Der Euro braucht europäische Einigkeit, um zu überleben (Bild: Goldreporter)
Am Wochenende fanden Parlamentswahlen in Finnland statt. Als Punkte-Sieger gingen Euro-kritische Rechtspopulisten hervor. Brisant: Entscheidungen im Rahmen des Euro-Stabilitätspakts müssen einstimmig gefällt werden.
Wird Finnland zum Stolperstein für die Euro-Rettung? Am Wochenende ging die rechtspopulistische Partei „Wahre Finnen“ als der eigentliche Gewinner der Parlamentswahlen hervor. Die Partei wurde mit 18,6 Prozent zweitstärkste politische Kraft vor den Konservativen um den amtierenden Finanzminister Jyrki Katainen, die 20,2 Prozent der Stimmen erreichten.
Die „Wahren Finnen“, die ihre Stimmenanzahl vervierfachten, dürften nun in Finnland deutlich größeren Einfluss auf die Politik des Euro-Landes nehmen. Man rechnet damit, dass sie in die Regierung einziehen. Sie lehnen den EU-Stabilitätspakt strikt ab.
Dies ist insbesondere brisant, sollten sie sich mit ihrer EU-kritischen Haltung in Finnland durchsetzen. Denn Entscheidungen im Rahmen der Euro-Rettung müssen in Brüssel einstimmig erfolgen.
Dies macht erneut deutlich, auf welch wackeligen Füssen der Euro im Grunde steht. Denn Wahlen in anderen, besonders stark von der Schuldenkrise betroffenen Ländern könnten künftig ähnliche Ergebnisse hervorbringen und den Euro – wie er heute existiert – am Ende doch noch politisch scheitern lassen.
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Die Chicago Sun-Times berichtet über den legendären Goldstift von Abraham Lincoln.
Abraham Lincoln war der 16. Präsident der USA. Mit seinem goldenen Füller unterschrieb er seinerzeit ein Gesetz, mit dem erstmals Papier-Dollars in Umlauf kamen. Das Schreibgerät wurde nun einem Museum in Springfield gestiftet.
Bevor der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika regierte, schien die Welt des Geldes noch in Ordnung. Abraham Lincoln amtierte von 1861 bis 1865. Zwölf Jahre zuvor waren mit dem Gold Dollar und dem Double Eagle Goldmünzen als Zahlungsmittel eingeführt worden. Doch schon im ersten Jahr von Lincolns Amtszeit begann im Grunde der Abstieg des US-Dollars.
1861 wurden die ersten Dollar-Banknoten in Umlauf gebracht, um den Sezessionskrieg zu finanzieren. Eine Generation später (1913) begannen die Papiergeldkönige des Federal Reserve Systems dann das Handwerk des Gelddruckens zu perfektionieren, auch wenn lange danach (bis 1971; Ende des Gold-Devisen-Standards) Gold noch eine gewisse Rolle als Währungsanker spielte. Heute gibt es weltweit nichts mehr von innerem Wert, was die in Umlauf befindlichen Währungen decken würde.
Der Stift, mit dem der Abstieg des US-Dollars sozusagen begann, wurde nun einem Museum in Springfield gestiftet. Das ehemalige, persönliche Schreibgerät von Abraham Lincoln ist eine Kombination aus Bleistift und Füllfederhalter. Es besteht aus solidem 14-karätigem Gold. Vorbesitzer war eine alte Dame aus Massachusetts. Ihr Großvater war ein Bekannter Lincolns. Von ihm hatte sie den edlen Stift seinerzeit erhalten. Ein denkwürdiges Symbol der besonderen Art.
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Der Silberpreis ist in diesem Jahr bereits wieder um 39 Prozent angestiegen (Foto: Goldreporter)
Die Kursentwicklung bei Silber ist nach wie vor atemberaubend. Einer der wichtigsten Gründe für den starken Kursanstieg wird aber selbst von der Finanzpresse vollständig ignoriert.
Der Silberpreis steigt und steigt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs des Edelmetalls bereits wieder um 39 Prozent zugelegt, nachdem er 2010 schon um fast 100 Prozent in die Höhe geschossen ist. Viele fragen sich nun, wie lange das noch so weiter gehen kann. Der Begriff „Blase“ fällt in der Berichterstattung der Mainstream-Presse immer häufiger.
Wir möchten heute noch einmal auf einen Umstand hinweisen, der bei der Beurteilung der Silberpreis-Entwicklung in den Medien so gut wie keine Erwähnung findet, der aber von fundamentaler Bedeutung ist.
Die Preisentwicklung bei Gold und Silber – eigentlich bei allen Rohstoffen – wird seit einigen Jahren maßgeblich durch die Aktivitäten großer US-Banken am Warenterminmarkt mitbestimmt.
In diesem Zusammenhang verweisen wir noch einmal auf einen Goldreporter-Artikel von Anfang April: US-Banken verkaufen 24 Prozent mehr Gold auf Termin, sowie auf die von uns monatlich veröffentlichten Berichte über die Bankenbeteiligung am Terminhandel in New York. Die Information, auf die wir uns beziehen, ging in dem genannten Artikel zugegebener Maßen etwas unter.
Anfang Februar 2010, kurz bevor die US-Börsenausicht CFTC erstmals Manipulationsvorwürfen gegen das Bankhaus JP Morgan (JPM) Gehör schenkte – später folgte die Klage gegen JPM und HSBC – verkauften US-Banken (vor allem JPM) umgerechnet 5.815 Tonnen Silber auf Termin. Das ist eine gewaltige Menge. Sie entspricht mehr als einem Viertel der weltweiten, jährlichen Silberförderung.
