Montag,02.März 2026
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Euro derzeit keine Goldpreis-Stütze

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Mit der Leitzinserhöhung in der vergangenen Woche hat der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter an Boden gewonnen und einen wichtigen Widerstand durchbrochen. Der Goldpreis in Euro gerät damit unter Druck.

Zu Beginn der vergangenen Woche sah es noch so aus, als könnte der Euro-Dollar-Kurs zu einer Kehrtwende ansetzen. Nach dem die Europäische Gemeinschaftswährung seit Jahresanfang gut 8,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgewertet hat, verlief der Euro-Chart eng an der unteren Begrenzung des steigenden 3-Monatstrends.

Im Umfeld der EZB-Leitzinserhöhung am vergangenen Donnerstag durchbrach der Euro dann den wichtigen Widerstand bei 1,4210 Dollar (Zwischenhoch von November) und gewann in den Folgetagen weiter an Aufwärtsdynamik.

EUR-US-Dollar, 1 Jahr (Klick auf Chart für aktuellen Kursverlauf)

 

Nächster charttechnischer Halt wäre im Bereich von 1,4517 Dollar. Die Marke von 1,4210 dient nun als bedeutende Unterstützung.

Fazit: Eine kräftige Unterstützung für den Euro-Goldpreis seitens eines schwächeren EUR/USD-Kurses ist bis auf weiteres nicht zu erwarten. Der Euro-Aufwärtstrend ist weiter intakt. Der Goldpreis notierte am Montagvormittag in London bei 1.469,50 Dollar. Das waren umgerechnet 1.016,60 Euro. Von seinem Allzeithoch bei 1.075,37 Euro (29.12.10), ist der Goldpreis in Euro damit weiter 5,5 Prozent entfernt.

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Ägypten beendet Exportverbot für Gold

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In Ägypten wird weiter demonstriert, die Führung gibt auf politischer und ökonomischer Ebene aber schon Entwarnung (Foto: Jim Barber - Fotolia)

Ägypter dürfen nun früher als geplant wieder Gold ausführen.

„Um den Reichtum des Landes zu bewahren“ hatte der ägyptische Handelsminister Samir el-Sayyad Ende Februar ein Exportverbot für Gold erhoben („Ägypten stoppt Goldexporte“). Es war befürchtet worden, dass Personen im Machtzirkel des gestürzten Potentaten Husni Mubarak Volksvermögen aus dem Land schaffen.

Ursprünglich sollte das Gold-Exportverbot bis zum 30. Juni gelten. Es wurde nun vorzeitig aufgehoben, „angesichts der Stabilität an der Börse und der politischen und ökonomischen Lage im Land“, wie man am vergangenen Samstag verlautbarte.

Der ägyptische Goldförderer Centamin Egypt hatte weiter während der vergangenen sechs Wochen Gold ins Ausland verkauft und war eigenen Angaben zufolge nicht von dem Ausfuhrverbot betroffen.

Unterdessen nehmen die Spannungen zwischen Teilen der Bevölkerung und der Übergangsregierung unter Verteidigungsminister Hussein Tantawi weiter zu. Am Wochenende gab es erneut schwere Auseinandersetzungen zwischen Militärpolizei und Demonstranten.

Goldreporter

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Permanente Rettung: Wer in Brüssel wirklich regiert

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Nachdem Portugal in der vergangenen Woche EU-Hilfen beantragt hat, kann man sich jetzt wieder günstiger gegen Bankenpleiten versichern. Klar, die Institute wurden erneut rausgeboxt und die EU-Bürokraten haben einmal mehr ihre gut bezahlten Jobs gesichert.

Griechenland ist pleite, Irland ist pleite, Portugal ist pleite. Und allzu lange dürfte es nicht dauern, bis nach diesen ökonomisch eher unbedeutenden Ländern der erste große europäische Staat, nämlich Spanien, unter den EU-Rettungsschirm schlüpft.

Die Gewissheit, dass die EU nun für die Schulden Portugals einsteht, hatte direkte Auswirkungen auf die so genannten Credit Spreads europäischer Banken. Hierbei handelt es sich um die Risikoaufschläge bei der Versicherung gegen einen Zahlungsausfall dieser Wertpapieremittenten.

So muss man sich nicht wundern, wenn es am vergangenen Donnerstag wieder durchweg günstiger wurde, sich gegen einen Zahlungsausfall dieser Institute zu versichern.

Quellen: Bloomberg, Deutscher Derivate Verband, Goldreporter-Newsletter vom 08.04.11

 

Logisch. Durch die nun fließenden Hilfsgelder für Portugal sind die (Banken-)Gläubiger erneut aus dem Schneider. Die Institute, die in Staatsanleihen des Pleitestaates mit hohen Renditen investiert haben, werden nun von der Europäischen Union erneut freigehalten. Vergleichen Sie dazu: „Endlich gerettet – Die größten Gläubiger Portugals“

Es hat sich also nichts geändert. Banken-Gewinne werden privatisiert, deren Verluste sozialisiert. Die Welt wird von den Banken regiert. Wenn es dazu noch einen Beweis gebraucht hätte, bitteschön.

Dafür notierte die Rendite deutscher Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit auf dem höchsten Stand seit Juni 2009. Auch kein Zufall.

In der „Europäischen Transferunion“ werden sich die Renditen der ökonomisch so ungleich leistungsfähigen EU-Länder immer mehr angleichen. Eine erneute Fehlentwicklung, die die starken EU-Länder schwächt und den schwachen erneut falsche Anreize setzt.

