Donnerstag,25.Juli 2024
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Russlands Goldreserven im März gesunken

Die Russia Zentralbank meldet den Abgang von 100.000 Unzen Gold aus ihren Reserven. Die Summe der russischen Währungsreserven nahm aber zu.

Russische Goldreserven

Im vergangenen Monat hatte Russland erstmals seit dem Einmarsch in die Ukraine wieder Angaben zu den eigenen Goldreserven gemacht. Demnach waren die Bestände der Bank of Russia innerhalb eines Jahres um rund 31 Tonnen auf 2.329 Tonnen angestiegen.

Gold, Goldbarren, Goldreserven, Russland (Bild: Goldreporter @midjourney)
Offiziell besitzt Russland 74,8 Millionen Unzen Gold. Das entspricht rund 2.326,5 Tonnen. Der Wert angegebene Wert per Ende März 2023: 147 Milliarden US-Dollar (Symbolbild: Goldreporter @midjourney)

3 Tonnen abgegeben

Für den Monat März meldet die russische Zentralbank nun einen Abgang von Gold. Denn die aktuellen Goldreserven werden nun mit 74,8 Millionen Unzen angegeben, nach 74,9 Millionen Unzen im Vormonat. Somit sank die Lagermenge um 100.000 Unzen beziehungsweise 3,11 Tonnen.

Der Wert der aktuellen Goldreserven soll nun 147,01 Milliarden US-Dollar betragen. Damit war das angesammelte Gold trotz der Bestandsminderung 8 Prozent mehr Wert an Ende Februar.

Gesamtreserven gestiegen

Die gesamten Währungsreserven gibt die Bank of Russia mit 593,87 Milliarden US-Dollar an. Das heißt, die Gesamtreserven stiegen im Vormonatsvergleich um 3,4 Prozent oder 19,63 Milliarden Euro. Damit lag der Gold-Anteil an den gesamten Währungsreserven Russlands zuletzt bei 24,7 Prozent. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 23,6 Prozent gelegen. Und vor einem Jahr waren es 20,9 Prozent.

Goldreserven in sieben Jahren verdoppelt

Seit Ende 2014, dem Jahr der Krim-Annexion, hat die russische Zentralbank ihre Goldbestände quasi verdoppelt. Damals wies man 1.149,78 Tonnen Gold in der Bilanz aus. Das zusätzliche Metall stammt mehrheitlich von den Minen des eigenen Landes.

Russland und das Gold

Russland gehört zu den größten Förderländern (zuletzt Platz 2 mit Australien) und die russische Minenproduktion wurde seit spätestens 2018 noch einmal ordentlich angetrieben (Russische Minen wollen Goldförderung verdoppeln). Zuvor kaufte man Gold von russischen Geschäftsbanken – vor allem von der VTB Bank und der MDM Bank. Diese waren bis vor kurzem noch Mitglied der London Bullion Market Association, wurden aber vom Londoner Goldhandel ausgeschlossen. Und 2011 hieß es in russischen Medien, zwei Drittel der Goldreserven befänden sich in Moskau und das restliche Drittel in St. Petersburg.

Zuletzt gelangte immer wieder russisches Gold in die Schweiz, auch im vergangenen Februar (Goldreporter berichtete). Dabei handelt es sich aber offiziell nicht um Währungsgold. Über die Hintergründe hat Goldreporter zuletzt in einem Beitrag berichtet. Im Rahmen der Russland-Sanktionen gewähren die Schweizer Gesetze Schlupflöcher für einen Handel mit diesem Gold.

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14 Kommentare

    • Ich habe so das ungute Gefühl das Gold in Dollar unbedingt vom erreichen dies Allzeithochs abgehalten werden muss:-)
      Da werden Mrd von Dollars verbrannt!
      Um möglicherweise das System vor dem totalen Kollaps zu bewahren…?
      Denn beim nachhaltigen Überwinden von 2100 Dollar werden massiv Gelder in Pysisches Gold fließen und somit die Banken weiter schwächen.

      • @Themac

        Ein steigender Goldpreis [ als Klassisches Fieber—Thermometer für eine
        kranke ( Welt-) Wirtschaft
        ] muß unbedingt verhindert werden . . .

        Kaum rutscht der Preis über die 2000,- Dollarmarke, treten die COMEX-
        Goldfuture-Shortseller in Aktion.

  1. @Mitleser

    Inflation in „D“: bei der Statistik der Inflationsdaten wird
    beim „Statistischen Bundesamt“ getrickst, ⚡ manipuliert ⚡
    und betrogen ⚡
    , daß sich die deutschen Eichen im lauen
    Frühlingswind biegen wie feuchtes Schilfgras . . . in den Everglades . . . (◡̀_◡́҂)

    Liesmich !

    ♪ ♫ ♬ (̶◉͛‿◉̶) ♪ ♪ ♫

    • @klapperschlange
      Vorsicht, die Verschwörungs Theorie Polizei hier im Forum kommt gleich mit der „reaktionären Geschwurbel Keule“ an.
      Das statistische Bundesamt ist nämlich ohne Zweifel erhaben und systemrelevant nach Karl Marx.