Im Zuge der anhängigen Klage gegen JPM und HSBC reduzierten die US-Banken (eben vor allem JPM) sukzessive ihre Short-Positionen auf Silber. Denn JP Morgan geriet massiv in die Schusslinie, da die Manipulationsvorwürfe erstmals auch von der Finanzpresse aufgegriffen wurden.
Die Konsequenz: Anfang April 2011 hatten die US-Banken (allen voran JPM) um 47 Prozent geringere Silber-Terminverkäufe in ihren Büchern als im Februar 2010 (siehe Abb. unten). Und: Der Silberpreis stieg im gleichen Zeitraum von 16,78 Dollar auf 38,08 Dollar um satte 126 Prozent!
Interessanterweise erfolgte der erste bedeutende (öffentlich bekanntgemachte) Aufbau massiver Short-Positionen auf Silber seitens der US-Banken Anfang August 2008 (Namen werden in den CFTC-Reports nie genannt).
Im Juli 2008 waren US-Banken mit lediglich 6.199 Gold-Futures short. Per 05.08.2008 waren es plötzlich 33.805 Kontrakte! Das war einen Monat vor der Pleite von Lehman Bros. und etwa ein halbes Jahr nach der Übernahme der Investmentbank Bear Stearns durch JP Morgan. Bear Stearns war seinerzeit massiv in Vorwärtsverkäufe von Silber engagiert.
Hier besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Der Silberpreis konnte sich in den vergangenen Jahren nicht frei am Markt entfalten. Eben weil er durch die US-Banken (mutmaßlich) immer wieder über Termingeschäfte massiv gedrückt wurde. Denn die Short-Position musste über Monate hinweg immer wieder gerollt, also mit neuen Kontrakten verlängert werden. Dazu benötigt man regelmäßig möglichst niedrige Preise, um die Verluste in einem boomenden Markt gering zu halten. Warum wird immer wieder gerollt? Weil man die gigantische Silbermenge bei Kontrakt-Fälligkeit niemals tatsächlich liefern könnte.
„Zu der Zeit als Bear Stearns implodierte, notierte der Silberpreis zwischen 20 und 21 US-Dollar pro Feinunze. Ein Deckung der konzentrierten Short-Position dieser Größe am freien Markt hätte den Silberpreis auf ein Niveau von 50 oder 100 Dollar getrieben und die Langzeit-Manipulation aufgedeckt.“
Laut Butler habe es eine geheime Absprache mit dem US-Finanzministerium gegeben, diese Short-Position auf JP Morgan zu übertragen.
Silber hat sich auch gegenüber Gold zuletzt deutlich besser entwickelt. Das Gold-Silber-Ratio war in den vergangenen Jahren auf Werte von bis zu 60 angestiegen. Das heißt, für eine Unze Gold musste man lange Zeit 60 Unzen Silber auf den Tisch legen. Mittlerweile ist dieses Verhältnis auf 1:35 gesunken. Auf dem Höhepunkt der letzten Edelmetall-Hausse betrug der Wert 1:17. Für den Silberpreis gibt es also auch in dieser Hinsicht noch weiteres Aufholpotenzial.
Fazit: Der Preisdruck auf Silber ist durch die erzwungene Zurückhaltung der großen Terminmarkt-Player in den vergangenen 12 Monaten deutlich zurückgegangen. Auch wenn Preiseffekte über Termin-Kontrakte immer nur kurzfristig wirken, der Silberpreis kann sich derzeit weniger stark gebremst am Markt entwickeln, als noch vor einigen Jahren. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei Beurteilung der aktuellen Silberpreis-Entwicklung.
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"Goldbarren können nicht beliebig gedruckt werden" (Foto: Rand Refinery)
UTIMCO, die zweitgrößte Universitäts-Stiftung der USA, hat im vergangenen Jahr erhebliches Kapital in Gold Futures angelegt. Jetzt ließ der Fonds das Gold ausliefern und in New York einlagern.
Im vergangenen Jahr hatte wir über das Gold-Investment der University of Texas Investment Management Co. (UTIMCO) berichtet („US-Bildungsfonds investiert über 500 Millionen Dollar in Gold„). Der Stiftungsfonds der texanischen Hochschulen ließ für 500 Millionen US-Dollar Gold auf Termin kaufen und stockte sein bereits bestehenden Gold-Investment damit deutlich auf. Seinerzeit waren es umgerechnet zusätzliche 12,85 Tonnen Gold.
Wie UTIMCO auf seiner Internetseite erklärt, hat man sich erhebliche Mengen an Gold, das an der COMEX gekauft wurde, nun physisch ausliefern lassen.
Der Wert der Goldbarren soll 987 Millionen US-Dollar betragen. Bei einem aktuellen Goldpreis von 1.486 Dollar pro Feinunze entspräche dies einer Goldmenge von 20,66 Tonnen.
Einer der Stiftungs-Manager ist Kyle Bass, der selbst einen Hedgefonds betreibt. Er kommentierte die Maßnahme gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg wie folgt: „Zentralbanken drucken mehr Geld als jemals zuvor, also welche Kaufkraft hat unser Geld noch? Ich sehe Gold einfach als eine andere Form von Währung an, die man nicht einfach beliebig drucken kann“.
UTIMCO ist der zweitgrößte Universitäts-Fonds in den USA, mit einem Fondsvermögen von 19,9 Milliarden US-Dollar. Er besitzt offiziellen Angaben zufolge 6.643 Goldbarren oder 664.300 Unzen Gold.