Zu den Profiteuren der Permanent-Retterei gehören natürlich auch Euro-Bürokraten in Brüssel. Sie sichern ihre gut bezahlten Posten und dürfen ein bisschen Weltherrschaft spielen.

Vor diesem Hintergrund dürfte es kein Fehler sein, regelmäßig Teile des privaten Vermögens aus der Regierungsreichweite dieser Papiergeldkönige zu entfernen.

Mit dem Kauf von Gold und Silber liegt man weiter richtig. Auch die aktuelle Kursentwicklung der Edelmetalle macht das einmal mehr deutlich.

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Chartausbruch bei Gold: Neues Kursziel 1.560 Dollar

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Mit einem Kursgewinn von 2,5 Prozent in der vergangenen Woche und dem nachhaltigen Überqueren der Marke von 1.435 Dollar wurde unser Kursziel vom vergangenen September erreicht. Der Goldpreis sollte nun in neue Kursregionen vorstoßen.

Mustergültiger Ausbruch bei Gold. Mit einem Freitagsschlusskurs von 1.475 Dollar (1.017 Euro) legte der Goldpreis gegenüber der Vorwoche um gut 2,5 Prozent zu. Mit dem Kursanstieg wurde auch der zuletzt hartnäckige Widerstand um 1.435 Dollar durchbrochen.

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deuba-Indikation)

 

Interpretiert man den Verlauf der letzten 12 Wochen als steigendes Dreieck (Dezember-Top / Zwischentief Ende Januar; rosa), dann ergibt sich nun charttechnisch erhebliches Kurspotenzial.

Aus der Spiegelung des Dreiecks nach oben ließe sich ein Kursziel von 1.560 Dollar innerhalb der kommenden vier Monate ableiten. Nach unten ist der Chart um die frühere Widerstandslinie bei1.435 Dollar abgesichert.

Rückblick: Im September 2010 notierte der Goldpreis bei 1.300 Dollar. Seinerzeit gaben wir ein Kursziel von 1.450 Dollar innerhalb der folgenden 8 Monate aus („Chartausbruch bei Gold: Kursziel 1.450 Dollar“). Dieses Szenario ist nun exakt eingetroffen.

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„Die US-Staatskasse ist leer. Das Volk ist pleite“ (Video)

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In einer Rede vor dem US-Kongress konfrontierte der Abgeordnete Ron Paul die Regierung mit unangenehmen Wahrheiten. Er warnt vor einer weiteren Finanzkrise, die viel größer ausfallen werde, als die jetzige.

Hierzulande sorgt man sich über Pleiten von Ländern wie Griechenland oder Portugal. Dabei kämpft niemand geringerer als die Vereinigten Staaten von Amerika derzeit ums finanzielle Überleben. Freitagnacht konnten sich Republikaner und Demokraten gerade noch auf einen Budget-Kompromiss einigen. Ansonsten wären in zahlreichen Amtsstuben in den USA vorübergehend die Lichter ausgegangen („Obamas Budget-Kompromiss„).

http://www.youtube.com/watch?v=Am171j-O4EM

Der republikanische Abgeordnete Ron Paul warnte den US-Kongress vergangene Woche in einer eindringlichen Rede vor einer Fortführung der bestehenden Defizitpolitik. Er stellt fest, dass das Haushaltsdefizit der USA förmlich explodiere.

Er kritisiert ständig steigende Nachtragshaushalte von zuletzt bis zu 96,7 Milliarden Dollar betrugen. Für die Finanzierung von immer mehr Kriegen, in denen man nicht einmal den Feind kenne. Zwei Milliarden Dollar für Grippe-Epidemien, die keine seien.

„Unaufhörlichen Krieg und unaufhörliche Ausgaben“, so Paul. Diese Politik sorge nicht für Sicherheit für das amerikanische Volk, sondern für Unsicherheit, indem man sich in  der Welt zudem immer mehr Feinde schaffe.

„Die Staatkasse ist leer und wir geben weiter Geld aus. Wo soll es herkommen? Wir können die Menschen nicht noch mehr besteuern. Das Volk ist pleite. Und immer noch mehr leihen und drucken wir Geld“, so Paul. Das werde nicht ewig andauern.

Paul weiter: „Ich fürchte, es wird enden. Mit einer neuen Finanzkrise, viel größer als die, die wir im Moment haben. Denn man kann nicht jedes Jahr 2 Billionen an neuem Geld kreieren  und erwarten, dass das System so weiter läuft.“

Das Sowjet-System sei kollabiert, weil man es sich nicht mehr habe leisten können. Deren ökonomisches System habe komplett versagt. „Wir mussten die Sowjetunion nicht bekämpfen. Obwohl es eine nukleare Macht war, ist sie zusammengebrochen und zerfallen. Darum müssen wir uns Sorgen machen. Denn wir können nicht weiter dieses System finanzieren und eine Politik betreiben die uns gefährdet.“

Ron Pauls Fazit: „Wir können nicht weiter Geld ausgeben, dass wir nicht besitzen.“

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Silberpreis erstmals seit 31 Jahren wieder über 40 Dollar

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Silber wertet gegenüber Gold weiter auf (Foto: Fotolia)

Gold-Silber-Ratio fällt auf 36. Der etwas gestärkte Euro hält den Anstieg des Euro-Silberpreises in Grenzen.

Am Freitagmorgen überstieg der Silberpreis erstmals seit Januar 1980 wieder die Marke von 40 US-Dollar. Der Kurs für die Feinunze notierte gegen Mittag bei 40,21 Dollar.

Der stärkere Euro im Umfeld der EZB-Zinserhöhung am Donnerstag (plus 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent) dämpfte den Anstieg des Euro-Silberpreises. Mit umgerechnet 27,89 Euro legte aber auch er gegenüber dem Vortag zu.

