teilen ausgelöscht und womöglich eine inländische Finanzmarktpanik ausgelöst würde.

„Das Risiko ist groß, dass ein Bankenansturm die Folge wäre. Die Menschen würden versuchen, ihr Geld abzuziehen. Dann gingen die Banken Pleite, weil sie nicht genügend finanzielle Mittel für alle vorrätig hätten“, so Sakuragawa.

Deutschlands Schulden dreimal so hoch, wie publiziert

Ein weiteres Problem besteht darin, dass das wahre Ausmaß der Staatschulden weit höher sein dürfte, als die offiziellen Zahlen suggerieren. Das zeigt auch ein aktueller Bericht von Welt Online über die deutschen Schuldenverhältnisse.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass man zu den 1,9 Billionen offizieller deutscher Schulden auch Leistungsversprechen des Sozialstaates hinzurechnen müsse. Hierzu gehören unter anderem Beamtenpensionen, gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sowie Renten.

Der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge, Bernd Raffelhüschen, kommt in seiner Studie unter Berücksichtigung dieser Sozialkosten auf eine deutsche Gesamtverschuldung in Höhe von 6,2 Billionen Euro.

Fazit
Die staatliche Schuldenlawine geht weltweit in den freien Fall über. Niemand behauptet mehr, die Staaten könnten ihre Schulden jemals begleichen. Heute gelten Staaten nur noch deshalb als solvent, weil sie auf dem Finanzmarkt das Vertrauen genießen, immer wieder neue Gläubiger finden zu können.

Es ist dasselbe Vertrauen, das unser ungedecktes Papiergeld noch funktionstüchtig hält. Dass die Politik das Vertrauen der Menschen mehr und mehr verspielt, ganz abgesehen von den Banken, kann man den täglichen Presseberichten entnehmen.

Wer dieses Vertrauen als Basis für die persönliche Altersvorsorge wählt, dürfte in einigen Jahren sein blaues Wunder erleben. Besitzer von echtem Gold und Silber sichern sich gegen den drohenden Totalverlust ab.

Goldreporter

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US-Derivatehandel steigt auf Rekordvolumen von 212,8 Billionen Dollar

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Die größten Derivate-Händler der USA

Das Volumen aller von US-amerikanischen Geschäftsbanken gehandelten Finanzderivate belief sich per 31. Dezember 2009 auf insgesamt 212,808 Billionen US-Dollar. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Die Angaben stammen aus dem aktuellen Bericht des Comptroller of Currency Administrator of National Banks (OCC).

Gegenüber dem Vorquartal steigerten US-Banken ihr Engagement auf dem Derivatemarkt damit noch einmal um 8,5 Billionen US-Dollar oder 4,3 Prozent.

In diesem Finanzmarkt-Segment besteht weiterhin eine enorm hohe Händler-Konzentration. 97 Prozent des erfassten nominalen Derivateumsatzes entfielen alleine auf fünf große US-Institute.

Der mit Abstand größte Akteur ist nach wie vor JP Morgan Chase. Die US-Großbank betrieb im vierten Quartal Derivatgeschäfte im Volumen von 78,54 Billionen US-Dollar. Ihr folgen in der Rangliste Bank of America ($44,31 Bio.), Goldman Sachs ($41,59 Bio.) und Citibank ($37,54 Bio.). Die Amerika-Niederlassung der Deutschen Bank ist mit Derivatgeschäften im Umfang von 21,99 Milliarden US-Dollar auf Platz 25 der größten amerikanischen Derivathändler unter den Bankgesellschaften verzeichnet.

Die größte Bedeutung hat das Derivategeschäft allerdings für Goldman Sachs. Im vierten Quartal erwirtschaftete die Bank 72 Prozent des Bruttogewinns im Derivate- und Devisenhandel.

Unter Derivaten werden folgende Handelsformen verstanden: Swaps (Kauf-/ Rückkauf-Vereinbarungen) mit einem Anteil von 66,7 Prozent am gesamten Derivategeschäft, Optionen (14,2%), Futures und Forwards (12,4%) sowie Kreditderivate (6,6%).