Gelagert werden die Goldbarren nun in einem Tresor der Bullion-Bank HSBC in New York. Für den Fonds darf man nun hoffen, dass Sie dort auch zur jederzeitigen Verfügbarkeit liegen bleiben. Schließlich hört man immer wieder Geschichten, dass die Großbanken im Stile des Mindestreserve-Bankings Gold weiterverleihen. Und wehe, wenn der Leasing-Partner am Ende der Laufzeit pleite ist oder die Ware aus anderen Gründen nicht mehr liefern kann. Im Prinzip dennoch ein cleverer Schachzug der UTIMCO.
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US-Dollar: Wer kauft eigentlich noch amerikanische Staatsanleihen? Unter anderem die Fed und Großbritannien!
Die chinesische Zentralbank hält laut US-Finanzministerium noch 1,15 Billionen Dollar an amerikanischen Staatsanleihen. Vier Monate in Folge nahmen die Bestände nun bereits ab.
Die People’s Bank of China hat ihre Bestände an US-Staatsanleihen zuletzt weiter abgebaut. Der Wert der chinesischen Dollar-Reserven sank zuletzt vier Monate in Folge.
Laut den Angaben des US-Finanzministeriums reduzierte China im Februar seine Bestände erneut um 600 Millionen auf nun insgesamt 1,15 Billionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 0,5 Prozent.
US-Bonds aufgestockt haben dagegen Japan (+0,5 Prozent), die Schweiz (+2,6 Prozent) und Großbritannien (+6,1 Prozent).
Die gesamte Auslandsverschuldung der Vereinigten Staaten soll sich auf 4,47 Billionen US-Dollar belaufen. 14,3 Billionen US-Dollar umfassen nach offiziellen Zahlen die Gesamt-Verbindlichkeiten der USA.
Die 10 größten ausländischen US-Gläubiger per Februar 2011
China: 1,15 Bio. US-Dollar
Japan: 890,3 Mrd. US-Dollar
Großbritannien: 295,5 Mrd. US-Dollar
„Ölexporteure“: 218,8 Mrd. US-Dollar
Brasilien: 194,3 Mrd. US-Dollar
„Karibische Finanz-Zentren“: 169,4 Mrd. US-Dollar
Taiwan: 155,9 Mrd. US-Dollar
Russland: 130,5 Mrd. US-Dollar
Hongkong: 124,6 Mrd. US-Dollar
Schweiz: 110,4 Mrd. US-Dollar
Deutschland hält den offiziellen Daten zufolge US-Schuldpapiere im Volumen von 58,3 Milliarden Dollar und ist damit auf Platz 12 der Auslandsgläubiger-Liste.
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Ultradünner Gold-Film für Plastiksolarzellen und Displays: Wissenschaftler der University of Warwick (Foto: Martin Neeves Photography)
Englische Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, das Gold als wichtigen Bestandteil bei der Herstellung von flexiblen elektronischen Panels und Displays etablieren könnte.
Gold wird seit langer Zeit in der Industrie verwendet verwendet. Gold ist super-leitfähig, extrem dehnbar und rostet nicht. Hochwertige elektronische Kontakte werden mit Gold ummantelt, feinste Leiterbahnen bestehen aus dem Edelmetall.
Nun scheint Gold auch für die Solar- und Display-Technik interessant zu werden. Und das trotz des historisch hohen Goldpreises.
Gold könnte bei der Herstellung von organischen Solarzellen, auch Plastiksolarzellen genannt, eine entscheidende Rolle spielen. Diese Energiezellen sind hocheffizient und lassen sich aufgrund ihrer Biegsamkeit flexibel verarbeiten.
Derzeit wird bei der Herstellung von organischen Solarzellen üblicherweise Glas und Kunststoff verwendet, das man mit einer Schicht aus Indiumzinnoxid (ITO) überzieht. Problem: Diese Verbindungen sind nicht vollkommen bruchsicher und außerdem toxisch.
Wissenschaftler der University of Warwick (England) haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem sich ultradünne Goldschichten auf Glas und Plastik auftragen lassen. Die so erzeugten Zellen sind transparent, hochflexibel und dabei besonders leitfähig.
Die benötigte Goldmenge ist dabei so gering, dass die Kosten der Herstellung offensichtlich geringer sind, als mit dem gängigen ITO-Verfahren.
Die Engländer sehen weitere Anwendungsmöglichkeiten für das Verfahren. So könnten Touch Screens von Computern und Smart Phones (iPhone, iPad) mit dem Gold-Film überzogen werden.
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Auch Weißrussland ist in finanzieller Not. Zuletzt wurde das diktatorisch geführte Land von einem schweren Bombenanschlag heimgesucht (Bild: Fotolia).
Seit Monaten kaufen Weißrussen große Mengen Gold, um sich gegen den Verfall ihrer Landeswährung zu schützen. Jetzt kappt die Zentralbank des Landes die Goldversorgung.
Die Zentralbank Weißrusslands will ganz offensichtlich verhindern, dass die Bürger des Landes weiter Gold kaufen.
Denn weißrussische Edelmetall-händler erhalten von dem Institut kein Gold mehr gegen lokale Währung. In der Bevölkerung war es zuletzt zu einem regelrechten Run auf das Edelmetall gekommen. Das berichtet der Nachrichtendienst Reuters.
Die Zentralbank habe den Schritt nicht begründet, heißt es. Klar sei aber, dass die Menschen im Land ins Gold flüchteten, weil sie eine starke Entwertung des weißrussischen Rubels befürchten.