Unterdessen markierte der Goldpreis gleichzeitig weitere Allzeithochs mit Kursen knapp oberhalb von 1.470 Dollar (1.020 Euro).

Die Gold-Silber-Ratio ist mittlerweile auf den Wert 36 gesunken. Dieses Wertverhältnis stand Ende 2010 noch bei 46. Dass heißt, für eine Unze Gold musste man 46 Unzen Silber auf den Tisch legen, heute sind es nur noch 36.

Silber hat somit nicht nur gegenüber dem US-Dollar deutlich aufgewertet, sondern auch gegenüber Gold. Und es gibt weiteres Aufholpotenzial. Die Gold-Silber-Ratio lag auf dem Höhepunkt der vergangenen Goldhausse – Anfang der 80er-Jahre – bei lediglich 17.

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US-Banken verkaufen 24 Prozent mehr Gold auf Termin

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Anfang April hielten amerikanische Finanzinstitute an der Warenterminbörse COMEX Short-Positionen auf Gold im Umfang von 357 Tonnen. Bei Silber sind die Vorwärtsverkäufe von US-Banken weiter leicht rückläufig.

Nach dem starken Rückgang der Vorwärtsverkäufe bei Gold innerhalb der vergangenen fünf Monate, haben US-Banken Anfang April ihre Short-Positionen erstmals wieder deutlich ausgebaut.

Vier amerikanische Händler hielten laut dem aktuellen Bericht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) an der Warenterminbörse COMEX 142.439 Gold-Futures-Kontrakte. 80 Prozent davon (115.078 Kontrakte) waren Short-Positionen.

Damit verkauften die US-Banken zu diesem Zeitpunkt umgerechnet 357 Tonnen Gold auf Termin. Im Vergleich zum Vormonat entsprach dies einer Steigerung um 24 Prozent.

Die Gesamtzahl der an der COMEX gehandelten Gold-Futures (Open Interest) ist dagegen leicht um 1,3 Prozent auf 508.956 Kontrakte gefallen.

Wie ist die Situation auf dem Silbermarkt?

Hier reduzierten die US-Banken ihre Short-Positionen an der COMEX (Futures) Anfang April erneut leicht um 0,68 Prozent auf 25.412 Kontrakte. Dies entspricht einer Menge von 3.951 Tonnen vorwärts verkauften Silbers.

Zum Vergleich: Anfang Februar 2010, kurz vor der ersten CFTC-Anhörung zum Thema Silbermarkt-Manipulation (Goldreporter berichtete), waren es noch umgerechnet 5.815 Tonnen (37.398 Kontrakte), die US-Banken auf Termin verkauften. Also 47 Prozent mehr.

Der Silberpreis ist seither von 16,78 Dollar auf 38,08 Dollar am 2. April gestiegen. Ein sattes Plus von 126 Prozent.

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TV-Sender berichtet über Gold-Engpass in China (Video)

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Wie der chinesische TV-Sender CCTV berichtet, können Goldverkäufer und Schmuckfabrikanten in China derzeit nicht die Mengen an gewünschtem Gold kaufen.

Goldknappheit in China. In der englischen Ausgabe des chinesischen TV-Senders CCTV erschien in der vergangenen Woche ein Bericht über Goldverkäufer in Shanghai.

Wie es in dem Beitrag heißt, gehe die Goldnachfrage in China derzeit „durch die Decke“. Dies habe dazu geführt, dass Goldhändler und Schmuckfabrikanten vielerorts nicht die Mengen an Gold erhielten, die sie zu kaufen wünschten.

Ein Großhändler berichtet, dass er den Goldverkauf auf eine limitierte Anzahl von Abnehmern rationieren müsse.

Ganz offensichtlich falsch sind die Angaben über die angebliche Angebots- und Nachfrage-Verhältnis auf dem Goldmarkt in Shanghai. Im Video ist die Rede von 27.000 Tonnen Gold, die die dortige Handelsplattform jährlich liefern könne, bei einer geschätzten Nachfrage von 50.000 Tonnen.

Zum Vergleich: Die Gesamtmenge allen jemals geförderten Goldes wird von Geologen auf 160.000 Tonnen geschätzt.

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Gut gesagt: Die 10 besten Gold-Zitate!

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John Pierpont (J.P.) Morgan kannte die Bedeutung des Goldes (Bild: Wikipedia)

Zitate sind oft ein Quell der Weisheit. Die Goldreporter-Redaktion hat nach schlauen Sprüchen zum Thema Gold gesucht und präsentiert die besten Gold-Zitate der vergangenen 500 Jahre in subjektiver Reihenfolge.

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Platz 10

„Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven.“
Anlegerweisheit

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Platz 9

“Gold ist eine Kostbarkeit. Jedem, der es besitzt, erfüllt es alle Wünsche dieser Welt und verhilft den Seelen ins Paradies“
Christoph Columbus, Seefahrer (1451-1506)

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Platz 8

„Gold und Silber besitzen einen inneren Wert, der nicht willkürlich ist. Er hängt ab von deren Knappheit, der Menge an Arbeit, die deren Beschaffung gewidmet wird und er liegt im Wert des Kapitals, das in den Minen steckt, die sie hervorbringen.“
David Ricardo, britischer Ökonom (1772-1823)

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Platz 7

„Das Verlangen nach Gold, ist nicht jenes nach Gold. Es ist zum Zwecke von Freiheit und Wohlfahrt“
Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph (1803-1882)