Was wurde am meisten gehandelt? Zinspapiere machten mit einem Anteil von 84 Prozent das größte Stück am Derivatekuchen aus. Es folgten Devisen (7,8%), Kreditderivate (6,5%), Aktien (0,79%) und Rohstoffe (0,46%).

Interessant ist auch die Tatsache, dass über 90 Prozent der Derivatgeschäfte „over the counter“ (OTC), also direkt zwischen zwei Parteien und nicht über offizielle Handelsplätze abgewickelt werden. Die Transaktionen sind somit nicht ohne weiteres von den Aufsichtsbehörden zu erfassen, außer durch eigenständige Meldung der Banken. Diese erfolgt in den USA über den so genannten Call Report, den die unter der Bankenaufsicht regulierten amerikanischen Finanzinstitute einmal im Quartal einreichen müssen.

Das gesamte weltweite Derivatevolumen darf im Übrigen als noch bedeutend höher eingeschätzt werden. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich taxierte im Juni 2009 alleine den Wert aller global ausstehenden Zinsderivate auf 437 Billionen US-Dollar.

Investment-Guru Warren Buffet bezeichnete Derivate vor einigen Jahren als Massenvernichtungswaffen. Im Jahr 2002 schrieb er im Jahresbericht seiner Firma Berkshire Hathaway: „Zentralbanken und Regierungen haben bislang keinen effektiven Weg gefunden, die Risiken, die diese Kontrakte darstellen, zu kontrollieren oder zumindest zu überwachen. Aus meiner Sicht sind Derivate finanzielle Massenvernichtungswaffen, die eine – bislang noch latente – tödliche Gefahr in sich tragen“.

Kommentar: Die Raketensilos sind bis zur Kapazitätsgrenze mit Derivaten bestückt. Vielleicht sollte die US-Regierung erst im eigenen Land aufräumen, bevor sie auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen in den Iran einrückt.

USA: Neue, geheimnisvolle High-Tech-Dollar-Scheine im Anmarsch

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Die amerikanische Notenbank Fed stellt am 21. April 2010 neue 100-Dollar-Scheine vor. Die mit Hochtechnologie bestückten Noten sollen brillante Fälschungen, wie den so genannten „Superdollar“, künftig unmöglich machen. Verschwörungstheoretiker spekulieren über weitere geheime Material-Eigenschaften.

In den USA wird neues Papiergeld ausgegeben. Das ist soweit nicht überraschend. Doch der neue 100-Dollar-Schein, um den es hier geht, der hat es in sich. Er wird vom US-Finanzministerium am 21. April erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er soll neben einem aktualisierten Design ein höchstes Maß an Fälschungssicherheit aufweisen.

Der amerikanische Dokumentenhersteller Crane & Co. Hat erstmals ein besonderes Sicherheits-Feature in die Scheine integriert, das man angeblich über einen Zeitraum von zehn Jahren entwickelt hat. Es nennt sich „Motion“ und ist High Tech vom Feinsten. Das Unternehmen hat Presseberichten zufolge 46 Millionen Dollar für den Produktionsauftrag erhalten.

Der Clou: 650.000 eingebettete Mikrolinsen sorgen dafür, dass sich ein im Sicherheitsstreifen integriertes Bild auf und ab bewegt, wenn man den Schein seitwärts schwenkt.

Der aktuelle 100-Dollar-Schein ist in seiner jetzigen Form bereits seit 60 Jahren im Umlauf. Die Fed-Note repräsentiert wertmäßig 70 Prozent des gesamten US-Bargeldumlaufs. Rund zwei Drittel aller Dollarscheine zirkulieren übrigens außerhalb der USA.

Seit geraumer Zeit befinden sich deshalb sehr gut gemachte Fälschungen des „Benjamins“ (weil Benjamin Franklin darauf abgebildet ist) im Umlauf. Die Quelle dieser so genannten „Superdollars“ ist der Polizei bislang unbekannt. Mit dem neuen High-Tech-Schein will man Fälschern das Leben deutlich schwerer machen.

Gerüchte, die neuen 100-Dollarscheine könnten mit technischen Hilfsmitteln sogar geortet werden, hört man bislang nur aus der Welt der Verschwörungstheorien.