Die Regierung des finanziell angeschlagenen Landes verhandelt derzeit mit der Russischen Förderation über Kapitalhilfen im Umfang von 3 Milliarden US-Dollar.
Im vergangenen März haben Weißrussen dem Bericht nach insgesamt 470 Kilogramm Gold aus den Beständen der Zentralbank aufgekauft, um ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Im Januar und Februar seien es zusammen 209 Kilogramm gewesen.
Laut Reuters schätzen Analysten, dass die Währung des Landes um 20 bis 30 Prozent abgewertet werden muss, auch wenn man finanzielle Unterstützung aus Moskau bekommt.
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Die Royal Mint ist Hersteller der Britannia-Anlagemünze (Gold und Silber)
Die britische Münzprägeanstalt setzte im ersten Quartal 2011 insgesamt 208.468 Unzen an Silbermünzen ab.
Der steigende Silberpreis zieht auch in Großbritannien immer mehr Investoren an. Viele davon kaufen Silber in Form von Münzen und Barren.
Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, hat die britische Münzprägeanstalt Royal Mint im ersten Quartal 2011 208.468 Unzen (6,5 Tonnen) Silber zu Münzen verarbeitet. Der Output stieg damit im Vergleich zum Vorquartal um 22 Prozent.
Im Gegensatz dazu lieferten die Briten im gleichen Betrachtungszeitraum mit insgesamt 28.939 Unzen 18 Prozent weniger Gold aus.
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Die "Palladium Visa Card" von J.P Morgan (Foto: Creditcardforum)
Das US-Bankhaus vergibt an exklusive Privatkunden eine Kreditkarte, die aus echtem Edelmetall besteht.
Die Armen häufen immer mehr Schulden an, die Reichen werden immer reicher. Letztgenannte hält der US-Bankenriese J.P. Morgan Chase & Co. mit einer besonders exklusiven Kreditkarte bei Kauflaune.
Die prestigeträchtige „Palladium Card“ des Hauses besteht aus echtem Edelmetall. Neben dem Platin-Metall Palladium soll das edle Stück auch 23-karätiges Gold enthalten.
Wer bekommt so eine Kreditkarte?
Wie der US-Blog Creditcardforum.com berichtet, gibt es bei der Luxus-Karte keinen jährlichen Mindestumsatz, wie etwa bei der „Centurion Card“ von American Express (250.000 Dollar).
In Genuss der Palladium Visa Card kommt nur eine kleine Gruppe privater Kunden des Hauses. Der J.P.-Morgan-Privatkunde hat angeblich im Schnitt 30 Millionen Dollar auf dem Konto.
Weitere entzückende Details der J.P. Morgan „Palladium Visa Card“:
Die Daten des Kartenhalters sind mit Laser eingraviert.
Die Jahresgebühr beträgt nur 595 US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem Materialwert der Karte (Gewicht unbekannt).
Die Karte hat kein offizielles Kreditlimit und eine „großzügigen Verfügungsspielraum“ bei Barabhebungen per Geldautomat.
Alle, die sich eine solche Karte nicht leisten können, sollten jetzt nicht traurig sein. Wir haben Ihnen kürzlich eine Edelmetall-Karte vorgestellt, mit der Sie ebenfalls über erstklassige Bonität verfügen: 1-Gramm-Goldbarren in Scheckkarte integriert
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Der Silberpreis könnte bis zur nächsten nennenswerten Konsolidierung noch bis auf 45 Dollar ansteigen.
Am Mittwochvormittag wurde der Silberpreis in London auf 40,67 Dollar festlegt (28,30 Euro). Im späteren Tagesverlauf kam es dann zu einem deutlichen Kursanstieg, der den Spotpreis des weißen Edelmetalls wieder über die Marke von 41 Dollar führte.
Der Aufwärtstrend ist weiter voll intakt. Die kleine Verschnaufpause in den vergangen Tagen hat das Edelmetall ganz offensichtlich genutzt, um Luft für den nächsten Kursanstieg zu holen.
Zuletzt stieß der Silber-Chart durch die obere Begrenzung eines steigenden Keils. Ein Durchbruch nach unten hätte die Bären auf den Plan gerufen. Nachdem in den vergangenen Tagen bei 40,59 Dollar und 40 Euro aber weitere Unterstützungslinien eingezogen wurden, muss man nun von einem weiter steigenden Silberpreis ausgehen.
Silberpreis in US-Dollar, 1 Jahr (RBS-Indikation)
Somit sehen wir charttechnisch derzeit keine Signale für eine bald zu erwartende Kurskorrektur. Die letzte Konsolidierung Anfang Januar erfolgte nach einem vorherigen Kursanstieg von 70 Prozent.
Was hieße das übertragen auf die aktuelle Kurssituation? Ausgehend vom Zwischentief Ende Januar könnte der Silberpreis noch bis auf 45,63 Dollar steigen. Spätestens in dieser Kursregion sollte man sich auf einen kurzzeitigen Rücksetzer von 10 bis 15 Prozent gefasst machen, bevor Silber sein Allzeithoch bei 50 Dollar in Angriff nimmt.
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Neuesten Schätzungen des Marktforschers GFMS zufolge beträgt die jemals geförderte Goldmenge 168.300 Tonnen. Der weitaus größte Teil befindet sich in Form von Schmuck, Goldmünzen und Goldbarren in privatem Besitz.
Der World Gold Council hat gemeinsam mit dem Marktforscher GFMS neue Daten zu den weltweiten Goldbeständen veröffentlicht.