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Platz 6

„Auro loquente omnis oratio inanis est.“ – „Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt.“
Lateinisches Sprichwort

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Platz 5

„Der Glaube der mittelalterlichen Alchimisten, aus Blei Gold machen zu können, war eine Manifestation der nüchternen Vernunft im Vergleich zu dem neuzeitlichen Wahn, aus Papier Geld machen zu können“
Roland Baader, Buchautor („Freiheitsfunken: Aphoristische Impfungen“, 2008)

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Platz 4

„Gold funktionierte seit der Zeit Alexander des Großen. Wenn etwas über zweitausend Jahre Bestand hat, ich denke, dann nicht aufgrund von Vorurteilen oder einer falschen Theorie.“
Bernard Baruch, US-amerikanischer Finanzier und Börsenspekulant (1870-1965)

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Platz 3

„Sie haben die Wahl zwischen der natürlichen Stabilität von Gold und der Ehrlichkeit und Intelligenz der Regierungsmitglieder. Und mit allem notwendigen Respekt für diese Gentlemen, ich rate Ihnen, solange das kapitalistische System währt, entscheiden Sie sich für Gold“
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950)

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Platz 2

“Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Dann gibt es kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel (…) Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögende keinen Weg gibt, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis der Wohlfahrtsstaats-Tiraden gegen das Gold. Defizitfinanzierung ist schlichtweg eine Maßnahme zur ‘versteckten’ Enteignung von Vermögen.”
Alan Greenspan, Fed-President 1987-2006 (Aufsatz “Gold and Economic Freedom”, 1966)

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Platz 1

“Gold ist Geld und nichts anderes”
J.P. Morgan, US-amerikanischer Unternehmer und Bankier (1837-1913)

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Goldreporter

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Endlich gerettet – Die größten Gläubiger Portugals

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Portugal schlüpft unter den Rettungsschirm, das ist keine Überraschung. Wer tatsächlich von dem Bail-Out profitiert, zeigt eine Übersicht der größten Portugal-Gläubiger.

Portugal hat am Mittwochabend Finanzhilfe bei der EU angefordert. Es war das übliche Prozedere. Zunächst wird heftig dementiert, dass man Hilfe braucht und am Ende kommt alles so, wie es die Spatzen ohnehin seit Monaten von den Dächern pfeifen.

Für Portugal waren die Lasten nicht mehr zu stemmen. Bis Ende Juni muss das Land knapp 10 Milliarden Euro refinanzieren, im Gesamtjahr 2011 sind es 19 Milliarden Euro. Mit einem Marktzins von aktuell mehr als 8 Prozent für 10-jährige Portugal-Anleihen war das nicht mehr zu finanzieren.

Aber wem schuldet Portugal eigentlich das ganze Geld, das es in den vergangenen Jahren über den günstigen EU-Gemeinschaftszins erhalten hat? Wer profitiert am meisten davon, dass der Kapitalschnitt ausbleibt und die Europäische Gemeinschaft – letztlich also der Steuerzahler – für die Schulden einsteht?

Deutsche Banken sind mit 18,1 Milliarden US-Dollar in Portugal engagiert. Die größten Financiers kommen jedoch aus Spanien. Private und institutionelle Investoren haben insgesamt 70,30 Milliarden Dollar in das Land gesteckt.

Eine komplette Übersicht der Gläubiger Portugals zeigt die folgende Übersicht (Stand: September 2010).

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EZB-Leitzinserhöhung erwartet: Gold und Silber steigen auf neue Rekordhochs

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Der Silberpreis überstieg am gestrigen Dienstag erstmals seit 31 Jahren wieder die Marke von 39 US-Dollar. Gold toppte 1.450 Dollar und setzte heute erneut ein Allzeithoch. Am Donnerstag rechnen die Märkte mit einer EZB-Zeitzinserhöhung. Es wird spannend.

Im Londoner Vormittags-Fixing erreichte der Goldpreis am Mittwoch mit 1.457 Dollar (1.019,02 Euro) ein neues Allzeithoch. Silber ist weit über die Marke von 39 Dollar hinausgeschossen. Bereits gestern war es zum einem deutlichen Kursanstieg bei den Edelmetallen gekommen. Was ist geschehen?

Bedeutende Kursbewegungen gehen immer von den großen Handelsplätzen aus: Warenterminbörse in New York, London Bullion Market. Zahlreiche Nachrichten sorgten hier für bedeutende Käufe von Gold und Silber.

  • Die Wirtschaftsleistung im amerikanischen Dienstleistung-Sektor ist im März unerwartet stark gefallen. Das schwächte den Dollar, Edelmetalle profitieren. Effekt: Eine schnelle Lockerung der US-Geldpolitik wird noch unwahrscheinlicher.
  • Die Chinesische Zentralbank hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben, um der Inflation (offiziell 4,9%) entgegenzuwirken. Effekt: Inflations-Ängste im Fokus.
  • Die Rating-Agentur Moody’s hat die Bonitätsnote für Portugal erneut gesenkt. Das schwächte wiederum kurzeitig den Euro. Effekt: Die Euro-Krise ist wieder präsent.
  • Fed-Präsident Ben Bernanke spielte anlässlich eines Vortrags in San Francisco die Inflationsgefahren herunter. Inflation gebe es derzeit nur im Rohstoff-Sektor und das sei nur eine vorübergehende Erscheinung. Effekt: Das sorgte für Unsicherheit und half den Edelmetallen.
  • US-Finanzminister Timothy Geithner erklärte in einem Brief an den US-Kongress, dass die USA aus Vertrauensgründen keine Goldreserven verkaufen werden, um das aktuelle Schuldenproblem zu lösen (Goldreporter berichtete). Effekt: Gold wurde somit von offizieller Seite als geschätztes und vertrauen schaffendes Gut deklariert.