    • @cKlapperschlange Rechnen können die heutigen Politdarsteller nicht aber im Schönrechnen sind sie unerreichbar…

  2. @Maruti,
    das kommt vom Mises Institut. An der Energie, Wohnen (35% geringer gewichtet) und Nahrung hängt fast alles. Warum das auf einmal weniger gewichtet werden soll erschließt sich mir nicht. Es sei denn man will den Verbraucherpreis-Index schönen.

    • @ Dieter Man rechnet halt mit mehr Obdachlosen, die brauchen keine Energie und Nahrung ist eh übetbewertet….

    • @Maruti
      Wer hungert wird schlanker und braucht dann weniger Platz.
      Passt doch.
      Dank der irren Übersterblichkeit reicht dann oft auch ökologische unterirdische Lagerung.
      Dort hat man auch viel geringeren CO2 Ausstoß.
      Kann ja nicht jeder so leben wie Ricarda Breit, oh sorry: Lang

      Wir wissen doch, dass da seit 40 Jahren gelogen wird.
      Ist also voll erwartbares Verhalten.
      Und wir hier wissen doch, was zu tun ist.
      Keep calm and carry on.
      Fertig.

  3. An alle,
    (welche mir noch die Stange halten, was zugegeben nicht einfach ist),
    maruti hat ja nichts dagegen, dass etwas geflunkert wird und etwas nachgeholfen ( manimuliert) wird.
    Das tun wir doch letztlich alle, leider auch bei
    der Steuer :).
    Aber, in dem Ausmasse und mit einer solchen rotznasigen Unverfrorenheit, wie es das Kartell der Banken tut, dazu noch treue Medien und bezahlte Forentrolle einsetzt, auch indoktrinierte freiwillige Trolle, das ist schon mehr als eine Hausnummer.
    Dazu noch fortgesetzt und von mal zu mal unverschämter. Nach dem Motto, was interessieren uns Gesetze, Richter, die Allgemeinheit !
    Wir können tun und lassen was wir wollen, denn wir haben die Macht übers Geld.
    Und die Ironie daran ist, dass wir, das dumme Volk denen die Macht gegeben haben, ja förmlich hinterher geworfen.
    Und dazu noch glücklich sind, bei unserer täglichen Gehirnwäsche in Schulen, Zeitungen, Radio und Fernsehen.
    Selig sind die Bekloppten, wenn sie nicht mehr wissen, wie schwer der Hammer war“.

    • @Maruti
      Nun laß mal Deinen Kampfgeist nicht erschlaffen!
      The Hated Blue Flag
      https://www.youtube.com/watch?v=qb-bgLY96ko

      We are a band of goldbugs and native to the soil.
      Fighting for our property we gained by honest toil.
      And when our cash was threatened, the cry rose near and far,
      Let’s fight against the European flag that bears the golden stars!
      Hurrah! Hurrah! For savers‘ rights, hurrah!
      Let’s fight against the European flag that bears the golden stars!

      As long as the Union was faithful to her trust.
      Like friends and like brethren, kind we were, and just.
      But now, when Brussels treachery attempts our rights to mar,
      We’re tearing down the hated blue flag that bears the golden stars.
      Hurrah! Hurrah! For savers‘ rights, hurrah!
      We’re tearing down the hated blue flag that bears the golden stars.

  4. @Maruti
    Sie sind eben eine Charaktertype und keine weichgespülte rundgelutschte Mainstream-Lusche.
    Und das ist gut so.
    Auch ich hatte mal eine Zeit, wo wir uns sogar in der Mittagspause nur über Charts und Fibonacci unterhalten haben.
    Bin nur inzwischen tiefenentspannt.
    Ich sehe natürlich auch wie Sie die regelmäßigen Abstürze am Freitag.
    Mir ist es aber komplett egal, ob das die BIZ ist, oder irgendwelche Hedgefonds oder was auch immer.
    Hauptsache irgendwer zahlt mir am Freitag regelmäßig einen Rabatt.

    Es könnten ja auch nur Marktspielchen sein.
    Mal so aus der Praxis: heute wird ja schon viel autonom von Computersystemen gehandelt, die allein aufgrund von Algorithmen kaufen oder verkaufen.
    Wenn man (z.B. aufgrund der eigenen Handelssoftware) ein Gefühl hat, ab welchem Kurs man die Software der Konkurrenz triggern kann, dann bereitet man sich vor und schiebt den Kurs ganz gezielt aus der tolerierten Bandbreite. Dann fängt das Handelssystem der ersten anderen Bank automatisch mit Verkäufen an und triggert so weitere Systeme.
    Domino.
    Man spielt ja mit den Systemen und testet die, wo die anderen ihre Triggerpoints haben.
    Und dann sitzt man da, guckt zu und wartet, bis der geplante Rückkaufskurs kommt.
    Nur ein Spiel.
    Jeder gegen Jeden.
    Wer schneller und cleverer ist, gewinnt.

    Kann ja nix passieren.
    Klappt es, kommen Boni.
    Klappt es nicht, kommt der Steuerzahler und bezahlt das Schlamassel.
    Who Cares?

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