Demnach wird die Gesamtmenge allen jemals geförderten Goldes jetzt auf 168.300 Tonnen geschätzt. Der weitaus größte Teil – nämlich 84.100 Tonnen oder 50 Prozent der gesamten Goldmenge – wurde laut GFMS-Angaben zu Schmuck verarbeitet.
Die offiziellen Goldbestände (Währungs-Reserven von Staaten und Finanzinstitutionen) umfassen mit 29.000 Tonnen nur 17 Prozent der weltweiten Goldmenge.
Mit 31.400 besitzen private Investoren mittlerweile mehr Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren, als die Zentralbanken.
Auf den Bereich „sonstige Fertigung“ (z.B. industrielle Verwendung) werden 12 Prozent (20.200 Tonnen) verbucht.
Verteilung der weltweiten Goldmenge (Grafik: Goldreporter)
Einschätzung: 69 Prozent des weltweit physisch existierenden Goldes befindet sich den Daten zufolge in privatem Besitz (Lagerbestände der Juweliere einmal vernachlässigt). Weitere 12 Prozent sind in der Fertigung gebunden. Der weitaus größte Teil der weltweiten physischen Goldbestände kann somit nicht einfach durch (geld-)politische Willkür auf den Markt gelangen, sondern befindet sich in mehr oder weniger starken Händen.
Der weitaus größte Teil spekulativer Gold-Investments steckt ohnehin in Papiergold. Das sind Futures, Optionen, Optionsscheine, Zertifikate, Fonds und andere Derivate, die nur (mehr oder weniger) die Goldpreis-Entwicklung abbilden. Hinzu kommt, dass die offiziellen Zentralbank-Goldreserven – die die GFMS-Daten beinhalten – auch bloße Goldforderungen enthalten. Der Anteil privat gehaltenen Goldes dürfte unserer Einschätzung nach noch deutlich höher liegen, als die vorliegenden Zahlen unterstellen.
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Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
Man muss nur lange genug zuwarten. Dann kommen selbst in der Mainstream-Presse in Sachen Euro-Rettung bislang unausgesprochene Wahrheiten auf den Tisch.
Wenn sich die Wahrheit gar nicht mehr leugnen lässt, dann fällt es leicht, aufrichtig zu sein. Aktuelles Beispiel: Der drohende Haircut in Griechenland.
Vor gut einem Jahr wurde das Land mit Milliarden-Beträgen vor dem Bankrott gerettet. Damit sahen nicht wenige Politik und Talk-Experten die Sache als erledigt an.
Dass Griechenland sich zu Tode spart und die geliehenen Rettungsgelder möglicherweise nicht zurückzahlen kann, galt weitgehend als Ding der Unmöglichkeit. Zumindest bis Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sich bei Maybrit Illner verplapperte.
Nun spricht ganz Deutschland davon. Und unter den Gläubigern wird nur noch über den Prozentsatz des Schuldenschnitts diskutiert.
In der BR-Talkshow Münchner Runde („Euro gerettet – sind wir die Zahlmeister?“) kam in dieser Woche Hans-Werner Sinn zu Wort. Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung sagte: „Griechenland war letztes Jahr schon Pleite und was danach kam, war ehrlich gesagt Konkursverschleppung“.
Er schätzt, dass Deutschland bis zu einem Drittel der EU-Rettung stemmen muss, wenn die von ihm GIPS-Staaten genannten Länder (Griechenland, Irland, Portugal und Spanien) allesamt zahlungsunfähig würden.
Auf der Internetseite des Bayrischen Rundfunks gibt es einen Zusammenschnitt der Sendung, der allerdings die besonders kritischen Anmerkungen Sinns ausspart und sich lieber den positiven Seiten des Euros widmet.
10-Euro-Gedenkmünze "125 Jahre Automobil": Ab 9.6. in Kupfer/Nickel und 625er-Sammler-Silber (Foto: BMF)
Das Bundesfinanzministerium hat über die Zukunft der 10-Euro-Silbermünzen entschieden. Für Anleger sind die Münzen nicht mehr interessant.
Wie das Bundesfinanzministerium (BMF) am heutigen Mittwoch bekanntgegeben hat, werden die 10-Euro-Gedenkmünzen künftig in zwei verschiedenen Legierungen angeboten.
Die traditionellen Silberzehner wird es nur noch in Sammlerqualität „Spiegelglanz“ geben. Deren Ausgabepreis soll sich künftig am Silberkurs orientieren (Mindestpreis: 15 Euro). Das Nominal lautet weiter 10 Euro. Der Silbergehalt wird 625 Promille betragen (plus 375 Kupfer).
Daneben gibt das BMF künftig 10-Euro-Sammlermünzen in einer Kuper-Nickel-Legierung heraus.
Weitere Erkenntnis: Die 10-Euro-Gedenkmünze „125 Jahre Automobil“ erscheint am 9. Juni (statt 5.5.) in den beiden genannten Legierungen. Die Ausgabetermine der anderen 10-Euro-Münzen aus dem Münzprogramm 2011 bleiben unverändert.
Fazit: Für Anleger sind die 10-Euro-Gedenkmünzen nicht mehr interessant.
Hier der Pressetext in vollem Wortlaut:
10-Euro-Gedenkmünzen künftig in zwei verschiedenen Legierungen
Die Bundesregierung beschloss heute vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Silberpreises, die deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen künftig in zwei verschiedenen Legierungen auszugeben.