Ausblick
Die Investoren rechnen am Donnerstag fest mit einer EZB-Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Diese Erwartung ist in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Kommt es jedoch nicht zur entsprechenden Maßnahme, dann dürfte der Euro deutlich fallen und die Edelmetallpreise in Euro werden anziehen. Eine echte Überraschung wäre die Anhebung des Euro-Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte. Das würde den Dollar weiter schwächen und Goldpreis in US-Dollar zusätzlich anheben, sofern Goldpreis-Interventionen seitens der „Währungshüter“ ausbleiben oder scheitern.

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Gold kaufen – Die 10 wichtigsten Fachbegriffe zum Einstieg

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Maple-Leaf-Goldmünzen (Foto: Goldreporter)

Informationen für Gold-Einsteiger: Diese Vokabeln müssen Sie kennen, wenn Sie Gold zur Kapitalanlage kaufen wollen.

Anleger, die zum ersten Mal Gold kaufen, sehen sich mit zahlreichen Fachtermini konfrontiert. Um die richtige Kaufentscheidung zu treffen, sollten man  sich etwas Wissen aneignen. Goldreporter erklärt die wichtigsten Begriffe für den Schnelleinstieg.

 

1. Anlagegold / Anlagemünze
Man unterscheidet zwischen Sammlermünzen und Anlagemünzen. Der Preis für Sammlermünzen wird über den reinen Materialwert hinaus von (teilweise sehr subjektiven) Eigenschaften wie Schönheit, Seltenheit und Einzigartigkeit bestimmt. Der Wert einer Anlagemünze oder eines Anlagebarrens orientiert sich ausschließlich am Materialwert des enthaltenden Edelmetalls. (Tipp: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage!)

2. Goldbarren
In standardisierter Form gegossene Goldschmelzen. Als geprägte Goldbarren bezeichnet man solche, die aus Goldblech heraus gestanzt werden. Ob geprägt oder gegossen: Der Wert eines Goldbarrens bemisst sich ausschließlich an seinem Materialwert. Goldbarren, besser Goldplättchen, gibt es ab einen Gewicht von 0,5 Gramm zu kaufen.

3. Unze
Das internationale Gewichtsmaß für Gold und Silber (auch Platin und Palladium). Eine Unze entspricht gerundet 31,10 Gramm. Der Goldpreis wird international in US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Der Begriff Feinunze bezeichnet eine Unze reinen Goldes (999,9 / 1.000 Anteilen = Feingold).

4. Goldhändler / Edelmetallhändler
Einzelhändler, der auf den Verkauf (ggf. auch Ankauf) von Goldmünzen, Goldbarren und anderen Edelmetallprodukten (z.B. Silber, Platin, Palladium) zur Kapitalanlage spezialisiert ist. Aufgrund ihrer speziellen Sortimentsausrichtung, Erfahrung und Lieferantenbeziehungen empfiehlt es sich, Gold bei diesen Anbietern zu kaufen. Der Edelmetallhändler verkauft seine Ware über ein stationäres Einzelhandelsgeschäft („Tafelgeschäft“), über einen Online-Shop oder beides. (Tipp: Empfehlenswerte Goldhändler!)

5. Feingold / Feingehalt / Feingewicht
Als Feingold bezeichnet man reines Gold. Der Feingehalt bezeichnet den Anteil von Feingold in der Goldmünze oder dem Goldbarren (z.B. 999,9 / 1.000 = höchster Feingehalt). Das Feingewicht sagt aus, wie viel Gramm Feingold in der Münze oder im Barren enthalten ist.

6. Spotpreis
Als Spotpreis bezeichnet man den Preis für Gold zur sofortigen Lieferung („auf den Punkt“ = engl. „spot“), im Gegensatz zum Preis am Terminmarkt. Wenn allgemein vom Goldpreis die Rede ist, dann ist immer der Spotpreis gemeint. Der Spotpreis wird in US-Dollar pro Feinunze angegeben. Für preisbewusste Anleger geht es immer darum, Gold möglichst nah am aktuellen Spotpreis zu kaufen.

7. Aufgeld
Der Preis für Goldmünzen und Goldbarren hängt unmittelbar vom aktuellen Goldkurs an den Märkten ab (Spotpreis). Hinzu kommen Kosten für die Verarbeitung und die Ausgaben/Aufschläge von Händlern und Zwischenhändlern (Lagerung, Versicherung, Personal, Werbung, Profit etc.). Das Aufgeld gibt den prozentualen Aufpreis an, den der Käufer des Edelmetalls über den reinen Goldwert des Goldbarrens oder der Goldmünze zahlen muss. Es ist umso höher, je kleiner die gekaufte Goldmenge ist. Die Höhe des Aufgelds ist somit der wichtigste Indikator zur Beurteilung der Kosten, wenn man Gold kaufen will.

8. Legierung
Besteht eine Goldmünze oder ein Goldbarren nicht aus reinem Gold (999,9er), dann ist das Anlageprodukt legiert. Das heißt, es enthält neben Gold noch eines oder mehrere andere Metalle (z.B. Silber, Kupfer). Gold wird legiert, um das Goldprodukt widerstandsfähiger (härter) zu machen, vor allem Schmuck. Auch die berühmte Krügerrand-Goldmünze ist legiert. Sie besteht aus 917 Teilen Feingold und 83 Teilen Kupfer. Wichtig: Im Krügerrand ist trotzdem 1 Unze Feingold enthalten, das Gesamtgewicht der Münze ist somit etwas höher als 1 Unze.