Hierzu erklärt das Bundesministerium der Finanzen:
Beginnend mit der 10-Euro-Gedenkmünze „125 Jahre Automobil“ werden die Münzen in der Prägequalität „Normalprägung“, die zum Nennwert (10 Euro) in den Verkehr gebracht werden, aus einer Kupfer-Nickel-Legierung hergestellt.
Die Münzen in der höherwertigen Sammlerqualität „Spiegelglanz“ werden auch künftig aus Silber (625 Silber/375 Kupfer) geprägt. Diese Münzen, die zur Unterscheidung mit der Aufprägung „Silber 625“ gekennzeichnet sind, werden zu einem über dem Nennwert liegenden Preis veräußert. Dieser wird gebildet durch den Materialwert des Silbers zum Zeitpunkt der Ausgabe (Londoner Fixing) zuzüglich eines Aufschlages von 10 Euro sowie der Mehrwertsteuer. Der Mindestpreis wird 15 € betragen.
Die Änderung erfolgt aus Anlass des stark gestiegenen Silberpreises, der die Emission einer Münze mit dem bisherigen Silbergehalt (10 g) zum Nennwert von 10 € nicht mehr zulässt. Einerseits wäre die aus haushaltsrechtlichen Gründen zwingend erforderliche kostendeckende Ausgabe der Münze nicht möglich. Andererseits könnte eine solche Münze zum Spekulationsobjekt auf die Silberpreisentwicklung werden.
Im Ergebnis der beschlossenen Anpassungen wird der Ausgabetermin für die 10-Euro-Gedenkmünze „125 Jahre Automobil“ vom 5. Mai 2011 auf den 9. Juni 2011 verschoben. Die Ausgabetermine für die übrigen, noch ausstehenden 10-Euro-Gedenkmünzen des Jahres 2011 bleiben unverändert.
Wegen der für die Herstellung der Münzen erforderlichen Vorlaufzeiten sind zu den jeweiligen Ausgabeterminen zunächst nur die Silbermünzen in der höherwertigen Sammlerqualität „Spiegelglanz“ erhältlich, die über die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) bezogen werden können. Die Münzen aus Kupfer-Nickel werden erst zu einem späteren Zeitpunkt, über den das Bundesministerium der Finanzen gesondert informieren wird, bei der Deutschen Bundesbank verfügbar sein.
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Wächst die Geldmenge schneller als die Wirtschaft, dann kommt es zu Inflation. Sie kann auch importiert werden (Foto: Fotolia)
Die Importpreise in den USA sind im März stärker als erwartet gestiegen. Jetzt befürchten Analysten, die chinesische Inflation könnte in die Vereinigten Staaten überschwappen.
Um 2,7 Prozent sind die US-Importpreise im März nach offiziellen Angaben des Labor Department gestiegen. Und das, verglichen mit dem Vormonat. 2,1 Prozent hatten Analysten erwartet. Der deutliche Anstieg kam somit überraschend.
Wenn man die Importzahlen der Vereinigten Staaten analysiert, dann kommt man nicht umhin, einen Blick auf China zu werfen. Denn knapp 20 Prozent der amerikanischen Gesamtimporte stammen vom chinesischen Festland.
Und so ist es in diesem Zusammenhang auch nicht verwunderlich, wenn parallel Meldungen einer deutlichen Ausweitung der US-Importe aus dem Reich der Mitte erscheinen. Die US-Wareneinfuhr aus China stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent und legte damit so stark zu wie zuletzt im Dezember 2008.
Die Analysten des japanischen Bankhauses Nomura erwarten nun, dass die USA über diese ökonomische Verknüpfung – zusätzlich zur Teuerung im eigenen Land – Inflation aus China importieren könnten. Sie beträgt dort offiziellen Zahlen zufolge mittlerweile fast 5 Prozent.
“Einige Einzelhändler zeigten sich schwer besorgt über importierte Inflation. Wir denken, dass höherer, importierter Inflationsdruck aus China die dort gestiegenen Arbeitskosten und den schwächeren Dollar reflektieren”, erklärt Aichi Amemiya von der Nomura Bank gegenüber der Finanzpresse.
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Indische Kleininvestoren lernen Silber zunehmend zu schätzen (Foto: Goldreporter)
Der steigende Silberpreis hinterlässt auch Spuren in Asien. Laut Bombay Bullion Association kaufen kleine indische Investoren derzeit Silber „als gäbe es kein morgen“.
Aus Indien wird eine hohe Silber-Nachfrage gemeldet. „Gewöhnliche Investoren kaufen Silber, als gäb es kein morgen“, erklärt Suresh Hundia, Ehrenpräsident der Bombay Bullion Association in Mumbai gegenüber dem Wall Street Journal. Vielfach verkauften Inder sogar Gold, um die Erlöse in das weiße Metall zu reinvestieren, heißt es. Die Anleger versprechen sich höhere Renditen.
Alleine in Mumbai verkaufen Einzelhändler angeblich täglich 400 bis 500 Kilogramm des weißen Edelmetalls. Der Silberpreis hat in Indien mit 60.125 Rupien pro Kilogramm (umgerechnet 1.364 US-Dollar) zuletzt ein neues Allzeithoch erreicht.
Von der erhöhten Nachfrage könne man aber nicht automatisch auf steigende Silber-Importe Indiens schließen. „Das größte Angebot stammt aus dem Recycling-Angebot von Großhändlern, die schnelles Geld machen wollen“, so Hundia.
Wie berichtet wird, ist die Investment-Nachfrage bei Silber so hoch, dass es in Ahmedabad, einer der west-indischen Edelmetall-Zentren, derzeit zu einer Silber-Knappheit kommt.
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Geld-Flut zur Euro-Rettung - Das meiste wird nur noch digital produziert (Foto: Bundesdruckerei)
Die deutsche Gesamtverschuldung beläuft sich mittlerweile auf zwei Billionen Euro. Eine Dimension, an die man sich gewöhnt hat – zumindest dem Gehör nach. Aber können Sie wirklich erfassen, wie viel Geld das ist?
Manchmal muss man sich die Dinge plastisch vor Augen führen, wenn man verstehen will, in welchen Zahlen-Dimensionen sich unser Finanz- und Geldsystem abspielt.
Die Gesamtschulden, die Bund, Länder und Gemeinden in Deutschland seit Bestehen der Bundesrepublik angehäuft haben, belaufen sich mittlerweile auf 2 Billionen Euro.
Für umgerechnet eine Billion Euro Neuverschuldung benötigten die Vereinigten Staaten von Amerika zuletzt nur ein einziges Jahr.
Die Ziffer 1 gefolgt von 12 Nullen. Wissen Sie, wie viel Geld das ist? Wir sagen es Ihnen.
1 Billion 5-Euro-Scheine aufeinandergestapelt würden 100.000 Kilometer in den Weltraum hineinragen. Das entspricht in etwa einem Viertel der Wegstrecke von der Erde zum Mond.
1 Million Sekunden sind etwa 11,5 Tage. 1 Milliarde Sekunden entsprechen zirka 32 Jahre. Und eine Billion Sekunden dauern 32.000 Jahre.
Für eine Billion Euro können Sie zum aktuellen Goldpreis (€ 1.000 / Unze) ein Jahr lang jede Sekunde 1 Kilo Gold kaufen. Dann würden Sie allerdings rund 1/5 allen jemals geförderten Goldes besitzen.
Wenn man seit der Geburt Christi jeden Tag eine Million Euro gespart hätte, dann käme man heute gerade einmal auf 730 Milliarden Euro (Das entspricht in etwa dem Umfang des neuen EU-Rettungsfonds). 1 Billion Euro wären erst im Jahr 2739 erreicht.
Wie viel 1 Billion US-Dollar sind, visualisiert das folgenden Video. Beachten Sie dabei, dass es sich um Stapel von 100 Dollar-Scheinen handelt.
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Übrigens: Der aktuelle Wert allen jemals geförderten Goldes – geschätzte 160.000 Tonnen – beträgt 5,15 Billionen Euro. Das entspricht in etwa der Hälfte der offiziellen Gesamtverschuldung der Vereinigten Staaten von Amerika.
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Chinesischer Golddrache: Auf Asien entfällt ein immer größerer Anteil der weltweiten Goldnachfrage (Foto: Fotolia).
Die Analysten von Standard Chartered erwarten, dass das steigende Pro-Kopf-Einkommen in Asien zu einer erheblich wachsenden Goldnachfrage führt und der Gold-Bullenmarkt heute möglicherweise noch in den Kinderschuhen steckt.
„Unsere Basis-Prognose ist ein Preisanstieg bis auf eine Kursspitze von durchschnittlich 2.107 US-Dollar im Jahr 2014, obwohl unser Modell ein mögliches „Super-Bullen“-Szenario nahelegt, in dem der Goldpreis bis 2020 möglicherweise auf 4.869 Dollar pro Unze steigt“, lautet die aktuelle Prognose der Analysten von Standard Chartered.
In ihrem Marktreport, aus dem der britische Nachrichtendienst The Telegraph zitiert, betonen die Finanzmathematiker die kraftvolle Beziehung zwischen Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern Asiens und dem Goldpreis.
„Wir erwarten einigen Gegenwind für Gold, der sich aus höheren Zinsen in den USA ergeben könnte. Wir halten die Wirkung höherer Zinsen aber für begrenzt und wir erwarten vorläufig kein Ende der Goldpreis-Rally“, heißt es weiter. Einen stärkeren Preis-Effekt traut Standard Chartered einer steigenden Minenproduktion zu.
„Wir erwarten ein stetiges Wachstum des Angebots aus Minen in den kommenden Jahren, die das Nachfragewachstum bis 2014 übersteigen sollte. Nichtsdestotrotz rechnen wir mit einer Zeit anhaltend hoher Goldpreise“.
In einem früheren Report hatten die Analysten laut The Telegraph bis ins Jahr 2030 einen Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens in China und Indien auf 30 Prozent des US-Niveaus prognostiziert. Auf Basis dieser Annahme und der anhaltenden Relation zwischen Einkommensniveau und Goldnachfrage beruhe die Prognose eines Goldpreises von knapp 5.000 US-Dollar.
„So gesehen könnte der Gold-Bullenmarkt derzeit noch in den Kinderschuhen stecken“, resümieren die Analysten.
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US-Treasury-Markt: Die letzten beißen die Hunde (Foto: Fotolia)
Ausgerechnet ein ehemaliges Mitglied der chinesisches Zentralbank äußert sich ungewöhnlich kritisch über das System der amerikanischen Staatsfinanzierung.
Wachstum auf Pump hat Tradition in den USA. Die Vereinigten Staaten wären schon lange pleite, würde niemand mehr die Staatsanleihen des Landes kaufen. Das ist nichts Neues. Wenn sich jedoch Personen im Umfeld des weltweit größten US-Finanziers kritisch über diese Form der Staatsfinanzierung äußern, dann sorgt das für Aufsehen.