9. Nominal /Nennwert
Nominal (oder Nennwert) wird die Währungsangabe auf einer Münze bezeichnet (auch Währungs- oder Münznominal). Das Nominal unterscheidet Münzen von Medaillen, die einen solchen Nennwert nicht besitzen. Aber auch einige reine Anlagegoldmünzen (wie der Krügerrand) besitzen kein Nominal, sondern stattdessen nur die Angabe über den Feingehalt (1 oz = 1 Unze). Der Krügerrand ist somit genaugenommen keine Münze, sondern ein Rundbarren.

10. Prägequalität
Münzen werden in verschiedenen Prägequalitäten hergestellt. Dies hat aber im Grunde nur für Sammler Bedeutung, da die Makellosigkeit des Sammelstückes bedeutenden Einfluss auf den Sammlerwert der Münze hat. „Polierte Platte“ lautet die höchste Prägequalität. Die üblichen Anlagemünzen werden in „Stempelglanz“-Qualität hergestellt. Dazwischen gibt es noch die Herstellungsqualität „Spiegelglanz“.

Link: Weitere Tipps zum Thema „Gold kaufen“!

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US-Schuldenkrise: Finanzminister schließt Verkauf von US-Goldreserven aus

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US-Goldreserven: Offiziell sind es 8.133,5 Tonnen (Foto: Fotolia.com)

Die USA müssen dringend ihre gesetzliche Schuldengrenze erhöhen, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Goldverkäufe werden zur Schuldentilgung ausgeschlossen. Die Frage ist jedoch, wie viel Gold die USA überhaupt noch besitzen.

In einem Brief an den US-Kongress hat sich der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner zur aktuellen Schuldensituation in den USA geäußert. Er bittet die Parlamentarier, die Anhebung der gesetzlich festgelegten Schuldengrenze zu befürworten. Das Limit liegt derzeit bei 14,29 Billionen US-Dollar. Und diese Grenze wird demnächst erreicht: Laut Treasury Department spätestens am 16. Mai 2011.

Und: In dem Schreiben schließt Geithner ausdrücklich den Verkauf von Teilen der amerikanischen Goldreserven aus, um die Staatsverschuldung abzubauen. Laut Geithner würde eine solche Maßnahme „das Vertrauen in die Vereinigten Staaten im In- und Ausland untergraben“.

Offiziellen Zahlen zufolge besitzen die USA Goldreserven im Umfang von 8.133,50 Tonnen. Sicher ist, dass diese Angaben auch bloße „Goldforderungen“ enthalten. Ganz erhebliche Unsicherheiten bestehen im tatsächlichen Umfang der physischen Goldreserven der USA. Seit den 60er-Jahren wurde keine unabhängige Prüfung der US-Goldbestände mehr durchgeführt.

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JP Morgan setzt auf Gold: Short in den USA, long in China

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Der chinesische Golddrache ist nicht aufzuhalten (Foto: pal2iyawit - Fotolia.com)

Die Chefin der JP-Morgan-Niederlassung in China äußert sich in einem aktuellen Interview auffallend positiv über Gold. In den USA setzt das Bankhaus aber weiter kräftig auf sinkende Goldpreise.

„Ich glaube nicht, dass das das Ende der Gold-Rally ist. Gold wird als Alternative zu den Papierwährungen angesehen“, erklärte Jin Ulrich, Geschäftsführerin der chinesischen Niederlassung des US-Bankenreisen JP Morgan am Dienstag gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.

Ulrich spricht von einer starken Nachfrage chinesischer Goldinvestoren und sie merkt an, dass es für China Spielraum gebe, die eigenen Goldreserven zu erhöhen.

Während man bei JP Morgan in China also positiv gegenüber Gold gestimmt ist, setzt die Muttergesellschaft in den USA weiter in großem Stil auf fallende Gold-Kurse.

JP Morgan ist der mit Abstand größte Händler von Goldderivaten in den USA („USA-Banken: JP Morgan hält 85 Prozent aller Gold-Derivate„) und die Bullion-Händler des Hauses sitzen am Terminmarkt weiterhin in konzentrierter Form auf erheblichen Short-Positionen.

Vier US-Banken (darunter JP Morgan) repräsentierten zuletzt Wetten auf einen fallenden Goldpreis im Umfang von 18 Prozent der gesamten an der Warenterminbörse COMEX gehandelten Gold-Futures. Sie verkauften damit Anfang März umgerechnet 288 Tonnen Gold auf Termin.

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U.S. Mint verkauft im März 20 Prozent mehr Gold

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Goldmünze American Buffalo (1 Unze)

Mit der Veröffentlichung der neuen American-Gold-Buffalos lieferte der amerikanische Münzhersteller im März wieder mehr Goldmünzen aus.

111.500 Unzen Gold in Form von Goldmünzen lieferte die amerikanische Münzprägeanstalt U.S. Mint  im vergangenen März aus. Dies entsprach einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Verglichen mit dem März des Vorjahres wurden 9,3 Prozent mehr Gold ausgeliefert.

Auf die Ausgabe des zuletzt immer wieder ausgesetzten American Gold Buffalo entfielen im März 38.000 Unzen. Übersicht, Münzverkäufe der U.S. Mint im März 2011:

  • American Gold Eagle, 1 Uz      60.500 Stk.
  • American Gold Eagle, 1/2 Uz      8.000 Stk.
  • American Gold Eagle 1/4 Uz       20.000 Stk.
  • American Gold Eagle 1/10 Uz      40.000 Stk.
  • American Gold Buffalo, 1 Uz      38.000 Stk.