China ist mit Abstand der größte Besitzer von US-Staatsanleihen. Der ehemalige Zentralbanker der People’s Bank of China,Yu Yongding, sprach nun in einem chinesischen Online-Medium unbequeme Wahrheiten aus.
Der Markt für US-Staatsanleihen sei ein „riesiges Schneeball-System“, schreibt er in einem Artikel für Caixin Online. Ein solche im angelsächsischen Sprachraum als „Ponzi-Scheme“ bezeichnetes System zeichnet sich dadurch aus, dass Gewinne bestehender Investoren mit dem Geld immer neuer Investoren finanziert werden. Solange bis es aufgrund versiegender Neuliquidität kollabiert.
Wie Yu Yongding erklärt, stütze die amerikanische Notenbank Fed mit dem Aufkauf von US-Bonds künstlich die Anleihenkurse. Diese würden deutlich schwächer notieren, wenn sie den tatsächlichen Zustand der lustlosen US-Wirtschaft widerspiegelten.
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Mit 74 Tonnen Gold Jahresförderung wäre der Sudan der drittgrößte Goldproduzent Afrikas und der zehntgrößte weltweit (Foto: Fotolia)
Das afrikanische Land erwartet in diesem Jahr Rekordförderquoten. Erhebliche Mengen an Gold werden jedoch abseits der offiziellen Statistik aus dem Land geschafft.
Mit einer geschätzten Fördermenge von 74 Tonnen Gold wäre der Sudan nach Südafrika und Ghana der drittgrößte Goldproduzent Afrikas. In dieser Größenordnung erwartet Abdelbagi Gailani Ahmed, Minister of Industry and Minerals, laut Reuters den Umfang der sudanesischen Goldproduktion in diesem Jahr.
Im vergangenen Jahr waren es offiziell lediglich 36 Tonnen. Die Dunkelziffer ist jedoch erheblich. Die gleiche Menge dürfte laut Gailani an den staatlichen Stellen vorbei gefördert worden sein.
Denn mit dem steigenden Goldpreis ist im Sudan ist ein wahrer Goldrausch ausgebrochen. Viele kleine Privatunternehmer ziehen durch die Wüstengebiete des Landes, graben nach Gold und bringen ihre Funde heimlich außer Landes. Es gelangt nach Dubai oder Beirut.
Dennoch bleibt Gold unter den Rohstoffen das wichtigste Exportgut des Sudan. Rund drei Milliarden US-Dollar soll die Ausfuhr des Edelmetalls dem Land in diesem Jahr einbringen. Weitere Rohstoffverkäufe, darunter Chrom, Zink und Eisen werden voraussichtlich für eine Milliarde Dollar Exportumsatz sorgen.
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Ursprünglich für 5. Mai geplant: Die Ausgabe der 10-Euro-Silbermünze "125 Jahre Automobil" (Bild: BMF)
Das Bundesfinanzministerium berät derzeit über die Fortführung der mehrmals im Jahr herausgegebenen Silberzehner. Der steigende Silberpreis erschwert die Planung.
Der ansteigende Silberpreis macht dem Bundesfinanzministerium (BMF) zu schaffen. Nach der Reduzierung des Silbergehaltes der 10-Euro-Gedenkmünzen zum Jahreswechsel, wurde nun die Ausgabe der neuen Silberzehner vorläufig gestoppt.
Der Grund: Die Münzen werden traditionell zum Nennwert von 10 Euro ausgegeben. Steigt der reine Materialwert aber zum Zeitpunkt der Münzherstellung über dieses Nominal hinaus, dann würde das BMF bei der Herausgabe einen Verlust erleiden.
Aus diesem Grund wurde der Silbergehalt der für 2011 geplanten und für den bereits veröffentlichten Silberzehner („Franz Liszt“) von 925 auf 625 Promille reduziert (Goldreporter berichtete). Die Herausgabe von zwei 10-Euro-Silbermünzen im vergangenen Jahr hatte man um einige Wochen vorgezogen.
Zur Veröffentlichung am 5. Mai 2011 war ursprünglich das Motiv „125 Jahre Automobil“ geplant. Nach den Informationen der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) wurde die Herausgabe dieser Silbermünze nun zunächst gestoppt. Man rechnet derzeit mit einer Terminverschiebung, hieß es auf Anfrage von Goldreporter.
Dem Vernehmen nach werden im Finanzministerium verschiedene Maßnahmen diskutiert:
Die vorläufige Terminverschiebung / Aussetzung der Ausgabe (Warten auf weitere Silberpreisentwicklung)
Weitere Reduzierung des Silbergehaltes
Erhöhung des Nennwertes
Herausgabe von silberfreien 10-Euro-Gedenkmünzen, zum Beispiel aus Nickel/Kupfer
Komplette Einstellung der Silberzehner
Bei einem aktuellen Silberkurs von 28,61 Euro (London Fixing, 10.04.) beträgt der reine Materialwert der alten 925er-Silberzehner (Silbergehalt: 16,65 g) bereits 15,32 Euro. Die neuen 10-Euromünzen mit einem Feinsilbergehalt von 10 Gramm waren am Montag 9,20 Euro wert und notierten damit erneut sehr nahe am Nominal.
Wann das BMF zu einer Entscheidung kommt, ist noch völlig offen. Neben „200. Geburtstag Franz Liszt“ und „125 Jahre Automobil“ sind noch vier weitere 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen im Münzprogramm 2011 aufgeführt, darunter auch ein Silberzehner zur „Frauenfußball-WM in Deutschland“ (09.06.).