Vom American Silver Eagle (1 Unze) wurden im letzten Monat 2.767.000 Stück abgesetzt. Die Zahl lag damit um14,6 Prozent niedriger als im Februar und 18 Prozent unter Vorjahr. Für die Silver Eagles läuft weiterhin ein Zuteilungsprogramm, weil aufgrund der zuletzt begrenzten Verfügbarkeit von Silber-Rohlingen nicht die gesamte Nachfrage befriedigt werden kann. Lesen Sie hierzu auch Münzen-Engpass: Ron Paul bestellt U.S. Mint zu einer Anhörung

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Hochrisiko-Papiere: Womit die EZB den Euro „deckt“

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Nachdem „erfolgreichen“ Bankenstresstest werden Irland-Anleihen weiter als „Pfand“ für EZB-Geld zugelassen. Dabei stehen die Chancen auf eine irische Staatspleite bei rund 42 Prozent.

Knapp 10 Prozent Zinsen muss Irland mittlerweile zahlen, wenn sich das Land am Kapitalmarkt Kredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren besorgen will. Die Anleihen-Rendite enthält damit einen gehörigen Risikoaufschlag.

Die Marktforscher von CMA bezifferten die Ausfallwahrscheinlichkeit von Anleihen Irlands am Montag auf 41,8 Prozent. Damit liegt das Land auf Platz 4 in der CMA-Liste von Staaten mit den größten Insolvent-Chancen (CPD = Cumulative Probability of Default), nach Griechenland (57,34%), Venezuela (50,52%) und Pakistan (46,37%). Siehe folgende Tabelle.

Höchste Ausfall-Wahrscheinlichkeiten, Quelle: CMA Vision, 04.04.2011

 

Für die Europäische Zentralbank ist das kein Hindernis, die Anleihen Irlands erneut als Sicherheit für die Vergabe von Liquidität an Geschäftsbanken des Euro-Systems zuzulassen. Nach dem absolviertem Bankenstresstest, der eine Kapitalerhöhung von 24 Milliarden Euro für vier irische Banken fordert, zeigt die EZB ihre bekannte Großzügigkeit im Umgang mit überschuldeten Euro-Ländern.

Im EZB-Jargon heißt das: „Der EZB-Rat hat beschlossen, die Anwendung des Bonitätsschwellenwerts, der nach den Regelungen über die Eignung von Sicherheiten für die Kreditgeschäfte des Eurosystems vorgesehen ist, in Bezug auf marktfähige von der irischen Regierung begebene oder garantierte Schuldtitel auszusetzen.“

Auf gut Deutsch: Wer der EZB als Geschäftsbank irländische Schrott-Anleihen als „Sicherheit“ ins Depot legt, bekommt Euros ausgezahlt. Das ist also die Deckung, die Stabilität der Europäischen Gemeinschaftswährung sichern soll.

Die Rating-Agentur S&P hat das Kreditrating Irlands zuletzt auf BBB+ herabgestuft. Die EZB akzeptiert im Ausnahmefall sogar Papiere bis BBB- (S&P / Fitch) als Sicherheit. Ab der nächsten Stufe (BB-) gelten Finanzpapiere als „spekulativ“.

Die Regelung wurde im Zuge der  Lehman-Pleite am 22. Oktober 2008 geändert und bis heute nicht wieder revidiert. Zuvor hatte der Bonitätsschwellenwert für marktfähige und nicht marktfähige Sicherheiten  A- getragen.

Goldreporter

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„Gold kann bis zum Jahresende um 30 Prozent steigen“

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Der britische Gold-Fonds-Manager Ben Davies empfiehlt Anlegern, 30 Prozent ihres Portfolios in Gold zu investieren und rät von ETFs ab.

„Wenn der Goldpreis in den kommenden Wochen über die Marke von 1.440 Dollar ausbricht, dann könnten wir einen 400-Dollar-Lauf sehen, der bis zum Jahresende auf 1.840 Dollar führt“, der britische Investment-Manager Ben Davies. Ausgehend vom jetzigen Preislevel entspräche dies einem Anstieg von gut 30 Prozent.

Davies betreibt mit seiner Firma Hinde Capital einen echten physischen Gold-Fonds, der im vergangenen Jahr mit einem Plus von 40 Prozent um 11 Prozentpunkte besser abschnitt, als der weltweit größte Gold-ETF (Exchange Traded Fonds) SPDR Gold Trust.

ETFs sind nach der Meinung von Ben Davies eine ineffiziente Form der Goldanlage, wie auch das genannte Ergebnis zu bestätigen scheint. „Sie kaufen ein Papierkonstrukt und nicht den realen Wert. Also setzt man sich einem Schuldner- und Gegenparteirisiko aus“, so Davies.

Eines seiner Argumente für Gold, das sowohl Rohstoff als auch Geld repräsentiere: Nur 0,7 Prozent der weltweiten Investoren-Gelder im Gesamtumfang von 180 Billionen Dollar seien derzeit in Gold investiert. Hier bestünde reichlich Nachholbedarf.

Er macht eine hypothetische Rechnung auf: Wenn (statt 0,7 Prozent) 5 Prozent des gesamten Kapitals in Gold flössen, dann entspräche dies 9 Billionen US-Dollar. Bei einem Preis von 1.400 Dollar pro Feinunze könnte man dafür 6,5 Milliarden Unzen Gold kaufen. Das entspräche 1,3-mal der Menge allen jemals geförderten Goldes, nämlich etwa 200.000 Tonnen.

Natürlich wäre so viel Gold physisch gar nicht verfügbar. Entsprechend stark würde sich die große Flucht ins Gold auf den Preis auswirken.

Davies rät Anlegern, ein Drittel des Portfolios direkt in physisches Gold anzulegen. Mehr dazu in seinem nachfolgenden Interview mit CNBC.

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Simuliert: Deutsche Staatspleite 2015 (Video)

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Die ProSieben-Magazin Galileo hat den Ablauf eines möglichen deutschen Staatsbankrott in Form eines kurzen Spielfilms simuliert.

Vor Ausbruch der Finanzkrise wurden Szenarios wie die Staatspleite eines europäischen Landes in der Finanzpresse mehrheitlich noch als Untergangsfantasien paranoider Crash-Propheten abgetan. Heute ist das Thema Staatsbankrott in aller Munde.

Die Frage ist nur, wie würde sich ein deutscher Staatsbankrott tatsächlich abspielen? Sicher würde unsere Regierung nicht einfach eines schönen Tages vor das Mikrofon treten und ankündigen, dass man jetzt Pleite sei.

Die ProSieben-Magazin Galileo hat den Ablauf eines möglichen deutschen Staatsbankrott in Form eines kurzen Spielfilms simuliert.

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Münzen-Engpass: Ron Paul bestellt U.S. Mint zu einer Anhörung

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Goldmünze American Gold Eagle (Foto: Goldreporter)

Der republikanische Kongressabgeordnete Ron Paul will die amerikanische Münzprägeanstalt in einem Hearing zu den wiederholten Lieferengpässen bei diversen Goldmünzen und Silbermünzen befragen.

Am 7. April findet eine Anhörung vor dem U.S. House Subcommittee on Domestic Monetary Policy statt. Geladen hat der US-Kongress-Abgeordnete Ron Paul. Es geht um die wiederholten Lieferbeschränkungen bei amerikanischen Anlagemünzen. Paul will genau wissen, warum die Münzprägeanstalt U.S. Mint nicht voll lieferfähig ist.

Der Hersteller der American Eagles gibt an, aktuell nicht über genügend Gold-Rohlinge zu verfügen, um die Nachfrage nach allen Sorten im staatlichen Münzprogramm zu befriedigen.

“Es sieht so aus, als wenn wir nicht einmal alle Münzrohlinge von US-Herstellern bekommen. Es gibt einen Vertrag mit einer ausländischen Firma, was überhaupt nicht sinnvoll ist“, erklärt Ron Paul gegenüber Kitco News.

Er meint die Firma Goldmark im australischen Perth, die die U.S. Mint neben zwei US-Anbietern beliefert. Gemäß des aus dem Jahr 1985 stammenden Gold Bullion Coin Act ist die U.S. Mint gesetzlich verpflichtet, Goldmünzen in nachfragegerechter Menge anzubieten. Das Gesetz verlangt auch, dass das Gold aus amerikanischer Minenproduktion stammt. Wenn diese Menge nicht ausreicht, muss auf die Goldreserven der Vereinigten Staaten zurückgegriffen werden. Mehr dazu hier: American Eagle auf Münzengold.de

Paul hat angekündigt, dass er im Rahmen der Anhöhrung ein Unternehmen vorstellen wird, das zur Lösung des Engpasses beitragen könne. Details nannte er nicht.

“Ich denke, es gibt eine riesige Nachfrage und diese wird von einer Bürokratie bedient, und diese Bürokratie reagiert nicht sehr gut. Ich glaube, dass es dafür keine Entschuldigung geben kann”, erklärt Paul.

In den vergangenen Monaten kam es seitens der U.S. Mint immer wieder zu Lieferbeschränkungen bei Eagle-Silbermünzen, einzelnen Prägequalitäten und Nominalen von Eagle-Goldmünzen sowie eine zeitweise Einstellung der Herstellung von American-Buffalo-Goldmünzen.

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U.S. Federal Reserve überwies 73-mal Geld Richtung Libyen

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Die Fed verteilte nach der Lehman-Pleite großzügig Dollars in aller Welt.

Im Zuge der Lehman-Pleite hat die US-Notenbank Notkredite an eine Vielzahl internationaler Banken vergeben. Die nun veröffentlichten Daten brachten einige Überraschungen.

Das amerikanische Notenbank-System Federal Reserve hat in der vergangenen Woche Daten veröffentlicht, die Aufschluss über die Kreditvergabe der Fed im Zuge der Lehman-Pleite geben. Zur Preisgabe der Daten war die Fed gerichtlich gezwungen worden.

Die Informationen bergen einige brisante Details. Aus den Unterlagen geht unter anderem hervor, dass die Fed ihr Geld großzügig in der ganzen Welt verteilt hat.

Eine der größten Überraschungen: Zwischen September 2008 und Januar 2010 erhielt die Arab Banking Corp. (ABC)  in Bahrain 73-mal Kapitalspritzen von insgesamt 35 Milliarden Dollar. Mehrheitlicher Anteilseigner der Bank (59 Prozent) ist die Zentralbank von Libyen. Noch im vergangenen Januar erhielt die ABC von der Fed 1 Milliarde Dollar Kredit.

Auch deutsche Institute wurde von der Fed mit Krediten versorgt. Dazu gehörten die HRE-Tochter Depfa (28,5 Mrd. Dollar), Deutsche Bank (1 Mrd. Dollar).

Größter einzelner Profiteur war die europäische Dexia Group mit insgesamt 37 Milliarden Dollar an erhaltenen Finanzmitteln.

Mehr Informationen zu den Fed-Finanz-Spritzen gibt es bei Financial TimesWall Street Journal und Bloomberg.

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